Wasserkefir ansetzen: So kannst du den gesunden Drink selber machen
Hast du Lust auf eine spritzige Erfrischung, möchtest aber auf zuckrige Supermarkt-Limonaden verzichten? Dann ist Wasserkefir die perfekte Alternative für dich! Wenn dir Wasser, Kaffee oder Tee auf Dauer zu langweilig sind, wird es Zeit, deinen ersten eigenen Wasserkefir anzusetzen.
Mit nur wenigen natürlichen Zutaten kannst du in kurzer Zeit eine prickelnde und lebendige Alternative zu Cola und Co. ganz einfach selber machen.
Wichtiger Hinweis: Durch die natürliche Gärung (Fermentation) entsteht ein geringer Alkoholgehalt von bis zu 2 Prozent. Daher ist das fertige Getränk für Kinder, Schwangere und trockene Alkoholiker nicht geeignet.
Was ist Kefir?
Die Basis für dein Getränk bilden die sogenannten Kefirkristalle – oft auch als Japankristalle oder Himalaya-Kristallalgen bezeichnet. Diese kleinen, fast durchsichtigen Körnchen sind eine faszinierende Symbiose aus Hefen und Milchsäurebakterien.
Wenn du Wasserkefir ansetzt, stoßen diese lebenden Organismen einen natürlichen Gärungsprozess (Fermentation) an: Sie verstoffwechseln das Zuckerwasser in Kombination mit Trockenobst und Zitrone. Die Milchsäurebakterien sorgen dabei für das typische säuerliche, erfrischende Aroma, während die Hefen die sprudelnde Kohlensäure produzieren.
Kefirkristalle kaufen oder tauschen
Um deinen ersten Wasserkefir selber machen zu können, brauchst du zunächst eine Startkultur. Das Tolle daran: Wenn du die Kristalle gut pflegst, vermehren sie sich bei jedem Ansatz, sodass du sie im Prinzip ein Leben lang verwenden kannst.
Hier bekommst du die Kulturen:
- Tauschen & Teilen: Wir haben unsere Kristalle über foodsharing entdeckt und dabei wertvolle Tipps vom APROTO e.V. bekommen. Hör dich doch mal in deiner Gegend, im Freundeskreis oder in lokalen Sharing-Gruppen um. Kefir-Fans teilen ihre überschüssigen Kristalle sehr gerne!
- Online kaufen: Alternativ kannst du hochwertige Wasserkefir-Kulturen bequem online bestellen – zum Beispiel bei fairment.
Wichtiger Frische-Check: Gesunde Kefirkristalle riechen neutral bis ganz leicht nach Hefe. Wenn deine Kulturen stark unangenehm oder faulig riechen, wurden sie falsch behandelt. In diesem Fall solltest du sie entsorgen und nicht mehr verwenden.
Schritt-für-Schritt Wasserkefir ansetzen
Schwierigkeit: Einfach4
Portionen20
Minuten25
kcalDie Zubereitung ist im Grunde sehr einfach. Die folgenden Zutaten ergeben etwa einen Liter Wasserkefir. Die Kalorien hängen von der Gärdauer ab. Je länger du den Wasserkefir stehen lässt, desto mehr Zucker wird abgebaut.
Wichtig: Die Kefirkristalle sollten nicht mit Metall in Berührung kommen, verwende daher ausschließlich Utensilien aus Glas, Holz oder Kunststoff.
Zutaten und Utensilien
- Zutaten
1 Liter stilles Mineralwasser oder Leitungswasser
ca. 30 g Kefirkristalle
60 – 100 g Haushaltszucker oder Rohrohrzucker
ca. 30 g ungeschwefelte Trockenfrüchte (z. B. Feigen, Datteln, Aprikosen oder Rosinen). Sie dienen den Bakterien als Stickstoffquelle.
1 – 2 Bio-Zitronenscheiben (Die Säure schützt den Ansatz vor Schimmel) oder 1 EL Zitronensaft
- Utensilien
großes Gärgefäß (mind. 1 Liter Volumen, ideal sind Einweckgläser mit Gummidichtung)
feines Plastiksieb
Löffel zum Umrühren
Trichter
stabile Bügelflaschen zum Abfüllen
Zubereitung
- Wasser und den Zucker in das Gärgefäß geben. Alles gründlich verrühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
- Kefirkristalle, Trockenfrüchte und Zitrone (oder Zitronensaft) mit in das Gärgefäß geben.
- Gefäß verschließen. Da bei der Gärung Kohlensäure entsteht, muss der Druck entweichen können. Einweckgläser mit Gummiring sind ideal (sie lassen Überdruck raus, aber keine Luft rein). Verwendest du ein normales Schraubglas, drehe den Deckel nur ganz leicht zu!
- Den Wasserkefir nun bei Zimmertemperatur (ca. 21–25 °C) für 1 bis 3 Tage an einem hellen, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort stehen lassen. Je wärmer es ist, desto schneller arbeitet der Kefir.
- Sobald der Kefir fertig ist, Zitrone und Trockenfrüchte entfernen und das Getränk durch ein Sieb abgießen und zur Aufbewahrung in saubere Flaschen abfüllen.
- Das Gärgefäß heiß ausspülen und unbedingt vollständig abkühlen lassen, bevor du die Kristalle für den nächsten Durchgang wieder hineingibst. Die im Sieb verbliebenen Kristalle müssen nicht abgespült werden. Ein kleiner Rest des alten Kefirwassers an den Kristallen dient als perfekte Starthilfe für den nächsten Ansatz.
Hinweis:
- Eine Fermentation mit reinem Xylit (Birkenzucker) oder anderen Erythrit-Alternativen ist nicht möglich, da die Hefen und Bakterien diese Zuckeralkohole nicht verstoffwechseln können und die Kultur mangels Energie abstirbt. Es muss immer echter Zucker (Saccharose, Glucose, Fructose) verwendet werden.
Zweitfermentation – warum und wie
Wenn du dir eine richtig sprudelnde, aromatische Limonade wünschst, solltest du deinen fertigen Wasserkefir nach Schritt 5 einer Zweitfermentation unterziehen!
- Gib den abgegossenen (kristallfreien!) Wasserkefir in eine stabile Bügelflasche.
- Gib nun frische Zutaten deiner Wahl als Geschmacksgeber direkt mit in die Flasche. Beliebt sind: Ein Schuss Fruchtsaft (z. B. Apfel oder Traube), frische Beeren, Ingwerstücke oder frische Minze.
- Verschließe die Bügelflasche und lass sie für 1 bis 2 Tage bei Zimmertemperatur stehen.
Wichtig: Da der Druck extrem schnell ansteigen kann, entlüfte die Flasche 1- bis 2-mal täglich (‘zischen’ lassen). Stelle das Gefäß zur Sicherheit in einen Karton oder Schrank. Danach ab in den Kühlschrank und eiskalt genießen! Tipp: Fülle einen kleinen Teil in eine Plastikflasche ab – sobald diese prall und hart ist, hat auch die Glasflasche genug Kohlensäure gebildet.
Zutaten variieren – Tipps für noch mehr Geschmack
Wenn du regelmäßig Wasserkefir ansetzt, wirst du schnell merken: Das Grundrezept ist erst der Anfang. Du kannst die Inhaltsstoffe nach Belieben variieren und dein Getränk so an deinen persönlichen Geschmack anpassen:
- Ingwer: Gibt dem Kefir eine angenehme Schärfe
- Limetten statt Zitronen: Sorgen für eine noch spritzigere Note.
- Tee statt Wasser: Du kannst den Kefir auch in abgekühltem Tee ansetzen. Wichtig: Verwende nur reine Teesorten ohne aromatisierte Öle (z. B. grünen oder schwarzen Tee).
- Zuckerrübensirup: Ein Schuss davon liefert den Kristallen extra viele Mineralien und hilft ihnen, sich schneller zu vermehren.
- Geschmackskorrektur: Ist dir der fertige Kefir noch zu süß? Lass ihn einfach einen Tag länger fermentieren. Ist er dir zu sauer geworden? Gib vor dem Trinken einfach etwas Sirup oder Zucker ins Glas.
Kefirkristalle aufbewahren
Du fährst in den Urlaub oder brauchst einfach eine kleine Fermentations-Pause? Kein Problem! Du musst deine Kristalle nicht entsorgen. Es gibt drei bewährte Methoden, um sie sicher aufzubewahren:
1. Kefirkristalle im Kühlschrank (Für kurze Pausen)
Für Pausen von bis zu 4 Wochen kannst du die Kristalle in den “Winterschlaf” schicken. Gib sie in ein sauberes Glas, bedecke sie mit einer Zuckerwasser-Lösung (ca. 3 EL Zucker auf 500 ml Wasser) und stelle das Gefäß in den Kühlschrank. Durch die Kälte wird die Gärung extrem verlangsamt. Wechsle das Zuckerwasser alle 7 bis 14 Tage aus.
2. Kristalle einfrieren (Für mittelfristige Pausen)
Zum Einfrieren gibst du die abgespülten Kristalle mit etwas Flüssigkeit in ein Schraubglas (das Glas nur zu maximal drei Vierteln füllen, damit es nicht platzt!) oder in einen Gefrierbeutel. So halten sie sich mehrere Monate.
3. Kulturen trocknen (Für sehr lange Pausen)
Du kannst die Kulturen auch schonend trocknen und später wieder aktivieren. Nutze dafür den Backofen (bei leicht geöffneter Tür) oder einen Dörrautomaten. Ganz wichtig: Die Temperatur sollte 35 bis 38 °C nicht überschreiten. Ab etwa 40 °C beginnen die empfindlichen Hefen und Bakterien abzusterben. Bewahre die getrockneten Kristalle danach luftdicht in einem dunklen Schraubglas auf.
Tipp: Wenn du größere Mengen herstellst oder Flaschen verschenken möchtest, findest du in diesem Beitrag einen cleveren Weg, um an günstige Flaschen zu kommen.
Warum Wasserkefir? Die Vorteile auf einen Blick
Wasserkefir selber machen lohnt sich aus vielen Gründen. Hier sind die wichtigsten Vorteile für dich und die Umwelt:
- Volle Kontrolle: Du bestimmst selbst, was in dein Glas kommt, und kannst die Süße individuell anpassen.
- 100 % Natürlich: Dein Getränk ist garantiert frei von künstlichen Geschmacksverstärkern, Konservierungs- und Farbstoffen.
- Nachhaltig: Da du deine Limo zu Hause produzierst, vermeidest du Plastikmüll und unnötige Transportwege.
- Günstig: Mit minimalem Kostenaufwand stellst du ein absolut hochwertiges Produkt her.
- Das perfekte Mitbringsel: Da sich die Kristalle stetig vermehren, hast du immer ein tolles, originelles Geschenk für Freunde und Verwandte parat.
Probiere alternativ zum Wasserkefir auch mal aus, Milch-Kefir herzustellen!
Dieses Rezept und viele andere mehr findest du auch in unserem Buch:
Es gibt noch viele andere leckere Getränke, die du leicht selbst herstellen kannst.
Wie sind deine Erfahrungen mit Wasserkefir? Hast du noch Tipps oder tolle Rezepte? Teile sie in den Kommentaren!
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Hallo,
ja, der Kefir soll gesund sein, aber was ist mit dem Alkohol?
Wenn ich den Kefir morgens nüchtern trinke, fühle ich mich immer ein wenig betrunken.
Und das jeden Tag… das kann doch nicht gesund sein, oder?
Hallo, ich mache selber auch häufig Wasserkefir und kenn mich mittlerweile ganz gut aus. Ich wollte nur einmal mitteilen, dass die Behauptung, man solle nur Plastik und kein Metall verwenden, leider nicht ganz richtig ist. Die meisten Küchenutensilien die ich kenne, bestehen aus Edelstahl und der beeinflusst die Mikroorganismen nicht. Andere Metalle sollte man aber vermeiden. Ich benutze immer ein normales Metallsieb und Metalllöffel, und meinem Wasserkefir geht es super!
Liebe Emilia,
im Prinzip richtig! Problematisch ist eigentlich nur unedles Metall. Leider weiß man oft nicht genau, ob das eigene Besteck und andere Utensilien nun geeignet sind oder nicht, da selbst Edelstahl nicht gleich Edelstahl ist und manche Produkte weniger edel sind (und damit reaktionsfreudiger) als gedacht. Daher ist dieser Hinweis eher als Sicherheitsmaßname zu verstehen, um Fehlschlägen durch potenziell ungeeignete Materialien und damit Enttäuschung vorzubeugen. Glas, Plastik, Keramik usw. sind in dieser Hinsicht völlig unproblematisch.
Liebe Grüße
Ich mache meinen Wasserkefir jetzt auch schon eine ganze Weile und bin total begeistert. Es ist wirklich eine tolle Alternative zu den zuckrigen Limonaden aus dem Supermarkt. 🥤 Am liebsten mag ich ihn mit ein paar Himbeeren oder einem Stückchen Ingwer in der Zweitfermentation, das gibt nochmal extra Geschmack und Sprudel. Danke für die super Anleitung, ihr Lieben! ✨
Hat jemand die Erfahrung, wie man aus den Japankristallen die Ginger Root Beer Kristalle hinbekommt bzw. andersherum gefragt, wie werden die Ginger Root Beer Kristalle für den Ansatz spezialisiert?
Moin, kann man Wasserkefir nur mit (Zuckerrüben-)Sirup oder auch Honig ansetzen,
also ohne Früchte, ohne Zitrone?
Schmeckt das dann einfach nur sch…ade oder fehlt den “Kristallen” dann etwas?
Ich suche eine Möglichkeit, Wasserkefir so einfach wie möglich herzustellen;
vielleicht mit Hagebuttentee und Sirup…
Danke und Gruß
Huhu. Es ist sehr einfach und geht auch mit irgendeinem Zucker.
Ich glaube hier steht garnichts von zweit-Fermentation.
Kurz:
1) Die ertse fermentation (2-3 Tage) machst du in einem grossen Gefäß, dass du mit einem Tuch abdeckst, gegen Fliegen. Da kommt nur Wasser, Zucker, ne Hand Trockenfrüchte (ungeschwefelt, bio) rein, und die Kristalle. Optional zwei Scheiben Zitrone oder Orange.
2) Für die Zweitfermentation (1-3 Tage) brauchst du Drahtbügel Flaschen. Hier baut sich Kohlensäure auf. Du füllst den fermentierten Kefir in Drahtbügelflaschen (halb voll) und fängst die Kristalle und Früchte auf. Die Früchte kommen weg, die Kristalle hebst du auf, für den neuen Kefir Ansatz.
3) Zum abgefüllten Kefir kannst du noch gesüßten Tee oder Saft hinzugeben. Die Bakterien essen den Zucker und machen Kohlensäure. Unbedingt die Flaschen jeden Tag einmal öffnen! Sonst expodieren sie :p
Man sollte bei den Trockenfrüchten darauf achten, dass diese nicht geölt sind. Auch mag der Wasserkefir hartes Wasser.
Ich bin sehr erstaunt über den hohen Zuckergehalt bei diesem Rezept. Ich stelle schon seit langem Kefir her und trinke davon fast 1 Liter / Tag. Seitdem habe ich keine Darmprobleme mehr. Bei diesem Rezept hier nimmt man dabei ziemlich viel Zucker zu sich.
Ich gebe auf knapp 1,5l Wasser 20g Kefir-Kristalle und 20g Zucker wobei ich Rohrohrzucker und Vollrohrzucker mische. Dazu kommen 2 getrocknete Feigen und 2 Scheiben Zitronen (alles bio).
Der größte Teil des Zuckers wird von den Kulturen verstoffwechselt, er stellt ihre Nahrung dar. Man kann es aber auch mit weniger probieren, dann wird der Wasserkefir milder.
Liebe Grüße
Hat zufällig noch jemand Kefirknollen abzugeben? Abholung im Chiemgau (Bayern) oder in der umgbung von Salzgitter (Niedersachsen) ist kein Problem.
Ich würde mich sehr freuen, ein weiteres “Haustier” zu bekommen!
LG, Tatjana
Hat jemand tips wie der Kefir richtig sprudelig wird? Meiner vermehrt sich wie verrückt und Geschmack passt auch aber er hat überhaupt kein Blub.
Antwort kommt zwar spät, aber vielleicht trotzdem noch hilfreich:
Lass den abgefüllten fertigen Wasserkefir einen Tag in der verschlossenen Flasche bei Zimmertemperatur gären (2. Fermentation)
Optional kannst du da auch noch ein paar frische Früchte beigeben (=für Geschmack und der enthaltene Zucker kurbelt zusätzlich an). Flasche bitte nicht randvoll machen und auf gar keinen Fall über einen langen Zeitraum vergessen, sonst BOOOOM
Die Kristalle bekommt man auch problemlos bei ebay Kleinanzeigen für kleines Geld und den Postversand überleben sie unbeschadet, wenn sie so verpackt wurden, daß sie nicht zerquetscht werden.
Einfrieren habe ich noch nicht gehört. Es reicht vollkommen, wenn man die Kristalle mit Wasser bedeckt in den Kühlschrank stellt und nach dem Urlaub wieder füttert wie üblich.
Ich halte meinen Kefir in einem nicht mehr verwendeten Rumtopf-Gefäß und kann somit immer gleich 3 Liter ansetzen. Im Sommer reicht noch nicht einmal diese Menge bis zur nächsten Runde zwei oder drei Tage später…
Die Zeit bis zur nächsten “Ernte” hängt vom persönlichen Geschmack ab – der eine mag’s süßer, der andere herber. Einfach einen Esslöffel voll ab Tag 2 oder 3 probieren und kucken,j ob’s so schmeckt oder noch zu süß ist.
Hallo, Herr Knaup, Dieser Satz: “Gläser nur zum Teil füllen, damit sie nicht platzen” ist in meiner jahrelangen Praxis alles, aber auch alles in Gläsern zu “erfrieren”, nur einmal Wirklichkeit geworden. Ich fülle immer alles bis ca. 1 cm unterm Rand. Das e i n e Mal hatte ich in ein Glas “etwas” mit viel Flüssigkeit fast zum Überlaufen gefüllt und zugeschraubt… Da war dann nach ein paar Wochen der Boden “abnehmbar”. Ok, das “etwas” hab ich dann entsorgt, kein großer Schaden …und weiter so.
Quelle: https://www.smarticular.net/wasserkefir-selbst-herstellen-eine-leckere-gesunde-und-umweltfreundliche-alternative-zu-soft-drinks/
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Mein Wasserkefir hält einem Vergleich mit einem Haustier nicht Stand, denn wenn ich ihn nicht füttere und in nur wenig Kefir schwimmen lasse, schläft er einfach und wartet bis es wieder etwas zu futtern gibt ;-)
Geht das denn wirklich mit Xylit? So oft lese ich in anderen Foren oder bei Youtube, dass es leider nicht ginge. Oder wäre alternativ zu Zucker auch Dattelsirup möglich? Über eine kurze Antwort würde ich mich wirklich riesig freuen :-)
Solange der Zuckeranteil gegeben ist wie etwa bei Sirup, sollte es klappen wie mit Kristallzucker. Mit Xylit klappt es nach unserer Erfahrung auch, wenngleich man Xylit mit normalem Zucker abwechseln sollte. Man sieht den Kulturen beim Ausspülen an, ob sie sich gut vermehrt haben, oder ob sie sich vielleicht erst mal einen Durchgang mit “reinem” Zucker regenerieren müssen.
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Dann werde ich es morgen mal mit Dattelsirup testen. Hoffe sehr, dass es klappt :-)
Hallo, also falls jemand noch Wasserkefir braucht. Ich habe jede Menge übrig und kann gerne welchen sehr günstig abgeben auch mit einer kleinen Anleitung dazu. (Kontakt einfach über facebook) Ich schwöre auf dieses Getränk.. Alles voll biologisch. Nur im Sommer muss man sehr aufpassen, dass keine Obstfliegen rein kommen. Sonst ist er verdorben und man muss einen neuen Ansatz machen.
Juhu Cornelia, ich bin auf der Suche nach Kefirkristallen. Hättest du noch welche für mich :)) Würde mich freuen :))
Liebe Grüße Bibi
Hallo, wer wie ich möglichst auf Plastik verzichtet, kann auch ein Sieb aus Poerzellan verwenden. Ich habe dieseshier gefunden: https://www.amazon.de/gp/product/B071DWBRM7/ref=oh_aui_detailpage_o01_s00?ie=UTF8&psc=1
Wir verwenden den Wasserkefir seit nunmehr 2 Jahren. Nun möchte ich, da ein längerer Urlaub bevorsteht, die Kulturen erstmals zur Aufbewahrung einfrieren.
Was muss ich beim Reaktivieren beachten?
Danke schon mal…
Hallo Brigitte, ein paar Wochen kann der Wasserkefir im Kühlschrank überdauern. Du kannst ihn nach dem Einfrieren wieder im Kühlschrank auftauen und ganz normal ansetzen. Liebe Grüße!
Alles klar, dankeschön! Ich hatte vermutet, ich müsste ihn irgendwie “aufwärmen” oder so, damit er wieder lebendig wird… ;-)
Habe den tiefgekühlten Kefir vor einer Woche nach Rückkehr aufgetaut und neu angesetzt wie immer. Nun stelle ich fest, dass er keine großen “Kristalle” mehr bildet, sondern es ist und bleibt mehr so eine Masse aus lauter winzigen Bröckchen, mehr Matsch als kristallin von der Struktur her.
Hab ich was falsch gemacht und wie bringe ich ihn dazu, wieder große Bröckchen zu entwickeln?
Danke für Antworten…
Hallo Brigitte! Nach dem Auftauen kann es einen oder mehrere Durchgänge brauchen, bis die Kultur wieder regeneriert und “fit” ist. Liebe Grüße
Dankeschön.. das macht mir Hoffnung, dass ich die Kultur eventuell doch nicht gegen eine neue austauschen muss. Eine komplette Woche ist ja indessen verstrichen und das Substrat “glänzt” immer noch durch Breiartigkeit…. :-/
müssen die Kristalle nach jedem Ansatz abgespült werden?
Guten Morgen, ich weiß nicht, ob das schon mal wer erwähnt hat, aber man kann die Kefir Kristalle als Ersatz für Hackfleisch nutzen. Ich weiß das hört sich gruselig an und hat auch uns Überwindung gekostet aber es geht. Nur Kefir mag ich nicht, soll aber auch funktionieren. Ich ersetze nur einen Teil, die Hälfte etwa. Ich finde es so schade, ihn weg zu werfen. Er hat keinen Eigengeschmack und soll sehr eiweiss- und mineralstoffreich sein.
Viele Grüße und nur Mut
Sabine
Hallo Sabine! Das erscheint erstmal seltsam, klingt dann aber auch logisch – Mikroorganismen enthalten ja auch Eiweiß ;-) Kommt wohl auf einen Versuch an – da müssen wir durch :-)
Klasse! Du kannst die Kristalle also auch nicht einfach wegschmeißen, genau wie wir! (Y)
Hallo, seit über einem halben Jahr trinke ich täglich mit Begeisterung diesen Wasserkefir, danke für den Tip. Der Kefir wächst und gedeiht schneller als mir lieb ist, mittlerweile habe ich (fast ;-)) kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich nachgewachsene Kristalle wegwerfe, denn so viele Abnehmer habe ich gar nicht.
Eines wollte ich unbedingt noch erwähnen: Das eingeweichte Obst mag ich nicht so gerne, was ich aber einen absoluten Hammer finde, das sind die Zitronenscheiben. Nach gut zwei Tagen im Kefir kann man sie komplett so essen, sie schmecken lecker erfrischend, nur wenig säuerlich und kaum bitter, das hatte ich ganz anders erwartet. Da die meisten wertvollen Stoffe (bio vorausgesetzt) in der Schale stecken, sollte man sich das nicht entgehen lassen. Ein rundum tolles Getränk.
Mit den Abnehmern geht es mir genauso. Allerdings werfen wir die wertvollen Kristalle nicht weg, einfach weil mir dabei das Herz bluten würde, sondern wir verspeisen die Überzähligen im Müsli oder in Joghurt gerührt! ;-)
Echt ihr esst die Kristalle. Also das ist eher nicht empfohlen. Meine Freundin hat das mal aus Versehen gemacht. Sie hatte dann Bauchkrämpfe und Durchfall. ich rate dringend davon ab.
Interessant, bin noch gar nicht auf die Idee gekommen, die scheiben zu essen. Danke für den Tipp.
Mir wachsen die Kulturen über den Kopf. Ich habe mittlerweile über ein Pfund. Ich habe hier irgendwo gelesen, dass man sie einfrieren. Wie stelle ich das an? Friere ich sie in Ansatzflüssigkeit ein? Wie lange kann man das machen? Bei welcher Temperatur?
In einen Gefrierbeutel oder besser ein Schraubglas geben (Gläser nur zum Teil füllen, damit sie nicht platzen) und mit Flüssigkeit bedecken, so frieren wir sie bei -18 °C ein.
Dein Link klappt nicht. was soll das denn sein, wenn ich fragen darf :-)
Herzlichen Dank für den Hinweis. Der funktioniert jetzt aber.
Kennt jemand noch eine vergleichsweise günstige Bezugsquelle von bio, ökologisch nachhaltigen, fair gehandeltem Rohrohzucker. Abnahme in größeren Mengen bis 5kg sollte möglich sein.
Ich mache täglich einen Ansatz und könnte zusammen mit dem Verbrauch für Zitronentrunk schon größere Mengen gebrauchen ;-)
Wenn sich die Kristalle trotz Zugabe von Melasse, Zucker, frischen Zitronen nicht mehr vermehren könnte das, wie in meinem Fall an zu weichen Wasser liegen. Ist dies der Fall kann Calcium in löslicher Form zugeben (vgl.: http://bit.ly/1Qn4aKA). Das wäre dann Calciumcarbonat, -gluconat oder citrat. Ich habe Calciumcitrat (http://amzn.to/1KmnhRm) beschafft und die Kristalle haben sich innerhalb von 24h verdoppelt.
Sehr gut, danke für den Tipp :-) sicher hilfreich für alle mit weichem Wasser! In Berlin haben wir – Glück oder Unglück – ziemlich hartes Wasser.
wer hätte gedacht, dass ich mich mal freuen würde über den hohen Härtegrad unseres Wassers!! :-D
Meine Erfahrung ist, mit normalen weißen Zucker wachsen die Kristalle am besten. Vollrohrzucker ist schwieriger und verfärbt die Kristalle braun. Melasse bietet den Kritallen einfach nicht genügend Oberfläche, behindert also eher – deshalb wird das nix. Das liegt nicht am Wasser. Ich habe es schon mit allen Wassern angesetzt.
Eine halbe Eierschale (ungekocht!) tut es auch!
Hat jemand Erfahrungen bei der Zugabe von Melasse gemacht?
Wir haben es auch mal mit Zuckerrohrmelasse probiert, die hat allerdings einen recht intensiven Eigengeschmack und ist nicht einfach nur neutral “süß”.
Okay, dann nur zum Füttern oder die Ginger Beer Herstellung. Thx for reply.
Hallo,
Das mit dem Xylit klappt wirklich?
Hat da jemand schon Erfahrung mit gemacht?
Da es ja nicht “wirklich” Zucker ist, oder sind nur die Kohlenhydrate entscheidend?
Lieber Raven, Wasserkefir-Kristalle bestehen aus Hefen und Milchsäurebakterien, die echten Zucker (Saccharose, Fructose, Glucose) zum Überleben und für die Fermentation benötigen. Xylit (Birkenzucker) ist ein Zuckeralkohol. Die Mikroorganismen besitzen nicht die Enzyme, um ihn zu verstoffwechseln – sie verhungern schlichtweg. Dass es kurzzeitig klappt, liegt an den Restzuckern der Trockenfrüchte. Langfristig degeneriert die Kultur dadurch jedoch und stirbt ab. Wer Zucker sparen möchte, lässt den Kefir einfach länger gären (3 Tage) – dann bauen die Tierchen den Zucker fast vollständig für dich ab!
Moin,
also Xylit klappt wirklich. Habe jetzt schon mehrere Chargen angesetzt und bin sehr zufrieden mit dem Geschmack. Mir persönlich schmeckt es am 3ten Tag (oder noch ein weiterer Tag ohne Zusätze im Kühlschrank nachgären lassen) am besten.
Klasse, vielen Dank für die Rückmeldung! Das wird sicher nicht nur für uns, sondern auch für die ein oder anderen Leser interessant sein :-) Wir werden gleich mal eine Charge mit Xylit ansetzen, bin gespannt!
Vielen Dank Raven!
Ich gebe laufend, also seit dem ersten Tag der Verwendung, einen TL Xylit und einen TL braunen Zucker dazu. Läuft…
Wenn mein Zuckervorrat mal endlich alle sein wird, so kommt nur noch Xylit ins Wasser mit dem Kefir.
Das ist sehr gut und sehr gesund (das beste Medikament gegen Kater!!! 100% wahr!!!). es gibt aber auch Nachteile: das Kefir ist wie ein Haustier. Man muss es stets füttern. Im Sommer fast jede 2 Tage (jeden Tag wenn das Wetter sehr warm ist) ist es fertig. Man muss immer Zucker, Feigen und Zitrone haben… Man soll mindestens eine 2 Liter Flasche haben (eigentlich benutze ich 2, 1 leere/mit fertiges Kefir, 1 für die Vorbereitung). Sonst keine Metal Löffel benutzen. Leitungswasser funktioniert idR auch. Man muss nicht obligatorisch die Vorbereitungsflasche dicht machen. Es fermentiert auf jedem Fall in der anderen Flasche weiter (es soll so sein). Komischerweise Wasser-Kefir wurde sehr viel in Vendée in Westen-Frankreich konsumiert. Das war damals im Sommer ein Getrank für die Bauer, die nicht jeden Tag Wein trinken können. Mein Kefir liegt im Kühlschrank. Der Stamm hat man mir vor 7 Jahren gegeben und 6 Jahr lang habe ich ihn benutzt. Ich muss es wieder erleben…