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In den Garten statt in die Mülltonne – 7 Abfallprodukte als Dünger
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In den Garten statt in die Mülltonne - Abfallprodukte als Dünger

Pflanzen benötigen viele wichtige Nährstoffe um zu gedeihen und Erträge in Form von Obst und Gemüse zu liefern. Mit Wasser, Sonne, Luft und Liebe allein ist es leider nicht getan.

Die meisten Obst- und Gemüsepflanzen benötigen für kräftiges Wachstum außerdem ausreichend Nährstoffe in Form des richtigen Düngers.

Allerdings ist es vollkommen unnötig, auf chemische Dünger zurückzugreifen. Für die meisten Haushalte ist nicht einmal der spezielle Einkauf von Dünger nötig. Denn im ganz normalen Alltag fallen viele Abfallprodukte an, welche fantastisch als Dünger wiederverwendet werden können!

1. Kaffeesatz

Kaffee enthält wichtige Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium und Phosphor. Er zieht auch Regenwürmer an, welche die Erde rund um deine Pflanzen noch gesünder machen.

Mehr dazu findest du in diesem Beitrag: Kaffeesatz als hervorragenden Dünger verwenden 

2. Tee

Auch gebrauchter Tee gehört noch lange nicht auf den Müll und muss auch nicht kompostiert werden, um als Dünger zu wirken.

Stattdessen kannst du gebrauchte Teebeutel einfach in die Gießkanne für Topfpflanzen hängen und etwas ziehen lassen. Alternativ ist es auch möglich, die gebrauchten Teeblätter direkt unter die Erde zu mischen. Die Wirkung ist ähnlich wie die von Kaffeesatz. Weitere Verwendungsmöglichkeiten für Teebeutel findest du hier.

3. Eierschalen

Die Schalen von Eiern enthalten sehr viel Kalziumkarbonat, welches für viele Pflanzen und insbesondere Bohnen und Erbsen sehr wertvoll ist.

Allerdings solltest du den bestehenden Kalkgehalt deines Bodens berücksichtigen und auch den Kalkgehalt des Gießwassers! Wenn du mit Leitungswasser gießt und dieses in deiner Gegend schon sehr kalkhaltig ist, dann ist eine zusätzliche Düngung mittels Eierschalen nicht notwendig.

Zur Anwendung zerkleinerst du die Schalen und gibst sie in das Gießwasser, oder mischt sie direkt unter die Erde. Je feiner du die Schalen zerkleinerst, umso schneller stehen die Nährstoffe in aufnehmbarer für Pflanzen zur Verfügung. Mehr zum Düngen mit Eierschalen findest du hier.

Eierschalen sind reich an Kalzium und anderen Nährstoffen. Manche Zier- und Nutzpflanzen freuen sich riesig drüber! So stellst du den Eierschalendünger her!

4. Kartoffelwasser

Wenn du deine Kartoffeln ohne Salz kochst, dann kannst du das Wasser als Dünger für deinen Garten verwenden! Es gibt deinen Pflanzen Kalium und wertvolle Vitamine. Wenn du etwas Unkraut beseitigen möchtest, kannst du das Wasser auch heiß über den unerwünschten Pflanzen ausgießen.

Aus den Kartoffelschalen lässt sich übrigens ein geniales Spülmittel herstellen.

5. Bananenschalen

Die Schalen von Bananen beinhalten wertvolle Rohstoffe. Um sie als Dünger einzusetzen, gib die Schalen in eine Gießkanne und lasse diese ein paar Stunden stehen. So lösen sich die wertvollen Mineralien aus der Schale und du kannst mit dem Wasser deine Pflanzen gießen.

Weitere Anwendungen für Bananenschalen findest du hier.

6. Rhabarberblätter

Die Blätter des beliebten Rhabarbers sind zwar nicht genießbar, aber deine Pflanzen werden sie umso mehr lieben. Wenn die Blätter und Stile deine Pflanzen vergilben oder schlapp werden, kann Kaliummangel die Ursache sein. Rhabarberblätter haben dieses Mineral in Hülle und Fülle.

Im Frühjahr oder Herbst ist eine ist eine Düngung mit Kalium sinnvoll, ansonsten bei Bedarf. Setze hierzu eine Brühe oder einen Sud mit Rhabarberblättern an und verwende sie als Flüssigdünger.

Eine Anleitung und mehr Tricks zur ganzheitlichen Verwertung von Rhabarber findest du hier.

Rharbarber ist lecker! Was machst du aber mit den Blättern und den Wurzeln? Die sind viel zu schade für den Müll! Ich verrate dir, was du damit anstellst!

Über den Komposthaufen hinaus

Der Komposthaufen ist ein idealer Lieferant von nährstoffreichem Dünger. Allerdings gehören nicht alle organischen Abfälle auf den Kompost, und das Zersetzen benötigt viel Zeit.

Schneller und vielseitiger lässt sich nutzbarer Dünger aus Pflanzen- und Speiseresten mit dem japanischen Bokashi-Eimer gewinnen! In ihm werden sämtliche organischen Küchenabfälle (einschließlich Fleisch und Fisch) fermentiert und innerhalb von 6-9 Wochen erhältst du die Basis für sehr nährstoffreiche Komposterde.

Die Verwendung des Bokashi-Eimers erläutern wir ausführlich in diesem Beitrag: Kompostieren direkt in der Küche – mit dem Bokashi-Eimer!

Wie du einen Bokashi-Eimer schnell selber baust, erfährst du hier.

Du siehst, es gibt einige Abfallprodukte, über die sich deine Pflanzen sehr freuen würden.

Mehr Tipps für einen gesunden und ökologischen Garten findest du in unseren Buchtipps:

Der Biogarten: Das Original
Das große Buch der Selbstversorgung

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Hast du noch andere Tipps zum Düngen von Blumen und Nutzpflanzen?

  • natalie thomkins

    ich benütze seit über 10 jahren die bokashi *eimer. die fermentation geschieht
    durch die effektiven mikroorganismen, genannt em. wenn die bokashi eimer voll sind leere ich sie in die kompostkisten, tue auch rasenschnitt und andere gartenabfälle dazu und vermenge sie mit der verbliebenen erde. wichtig ist diesen kompost luftdicht abzuschliessen, also eine folie darüber, die mit holzleisten belegt wird, die wiederum mit steinen beschwert werden. dieses verfahren funktioniert anaerob und nach wenigen wochen hat sich schon alles zu erde und würmern verwandelt. die kann man dann an die pflanzen tun.
    gut ist sie durch rasenschnitt vor dem austrocknen zu schützen.

    *im ratgeber zu den bokashi eimern steht, das man das fermentierte
    zeug gleich um die pflanzen geben kann.
    als ich das zu anfang tat, wurde alles sehr schnell von unseren hunden
    und anderen tieren gefressen.

    • Vielen Dank Natalie, das sind tolle Informationen! Den Bokashi zum Kompost dazuzugeben müssen wir auch mal probieren!

  • Uli

    Ich entsorge immer die Asche (Vom Holz) aus meinem Kamin in
    den Kompost. Ich habe festgestellt, dass gerade die Asche von den Regenwürmern
    bevorzugt wird. Ich finde dort immer unzählige Jungwürmer.

    • Maximilian Knap

      Ja stimmt, reine Holzasche ist auch ein ziemlich guter Dünger. Man soll wohl einen gewissen Mengenanteil nicht überschreiten. Wie hoch der ist, weiß ich aber leider nicht.

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