Apfelessig selber machen: Aus Apfelresten oder Apfelsaft

Essig aus Äpfeln oder anderen Früchten und Fruchtabfällen wie Schalen und Kernen herstellen ist einfacher als gedacht. So machst du deinen eigenen Essig!

Apfelessig ist ein erstaunliches, äußerst gesundes und auch im Haushalt nützliches Hausmittel. Statt das Naturprodukt immer wieder neu zu kaufen, kannst du Apfelessig leicht selber machen. Die folgende Methode ist besonders einfach und eignet sich auch für die Herstellung anderer Fruchtessige.

Die Herstellung des Essigs erfordert nur wenige Handgriffe und etwas Zeit. Am Ende erhältst du einen wohlschmeckenden und bekömmlichen Apfelessig, den du in der Küche, im Haushalt und für die Hautpflege verwenden kannst.

Apfelessig selber machen

Zur Herstellung des Apfelessigs benötigst du folgende Zutaten und Utensilien:

  • Bio-Äpfel oder die Reste davon (Schalen und Kerngehäuse, die zum Beispiel beim selbst gemachten Apfelmus übrig bleiben)
  • 2 EL Zucker pro kg Äpfel (optional, um die alkoholische Gärung zu beschleunigen)
  • sauberes Gefäß, z.B. ein großes Einmachglas mit mind. 1-2 L Fassungsvermögen
  • sauberes Küchentuch

So wird der Apfelessig hergestellt:

  1. Gefäß gründlich auswaschen und zur Sicherheit sterilisieren, zum Beispiel mit einer heißen Sodalösung.
  2. Klein geschnittene Apfelstücke oder -reste und Zucker in das Gefäß geben und mit Wasser aufgießen, bis alles gut bedeckt ist.
    Essig aus Äpfeln oder anderen Früchten und Fruchtabfällen wie Schalen und Kernen herstellen ist einfacher als gedacht. So machst du deinen eigenen Essig!
  3. Mit einem sauberen Tuch abdecken, damit keine Schimmelsporen hineingeraten.
  4. Ab und zu umrühren oder leicht schwenken, um Schimmelbildung zu vermeiden und die Sauerstoffzufuhr zu erhöhen. Mit der Zeit entsteht Schaum durch die einsetzende alkoholische Gärung; das ist so gewünscht.
  5. Geruchstest durchführen: Nach mehreren Tagen ändert sich der Geruch, und eine feine Essignote bildet sich aus. Die Dauer variiert jedes Mal etwas und hängt auch von der Menge des verwendeten Zuckers ab; siehe dazu mehr weiter unten.
  6. Sobald die Früchte nach unten gesunken sind und der Essiggeruch intensiv ausgeprägt ist, den Rohessig durch ein sauberes Tuch abgießen und wieder in ein steriles Gefäß füllen. Ohne Zusatz von Zucker ist das spätestens nach zwei Wochen der Fall.
  7. Abgedeckt mit einem Tuch für vier bis sechs Wochen zu Apfelessig vergären lassen.
  8. Durch ein feines Sieb oder Tuch filtern, in Flaschen füllen und fest verschließen.

Das Resultat ist schon am Geruch und Geschmack leicht zu erkennen. Wenn du durchgehend auf die Hygiene geachtet hast, entsteht wunderbarer Apfelessig.

Varianten für die Herstellung von Apfelessig

Anstatt die Fruchtstücke zunächst separat anzusetzen, kannst du sie auch zu Apfelsaft pressen und den Saft zu Essig vergären lassen. Lass den Saft dann für vier bis sechs Wochen zugedeckt stehen; er verwandelt sich in dieser Zeit in Apfelessig. Durch Zugabe eines Stücks Essigmutter (siehe letztes Kapitel) funktioniert die Umwandlung noch besser.

Die Verwendung von Apfelsaft aus Flaschen ist ebenfalls möglich. Verarbeite dann naturtrüben Direktsaft, weil nur dieser alle wertvollen und für die Essigsäuregärung notwendigen Inhaltsstoffe aufweist.

Die Apfelessig-Methode funktioniert genauso gut mit fast allen anderen Früchten. Wie wäre es zum Beispiel mit Birnenessig, Himbeeressig, Erdbeeressig, Johannisbeeressig oder Tomatenessig?

Essig aus Äpfeln oder anderen Früchten und Fruchtabfällen wie Schalen und Kernen herstellen ist einfacher als gedacht. So machst du deinen eigenen Essig!

Tipp: Ein selbst gemachter Fruchtessig lässt sich mit wenig Aufwand in einen alkoholfreien Aperitif (auch Trinkessig genannt) weiterverarbeiten.

Wie entsteht Apfelessig? – Vom Zucker zum Alkohol

Die Apfelreste oder der Apfelsaft vergären zunächst zu Alkohol. Wenn du Zucker zugibst, verläuft diese Vergärung schneller, und der Alkoholgehalt ist höher. Der Schaum, der sich bildet, entsteht durch die alkoholische Gärung.

Eine weiße Schicht oben auf dem Gäransatz kann darauf hinweisen, dass sich Kahmhefen (wilde Hefen) bilden, was bei einer solchen alkoholischen Gärung passieren kann. Kahmhefen sind nicht schädlich, sie können höchstens den Geschmack verfälschen. Nimm mit einem sauberen Holzlöffel so viel wie möglich davon von der Oberfläche ab und rühre den Rest unter. Mit steigendem Säureanteil verschwinden die Hefen, weil sie das saure Milieu nicht überleben.

Essig aus Äpfeln oder anderen Früchten und Fruchtabfällen wie Schalen und Kernen herstellen ist einfacher als gedacht. So machst du deinen eigenen Essig!

Sobald sich der erste Alkohol gebildet hat, beginnen die Essigsäurebakterien parallel ihre Arbeit. Sie sind natürlicherweise in der Luft und in jedem frischen Obst vorhanden und brauchen Alkohol und Sauerstoff zur Vermehrung. Deshalb ist es auch wichtig, das Gefäß nur mit einem Stoffstück abzudecken, damit die Sauerstoffzufuhr gewährleistet ist.

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Es kann sich eine eher durchsichtige Schicht auf der Gärflüssigkeit bilden; das sind dann die ersten Ansätze einer Essigmutter, die sich zu einer gallertartigen Schicht entwickeln kann. Sie wird am besten nach unten in die Flüssigkeit gestupst, damit sie die Sauerstoffzufuhr an der Flüssigkeitsoberfläche nicht unterbindet.

Die so genannte Essigmutter, eine Kultur aus Essigsäurebakterien, kann sehr verschieden aussehen. Es können sich Schlieren mitten in der Flüssigkeit bilden, die sich später zu einer geleeartigen Scheibe verdichten. Eine Essigmutter kann aber auch aus Krümeln am Boden des Glases oder aus Flocken mitten im Essig bestehen.

Wirf die Essigmutter nicht weg, denn du kannst sie deinem nächsten Ansatz zugeben, um dessen Entwicklung zu beschleunigen.

Tipp: Auf ähnliche Weise lassen sich auch Weinessig aus alten Weinresten selber machen– der Aufwand hält sich auch hier in Grenzen. Wenn du ein wenig experimentierfreudiger bist, kannst du Essig auch aus jedem Rest von anderem Trinkalkohol selber machen, der dir schmeckt.

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Du hast das Rezept probiert? Wie waren deine Ergebnisse, und mit welchen Früchten? Wie immer freuen wir uns auf deine Kommentare und Anregungen!

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400 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Herrlich! Ich bin auch beim Suche wie man selber Apfelessig machen kann und ich bin auf dem Fruchtleder gestolpert. Das wurde ich gleich ausprobieren!
    Zu dem Apfelessigs Herstellung habe ich doch noch ein Dilemma. Ob man für die Gährungszeit die Gläser im dunklen oder lieber auf ein hellere Ort, im kühlem oder einen wärmeren Ort platzieren soll.

    Antworten
    • Hallo Katalin,
      ach wie nett, ja dann viel Spaß beim Fruchtleder-Machen! :D
      Für den Apfelessig-Ansatz ist die Helligkeit egal, aber wenn du ein Plätzchen mit Zimmertemperatur findest, geht es einfach schneller.
      Lieben Gruß
      Heike

    • Hallo liebe Heike, danke für die rasche Antwort! Ich habe es auch so vermutet, aber die Bestätigung tut gut 👍.

  2. Christine Hehn

    Hallo ihr lieben
    Habe einen 5 Liter , gährenden apfelsaft bag von 2020.mit essigmutter.habe keine Ahnung wie ich weitermachen soll. Könnt ihr mir behilflich sein.vielen dank christine

    Antworten
  3. Guten Tag, wir haben ein altes Weinfass mit Essig im Keller stehen. Kann ich das einfach mit frisch gepresstem Apfelsaft auffüllen? Oder muss ich Apfelmost nehmen?
    Und kann ich den Essig einfach weiter her nehmen oder muss der dann “rasten”?
    Lg Ulrike

    Antworten
    • Hallo Ulrike,
      ehrlich gesagt, würde ich einen neuen Essigansatz in einem neuen Gefäß machen, denn dieser Essig ist ja schon fertig und wäre erst einmal nicht verwendbar, wenn du ihn mit neuem Saft mischst. Hat sich im Fass eine Essigmutter gebildet? Dann könntest du die im neuen Gefäß verwenden. Da Essigsäurebakterien Alkohol und Sauerstoff brauchen, um sich zu vermehren, geht es schneller, wenn du dem Apfelsaft auch noch Apfelmost beigibst.
      Lieben Gruß
      Heike

    • Danke Heike für deine Antwort. Meine Schwiegermutter hat den seit Jahren immer, ich denke, mit Apfelmost “gefüttert”. Sie weiß es nur leider nicht mehr sicher 🙃.
      Die Essigmutter wird in der 3. Generation weitergegeben. Ich möchte sie einfach nicht zerstören.
      Ich füttere mit Apfelmost und lass das dann mal 3 Monate stehen. Hoffe, das funktioniert.
      Danke

  4. Hallo zusammen,

    wir haben 1 Bag in box Apfelsaft (pasteurisiert) aus letztes Jahr der aber scheint, gegärt zu sein. es riecht eher wie bei Traubensaft der sich langsam nach wein transformiert.
    ich würde also gerne versuchen damit Apfelessig zu bekommen. was ist da die Empfehlung? einfach ein paar EL Zucker dazugeben, und dann im offenen Faß ( mit Tuch drauf) weiter gären zu lassen? ab wann darf man den dazu gewonnene Essig tatsächlich lagern? und also den in einen Glassballon mit Deckel dann befüllen? was ist da am Bestens geeignet? ein Kappe, oder eher so ne Stopfung mit Bohrung?
    Danke an alle für die Rückmeldung und Hilfe

    Antworten
    • Hallo Delphine,
      na das klingt ja spannend! Genau, wenn du den Prozess beschleunigen möchtest, kannst du noch ein wenig Zucker zugeben (etwa ein halber Esslöffel pro Liter sollte reichen, denn es gärt ja schon).
      Den Ansatz im Fass reifen zu lassen mit einem Tuch drauf, klingt schonmal sehr gut. Wenn du der Anleitung oben ab Punkt 3 folgst, kann eigentlich nichts schief gehen.
      Dass keine Apfelstückchen vorhanden sind, ist weniger wichtig als die Veränderung des Geruchs: Zuerst riecht es leicht sauer, dann riecht es eine Weile wie Klebstoff (das ist normal) und danach riecht es kräftig sauer. Wenn du beim Probieren den Eindruck hast, dass der Ansatz nur noch sauer und überhaupt nicht mehr nach Alkohol schmeckt, kannst du ihn filtern und abfüllen.
      Am besten lässt du den frischen Essig dann noch ein paar Monate stehen; er wird dadurch deutlich runder im Geschmack.
      Viel Glück und lieben Gruß
      Heike

  5. Hallo… Kann mir jemand helfen? Wir haben Äpfel bis es einem schwarz vor den Augen wird. Wir sind gerade dabei, sie zu Apfelmus, Apfel Müsli Muffins und was weiß ich nicht alles zu verarbeiten. Aus den Resten würden wir gerne den Essig ansetzen. Aber so viele große Gefäße habe ich nicht, um alles verarbeiten zu können. Kann ich die Apfelreste auch einfrieren und später zu Essig ansetzen? Weiß das jemand?

    Danke und ganz liebe Grüße…

    Antworten
    • Hallo Jessy,
      das kannst du machen. Beim Einfrieren gehen zwar wahrscheinlich ein paar wenige Bakterien kaputt, aber es werden genügend überleben. Vielleicht mischst du einfach eingefrorene mit frischen Apfelresten, dann ist das kein problem.
      Wenn du übrigens noch eine Möglichkeit suchst, Äpfel extrem lecker auf kleinem Raum haltbar zu machen, dann kann ich dir nur das Fruchtleder empfehlen: https://www.smarticular.net/fruchtleder-obstleder-rezept-backofen-doerrautomat-haltbarkeit-aufbewahrung/
      Lieben Gruß
      Heike

    • Hallo Heike, danke für deine Antwort und deinen Vorschlag. Fruchtleder finde ich auch sehr interessant. Mal schauen, ob ich das umsetzen kann. Aber mein Mann hat schon eure Bratapfel Marmelade im Visier. Die wird ganz bestimmt gemacht. 😄

      LG
      Jessy

    • Hallo, ich habe eine weitere Frage, bitte :-) . Mein Essig steht nun an Tag 9 immer noch da so vor sich hin. Es hatten sich wohl Kammhefen gebildet. Die habe ich mit untergerührt. Die Apfelreste schwimmen immer noch im Wasser und sind noch nicht abgesunken. Der Geruch lässt Essig schon erahnen, geschmacklich nimmt man Essig, aber eigentlich noch mehr Wasser wahr. Soll ich das Ganze noch so stehen lassen, oder wie soll ich weiter verfahren? LG

    • Hallo Jessy,
      das klingt alles sehr gut; die Vergärung kann auch schonmal länger dauern. Lass den Ansatz am besten einfach noch stehen.
      Ah ja, die Bratapfel-Marmelade ist auch super! Viel Spaß damit! :)
      Lieben Gruß
      Heike

    • Hallo Heike, vielen Dank für deine Antwort. Okay, dann lass ich das einfach noch stehen und rühre weiterhin einmal am Tag. Ja die Bratapfel Marmelade. Die werde ich mir wohl mal am Wochenende vornehmen. 😋

      LG Jessy

    • So… Mein Essig steht jetzt seit vier Wochen da und das Obst ist immer noch nicht abgesunken. Vielleicht ist es auf dem Dachboden zu kühl?!? Sollte ich jetzt trotzdem einfach absieben und in Flaschen abfüllen?

  6. Billeblume

    Hallo, da wir dieses Jahr wieder sehr viele Äpfel haben, würde ich gerne eine größere Menge Essig ansetzen, kann ich das in einem Mostfass mit Gärspund machen oder geht das nur in einem Glasgefäß?

    Antworten
    • Hallo Billeblume,
      ja, das geht, wenn du das Fass mit einem luftdurchlässigen Tuch abdeckst statt mit dem Deckel.
      Viel Erfolg und liebe Grüße
      Heike

  7. Danke für die Antwort.
    Nun habe ich aber noch eine Frage: Der Ansatz mit dem Apfeltrester hat sich ganz so verhalten wei er es sollte. Als er eine angenehme Essignote entwickelt hatte, habe ich ihn vor einer Woche durch ein Tuch gefiltert, in ein sauberes Glas gefüllt und mit einem sauberen Tuch abgedeckt.
    Jetzt bildet sich an der Oberfläche ein zarter Hefefilm und der Essiggeruch wird immer schwächer aber der Geruch ist durchaus angenehm. Mache ich gerade Apfelwein?

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Im Prinzip richtig: genau genommen wird der Zucker zuerst in Alkohol und der Alkohol dann in Essig umgewandelt. Ob und wie stark es dabei nach Alkohol riecht, ist von Mal zu Mal verschieden. Bei entsprechend langer Gärdauer kommt am Ende Apfelessig dabei heraus.
      Liebe Grüße

  8. Hallo, ich habe vor einigen Tagen einen Essig aus Apfeltrester angesetzt. Nun fällt aber noch mehr Trester an.
    Kann ich ihn nachträglich noch zu dem Ansatz geben? Also kann ich den Ansatz auffüllen?
    Freu mich auf Antworten und Tips.

    Antworten
    • Hallo Jenny,
      wenn du jetzt noch mehr neuen Trester dazugibst, kann das schon entstandene Bakterienmilieu gestört werden. Wie wäre es, wenn du noch einen zweiten Ansatz machst? Das wäre sicherer.
      Lieben Gruß
      Heike

  9. Vielen Dank für das tolle Rezept. Ich habe vor rund 2,5 Wochen Erdbeeressig angesetzt und diesen am letzten Wochenende abgesiebt und in Gläser zum vergären umgefüllt. Nun bildet sich auf der Oberfläche des Essigs eine “feste” Schicht bzw. eine Haut. Handelt es sich dabei um die Essigmutter? Mir ist auch noch nicht so ganz klar, ob ich den Essig nun täglich umrühren muss, damit praktisch erst gar keine “Haut” entsteht, ich den Essig einfach für die nächsten Wochen unangetastet stehen lasse oder die “Haut” täglich runter in den Essig “stupsen” muss. Vielen lieben Dank für eine kurze Info und schöne Grüße, Andrea

    Antworten
    • Hallo Andrea,
      oh toll, das klingt tatsächlich nach einer Essigmutter, solange die Haut nicht irgendwie pelzig ist!
      Nein, du kannst die Haut, die sich weiter zur Scheibe auswachsen wird, ab und an mal nach unten stupsen, aber einmal in vier bis acht Wochen reicht völlig.
      Lieben Gruß
      Heike

  10. Ich habe vor ca 1 Woche Apfelessig angesetzt. Zu Beginn lief alles gut. Es hat sich auch Schaum gebildet. Ich habe das Glas mit einem Tuch abgedeckt und 1-2x täglich umgerührt. Nach einigen Tagen habe ich mir sogar eingebildet, eine leichte Essignote zu vernehmen. Aber nun riecht das Ganze immer stärker nach Fäulnis. Habe ich was falsch gemacht? Kann ich den Essig noch retten?

    Antworten
  11. Hallo!
    Wir haben versucht, Apfelessig herzustellen, was auch geschmacklich gut geklappt hat. Trotzdem ist bei uns die Frage aufgeploppt: Kann bei der Umwandlung ein unerwünschter Stoff (Ameisensäure, Methanol oä) entstehen? Kann man das irgendwie prüfen? Der ph Wert unseres Essigs lag zwischen 2 und 3.
    Ansonsten,macht weiter so. Wir lieben eure Rezepte!
    Liebe Grüße, Sonja

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Das Schlimmste, was passieren könnte, ist, dass kein Essig entsteht, sondern Fäulnis einsetzt. Das wäre leicht daran zu erkennen, dass es eben nicht nach Essig riecht. Sobald es nach Essig riecht und demnach die Essigsäurebakterien die Oberhand gewonnen haben, bist du im Prinzip auf der sicheren Seite, weil Essigsäurebakterien zu den wenigen Organismen gehören, die sich bei einem derart niedrigen pH-Wert überhaupt noch vermehren. Deshalb ist Essig auch selbstkonservierend und kann im Prinzip nicht wirklich schlecht werden.
      Liebe Grüße

  12. Hallo,
    ich habe zum ersten Mal Essig angesetzt. Es dauerte viel länger als beschrieben, bis erster Schaum auftrat. Außerdem schwimmen die Apfelstücke teilweise über der Oberfläche und lassen sich nicht untertauchen. Bisher ist aber noch kein Schimmel in Sicht. Der Ansatz steht nun fast drei Wochen, aber die Äpfel schwimmen noch oben. Der Geruch hat sich aber verändert. Besteht noch Hoffnung?

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Die genaue Dauer lässt sich nicht exakt vorherbestimmen, und sie hängt von vielen Faktoren ab wie dem Zuckergehalt und der Temperatur. Am besten so lange warten, bis es deutlich nach Essig riecht, und dabei regelmäßig vorsichtig das Gefäß schwenken, damit nicht herabsinkende Obstbestandteile nicht schimmeln. Manchmal bilden sich Gasblasen innerhalb der Stücke und kommen nicht heraus, sodass sie für Auftrieb sorgen. Das macht aber nichts, solange man dafür sorgt, dass nicht immer die gleichen Stellen oben sind.
      Viel Erfolg und liebe Grüße

  13. Ich habe den ersten Birnenessig zu Weihnachten aus meinem großen Ansatz-Glas entnommen. Dieser war viel lieblicher als der Birnenessig, den ich am vergangenen Wochenende endgültig abgefüllt habe. Wie kann ich es erreichen, dass der Essig diese liebliche Note bewahrt und nicht immer saurer wird?
    Vielen Dank für Eure Antwort bereits im Voraus.
    Liebe Grüße
    Angelika

    Antworten
    • Liebe Angelika,
      wahrscheinlich hat sich beim zweiten Ansatz mehr Alkohol gebildet, sodass sich mehr Essigsäure bilden konnte. Du könntest den Essig zwischendurch probieren und dann abfiltern, wenn du den Geschmack magst. Dann kannst du den gefilterten Essig etwa zwei Minuten lang auf 60 bis 72 °C erhitzen, damit die Essigsäurebakterien absterben. So wird der Essig nicht mehr saurer. Essig, der schon zu sauer für deinen Geschmack ist, kannst du auch mit abgekochtem und abgekühltem Wasser verdünnen.
      Lieben Gruß
      Heike

  14. Hallo Heike,
    vielen Dank für deine Antwort und deine Bestätigung.
    Liebe Grüße
    Angelika

    Antworten
  15. Hallo, ich möchte den Apfelessig ausprobieren – ich habe noch nie Essig gemacht. Wieviel Apfel muss ich benutzen? Spielt die Menge eine Rolle?
    Lg

    Antworten
    • Hallo, die Menge beeinflusst nur, wieviel Essig du am Ende erhältst. Die Apfelstücke für den Ansatz müssen mit Wasser bedeckt sein, damit kein Schimmel entsteht. Liebe Grüße Sylvia

  16. Hallo, zuerst einmal herzlichen Dank für die tollen Tipps. Ich habe letztes Jahr im Herbst Apfelessig und Birnenessig angesetzt. Nun wollte ich den Essig in Flaschen abfüllen. Wie lagere ich die Essigmutter bis die nächste Ernte beginnt. Lege ich sie einfach in etwas von dem fertigen Essig? Sollte ich Luft rankommen lassen (Weckglas ohne Gummi verschließen) oder das Glas luftdicht verschließen? Bei welchen Temperaturen hebe ich die Gläser auf – Zimmertemperatur, in der Sonne oder im kühlen Gartenhäuschen? Sollte ich die Apfelmutter und die Birnenmutter in zwei getrennten Gläsern aufbewahren? Tausend Dank für Eure Antworten bereits im Voraus. Angelika

    Antworten
  17. Hallo ihr Lieben, ich habe nun schon zum zweiten Mal innerhalb von 2 Wochen versucht Kahmhefe auf der Oberfläche meines “Rohapfelessig” ( er sollte noch ca. 2 Wochen stehen vor der Abfüllung ) zu entfernen. Es gelingt nicht wirklich ihn komplett zu entfernen. Wenn ich den Essig dann filtere vor dem Abfüllen, muss ich damit rechnen, dass sich diese Hefe auch in den Flaschen erneut bildet?

    Antworten
    • Hallo Sabine,
      ja, manchmal bildet sich die Kahmhefe neu. Das macht aber nichts, solange du regelmäßig so viel wie möglich davon entfernst und der Ansatz nicht merkwürdig zu riechen anfängt. Später beim Abfiltern empfiehlt es sich, den Essig randvoll in ein Flaschen abzufüllen und fest zu verschließen. So wird eventuell vorhandenen Kahmhefen der Sauerstoff entzogen und sie können nicht mehr weiterwachsen.
      Lieben Gruß
      Heike

  18. Hi, wenn ich Apfelsaft mit einer Essigmutter ansetze soll ich das ganze 4 bis 6 Wochen bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank stehen lassen? Grüsse, Sarah

    Antworten
  19. Vielen Dank Heike , ich habe es mit dem Sieb gemacht, allerdings noch etwas Wasser zugegeben. Durch ein Wäschenetz gings aber nicht. Nach ein paar Wochen im Heizkeller werde ich nochmal einen Abseiversuch machen,immerhin riecht die trübe Flüssigkeit sehr gut!

    Antworten
  20. Ich habe heuer schon einmal erfolgreich Apfelessig gemacht. Beim 2.Mal waren die Äpfel sehr reif und nun habe ich einen dicken Brei.Etwa 3 Wochen alt,der Geruch ist gut,aber wie soll ich das abgießen?

    Antworten
    • Hallo Ingrid,
      hast du ein Haarsieb aus Plastik? (Metall würde den Essigsäurebakterien nicht so gut tun.)
      Alternativ lässt sich der Brei auch durch ein Tuch filtern, zum Beispiel durch eine Baumwollwindel oder ähnlich gröber gewebten Stoff.
      Lieben Gruß
      Heike

  21. Danke Heike, das wäre eine tolle Idee nur sind es leider nur 1,5 Wochen bis Weihnachten und keine 12 😉 ich denk ich werde jetzt mir den Ergebnis leben müssen, meinen sie pro Flasche ein kleiner Schluck Alkohol reicht.?.

    Habe evtl beim Ansatz zu wenig Zucker genommen…

    Antworten
    • Hallo Bekky,
      na wie schon geschrieben: Milder Essig ist auch lecker (ich würde da auch nichts mehr dran ändern) und beim nächsten Mal gibt es eben mehr Zucker für mehr Alkohol und mehr Essigsäure. :)
      Lieben Gruß
      Heike

  22. Danke Heike…

    So richtig nach Essig schmeckt es leider nicht also nicht sehr sauer… ich habe sie jetzt trotzdem in Flaschen abgefüllt und für das Weihnachtsgeschenk drauf geschrieben (vor Gebrauch schütteln) wäre ja eh immer besser, da sich die trübstoffe immer am Boden sammeln oder meinen sie ich soll ihn noch länger gären lassen.?. Riechen tut er sauer…

    Antworten
    • Hallo Bekky,
      wenn der Essig nicht so sauer geworden ist, dann hat sich im Vorfeld offenbar zu wenig Alkohol gebildet, aus dem sich die Essigsäure im nächsten Schritt bilden könnte. Mehr dazu auch hier: https://www.smarticular.net/essig-aus-alkoholresten-selber-machen/
      Also entweder bleibt er jetzt so mild, oder Sie spendieren ihm noch ein wenig Alkohol (siehe den verlinkten Beitrag), damit er saurer werden kann. Aber milder Essig ist ja auch nicht schlecht, nicht wahr?
      Lieben Gruß
      Heike

  23. Hallo zusammen, ich habe den Essig nur aus Apfelresten gemacht, hat auch ziemlich gut funktioniert… habe dann die Äpfel entfernt und alles durch ein Geschirrtuch gesiebt…
    Habe es in einen großen einweckTopf und mit einen Handtuch abgedeckt…
    Jetzt nach 4 Woche und jeden Tag etwas Rügen riecht er richtig… ich weiß nicht genau ob ich eine essigmutter habe, aufjedenfall habe ich immer viele weiße schlieren drin, diese sind aber nie fest geworden..:

    Kann diese also nicht wirklich entfernen..

    Siebe jetzt nochmal alles durch ein Sieb und hoffe dass es mir und alles anderen schmeckt…

    Denkt ihr des passt so oder hab ich nen Fehler gemacht.?.

    Antworten
    • Hallo Bekky,
      na das klingt doch erstmal super! Wenn der Essig so richtig schön sauer reicht, dann passt das.
      Du könntest den Rückstand vom Filtern (so noch vorhanden) in den nächsten Ansatz geben; da sind bestimmt schon viele Essigsäurebakterien drin, die helfen, ihn schneller umzusetzen.
      Das kann am Anfang immer mal passieren, dass sich keine dicke Essigmutter bildet. Das macht aber erstmal nichts aus und irgendwann bildet sich dann eine und es geht schneller.
      Lieben Gruß und noch viel Erfolg!
      Heike

  24. Hallo! Mein Essig riecht irgendwie immer etwas muffig, habt ihr eine Idee, was das sein könnte? Es gärt und schäumt immer gut und es entsteht auch immer eine gute Essigmutter. Mit der Zeit wird er dann aber immer trüber und riecht einfach irgendwie muffig oder modrig, schwer zu beschreiben, auf jeden Fall nicht nach Essig. Habe jetzt auch mal Quitten verwendet, selbes Problem. Abgefüllt und luftdicht verschlossen genauso wie wenn ich ihn noch länger im großen Behälter reifen lasse. Schmecken tut er schon sauer, wenn auch nicht übermäßig. Ist das normal oder mache ich etwas falsch? Danke und LG!

    Antworten
  25. Hallo
    Ich habe wieder einmal Apfelessig machen wollen. Beim Entfernen der Aepfel nach 3 Wochen hat sich statt einer Essigmutter eine gallertartige zähflüssige Substanz gebildet die sich nicht absieben lässt. Die Substanz gärt noch weiter (ich darf die Glasgefässe nicht schliessen, es entsteht nach nur wenigen Stunden grosser Druck). Was ist das? Könnte es sein, dass es zu Beginn beim Einlegen zuwenig Sauerstoff an die Aepfel gekommen ist? Der Teller zum Runterdrücken der Aepfel war recht gross. Muss ich die Masse, die übrigens nach Essig schmeckt, nun wegschütten?

    Antworten
    • Hallo. Habe aus unseren Äpfeln vor gut 1 Woche, Apfelessig im Fass angesetst. ca 9 kg Äpfel, geschält und entkernt, stückig geschnitten, 14 El Zucker, Wasser drauf, und mit geschirrtuch abgedeckt.
      Steht in einem temperierten Raum und rühre täglich 1 bis 2x um.
      Der Geruch hat sich schon sehr geändert. Richt nicht mehr nach Saft aber auch noch nicht nach Essig.
      Wann muss ich den nun abgießen? Bzw die Äpfel heraus nehmen?
      An der Oberfläche haben eine handvoll apfelstücke durchsichtigen flaum gebildet. Hab diese vorsichtshalber entfernt.
      Es bildet sich beim umrühren minimal Schaum, der aber gleich wieder weg ist. Die Äpfel sind noch nicht abgesunken.
      Wie gehe ich weiter vor? Lg

    • Hallo Sand,
      nach welcher Anleitung hast du denn den Apfelessig angesetzt? In dieser hier steht nichts davon, dass die Apfelstücke mit einem Teller heruntergedrückt werden (das klingt eher nach milchsaurer Vergärung) oder dass ein Gefäß während des Prozesses fest verschlossen wird. Deshalb werde ich nicht so ganz aus deinen Fragen schlau.
      Lieben Gruß
      Heike

    • Hallo Manuela,
      wie im Beitrag beschrieben, kann die Vergärung je nach Ansatz-Zusammensetzung und Umständen unterschiedlich lange dauern. Wenn die Äpfel noch nicht heruntergesunken sind und wenn sich noch kein ausgeprägter Essiggeruch ausgebildet hat, wird der Ansatz noch ein wenig Zeit brauchen.
      Lieben Gruß
      Heike

  26. Hallo, wir haben selber Obstbäume, davon lassen wir jedes Jahr ca 300 L pastorisierten Apfelsaft (rein) machen. Dieser ist in so verschlossenen Plastiktüten mit zapfhan abgefüllt worden die wiederum in einem karton aufbewahrt werden. Er ist uns aber zu viel zum Trinken.
    Kann ich aus diesem Saft irgendwie Essig herstellen?, er wurde ja pastaurisiert. Und wie gehe ich am besten vor? Eine essig Mutter würde ich auftreiben können. Hab noch nie selber Essig gemacht. Lg

    Antworten
    • Hallo Manuela,
      du könntest es mit einer kleinen Menge des Saftes wie im Beitrag beschrieben versuchen, und wenn du noch eine Essigmutter hast (kann ja auch nur ein kleines Stück sein), umso besser! Vielleicht sind ja doch noch genug lebendige Bakterien vorhanden.
      Viel Erfolg und liebe Grüße
      Heike

    • Ich habe einfach Likör und Gelee aus den ganzen Apfelsaft gemacht, is vielleicht eine nette Idee jetzt für Weihnachten als Geschenke… habe sehr viele Äpfel gehabt und habe für jeden verschiedene Sachen gemacht… Bratapfelmarmelade, apfelessig, Apfel chutney, apfellikör aus Apfelsaft (alles Rezepte von smarticular)

      Und Apfel Dattel Senf…

      Hab jetzt 13 Sachen von jeden und verpacke sie dann…

  27. Christina

    Hallo, auf meinem Apfelessig ist eine wunderbare dicke Essigmutter entstanden. Gebe ich sie nach dem Abgießen wieder zum weiter vor sich hin reifenden Apfelessig oder nehme ich sie raus? Und woran erkenne ich, dass der Essig fertig ist? Er schmeckt jetzt extrem sauer und noch nicht so richtig nach Apfelessig. Außerdem ist er sehr trüb. Wird er klar, wenn er fertig ist?
    Wie bewahre ich die Essigmutter auf, wenn ich gerade keinen neuen Essig ansetze?
    Herzliche Grüße und vielen Dank für Eure tolle Seite! Ich habe schon ganz viel davon ausprobiert und finde immer wieder Neues. Mein Müllvolumen ist seitdem auch schon ordentlich geschrumpft!

    Antworten
    • Hallo Christina,
      sehr schön, das mit der Essigmutter! Du kannst sie herausnehmen, wenn du den Essig abgießt, und für einen neuen Essigansatz nutzen, zum Beispiel auch für Weinessig: https://www.smarticular.net/weinessig-selber-machen-weinreste/ oder für Essig aus anderem Alkohol: https://www.smarticular.net/essig-aus-alkoholresten-selber-machen/
      Wenn der Essig stark sauer schmeckt, kannst du ihn mit abgekochtem, abgekühltem Wasser ein wenig verdünnen, damit der Apfelgeschmack besser herauskommt.
      Der Essig bleibt trübe; du könntest ihn durch ein sehr feines Gewebe gießen, damit möglichst viele Schwebteilchen herausgefiltert werden.
      Bewahre die Essigmutter in einem Rest des Essigansatzes auf. Wenn du länger keinen Essig ansetzen möchtest, empfiehlt es sich, ein paar Schlucke verdünnten Alkohol (zum Beispiel 1:1 mit Wasser verdünnten Wein) zuzugeben, damit die Essigsäurebakterien sich davon ernähren können und nicht absterben. (Spätestens, wenn die Essigmutter einen braunen Flaum oder braune Stellen bekommt, braucht sie ein wenig “Futter”.)
      Das freut uns, wenn du auf unserer Website so viele Anregungen findest; dann noch viel Spaß beim Selbermachen!
      Lieben Gruß
      Heike

  28. Hallo, ich habe Apfelessig gemacht und sogar die Essigmutter ist entstanden. Nun habe ich den Essig abgefüllt . Bei welcher Temperatur soll ich ihn lagern? Danke!!

    Antworten
    • Hallo Nic,
      ja wunderbar! Den Essig kannst du einfach bei Zimmertemperatur aufheben.
      Lieben Gruß
      Heike

    • Super!! Vielen Dank für die vielen Tips!!

  29. Hallo, erstmals vielen Dank für die tolle Infoseite!!!
    Meine Frage zu dem Thema: kann ich auch Essig machen ganz ohne Zuckerzugabe, bzw. könnte ich auch Xylit verwenden?
    Wenn eines dv. möglich, um wieviel wird die Zeitdauer länger?
    Dankeschön für die Hilfe 😉

    Antworten
    • Hallo Verena,
      Essigsäurebakterien brauchen Alkohol, damit sie sich vermehren können. Xylit wird aber nicht in Ethanol, das heißt, den sogenannten Trinkalkohol umgewandelt, den die Essigsäurebakterien benötigen. An irgendeiner Art von “echtem” Zucker wirst du deshalb leider nicht vorbeikommen. Wenn du Obst für den Essig verwenden möchtest, ist da vielleicht schon genug natürlicher Zucker drin; dann dauert es unter Umständen einfach länger, bis die Umwandlung von Zucker in Alkohol und danach in Essigsäure ablaufen kann.
      Lieben Gruß
      Heike

    • Christinl.

      Hallo ihr lieben vielleicht kann mir hemand von euch helfen.ich habe heuer zweimal versucht aus naturtrüben apfelsaft im gärtopf essig zu machen,dunkel und kühl gelagert,jedoch schimmelt er immer wieder.
      Das der topf vorher sterilisiert wurde ist natürlich selbstverständlich :-)
      Vielen Dank schon mal im voraus

    • Hallo Christinl.,
      ich kann jetzt nur Vermutungen anstellen, weil du nicht beschrieben hast, wie du den Essig angesetzt hast.
      Ein Gärtopf lässt Luft ungehindert an den Ansatz, oder? Wenn du den Topf mit einem luftdurchlässigen Tuch abdeckst (mit einem Gummi sichern), dann können nicht so viele Schimmelsporen hineingelangen. Wenn der Ansatz zu kühl steht, dauert es wahrscheinlich zu lange, bis sich der Zucker in Alkohol umwandelt, und die Schimmelsporen sind in der Vermehrung schneller. Lass den Topf doch beim nächsten Versuch bei Zimmertemperatur stehen und rühre ab und zu um, wie in der Anleitung oben beschrieben. Viel Erfolg!
      Lieben Gruß
      Heike

  30. Sagt mal….. ich habe ziemlich viel Essigmutter. Kann ich etwas davon auch nur mit Wasser ansetzen bzw was kann ich noch damit machen? Oder …..wie kann ich es aufbewahren, damit es nicht verdirbt?

    Antworten
  31. Hallo,

    ich habe jetzt zwei Wochen verschiedene Obst- und Gemüsereste mit Zucker und Wasser in große Gläser gegeben und Mit einem Tuch abgedeckt. Den Essig möchte ich später eigentlich nur als Haushaltsreiniger und für die Wäsche (als Weichspülerersatz) nutzen. Nun hat sich außer Kammhefeleider nichts gebildet – die Flüssigkeit riecht weder nach Essig, noch ist eine Essigmutter entstanden… Dadurch, dass ich leichte Reste wie Apfelschalen oder Paprika oder Mandarinen genutzt habe schwimmen sie schon vom Anfang an oben. Wie erkenne ich jetzt, wann ich sieben muss?

    Liebe Grüße,

    Antworten
    • Hallo Sam,
      sieben kannst du, wenn es deutlich säuerlich riecht, genau. Vielleicht braucht dein Ansatz einfach ein bisschen länger. Je nachdem, bei welcher Temperatur er zieht, kann das durchaus mal passieren, besonders jetzt im Herbst.
      Lieben Gruß
      Heike

  32. Super Sylvia, vielen Dank 👍

    Antworten
  33. Ich habe bisher meine Glasbehälter heiß ausgewaschen und dann im Ofen bei 100 Grad nochmals sterilisiert. Hat auch immer super funktioniert. Da ich aber nun größere Behältnisse habe -ca 5 Liter- ist es mit dem Platz etwas schwierig. Ich lese immer mit Alkohol ausreiben. Daher meine Frage… welchen Alc nehme ich da? Aus der Apotheke oder einen hochprozentigen hellen Schnaps wie z.B. Wodka? Hier wäre ich über einen Tipp dankbar. Vielen Dank an euch alle

    Antworten
  34. Anita Geisser

    Ich habe die Apfelstücke 5 wochenlang in einem sterilisiertem Gas gären lassen. Es hatte sich eine schöne Essigmutter gebildet, danach das ganze abgesiebt . Jetzt nach einer Woche nochmaligem Gären riecht das ganze immer noch nach saurem Most und nicht nach feinem Essig. Die Flüssigkeit ist ansprechned trüb hellgelb. Verwenden würde ich diesen Saft so aber nicht in der Küche. Muss ich den noch länger gären lassen?

    Antworten
    • Hallo Anita,
      super, dass sich eine Essigmutter gebildet hat! Die schwimmt auch noch mit im Ansatz? Denn der Essig braucht schon noch eine Weile, bis er fertig ist, und mit Essigmutter geht das schneller. Das merkst du dann am Geruch.
      Lieben Gruß
      Heike

  35. Andrea Claussen

    Danke für die Anleitung. Frage zur Raumtemperatur: Darf diese nachts unter 20 Grad C sinken? Muss der Essig während des Gärungsprozesses mindestens 25 Grad Raumtemperatur haben?

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Ja diese Temperaturen sind völlig in Ordnung.
      Liebe Grüße

  36. Hallo und danke für die tolle Anleitung.
    Ich habe gerade einen halben Einer Zierquitten aufgelesen und Frage mich gerade, ob ich daraus wohl auch Obstessig ansetzen könnte? Vlt. hat das ja schon Mal jemand probiert.
    Leider habe ich es nicht geschafft alle Kommentare zu lesen. Ich hoffe, die Frage ist nicht doppelt.
    Über eine Antwort würde ich mich freuen.
    Herzliche Grüße

    Antworten
  37. Hallo zusammen,

    wir bekommen von unserer SoLaWi monatlich einen 5l Karton Apfelsaft, der auch nach Öffnung ungekühlt 3-4 Monate haltbar ist (wegen des Vakuumsäckchens). Nun ist es mir aber passiert, dass ungefähr der halbe Karton abgelaufen ist, weil ich irgendwie echt lange keinen Saft getrunken habe. Das habe ich daran gemerkt, dass irgendwas Schleimiges im Glas war und ich es erst beim Trinken gemerkt habe (uäh, mich schüttelt es jetzt noch). Könnte das eine Essigmutter gewesen sein? Kann ich daraus noch Essig ansetzen? Ich hab das noch nie gemacht und frage mich auch, ob ich braune Glasflaschen (2l Siphon aus dem Brauhaus) zum Ansetzen nehmen kann, oder muss das Glas klar sein?
    Ich finde es zu schade, den Saft zu entsorgen und möchte es gerne ausprobieren und alles richtig machen. Da das Gefäß mit einem Tuch abgedeckt wird, würde ich auch gerne wissen, wie stark die Geruchsentwicklung ist? Wir haben nur eine Wohnung und keine Möglichkeit, die Gefäße in einen separaten Raum zu stellen.

    Vielen Dank für eure Hilfe!

    Antworten
    • Hallo Lena,
      wie hat der Saft denn geschmeckt, säuerlicher als vorher? Es kann zwar sein, dass Apfelsaft einfach “umkippt” und zu Essig wird, aber wenn wenig Sauerstoff herankam, würde mich das doch ein bisschen wundern.
      Du könntest den Rest vom Saft mal herausholen und begutachten: Solange er nicht eklig riecht, ist er entweder noch als Saft ok oder es könnte noch Essig daraus entstehen, wenn man ein bisschen nachhilft. Zum Beispiel mit einer Portion Zucker, damit die alkoholische Gärung zustande kommt und der Alkohol dann zu Essigsäure umgewandelt werden kann.
      Zur Geruchsentwicklung: Ich habe zu Hause zwei große und ein kleines Glas Essigansatz in der Küche stehen und ich rieche nichts, auch nicht im Winter. Solange oft genug gelüftet wird, stört der Ansatz nicht.
      Mit den braunen Glasflaschen geht das auch, das Glas muss nicht hell sein. Ich finde es nur für den zeitweiligen “Kontrollblick” ab und zu ganz praktisch, aber das geht ja auch mit dunklem Glas.
      Lieben Gruß und viel Erfolg
      Heike

  38. Hallo zusammen,

    anfang diesen Septembers habe ich aus den ersten eigenen Äpfeln einen Apfelessig angesetzt. Da dieser Ansatz nun schon 6 Wochen reift und das Ergebnis anders ist als erwartet, hoffe ich jemand kann mir hier helfen zu beurteilen, ob ich nun genießbaren Essig hergestellt habe oder nicht ;).

    Der Ansatz schmeckt und riecht (relativ schwach) nach Essig, doch ich finde im Glas keine Essigmutter und außerdem ist die Flüssigkeit sehr sehr dunkelbraun geworden.
    Ist mein Essig genießbar? Warum ist er so dunkel geworden? Woran könnte das liegen?

    Ich habe den Essig wie im Rezept mit Apfelstücken und etwas Zucker angesetzt, zunächst im Kühlen 2 Wochen gären lassen und dann, als er einen typischen Essiggeruch entwickelt hat, gefiltert und an einem warmen Ort 4 Wochen reifen lassen. Innerhalb dieser 4 Wochen ist der Essig irgendwann “schwarz” geworden. Zunächst erst in einem Glas, dann auch im zweiten. Warum? Ist das normal bzw. qualitätsmindernd?

    Vielen Dank schonmal!! Liebe Grüße
    Stephie

    WhatsApp Image 2020-10-17 at 17.57.58

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Die Farbe ist sehr ungewöhnlich – womöglich ist der Essig verdorben, das lässt sich aber so nicht mit Sicherheit feststellen. Normalerweise ist er viel heller (siehe andere Fotos oben und in den Kommentaren) und riecht nach dieser Zeit auch ausgeprägt nach Essig. Womöglich haben sich andere Mikroorganismen schneller vermehrt, die normalerweise durch ausreichenden Säuregehalt unterdrückt werden. In diesem Fall ist der Ansatz leider unbrauchbar. Ein Essigmutter muss hingegen nicht in jedem Fall entstehen, siehe hier: https://www.smarticular.net/essigmutter-herstellen-fuer-eigenen-essigansatz/
      Liebe Grüße

    • Danke für die schnelle Antwort!
      Hm… Ich werde das Gebräu eventuell einfach für meine Haare benutzen. Selbst wenn da einige unerwünschte Kulturen drin sind ist es dann nicht so schlimm. Es schmeckt und riecht schon eindeutig nach Essig, nur eben nicht ganz so stark wie bei gekauftem Essig.

    • Hallo Stephie,
      dass der Sud nicht so sehr sauer schmeckt, kann auch daran liegen, dass sich zu wenig Alkohol gebildet hat. Dafür könntest du beim nächsten Mal ein wenig mehr Zucker zu den Äpfeln geben.
      Die Farbe ist in der Tat ungewöhnlich. Stand der Sud denn zum Beispiel in direkter Sonne? (Das ist aber nur eine Vermutung, die vielleicht auch unerheblich ist.)
      Na, wenn die Flüssigkeit nicht eklig riecht, lässt sich sicher noch als saure Rinse nutzen.
      Lieben Gruß
      Heike

  39. Christiane

    Hallo zusammen,
    bei meinen Essiggläsern hat sich eine dicke geleeartige Schicht gebildet. Bei einem dieser Gläser ist diese nun nach unten gekippt, und es befindet sich eine Fruchtfliege darin. Daher auch meine frühere Frage mit der Fruchtfliege. (das ist mir beim letzten Mal schon passiert)
    Muss ich den Essig nun in Flaschen füllen, oder kann ich diesen weiterhin reifen lassen, obwohl die obere Schicht nach unten sinkt? Was meint ihr? Vielen Dank für eine Rückmeldung.

    2020-10-16 12.42.36

    Antworten
    • Hallo Christiane,
      diese dicke Schicht ist eine Essigmutter, wunderbar! Das macht nichts, wenn die absinkt, es bildet sich höchstens eine neue Schicht Essigmutter an der Oberfläche. Wenn der Ansatz deutlich sauer riecht, kannst du ihn abgießen, er kann aber auch noch eine Weile stehen bleiben, bis er sauer genug ist.
      Die Fruchtfliege kannst du einfach rausfischen.
      Die Umwandlung in Essig würde wahrscheinlich noch ein wenig schneller gehen, wenn du die Gefäße nicht mit festen Deckeln schließen, sondern nur mit einem luftdurchlässigen Tuch abdecken und das mit einem Gummi befestigen würdest. So kann sich auch keine Fruchtfliege in den Ansatz verirren und die Essigsäurebakterien bekommen trotzdem genug Sauerstoff, den sie benötigen, um Alkohol in Essigsäure umzuwandeln. Die Gläser sind toll!
      Lieben Gruß
      Heike

  40. Hallo,
    bei mir bildet sich trotz Hygiene und sterilisieren des Glases auf den apfelschalen die oben schwimmen immer weiße Pünktchen wie Schimmel nach einer Woche, darf ich den Essig noch verwenden nach dem abgießen? Danke schön! Linda

    Antworten
    • Hallo Linda,
      bevor du den Ansatz wegschüttest, könntest du ihn noch ein bisschen stehen lassen. Wenn sich neben den weißen Pünktchen auch noch eine dünne weiße, nicht durchsichtige Schicht bildet, kann es sich auch um Kahmhefen handeln. Die sind nicht schlimm, davon kannst du dann mit einem Holzlöffel so viel wie möglich von der Oberfläche fischen. Wie riecht der Ansatz denn?
      Lieben Gruß
      Heike

    • Hallo Linde! Es kann sich hier auch um Pektine handeln, die schwimmen oben auf…

    • Ich habe es mal mit Traubensaft probiert. Anfang September habe ich drn Essig angesetzt. Hefe kam auch. Aber wie lange geht es bis es richtig fertig ist? Eine Essigmutter habe ich nicht entdeckt. Vielen Dank für die Hilfe. :-)

    • Hallo Ariane,
      je nach Temperatur und Zuckergehalt dauert es ein bisschen, bis sich genug Alkohol gebildet hat, der dann in Essigsäure umgewandelt werden kann. Ist der Traubensaft süß? Wenn nicht, könntest du noch ein wenig mehr Zucker hinzufügen.
      Lieben Gruß
      Heike

  41. Ich habe Feigenessig angesetzt. Nach ein paar Tagen riecht er nach Käsefüßen. Ist das normal, oder soll ich ihn besser entsorgen?
    Setzt ihr den Essig mit warmem oder mit kaltem Wasser an?
    Gruß Claudia

    Antworten
    • Hallo Claudia,
      wie hast du den Feigenessig den angesetzt? Dann kann ich mir vielleicht auch eher vorstellen, was die käsefüßige Komponente auslösen könnte. Bedeutet “käsefüßig” eher säuerlich, oder was kann man sich darunter vorstellen?
      Lieben Gruß
      Heike

    • Liebe Heike
      Diese Seite und auch die Kommentare finde ich sehr spannend und lerne dadurch viel neues. Ich habe am 12. Dezember in einem 2l Glaskrug mit Apfel Resten Wasser und 3 Esslöffel Zucker angesetzt. Nach 6 Tagen mit leichter Schaumbilgung roch es stark nach Essig aber die Fruchtstücke waren noch alle oben. Also liess ich ihn weiter gähren. Jetzt nach 3 Wochen riecht es nach Alkohol und die Früchte schwimmen immer noch. Die Flüssigkeit ist sehr trüb und am Boden des Kruges eine schlierige Masse. Soll ich jetzt noch warten bis die Früchte gesunken sind ? Und kommt normalerweise der Essiggeruch zurück?

    • Liebe Marina,
      das freut uns, wenn du hier immer wieder Infos findest! :)
      Die Entwicklung deines Essigs klingt quasi nach Lehrbuch: Es ist ein notwendiger Schritt, dass der Ansatz nach Alkohol riecht, bevor er zu Essig wird, denn zuerst muss ja Alkohol entstehen, der im zweiten Schritt zu Essigsäure umgewandelt wird. Die schlierige Masse ist wohl Essigmutter. Die kannst du später verwenden, um neuen Essig anzusetzen, wie beispielsweise hier beschrieben: https://www.smarticular.net/weinessig-selber-machen-weinreste/
      Lieben Gruß und weiterhin viel Erfolg!
      Heike

  42. Super Tipp, Heike. Habe schon befürchtet, ich muss ihn wegwerfen. Meine (Ursprungs)Essigmutter habe ich schon vor längerer Zeit aus Apfelresten….gezogen und schon mehrmals neuen Essig gemacht.
    Ist es wichtig, welchen Wein ich verwende? Da in diesem Fall eine rote Essigmutter die Grundlage ist, empfiehlt sich doch auch Rotwein. Eher süß oder trocken? Was könnte besser funktionieren? Lieben Gruß

    Antworten
    • Hallo Richarda,
      ja, rote Essigmutter und Rotwein passen am besten zusammen. :)
      Welcher Wein sich am besten eignet, kommt ein bisschen drauf an, welchen Essig du am liebsten magst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass trockener Wein eher zu Essig wird, der vor allem sauer ist, während Essig aus halbtrockenem Wein für meinen Geschmack vollmundiger wird. Aber das ganze Aroma ändert sich ohnehin nochmal sehr, wenn man dem Essig nach dem Filtern wirklich ein paar Monate Zeit zum “Durchziehen” lässt; dann wird jeder Essiggeschmack runder.
      Viel Spaß beim Ausprobieren!
      Lieben Gruß
      Heike

  43. Ich habe Essigmutter von rotem Fruchtsaft(Direktsaft) übrig. Gelagert im offenen Glas mit Tuch. Jetzt scheint Sie zu gären. Es entwickeln sich Bläschen. Ist sie nun umgekippt und muss ich sie nun wegwerfen oder kann ich sie weiter verarbeiten? Wie lagere ich übriggebliebene Essigmutter richtig? Über Anregungen oder Auskünfte freue ich mich, vielen Dank

    Antworten
  44. Friederike

    Ich mache meinen Apfelessig jetzt seit 1 Jahr selber, habe aber noch nie Zucker zugesetzt. Der Essig schmeckt ganz wunderbar.

    Antworten
  45. Danke. Ich habe noch keine Essigmutter. Geht das auch ohne?

    Antworten
  46. Kann ich nach diesem Rezept auch aus Weintrauben Essig herstellen? Wahrscheinlich müssen die Trauben vom Strang entfernt werden oder? Vorher abkochen und nur den Saft nehmen? Wir haben so viele Trauben, die sind aber klein und haben große Kerne. Zum wegschmeißen sind sie dennoch zu schade. Was könnte ich sonst noch aus den Trauben herstellen?

    Antworten
    • Den besten Traubenessig bekommst Du, wenn die Trauben erst gepresst werden und der Saft verwendet wird. Ich persöhnlich koche den Saft kurz auf, gebe etwas Hefe hinzu und lasse das ganze erst einmal eine Woche gären ( mit Gärstopfen um fehlgärungen zu vermeiden ). Danach gebe ich die Essigmutter dazu.

      Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Hefen ersteinmal ungestört arbeiten können, sodass sich genügend Alkohol bildet. Die Essigmutter hat dadurch auch von Anfang an genügend Nahrung.

      Du kannst aber auch die ganzen entstielten Trauben verwenden.
      Wenn Du den Saft noch etwa auf die Hälfte einkochst und die Gärung mit Backhefe durchführst, bekommst Du einen Wunderbaren balsamico Essig.

      Gruss

      Mobee

  47. Hallo zusammen,
    ich habe vor ein paar Wochen Apfelessig angesetzt und inzwischen auch abgegossen. Nun meine Frage: Was passiert wenn sich in den Rohessig nun eine Fruchtfliege verirrt? Wird die Flüssigkeit deswegen schlecht oder ist es ok, wenn ich diese Fliege rausfische? Danke für eine Rückmeldung.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Wegen seines niedrigen pH-Werts ist der Essig im Prinzip unbegrenzt haltbar, daran wird wahrscheinlich auch eine kleine Obstfliege nichts ändern – einfach rausfischen und gut :-)
      Liebe Grüße

  48. Hallo , ich würde gerne diesen Apfelessig mal ausprobieren. Wie muss denn das Mischungsverhältniss sein? Wie viel Äpfel auf wie viel Wasser?
    Liebe Dank für eure Antwort, Daniela

    Antworten
    • Hallo Daniela, die Apfelstücke müssen mit Wasser bedeckt sein. Das Mengenverhältnis spielt keine Rolle. Liebe Grüße und viel Spaß, Sylvia

    • Habe so 5 Liter Gurken Gläser, da mache ich einfach Wasser voll rein und unten etwas Äpfel demfall. Dachte die Menge wäre vielleicht wichtig für den Geschmack oder Gärprozess. Herzlichen Dank für die Antwort.

  49. Hallo,
    Ich habe Apfelsaft im Heißentsafter gemacht. Leider schmeckt der Saft nicht. Kann ich daraus noch Apfelessig machen oder ist der Saft durch das erhitzen tot?
    Liebe Grüße

    Antworten
    • Hallo Alex, müsstest du mal ausprobieren. Die Hitze tötet ja nicht sofort alles ab. Deshalb kann es schon sein, dass es klappt. Liebe Grüße Sylvia

    • Das Abkochen tötet eigentlich fast alles ab Hefen gehen bereits ab 45°C kaputt und die Essigbakterien ebenfalls.
      Den Saft kannst Du jedoch ganz leicht wieder “beleben”. Gib einfach wenig backhefe oder Bierhefe hinzu für die Alkoholgärung und ein Stück Essigmutter. Wenn keine Essigmutter vorhanden ist, einfach wie im Rezept einen frischen ungewaschenen Apfel klein schneiden und hinzugeben.

      Ich hoffe der Essig gelingt dir.

  50. Hallo, ich habe zum ersten Mal das Rezept ausprobiert. Heute habe ich nach 14 Tagen die Flüssigkeit umgeschüttet und sie riecht sehr nach Hefe. Meine Frage ist, ob das so richtig ist, oder ist was schiefgelaufen?
    Vielen Dank und LG
    Cholli

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Das ist richtig – bevor Essig entstehen kann, muss sich erst mittels Hefe Alkohol bilden, der dann zu Essig wird. Vermutlich ist es noch zu früh – am besten weiter stehen lassen.
      Liebe Grüße

  51. Hi,
    Kann ich die Apfelreste auch mit Zuckerersatz z.b. Agavendicksaft Reissuesse, ect ansetzen?
    Kann ich Weinessig mit Trauben herstellen?
    Danke lb. Gruss….
    Von einer Tuerkin habe ich erfahren, dass sie ein Stueckchen Brot mit zu den Apfelresten geben…. nehme an als Futter fuer die Essigmutter…. wenn ich sie richtig verstanden habe mit etwas Salz… ob auch Zucker , weiss ich nicht, frage nochmal nach.

    Antworten
    • Hallo Shakti,
      ob die von dir genannten Süßungsmittel im ersten Schritt zu Alkohol in genügender Menge vergären, sodass im zweiten Schritt genügend Essigsäure entstehen kann, kannst du wohl nur an einer kleinen Menge austesten; probiert haben wir das noch nicht.
      Aus Trauben wird Traubenessig. Klar, das funktioniert, wenn genug Zucker vorhanden ist.
      Lieben Gruß
      Heike

  52. Vielen Dank für die schnelle Antwort.
    Jetzt habe ich einen Seiher mit dem Tuch ausgelegt und die ganze Masse daraufgegeben und in eine Schüssel ablaufen lassen. Die noch sehr feuchten Apfelstücke und -schalen im Tuch habe ich in eine andere Schüssel gepresst. Diese Flüssigkeit war wesentlich trüber als die andere. Also habe ich diese nochmal durch ein Haarsieb gegossen und dann den Inhalt beider Schüsseln in ein großes Weckglas gefüllt. Mit einem Tuch abgedeckt darf der Essig nun in der Küche reifen.
    Liebe Grüße
    MBP

    Antworten
    • Kann ich Essig auch im Tongefäß ansetzten?

    • Hallo Peggy, ja in einem Tongefäß müsste es auch gehen. Liebe Grüße Sylvia

  53. Mein angesetzter Apfelessig ist soweit, dass er jetzt abgefiltert werden kann. Ich möchte alles durch ein Tuch laufen lassen. Darf man die Apfelmasse dabei auch auspressen oder sollen die nassen Reste weggekippt weden?

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Auspressen ist okay, solange die Masse gefiltert wird und sich keine Feststoffe dann der Oberfläche sammeln, die später schimmeln könnten.
      Liebe Grüße

  54. latBaerchen

    Hallo,
    ich wolte Apfelessig als Geschenk machen, bin jetzt leider etwas spät dran. Wenn ich die Äpfel ca 2 Wochen gären lasse und danach den gesiebten Rohessig nur ca 2 Wochen stehe lasse bevor ich ihn abfülle, kann dann der Essig kaputt gehen/bzw. ist noch garkein Essig?
    Wie könnte man denn den Vorgang beschleunigen?
    Danke und LG

    Antworten
    • Hallo latBaerchen,
      wenn du den Äpfeln gleich noch ein bisschen Alkohol zufügst (Weißwein, Cidre oder Apfelmost, beispielsweise), dann geht das schneller, weil die Essigsäurebakterien gleich was zum Futtern haben und schneller Essig entsteht. Ob das dann sauer genug ist, kannst du nur testen. Und bei Essig, der verschenkt werden soll, aber noch nicht genug durchgezogen ist, kann man ja auch dazu sagen, dass der Essig noch besser wird, wenn er noch ein bisschen stehen darf. Mache ich zumindest immer so. :)
      Lieben Gruß
      Heike

    • latbaerchen

      Hallo,
      Danke für die Antwort, das habe ich gleich ausprobiert und bin gespannt wie es läuft. Wenn dann der Essig nach nur 2/3 Wochen in Flaschen fest verschlossen ist macht das auch nichts mehr? Und ich nehme an erhitzen sollte ich den Essig so früh nicht, wenn er noch weiter reifen soll, oder?
      Lg

    • Hallo latbaerchen,
      genau, einfach abfüllen und ohne erhitzen nachreifen lassen. Wenn er erhitzt wird, sterben die Essigbakterien ab.
      Ich bin gespannt, wie es klappen wird!
      Lieben Gruß
      Heike

  55. Hallo ich möchte Apfelessig selbst herstellen, kann ich den Vorgang beschleunigen wenn ich zum Rezept etwas Wein zufügen?
    Viele Dank
    Liebe Grüße
    Martina

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Im Prinzip ja: Alkohol ist die eigentliche Nahrung der Essigsäurebakterien, und wenn zu Beginn bereits eine kleine Menge davon vorhanden ist, vermehren sie sich schneller.
      Liebe Grüße

  56. Hallo Heike,kann ich den Apfelessig auch anstatt eines Tafelessigs für Reinigungszwecke verwenden?

    Hat die Kahmhefe etwas mit den wilden Hefen zu tun,die man zum Backen nehmen kann?

    Viele Grüße
    Martina

    Antworten
    • Hallo Martina,
      klar kannst du den Apfelessig auch zum Putzen nehmen. Mir persönlich wäre der ein bisschen zu schade dazu, aber es funktioniert, ja.
      Die Kahmhaut besteht aus wilden Hefen und anderen Mikroorganismen und ich persönlich würde sie nicht als wilde Hefe zum Backen verwenden. Wenn deine Frage überhaupt darauf abzielte. :)
      Lieben Gruß
      Heike

    • Danke für die schnellen Antworten!
      Da bei uns sehr viele Schalen und Kernhäuser anfallen,wird es bedeutend mehr Apfelessig,als wir verbrauchen können.Deswegen die Putzidee. :-)
      VG

    • Hallo Martina,
      ach ja, na dann ist das doch eine gute Idee!
      Lieben Gruß
      Heike

  57. Hallo :)
    Ich habe mal eine Frage. Aktuell fallen bei uns sehr viele kleine, noch nicht ganz reife, Äpfel vom Baum. Kann ich diese bereits zur Herstellung von Apfelessig nehmen?

    LG Santana

    Antworten
    • Hallo Santana,
      ja, das kann gut funktionieren, wenn du den Äpfeln noch Zucker zusetzt, damit genug davon vorhanden ist, um zu Alkohol zu vergären.
      Lieben Gruß
      Heike

  58. edeltraud

    Ich habe 2018 nach diesem Rezept 10 Liter Apfelessig hergestellt. Es hat sehr gut funktioniert. Ich verbrauche gerade die letzte Flasche.
    Dabei ist natürlich auch eine Essigmutter entstanden. Damit habe ich Pflaumenessig angesetzt. Nach gut einer Woche habe ich die Pflaumen abgesiebt.
    Anders als bei dem Apfelessig ist der Pflaumenessig jetzt, nach insgesamt noch nicht einmal 3 Wochen sehr sauer. Am Montag habe ich die Pflaumen abgesiebt.
    Wie weiß ich, dass der Essig fertig ist?

    Antworten
    • Hallo Edeltraud,
      mit einer Essigmutter und bei den derzeit herrschenden Temperaturen kann das sehr schnell gehen, ja. Wahrscheinlich war im neuen Essigansatz mehr Zucker enthalten (durch die Pflaumen). Deshalb konnte mehr Alkohol entstehen und da Essigsäurebakterien Alkohol 1:1 in Essigsäure umsetzen, ist jetzt die Essigsäurekonzentration höher und der Pflaumenessig damit saurer.
      Wenn der Essig nur noch sauer riecht und schmeckt, ist er fertig. Wenn er dir zu sauer ist, kannst du ihn ganz einfach mit abgekochtem Wasser verdünnen.
      Weitere Informationen dazu findest du auch in diesem Beitrag: https://www.smarticular.net/weinessig-selber-machen-weinreste/
      Lieben Gruß
      Heike

  59. Kari Gujer

    Liebe Heike
    Herzlichen Dank für den sehr verständlichen Kommentar und die schnelle Antwort
    Habe nun alles gut Verstanden
    Liebe Grüsse sendet Dir Kari

    Antworten
  60. Karl Gujer

    Hallo Heike
    Habe nach dem Rezept eine Essigmutter selbst gemacht. Hat wunderbar geklappt. Habe soeben mit einem Teil der Essigmutter Rotwein angesetzt für einen Rotweinessig Mit einem Teil möchte ich gerne einmal mehr einen Apfelessig ansetzen
    Wieviel Apfelsaft brauche ich für einen Apfelessig. Kann ich den verdünnen mit Wasser
    Mit freundlichen Grüssen sendet Dir
    Kari

    Antworten
    • Hallo Kari,
      dass das mit der Essigmutter funktioniert hat, ist wunderbar!
      Wenn du jetzt noch einmal Apfelessig machen willst und nach der Menge des Apfelsaft fragst: Wie viel Apfelessig möchtest du denn rausbekommen? Dann könntest du diese Menge plus etwa ein Drittel rechnen (es verfliegt ja auch viel Feuchtigkeit beim Herumstehen), dann hast du die Menge, die du an Apfelsaft brauchst.
      Schneller ginge es, wenn du an Apfelmost gelangen könntest, der schon Alkohol enthält. Dann hätten die Essigsäurebakterien von Anfang an ein wenige Alkohol zum Futtern, bis sich der erste Zucker in Alkohol gewandelt hat.
      Lieben Gruß
      Heike

    • Hallo Kari,
      ich antworte der Übersichtlichkeit mal hier oben. :0)
      Ich schrieb von der Gesamtmenge an Flüssigkeit und da kommt es darauf an, wie viel Alkohol der Apfelmost hat und wie sauer der Essig werden soll. Beispiel: Wenn der Most 6 % Alkohol hat, wird da 6%iger Essig draus, was der üblichen Essigsäurekonzentration in den meisten Essigen entspricht. Dann brauchst du – gerundet – 2650 ml Most.
      Hat der Most mehr Alkohol, würde der Essig auch sauerer, weil Essigsäurebakterien Alkohol 1:1 in Essigsäure umsetzen. Wenn du das nicht willst, kannst du den Most schon vorher verdünnen und dann brauchst du 2650 ml dieses verdünnten Mosts.
      Wenn du nicht weißt, wie viel Alkohol der Most hat, kannst du auch den puren Most nehmen und nach der Essigvergärung mit abgekochtem Wasser verdünnen, wenn der Essig dir zu sauer wird. Das ist dann sehr Pi mal Daumen, aber letztendlich kommt’s ja nicht auf die exakte Essigsäurekonzentration an, sondern auf den Geschmack, oder? Und solange der Essig nicht allzu sehr verdünnt wird, bleibt er auch eine Weile haltbar.
      Mehr zum Thema findest du auch im Beitrag über selbst gemachten Weinessig: https://www.smarticular.net/weinessig-selber-machen-weinreste/
      Lieben Gruß
      Heike

  61. Hallo. Und wo ist bei diesem Rezept die Essigmutter? Ich habe eine gezüchtet und suche Infos, wie ich die nun weiter verarbeite? Vielen lieben Dank für eure Infos!

    Antworten
  62. Hallo, ich hoffe mir kann geholfen werden. Ich habe vor 3 Tagen einen Apfelessig mit ziemlich alten Äpfeln angesetzt. Heute haben ich ein Apfelstück entdeckt, das leicht schimmlig war. Habe es entfernt. Kann ich den Ansatz noch nutzen oder muss ich jetzt alles wegkippen? Bin mir unsicher. Liebe Grüße Davina

    Antworten
    • Hallo Davina,
      ganz ehrlich: Ich würde den Ansatz wegschütten, denn Schimmelsporen verbreiten sich auch unsichtbar in der gesamten Flüssigkeit und verderben den Ansatz. Das ist zwar schade, aber bevor du ungesunde Dinge zu dir nimmst, doch besser.
      Lieben Gruß
      Heike

  63. Hallo
    Ich habe jetzt bereits zum 4.Mal Essig gewonnen mit immer dem selben 1kg Apfelstücken :)
    – Essig abgegosssen
    – Apfelstücke aufgefangen
    – Behälter gewaschen und mit Natron gereinigt
    – alte Apfelstücke wieder in den Behälter, Zucker drüber gestreut, mit Wasser aufgefüllt und mit Tuch abgedeckt für ca.1Monat stehen gelassen :)
    Ich werde jetzt meinen 5. Apfelessig so ansetzen.

    Danke für die super Rezepte und Ideen liebes Smarticular-Team

    Antworten

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