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62 Tipps für weniger Plastik im Alltag
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Leben ohne Plastik: Auf viele kurzlebige Plastikprodukte kannst du leicht verzichten. Das spart nicht nur Müll, sondern ist häufig auch noch gesünder und preiswerter.

Gigantische Müllinseln in den Weltmeeren, Seevögel, die mit vollem Bauch verhungern, Mikroplastik in der Nahrungskette … Das sind nur einige Gründe, warum das einst so beliebte und immer noch allgegenwärtige Plastik in den letzten Jahren immer mehr in Verruf geraten ist. Also nichts wie weg mit dem eigentlich so praktischen Stoff auf Erdölbasis – am besten komplett? Das ist in unserer Gesellschaft kaum möglich und auch nicht immer sinnvoll, denn Kunststoffe unterscheiden sich zum Teil erheblich in Hinblick auf Eigenschaften, Inhaltsstoffe und Langlebigkeit.

Den eigenen Plastikkonsum zu reduzieren, macht vor allem dort Sinn, wo die aufwändig produzierten Kunststoffe nur kurz in Gebrauch sind oder gesundheitlich bedenkliche Stoffe abgeben. Schon kleine Verhaltensänderungen im Alltag können den Plastikverbrauch erheblich reduzieren. Für zahlreiche Alltagssituationen gibt es gesündere und umweltfreundlichere Alternativen zu den weit verbreiteten Produkten aus Kunststoff – man muss sie nur finden.

1. Reparieren statt wegwerfen

Statt kaputte Gegenstände zu entsorgen, kannst du erst einmal versuchen, sie zu reparieren. Sogenannte Repair-Cafés helfen dabei. Auch viele alltägliche Dinge, die man auf den ersten Blick nur noch wegwerfen kann, lassen sich häufig doch noch sinnvoll weiter verwerten.

2. Lose einkaufen

In immer mehr Städten gibt es Unverpackt-Läden, in denen du ohne Plastik- bzw. Einwegverpackungen einkaufen kannst. Selbst ohne Unverpackt-Laden ist der lose Einkauf zahlreicher Lebensmittel möglich.

3. Bitte keine Werbung!

Ein kleiner Sticker auf dem Briefkasten rettet nicht nur vielen Bäumen das Leben, er sorgt auch dafür, dass keine in Plastik eingeschweißten Werbeprospekte mehr in deiner Post landen.

Über 400 Millionen Tonnen Papier werden jedes Jahr hergestellt. Dabei gibt es einfache Tricks, wie du deinen Papierbedarf problemlos reduzieren kannst.

4. Tauschgemeinschaft unter Nachbarn

Gleich noch mehr sinnvolle Aufkleber für den Briefkasten gibt es vom schweizer Verein Pumpipumpe, mit deren Hilfe das Austauschen von Haushaltsgegenständen unter Nachbarn ganz leicht wird. Denn auszuleihen, zu tauschen und selber zu machen statt fertig zu kaufen sind immer noch die einfachsten Möglichkeiten, Ressourcen und Verpackungsmüll zu sparen.

5. Drogerieprodukte selber machen

Viele Spezialprodukte im Haushalt lassen sich durch natürliche Hausmittel ersetzen. Besonders vielseitig kannst du zum Beispiel Natron, Soda, Kernseife, Essig, Alkohol, Zitronensäure und Wasserstoffperoxid verwenden.

Beim Kauf dieser Hausmittel kannst du auf Großpackungen achten, da diese im Gegensatz zu kleinen Einzelportionen mit erheblich weniger Plastikverpackung auskommen. Es gibt sogar spezielle Onlineshops, die sich auf plastikfreie Produkte spezialisiert haben.

Ein Spezialmittel für jeden Putzzweck muss nicht sein, denn natürliche Hausmittel und Tricks ersetzen viele der bunten Plastikflaschen und schädlichen Inhaltsstoffe.

6. Wäsche waschen

Mit selbst gemachten Waschmitteln aus umweltfreundlichen Hausmitteln sparst du nicht nur Plastikmüll, sie kommen auch deinem Geldbeutel zu Gute.

7. Spülmaschine

Mit Spülmaschinentabs fällt bei jedem Waschgang Verpackungsmüll an, den du mit Spülmaschinenpulver im Pappkarton leicht vermeiden kannst. Experimentierfreudige können das reinigende Pulver sogar selbst mischen, und auch Klarspüler lässt sich aus wenigen Hausmitteln selber machen.

8. Geschirrspülmittel

Spülst du gelegentlich von Hand? Dann kannst du deine Spüliflasche im Unverpackt-Laden immer wieder neu auffüllen lassen oder ein umweltfreundliches, effizientes Spülmittel aus nur drei Zutaten selbst anrühren. Selbst aus Rosskastanien lässt sich ein einfaches Spülmittel herstellen.

Rosskastanien sind nicht nur zum Basteln und Wäschewaschen zu verwenden. Finde heraus, wie du mit ihnen eine natürliche und wirksame Putzhilfe herstellst!

9. Schwämme und Lappen

Auch Reinigungsutensilien wie Schwämme und Lappen bestehen für gewöhnlich aus Plastik. Ein selbst gemachter Küchenschwamm aus Paketschnur ist vollkommen plastikfrei und reinigt dein Geschirr ebenso gut. Auch der gute alte Spüllappen lässt sich müll- und geldsparend aus Stoffresten oder abgenutzten Frotteehandtüchern selber machen.

10. Spülbürste aus Holz

Spülbürsten sind zwar eine ganze Weile in Gebrauch, müssen aber auch Regelmäßig ersetzt werden. Mit einer Variante aus Holz kannst du diesen Plastikmüll verhindern.

Spülschwamm, Seifensäckchen, Einkaufsnetz oder Weihnachtsschmuck - all das musst du nicht mehr kaufen! Hier findest du die Häkelanleitungen zum Selbermachen.

11. Müllbeutel selber falten

Wer seinen Plastikmüll reduziert, braucht zwar automatisch weniger Müllbeutel. Dennoch lässt sich auch hier zusätzlich noch Plastik (und Geld) sparen, indem du selbst gefaltete Beutel aus Altpapier verwendest. Alternativ kannst du auch versuchen, ganz auf Müllbeutel zu verzichten und den Eimer nach dem Ausleeren immer auszuspülen. Das ist nach einer kurzen Umgewöhnungszeit einfacher als man denkt.

12. Stoffbeutel statt Plastiktüte

Wenn du immer einen gefalteten Stoffbeutel oder ein Einkaufsnetz bei dir hast, kannst du leicht auf kurzlebige Einkaufstüten verzichten und sparst auch noch bei jedem Einkauf ein paar Cent.

Auf Plastiktüten zu verzichten ist einfacher, als viele Menschen glauben. Dieses stabile Netz ist klein in der Tasche und genial beim Einkaufen!

Wiederverwendbare Obst- und Gemüsebeutel machen dünne Einwegtütchen überflüssig. Aus Stoffresten kannst du die praktischen Beutel sogar leicht und preisgünstig selber machen.

13. Obst und Gemüse selber anbauen

Noch weniger Müll entsteht, wenn du einen Teil deines Gemüses selbst anbaust – das ist sogar auf dem Fensterbrett oder einem kleinen Balkon möglich.

14. Wiederverwendbare Verpackungen

Viele Produkte gibt es wahlweise auch in einer Verpackung aus Papier oder Glas, zum Beispiel Joghurt, Milch oder Wurst und Käse von der Frischetheke. Fragen kostet nichts – vielleicht gehört auch dein Lieblingsgeschäft auch schon zu denen, die selbst mitgebrachte Behältnisse befüllen?

15. Brot vom Bäcker

Im Supermarkt wird Brot fast nur noch in dünne Plastikbeutel verpackt angeboten. Kurzlebiges Plastik, das du leicht vermeiden kannst, wenn du Brot beim Bäcker kaufst und in einem Brotbeutel aus Stoff transportierst.

Leben ohne Plastik: Auf viele kurzlebige Plastikprodukte kannst du leicht verzichten. Das spart nicht nur Müll, sondern ist häufig auch noch gesünder und preiswerter.

16. Trinkwasser

Wasser in Plastikflaschen lässt sich durch Mineralwasser in der Mehrweg-Flasche ersetzen. Wer nicht so schwer schleppen möchte, kann auf Leitungswasser umsteigen und daraus bei Bedarf auch Sprudelwasser selbst herstellen.

17. Naturfasern statt Mikroplastik

Beim Waschen von aus Kunstfasern hergestellter Kleidung werden pro Waschgang tausende mikroskopisch kleiner Fasern freigesetzt, die als Mikroplastik in die Umwelt gelangen können. Das Problem kannst du vermeiden, indem du Kleidungsstücke aus Naturfasern bevorzugst.

18. Wachs oder Merino-Wolle als Regenschutz

Regen- und Outdoor-Kleidung ohne Plastik findet man (bislang) bedauerlicherweise kaum. Eine Alternative für Menschen, die viel und gerne draußen unterwegs sind, sind Produkte aus Merino-Wolle oder gewachste Textilien aus Baumwolle.

19. Einfach ein Stück Seife

Back to the roots: Was für unsere Urgroßeltern noch ganz selbstverständlich war, ist heute sogar wieder modern und eine weitere Möglichkeit, viel Verpackungsmüll einzusparen. Zum Händewaschen, Duschen, Baden und sogar für die Haarpflege eignet sich ein Stück pflegender Naturseife anstelle von Duschgels, Flüssigseife und Co.

Leben ohne Plastik: Auf viele kurzlebige Plastikprodukte kannst du leicht verzichten. Das spart nicht nur Müll, sondern ist häufig auch noch gesünder und preiswerter.

20. Haarpflege

Sogar flüssiges Shampoo kannst du aus einem Stück Seife und selbst gemachten Kräuterauszügen herstellen und damit den Kauf zahlreicher Einweg-Flakons vermeiden. Noch weniger Müll entsteht, wenn du dein Haar mit purem Wasser wäschst oder es an regelmäßiges Bürsten zur Haarpflege gewöhnst.

21. Rasieren ohne Plastik

Auch für die Rasur gibt es jede Menge plastikfreie Alternativen! Ein Rasierhobel aus Edelstahl ersetzt das kurzlebige Plastikprodukt. Mit fester Rasierseife oder selbst gemachtem Rasieröl kannst du auf Rasierschaum aus der Dose verzichten.

Warum teuren Rasierschaum kaufen? Mit diesem Rasieröl aus zwei Zutaten geht das Rasieren genauso leicht und es pflegt und nährt die Haut noch zusätzlich.

22. Deo selber machen

Um dich vor Schweißgeruch zu schützen, brauchst du keine Deosprays oder Roll-ons aus Plastik. Stattdessen kannst du ein natürliches Deo mit wenigen Handgriffen selber machen und in bereits vorhandene Gefäße abfüllen.

23. Wiederverwendbare Kosmetikpads

Watte- und Abschminkpads adé: Ob für die sanfte Gesichtsreinigung oder zum Entfernen von Make-up – waschbare Pads aus Stoff erfüllen ihren Zweck ebenso gut wie die Wegwerf-Variante. Mit etwas Nähgeschick kannst du die kleinen Helfer auch ganz leicht selber machen.

24. Dekorative Kosmetik

Apropos Schminke! Auch viele dekorative Kosmetikprodukte wie Wimperntusche, Rouge und Co. lassen sich aus einigen wenigen, natürlichen Zutaten selbst herstellen, wodurch du unterm Strich ebenfalls kleinteiligen Verpackungsmüll reduzieren kannst.

25. Damenhygiene

Binden und Tampons hinterlassen jede Menge Abfall, nicht nur in Form von Verpackungsmaterial. Regelrecht müllfrei wird deine Periode, wenn du stattdessen eine Menstruationstasse und/oder Stoffbinden verwendest.

Binden und Tampons verursachen extrem viel Müll, dabei gibt es ein paar einfache, günstige und sehr ökologische Alternativen. Die besten zeigen wir dir hier

26. Toilettenpapier

Herkömmliches Toilettenpapier findet man kaum ohne Plastikverpackung. Diese Variante aus schnell nachwachsendem Bambus gibt es im umweltfreundlichen Karton. Noch ökologischer wird dein Toilettengang mit einer WC-Brause, wie sie in vielen orientalischen Ländern üblich ist.

27. Zahnpflege

Auch beim Zähneputzen kannst du viel Plastik sparen, in dem du eine Handzahnbürste aus Holz oder ein Zahnputzholz und Zahnseide aus natürlicher Seide und Bienenwachs verwendest.

Neben der Küche ist das Badezimmer der Ort mit den meisten Plastikprodukte. Warum und wie du sie ersetzen kannst, erfährst du hier!

Zahnpastatuben aus Plastik werden mit Zahnputztabletten (gibt es lose in vielen Unverpackt-Läden) oder einer selbst gemachten Zahncreme überflüssig.

Unsere besten Rezepte für Pflegeprodukte zum Selbermachen findest du auch in unserem Buch:

Selber machen statt kaufen - Haut und Haar
137 Rezepte für natürliche Pflegeprodukte, die Geld sparen und die Umwelt schonen
Erscheint Februar 2018 - im Shop vorbestellen oder beim lokalen Buchhandel
Bald auch als eBook

28. Lufterfrischer

Bist du ein Freund von Lufterfrischern? Sie lassen sich leicht durch einen selbst gemachten Raumduft ohne Plastik ersetzen.

Wenn es im Bad oder WC schlecht riecht, hilft dieser preiswerte, selbst gemachte Natron-Lufterfrischer! Er beseitigt den Geruch, statt ihn nur zu überdecken.

29. Plastikfreie Vorräte

Tupper und Co. sind zwar praktisch und halten meist auch viele Jahre. Trotzdem kannst du bei Neuanschaffungen zu einer der vielen plastikfreien Aufbewahrungsalternativen greifen. Mit Glas und Edelstahl gehst du zudem sicher, dass keine bedenklichen Stoffe in deine Lebensmittel gelangen.

Selbst Einfrieren klappt hervorragend nahezu plastifkrei in Schraubgläsern, die in vielen Küchen sowieso immer mal wieder anfallen.

Müllvermeidung in der Küche: Mit diesen Tipps kannst du deine Küchenabfälle stark reduzieren und Einwegverpackungen sowie Lebensmittelreste sinnvoll weiter nutzen.

30. Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie

Alu- und Frischhaltefolie gehören in der Küche zu den besonders kurzlebigen Kunststoffprodukten. Mit wiederverwendbaren Tüchern aus Baumwolle und Bienenwachs kannst du sie leicht ersetzen. Die praktischen Küchenhelfer lassen sich aus Stoffresten mit wenig Aufwand ebenfalls selber machen.

31. Schneidebretter

Holzschneidebretter sind nicht nur umweltfreundlicher als ihr Pendant aus Kunststoff. Die Gerbstoffe im Holz sorgen zudem für eine natürliche Desinfektion der Arbeitsfläche.

32. Gusseisen statt Antihaftbeschichtung

Viele handelsübliche Pfannen sind mit einer Schicht aus Kunststoff beschichtet, die sich beim Kochen und Braten nach und nach ablöst. Eine plastikfreie Alternative, die ein Leben lang hält, findest du in Form von Schmiedepfannen bzw. Gusseisen-Pfannen.

33. Küchenhelfer aus Holz

Die meisten Küchenhelfer wie Rührlöffel, Salatbesteck oder Schneebesen gibt es auch in einer Variante aus Holz oder Edelstahl, an der du in der Regel auch noch viel länger Freude hast.

Müllvermeidung in der Küche: Mit diesen Tipps kannst du deine Küchenabfälle stark reduzieren und Einwegverpackungen sowie Lebensmittelreste sinnvoll weiter nutzen.

34. Küchenrolle

Küchenrolle selbst besteht zwar nicht aus Plastik, wird aber als kurzlebiges Wegwerfprodukt meist in Plastik verpackt. Eine selbst gemachte Küchenrolle aus Stoff ist bei einem Malheur genauso schnell zur Hand, lässt sich aber viele Male wiederverwenden.

35. Wiederverwendbare Trinkhalme

Kinder lieben sie, und auch bei manchem Erwachsenen dürften sie beim Genuss von Cocktails und Smoothies nicht fehlen: Strohhalme! Statt das Wegwerfprodukt aus Plastik zu nutzen, kannst du zu einem der vielen Mehrweg-Trinkhalmen greifen.

36. Frisch kochen

Fertigprodukte hinterlassen besonders viel Verpackungsmüll. Sehr viel weniger Abfall entsteht, wenn du deine Mahlzeiten bevorzugt aus frischen Zutaten selbst zubereitest. Und auch viele immer wieder benötigte Küchenhelfer wie Gemüsebrühe, Salatkräuter oder andere Würzmischungen lassen sich leicht selber machen – damit lebst du nicht nur plastikarm, sondern auch erheblich gesünder.

Viele weitere Alternativen zu ungesunden Fertigprodukten findest du in unserem Buch:

Selber machen statt kaufen - Küche: 137 gesündere Alternativen zu Fertigprodukten, die Geld sparen und die Umwelt schonen
137 gesündere Alternativen zu Fertigprodukten, die Geld sparen und die Umwelt schonen
Oder als eBook: kindle - tolino - kobo - iTunes

37. Mal- und Bastelbedarf

Viele Bastel- und Malutensilien kannst du mit Hausmitteln selbst herstellen, wie zum Beispiel essbare Knete, bunte Fingerfarben oder unbedenklichen Bastelkleber.

38. Trinkflasche für Kinder

Statt einer Trinkflasche aus Plastik kannst du deinem Kind eine Variante aus Edelstahl oder Glas mit in den Kindergarten oder die Schule geben. Damit landen auch garantiert keine bedenklichen Inhaltsstoffe im Durstlöscher.

Aluminium, Plastik, Glas - welche Trinkflasche für Kinder ist gesund und umweltfreundlich? Tipps zur Auswahl der Typen und Materialien.

39. Plastikfreies Spielzeug

Auf Lego und andere langlebige, kreative Spielsachen aus Plastik muss sicher kein Kind verzichten. Aber vieles davon lässt sich ebenso gut und noch dazu preiswerter gebraucht bekommen. Für zahlreiche andere Spielzeuge aus Kunststoff gibt es besonders stabile und schadstofffreie Produkte aus Holz oder Stoff.

40. Stoffwindeln

Einwegwindeln enthalten ebenfalls Kunststoffe und können nach Gebrauch nur noch verbrannt werden. Mit modernen Stoffwindelsystemen hast du zwar höhere Anschaffungskosten, sparst aber über die Jahre nicht nur einen ganzen Müllberg, sondern auch noch viel Geld für das Wegwerfprodukt.

Moderne Stoffwindeln haben nichts mit den Qualen unserer Großeltern gemeinsam - sie sind einfach zu handhaben, sparen eine Menge Geld und ersparen der Umwelt Berge von Müll.

41. Feuchttücher

Auch beim Reinigen des Babypopos muss kein Müll entstehen. Mit wiederverwendbaren Feuchttüchern kommen zudem nur natürliche Inhaltsstoffe an die Haut deines Nachwuchses.

42. Schnuller

Schnuller müssen aus hygienischen Gründen alle paar Wochen ersetzt werden. Da kommt über die Jahre so einiges an Plastikmüll zusammen. Mit einer Variante aus Kautschuk nuckelt sich dein Kind plastikfrei in den Schlaf.

43. Verpackungsarm naschen

Viele gesunde Naschalternativen für Babys und Kinder kannst du leicht selber machen. Dabei entsteht in der Regel erheblich weniger Müll als beim Kauf von Fertigprodukten, die häufig sogar noch einmal portionsweise abgepackt sind.

Gesundes Essen und Naschen passen nicht zusammen? Doch! Diese köstlichen Riegel aus Trockenobst, Nüssen und Haferflocken schmecken auch Kindern.

44. Trinkflasche

Eine wiederverwendbare Trinkflasche macht auch für Erwachsene den spontanen Kauf von Getränken in Plastikflaschen überflüssig. In immer mehr Geschäften kannst du deine Flasche zudem kostenfrei mit Leitungswasser auffüllen.

45. Coffee-to-go-Becher

Wenn du deinen Kaffee gern unterwegs trinkst, kann ein wiederbefüllbarer Mehrwegbecher viele Einwegbecher mit Plastikbeschichtung ersetzen. Immer mehr Cafés geben auf mitgebrachte Becher sogar einen kleinen Rabatt.

Better World Cup engagiert sich für Coffee-to-go im Mehrwegbecher

46. Brotboxen aus Edelstahl

Belegte Brote und Brötchen lassen sich sicher und plastikfrei in einer Brotdose aus Edelstahl anstelle von Plastikbeuteln transportieren.

47. Salat im Glas

Statt fertigen Salat im Plastikbehälter zu kaufen, kannst du einen individuellen Salat im Glas leicht selber machen und sogar schon am Vorabend zubereiten.

Keine Lust auf Kantinen-Essen? Probiere stattdessen doch mal gesunden, abwechslungsreichen Salat im Glas - schnell, lecker und ohne Abfall.

48. Essen-to-go

Viele Imbisse füllen Essen-to-go gern in eine mitgebrachte Lunchbox aus Edelstahl, eine Bento-Box aus Holz oder einen Isolierbehälter ab, in dem sich auch Soßen und Suppen sicher transportieren lassen.

49. Hundefutter, Katzenstreu und Co.

Wenn du Futter und Hygieneprodukte wie zum Beispiel Katzenstreu in Großpackungen erwirbst, lässt sich auch bei deinen vierbeinigen Mitbewohnern die Menge des Plastikmülls reduzieren. Mit Frischfleisch vom Metzger (BARFen) lässt sich ebenfalls Abfall einsparen.

Kleine Leckerlies für zwischendurch kannst du leicht selber machen, statt sie in Plastikfolie zu kaufen.

Hast du dich auch mal gefragt was in dem Futter für deine Hunde drin ist? Ist das wirklich gesund? Hier findest du leckere selbstgemachte Alternativen!

50. Plastikfreies Spielzeug für Vierbeiner

Typisches Spielzeug für Hund und Katz ist häufig aus Kunststoff. Mit einer selbst gemachten Schnüffelbox aus einem Karton und Stoffresten oder einem selbst gemachten Schnüffelteppich wird dein treuer Freund sicher mindestens ebenso viel Spaß haben.

Wenn sich deine Fellnase zu Hause langweilt, dann versuch es doch mal mit einem selbstgebastelten Schnüffelteppich. Der fordert deinen Vierbeiner, macht ihn müde und zufrieden.

51. Pflanzerde und Dünger selber machen

Pflanzenerde findet man im Gartenmarkt ausschließlich in großen Plastikbeuteln. Mit einem eigenen Komposthaufen oder einer Wurmkiste kannst du frische Humuserde plastikfrei selbst herstellen. Und mit Kaffeesatz oder Brennnesseljauche wird auch noch der Kunstdünger überflüssig.

Mit Kaffeesatz kannst du auf natürliche Weise düngen, Schädlinge vetreiben und mulchen. Hier findest du alles Wissenswerte über die nährstoffreichen Kaffeereste im Garten.

52. Mulchen statt Folie gegen Beikraut

Statt mit einer Kunststofffolie unwillkommene Beikräuter in Schach zu halten, gelingt das ebenso effektiv, indem du eine Mulchschicht aus natürlichen Materialien ausbringst. Essbare Bodendecker erfüllen den gleichen Zweck und liefern sogar noch köstliches, frisches Grün!

53. Deko aus Naturmaterialien

Kurzlebige Dekoartikel aus Plastik lassen sich leicht durch schöne Stoffe und schmückende Dinge aus der Natur ersetzen, die du viele Male wiederverwenden kannst.

54. Schenken ohne Müll

Statt schlecht recyclebarem, meist noch einmal in Plastik gewickeltem Buntpapier von der Rolle kannst du zum Verpacken kleiner und großer Geschenken eine der vielen kreativen Geschenkverpackungen ohne Plastik und Tesa verwenden.

Anstatt über Weihnachten Berge von Geschenkpapiermüll anzusammeln, kannst du einfach wiederverwendbare Verpackungen basteln.

55. Bastelkleber selber machen

Kleber zum Verschließen der Verpackung oder zum Basteln lässt sich aus völlig unbedenklichen Zutaten leicht selber machen.

56. Papierklebeband

Anstelle von Plastikband verschließt umweltfreundliches Klebeband aus Papier deine Pakete ebenso effektiv.

57. Stofftaschentücher

Stofftaschentücher können viele Papiertaschentücher ersetzen und machen die kleinen Plastikpackungen für unterwegs ebenso überflüssig.

Leben ohne Plastik: Auf viele kurzlebige Plastikprodukte kannst du leicht verzichten. Das spart nicht nur Müll, sondern ist häufig auch noch gesünder und preiswerter.

58. Wirkstoffe der Natur selbst nutzbar machen

Statt zu Tabletten und Co. in der Blisterverpackung zu greifen, kannst du dich mit selbst gemachten Tinkturen und heilsamen Tees auf natürlichem Wege und vollkommen plastikfrei von zahlreichen Wehwehchen befreien.

59. Mikroplastik in Kosmetik

Immer noch enthalten zahlreiche Kosmetikprodukte Mikroplastik. Im BUND-Einkaufsratgeber findest du eine Liste der häufigsten Kunststoffe in Kosmetika und ihrer Abkürzungen sowie eine Auflistung von Produkten, die Mikroplastik enthalten.

Leben ohne Plastik: Auf viele kurzlebige Plastikprodukte kannst du leicht verzichten. Das spart nicht nur Müll, sondern ist häufig auch noch gesünder und preiswerter.

60. Kaugummi

Wusstest du’s? Herkömmlicher Kaugummi besteht aus Kunststoff und ist nur schlecht biologisch abbaubar. Wenn du auf den Kauspaß nicht verzichten möchtest, können Bio-Kaugummis vielleicht eine Alternative für dich sein.

61. Konservendosen

Konservendosen sind innen häufig mit einer Kunststoffbeschichtung überzogen, die bedenkliche Stoffe in die enthaltenen Lebensmittel abgeben kann. Indem du stattdessen Produkte in Glasverpackung wählst oder frisches Gemüse und Obst selbst einkochst, kannst du dieses Risiko reduzieren.

Leben ohne Plastik: Auf viele kurzlebige Plastikprodukte kannst du leicht verzichten. Das spart nicht nur Müll, sondern ist häufig auch noch gesünder und preiswerter.

62. Backpapier

Herkömmliches Backpapier ist mit einer dünnen Schicht Silikon überzogen. Alternativ kannst du auf ein Produkt ohne Beschichtung zurückgreifen, oder du bestreichst Bleche und Formen vor dem Backen mit Öl und verzichtest so ganz auf das Einwegprodukt. Eine besonders gute Antihaftwirkung haben auch Backformen und Backbleche aus porenfreiem Glas.

In unseren Buchtipps findest du viele weitere praktische Ideen, die helfen Plastik im Alltag zu reduzieren:

Statt Plastik: Schöne Sachen zum Selbermachen
Plastikfreie Zone: Wie meine Familie es schafft, fast ohne Kunststoff zu leben
für Tolino:
Besser leben ohne Plastik
für Tolino:

Hast du noch mehr Tipps, um Plastik und vor allem Plastikmüll effektiv zu reduzieren? Wir freuen uns auf deine Ideen und Erfahrungen in einem Kommentar!

Leben ohne Plastik: Auf viele kurzlebige Plastikprodukte kannst du leicht verzichten. Das spart nicht nur Müll, sondern ist häufig auch noch gesünder und preiswerter.

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  • Vieles davon setze ich schon länger ein, aber es ist toll hier noch mal so eine ausführliche Übersicht zu haben! Man kann eben doch immer noch an einer Ecke mehr Plastik einsparen! Vielen Dank :-)

    • Vielen Dank für die Blumen :-) Stimmt, wenn jeder ein bisschen was von dem umsetzt, ist sicher schon viel getan. Ganz liebe Grüße!

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