Was reift wann – regionales Obst und Gemüse im Oktober

Von Maronies bis zum Mangold - im Oktober reift wieder viel regionales, gesundes Obst & Gemüse. Das ist nicht nur lecker, sondern auch vielseitig!

Nun hat die glühende Sommerhitze nachgelassen. Die Tage werden kürzer, morgens ziehen Nebelschwaden träge über die abgeernteten Felder. Es wird kühler und die Blätter verfärben sich. Wir sind im Oktober, dem Monat, den man so poetisch, aber zu Recht, den goldenen Oktober nennt. Noch ein letztes Mal schüttet die Natur ihr Füllhorn mit üppigen Gaben auf unsere Tische.

Saisonkalender Oktober zum Ausdrucken

Von Maronies bis zum Mangold - im Oktober reift wieder viel regionales, gesundes Obst & Gemüse. Das ist nicht nur lecker, sondern auch vielseitig!

Den Saisonkalender Oktober kannst du hier herunterladen und ausdrucken. Den gesamten Saisonkalender für regionales Obst und Gemüse findest du hier

Regionales Obst im Oktober

Auch in diesem Monat stehen uns noch viele späte Sorten von Äpfeln, Birnen und Pflaumen zur Verfügung. Falls du einen eigenen Garten hast und reichlich Äpfel an den Bäumen hängen, kannst du sie auf vielerlei Art verwenden, nicht nur als Kompott oder Mus. Eine pfiffige Art, Äpfel für den Winter zu konservieren, ist, sie zu trocknen und Chips daraus zu machen.

Pflaumen kannst du – wenn du nicht schon sowieso einen Rumtopf angelegt hast – auch alleine in Rum einlegen. Das Rezept ist sehr einfach:

Ein Kilogramm vollreife, feste Pflaumen halbieren, entsteinen und mit 500 Gramm Zucker abwechselnd in ein steriles Einmachglas schichten. Dazwischen einige Nelken und Zimtrinde geben. Mit ca. 200 ml Rum auffüllen. Einen kleinen Teller darauf legen, und 14 Tage an einem sonnigen Platz stehen lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann fest verschließen und kühl und dunkel aufbewahren. Solche aromatisierten Pflaumen peppen Pfannkuchen, Waffeln oder anderes Gebäck sowie Eiscreme prima auf.

Eine weitere beliebte Obstsorte im Oktober sind die reifen, prallen Weintrauben. Man kann sie pur essen, einen Saft daraus pressen, oder sie entkernt und in Butter gedünstet zu feinen Fleischgerichten (Huhn oder Kalb) mit in die Sauce geben, was der Speise einen ganz neuen Geschmack verleiht. Sehr wirksam ist auch eine Traubenkur, die dich jetzt vor Winterbeginn gründlich auf die kommende Grippezeit vorbereitet, den Körper allgemein reinigt und für ein gestärktes Immunsystem sorgt. Wenn du dich dafür entscheidest, findest du zahlreiche Tipps im Internet (die bekannteste davon ist die Meraner Traubernkur), und kannst dir die Kur heraussuchen, die dir am besten zusagt. Lohnend ist sie auf jeden Fall!

Außer in Kuchen oder Kompott findet die Birne immer mehr Anklang bei der Zubereitung von deftigen Gerichten. Eine gekochte Birne im Kartoffelpüree, mit ein wenig Pfeffer gewürzt, schafft ein ganz neues Geschmackserlebnis und macht aus dem einfachen Kartoffelbrei eine Delikatesse. Zu Schweine- oder Rindersteaks kannst du eine herrliche Sauce aus Birnen und Honig, gewürzt mit Pfeffer und Aceto Balsamico reichen. Gekocht und zerdrückt im Brotteig sorgt die Birne für zusätzlichen Geschmack und Frische, besonders wenn du noch einige Rosmarinnadeln dazu gibst.

Noch eine überaus beliebte Oktoberfrucht sind die Edelkastanien, Esskastanien oder Maroni. Sie finden auch in unserer Küche eine vielfältige Verwendung: geröstet oder gekocht, als klassische Beilage zu Weihnachtsgerichten, in Alkohol eingelegt, in vielen Kuchen und Süßspeisen oder als Creme. Hier noch eine sehr nützliche Information für Menschen, die an Zöliakie leiden: Das Kastanienmehl ist glutenfrei und daher für Menschen mit dieser Unverträglichkeit als Getreide-Ersatz absolut empfehlenswert.

Das vielleicht Schönste an Kastanien ist, dass man sie in einheimischen Wäldern selber sammeln kann, was für eine zusätzliche Bewegung und viel Spaß in der frischen Luft sorgt. Sieh doch mal auf der Karte von mundraub nach, ob sie auch in deiner Gegend zu finden sind! Dort findest du vielleicht auch wilde Haselnusssträucher, deren reife Früchte durch Schütteln herab fallen, sowie Walnussbäume.

Regionales Gemüse im Oktober

An dieser Stelle müssen wir das Oktobergemüse schlechthin erwähnen, das dem Monat das Attribut “golden” verleiht, nämlich den Kürbis. Es gibt sie in allen Farben und Größen, und sie sehen mit ihrem leuchtenden Orange besonders eindrucksvoll aus. Jeder kennt und liebt mittlerweile die leckere Kürbiscremesuppe, die mit gerösteten Kürbiskernen und ein paar Tropfen Kürbiskernöl besonders schmackhaft ist. Bei Kindern ist der Kürbis vor allem zu Halloween beliebt, wenn er ausgehöhlt abends aus allen Fenstern und Gärten so richtig gruselig leuchtet.

Was aber viele nicht kennen, ist der Kürbishonig. Dieser “Honig” hat eine ganze Reihe von heilsamen Eigenschaften. Er ist gut für die Leber und bei Nierenbeschwerden, gegen Gallensteine und Harnweginfektionen, Verdauungsbeschwerden, und durch die vielen Vitamine und Karotin besonders nützlich für ein starkes Immunsystem.

So gehst du vor, um Kürbishonig selbst herzustellen:

  1. Von einem beliebig großen Hokkaido- oder Butternutkürbis den Deckel großzügig abschneiden
  2. Die Kerne herauslösen (die kannst du im Ofen trocknen und hast dann auch noch eine Knabberei), und nach Wunsch mit Zucker oder Honig füllen
  3. Den Deckel wieder auflegen, den Kürbis in eine Schüssel legen und zehn Tage an einem kühlen Ort reifen lassen
  4. Dann den Deckel abheben und die Flüssigkeit in ein verschließbares Glas gießen und den fertigen Honig im Kühlschrank aufbewahren

Diesen Honig kannst du dann nach Wunsch verwenden, z.B. in den Tee rühren, löffelweise pur einnehmen (dreimal täglich einen Esslöffel), oder Pfannkuchen damit übergießen. Er hält sich im Kühlschrank mindestens einen Monat.

Im Oktober kommt es schon manchmal zum Nachtfrost, der den beliebten Kohlarten wie Grünkohl, Weiß– und Rotkraut und Rosenkohl ihren besonderen Geschmack verleiht. Ebenso haben Blumenkohl und Brokkoli Hochsaison. Sie alle gehören zum Standardspeiseplan im Herbst, und bestimmt hat jeder das eine odere andere Lieblingsrezept dafür. Die heimischen Kohlarten sind vor allem Kalium-, Kalzium- und Magnesiumlieferanten, so dass du mit ihnen gut und sicher in den Winter kommst. Dazu sind Kohl & Co. voller Ballaststoffe, die der Verdauung zugute kommen. Ein besonderer Leckerbissen aus Weißkohl ist das allseits beliebte Sauerkraut, das aus der deutschen Küche nicht wegzudenken ist. Es liefert mehr Vitamin C als Äpfel und die Milchsäure verhindert, dass sich krebserregende Stoffe im Darm breit machen.

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Bis in den Oktober hinein gibt es daneben noch fast alle Arten von Blattgemüse wie Spinat, Salat, Mangold, Rucola und Portulak. Die Kartoffelzeit sowie die Zeit der regionalen Zwiebeln nähert sich dem Ende und auch Karotten, Rettich, Rote Bete, Sellerie und diverse Rübensorten werden im Oktober geerntet und sind auf den regionalen Wochenmärkten frisch verfügbar.

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Haben wir vielleicht das eine oder andere vergessen, was für den Oktober noch charakteristisch ist? Wir freuen uns wie immer auf eine Rückmeldung.

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