Kürbisfleisch-Frikadellen: köstlich, vegan und regional

Kürbis gibt es den ganzen Winter über regional. Wenn du keine Lust mehr auf Suppe hast, dann versuche es doch mal mit diesen köstlichen Kürbis-Frikadellen!

Ihre Hochsaison haben Kürbisgewächse im November zwar bereits hinter sich, doch richtig gelagert ist das vitalstoffreiche Gemüse sehr lange haltbar, und so kannst du viele Kürbissorten den ganzen Winter über regional kaufen und genießen.

Kürbisliebhaber schwören auf eine klassische Kürbissuppe und würzigen Ofenkürbis. Auf Dauer werden aber auch die leckersten Gerichte langweilig. Spätestens dann ist es höchste Zeit für ein neues Kürbis-Rezept!

Die folgenden Kürbisfrikadellen sind leicht zuzubereiten und sind ein Genuss als Hauptspeise zu Gemüse, Salaten und Kartoffel-Kreationen. Außerdem eignen sie sich wunderbar als vegane Pattie-Alternative für winterliche Burger.

Rezept für Kürbis-Frikadellen

Für vier große oder acht kleine Frikadellen benötigst du folgende Zutaten:

  • 500 Gramm Kürbis-Fruchtfleisch – ich bevorzuge Butternut, Hokkaido lässt sich ebenso gut verwenden
  • ½ Apfel
  • 1 kleine Zwiebel
  • 4 EL feine Haferflocken, Dinkelmehl oder gemahlene Leinsamen
  • 4-5 EL Rapsöl oder Olivenöl
  • 1 TL Kurkuma


Tipp: Aus den übrig gebliebenen Kürbiskernen können noch süße gebrannte Kürbiskerne hergestellt werden.

Kürbis gibt es den ganzen Winter über regional. Wenn du keine Lust mehr auf Suppe hast, dann versuche es doch mal mit diesen köstlichen Kürbis-Frikadellen!

Die Zubereitung belohnt dich mit einem vielfältigen, herbstlichen Aroma. So geht’s:

1. Butternuss-Kürbis schälen, von den Kernen befreien und in grobe Spalten schneiden. Falls du Hokkaido verwendest, kannst du den Kürbis mit Schale essen.

2. Apfel grob würfeln, Zwiebel fein hacken.

3. Zwiebelwürfel in einer Pfanne in etwas Öl anbraten und zur Seite stellen.

4. Apfelstücke und Kürbisspalten auf ein Backblech geben, mit 1-2 EL Öl beträufeln und bei ca. 150 °C (Umluft) für 20 Minuten backen, bis sie weich sind.

Kürbis gibt es den ganzen Winter über regional. Wenn du keine Lust mehr auf Suppe hast, dann versuche es doch mal mit diesen köstlichen Kürbis-Frikadellen!

5. Nach der Backzeit die weichen Kürbis- und Apfelspalten zusammen mit Haferflocken, Gemüsebrühe, Kurkuma und etwas Salz in eine Schüssel geben und fein pürieren.

6. Zwiebeln und Mandeln unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

7. Die Masse mindestens 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen. Sie sollte am Ende gut formbar sein. Falls sie zu trocken ist, noch etwas Wasser hinzugeben.

8. 4-5 Frikadellen formen und in Polentagrieß wälzen.

9. Das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und die Kürbis-Buletten für ca. 7 Minuten pro Seite bei mittlerer Hitze goldbraun braten.

Die Kürbis-Frikadellen schmecken sowohl warm als auch kalt und lassen sich sogar einfrieren. Außerdem kannst du sie wunderbar mit anderen Zutaten der Saison kombinieren, beispielsweise mit karamellisierten Apfelspalten oder Möhrchen, Kartoffelpüree und Grünkohlpesto. Oder gib sie als Topping auf einen winterlichen Feldsalat.

Tipp: Mit diesem beliebten Herbstgemüse lässt sich auch eine köstliche Kürbis-Pasta zubereiten.

Kennst du noch weitere gesunde Alternativen zur klassischen Fleisch-Frikadelle? Wir freuen uns auf deinen Tipp in einem Kommentar!

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17 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hallo, leider wurde die Masse bei mir gar nicht fest genug, um daraus Frikadellen zu formen. Habe bestimmt die die dreifache Menge Haferflocken und zusätzlich Dinkelmehl untergerührt und lange ziehen lassen. Brühe würde ich beim nächsten mal komplett weglassen. Habt Ihr noch eine Idee? Ich sehe allerdings auf den Bildern, dass die Frikadellen eher nach Reibekuchen aussehen, das würde natürlich auch mit dem flüssigeren Teig funktionieren (dann wüsste ich allerdings nicht, wie ich die vorher in Polenta wende). Vom Geschmack her fand ich es prima, aber ich hätte es gerne gemüsiger gehabt und nicht soviel Mehl und Flocken. Liebe Grüße

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  2. Man sollte die veganen Burger-Teige in der Regel nicht so verarbeiten, wie man es mit Hackfleisch-Pattys machen würde, die sehr schnell durch sind. Die veganen Zutaten haben einfach andere Garzeiten, bzw. brauchen ein wenig, bis sie zusammenhalten.
    Das Geheimnis bei allen veganen Bratlingen oder Burger-Pattys ist das Vorgaren (ohne Fett) auf dem Blech im Backofen. Dazu einfach die Pattys vorformen und auf ein Backpapier legen, bei ca. 30-45 Minuten bei 170-180 Grad backen. Und dann KOMPLETT auskühlen lassen.
    Somit kann man auch sehr weichen Teigen eine Form geben, die sie beim Erkalten beibehalten. Ich habe sie auch schon in Muffin-Formen gefüllt.
    Dann können sie eingefroren oder in wenig Öl abgebacken werden. Sie sind dann auch sehr schnell gar, und verbrennen nicht so leicht.
    Das ist zwar aufwendiger, lohnt sich aber, wenn größere Mengen im Voraus gemacht werden.
    Der Vorteil ist, die Pattys behalten die Form, sehen sehr dekorativ aus, sind nicht zu fettig oder zu bröselig und schmecken immer wie frisch gemacht.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Hallo Jutta,
      danke für deine ausführliche Ergänzung! Bei uns funktioniert es auch ohne dieses Vorbacken ganz gut – die Kürbisfrikadellen verhalten sich dann ähnlich wie Kartoffelpuffer, werden herzhaft, kross und halten gut zusammen. Aber das Vorbacken klingt auch sehr interessant, vor allem, weil man so eine größere Menge Pattys vorbereiten und auf Vorrat einfrieren kann!
      Liebe Grüße

  3. Psst, doofe Frage: Vor oder nach dem Braten einfrieren? 🙈
    Die “Frikadellen” (bei mir mit halb Leinsamen und halb Maismehl und ohne Zwiebeln, einfach, weil ich es so da hatte) sind so lecker, die nächste Portion wird definitiv auf Vorrat vorbereitet :)

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    • Hallo Sarah, am besten funktioniert es, wenn sie bereits gebraten sind. Liebe Grüße Sylvia

  4. Der Teig war sehr lecker. Leider ist beim braten alles verbrannt. Schade.

    Antworten
  5. Haferbratlinge sind auch lecker! 50g Belugalinsen gar kochen und abseihen. 150g Haferflocken kurz mixen (nur grob zerkleinern), 1 Karotte hobeln und 1 kleine zwiebel würfeln und diese beiden kurz anbraten. Dann die Haferflocken dazu und mit 250ml Gemüsebrühe ablöschen. Dann zu den Linsen geben und alles verrühren und mit Salz, Pfeffer, Senf, Paprikapulver und Petersilie abschmecken und Bratlinge formen und anbraten

    Antworten
  6. Ist das Rezept auch in dem Buch “Zufällig Vegan” enthalten? Ich habe es dort nicht gefunden. Die Zutaten klingen vielversprechend. Besonders den Polentagries finde ich interessant!

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    • Hallo Marion, nein das ist ein weiteres “zufällig veganes” Gericht. Da findet man noch einige auf unserer Seite. Liebe Grüße Sylvia

  7. Zucchini, Zwiebeln und Karotten raspeln, schreddern. Dann Ei oder statt Ei 1 El Quark. Gewürze( Salz, Pfeffer) und alles verkneten. Semmelbrösel dazu und Buletten braten. Schmeckt prima zu Salat und Kräuterquark

    Antworten
  8. Ich liebe Kürbis! Bin aber deswegen keine Veganerin

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  9. Leider wurde die Masse bei mir viel zu weich, so ließen sich die Frikadellen nur schwer formen. Irritiert hat mich “fein pürieren”. Kann es sein, dass man die Masse besser nur grob püriert? Oder gibt es einen anderen Trick?

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Nach dem Backen (Schritt 5) sind die Stücke meist eher zu trocken, sodass man der Masse etwas Wasser zugeben muss. Falls sie zu feucht ist, könnte man sie mit Semmelbröseln o.ä. binden, damit sie nicht zu matschig ist und sich formen lässt. Liebe Grüße!

    • Danke für den Tipp. Ich habe sie “gerettet”, indem ich sie ziemlich lange im Backofen gegart habe, statt in der Pfanne. Und den Rest des Pürrees habe ich als solches gegessen.

      Geschmacklich sind die Frikadellen total super und lassen sich gut einfrieren.

  10. Maria Zellner

    Klingt interessant. Aber es erscheint mir nicht sonderlich energiesparend, extra den Backofen anzuheizen, um Kürbis und Äpfel weich zu bekommen. Man könnte doch sicher nach dem Anbraten der Zwiebel die Brühe zugeben und Kürbis und Äpfel darin garen.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Das könnte man schon machen, und es würden bestimmt auch tolle Röstis herauskommen. Das Ergebnis wäre aber nicht das gleiche. Durch das Backen werden die Früchte einerseits gegart und etwas entfeuchtet, andererseits entstehen dabei bereits Backaromen, die man im Topf oder beim Schmoren nicht bekommen würde. Liebe Grüße!

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