Krieg geht uns alle an und jeder kann etwas dagegen tun

Zeitungen und Fernsehen wimmeln von Berichten über Kriege und Flüchtlinge. Was kann jeder einzelne von uns dagegen unternehmen?von Takver [CC-BY-SA-2.0]

Die Nachrichten der letzten Jahre über die verschiedenen Konfliktzonen lassen mir keine Ruhe mehr. Unendliches Leid in immer mehr Regionen dieser Welt und Millionen von Menschen, die gezwungen sind ihre Heimat zu verlassen, nur um einigermaßen selbstbestimmt überleben zu können.

Krieg hat viele Ursachen. Oft wird über ethnische oder religiöse Konflikte berichtet, oder über die Machtgelüste einzelner Herrscher. Wenn man sich aber die aktuellen Konflikte in Ländern wie Syrien, der Ukraine, dem Irak oder Lybien anschaut, dann spielen fossile Rohstoffe und die Interessen verschiedener Parteien an diesen Rohstoffen immer wieder eine wichtige Rolle.

Die Konflikte schwelen in Förderländern für Öl und Gas oder wichtigen Transitländern für Gaspipelines. Mit fossilen Rohstoffen lässt sich sehr viel Geld verdienen, deshalb ist die Kontrolle von Fördergebieten und Transitrouten hart umkämpft.

Wie bei vielen “großen Problemen” leiden aber auch hier viele Unschuldige darunter und müssen ihr Leben innerhalb kürzester Zeit radikal ändern.

Gleichzeitig ist zu erkennen, dass Länder mit reichen Rohstoffvorkommen oft zu starker Korruption und autokratischen Regimes tendieren. Dies geht oft einher mit Menschenrechtsverletzungen und stark limitierten ökonomischen und persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten der Bevölkerung.

Eine interessante These in diesem Zusammenhang ist der sogenannte Ressourcenfluch.

Was also tun?

Wenn man dieser Gedankenkette folgt, kommt man schnell zu dem Schluss, dass der persönliche Verbrauch von Erdölprdukten wie Benzin, Gas, Plastik und vielen anderen mehr einen Teil zu diesen Konflikten beiträgt.

Weniger Abgase reduzieren also nicht nur CO2 Ausstoß. Eingeschränkter Konsum von Plastikprodukten verringert nicht nur die Umweltverschmutzung und hilft der Gesundheit. Durch bewussten Verzicht auf Erdölerzeugnisse kann man auch einen kleinen Teil dazu beitragen, langfristig Konflikte zu entschärfen.

Wenn du jetzt sagst, dass man nur ein winzig kleines Rädchen ist, dann antworte ich mit einem kurzen Wortwechsel aus einem meiner Lieblingsfilme:

“Ganz gleich was du ausrichtest, es wird nie mehr sein als ein einzelner Tropfen in einem unendlichen Ozean!”

“Was ist ein Ozean, wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen?”

Lösungsansätze

Wir haben eine Serie von Beiträgen erstellt mit den besten Tipps, wie du weniger Öl und Gas verbrauchst und lokale Energiequellen besser nutzt. Die meisten dieser Lösungen kommen auch deinem Geldbeutel zugute und sind gut für die Gesundheit.

Wie bei fast allen unseren Tipps ist nicht jeder für jede Lebenssituation geeignet. Vielleicht sind aber auch zwei oder drei dieser Ansätze für dich richtig.

Transport

Der Transport von Personen und Gütern verbraucht den größten Anteil der weltweiten Erdölproduktion. Hier besteht gleich das größte Einsparpotential, das vielleicht auch du mit dem einen oder anderen Ansatz verwirklichen kannst:

Haushalt

Nach dem Transport sind das Heizen und Kühlen von Wohnungen, Häusern und gewerblichen Immobilien der zweitgrößte Bereich mit hohem Verbrauch von Erdöl und Gas. Auch bei der Stromerzeugung spielt gerade Erdgas eine wichtige Rolle.

Der einfachste Weg, den persönlichen Erdöl- und Erdgasverbrauch zu Heizzwecken zu senken, besteht in modernen Heizkonzepten ohne Öl und Gas. Mit solarthermischen oder auch photothermischen Anlagen lässt sich die kostenlose, regionale Sonneneinstrahlung direkt zur Gebäudeheizung und Warmwasserbereitung nutzen.

Leider scheint gerade in der Heizsaison nicht gerade häufig die Sonne. Eine weitere, sinnvolle Alternative zu Öl- und Gasheizungen stellen deshalb effiziente Wärmepumpensysteme dar. Sie verwenden Strom, um der Umgebungsluft oder dem Erdreich Wärme zu entziehen, die dann als Heizwärme genutzt werden kann. In Kombination mit speziellen Ökostrom-Tarifen sowie ggf. einer eigenen Photovoltaikanlage lässt sich damit eine zu 100 Prozent von Erdöl und Erdgas unabhängige, regionale Versorgung mit Heizenergie realisieren.

Der nachhaltigste und ökologischste Strom ist der, den man gar nicht erst verbraucht, deshalb haben wir auch einige Tipps zum Energiesparen:

Darüber hinaus solltest du dir überlegen, ob du vielleicht grundsätzlich den Stromanbieter wechseln und bewusst Ökostrom nutzen könntest.

Andere Produkte

Neben der Fortbewegung und der Energiegewinnung für Strom und Wärme wird Erdöl für die Herstellung vieler anderer Produkte verwendet. Ob in Plastik, Babyöl oder Kosmetik – Erdölprodukte sind viel weiter verbreitet, als den meisten bewusst ist. Auch viele industrielle Düngemittel und Herbizide werden mit Erdöl hergestellt, ein weiterer Grund, etwas mehr Geld für Bio-Produkte auszugeben.

Hier findest du nur ein paar Ansätze, wie du den Verbrauch an Erdölprodukten verringern kannst:

Sicherlich gibt es noch viele andere Tipps und Tricks, wie man den Verbrauch von Ölprodukten sowie Erdgas reduzieren und durch diesen bewussten Konsumverzicht einer kriegsverursachenden und menschenfeindlichen Geopolitik entgegenwirken kann. Welche fallen dir ein?

6 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hi, das sind gute Tipps aber was ist wen diese ganzen Kriege vielleich doch einen ganz anderen Ursprung haben. Ich habe ein Buch gelesen von einem Whistleblower. Es heisst “Mein Vater war ein MIB”. Es ist noch relativ neu. Ich finde es ist absolut lesenswert um das ganze mal aus einer anderen und noch nicht einmal recht abwegigen Perspektive zu betrachten. Es sind viele Themen in dem Buch enthalten. In einem geht es darum das es über unsere Regierungen noch eine Gruppierung steht die eigentlich über uns regiert. (Ich kenne viele die das auch so sehen). “Und diese wollen laut dem Buch die Menschheit dezimieren.” (Das die Erde überbevölkert ist, ist ja wohl jedem klar).
    Es ist gar nicht so abwegig.
    Giftige Zusatzstoffe in unserer Nahrung und Hygieneartikel.
    Mittlerweile Mikroplastik in unseren Getränken.
    Pestizide, Glyphosphat.
    Das Leitungswasser ist in manchen Landkreisen (Altötting) vergiftet.
    Letztens gab es in den Nachrichten im Internet ein Beitrag das eine Familie die sich nur von “Bio” ernährt, erhöhte Glyphosphatwerte im Urin hatten.
    Die Chemtrails am Himmel die eigentlich auch nicht wirklich gesund sind für uns.
    Die chemischen Stoffe der Plastikflaschen gehen in unser Getränk sobald die Flaschen warm werden. Es gibt einige lesenswerte Beiträge diesbezüglich im internet. Das bezieht sich auch auf jede andere Plastikverpackung.
    Eine Regierung ist eigentlich dafür da die schaut das es dem Volk gut geht. Ich kann das leider nicht erkennen. Normalerweise gehören diese ganzen giftigen Zusätze verboten. Dank Glyphosphat sind mittlerweile unsere Böden vergiftet aufgrund dessen sterben viele nützliche Insekten und die ohne die wir nicht auf Dauer existieren könnten, die Bienen. (Naja es würde vielleicht dann mal ein neuen Berufszweig geben, Arbeitsplätze sichern, wen wir die Arbeit der Bienen übernehmen müssten)
    Ich kann nicht verstehen wie eine Regierung so etwas zulassen kann.
    Könnt ihr es verstehen.

    Antworten
  2. Die richtigen Banken unterstützen, welche das ihnen anvertraute Geld in nachhaltige Projekte statt in Waffen und Kriegstreiberei investieren!

    Antworten
  3. Anne Sellmann

    Es ist wirklich erstaunlich das bis jetzt noch keiner geschafft hat den sauberen Strom zu erzeugen. Alle bisherigen sind nicht wirklich sauber. Gerade in dieser modernen Zeit, wo bereits die Technologie bereits fortgeschritten sind. Was ist eigentlich mit Luftenergie ? Ich kann mir gut vorstellen wieviel Kraft Luft hat. Je größer Ballon ist, desto mehr Luftelemente hat man. Ich kann mir vorstellen das die Luftelemente ständig aneinander reiben bzw in Bewegung ist, welches daraus zu Strom wird. Hat schon mal jemand versucht ?Wenn nicht alles geht, müssen wir halt Fitness mit namen “Hamsterrad” gründen und ab auf Laufbahn laufen, dann läuft der Strom…. hihi

    Antworten
    • Das private Hamsterrad anstatt joggen an der frischen Luft. :-) schöne Vorstellung. Wir wären alle wahnsinnig fit, denn mit 1 Stunde täglich kämen wir noch nicht klar, oder? Zu hoch ist der Verbrauch jedes einzelnen. Und ganz nebenbei wären viele Volkskrankheiten heute auch weggezaubert :-D Dafür vielleicht mehr Verschleiß am eigenen Apparat?

  4. Patrick Gerig

    So schön die Idee mit den erneuerbaren Energien auch scheint, hinkt sie doch teilweise etwas.
    Beispiel Windenergie:
    Ein Windrad funktoniert nach dem gleichen Prinzip wie ein Dynamo am Fahrrad. Das heißt es werden riesen große, extrem starke Magnete in jedem Windrad benötigt. Diese modernen Super-Magneten bestehen aber zu guten Teilen aus seltenen Erden. Für die Gewinnung werden einerseits viele Gifte verwendet, die dann in Afrika häufig einfach in den nächsten Fluss geleitet werden. Ein weiteres Problem stellt die politische Lage in den Ländern der Gewinnung dar. Nicht selten werden Warlords gekauft, Kriege geführt, Menschen getötet, um die kostengünstige Gewinnung der benötigten Rohstoffe zu ermöglichen.
    Kurz: Wir erkaufen uns unser grünes Gewissen der Nachhaltigen Energie mit Ausbeutung, Krieg, vergifteter Umwelt und vergifteten Menschen.
    Auch bei Solarzellen ist die Lage kritisch. Der größte Teil wird umweltunfreudlich in Fernost poduziert.
    Auch wenn ich ein Freund der Erneuerbaren Energien bin, sollte man aber doch darauf achten, dass die Umweltfreundlichkeit schon bei Beginn der Produktion anfängt und nicht erst nach dem Aufstellen.

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    • Gut Argumente Patrick! Wirklich einfach sind wenige Dinge. Gibt es da Vergleiche oder Zertifikate, die diese Aspekte näher untersuchen?

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