Apfelchips selber machen – als gesunder Snack
Die Apfelernte im Garten steht bevor! Alle gepflückten Äpfel, die nicht lagerfähig sind, müssen jetzt schnell gegessen oder weiterverarbeitet werden, damit sie nicht faulen. Neben den Klassikern Apfelkuchen und Apfelsaft gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, Äpfel haltbar zu machen. Wie wäre es zum Beispiel mit Apfelchips? Die getrockneten Apfelscheiben sind einfach herzustellen, ein köstlicher Snack und im Gegensatz zu Kartoffelchips kalorienarm und voller Vitamine.
Apfelchips selber machen im Backofen
Schwierigkeit: Einfach2
Portionen10
Minuten90
kcalEs gibt mehrere Methoden, zu den fruchtigen Chips zu kommen. Du kannst sie an der Luft trocknen lassen oder einen Dörrautomat benutzen. Dazu weiter unten mehr. Im Backofen gelingt es vergleichweise schnell und mit überschaubarem Energieaufwand.
Zutaten
2 Äpfel
optional Gewürze, z.B. Vanille oder Zimt
Zubereitung
- Äpfel waschen und quer in dünne Scheiben (2-3 mm) schneiden oder mit einem Gurkenschneider oder einer Küchenmaschine hobeln.
- Apfelscheiben auf einem mit Backpapier oder einer Backpapier-Alternative ausgelegtes Backblech ausbreiten. Nach Wunsch mit Vanille oder Zimt bestreuen. Für eine schnellere Trocknung die Apfelscheiben mit etwas Abstand auf Stäbe aufreihen. Wenn diese genau so lang sind, dass sie in die Schienen für das Backblech passen, bekommen die Apfelscheiben von allen Seiten Luft und werden gleichmäßig trocken. Ich habe dafür Abschnitte von alten Metall-Kleiderbügeln verwendet.
- Backofen auf 40-50 °C aufheizen, die Apfelscheiben in den Ofen geben und für mehrere Stunden trocknen lassen.
- Damit Feuchtigkeit entweichen kann, einen Holzlöffel oder Backhandschuh in die Backofentür klemmen oder die Tür während des Dörrens immer mal wieder kurz öffnen. Je weniger Feuchtigkeit die fertigen Apfelchips enthalten, umso länger sind sie haltbar.
Tipps
- Wenn du möchtest, kannst du die Äpfel vor dem Trocknen mit einem Apfelausstecher von den Kerngehäusen befreien.
- Das Braunwerden lässt sich verhindern, indem du die Apfelscheiben vor dem Dörren noch in einen Sud aus einem Liter Wasser mit vier Esslöffeln Zitronensaft tauchst. So behalten sie ihre helle Farbe.
- Ein schnelleres Trocknen bei höherer Temperatur ist zwar möglich, aber nicht empfehlenswert, da dann mehr Vitamine verloren gehen.
Zum Stromverbrauch: Der Energieverbrauch beim langsamen Dörren im Backofen ist geringer, als du vielleicht vermutest. Wir haben nachgemessen und festgestellt, dass unser Backofen bereits durch das Einschalten der Beleuchtung eine Temperatur von rund 40 °C erreicht. So verbraucht der Ofen etwa 0,065 kWh Energie pro Stunde oder 0,78 kWh in 12 Stunden (umgerechnet etwa 20 Cent). Stelle ich die geringstmögliche Backtemperatur von 50 °C ein, liegt der Verbrauch bei etwa 0,11 kWh pro Stunde (1,32 kWh in 12 Stunden, entspricht ca. 33 Cent).
Tipp: Die Endstücke der Äpfel kannst du im Mixer zerkleinern, auf Backpapier streichen und bei etwa 40 °C im Backofen dörren. Das kann je nach Dicke der Schicht eine oder mehrere Stunden dauern. Das getrocknete, leicht zähe Fruchtleder lässt sich in mundgerechte Stücke schneiden und ist ein gesunder Ersatz für Gummibärchen!

Apfelchips aus dem Dörrautomaten
Am einfachsten geht das Trocknen mit einem Dörrautomaten. Die Apfelscheiben sind in dem Gerät innerhalb weniger Stunden schonend getrocknet. Vielleicht möchtest du auch andere Früchte, Kräuter und Gemüse trocknen und Rohkost-Plätzchen oder Cookies zubereiten? Dann lohnt sich für dich vielleicht die Anschaffung dieses spezialisierten Gerätes.
Apfelchips an der Luft trocknen
Ganz ohne Stromverbrauch kommst du zu Apfelchips, indem die Scheiben – auf einer Schnur aufgefädelt oder auf Stäbe aufgespießt – ihre Trocknungszeit auf einem warmen, trockenen Dachboden verbringen. Natürlich ist auch ein anderes Plätzchen geeignet. Hat die Heizsaison schon begonnen, sind die Äpfel neben Kamin oder Heizung gut aufgehoben.
Tipp: Auch wenn du keinen eigenen Apfelbaum hast, musst du vielleicht keine Äpfel kaufen, um Apfelchips herzustellen. Viele Gartenbesitzer geben gerne von ihrer überreichen Ernte etwas ab – manchmal erkennbar an einem gelben Band. Ein Tütchen der fertigen Apfelchips macht als kleines Dankeschön bestimmt Freude. Alternativ kannst du auch bei mundraub nachsehen, ob sich in deiner Nähe ein wild wachsender Apfelbaum befindet.
Natürlich kannst du auch anderes Obst durch Trocknen haltbar machen, wie zum Beispiel Beeren. Als vitaminreiche Zutat zum Müsli, im Joghurt oder pur zum Knabbern sind getrocknete Früchte sommers wie winters beliebt.
Wie dörrst du Äpfel und anderes Obst? Teile deine Erfahrungen mit uns und unseren Lesern in einem Kommentar!
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Hallo,
Hast du einen Tipp, wie man die Chips am besten lagert, damit sie nicht mit der Zeit gummimäßig werden?
Liebe Grüße
Am besten in luftdichten Schraubgläsern, damit sie keine Luftfeuchtigkeit anziehen.
Liebe Grüße
Das man Obst und Gemüse trocknen kann, war mir schon bekannt. Mich hat das Trocknen im Backofen immer etwas abgeschreckt, aber als ich eure Messungen gelesen habe ist der Stromverbrauch ja gar nicht so hoch. Vielen Dank für diese Info.