Die Walnuss – geballte Energie und Schatztruhe der Gesundheit

Auch wenn Walnüsse etwas schwer zu knacken sind, ihre Inhaltsstoffe sind es alle mal wert. Finde heraus, weshalb die Walnuss auf den Speiseplan gehört.von Oder Blitz [CC-BY-2.0]

Vor allem zur Vorweihnachtszeit begegnen uns überall Walnüsse. Du solltest sie keinesfalls links liegen lassen, denn sie sind wahre, kleine Vitalstoffwunder mit hohem gesundheitlichem Wert!

Eine alte Sage erzählt uns Folgendes: “In der Urzeit, als Menschen noch Eicheln aßen, verspeisten Götter die Walnüsse”. Der lateinische Name Juglans bedeutet übersetzt “Jupiters Frucht”, was nur bestätigt, dass die Walnuss eine königliche Frucht war. Und schließlich wird die Walnuss in der Bibel unter anderem als das ideale Nahrungsmittel für den Menschen erwähnt. Grund genug, um uns ein wenig eingehender mit dieser Wunderfrucht zu befassen.

Die Walnuss strotzt nur so von Vitalstoffen wie Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren, Eisen, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Zink, Mangan, Selen und den Vitaminen B, E und K.

Laut neueren Untersuchungen reicht es aus, neun Walnüsse täglich zu verspeisen, um den Körper vor hohem Blutdruck zu schützen, besonders in Stresssituationen. Hast du schon bemerkt, dass der Kern der Walnuss dem Gehirn ähnlich sieht? Tatsächlich schützt sie durch den hohen Anteil der Omega-3-Fettsäuren auch die Funktion des Gehirns, verbessert allgemein die Konzentration und Merkfähigkeit. Es wäre also ideal, deinem Schulkind einige Walnüsse mit in die Pausenbrotdose zu packen.

Das sind die weiteren positiven Wirkungen der Walnuss auf unsere Gesundheit:

  • schützt das Herz und die Blutgefäße
  • hilft unterstützend bei Brust- und Prostatakrebs
  • verringert das Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken
  • wirkt gegen Stress
  • hilft beim Einschlafen

Wenn du abends schlecht zur Ruhe kommst und an Einschlafstörungen leidest, iss ein paar Walnüsse nach dem Abendessen, und dein Schlaf wird ruhig und erholsam sein.

Die Walnuss gibt uns noch ein nützliches Produkt in die Hände: das Walnussöl. Hochwertiges Bio-Walnussöl ist in den meisten Bioläden, Reformhäusern oder alternativ online erhältlich. Es pflegt und schützt die Haut, und bei regelmäßiger Anwendung wirkt es gegen Falten. Walnussöl glättet die Haut, besonders in reiferen Jahren, dank der reichlich enthaltenen Omega-3-Fettsäuren. Vor dem Haarewaschen in die Haare einmassiert, regeneriert es beschädigtes Haar und strapazierte Haarspitzen (Spliss).

Natürlich sind sowohl die Walnuss als auch das Öl kulinarisch mannigfaltig verwendbar. Nur solltest du darauf achten, das Öl nicht zu stark zu erhitzen, weil es dadurch seine positiven Eigenschaften weitgehend verliert.

Selbstverständlich kannst du Walnusskerne auch so knabbern. Es gibt aber noch viele weitere, wunderbar leckere und interessante Rezeptvorschläge, die ich dir hier vorstellen möchte.

Frühlingssalat

Auch wenn Walnüsse etwas schwer zu knacken sind, ihre Inhaltsstoffe sind es alle mal wert. Finde heraus, weshalb die Walnuss auf den Speiseplan gehört.
von Martijn van Exel [CC-BY-SA-2.0]
Benötigte Zutaten:

  • eine Handvoll junger Spinatblätter
  • einige neue, kleine Kartoffeln, gekocht und halbiert
  • gekochte Wildspargelspitzen
  • Frühlingszwiebeln, klein geschnitten, nach Wunsch
  • Kirschtomaten
  • gekochte weiße Bohnen
  • eine Handvoll Walnusskerne

Alles Gemüse mischen und mit einem Dressing aus Apfelessig, Senf, Olivenöl, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Das Ergebnis ist ein zarter, gesunder und nicht alltäglicher Salat, der noch dazu herrlich schmeckt und von Vitaminen strotzt.

Weitere Verwendungen für Walnüsse

Ein Apfel-Selleriesalat mit einem Dressing aus Mayonnaise, Creme fraiche und Zitronensaft ist ohne Walnüsse nicht komplett, ebenso wie auch ein Avocado-Chicoree-Rucola Salat mit dem Dressing aus Tofu und Dill.

Die orientalische Küche kennt den Salat aus frischen Gurken und Walnüssen als Vorspeise. Dazu werden Gurken in Scheiben geschnitten, gesalzen, gepfeffert, mit Olivenöl übergossen und mit einer cremigen Sauce aus geriebenen Walnüssen, Knoblauch, Semmelbröseln, Salz und Zitronensaft vermischt.

Käseplatten sind ohne Walnüsse nicht wegzudenken. Und Bratäpfel mit einer Mischung aus gemahlenen Nüssen, Honig, Zimt und Zucker sind ein unübertrefflicher Leckerbissen, gerade in der Vorweihnachtszeit.

Auch Pestos kannst Walnüsse als regionale Alternative zu Pinienkernen verwenden. Ein Rezept für Walnusspesto-Bärlauch Rezept findest du hier.

Walnüsse gleich zweimal ernten

Schön ist es, wenn du einen eigenen Walnussbaum hast. Damit kannst du gleich zweimal pro Jahr die Früchte nutzen, zunächst im Juni, wenn sie noch grün sind. Aus den grünen Nüssen sowie Schnaps und Zucker kannst du einen wunderbaren Nusslikör ansetzen. Die reifen Nüsse sammelst du natürlich im Herbst, knackst sie selber und legst dir einen Vorrat für den Winter an. Vielleicht lässt du einige liegen, damit die Eichhörnchen im Winter etwas zum Knabbern haben!

Bewahre die trockenen Kerne am besten in Papiertüten im Kühlschrank auf. Du kannst sie auch in Behälter mit hermetischem Verschluss geben, so halten sie sich im Kühlschrank einige Monate. Vakuumiert und tiefgefroren haben sie eine Lebensdauer bis zu einem Jahr.

Du siehst, die Walnuss ist eine ganz besondere Frucht, bei der es sich lohnt, ihr mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Deine Ideen zu diesem Thema sind uns natürlich immer willkommen. Wie verwendest du Walnüsse am liebsten?

Mehr zur Walnuss und anderen wertvollen Bäumen, Sträuchern und Wildkräutern findest du in unserem Buch:

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5 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Leila-Maria Moerth

    Walnüsse in der Schale halten gut und gerne zwei Jahre, wenn sie nicht zu warm gelagert werden

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  2. Gabi

    Das Bärlauchpesto werde ich im Frühjahr auf jeden Fall probieren. Zur Zeit gibt es bei ein Pesto aus Kapuzinerkresse, Walnüssen, Chili, Knoblauch, Salz und Olivenöl.
    Die Vögel bekommen die Walnüsse auch in das hier vorgestellte selbstgemachte Fettfutter.
    Bei längeren Spaziergängen mit Hund und Pferd (im Winter 5 Stunden) habe ich immer einige Handvoll Walnüsse in der Manteltasche zum knabbern dabei. Zwei Walnüsse gegeneinander in der Hand zu knacken trainiert zudem die „alten Knochen“

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Danke für die Erinnerung! Kapuzinerkresse ist hier auch noch übrig und Walnüsse sowieso, daraus machen wir ein schönes Pesto :-)

  3. Hans J.

    Tolle Rezepte, und Nüsse sollte an auf jeden Fall auf seinem Speiseplan haben!
    Zu den Omega-3-Fettsäuren sollte man Folgendes wissen:

    Der Mensch braucht die essentiellen Fettsäuren EPA („Eicosapentaensäure“) und DHA („Docosahexaensäure“). Pflanzen, so auch die Walnüsse, liefern ALA („Alpha-Linolensäure“), eine Omega 3-Fettsäure, die unser Körper zu DHA und EPA umwandeln kann.

    Leider ist heute noch nicht klar, zu welchem Anteil das gelingt. Bei EPA geht man von 6-8% Umwandlungsrate aus, bei DHA liegen die Untersuchungsergebnisse bei 0,1-3,8%.

    Da Walnüsse 6,8g ALA enthalten und man ca. 0,3g EPA und 0,2g DHA täglich braucht, kann man im „Best Case“ mit 77g Walnüssen täglich seinen Bedarf an essentiellen Fettsäuren decken – im „Worst Case“ braucht man aber 2900 Gramm davon.

    Eine Quelle, die den Bedarf an essentiellen Fettsäuren sicher abdecken, stellen Walnüsse nach heutigem Kenntnisstand daher leider nicht dar.
    Aber es sind ja auch jede Menge andere gute Sachen drin!

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  4. Sascha

    Die Rezepte muss ich unbedingt ausprobieren, wenn ich nochmal im gelobten Land bin.

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