Mit dem Elektroauto Geld sparen und die Umwelt schützen

Wie gelingt der Umstieg von einem handelsüblichen Diesel oder Benziner auf ein Elektroauto? Was muss bedacht werden und was kostet es?von holding graz [CC-BY-2.0]

Die Zahl der Elektroautos auf unseren Straßen wächst. Immer mehr Pioniere wagen den Umstieg und machen das elektrisch betriebene Auto salonfähig. Waren es im Jahr 2012 knapp 3.000 E-Cars, welche eine Neuzulassung erhielten, so kamen in 2014 immerhin schon über 8.500 dazu.

Theoretisch ist es ja ganz einfach, sich ein elektrisch betriebenes Fahrzeug zuzulegen, doch worauf musst du dich beim Umstieg vorbereiten und welches Modell ist überhaupt das richtige?

Welche Elektroauto-Modelle gibt es?

Die Zukunft fährt elektrisch. Das haben schon viele Hersteller, aber erst wenige Autofahrer verstanden. Mittlerweile hat fast jeder namhafte Automobilbauer ein eigenes Elektroauto auf den Markt gebracht. Das ist natürlich ein sehr gutes Zeichen, bedeutet aber auch einen erhöhten Rechercheaufwand. Je nachdem, wie groß dein Budget für ein neues Auto ist, kann die Reichweite der E-Cars bereits beträchtlich variieren.

Der kleine Citroën C-Zero ist sehr kompakt und weist ein schlichtes Design auf. Er wurde konzipiert, um bei kleinen Routinefahrten zur Seite zu stehen und kommt mit einer Aufladung 150 km weit, mehr als genug für die meisten, täglichen Pendel- und Einkaufsfahrten.

Sein japanischer Zwilling, der iMiev von Mitsubishi, ist laut Liste bereits für 23.790 Euro zu haben. Für einen Kleinwagen klingt das zunächst viel. Bei einer Fahrleistung von 12.000 km pro Jahr spart man jedoch bereits ca. 900 Euro jährlich an Kraftstoffkosten ein, dazu kommen nochmal kräftige Ersparnisse bei der KFZ-Steuer. Es lohnt sich deshalb, einmal genauer nachzurechnen und die Gesamtkosten z.B. während der ersten fünf Jahre zu vergleichen.

Etwas eleganter kommt der e-up! von Volkswagen daher. Sein einfaches Design lässt ihn nicht sofort als Elektroauto erkennen. Für 26.900 € kannst du mit ihm immerhin 160 km am Stück zurücklegen, bis er wieder an die Steckdose muss.

Lohnenswert ist es, einen genauen Blick auf die kleine Zoe von Renault zu werfen. Die unauffällige Französin ist bereits für 20.600 Euro zu haben, wobei du hier jedoch die Kosten für die Batteriemiete (ca. 80 € im Monat) noch bedenken musst. Dafür punktet sie mit einer Reichweite von 210 km!

Wie sieht deine Infrastruktur aus?

Das wohl häufigste Argument gegen die Anschaffung eines Elektroautos ist die angeblich (noch) nicht vorhandene Lade-Infrastruktur. Widmen wir uns dem Problem genauer, ist schnell zu sehen, dass dieses Argument schnell an Gewicht verliert.

Anders als beim Verbrennungsmotor kannst du ein E-Auto ganz einfach zu Hause tanken, nämlich an der nächstgelegenen Steckdose. Wenn du dann noch eine Photovoltaikanlage dein Eigen nennst, kannst du den eigenen Solarstrom tanken und fährst wenigstens im Sommer nahezu emissionsfrei.

Unterwegs musst du dich, genau wie bei Tankstellen, darüber informieren, wo die nächsten Ladestationen zu finden sind. Über diverse Smartphone-Apps kannst du die nächstgelegenen Stationen bequem anzeigen lassen. Das Aufladen dauert an einer Schnellladestation 20 bis 30 Minuten, was es dir erlaubt, auch zwischendurch eine kleine Pause einzulegen. Elektromobilisten nennen diese Zeit auch gern ihre “Ladeweile”.

Welche Förderung gibt es für dich?

Als das Schlaraffenland für Elektromobilisten gilt zurecht Norwegen, ironischerweise eines der größten Ölförderländer. Über 18.000 E-Cars wurden dort auf nur fünf Millionen Einwohner in 2014 zugelassen. Doch die Regierung arbeitete auch auf den Elektro-Boom hin. Freie Nutzung der Busfahrspuren, Mehrwertsteuer-Befreiung und das kostenlose Parken auf kommunalen Parkplätzen sind gute Argumente, um gegen den Benzin- und Dieselgestank vorzugehen und den Wechsel zu wagen.

In Deutschland hingegen ist die Situation eine vollkommen andere. Die Bundesregierung konzentriert sich auf die andere Seite der Elektromobilisierung und möchte die Nation bis 2020 als Leitmarkt auf diesem Gebiet etablieren.

Eine finanzielle Förderung für den Kauf eines E-Cars gibt es zwar, jedoch muss diese auf jedes Modell hin einzeln berechnet werden, da sie von der Batteriekapazität abhängig ist. Immerhin ist eine Befreiung von der KFZ-Steuer für zehn Jahre vorgesehen.

Was meinst du? Sind elektrisch betriebene Autos eine Alternative für dich? Hinterlasse uns einen Kommentar.

Vielleicht interessieren dich auch diese Themen:

Gefällt dir dieser Beitrag?

Bisher 3.3 von 5 Punkten.
(12 Bewertungen)

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.