Capsule Wardrobe: Die vielen Vorteile einer minimalistischen Garderobe

Schon durch die Wahl der Kleidung, Zeit, Geld und Platz sparen ... Das klappt mit einer Capsule Wardrobe, einer minimalistisch angelegten Garderobe!

Wie viele von uns wünschen sich mehr Zeit? Mehr Zeit für Dinge, die einem wichtig sind, für Menschen, die einem wichtig sind, oder auch einfach zum Nichtstun? Es wäre doch schön, wenn die Lösung dafür bereits morgens bei der Wahl der Kleidung direkt vor uns läge.

Eine capsule wardrobe, was übersetzt so viel heißt wie “Kleiderschrank, der in eine Kapsel passt”, enthält ausschließlich gut kombinierbare Lieblingsteile in beschränkter Anzahl. Das spart nicht nur viel Zeit, sondern auch Platz und Geld. Vielleicht lässt du dich ja von den vielen Vorteilen von Minimalismus mitreißen und probierst die minimalistische Garderobe mithilfe der folgenden Tipps einmal aus.

Capsule Wardrobe: So geht’s 

Eine Capsule Wardrobe besteht nur aus Lieblingsteilen, die miteinander vielfältig kombinierbar sind. Je nachdem, wie man vorgehen möchte, beschränkt sich die komprimierte Garderobe auf eine vorher festgelegte Anzahl an Kleidungsstücken, die nach einer bestimmten Zeit mit anderen beiseite geräumten Kleidungsstücken rotiert. So lässt sich die minimalistische Garderobe zum Beispiel gut auf Jahreszeiten anwenden. 

Nach der Idee des Projekt 333 werden beispielsweise genau 33 Teile ausgewählt, die nach drei Monaten (teilweise) wechseln. Gezählt werden Kleidungsstücke, die von außen sichtbar oder zumindest nicht rein funktional sind. Das heißt, Unterwäsche, Sportklamotten oder Schlafsachen werden nicht mit eingerechnet. Ob man Schuhe oder Schmuck und andere Accessoires mitzählen möchtest, bleibt jeder Person selbst überlassen.

Schon durch die Wahl der Kleidung, Zeit, Geld und Platz sparen ... Das klappt mit einer Capsule Wardrobe, einer minimalistisch angelegten Garderobe!

Benötigte Zeit: 30 Minuten.

So beginnst du mit deiner Capsule Wardrobe:

  1. Kleiderschrank ausmisten

    Leg alles, was du an Kleidung besitzt, auf einen Haufen, zum Beispiel auf das Bett. Wenn du dich gern auf 33 Teile pro Jahreszeit beschränken möchtest, aber mehr als 80 Teile zählst (nicht alles wechselt viermal pro Jahr komplett), ist ein Ausmisten des Kleiderschranks empfehlenswert. Mithilfe des verlinkten Beitrags gelingt das in wenigen Schritten. Am Ende bleiben ausschließlich Kleidungsstücke übrig, die du magst und tatsächlich trägst.

  2. Bestandsaufnahme

    Überlege, welche Kleidungsstücke sich gut miteinander kombinieren lassen, und lege passende Teile jeweils auf einen Haufen. In diesem Schritt kannst du bereits nach Saisonkleidung sortieren, wenn du beispielsweise Pullover besitzt, die du sowieso nur im Winter trägst. Optimalerweise entstehen dabei vier bis fünf Haufen.

  3. Aktuelle Garderobe festlegen

    Entscheide dich nun für eine von dir festgelegte Anzahl an Kleidungsstücken, die du in der aktuellen Saison tragen möchtest. Das können zum Beispiel 8-14 Oberteile, 5-10 Unterteile, 3-4 Jacken und bis zu 10 Paar Schuhe und andere Accessoires sein. Je nach persönlichen Vorlieben könnte diese Aufteilung bei dir aber auch ganz anders aussehen.
    Es empfiehlt sich, auf ein Farbschema mit maximal fünf verschiedenen Farben zu achten, da sich die einzelnen Teile so besser kombinieren lassen.

  4. Kleiderschrank wieder einräumen

    Räume jetzt deine Auswahl – mit schön viel Luft und Platz auf der Kleiderstange – wieder in den Schrank. Die Kleidung, die du in einer anderen Saison benötigst, wird am besten in einer Kiste, im Keller oder hinten im Schrank verstaut. Hauptsache, sie ist vorerst nicht direkt zugänglich.

Schon durch die Wahl der Kleidung, Zeit, Geld und Platz sparen ... Das klappt mit einer Capsule Wardrobe, einer minimalistisch angelegten Garderobe!

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Die Vorteile einer Capsule Wardrobe

Wenn du noch nicht ganz überzeugt von der Idee eines minimalistischen Kleiderschranks bist, dann führe dir doch mal folgende zehn Vorteile einer Capsule Wardrobe vor Augen:

  1. Mit einer Capsule Wardrobe befinden sich ausschließlich Lieblingsteile im Kleiderschrank.
  2. Entscheidet man sich für eine saisonbedingte Rotation der Kleiderauswahl, sind jederzeit genau die Klamotten im Schrank, die auch zur Jahreszeit passen. Nie wieder frieren! ;-)
  3. Die “Einzelstücke”, die noch in deinem Schrank hängen, bekommen eine ganz neue Wertigkeit.
  4. Der Kleiderschrank bietet mehr Platz und Übersicht.
  5. Der hervorragende Überblick über alle Kleidungsstücke und deren Kombinationsmöglichkeiten erleichtern die Entscheidung, was man anziehen soll.
  6. Bei allem, was du trägst, kannst du sicher sein, dass es gut zusammenpasst – auch, wenn es bei der Outfitwahl mal schnell gehen muss.
  7. Zum Saisonwechsel freut man sich über die wiederentdeckte, verstaute Kleidung – neue Klamotten ganz ohne Shopping!
  8. Minimalismus im Kleiderschrank schützt auch vor Fehlkäufen. Wer genau weiß, in welcher Kleidung sie oder er sich wohl fühlt, läuft auch nicht Gefahr, mehr zu besitzen als notwendig.
  9. Weniger zu shoppen, spart Geld und Ressourcen. Und das wiederum trägt maßgeblich zum Klimaschutz bei.
  10. Wer weniger Kleidung besitzt, braucht auch weniger zu waschen. Riesige Schmutzwäscheberge sammeln sich so gar nicht erst an.

Für noch mehr Umweltschutzthemen, auch außerhalb des Kleiderschranks, wirst du in unseren Büchern fündig:

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Welches Ordnungssystem im heimischen Kleiderschrank funktioniert für dich am besten? Lass uns gern eine Erfolgsgeschichte in den Kommentaren unter dem Beitrag da!

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8 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hallo an alle,
    das Thema finde ich gut und sinnvoll, aber ich hab auch ein Problem mit dem Wäschewaschen: ich habe reduziert auf 3 weiße T-Shirts und 6 bunte Shirts und welchsele das Shirt jeden Tag, weil ich es auf der Haut trage.
    Nn sind die 3 weißen Shirts getragen und 3 helle BHs auch – aber die Waschmaschine ist nicht mal hab voll … und wer hat eine Lösung? :-)
    Viele Grüße

    Antworten
  2. Den Punkt mit dem “weniger waschen” verstehe ich nicht, ganz im Gegenteil denke ich, dass die Maschine dann öfter mit weniger Teilen läuft, was ja eher kontraproduktiv in Sachen Umweltschutz und Energieverbrauch ist. Der Wäschehaufen ist ja eher ein Zeichen von sinnvollem und sparsamen Einsatz der Waschmaschine.

    Und das System schützt auch nicht vor Fehlkäufen, denn wenn man ein Teil kauft glaubt man ja eigentlich immer, dass es ein Lieblingsteil wird. Ganz abgesehen davon, dass sich der Geschmack auch ändert. Ich finde es eher schade, wenn man immer das Gleiche trägt, man drückt damit ja auch seine Laune aus.

    Antworten
  3. Gute Tipps! Ich versuche es auch 1 – 2 Mal im Jahr mit dem Ausmisten. Klappt auch okay-gut :D ABER ich habe dann am Ende noch Bonus-Häufchen:
    – für schicke Anlässe
    – für lässige Anlässe (z.B. Festival)
    – für außergewöhnlich kalt
    – für außergewöhnlich heiß
    – zum dreckig machen (z.B. im Garten)

    Mist :D

    Antworten
  4. Ein hilfreicher Artikel. ABER:
    Weniger Kleidung bedeutet nicht, dass man auch weniger waschen muss. Das Waschen hängt ja nicht von der Anzahl Kleidungsstücke ab, sondern davon, wie lange ich sie trage.
    Vielleicht muss man sogar öfter waschen, wenn man weniger hat, weil eben nicht mehr die große Auswahl an sauberer Wäsche im Schrank wartet.

    Antworten
    • Hallo OlgaX, das stimmt. Da spielt dann wahrscheinlich noch mit rein, ob ich eher dazu neige, häufiger das komplette Outfit zu wechseln, wenn ich noch einen Haufen sauberer Wäsche im Schrank habe oder ob ich auch mit viel Kleidung “sparsam” umgehe. Ich persönlich neige mit viel Kleidung eben dazu, lange zu sammeln und dann schlimmstenfalls die Waschmaschine zu überladen. Da ist das Risiko mit einem minimalistischen Kleiderschrank definitiv kleiner. Aber du hast natürlich Recht, dass das Trageverhältnis zur Menge der Kleidung bei jeder Person unterschiedlich ist. Wer trotzdem im gleichen Rhythmus seine Kleidung wechselt, wird unterm Strich wahrscheinlich genauso viel waschen. Liebe Grüße, Lisa

  5. Irgendwie funktionieren diese Tipps bei mir nie. Mein Bestand von außen sichtbarer Teile für die Wintersaison besteht aus ca 2 Hosen, 2 Röcken, ca 4 Pullovern, 2 Jacken und 2 Schals. T-Shirts zählen nach dieser Logik ja im Winter nicht. Muss ich jetzt Schuhe und Hamdschuhe noch einzeln mitzählen oder soll ich mal shoppen gehen?

    Antworten
    • Hallo Eva, das ist doch toll, wenn du ohne dich einzuschränken mit noch weniger auskommst. Liebe Grüße Sylvia

    • Das geht mir genauso! Außerdem stehe ich kurz davor, mir eine Art Uniform anzulegen, also die gleichen Kleidungsstücke mehrmals um Waschen zu können. Ich habe darüber schon vor längerer Zeit gelesen und empfinde das als entspannend, keine Ahnung warum ich noch zögere. Ist die “Uniform” abgetragen, leg ich mir ne neue zu!

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