Saisonkalender – Obst und Gemüse regional einkaufen

Äpfel aus Neuseeland, Tomaten aus Spanien? Mit diesem Saisonkalender nicht nötig. Hier erfährst du, wann es regionales, saisonales Obst und Gemüse gibt.

Mit dem Saisonkalender gelingt es dir leicht, regional und saisonal einzukaufen. Das spart Transportkosten, senkt den CO2-Ausstoß und unterstützt den Anbau einheimischer Obst- und Gemüsesorten. Es fördert außerdem das eigene Gespür dafür, wie abwechslungsreich das regionale Grünzeug doch ist, wenn man es eben nur zur jeweiligen Erntesaison isst.

Natürlich möchte niemand auf Zitronen, Orangen und andere Südfrüchte verzichten, die hier nun mal einfach nicht wachsen. Dennoch ist es schon alleine aus ökologischen Gründen sinnvoll, eine Neugierde auf einheimisches Obst und Gemüse und seine jeweiligen Erntezeiten zu entwickeln.

Mit dem nötigen Wissen ausgestattet, ist es gar nicht so schwer, regionale Lebensmittel nach Saison einzukaufen. Mit unserem Saisonkalender für regionale und saisonale Lebensmittel genügt ein Blick, um zu wissen, welche lokalen Obst- und Gemüsesorten sowie Salate und Kräuter gerade frisch verfügbar sind.

Saisonkalender als PDF zum Herunterladen

Damit du jederzeit, zu Hause und beim Einkauf, den Überblick behältst, was wann frisch geerntet wird und deshalb günstig in Läden und auf Märkten verfügbar ist, haben wir den Saisonkalender in verschiedenen Versionen erstellt:

  • Monatliche Kalenderblätter für das ganze Jahr im handlichen Postkartenformat kannst du hier als PDF-Datei herunterladen und ausdrucken.
  • Monatsübersichten im DIN A4-Format findest du – ebenfalls als PDF-Download – in den unten verlinkten Beiträgen zu den einzelnen Monaten.
  • Die komplette Jahresübersicht des Saisonkalenders (DIN A3) mit separaten Tabellen für Gemüse, Salat, Obst und Kräuter gibt es in ausgedruckter Form in unserem Shop.

Saisonales Gemüse und Obst aus der Region: Mit dem Saisonkalender hast du immer den Überblick, welche Lebensmittel wann frisch und günstig zu haben sind.

Saisonkalender nach Monaten: Saisonal und regional durch das Jahr

In den folgenden Monatsbeiträgen findest du wichtige und interessante Informationen zu Obst und Gemüse der Saison, das im jeweiligen Monat regional erhältlich ist.

Saisonkalender Januar: Trotz Kälte regionale und lokale Vitamine essen

Auch wenn die Auswahl nicht groß ist: Mit Wirsing, Lauch, Schwarzwurzel und Konsorten kannst du auch im Januar nachhaltig Vitamine und wichtige Ballaststoffe tanken. Wie das gelingt, erfährst du in unserem Saisonkalender für Januar.

Saisonkalender Februar: Gutes aus dem Freiland, aus dem Lager und von der Fensterbank

Neben frischem Gemüse aus dem Freiland findest du in unserem Saisonkalender für Februar auch viele Tipps, wie du schmackhafte und gesunde Kräuter im Winter auf der Fensterbank ziehen kannst.

Saisonkalender März: Erste Wildkräuter bereichern die regionale Küche

Während man bei Obst noch auf eingelagerte Ware zurückgreifen muss, bringen die ersten Wildkräuter neue Geschmacksrichtungen und Frische auf den Tisch. Welche Pflanzen neben Huflattich, Ahornkeimlingen und Bärlauch noch wachsen, erfährst du im Saisokalender für März

Saisonkalender April: Die Spargelsaison beginnt!

Neben dem beliebten weißen und grünen Spargel ist im April aber auch schon der erste Rhabarber zu haben. Auch Kopfsalat, Spitzkohl, Mangold und Rucola sind teilweise schon frisch erhältlich. Mehr dazu im Saisonkalender für April.

Saisonkalender Mai: Die Natur nimmt langsam Fahrt auf

Neben Gemüse wie Blumenkohl und Staudensellerie finden sich nun auch verschiedene Salatsorten frisch im Angebot. Welches Obst gegen Ende Mai schon reif ist, liest du im Mai-Saisonkalender.

Saisonkalender Juni: Reichhaltiges Angebot an regionalem Gemüse und Obst

Im Juni ist eine sehr breite Palette an Obst und Gemüse frisch zu haben. Neben neuen Kartoffeln und Zucchini sind Blaubeeren, Himbeeren und Stachelbeeren im Angebot. Mehr zur langen Liste frischer regionaler Lebensmittel im Saisonkalender Juni.

Saisonkalender Juli: Regionale Lebensmittel in Hülle und Fülle

Der Juli bietet bereits ein überaus reichhaltiges Angebot an frischen regionalen Gemüse- und Obstsorten. Neben Roter Bete und Karotten finden sich nun auch schon die ersten Mirabellen und Pflaumen in der Frischeabteilung und auf dem Markt. Der Juli-Saisonkalender bietet dir den vollen Überblick.

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Saisonkalender August

Im  August ist die Auswahl an leckerem regionalem Obst und Gemüse so groß, dass man sich mehr oder weniger komplett regional ernähren kann. Gurken, Tomaten, Äpfel, Birnen, Kürbis, Mais … alle aus der Region! Der Saisonkalender August hilft bei der Auswahl.

Saisonkalender September

Auch im September ist der Tisch reichhaltig regional gedeckt: Erbsen, Bohnen und Weintrauben haben jetzt Saison, und im Wald wachsen köstliche Pilze. Wie du Quitten und Holunder für die dunkle Jahreszeit haltbar machen kannst und weitere Tipps erfährst du im Saisonkalender für September.

Saisonkalender Oktober

Während die Auswahl an frischem Obst zurückgeht, verwöhnt uns die Natur mit vitamin- und ballaststoffreichem Gemüse wie Topinambur, Schwarzwurzel und Rosenkohl. Darüber, welche weiteren essbaren Pflanzen man jetzt kaufen oder in der Natur sammeln kann, gibt der Saisonkalender für Oktober Aufschluss.

Saisonkalender November

Am Marktstand findet man noch Quitten und verschiedene Apfelsorten. In der freien Natur lassen sich jetzt Sanddorn und Hagebutten ernten. Darüber hinaus lohnt es sich, nun einen Vorrat an Haselnüssen und Walnüssen für den Winter anzulegen. Welche weiteren Gemüsesorten noch frisch zu haben sind und ein schmackhaftes Birnenrezept findest du im November-Saisonkalender.

Saisonkalender Dezember

Die Natur sammelt Kraft für das nächste Frühjahr; dennoch bringen unter anderem Feldsalat, Chicoree und Pastinake frische Komponenten mit auf den Essensplan. Weitere Informationen zu regionalem frischem Gemüse und ein paar schmackhafte Rezepte findest du im Saisonkalender für Dezember.

Warum Gemüse und Obst regional und lokal einkaufen?

Tomaten, Zitrusfrüchte, Avocados und viele andere Lebensmittel werden in Gewächshäusern angebaut oder aus fernen Ländern eingeflogen und sind damit jederzeit verfügbar. Das ist ganz schön luxuriös.

Dieser Luxus hat aber seinen Preis: In vielen Anbaugebieten geht beispielsweise kostbares Grundwasser zu Neige. Immer mehr Pflanzen werden auf großen Farmen in Monokultur angebaut, was den Boden für lange Zeit auslaugt und schlecht für den Anbau anderer Pflanzen nutzbar macht. Für den Transport über lange Strecken werden zudem Unmengen an Verpackungsmaterial gebraucht. Beides führt zu einem erhöhten CO2-Ausstoß und lässt den Plastikberg anwachsen.

Zudem nehmen wir Abstriche an der Qualität in Kauf: Obst wird oft unreif geerntet, damit es die Transportwege übersteht, und Gemüse wird aus dem gleichen Grund mit Chemikalien behandelt. Wer jemals in den Herkunftsländern all der köstlichen exotischen Obstsorten war, wird bestätigen können, dass der Geschmack der Früchte dort mit dem der importierten Ware nicht zu vergleichen ist, so voll und intensiv ist er.

Gleichzeitig bleiben viele lokale Gemüse- und Obstsorten auf der Strecke: Sie werden kaum mehr angebaut, weil die Nachfrage immer mehr zurückgeht. Dabei sind sie nicht nur lecker und auf vielfältige Art und Weise zuzubereiten, sondern brauchen auch oft wesentlich weniger oder gar keine Behandlung mit Insektiziden und Konservierungsmitteln, weil sie an die örtlichen Gegebenheiten angepasst sind.

Kurze Transportwege und wesentlich weniger Verpackung sind weitere gute Argumente für den Verzehr regionaler und saisonaler Lebensmittel. Aus diesen und vielen weiteren Gründen muss Obst und Gemüse vielleicht auch nicht immer bio-zertifziert sein, um nachhaltiger und gesünder zu sein.

Mit dem Saisonkalender Geld sparen

Wer saisonal und regional einkauft, kann viel Geld sparen: Transport- und Lagerungskosten sind wesentlich geringer, was sich auf den Preis auswirkt. Selbst ökologisch angebaute Lebensmittel sind oft preiswert, wenn sie gerade Saison haben. Zudem gibt es viele Möglichkeiten, regionales Obst und Gemüse auch für kältere Monate zu bevorraten. Damit lässt sich gleichzeitig noch jede Menge Verpackungsmüll für Importware sparen. Obst lässt sich beispielsweise leicht zu Marmelade, Gelee oder Saft verarbeiten. Wenn du besonders große Mengen an Früchten hast, kannst du sie auch trocknen und so die wichtigsten Inhaltsstoffe bewahren und im Winter genießen.

Hast du besondere Tipps zum regionalen und saisonalen Einkauf? Teile sie gerne mit uns in den Kommentaren!

Viele raffinierte Rezepte mit regionalen und saisonalen Zutaten findest du auch in unserem Buch:

Marta Dymek - Zufällig vegan - 100 Rezepte für die regionale Gemüseküche – nicht nur für Veganer

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100 Rezepte für die regionale Gemüseküche – nicht nur für Veganer Mehr Details zum Buch

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4 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hallo Smarticular-Team,
    habt ihr schon mal darüber nachgedacht, den Saisonkalender ev. mit Aussaatplan als ewigen Küchen-Monatskalender herauszubringen?

    Antworten
    • Hallo Alex, danke für die schöne Idee! Liebe Grüße Sylvia

  2. Anne Sellmann

    Eine Frage, wieso ist z.B. Broccoli so teuer, soweit ich weiß, war Saison im November, aber ich erinner mich das in Bioladen bei schlappe 5-6 Euro lag. Regional, wohlgemerkt. Einige Sorten waren auch regional. Das lässt mich zweifeln ob das nicht Abzocke ist. ich meine , man kann ja die Produkte schönreden, es sei bio und regio. Wenn regio ist, sollte eigentlich billiger sein, vor allem wenn Saison da ist. Wie kann ich am besten machen ? oder wie handhabt ihr ? danke und frohe weihnachten :)
    Lg anne

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Hallo Anne, das ist eine sehr gute Frage… stelle sie doch mal dem Ladenbesitzer. Wäre interessant zu wissen, wieso Brokkoli mehr als das Doppelte kostet wie Blumenkohl. Ich bin da zwar auch kein Experte, könnte mir aber vorstellen, dass sie sehr ähnlich wachsen und gepflegt werden :-)
      Wenn man es bedenkt: Eine Brokkoli-Staude ist eigentlich immer nur halb so groß wie ein Blumenkohl. Vermutlich verbraucht sie auf dem Feld aber genauso viel Platz, Wasser, Pflege, Verarbeitungszeit… das könnte den Preisunterschied (pro Kilo) erklären.

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