Bokashi-Eimer in 30 Minuten selber bauen

Mit dieser Anleitung baust du einen Bokashi-Eimer in 30 Minuten mit Teilen die weniger als 15 Euro kosten. So kompostierst du direkt in der Küche!

Biologische Abfälle sind wertvolle Rohstoffe, die sich sinnvoll weiter verwerten lassen. Dazu benötigst du nicht einmal einen eigenen Garten oder Komposthaufen.

Die Lösung ist der japanische Bokashi-Eimer für die Küche. In ihm werden Küchenreste fermentiert und so wieder nutzbar gemacht. Auch wenn du über einen Komposter verfügst, ist der Bokashi-Eimer eine sinnvolle Ergänzung, denn die Mikroben zersetzen sogar gekochte Speisereste wie Fleisch und Fisch.

Mehr Hintergrundinformationen zum Bokashi-Eimer findest du hier.

Im Handel kostet ein kleiner Bokashi-Eimer zwischen 50 und 80 Euro.

In diesem Beitrag zeigen wir, wie du mit wenigen Mitteln und Handgriffen deinen eigenen Bokashi Eimer herstellst.

Was wird benötigt für den Bokashi-Eimer?

Für jeden Eimer, den du produzieren möchtest, benötigst du:

An Werkzeugen benötigst du eine Bohrmaschine, ein Messer und einen Stift.

Mit dieser Anleitung baust du einen Bokashi-Eimer in 30 Minuten mit Teilen die weniger als 15 Euro kosten. So kompostierst du direkt in der Küche!

Die Eimer-Größe kannst du individuell wählen, je nachdem über wie viel Platz du verfügst und wie viele organische Abfälle in deiner Küche anfallen.

Die Menge des benötigten Dichtmaterials richtet sich nach dem Platz zwischen den Eimerböden, wenn sie ineinander gestapelt sind, und der Hahngröße.

Vorgehensweise zum Bau des Bokashi-Eimers

Das Basteln des Eimers ist schmerzlos und du benötigst nur 30-60 Minuten. So gehst du vor:

  1. In den Boden des inneren Eimers bohrst du ca. 20 bis 30 Löcher mit einem Durchmesser von zwei bis drei Millimetern. Durch diese entweicht später die fermentierte Flüssigkeit.
  2. Beim äußeren Eimer musst du festlegen, wo der Hahn angesetzt wird. Dieser sollte sich möglichst weit unten befinden. Markiere die Stelle mit einem Stift.
  3. Schneide an dieser Stelle vorsichtig ein Loch, in welches der Hahn passt.
  4. Wenn der Hahn über eine eigene Dichtung verfügt, kannst du ihn direkt anbringen. Wenn dies nicht der Fall ist, musst du ihn zusätzlich abdichten, z.B. mit Dichtmasse aus dem Baumarkt.
  5. Stelle die beiden Eimer ineinander um festzustellen, wie viele Lagen Dichtungsband benötigt werden, um diese luftdicht ineinander zu stapeln. Nachdem du die Lücke geschlossen hast, bist du fertig.

Mit dieser Anleitung baust du einen Bokashi-Eimer in 30 Minuten mit Teilen die weniger als 15 Euro kosten. So kompostierst du direkt in der Küche!

Ergebnis

Du siehst, mit nur wenig Aufwand kannst du deinen eigenen Bokashi-Eimer für zirka 15 Euro selbst herstellen und sparst 35-60 Euro.

Nachdem du Abfälle in den Bokashi-Eimer gibst, solltest du immer eine Schicht Mikroben hinzugeben. Wenn du oder Bekannte von dir bereits einen Eimer haben, kannst du einfach die Flüssigkeit aus dem Boden des Eimers verwenden. Falls diese nicht verfügbar ist, kannst du eine Erstausstattung auch erwerben.

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Wie sind deine Erfahrungen mit dem Bokashi-Eimer? Teile deine Tipps in den Kommentaren.

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62 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ich plane 2 Eimer zu verwenden statt einem riesigen. Es soll ja möglichst wenig Luft drankommen, und so kann ich es abwechseln.
    Denke aber nicht das etwas gegen den großen spricht.

    Antworten
    • Danke für die Antwort! Ich dachte auch eher an 2-3 große Eimer. Ich werde es einfach mal versuchen.

  2. Gibt es Erfahrungen bzgl. der Größe? Wir haben als mehrköpfige Familie ziemlich viel zu entsorgen und ich schätze, dass wir mit 10l – 20l-Eimern nicht lange hinkommen. Aus der Imkerrei könnte ich ältere 40l Hobbocks verwenden. Ist das aus irgendeinem Grund zu groß?

    Antworten
  3. Wunderbare Idee.
    Danke.

    Antworten
  4. Wie wäre es mit diesen Ablasshähnen von 5 Liter Fruchtsaftkartons? Die innere Tüte mit dem Hahn ist nicht wiederverwendbar. Hat es jemand damit schon versucht?
    Eimer bekommt man sowieso kostenlos. Würde gerne bei 0 Euro rauskommen ;-)

    Antworten
  5. Axel Schäfer

    Ist es zwingend notwendig, das die Flüssigkeit ablaufen kann? Oder kann man die Abfälle nebst Bakterien auch einfach so in einen dicht schließenden Eimer geben? Funktioniert ja bei der Sauerkrautherstellung auch ohne Ablauf.

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Axel,
      ja es wäre im Prinzip möglich, einen einfachen Eimer ohne Ablauf zu verwenden. Entscheidend ist, dass die Fermentation (richtig, ähnlich wie bei Sauerkraut) in Gang kommt, damit keine Fäulnis entsteht. Der Eimer füllt sich entsprechend schneller.
      Wenn Flüssigkeit dagegen ablaufen kann, indem der Eimer den typischen doppelten Boden mit Hahn besitzt, ist die Gefahr von Fäulnis entsprechend geringer, als wenn die ganze Flüssigkeit in den Abfällen bleibt und erst komplett „gesäuert“ werden muss. Zudem würde man ohne Ablaufmöglichkeit auch den Vorteil verlieren, die Flüssigkeit separat vom Rest abzapfen und zum Beispiel als Dünger zu verwenden.
      Liebe Grüße

  6. Bokashipulver oder effekrive Mikroorganismen muss man leider zukaufen. Nirgendwo finde ich ein Rezept, wie sich das umgehen lässt.
    Zwar habe ich über Youtube einen Weg gefunden, wie man Milchsäurebakterien gewinnen und vermehren kann (und Bierhefe kann man der fermentierten Urlösung noch nachträglich hinzufügen), aber mir fehlen noch Fotosyntgesebakterien.
    Ich würde das Zeugs gerne komplett selber züchten können-für den Fall, dassirgendwann unser Gesellschaftssystem mal zusammenbricht. Am besten aus Dingen, welche ich in der Natur vor Ort finden kann.
    Hat irgend jemand hierzu eine Idee oder besser noch praktische Erfahrung?
    Danke

    Antworten
    • smarticular.net

      Die beim Fermentieren entstehende braune Abtropf-Flüssigkeit, die unten am Hahn von Zeit zu Zeit abgelassen wird, ist reich an entsprechenden Mikroorganismen und eignet sich deshalb als „Starter“ für einen neuen Bokashi-Eimer. Deshalb ist es nach unserer Erfahrung nicht notwendig, immer neues Substrat zu kaufen, wenn der Prozess einmal in Gang gekommen ist.
      Sofern man sehr gut auf ein sauerstoffarmes Milieu im Eimer achtet, ist es gut möglich, dass sich auch ohne Zugabe weiteren Substrats die erwünschten Mikroorganismen vermehren und der Prozess so ganz von allein in Gang kommt. Mikroorganismen finden sich überall, und man braucht im Prinzip nur dafür zu sorgen, dass sie die für sie optimalen Bedingungen vorfinden – beim Bokashi heißt das, nicht zu feucht, sauerstoffarm, aber mit ausreichend Material zum Fermentieren.
      Liebe Grüße

  7. Ich hab es trotz Wolle und Sorgfalt beim cutten des Lochausschnitts für den Hahn (so eng, dass nan ihn reinschrauben musste und kein Spalt sichtbar war) nicht hinbekommen, dass er nicht leckt und permanent der Saft raustropft. Daher habe ich jetzt umgestellt auf ein anderes Design, das noch unkomplizierter zu bauen war: https://youtu.be/kaRYLi5cMR4 (von „Sommerflieder“ auf Youtube)

    Antworten
    • smarticular.net

      Der Hahn sollte schon eine eigene Dichtung besitzen, sonst wird er tatsächlich nicht gut abdichten. Konstruktionen ohne Hahn haben wir auch getestet. Wenn viele feuchte Abfälle in den Eimer gegeben werden, ist der „Bodensatz“ allerdings schnell voll, sodass man öfter den Innenteil zum Entleeren herausnehmen muss. Darum empfehlen wir eine Konstruktion mit Hahn zum Ablassen, sie hat sich für uns absolut bewährt. Liebe Grüße

    • Einen Gummiring zur Dichtung hatte der Hahn. Vielleicht könnt ihr an dieser Stelle in der Anleitung noch detaillierter beschreiben, wie ihr vorgegangen seid? Das wäre für Nachbauer*innen sicher hilfreich.
      An der Inneneimervariante finde ich praktisch, dass er sich besser (in den Garten) tragen lässt.

    • smarticular.net

      Wir haben wie auf dem Bild zu sehen das Loch vorgezeichnet und dann vorsichtig mit einem Bastelmesser den Kreis mehrfach nachgezogen, bis der kreisrunde Innenteil herausgefallen ist. Man könnte vermutlich auch einen speziellen Bohrer (Forstnerbohrer) nehmen, aber das weiche Eimermaterial lässt sich meistens mit einem scharfen Bastelmesser gut schneiden.

  8. Almut Elster

    Man kann den Bokashi-Eimer noch einfacher und billiger machen: erstens stellen Imbißbuden oder Döner-Läden immer wieder gleich große Eimer von Joghurt oder Senf oder …. auf die Straße, wo man sie abholen kann und zweitens brauche ich keinen Hahn, sondern nehme den oberen Eimer manchmal ab und gieße die fermentierte Flüssigkeit in eine Gießkanne, die ich mit Wasser auffülle und damit Pflanzen dünge. Geht super gut und super einfach. Riecht überhaupt nie. Man kann auch etwas Erde zwischen die Kompost-Lagen geben.

    Antworten
  9. Hallo,
    habe ein paar Fragen.
    Zur Herstellung des Eimers: Das Dichtungsband wird um den inneren Eimer gewickelt, oder? Wie viel Abstand sollte man zwischen den Böden lassen? Nur soviel, wie der Auslauf braucht oder wie viel Flüssigkeit entsteht dabei?
    Generell zur Handhabung: Wie ist es im Winter mit dem entstehendem Bokashi und der Flüssigkeit? Kann man es irgendwie aufheben/lagern? Und muss der Eimer warm stehen oder kann er auch kälter (aber frostfrei) stehen?
    Und auch ganz wichtig: Wenn man keinen eigenen Garten hat, sondern „nur“ Balkon (mit etwas Gemüse und Blumen) und Zimmerpflanzen, lohnt sich das? Da entsteht ja vermutlich über das Jahr gesehen nicht gerade wenig an Flüssigkeit und an Bokashi (und man topft ja nicht andauernd die Pflanzen um).
    Und kann man den Bokashi im Sommer, wenn die Pflanzen in den Beeten (der Nachbarn) schon gedeihen, überhaupt noch ausbringen? Den Flüssigdünger ja, aber die Erde dann?

    Danke für Eure Antwort.

    Viele Grüße,
    Markus

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Markus! Fünf Zentimeter Abstand zwischen den Böden reichen bei uns aus, soo viel Flüssigkeit entsteht ja nicht, wenn man nicht gerade extrem viele sehr feuchte Abfälle hineingibt. Die Flüssigkeit kann man problemlos lagern (z.B. in Flaschen als Vorrat für Düngung und andere Aufgaben). Der Eimer kann auch kälter (aber frostfrei) stehen, dann arbeiten die Mikroorganismen einfach langsamer. Man müsste dann entsprechend auch weniger häufig nachfüllen, weil sonst wieder Fäulnis entstehen könnte. Beim Balkon kommt es darauf an, wie viel man denn so gärtnert. Mit einigen großen Kübeln und Töpfen kann sich das schon lohnen. Allerdings braucht der fertige Bokashi noch einige Zeit, bevor er – mit Erde vermischt – weiter gereift ist und als Grundlage für neue Bepflanzungen dienen kann. Im Garten lässt sich das meist leichter bewerkstelligen, und man sollte den fertigen Bokashi schon mit reichlich Erde vermischen, weil sonst eine viel zu nährstoffreiche Basis entsteht, die die meisten Pflanzen überfordert. Im Garten würde man ihn z.B. im Herbst oder Frühjahr in ein abgeerntetes Beet einarbeiten und noch eine Zeit lang im Boden nachreifen lassen. Liebe Grüße!

  10. Caroline Maria Gie

    Hallo:)
    Ich habe mir einen Bokashi aus Honigeimern gebaut und bin sehr zufrieden. Ich finde ihn deutlich praktischer und unkomplizierter als den Wurmkomposter. Ich habe eine Frage: Kann man auch Haare in den Bokashi tun? So im Sinne von Hornspänen könnte das ja ganz gut für die Erde sein, was meint ihr?
    Und zweite Frage: muss man das Band von Teebeuteln abmachen, oder kann das auch mit rein?
    Über Tipps würde ich mich freuen:)

    Antworten
  11. Hallo,

    ich brauch mal eure Hilfe, irgendetwas mach ich bei meinem Bokashi falsch.
    Habe einen Bokashi selber gemacht und der ist absolut luftdicht, habe die efektifen Mikroorganismen gekauft und dazu noch EM Keramikpulver, aber irgendwie will bei mir der Grünabfall nicht zersetzen und unten setzt sich auch keine Flüssigkeit ab.

    Was mache ich falsch?

    Antworten
    • Hallo Frank, vielleicht ist es einfach zu trocken, du könntest es mit Wasser in einer Sprühflasche einsprühen. Viel Erfolg!

  12. Bokashi Sepa

    Anstatt der Bokashi Bakterien geht auch etwas Scheidenflüssigkeit?

    Antworten
    • Ira Maria Rohde

      Hast du´s schon mal ausprobiert?
      …Probieren geht über Studieren! :-)

    • Ira Maria Rohde

      Ich meinte zunächst mal das mit der Scheidenflüssigkeit, aber mit Urin funktioniert es wahrscheinlich mengenmäßig sehr viel leichter und besser, denn, wie gesagt, Terra Preta wird ja auch damit gewonnen… (durch Zusatz von Holz- bzw. Aktivkohle)…

    • Ira Maria Rohde

      Und weil ich weiter unten gelesen habe „Terra Preta“ fällt mir an der Stelle gerade auch noch ein: Wie wäre es denn mit Urin?
      Das müsste doch wunderbar funktionieren!!! (Müsste nur richtig dosiert werden…
      Aber das wäre doch eine super Lösung, zumal ich in letzter Zeit immer öfter in den Garten gehe zum Pinkeln und es, ehrlich gesagt, immer „abartiger“ finde, dass wir es „zivilisatorisch hochwertig“ finden, in unser eigenes Trinkwasser unsere Ausscheidungen und Fäkalien zu entsorgen…
      Sorry, unappetitliches Thema, aber es liegt mir wirklich sehr ernsthaft am Herzen. Ich bringe das Zeug jetzt immer öfter zum Kompost in den Garten, und das fühlt sich richtig und gut an…. Im Prinzip könnte man so ein „Kompostklo“ auch auf jedem Balkon installieren…
      Vielleicht dann aber doch noch, zumindest eine Zeitlang, (insbesondere bei ungesunder Ernährungsweise und auch generell, denn leider haben ja die Drecks-Chemtrails IMMER NOCH nicht aufgehört!!! :-( ), also um sicher zu gehen, dass alles gut „entgiftet“ wird, doch noch zusätzlich EM (Effektive Mikroorganismen) zugeben…

  13. Jenny Keck

    „Die
    Vergärung erfolgt hier ja in anaerobem Milieu durch spezielle anaerobe
    Mikroorganismen, wobei in aller Regel eben insbesondere Methan entsteht
    und hier, da es nicht weitergenutzt oder verbrannt wird, offenbar letztlich freigesetzt wird.

    Das
    ist vor allem deshalb problematisch, weil es eben ein sehr potentes
    Treibhausgas ist, das in der Treibhausgaswirkung sogar weit über CO₂
    liegt.

    Ich würde Biomüll daher glaub ich eher in die
    Biomülltonne hauen. In den Anlagen, in die der dann kommt, wird das
    entstehende Biogas eingespeist oder im Notfall zumindest verbrannt
    (wobei aus CH₄ eben 2·H₂O und CO₂ entsteht, was im direkten Vergleich
    erheblich weniger klimaschädlich bzw. hier sogar klimaneutral ist, weil
    es derselben Menge an Kohlenstoff entspricht, die vorher
    photosynthetisch in der Biomasse fixiert wurde – oder kurz gesagt wird
    dann eben dabei nur das CO₂ wieder frei, das der Atmosphäre vorher beim
    Anbau kurzfristig entnommen wurde).“

    Stimmt das so?
    Dann müsste das Ansetzen von Gärgemüse doch auch problematisch sein.

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Jenny! Bei der Fermentation im Bokashi entsteht bei richtiger Anwendung kein Methan, sondern Zuckerarten und Kohlenstoffdioxid (CO2). Siehe z.B. hier ab Seite 22: http://anstiftung.de/jdownloads/Webinare/webinar_kompost_2_teil.pdf
      Bewirkt wird dies durch einerseits Sauerstoffarmut, andererseits durch das Einbringen spezieller Mikroorganismen. Anders wäre es, wenn man die Abfälle einfach nur in einen luftdichten Behälter gibt. Dann würde Fäulnis einsetzen, also die Vergärung durch ganz andere Mikroorganismen, was mit einem üblen Gestank und der Freisetzung u.a. von Methan einhergeht. Im Sauerkraut & Co. entsteht auch kein Methan, die „erwünschten“ Essigsäurebakterien produzieren, sofern sie sich denn durchsetzen, Essigsäure und CO2. Falls sich andere Stämme durchsetzen, entsteht eine Fäulnis und das Lebensmittel verdirbt. Hoffentlich hilft das ein bisschen weiter :-) Liebe Grüße!

    • Jenny Keck

      Das hilft sehr. Vielen Dank.

  14. Manu FeneKönig

    Könnte ich auch Wasserkefir, Komboucha und Zucker mit in den Eimer geben? Vielleicht noch etwas Erde, anstatt dauernd die Sachen kaufen zu müssen? Was meint Ihr? Es würde mir sehr weiterhelfen. Gruß Manuela

    Antworten
    • Hallo Manu, am besten funktioniert es mit der Flüssigkeit von einem anderen Bokashi. Vielleicht kennst du jemanden in deiner Umgebung, den du um etwas Bokashi-Flüssigkeit fragen könntest? Mit Wasserkefir oder Kombucha haben wir es noch nicht probiert. Kann mir aber vorstellen, dass es sich hier um andere Mikroorganismen handelt und alles eher wie Sauerkraut vergärt. Probiere es einfach mal aus. Wir würden uns sehr über deine Rückmeldung freuen, wie es geworden ist. Liebe Grüße!

    • Daniela Ludwig

      Hallo,

      möchte mir auch eínen bauen, und seh nicht ein mir ein Bokashi Ferment für 13,€ zu kaufen. Dachte auch spontan an meinen Kombucha, da enstehen ja Hefebakterien., aber ? bin kein Profi-Denk grad an meine EM Bakterien, das sind effektive Mikroorganismen (kennst Du ?- verwendet man im Garten zum Düngen, im Haushalt zum putzen)-müßte passen, bin gespannt drauf !

  15. Marijke Ahlbrecht

    Habe ich das richtig verstanden? Wenn ich einmal die Flüssigkeit habe, muss ich die Bakterien nicht mehr kaufen?

    Antworten
    • smarticular.net

      Wir haben auch schon einen „frischen“ Eimer ohne das fertige Substrat angesetzt, nur mit der Flüssigkeit vom vorherigen Eimer. Vielleicht hatten wir Glück, aber einen Versuch ist es wert. Es sollte nur schon genügend Biomasse im Eimer sein, damit die Flüssigkeit auch irgendwo hängen bleibt und nicht gleich komplett nach unten durch läuft.

  16. *rumhandwerkel* Tut’s ein 0815-Wasserhahn („verchromt“, schätzungsweise Messinggewinde) auch statt Plastik? Oder greift mir die Flüssigkeit den dann an? Ich bin chemisch leider völligst ahnungslos :D

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Ich bin nicht sicher, aber ich befürchte, dass jedes Metall wegen der freien Elektronen eher ungünstig für das bakterielle Milieu ist… in diesem Fall ist ein einfacher Kunststoff-Hahn wahrscheinlich die bessere Wahl.

  17. und das war die Antwort auf die Plastikfrei Lösung auf einen Facebookkommentar: „Wer auf Plastik verzichten möchte, kann z.B. auch einen Sauerkrautgärtopf nehmen (http://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p2047675.m570.l1311.R1.TR12.TRC2.A0.H1.Xsauerkraut.TRS0&_nkw=sauerkrauttopf&_sacat=0 ). Allerdings wird es schwieriger sein, das Loch für einen Ablasshahn zu bohren. Ohne Ablass des Sickerwassers funktioniert es jedoch auch, wenn die Flüssigkeit im Behältnis gebunden wird. Dazu eignet sich Pflanzenkohle, Tonkügelchen, Bentonit, Holzspäne, zuvor getrockneter Kaffeesatz.oder ähnliches. Mit Pflanzenkohle als Bestandteil entsteht aus der Masse später wunderbare Terra Preta.“

    Antworten
  18. Nachdem ich nicht weiß ob die kleinen Helfer mit Metall klarkommen so wie Hefebakterien es nicht mögen. Trotzdem mal die Materialalternativen zu Plastik.
    Das Gemüsedämpfersieb: http://www.amazon.de/Rosenstein-Söhne-NC-3106-Dampfgar-Einsatz-Töpfe/dp/B001WJ11EC/ref=pd_sim_201_1?ie=UTF8&dpID=51-Kvxs84FL&dpSrc=sims&preST=_AC_UL160_SR160%2C160_&refRID=1H2P24QZJ12H5HYWXQBR
    und eine Kartoffeleimer: http://www.amazon.de/Eddingtons-83014-Kartoffeleimer-Edelstahl/dp/B003NX9CXM/ref=pd_sim_201_2?ie=UTF8&dpID=41YyJtzxktL&dpSrc=sims&preST=_AC_UL160_SR160%2C160_&refRID=16VQJGPPPCXF65HNJ0S9
    Fragt sich nur inwieweit man den Eimer am Deckel dicht bekommt. Fensterdichtungsband?

    Antworten
    • nachdem ich das nu so auf einen Facebookkommentar geantwortet habe, kam folgende Antwort: „Metall würde ich nicht nehmen. Die Mikroorganismen erzeugen während der Vermehrung viele freie Elektronen die sie später in Antioxidantien umwandeln. Das Antioxidationspotential der effektiven Mikroorganismen bewirkt, dass laufend Oxidation (z.B. Rost) verhindert wird, was einen Teil ihrer Kraft binden würde. Mit dieser Begründung raten die großen Hersteller von EM´s von Vermehrungsbehältern aus Metall ab“

    • Maximilian Knap

      Danke für diesen Hinweis! Ein emaillierter Eimer dürfte diesen Nachteil ja nicht besitzen. Allerdings ist es auch ungleich schwerer, dort einen Hahn anzubringen…

    • Stimmt emaillierter Eimer wäre da eine gute Lösung nur das Anbohren wegen Splittergefehr ungünstig. Aber mit dem Edelstahlsieb wäre das ja ebenso möglich.

  19. Pauline Schlenkerbein

    … ich brauchte überhaupt kein Dichtungsband, ich habe nämlich gleich 3 baugleiche Eimer verwendet: Den ersten (oberen) habe ich mit der heißen Lötkolbenspitze durchlöchert (Bestand aus meiner Zeit als Fernseh-Ganzmacher), den zweiten habe ich von unten her gekürzt (und zwar soviel, dass genug Platz war, den Ablaufhahn in den dritten Eimer einzubauen, ohne dass sich da was in der Funktion behindert).
    Zusammengefasst:
    Der zweite Eimer (ohne Boden) dient also lediglich als optimal dichter Distanzhalter für den ersten Eimer. Die Teile stammen übrigens von meinem Gemüsemann, da waren vorher Sauerkraut oder Salate drin. Lebensmittelecht (im herkömmlichen Sinne) und einigermaßen säureresistent sollten sie damit sein. Darüber hinaus neige ich nicht zur Hysterie: Ich versuche Plastik zu vermeiden, wo es halt praktikabel ist (würde aber keine 20 km fahren, um Frischkäse im Glasbehältnis zu bekommen). Ansonsten wird Re- und Upcycling betrieben, damit nicht stets für neue Produkte neues Plastik in die Welt kommt.

    @Sylvia Vom Lindenberg:
    Danke für den Tipp mit dem Deckel. Ich werde jetzt den bei mir übriggeblieben Boden entsprechend zuschneiden und auf die Fermentier-Masse legen, dann das Sandsäckchen zum Beschweren drauf und enden mit dem festschließenden Deckel. Ohne den funktioniert ja beim Bokashi der zum Fermentieren notwendige Luftabschluss kaum (beim Sauerkraut gibt’s dazu jede Menge umgebende Flüssigkeit). Außerdem würde „Drosophila“ Wohnung und Balkon ruckzuck in eine unbenutzbare Hölle verwandeln …

    Last but not least:

    Ein Danke an die Macher dieser informativen Website. Ich hatte nach einer Alternative für ’nen Wurmkomposter gesucht, dem es im Sommer auf meinem Südbalkon zu heiß und im Winter sicher zu kalt wäre. Und in der Wohnung mochte ich mir so eine Wurmkiste nicht vorstellen …
    Da kam mir Bokashi als Versuch gerade recht. Wäre doch schade, die vielen Gemüseschalen, die bei mir anfallen, achtlos in die allgemeine Abfalltonne landen. Bin gespannt, ob ich damit so etwas wie einen nutzbringenden Kreislauf für mein Balkon-Gärtchen hinkriegen kann. Wenn’s auch seine Zeit dauern wird.

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Hallo, danke für diesen schönen Bericht über deinen Eigenbau – klasse Idee, einen dritten Eimer als Zwischenstück zu verwenden :-) Und auch recht vielen Dank für die Komplimente – wir tun unser Bestes, dabei hilft jede konstruktive Rückmeldung, jeder Kommentar und jeder Bericht sehr! Weiter so und liebe Grüße!

    • Pauline Schlenkerbein

      Hallo Maximilian,
      ich hab‘ mal noch ’nen Nachtrag gemacht. Bin total stolz auf diese Lösung … ;))

      Liebe Grüße zurück & nochmals ein Danke für diese wirklich tolle Seite (hab‘ ja inzwischen weitergestöbert).

      Sigrid

    • Maximilian Knap

      Hallo Pauline und vielen lieben Dank für den Nachtrag – Oder sollte ich sagen „Pauline Düsentrieb“? Dein Erfindungsreichtum ist ja wirklich großartig! Wenn du Fotos vom Bastel-Ablauf und/oder den Teilen hast, würden wir sie doch glatt zu einer erweiterten Anleitung verarbeiten. Alternativ bauen wir deine Konstruktion nach. Auf jeden Fall große Klasse. Liebe Grüße!

  20. Aleesha Kim Mayer

    Gibt es hierzu noch mal ein update? hat jemand eine Idee bzgl der PVC Problematik die sich als gut erwiesen hat? :-) Daaaankeeee <3

    Antworten
  21. Es gibt lebensmittel“echte“ Eimer. Ich bitte um die leeren bei meinem Biomilchprodukt-Markt-Mann, in dem Brodowin-Buttermilch war. Er würde die Eimer wegwerfen. Dafür mache ich ihm gleich einen Bokashi-Eimer mit, bzw. seiner Frau, die das letzte Mal auf dem Markt verkaufte. So freuen wir uns auf beiden Seiten.

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Guter Tipp und toll, dass ihr euch auf diese Weise so schön miteinander arrangieren könnt :-) Liebe Grüße!

  22. Uta Barthold

    zwei Holzkisten mit Deckel gestapelt – natürlich nicht so preiswert wie die Eimer aber natütlicher – machens auch

    Antworten
    • Mark Leder

      Hallo Uta, das klingt interessant! Wie stellst du sicher, dass sie luftdicht sind?

  23. Mark Leder

    das könnte funktionieren Sandra, halt mit etwas Mehraufwand

    Antworten
  24. Sandra Eaw

    Nur eine Idee – nicht erprobt: Ascheeimer verwenden

    Antworten
  25. Mark Leder

    Ist eine gute Frage: gibt es Alternativen, die man relativ einfach nutzen kann? Die Eimer müssen luftdicht verschließen und man brauch den Ablauf.

    Antworten
  26. Für weitere Infos zu Plastik bezogen auf gesundheitsschädliche Zusammenhänge und die "Umgangsregeln" für Plastik, die allerdings noch kleine Fragezeichen beinhalten, verweise ich auf diesen Beitrag: http://findingsustainia.org/de/meyerameyer/206-plastikagesundheit/

    Antworten
  27. Und generell zur Nutzung der Bokashi Erde / des Düngewassers frag ich mich ob es ratsam ist dieses Endprodukte als Nahrungsmittelerde zu benutzen. Unabhängig ob man einen PVS oder PP Eimer benutzt. Auch von PP / PE, die unschädlichsten aller Mineralölplastikarten, entweichen ihnen zwar keine Weichmacher, doch wer weiss was genau drinnen steckt an Zusatzstoffen. PP / PE sind, wie einige andere Kunststoffarten aus Mineralöl, ein Polymerisationsprodukt aus Kohlenwasserstoff was in Zusammenhang gebracht wird mit Krebsrisiko bei Erwärmung.

    Antworten
  28. Wie Sylvia schon sagte, ich würde die PVC Eimer auch nicht bevorzugen, aber anders bekommt man sie ja auch nicht billig selbst geschnitzt. Laut Plastikpyramide ist PVC die schädlichste Plastikart gleich an 2. Stelle ABS, PU PC… Info hier: http://isybe.de/wp-content/uploads/greenpeace_Giftigkeit-von-kunststoffen.pdf

    Antworten
  29. Ich bevorzuge auch den Komposthaufen. Es hat mich aber nun doch interessiert was denn das für eine Bokashi Ferment / Kleie ist. Hier eine Antwort: "…Bokashi-Kleien sind eine Mischung aus Melasse, Kleie und effektiven Mikroorganismen. Letztere sind eine Lösung aus Milchsäure, Hefen und Fotosynthesebakterien, die in Lebensmitteln wie Bier, Joghurt und Sauerkraut natürlich vorkommen. An sich also nichts Besonderes – der entscheidende Faktor liegt in ihrer Mischung. … "aus: http://www.zeit.de/lebensart/essen-trinken/2011-02/bokashi-kompost-mikroorganismen Also warum dann nicht Bierhefe, probiotischer Joghurt und Sauerkraut drüber kippen. Ich denke so was hat man an einem Tag schon mal zusammen (Vielleicht noch ein Packerl frische Hefe) ;-)

    Antworten
  30. Danielle Fröhlich

    Hallo Sylvia, danke für die Hinweise. Welches Material empfiehlst du?

    Antworten
    • Hallo Danielle, in Indien baut man diese Kompostierer aus Ton.

    • Manu FeneKönig

      Das wäre mein Ding! :) Habe auch einen Sauerkrauttopf aus Ton, aber der Wasserstand am Deckel ist zu knapp bemessen. Wenn ich einen ganzen Tag nicht zu Hause bin, kann es jedesmal sein, dass das Kraut Luft bekommt und verdirbt. Seitdem habe ich keins mehr aufgesetzt.

  31. Maximilian Knap

    Danke für den Tipp! Nach unserer Erfahrung reicht es aus, wenn die Eimer insgesamt luftdicht sind, es fermentiert ganz hervorragend. Dein Tipp ist trotzdem super und wird sicher vor allem dann noch bessere Resultate liefern, wenn sich der Bokashi nur sehr langsam füllt. Danke

    Antworten
  32. Sylvia Vom Lindenberg

    Hier fehlt was!!!
    Mal abgesehen davon, ob es gesund ist, in PVC biologisch/ökologischen Bokashi machen zu wollen (Weichmacher etc.) … der Bokashi braucht eine luftdichte Abdeckung!
    Es ist daher sinnvoll, wenn die verwendeten Eimer möglichst gerade Wände haben, die Eimer also unten nicht nennenswert schmaler sind, als oben. Dann lässt sich aus dem Deckel des untereh Eimers eine etwas kleinere Scheibe schneiden, mit der die Reste zum Fermentieren festgedrückt werden können. Alternativ lässt sich Folie oder z.B. ein Ausschnitt aus einer alten Wachstuchdecke verwenden. Den oberen Eimer zusätzlich mit Deckel zu verschließen, dient dem Geruchsschutz und beugt u.U. dem Befall mit Fruchtfliegen vor.

    Antworten

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