Apfelessig und anderen Fruchtessig ganz einfach selbst herstellen
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Essig aus Äpfeln oder anderen Früchten und Fruchtabfällen wie Schalen und Kernen herstellen ist einfacher als gedacht. So machst du deinen eigenen Essig!
von Simon A. Eugster - Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Essig ist ein erstaunliches, sehr gesundes und auch im Haushalt nützliches Hausmittel. Er eignet sich besonders gut für viele Aufgaben im Haushalt. Apfelessig ist außerdem ein fantastisches Mittel zur Hautpflege!

Wusstest du, dass sich Apfelessig kinderleicht aus Apfelsaft oder Apfelresten herstellen lässt? Normalerweise ist der Ablauf recht kompliziert. Zunächst muss Apfelsaft zu Apfelwein vergoren werden. Dieser wird anschließend mit Essigsäurebakterien versetzt und so in Apfelessig umgewandelt.

Mit der folgend beschriebenen Methode geht es viel einfacher. Sie erfordert Hygiene und etwas Geduld, heraus kommt sehr wohlschmeckender und bekömmlicher Apfelessig für die Verwendung in Küche und Haushalt.

Apfelessig selbst herstellen

Das wird benötigt:

  • Bio-Äpfel oder einfach die Reste davon (Schalen, Kerngehäuse)
  • 2 EL Zucker pro Kilo Apfel (optional, um die Gärung zu beschleunigen)
  • Ein sauberes Gefäß, z.B. ein großes Einmachglas mit mindestens ein bis zwei Litern Fassungsvermögen
  • Ein sauberes Küchentuch

Sofern verfügbar kannst du die Reste von Äpfeln zur Essigherstellung verwenden. Beim Kochen von Apfelmus oder beim Apfelkuchen bleiben für gewöhnlich die Schalen und Kerngehäuse übrig. Alternativ kannst du auch ganze Äpfel verarbeiten und zu diesem Zweck in kleine Stücke schneiden.

So gehst du vor:

  1. Gefäß gründlich auswaschen und zur Sicherheit mit einer heißen Soda-Lösung desinfizieren, wie hier beschrieben, damit es keimfrei wird
  2. Apfelstücke und Zucker hinein geben, mit Wasser aufgießen, bis die Reste gut bedeckt sind
  3. Am besten mit einem sauberen Tuch abdecken, damit es möglichst hygienisch bleibt und sich kein Schimmel bildet; es kann in einer sehr sauberen Umgebung auch ohne funktionieren, doch sicher ist sicher
  4. Ab und zu umrühren oder leicht umschwenken, um Schimmelbildung zu vermeiden; mit der Zeit entsteht Schaum durch die einsetzende Gärung, das ist so gewünscht
  5. Nach mehreren Tagen (die Dauer variiert jedes Mal etwas und hängt auch von der Menge des verwendeten Zuckers ab) ändert sich der Geruch und man bemerkt schon die feine Essignote, die Früchte beginnen, nach unten zu sinken
  6. Ohne Zusatz von Zucker ist spätestens nach zwei Wochen der Essiggeruch intensiv ausgeprägt, mit Zucker schon eher;  jetzt durch ein sauberes Tuch abgießen und wieder in ein sauberes Gefäß füllen
  7. Abgedeckt (mit einem Tuch, damit weiterhin Luft heran kommt) für vier bis sechs Wochen zu Apfelessig vergären lassen
  8. Durch ein feines Sieb oder Tuch gießen und in Flaschen füllen
Essig aus Äpfeln oder anderen Früchten und Fruchtabfällen wie Schalen und Kernen herstellen ist einfacher als gedacht. So machst du deinen eigenen Essig!
von ClaudiaL

 

Während der Essigsäure-Gärung entstehen in der Flüssigkeit zunächst Schlieren, die später einen Gelee-artigen Block ergeben. Das ist die so genannte Essigmutter, eine Kultur aus Essigsäurebakterien. Wirf sie nicht weg, du kannst sie deinem nächsten Ansatz zugeben, um dessen Entwicklung noch zu beschleunigen.

Das Resultat ist schon am Geruch und Geschmack leicht zu erkennen. Wenn du durchgehend auf gute Hygiene geachtet hast, entsteht wunderbarer Apfelessig.

Varianten

  • Anstatt die Fruchtstücke zunächst separat anzusetzen, kannst du sie auch zu Apfelsaft pressen. Der Saft wird dann für vier bis sechs Wochen zugedeckt stehen gelassen und verwandelt sich in Apfelessig. Durch Zugabe eines Stücks von der Essigmutter funktioniert die Umwandlung noch besser.
  • Die Verwendung von Apfelsaft aus Flaschen ist ebenfalls möglich. Verwende nur naturtrüben Direktsaft, da nur dieser alle wertvollen und für die Essigsäuregärung benötigten Inhaltsstoffe aufweist.
  • Diese Methode funktioniert genauso gut mit fast allen anderen Früchten. Wie wäre es zum Beispiel mit Birnenessig, Erdbeeressig, Johannisbeeressig oder Tomatenessig? Einen guten Überblick über verwendbare Früchte für die Essigsäure-Gärung gibt Wikipedia.

Viel Spaß beim Probieren und Kosten!

Essig aus Äpfeln oder anderen Früchten und Fruchtabfällen wie Schalen und Kernen herstellen ist einfacher als gedacht. So machst du deinen eigenen Essig!

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Du hast das Rezept probiert? Wie waren deine Ergebnisse, und mit welchen Früchten? Wie immer freuen wir uns auf deine Kommentare und Anregungen!

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  • Vera

    Total genial!danke!ich verwende sehr viel apfelessig und kann mir vorstellen den doch einfach selber zu machen.

    • Maximilian Knap

      Schön, dass es dir gefällt :-) Viel Erfolg beim Essig-Machen, vielleicht kannst du ja sogar Fotos von den Ergebnissen machen und hier kommentieren!

  • Martin Rathje

    Darf ich der link in mein Webseite stellen? Ich hab nach gemacht und was kurzes geschrieben und wollte nun die Rezept Herkunft nennen.

  • Martin Rathje

    Darf ich der link in mein Webseite stellen? Ich hab nach gemacht und was kurzes geschrieben und wollte nun die Rezept Herkunft nennen.

    • Hallo Martin, gerne! Das freut uns sehr wenn dir das Rezept gefällt und du es erfolgreich nachmachen konntest!

      • Ruth

        Nachdem ich Anfang Januar erfolgreich Apfelessig angesetzt und mich nun über den fertigen Essig freue, habe ich einen neuen Versuch mit einer TK-BEERENMISCHUNG gestartet. Die Früchte habe ich 2 Wochen gären lassen und dann vorgestern durch ein feines Sieb geschüttet und mit einem Teil der Essigmutter vom Apfelessig versetzt. Nun steht das Ganze seit 2 Tagen am Fenster und wird bei Sonne ziemlich erwärmt. Auf der Oberfläche zeigt sich aber ein seltsamer weißliche Belag, der mich ein wenig zweifeln lässt, ob alles richtig läuft. Ich hab mal ein Foto gemacht. Weiß jemand, was das ist? Der Geruch ist noch ganz ok, es riecht nach Essig
        LG Ruth

        • Maximilian Knap

          Aus der Ferne schwer zu sagen… ein leichter Belag ist normal, das ist die sich bildende Essigkultur. Sieht aus, als wäre es die Essigmutter, eine lebende, symbiotische Kultur aus Essigsäure-Bakterien und Hefepilzen. Diese Kultur ist sogar sehr gut und kann benutzt werden, um einen neuen Ansatz zu beschleunigen! Wenn es sich in den nächsten Tagen nicht groß verändert oder gar schimmelt, kannst du vermutlich beruhigt sein.

          • Ruth

            Oh, da bin ich erst mal beruhigt und beobachte wie es sich weiter entwickelt.
            Herzlichen Dank :-)

  • Isa Bell

    Hallo, ich probiere gerade euren Apfelessig aus! So sieht das ganze jetzt nach einer Woche aus. Es riecht schon sehr nach Essig, aber die Früchte sind noch nicht nach unten gesunken. Kann ich das ganze trotzdem schon durchs Sieb geben oder sollte ich noch ein paar Tage warten?
    Punkt 7 heißt es „abgedeckt“ stehen lassen, reicht es mit einem Tuch oder mit einem Deckel abdecken? Fragen über Fragen ?
    Liebe Grüße Isabell

    • Maximilian Knap

      Der Essig muss atmen bzw. mit Luft in Berührung kommen, deshalb nur ein Tuch. Wenn es schon intensiv nach Essig riecht, kannst du eigentlich schon abgießen :-) die eigentliche Vergärung folgt ja noch. Ein Richtig oder Falsch gibt es eigentlich nicht, je nach Variation ändert sich das Resultat etwas. Beim nächsten Mal habt ihr dann schon die „Essig-Mutter“ und könnt einen noch besseren Ansatz machen :-) Viel Erfolg!

      • Isa Bell

        Vielen Dank Maximilian für deine schnelle Antwort. Hat mir sehr geholfen ?

      • Tamara

        Hallo ! Ich habe eine Essigmutter geschenkt bekommen. Kommt sie schon mit den Äpfeln und dem Wasser ins Gefäß oder erst nachträglich nach dem Abseien? Vielleicht nehme ich besser Apfelsaft, dann kann sie von Anfang an mit dazu, oder?

        • Marla

          Hallo Tamara, am besten stellst du den Essig bis Schritt 7 her und gibst die Essigmutter (die bis dahin im eigenen Essig wartet) nach zwei Wochen nach dem Absieben zu. Dadurch ersparst du dir das Aussortieren von Essig-Mutter und Apfelstücken. Alternativ ohne diese Schritte kannst du deine Essig-Mutter gleich naturtrüben Direkt-Apfelsaft hinzugeben. Liebe Grüße!

          • Tamara

            Danke dir liebe Marla! Ich habe jetzt die Apfelsaftvariante angesetzt und bin gespannt!

          • Tamara

            Hallo noch einmal! Auf meinem Apfelsaft mit Essigmutter ist ein weisser Belag,sieht aus wie Schaum, ist aber fester, ähnlich wie Puderzucker? Was könnte das sei n? Die Mutter schwimmt brav unten und taucht nicht auf nachdem ich sie einmal zurück gestupst habe. LG!

          • Tamara
          • Marla

            Hallo Tamara, dieser Schaum ist ein Zeichen, dass die Gärung stattfindet, es ist also alles ok. Am Geruch merkst du, wenn es nach Essig riecht, das es Essig wird. Riecht es schlecht, oder schimmelig, wird er wohl verdorben sein. Liebe Grüße!

  • Sandra

    Halli hallo :-)
    Soll man die Äpfel mit irgendwas beschweren? Äpfel schwimmen doch bekanntlich, da kriegt man das wohl nicht leicht zustande, dass sie mit Wasser bedeckt sind?

    • Maximilian Knap

      Anfangs schwimmen die Stücke noch, sie saugen sich aber mit der Zeit voll und sinken zu Boden. Ist auch mit etwas Fantasie auf dem Foto erkennbar. Das geht umso schneller, je feiner man die Stücke schneidet. Halbe oder geviertelte Äpfel würde ich dafür nicht verwenden, sondern sie kleiner schneiden.

      • Sandra

        Aja, ok danke :-) Und muss die Schüssel mit den Äpfeln in Kühlschrank? Ich wohne unterm Dach und da ists doch oft recht warm…

        • Maximilian Knap

          Normalerweise klappt es bei Zimmertemperatur, 15 Grad sind vermutlich optimal. Der Kühlschrank könnte die Gärung schon sehr verlangsamen, würde ich denken. Wenn es überhaupt klappt, würde es im Kühlschrank vermutlich erheblich länger dauern. Am besten in das kühlste Zimmer stellen, dort hin, wo die Temperatur am wenigsten schwankt.

          • Sandra

            Alles klar, herzlichen Dank :-)

  • Andrea

    Ich werde mir einen Entsafter zulegen. Kann ich den Apfeltrester auch für diese Methode nutzen, oder wäre das zu trocken??
    Liebe Grüße Andrea

    • Maximilian Knap

      Einen Versuch wäre es wert, die fehlende Flüssigkeit wird ja mit Wasser aufgegossen. Allerdings reagiert ja vor allem Apfel bei Kontakt mit Sauerstoff recht schnell, ob das mit der braunen Pampe dann noch gut funktioniert? Zur Sicherheit täglich auf Schimmel kontrollieren.

    • Sylvia Vom Lindenberg

      Ich habe gerade zum ersten mal Apfelessig aus dem Trester gemacht und er ist wunderbar geworden! Ich hatte ausreichend Wasser zugegeben und das Glas täglich geschwenkt, da sich die Trestermasse so icht oben abgelagert hat, daß die Gasbläschen sich darunter gesammelt haben. Auch ist nicht der gesamte Trester abgesunken, obwohl ich fast 4 Wochen gewartet hatte.
      Heute habe ich alles durch eine Mullwindel gegeben. Da ich noch keine Essigmutter habe, aber ein schönes Exemplar möchte (es fällt ja regelmäßig Trester an), gabe ich zum füttern etwas Honig zugegeben.
      Bin gespannt auf das Ergebnis!

      Da mir aufgefallen ist, wie schnell Melone sauer wird, möchte ich nun auch mal einen Versuch damit starten.

      Mit Banane ist der Essig schon super gelungen, nur hat er durch den hohen Zuckeranteil heftig geschäumt (also große Gefäße verwenden!) Beim Abseihen braucht es etwas Geduld, da man die Masse nicht durchs Tuch pressen kann (ohne Mus zu fabrizieren), sondern gut abtropfen lassen muss.

      • Hallo Sylvia, danke für diesen schönen Bericht, bitte halte uns auf dem Laufenden. Wir sind gespannt, wie es mit Trester und Melone weiter geht!

  • Jule

    Hallo,
    Ich möchte den Apfelessig gerne ausprobieren, verwende dafür aber nur Apfelreste. Kann ich die Kerne und zum Beispiel auch kleine braune Stellen, die ich rausschneide für den Essig verwenden?

    Liebe Grüße
    Jule

    • Maximilian Knap

      Egal was man zubereitet, man sollte eigentlich nie verfaulte oder bereits matschige Stellen verwenden, sondern nur einwandfreie Fruchtteile. Der Grund: An diesen Stellen haben sich die Fäulnis verursachenden Mikroorganismen schon stark vermehrt, und die will man nicht im Lebensmittel haben. andernfalls würde das Ganze nur umso schneller schlecht werden, leider!

  • Karin

    Tolle Sache,
    den probier ich mal aus, wenn meine gekaufte Flasche verbraucht ist. Mehr wie schiefgehen kann es ja nicht.
    LG von Karin

    • wir haben vor einer Woche auch ein Glas angesetzt und es riecht schon sehr angenehm :)

  • Chris

    Habe vor 2 Wochen den Essig angesetzt und heute umgefüllt bzw. die Früchte abgeschüttet. Allerdings hab ich mir dabeiein wenig die Ohren gebrochen, weil das Geschirrtuch zu undurchlässig ist. Was für ein Tuch wäre dafür geeignet?

    • Statt einem Tuch kannst du auch ein feines Sieb zum Abgießen nutzen.

  • Nadine Heiser

    Ich finde diese Seite echt toll ;) Ich mal ein paar Fragen, wenn ich das richtig verstehe soll ich das nach 2 Wochen mit einem Sieb abschöpfen und hinterher 4-6 Wochen warten? Kann ich den Apfelessig dann auch als Weichspühler nutzen? Und dann auch nur für bunt Wäsche richtig?

    • Maximilian Knap

      Hallo Nadine, das mit dem Filtern und anschließendem Reifen ist richtig, nach ein paar Wochen ist der Essig dann ausgereift und aromatisch. Im Prinzip ist er auch als Weichspüler nutzbar (nicht nur für Buntes), bei diesem trüben Naturprodukt könnte es aber unter Umständen zu Verfärbungen kommen. Deshalb verwenden wir gerade in der Waschmaschine zur Sicherheit lieber weißen, klaren Tafelessig.

  • Nicole

    Hallo, ich würde den Essig auch gern ausprobieren. Bei den unten stehenden Posts der anderen Leutchen habe ich jedoch gelesen, dass die Äpfel und der Ansatz möglichst kühl – am besten bei ca. 15 Grad – stehen sollen. Jetzt im Juni ist es natürlich viel wärmer. Ich könnte daher die ganze Sache in den Keller stellen, weiß aber nicht, ob für den Gärungsprozess Licht benötigt wird.
    Was nun? Was macht da am besten? Oder ist jetzt einfach die falsche Jahreszeit?
    LG Nicole

    • Maximilian Knap

      Hallo Nicole, das ist eine interessante Frage. Probiert haben wir es zwar noch nicht, ich bin aber fast sicher, dass die Gärung unabhängig vom Licht abläuft und deshalb auch im Dunkeln funktionieren sollte. Falls du es probierst, freuen wir uns natürlich sehr über einen kleinen Bericht. Viel Erfolg und liebe Grüße!

      • Nicole

        Danke für dein schnelles Feedback. Du würdest also davon abraten, dass der Ansatz im Warmen steht? Wird die ganze Sache dann schlecht? Oder könnte man das auch mal testen? Keine Ahnung, ob du damit auch schon Erfahrung gemacht hast…

        • Maximilian Knap

          Genau, zu warm würde ich es nicht stellen, dann lieber in den Keller!

          • Nicole

            Ok. Merci :-)
            Dann werde ich das mal testen und später ein Feedback geben.

  • Claudia

    Hallo,
    könnte man da auch Honig statt Zucker rein tun?
    LG

    • Maximilian Knap

      Probiert haben wir es noch nicht und ich könnte mir vorstellen, dass der Honig aufgrund seiner leicht antibakteriellen Wirkung den Prozess hemmt. Andererseits besteht er ja auch zum größten Teil aus Zucker, einen Versuch ist es wert!

  • Chris

    Wird der Essig auch noch regelmäßig umgerührt, nachdem die Äpfel ausgesiebt wurden oder ist das hinderlich für die Bildung der Essigmutter?

    • Maximilian Knap

      Wir lassen den Essig nach dem Absieben in Ruhe – wird dann wunderbar :-) Ob das Rühren/Schwenken zu diesem Zeitpunkt schädlich ist, kann ich gar nicht sagen… notwendig ist es nach unserer Erfahrung jedenfalls nicht.

  • Alexandra München

    Hallo, starte auch gerade meinen ersten Versuch den Apfelessig selbst zu machen und es riecht schon ganz gut:-)
    Mich Interessiert ganz brennend: Webb von Essig die Rede ist, kann man egal welchen Essig nehmen, also alle Tipps können demnach mit Apfelessig probiert werden oder gibt es da Unterschiede?

    • Maximilian Knap

      Hallo Alexandra, es kommt ein bisschen darauf an. Allen Essigen gemein ist der mehr oder weniger hohe Gehalt an Essigsäure. Je nach Sorte sind dann noch zahlreiche weitere Substanzen enthalten. Naturtrüber Apfelessig eignet sich besonders gut für pflegende Anwendungen für Haut und Haar, in dieser Hinsicht hat er viel mehr zu bieten als simpler Tafelessig. Der farblose Tafelessig hingegen eignet sich besser z.B. zum Vorbehandeln der Wäsche oder als Weichspüler-Alternative, wo trüber Apfelessig (oder anderer farbiger Essig) möglicherweise Verfärbungen hinterlassen würde. Zum Putzen sind sie wiederum beide gut geeignet…

      • Alexandra München

        Ok, super. Sowas ähnliches dachte ich mir schon. Danke für die schnelle Antwort. Ich werde mal berichten wenn der Apfelessig fertig ist.

  • Tina

    Hallo,
    ich habe meinen Apfelessig vor zwei Wochen in einem großen Einmachglas angesetzt. Um auch die obersten Apfelstücke unter Wasser zu halten habe ich das Glas bis oben hin gefüllt, so dass es überläuft und dann den Glasdeckel draufgelegt und mit einem Tuch abgedeckt. Es hat etwas geschäumt, wenn ich geschüttelt habe und ich musste öfter Wasser nachfüllen. Die Äpfel schwimmen nach zwei Wochen immer noch oben.
    Jetzt habe ich gesehen, dass eigentlich Luft an das ganze soll…
    Also ohne den Glasdeckel stehen lassen.
    Kann/soll ich meinen Ansatz jetzt noch ohne Deckel ziehen lassen?
    Aber wie halte ich dann die Äpfel unter Wasser?

    Liebe Grüße
    Tina?

    • Maximilian Knap

      Wenn der Essig nicht schlecht riecht sondern nur nach Essig, dann hat es vermutlich geklappt und du kannst abgießen und den Essig ausreifen lassen. Wenn im ersten Schritt ein paar Zipfel der Apfelstücke oben aus dem Wasser schauen, ist das nicht so schlimm. Deshalb schwenkt bzw. rührt man es ja ab und zu, so dass jedes Mal andere Enden oben sind und so schnell nicht schimmeln können.

  • Jana

    Hei,
    ich möchte mich auch an das Experiment Apfelessig wagen und zwar gleich in größeren Mengen. Nun habe ich leider keine so großen Gläser und frage mich, ob das wohl auch in einer Tupperschüssel funktioniert. Hat damit jemand Erfahrung und kann mir dazu was sagen?
    Danke und viele Grüße
    Jana

    • Maximilian Knap

      Probiert haben wir es nicht, aber in einem Plastikgefäß sollte es wohl ebenfalls funktionieren, da bin ich recht sicher.

  • Gertrud Mösges

    Hallo, ich habe meinen ersten Essig vor ca 3 Wochen angesetzt, die Früchte sind noch oben und es riecht leicht nach Essig aber ich glaube ich habe zuviel Wasser auf gegossen.Ich weis nicht recht wird das noch oder soll ich abbrechen?

    • Maximilian Knap

      Sofern es nicht schimmelt oder anderweitig schlecht aussieht, kannst du den Essig ja trotzdem filtern und weiter reifen lassen. Möglicherweise erhältst du dann sehr milden Essig mit geringer Säurekonzentration – solange er schmeckt :-)

  • Christine Ottens

    Hallo, ich habe voller vergnügen eure tollen Rezepte ausprobiert. habe jetzt beim Apfelessig eine Frage. Nach dem ersten Abgießen und Herausholen der Apfelstücken habe ich den Essigansatz in ein großes Glas gefüllt und abgedeckt. Jetzt ist ca. eine Woche vergangen und meine Essig riecht volle Kanne nach Hefe. Oben drauf schwimmen weiße Brocken. Habt ihr damit Erfahrung? Liebe Grüße Tine

    • Maximilian Knap

      Was schwimmt denn oben – kannst du vielleicht ein Foto machen? Eigentlich sollte es eher nach Essig riechen.

      • Christine Ottens

        https://uploads.disquscdn.com/images/5abf35782ac5eceb912baf57f630a80726783677a272519bda83ed0b85379f91.jpg

        Hallo Maximilian, vielen Dank für deine Antwort. Hier ist das Foto. LG Tine

        • Maximilian Knap

          Das könnte die entstehende „Essigmutter“ sein, also eine Schicht aus Essigsäurebakterien/MIkroorganismen, die den Zucker mit Luftkontakt zu Essig vergären. So intensiv an der Oberfläche habe ich es aber selbst auch noch nicht gesehen. Sofern es kein Schimmel ist, würde ich einfach mal abwarten. Der Essiggeruch sollte sich intensivieren und der Hefe-Geruch nachlassen. Falls es dann nichts wird, kannst du immer noch abbrechen.

          • Christine Ottens

            Danke Maximilian.

          • Sarah

            Das ist eindeutig Essigmutter. Hab ich auch immer drauf. Lass es noch einige Zeit ruhig (ohne wackeln) stehen und es wird zu einer dicken Schicht, die Du dann einfach entnehmen kannst und für den nächsten Ansatz nutzen kannst.
            Wenn Du nicht sofort den nächsten Ansatz machst, kannst Du die Essigmutter in einem Schraubglas aufheben. Bedecke hierfür die Essigmutter mit etwas von dem entstanden Essig, so dass sie auch untergehen kann (das ist wichtig damit sie nicht schimmelt wenn sie unbeaufsichtigt auf den nächsten Essigansatz im Keller oder Schrank wartet).
            Beim nächsten mal gibst dann einfach die Essigmutter zusammen mit dem bisschen Essig zum Ansatz dazu und der Essig gelingt garantiert ;-)

          • Christine Ottens

            Hallo Sarah,
            Danke das du dir die Zeit genommen hast mir zu Antworten :) LG

  • Lena Bau

    Hallo, ich möchte mich auch mal an Essig versuchen :)
    Wie lange hält sich der fertige Essig?
    Und was für Obst nehme ich um einen möglichst klaren (hellen) Essig zu erhalten?
    Liebe Grüße,
    Lena

    • Maximilian Knap

      Industriell hergestellter Essig hat kein MHD und kann viele Jahre verwendet werden, wenn man ihn nicht verunreinigt. Beim selbst gemachten ist das etwas anders, weil man ja in der Regel nicht genauso sauber arbeiten kann. Weil die Essigsäure an sich aber schon ein gutes Konservierungsmittel ist (deshalb dient Essig auch zum Haltbarmachen anderer Lebensmittel), kann man aber trotzdem von einer langen Haltbarkeit ausgehen. Wir haben ihn schon problemlos über ein Jahr aufbewahrt. Natürlich alles ohne Gewähr – Sauberkeit bei der Herstellung und späteren Lagerung ist das A und O :-)

      Die Farbe hängt stark von den verwendeten Früchten ab. Himbeeressig wird schön rötlich, Apfelessig gelblich… für noch helleren könntest du es mal mit Birnen probieren. Viel Erfolg und liebe Grüße!

    • Lena Bau

      Vielen Dank für die schnelle Antwort!
      Ich probiere es dann mal mit Birnen :)

  • Enrico Hähnlein

    Hallo,
    habe meinen Ansatz schon fast drei Wochen, bei mir in der Lagerhalle stehen, es schwimmen aber die Stücke noch nicht unten, riechen tut er schon und Bläschen sind auch da, bei cirka 2 Wochen, waren diese aber stärker zu sehen…kann ich diesen schon in die Gläser abfüllen?
    Grüsse Enrico

    https://uploads.disquscdn.com/images/b7a032dbfbb441319bf7f510f4a9afd5a1b3b726440731e3a91661ea8be0de3f.jpg

    • Maximilian Knap

      Sofern es schon stark nach Essig riecht, machst du nach drei Wochen sicher nichts falsch, wenn du ihn jetzt filterst. Sieht schön aus!

      • Enrico Hähnlein

        Hallo,

        Ich sage mal es riecht aber nicht unbedingt stark? Laut anderen Foren oder wo ich das gelesen habe…sollen doch die Apfelstücke untergehen? Soll ich schon umfüllen oder noch warten?

        Grüsse Enrico

        • Maximilian Knap

          Sofern nichts schimmelt, schadet es auch nicht, wenn du einfach noch ein bisschen länger wartest. Vielleicht sinken sie ja noch!

        • Enrico Hähnlein

          Nee es schimmelt nichts, da sie ja alle noch schwimmen im Wasser, müssen sie denn unbedingt sinken?

          • Maximilian Knap

            Müssen sie nicht. Es sollte nur schon genügend Zucker und andere Stoffe aus der Frucht im Wasser gelöst sein, so dass die Bakterien sie in Essigsäure verwandeln können. Wenn es schon fein säuerlich riecht, sollte nach drei Wochen die Zeit gekommen sein.

  • Maharco DieFreifreie GrueneTom

    hallo, super informative Seite danke! aber trotzdem würde mich noch interessieren, ob es denn wirklich nötig ist die Früchte zu entnehmen, oder kann ich diese bis zum abfüllen in Flaschen drin lassen? die Idee dahinter ist, dass dadurch noch mehr Geschmack und Inhaltsstoffe in den späteren Essig übergehen. außerdem frage ich mich ob ich später die Flaschen beim lagern schließen darf oder offen lagen muss, da die nützlichen Bakterien ja Luft benötigen.
    liebe Grüße

  • lyd

    Hallo, ich würde das gerne mal ausprobieren, aber ist der Geruch in der Wohnung nicht störend? Wo stellt ihr den Essigansatz hin?

    • Der Geruch verbreitet sich eigentlich nicht sehr stark, bei uns steht der Ansatz einfach in der Küche. Es ist auch eher ein fruchtiger Duft und kein unangenehm beißender Essig-Geruch. Einfach mal ausprobieren, wenn es dich stört, kannst du das Glas immer noch in die Abstellkammer verfrachten :-)

  • Maria Klich

    Wow, was eine tolle Idee. Super. Kann man auch einfach Apfelreste nehmen? Also Kerngehäuse? Liebe Grüße :) Ich liebe Eure Seite :)

    • Das Grobe sollte raus, feine Schwebstoffe sind kein Problem. Liebe Grüße!

      • Maria Klich

        Danke :). Heute gestartet. Ich bin schon ganz aufgeregt. Ich trinke jeden Morgen Apfelessig. Da ist dieser Tip super. Und im Sommer werde ich es mit Johannisbeeren aus dem Garten versuchen. Danke :)

  • Andrea

    Also, ich habe es probiert. Ich habe sehr viel Apfelreste gehabt und den Essig damit angesetzt. Heute habe ch ihn dann nach der 6wöchigen Vergärungszeit umgefüllt. Ich muss sagen, dass er komplett anders riecht und schmeckt, als gekaufter Essig. Eigentlich stellt mich das Ergebnis überhaupt nicht zufrieden, ich glaube nicht, dass ich ihn verwenden werde. Ich werde es noch einmal versuchen und wenn der Geruch/geschmack genauso ist, dann werde ich das lassen. Vielleicht habe ich ja was falsch gemacht. Sollte der Essig dem gleichen, den man kaufen kann, oder ist das richtig, dass er sich davon stark unterscheidet?

    Liebe Grüße Andrea

  • Andrea

    Ich habe nioch einmal im Internet nachgelesen. Es kann daran liegen, dass ich den Essig beim Vergären in einer zugeschraubten Flasche hatte. Ich habe jetzt gelesen, dass er atmen muss. In eurer Beschreibung steht davon leider nichts, hier steht nur, dass er „abgedeckt“ sein muss. Mir war nicht klar, dass hierbei ebenfalls ein durchlässiges Tuch gemeint war. Vielleicht solltet ihr in eurer Beschreibung da explizit drauf hinweisen, damit anderen nicht das gleiche passiert.

    Liebe Grüße Andrea

    • Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht (im anderen Kommentar)! Die kleine Ungenauigkeit haben wir sogleich korrigiert. Hoffentlich klappt es beim nächsten Mal noch besser. Viel Erfolg und liebe Grüße!

  • Mensch unserer Welt

    Ich habe eine Frage zum Apfelessig machen. Ich starte gerade meinen ersten Versuch. Danach kann man ja die „Essig-Mutter“ entnehmen. Muss ich damit dann sofort neuen Essig ansetzen oder kann ich die auch eine Zeit lang irgendwie lagern? Wenn ja, wie und wie lange? Und da fällt mir noch eine Frage ein. Wenn ich Essig aus anderen Früchten machen will, könnte ich dann auch die Essig-Mutter vom Apfelessig verwenden oder ist die nur für Apfelessig geeignet?
    Im übrigen möchte ich mich nochmals für die tollen Anregungen bedanken. Ihr habt hier wirklich eine wahre Schatztruhe geschaffen. Ich hab schon einiges getestet und die Seite auch schon mit Begeisterung weiter empfohlen..

    • Marla

      Hallo vielen Dank für deine lieben Worte! Zur Essig-Mutter: Belasse sie in dem hergestellten Essig an einem kühlen Ort, decke wieder alles mit einem Tuch ab, damit die Bakterien atmen können. Da sie an der Essig-Oberfläche schwimmt, sollte sie ab und zu nach unten gestupst werden, damit sie von allen Seiten mit Essig benetzt wird. Wenn du sie vergrößern willst, musst du sie füttern (je nachdem ob du Zucker oder Alkohol verwendet hast), da die Bakterien nur so lange leben, wie sie etwas zu essen haben. Wie lange die Mutter haltbar ist, kann ich dir leider nicht sagen, das müsstest du ausprobieren. Die Essig-Mutter vom Apfelessig kannst du auch für andere Früchte zum Ansetzen benutzen. Viel Freude wünsche ich dir und liebe Grüße!

  • Susie Dampf

    Hallo, vielleicht könnt Ihr mir helfen. Ich habe einen gebrauchten Keramik-Essigtopf geschenkt bekommen und bin nun auf der Suche nach einer Korkdichtung für den Zapfhahn. Ich habe im Internet leider nur Firmen gefunden, die Essigtöpfe verkaufen, aber keine Ersatzteile. Hat jemand eine Idee, woher ich diese Korkdichtung bekommen kann?
    Viele Grüsse

  • Julia Reister

    hallo!
    wir pressen jedes Jahr Apfelsaft. Kann ich aus den Resten Essig machen? Oder ist zu wenig „Apfel“ übrig um einen gehaltvollen Essig zu erhalten?
    lg

    • Marla

      Hallo Julia, aus den Resten wie Kerngehäuse und Schalen kannst du auch Apfelessig machen. Viel Freude dabei!

  • Julia Reister

    nochmal hallo,
    jetzt habe ich endlich mal geschrieben, aber gar nicht gelesen, was hier alles schon stand. die antwort hat sich nun ergeben, ich werde es also probieren und hoffen, dass ich sauber genug arbeiten kann.
    liebe grüße

  • Katharina Sittner

    Habe seit Ca. Zwei Wochen Essig am gären. Es riecht extrem nach Apfelwein und hat sich eine schlierige weißliche Schicht gebildet. Die Äpfel sind etwas bräunlich geworden und noch nicht abgesunken. Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Über eine schnelle Antwort würde ich mich freuen.

    • Marla

      Hallo Katharina, klingt so, als wäre alles in Ordnung. Liebe Grüße!

  • Marion Fischer

    Hallo!
    Erst einmal vielen Dank für diese wundervolle Seite! Habe schon ganz viel (erfolgreich) ausprobiert!!!
    Zum selbst-angesetzten Essig: Ich mache seit ca. 3 Jahren viiiel Apfelessig, da wir einen Kleingarten mit vielen Äpfeln haben. Habe ihn aus Resten, Trester und auch übriggebliebenen Äpfeln gemacht.
    Immer habe ich die Ansätze ohne Zucker gemacht – mittlerweile habe ich auch genügend Essigmutter produziert, die neuen Ansätzen zugefügt wird. Klappt auch alles ganz gut.
    Nun habe ich 2 Fragen:
    1. Der in Flaschen abgefüllte Essig bildet nach einiger Zeit immer wieder gelartige / wabbelige Stücke (trotz abseihen); das ist etwas unangenehm wenn ich Essig als Haarspülung verwende. Woran kann das liegen? Kann ich das verhindern?
    2. Der Säuregehalt kommt mir irgendwie schwach im Vergleich zu naturtrübem, gekauftem Essig vor. Kann es sein, daß der selbstgemachte deutlich milder ist?
    Ganz liebe Grüße – Marion

    • Hallo Marin! Nach dem Filtern kann sich die natürliche Gärung durchaus noch fortsetzen, weil ja nach wie vor reichlich Essigsäurebakterien enthalten sind. So kann mit der Zeit eine neue Essigmutter entstehen. Das ist aber auch ein Zeichen dafür, dass die Gärung noch nicht abgeschlossen ist, weil noch reichlich zu vergärender Zucker enthalten ist. Dies erklärt auch, warum der Essig vergleichsweise mild ist. Du könntest ihn einfach länger stehen lassen zum Nachreifen, damit möglichst viel Zucker umgewandelt wird, irgendwann kommt der Prozess von allein zum Erliegen und es entsteht auch keine neue Essigmutter mehr. Liebe Grüße!

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