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7 einfache Schritte für weniger Plastik im Alltag
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5 Schritte für weniger Plastik im Alltag

Plastik ist aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Dieses Allzweckmittel hat in den letzten Jahrzehnten einen wahnsinnigen Siegeszug erlebt.

Jedoch werden immer mehr Menschen die Nachteile von Plastikverpackungen und Plastikprodukten bewusst. Die beiden wohl größten Nachteile sind der extrem lange Zersetzungsprozess und die gesundheitlichen Auswirkungen auf den Organismus.

Viele Plastiksorten benötigen Jahrhunderte, bis sie im Ökosystem vollständig abgebaut sind und verschmutzen Landschaften und Ozeane. Durch die Aufnahme von Kleinstteilen durch Fische und Vögel gelangen sie in unsere Nahrungskette.

Einige Bestandteile von Plastik sind nur wenig erforscht. Oft wird nach Jahren des Konsums festgestellt, welche negativen Konsequenzen sie auf unsere Gesundheit haben.

Wenn du dich näher mit dem Thema auseinandersetzen möchtest, ist der Film Plastic Planet (oder das passende Buch) ein guter Anfang:

In diesem Beitrag möchten wir ein paar einfache Ratschläge geben, mit denen du auf viele Plastikprodukte im Alltag verzichten kannst. Eine komplette Umstellung ist schwer, da sie viel Aufmerksamkeit und Zeit zum Recherchieren bedarf. Aber es ist wie so oft: Der erste Schritt ist der wichtigste.

1. Verlasse das Haus nie ohne deine Grundausstattung

Für mich bedeutet das, immer meine wiederverwendbare Wasserflasche aus Metall und einen Beutel dabei zu haben. So kann ich auf spontane Getränkekäufe (meist in Plastik) verzichten und spare gleichzeitig auch noch Geld. Mit dem Beutel bin ich gerüstet für spontane Gänge zum Supermarkt sowie für alles, was nicht in meine Hosen- oder Jackentasche passt.

Wenn du unterwegs Kaffee oder Tee trinkst, gehört für dich vielleicht noch der Kaffeebecher oder die Thermoskanne zur Grundausstattung.

2. Glasflaschen statt Plastikflaschen

Einer der Hauptverursacher für Plastikmüll sind Flaschen für Wasser, Softdrinks und Säfte. Auch wenn viele Flaschen mehrmals verwendet werden, fällt immer noch sehr viel Müll an. Plastikflaschen enthalten zudem einige fragwürdige Stoffe, welche im Laufe der Zeit in die Getränke übergehen können. Auch bei der Entkeimung von wiederverwendbaren PET-Flaschen kommen teilweise hochgiftige Stoffe zum Einsatz.

Wenn Glasflaschen auch etwas schwerer sind und hin und wieder eine zu Bruch geht, lohnt sich der Umstieg dennoch. Der Umwelt, aber auch deiner Gesundheit zu liebe.

Wenn du im Haushalt Glasflaschen z.B. für selbstgemachten Saft, Hustensaft oder Mundspülung benötigst, haben wir hier einen kleinen Trick, mit dem du sehr günstig wiederverwendbare Glasflaschen erhältst.

Der Umstieg auf Leitungswasser ist sowohl für die Umwelt als auch den Geldbeutel besser.

Wenn du noch eine leckere und gesunde Alternative zu spritzigen Zuckerwassern suchst, ist der Wasserkefir eventuell genau richtig für dich.

3. Ersetze Wegwerfartikel mit Wiederverwendbarem

Überdenke mal kurz deine tägliche Routine – wie oft verwendest du Wegwerf-Utensilien aus Plastik? Angefangen bei Wasserflaschen, To-go-Kaffeebechern und Plastiktüten bis zu Strohhalmen, Wattestäbchen und Zahnbürsten. Welche Dinge lassen sich ersetzen, auf welche kannst Du sogar verzichten? Kann zum Beispiel die Plastikzahnbürste einer Holzzahnbürste weichen? Und die Einwegrasierer einem klassischen Rasierer?

Die Wegwerfklingen der heute gängigen Rasierer halten mit einem kleinen Trick übrigens mehrere Monate!

Hier findest du ein paar weitere Anregungen, wie du Plastik durch andere Materialien ersetzen kannst.

4. Bring deine eigene Verpackung mit zum Einkauf

Den eigenen Beutel oder die Einkaufskiste mit in den Supermarkt zu bringen ist seit Langem eine gängige Praxis. Dennoch benötigt der Durchschnittseuropäer jedes Jahr 500 Plastikbeutel. Dies beinhaltet über 300 der dünnen Tüten für Obst und Gemüse, welche fast nie wiederverwendet werden! Die Recyclingquote wird zudem auf weniger als 7% geschätzt. Die deutschsprachigen Länder liegen zwar unter dem Europäischen Durchschnitt, dennoch gibt es bei Tüten ein riesiges Einsparpotenzial.

Was kannst du tun?

  1. Wenn du den Beutel vergessen hast und nur wenige Dinge kaufst, schnapp dir doch einen Pappkarton aus der Frischeabteilung. Die Kartons für Milch oder Joghurt sind stabil und helfen dabei, Lebensmittel heim zu transportieren.
  2. In der Obst- und Gemüseabteilung, kannst du deine Waren auch in einen separaten Korb legen und die Etiketten gesammelt auf einem Stück Pappe anbringen. Dies mag an der Kasse zu einem schiefen Blick führen, hat mir jedoch noch nie Probleme bereitet. Im Bioladen oder auf dem Wochenmarkt werden Obst und Gemüse meist sowieso nur lose oder in Papiertüten verkauft. Vielleicht findest du diese selbstgemachten Papiertüten aus Zeitungspapier auch ganz praktisch.
  3. Mode und mehr: Auch beim Einkauf von Kleidungsstücken, Büchern, Geschenken und mehr gibt es fast immer eine Plastiktüte zum Tragen. Das “Nein danke, die brauch ich nicht” führt zwar manchmal zu erstaunten Blicken. Für mich ist es aber immer auch ein kleiner Triumph, wenn ich dann galant die Waren in der Tasche, dem Rucksack oder dem mitgebrachten Beutel verstaue.

5. Beim Kauf auf Verpackung achten

Wenn wir einkaufen gehen, haben wir oft die Wahl zwischen dutzenden Produkten, und nicht selten entscheidet der Preis. Wenn du aber Plastik vermeiden möchtest, lohnt sich ein genaueres Hinsehen.

Zugegeben, einige der Produkte in plastikfreier Verpackung sind teurer. Oft sind sie aber gesünder und schmecken besser. Wenn dir das noch nicht reicht, findest du im nächsten Tipp sehr viel Sparpotential, mit dem du die Mehrausgaben ausgleichst!

Hier eine kleine Liste von Produkten, wo die Verpackung den Unterschied macht:

  • Ketchup, Senf, Öl, Essig und andere Produkte in Glasflaschen
  • Gemüse lose kaufen und nicht vorverpackt
  • Taschentücher – wenn überhaupt Zellstofftaschentücher, dann zumindest in der Pappbox anstatt in Plastiktütchen
  • Käse und Wurst von der Frischetheke anstatt geschnitten und verpackt in Plastikboxen
  • Brot ist frisch vom Bäcker oder gar selbstgemacht leckerer, gesünder und ohne Plastikverpackung
  • Joghurt im Glas statt in Plastikbechern und Milch in Glasflaschen – Diese lassen sich auch super wiederverwenden (oder einfach selber machen: Naturjoghurt, Dinkel- oder  Hafermilch oder Cashew-Joghurt)

Welche anderen Produkte fallen dir ein, bei denen du bewusst auf Plastikverpackungen verzichten kannst? Gibt es welche, bei denen es unmöglich erscheint auf Plastikverpackungen zu verzichten? Teile sie in den Kommentaren.

6. Stelle deine eigenen Pflegeprodukte her

Eine der größten Quellen für Plastikmüll sind Haushaltsreiniger und Pflegeprodukte. Seien es Shampoo, Flüssigseife, Zahncreme, Spülmittel, Haarspülung oder Waschmittel.

Dies spart nicht nur Verpackungsmüll, sondern schont auch deine Umwelt und das Abwasser. Denn, woran wir oft gar nicht denken: Unsere Alltagsgegenstände sind nicht nur in Plastik verpackt, häufig sind auch Kunststoffpartikel drin! In Zahnpasta etwa sind kleine Mikrokügelchen, genauso in Peelings, Duschgel und sogar Schminkprodukten wie Make-Up, Lidschatten und Eye-Liner.

Mit ein paar einfachen Grundmitteln wie Natron, Soda, Essig, Ölen, Zitronensäure, Salz, Kernseife und ätherischen Ölen kannst du viele dieser Produkte leicht selbst herstellen. So vermeidest du Plastikverpackung und reduzierst die Chemie in deinem Haushalt.

Hier ein paar Beispiele:

Mit selbst hergestellten Pflegeprodukten und Haushaltsmitteln vermeidest du nicht nur unnötige Verpackung. Du sparst auch richtig viel Geld. Dieses kannst du vielleicht dafür verwenden, gesündere und frischere Lebensmittel mit weniger Verpackung zu kaufen :)

7. Vermeide synthetische Kleidung

Auch viele Kleidungsstücke enthalten Kunststoff. Polyester- und Nylon-Textilien sind aus tausenden kleinen Plastik-Mikrofasern hergestellt. Werden diese Kleidungsstücke gewaschen, landen mit jedem Waschgang unzählige kleinste Mikrofasern in unserem Wasserkreislauf.

Indem du Textilien aus Naturmaterialien wie Leinen, Soja oder Hanf kaufst, kannst du auch hier deinen Plastikverbrauch reduzieren!

Dies sind nur einige Schritte für weniger Plastik im Alltag. Mehr findest du unter anderem auf dem Blog foolfashion.

Mehr zum Thema Kunststoff und seine negativen Konsequenzen findest du in unserem Buchtipp:

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