Nur noch Lieblingssachen: Kleiderschrank ausmisten in 6 Schritten
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Den Schrank voller Lieblingtsteile! Mit dieser Methode schaffst du es, deinen Kleiderschrank in ein aufgeräumtes, minimalistisches Anziehparadies zu verwandeln.

Den Schrank voller Klamotten und doch nichts zum Anziehen. Woran liegt das? Im Grunde kann es dafür nur eine einzige Erklärung geben: Du hast zu viel! All diese Kleidungsstücke haben natürlich auch Geld gekostet und Ressourcen verbraucht, nur um im hinteren Bereich des Kleiderschranks zu versauern. Ein aufgeräumter, minimalistischer Kleiderschrank nur mit Lieblingsteilen wird dagegen immer etwas zum Anziehen für dich bereit halten und dich somit glücklich machen. Kein stundenlanges Anprobieren und nach dem perfekten Outfit Ausschau halten, keine wertvollen Kleider, die ungenutzt im Schrank herumliegen. Denn eine minimalistische Garderobe führt auch dazu, dass du nur Kleidung besitzt, die du auch wirklich brauchst!

Mit der folgenden Methode schaffst du es, in ein paar Stunden deinen Kleiderschrank in einem Ruck in ein aufgeräumtes Anziehparadies zu verwandeln. Außerdem wirst du danach ein viel besseres Gefühl dafür haben, was wirklich zu dir passt, und in Zukunft bestimmt nicht mehr so viele Fehlkäufe tätigen. Das spart langfristig Zeit und Geld. Leg am besten gleich los!

Schritt 1: Leere Schränke

Wenn dein Kleiderschrank schon eine Komplettüberholung bekommt, dann doch gleich richtig! Auch Schubladen und Schrankfächer wollen ab und an mal sauber gemacht werden und dafür muss erstmal alles raus. Willst du am gleichen Tag noch mit Schritt zwei fortfahren, ist das Bett ein guter Platz für all deine unsortierten Klamottenberge. Denn dann kannst du sicher sein, dass du das kleine Chaos auch wirklich noch vor dem Schlafengehen wieder beseitigst. Die Fächer und Schubladen lassen sich – leergefegt, wie sie sind – dann auch ungehindert mit einem feuchten Lappen auswischen. Damit beugst du gleich auch noch Kleidermotten vor.

Der Schrank ist leer – ein gutes Gefühl!

Den Schrank voller Lieblingtsteile! Mit dieser Methode schaffst du es, deinen Kleiderschrank in ein aufgeräumtes, minimalistisches Anziehparadies zu verwandeln.

Tipp: Ein kinderfreier Vormittag eignet sich doch hervorragend für eine solche Aufräumaktion! Wenn du nicht so viel freie Zeit am Stück hast, kannst du die einzelnen Schritte auch gut auf sechs aufeinanderfolgende Tage verteilen und so jeden Tag nur etwa eine halbe Stunde aufwenden.

Schritt 2: Das muss alles raus!

Der erste Schritt ist getan und war auch gar nicht so schwer. Jetzt wird es schon kniffliger, denn dem Kleiderberg auf deinem Bett geht es jetzt an den Kragen. Ziel deiner Ausmistaktion ist es ja, so viele Kleidungsstücke wie möglich auszusortieren, um nur das zu behalten, was du wirklich brauchst. Damit das kein aussichtsloses Unterfangen wird, bei dem kein Ende abzusehen ist, hilft es, mit den einfachen Teilen anzufangen. Definitiv aussortiert gehören::

  • Kleidungsstücke, die kaputt und nicht mehr zu reparieren sind (Tricks, wie du verfusselte Kleidung rettest oder Flecken mit Lavendeldruck oder Solarfärben unsichtbar machst, sind natürlich immer eine Überlegung wert.)
  • Kleidungsstücke, die dir nicht richtig passen (Ja, auch wenn sie teuer waren und auch nur “ein ganz klein wenig” zwicken. Kleidung, die nicht richtig sitzt, hat in einer minimalistischen Garderobe nichts zu suchen.)
  • Kleidungsstücke, die du eigentlich gar nicht magst (Wenn du mit deiner Ausräumaktion durch bist, wirst du dich fragen, warum solche Teile überhaupt jemals in deinem Schrank gelandet sind.)

Na, war das nicht befreiend? Diese aussortierten Haufen werden deinen Schrank in Zukunft nicht mehr vollstopfen. Sinnvoll verwerten kannst du sie dennoch und dabei hilft dir Schritt drei.

Schritt 3: Kleiderspende, Tauschparty & Co.

Nur weil ein Kleidungsstück dir vielleicht nicht mehr richtig passt oder gefällt, heißt das nicht, dass es nicht immer noch ein wunderbares Geschenk für jemand anderes sein kann. Ich hab es als großes Glück empfunden, als nach einer Kleidertauschparty viele meiner Freundinnen mit einem neu gewonnenen Schatz nach Hause gehen konnten. Hast du vor, eine solche Verschenkaktion zu starten, dann lege am besten gleich einen Termin dafür fest. Dann bist du gleich ein ganzes Stück weiter fortgeschritten auf deinem Kleidermarathon.

Den Schrank voller Lieblingtsteile! Mit dieser Methode schaffst du es, deinen Kleiderschrank in ein aufgeräumtes, minimalistisches Anziehparadies zu verwandeln.

Teile, die etwas Besonderes sind und noch richtig gut in Schuss, kannst du auf Plattformen wie Ebay Kleinanzeigen, Kleiderkreisel oder Momox sogar noch verkaufen. Und alles, was wirklich kaputt ist, lässt sich mit ein paar Ideen für alte T-Shirts oder für andere Stoffe sicher noch clever upcyceln. Basics oder Funktionskleidung kannst du auch gut spenden. Am besten du nimmst dir dafür diese Tipps zur Kleiderspende zu Herzen.

Schritt 4: Die ABC-Stapel-Technik

Doch halt, auf den Stapel für Kleiderspende & Co. kommt noch mehr drauf! Schließlich kann dein Schrank noch um einiges leichter werden, als nur ohne die kaputten und unpassenden Sachen. Sortiere den Kleiderhaufen, den du jetzt noch übrig hast, in drei kleinere Haufen nach dem ABC-Stapel-System. Und so geht’s

  • Stapel A: Mag ich und trage ich oft.
  • Stapel B: Mag ich und trage ich selten.
  • Stapel C: Mag ich vielleicht.

Den Schrank voller Lieblingtsteile! Mit dieser Methode schaffst du es, deinen Kleiderschrank in ein aufgeräumtes, minimalistisches Anziehparadies zu verwandeln.

Stapel A kann sofort und ungefragt wieder in den Schrank. Von Stapel B darfst du dir nur drei bis fünf Teile heraussuchen, die einen Platz in deiner Garderobe verdienen. Und der ganze Rest, samt Stapel C, wird einer individuellen Befragung unterzogen. Dabei ist im nächsten Schritt am meisten Zeit und Geduld gefragt.

Tipp: Du kannst auch so vorgehen, dass du dir jede Kleidungsstückart einzeln vornimmst und dann von jedem eine Top drei oder Top zehn erstellst – je nachdem, wie viel du glaubst, davon zu brauchen. Zum Beispiel nimmst du dir deine Pullis vor und suchst dir die sieben heraus, die du am liebsten anziehst. Alle anderen werden aussortiert.

Warum solltest du schließlich deinen achtliebsten Pulli anziehen, wenn du sieben andere hast, die dir besser gefallen?

Schritt 5: Befrag dich selbst!

Mit den Schritten eins bis vier hast du dir etwas Luft verschafft. Raum für das Herzstück deiner Ausräumaktion. Denn jetzt sind deine Lieblingsteile dran! Aus dem bestehenden Rest deines Klamottenberges gilt es nun, genau die Teile herauszufischen, die sich einen Ehrenplatz in deinem neuen, minimalistischen Kleiderschrank verdient haben.

Den Schrank voller Lieblingtsteile! Mit dieser Methode schaffst du es, deinen Kleiderschrank in ein aufgeräumtes, minimalistisches Anziehparadies zu verwandeln.

Nimm dir dafür jedes Kleidungsstück einzeln vor und fühle in dich, ob du wirklich glücklich damit bist, wenn du dieses Teil weiterhin in deinem Schrank behältst. Diese Fragen helfen dir dabei, eine Entscheidung zu fällen:

  • Habe ich dieses Teil in den letzten zwölf Monaten getragen?
  • Fällt mir eine Gelegenheit in der Zukunft ein, zu welcher ich es tragen würde?
  • Wenn ich dieses Teil heute im Laden sähe, würde ich es wieder kaufen?
  • Fühle ich mich wohl, wenn ich dieses Teil trage?
  • Passt dieses Teil auch wirklich zu mir und meinem Stil?
  • Lässt sich dieses Teil kombinieren mit den Sachen, die schon wieder in meinem Schrank sind?

Alle Fragen mit Ja beantwortet? Dann ab in den Schrank mit dem Teil! Aber falls du auch nur ein Nein parat hast, dann muss das entsprechende Kleidungsstück leider gehen. Damit dir dieser Schritt nicht zu schwer fällt, kannst du eine Schonzeit-Box anlegen und alle Kleidungsstücke mit einem Nein dort verstauen. Die Box landet dann – am besten versehen mit dem Datum – im Keller oder in der Abstellkammer und darf noch maximal drei Monate aufbewahrt werden. Wenn du eines der aussortierten Kleidungsstücke dann doch vermisst, kannst du es wieder hervorholen. Wahrscheinlich wird das nie passieren, aber es beruhigt ungemein bei der “Trennung”.

Den Schrank voller Lieblingtsteile! Mit dieser Methode schaffst du es, deinen Kleiderschrank in ein aufgeräumtes, minimalistisches Anziehparadies zu verwandeln.

Wusstest du schon, dass unsere Entscheidungskraft ähnlich funktioniert wie ein Muskel? Bei zuviel Anstrengung lässt die Leistungsfähigkeit nach. Die besten Entscheidungen werden demnach mit einem ausgeruhten Kopf getroffen.

Schritt 6: Dein eigener Stil

Wow, Schritt fünf ist abgeschlossen! Dein Kleiderschrank ist wieder gefüllt, und zwar nur mit deinen Lieblingsteilen. Alles, was du jetzt besitzt, passt zu dir, wird gern getragen und lässt sich auch noch gut mit deinen anderen Lieblingsteilen kombinieren. Jetzt ist Zeit, um diesen Anblick einmal zu genießen und auch ein bisschen stolz auf dich zu sein. Erkennst du beim Anschauen vielleicht ein Muster – Farben, Schnitte oder Stoffe, die du besonders bevorzugst? Wenn ja, dann sind das genau die Richtlinien, die dir in Zukunft helfen werden, keine Fehlkäufe mehr zu tätigen. Schließlich ist es viel schöner, in Zukunft nur noch Lieblingsteile neu zu kaufen!

Hat dir das Ausmisten-in-sechs-Schritten geholfen? Welcher Schritt ist dir am schwersten gefallen und welche Ideen hast du, um ihn zu vereinfachen? Schreib deine Erfahrungen unten in die Kommentare!

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  • Claudia

    Mir fehlt eine Kategorie: Mag ich nicht, trag ich aber trotzdem häufig.
    Ich hab nämlich garnicht genug Lieblingsteile, um den Rest auszumisten.
    Tja und deswegen sammelt sich der blöde Rest und wird größer und unübersichtlicher.

  • Mike Ullrich

    Minimalismus ist grober Unfug. Leerer Kleiderschrank, leerer Kühlschrank, leere Bude. Wie schön wäre doch da mal ein Stromausfall im Winter für Minimalisten. Es geht keine Heizung, es kommt kein Wasser aus dem Hahn, Telefon geht nicht, die Kreditkarte ist nur ein Stück Plastik, der Supermarkt bleibt dicht und an der Tanke gibt es keinen Sprit.
    Also legen wir uns minimalistisch bekleidet ins Bett und erfrieren, bevor wir verhungern oder verdursten.

    http://www.bbk.bund.de/DE/Home/home_node.html

    • Ilse Feldhaus

      Der „Bund“ hat wohl Angst, dass die Wirtschaft (bzw. weniger Einkäufe) unter dem Minimalismus leidet…!

    • Carmelita

      Hahaha…du bist lustig.:-)

    • Lieber Mike, wir wissen jetzt nicht, was du so genau unter Minimalismus verstehst, aber den totalen Verzicht auf lebensnotwendige Dinge meinen zumindest wir sicher nicht. Entbehrungsreiche Zeiten wie in den Weltkriegen hat die Gesellschaft zumindest hierzulande hinter sich gelassen, und das soll sicher auch so bleiben. Vielmehr geht es darum, persönlichen und emotionalen Ballast abzuwerfen, der uns zwar belastet, Platz in Schränken und Regalen wegnimmt, Fürsorge, Versicherung und dergleichen mehr erfordert, den wir aber im Grunde gar nicht brauchen. Was jede/r wirklich braucht, kann man nur selbst entscheiden, auch hier ist der Weg das Ziel. Zu recht wollen immer mehr Smarties den verschwenderischen Umgang mit Ressourcen in unserer modernen Überflussgesellschaft hinter sich lassen, ein gesunder Minimalismus kann dabei eine wertvolle Hilfe sein. Einfach mal versuchen – es befreit und macht Spaß ;-) Liebe Grüße!

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