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Hier kaufst du verpackungsfrei ein
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In diesen Läden füllst du deine Ware selbst ab und kaufst unverpackt ein - alle Unverpackt-Läden in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf einer Karte!

Wenn ich durch die Obst- und Gemüseabteilung eines durchschnittlichen Supermarktes laufe, könnte ich manchmal einfach nur noch heulen. Oder so richtig wütend werden über den absurden Plastikberg, der sich da vor meinen Augen auftürmt. In den Kühltheken und Regalen sieht es nicht besser aus.

Theoretisch könnte der Verpackungsmüll vollständig recycelt werden. Leider landet der überwiegende Teil von Plastik- und Verbundverpackungen nach wie vor direkt in der Müllverbrennung.

Dass es so nicht weitergehen kann, wird immer mehr Menschen bewusst. Vielerorts entstehen so genannte Unverpackt-Läden, gegründet von mutigen Pionieren, die etwas gegen die sinnlose Verschwendung tun wollen.

Verpackungsfreie Läden boomen – was dahinter steckt

Doch wie funktioniert das eigentlich mit dem verpackungsfreien Einkauf? Wer einen Verpackungsfrei-Laden betritt, fühlt sich ein bisschen an die längst vergangenen Tage der Tante-Emma-Läden erinnert. Statt auf Regale mit einzelnen Produkten fällt der Blick auf Bulk Bins, Kisten mit losem Obst und Gemüse, große Kanister und Metallfässer mit Flüssig-Waren, Trockenprodukte in stattlichen Glasgefäßen, leere Mehrwegbehälter bevorzugt aus Stoff, Edelstahl oder Glas und vieles mehr.

Wenn du hier einkaufst, bringst du die Verpackung im Idealfall von zu Hause mit oder kaufst sie im Laden, um sie beim nächsten Mal wieder dabei zu haben. Je nach Produkt, das gekauft werden soll, können das Einkaufsnetze, Stoffbeutel, Gemüsenetze, Schraubgläser oder auch Plastikdosen und Papierbeutel sein. Vor dem Einkauf wird die Verpackung abgewogen, damit das Eigengewicht später an der Kasse nicht mitberechnet wird. Dann kann abgefüllt werden.

Einen schönen Einblick vor und hinter die Kulissen gibt diese Kurzreportage über den Unverpackt Laden in Kiel:

Mittlerweile ist verpackungsfreies Einkaufen in vielen Städten möglich. Weitere Unverpackt-Läden sind geplant oder stehen kurz vor der Eröffnung. Erste Supermärkte folgen dem Trend und führen verpackungsfreie Abteilungen ein, denn Müllvermeidung hat sich längst von einem Nischenthema zu einer Massenbewegung entwickelt. Ob es in deiner Nähe bereits einen Unverpackt-Laden gibt oder ob einer in Planung ist, erfährst du auf unserer Nachhaltigkeits-Karte, in die wir alle Läden eintragen:

Die hellgrünen Marker sind existierende Verpackungsfrei-Läden, pinke Marker zeigen dir Märkte im Aufbau. Die olivgrünen Marker symbolisieren Geschäfte, die verpackungsfreie Abteilungen haben. Fehlt ein Laden, dann kontaktiere uns und wir ergänzen ihn gleich!

Selbst einen Verpackungsfrei-Laden eröffnen

Bist du auf der Suche nach einer neuen beruflichen Perspektive und das Konzept der Unverpackt-Läden hat dein Interesse geweckt? Unterstützung von der Idee bis zum fertigen Konzept findest du zum Beispiel in Form von Workshops wie diesem. Das notwendige Startkapital kannst du mit der Hilfe von Crowdfounding-Plattformen wie startnext oder VisionBakery einsammeln.

Wie gehst du vor, um Verpackungsmüll zu reduzieren? Über deine Erfahrungen und weitere Tipps freuen wir uns sehr!

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