Veganer Karottenkuchen: So gelingt der Klassiker rein pflanzlich
Einen Karottenkuchen vegan zuzubereiten, ist gar nicht schwer, und er bietet eine gelungene Alternative zum Klassiker mit Ei – an Ostern genauso wie während des restlichen Jahres.
Mit diesem Rezept gelingt der nussig-saftige Möhrenkuchen, auch Rüblikuchen genannt, ohne Ei, ohne Industriezucker und mit Vollkornmehl statt Weißmehl. Die enthaltenen Walnüsse und Leinsamen liefern wertvolle Omega-Fettsäuren, weswegen sich der Kuchen nicht nur für Genussmenschen, sondern auch für Gesundheitsbewusste eignet.
Rezept für veganen Karottenkuchen
Schwierigkeit: Einfach12
Portionen140
kcal1
StundeDer vegane Karottenkuchen mit Nüssen enthält, bis auf ein paar Gewürze, nur regional erhältliche Zutaten und erweitert dadurch die regionale und saisonale Speisekarte auf köstliche Art und Weise. Die Zutaten eignen sich für eine Spring- oder Kastenform.
Zutaten
250 g Karotten
200 g Vollkornmehl (Dinkel, Weizen oder eine glutenfreie Mehlmischung)
100 g Apfeldicksaft oder eine vergleichbare Zuckeralternative
100 ml zum Backen geeignetes Pflanzenöl, z.B. Sonnenblumenöl oder Rapsöl
80 g Walnüsse
2 EL Leinsamen
2 TL Backpulver, alternativ 1 TL Natron und 1 TL Zitronensäure als Backpulver-Ersatz
1 TL Zimt
¼ TL gemahlene Vanille oder 1 TL Vanilleextrakt
Zubereitung
- Walnüsse grob hacken und mit den anderen trockenen Zutaten, also Mehl, Backpulver, Zimt und Vanille, in einer Rührschüssel vermischen. Parallel die Leinsamen in sechs Esslöffeln Wasser für mindestens fünf Minuten quellen lassen.
- Karotten nach Bedarf schälen, reiben und zusammen mit Öl, Dicksaft und den gequollenen Leinsamen zu den anderen Zutaten in die Rührschüssel geben. Alles zu einem Teig verrühren.
- Den Teig in eine gefettete und bemehlte Kuchenform geben, glatt streichen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) in 40-45 Minuten fertig backen. Der Kuchen ist durchgebacken, wenn beim Einstechen eines Holzstäbchens kein Teig mehr am Holz kleben bleibt (Stäbchenprobe).
Der vegane Karottenkuchen schmeckt am besten ganz frisch aus dem Ofen, aber auch abgekühlt und mit dem folgenden “Cashew-Frosting” und selbst gemachten Marzipanmöhrchen dekoriert.
Veganer Karottenkuchen mit Cashew-Frosting
Für ein cremig-süßes Topping auf dem Karottenkuchen lässt sich eine schnelle Cashewcreme herstellen, genannt “Cashew-Frosting”. Wer statt Cashewkernen lieber eine regionale Alternative verwenden möchte, kann zu genauso schmackhaften Sonnenblumenkernen greifen, die die Creme aber etwas gräulicher färben.
Für die Cashewcreme benötigst du:
- 100 g Cashewkerne (am besten vorher für vier Stunden oder über Nacht einweichen)
- 50 g vegane Butter
- 50 g Puderzucker
- Saft einer halben kleinen Zitrone (etwa 2 EL)
Tipp: Puderzucker lässt sich aus Rübenzucker, Rohrzucker oder Kokosblütenzucker mit einem leistungsstarken Mixer auch selbst herstellen, indem die entsprechende Menge gemixt wird, bis ein helles Pulver entstanden ist.
Gib alle Zutaten für die Cashew-Creme zusammen in einen Mixer oder einen hohen Rührbecher und mixe beziehungsweise püriere sie zu einer glatten Masse. Danach kannst du die Creme auf den veganen Möhrenkuchen streichen. Im Kühlschrank wird sie noch etwas fester.

Marzipanmöhrchen selber machen
Wer den Karottenkuchen zusätzlich noch mit Marzipanmöhrchen verzieren möchte, braucht nicht auf fertige Marzipandeko zurückzugreifen, sondern kann sie mit wenigen Grundzutaten einfach selbst herstellen.
So geht’s:
- 100 Gramm Marzipan mit 100 Gramm Puderzucker mischen.
- Den Großteil der Marzipanmasse mit etwas Lebensmittelfarbe orange einfärben. Einen kleineren Teil grün färben.
- Die orangefarbene Masse zu einer etwa daumendicken Rolle formen und in acht oder zwölf gleich große Teile schneiden, je nachdem, in wie viele Stücke der Karottenkuchen geschnitten werden soll.
- Kleine Karotten formen, indem die Marzipanmasse zwischen den Handflächen leicht schräg hin und her gerollt wird.
- In die Oberseite jeder Karotte mit einem Essstäbchen oder Ähnlichem eine kleine kreisrunde Vertiefung eindrücken.
- Für das Möhrengrün jeweils nur wenig grüne Marzipanmasse platt drücken, aufrollen und zu einem “Sträußchen” formen, das oben in die runde Vertiefung der Karotte gesteckt werden kann.

Die fertig geformten Marzipanmöhrchen kannst du einfach zur Deko auf dem Karottenkuchen verteilen. Damit sie nicht austrocknen, ist es sinnvoll, den Kuchen im Kühlschrank mit einer umgedrehten Schüssel abzudecken oder in einer Kuchentransportbox aufzubewahren.
Tipp: Der vegane Karottenkuchen ist ein Mitbringsel für eine Familienfeier, ein Picknick oder Ähnliches? Dann transportiere ihn sicher in einer selbst genähten Kuchen-Transporttasche. Und wenn du auf den Geschmack gekommen bist, Gemüse in Kuchen zu verarbeiten, dann probiere doch einmal diesen saftigen Rote-Bete-Kuchen!
In welcher Form verspeist du die gesunden Karotten am liebsten? Wir freuen uns über Tipps und Rezepte in den Kommentaren unter dem Beitrag!
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Hallo Lisa,
danke für das schöne Rezept, das kommt wie gerufen für die gemütlichen Nachmittage! Ich mache eine ganz ähnliche Variante und gebe immer noch eine Messerspitze Muskatnuss und etwas Orangenschale mit in den Teig, das macht ihn noch aromatischer. Wenn man einen Teil der Karotten durch fein geriebenen Apfel ersetzt, wird der Kuchen übrigens noch saftiger und hält sich länger frisch. Vielleicht ist das ja auch ein Tipp für andere.
Viele Grüße
Hallo, der Kuchen schmeckt super.
Ich hab die Karotten im Thermomix ganz fein gemixt und die Walnüsse hab ich auch nicht grob gehackt, sondern auch ganz kurz in den Mixer gegeben, damit mein kleiner Enkel sich nicht daran verschluckt. Den Leinsamen habe ich auch kurz im Mixer grob zerkleinert vor dem Einweichen, damit die wertvollen Nährstoffe vom Organismus aufgenommen werden können.
Das Topping ist besonders lecker. Das werde ich bei anderen Kuchen auch verwenden. Vegane Butter hab ich nicht, daher normale Butter genommen. Mir ist wichtig, dass der Kuchen ohne Ei ist, wegen Allergie meines Enkels.
Hallo liebe smarticular – Gemeinde.
Gestern probierte ich diesen Kuchen aus. In Abwandlung zum Rezept verwendete ich den Karottentrester nach dem Entsaften. Sonst hielt ich mich streng nach Rezept. Als Getreide für das Mehl benutzte ich Einkorn. Gebacken wurde in einer 20 cm Springform. Das Ergebnis bei mir: klotziger Kuchen. Geschmacklich jedoch einwandfrei. Gesüßt habe ich mit Birnenkraut aus eigener Herstellung. Da werde ich noch experimentieren müssen mit Temperatur und Backpulver. Sobald ich zufrieden mit dem Ergebnis bin, melde ich mich wieder.
Liebe Grüße,
Steffen