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Apfelessig und anderen Fruchtessig ganz einfach selbst herstellen
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Essig aus Äpfeln oder anderen Früchten und Fruchtabfällen wie Schalen und Kernen herstellen ist einfacher als gedacht. So machst du deinen eigenen Essig!

Essig ist ein erstaunliches, sehr gesundes und auch im Haushalt nützliches Hausmittel. Insbesondere Apfelessig lässt sich zudem als natürliches Mittel zur Hautpflege nutzen!

Statt das Naturprodukt immer wieder neu zu kaufen, kannst du Apfelessig auch leicht selbst herstellen. Die folgende Methode ist besonders einfach und eignet sich auch für die Herstellung anderer Fruchtessige. Sie erfordert nur wenige Handgriffe und etwas Geduld. Am Ende erhälst du einen wohlschmeckenden und bekömmlichen Apfelessig, den du in der Küche, im Haushalt und für die Hautpflege verwenden kannst.

Apfelessig selbst herstellen

Zur Herstellung des Apfelessigs benötigst du folgende Zutaten und Utensilien:

  • Bio-Äpfel oder einfach die Reste davon (Schalen, Kerngehäuse)
  • 2 EL Zucker pro Kilo Apfel (optional, um die Gärung zu beschleunigen)
  • Ein sauberes Gefäß, z.B. ein großes Einmachglas mit mindestens ein bis zwei Litern Fassungsvermögen
  • Ein sauberes Küchentuch

Sofern verfügbar kannst du die Reste von Äpfeln zur Essigherstellung verwenden. Beim Kochen von Apfelmus oder beim Apfelkuchen bleiben für gewöhnlich die Schalen und Kerngehäuse übrig. Alternativ kannst du auch ganze Äpfel verarbeiten und zu diesem Zweck in kleine Stücke schneiden.

Essig aus Äpfeln oder anderen Früchten und Fruchtabfällen wie Schalen und Kernen herstellen ist einfacher als gedacht. So machst du deinen eigenen Essig!

So gehst du vor:

  1. Gefäß gründlich auswaschen und zur Sicherheit mit einer heißen Soda-Lösung desinfizieren, wie hier beschrieben, damit es keimfrei wird.
  2. Apfelstücke und Zucker hinein geben, mit Wasser aufgießen, bis die Reste gut bedeckt sind.
  3. Am besten mit einem sauberen Tuch abdecken, damit es möglichst hygienisch bleibt und sich kein Schimmel bildet; es kann in einer sehr sauberen Umgebung auch ohne funktionieren, doch sicher ist sicher.
  4. Ab und zu umrühren oder leicht umschwenken, um Schimmelbildung zu vermeiden; mit der Zeit entsteht Schaum durch die einsetzende Gärung, das ist so gewünscht.
  5. Nach mehreren Tagen (die Dauer variiert jedes Mal etwas und hängt auch von der Menge des verwendeten Zuckers ab) ändert sich der Geruch und man bemerkt schon die feine Essignote, die Früchte beginnen, nach unten zu sinken.
  6. Ohne Zusatz von Zucker ist spätestens nach zwei Wochen der Essiggeruch intensiv ausgeprägt, mit Zucker schon eher;  jetzt durch ein sauberes Tuch abgießen und wieder in ein sauberes Gefäß füllen.
  7. Abgedeckt (mit einem Tuch, damit weiterhin Luft heran kommt) für vier bis sechs Wochen zu Apfelessig vergären lassen.
  8. Durch ein feines Sieb oder Tuch gießen und in Flaschen füllen.

Während der Essigsäure-Gärung entstehen in der Flüssigkeit zunächst Schlieren, die später einen geleeartigen Block ergeben. Das ist die so genannte Essigmutter, eine Kultur aus Essigsäurebakterien. Wirf sie nicht weg, du kannst sie deinem nächsten Ansatz zugeben, um dessen Entwicklung noch zu beschleunigen.

Essig aus Äpfeln oder anderen Früchten und Fruchtabfällen wie Schalen und Kernen herstellen ist einfacher als gedacht. So machst du deinen eigenen Essig!

Das Resultat ist schon am Geruch und Geschmack leicht zu erkennen. Wenn du durchgehend auf gute Hygiene geachtet hast, entsteht wunderbarer Apfelessig.

Varianten

  • Anstatt die Fruchtstücke zunächst separat anzusetzen, kannst du sie auch zu Apfelsaft pressen. Der Saft wird dann für vier bis sechs Wochen zugedeckt stehen gelassen und verwandelt sich in Apfelessig. Durch Zugabe eines Stücks von der Essigmutter funktioniert die Umwandlung noch besser.
  • Die Verwendung von Apfelsaft aus Flaschen ist ebenfalls möglich. Verwende nur naturtrüben Direktsaft, da nur dieser alle wertvollen und für die Essigsäuregärung benötigten Inhaltsstoffe aufweist.
  • Diese Methode funktioniert genauso gut mit fast allen anderen Früchten. Wie wäre es zum Beispiel mit Birnenessig, Himbeeressig, Erdbeeressig, Johannisbeeressig oder Tomatenessig?

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Du hast das Rezept probiert? Wie waren deine Ergebnisse, und mit welchen Früchten? Wie immer freuen wir uns auf deine Kommentare und Anregungen!

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