Warum du dir die Restmüll-Tonne sparen kannst

Warum du dir die Restmüll-Tonne sparen kannstvon Dave Goodman [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons

Wie viele andere Menschen auch bin auch ich ein Müll-Trenner. Alles hat seine eigene Tonne: Papier, Verpackungen, die Bio-Tonne, Glascontainer der Gemeinde, der Komposthaufen im Garten und schließlich die Tonne für Restmüll.

Diese Trennung ist auch sinnvoll, jeder der verschiedenen Abfall- bzw. Rohstoffe ist wertvoll und kann recycelt und zu neuen Dingen aufgearbeitet werden. Nur der Restmüll nicht, der landet in Deutschland in den meisten Fällen in einer Müllverbrennungsanlage.

Das klingt zunächst sinnvoll, denn aus Müll entsteht so nutzbare Energie. Andererseits werden auf diese Weise jedes Jahr Millionen Tonnen wertvoller Rohstoffe verbrannt, die dem Kreislauf eigentlich auch wieder hätten zugeführt werden können.

Doch was ist eigentlich drin, in diesem Restmüll? Was genau werfe ich täglich weg, das nicht recycelt werden kann? Bei genauem Hinsehen stelle ich fest, dass eigentlich gar nichts dabei ist, was nicht auch in einer der anderen Tonnen sinnvoll entsorgt und recycelt werden könnte:

  • Zerknüllte Taschentücher
  • Gemüsereste aus der Küche
  • Kaffeesatz
  • Ausgebrannte Teelichter
  • Speisereste
  • … Sonstiges – gefühlt ist das eine ganze Menge!

Deshalb habe ich es gewagt: Bei mir gibt es keinen Eimer mehr für Restmüll, die Tonne bleibt leer! Von nun an bin ich gezwungen, bei jedem Abfall genau zu überlegen, worum es sich dabei eigentlich handelt und wie ich den Stoff richtig entsorgen sollte. Bei Glas und Papier ist das einfach, ich habe ja für beide die richtige Tonne.

Aber was genau mache ich nun mit dem ganzen Restmüll? Den werde ich irgendwie sinnvoll auf die restlichen Tonnen verteilen müssen.

Klingt kompliziert oder unmöglich? Ist es aber nicht! Seit acht Wochen bin ich nun Restmüll-frei, und bisher ist mir nichts untergekommen, was ich nicht auch fachgerecht ohne Restmülltonne entsorgen könnte. Ein paar Beispiele:

  • Kaffeesatz – diesen entsorge ich jetzt nur noch auf dem Kompost oder noch besser direkt im Garten als Dünger, denn dafür und für einige andere Zwecke ist Kaffeesatz bestens geeignet. Das Filterpapier ist leicht kompostierbar und kommt einfach mit in den Kompost.
  • Eierschalen – genau wie Kaffeesatz ergeben diese einen guten Dünge-Zusatz, wenn man sie vorher nur klein genug zerkrümelt. Andernfalls dauert der Abbau sehr lange.
  • Gemüsereste und andere Grünabfälle – entsorge ich natürlich nur noch im Kompost wo sie hin gehören. Wer keinen Kompost hat, entsorgt diese Abfälle, ebenso wie Kaffeesatz und Eierschalen, in der Bio-Tonne.
  • Papiertaschentücher – wie der Name schon sagt, können diese bedenkenlos in den Papiermüll gegeben werden. Auch Kompostieren wäre denkbar, wenn die Menge nicht zu groß ist.
  • Teelichter, und eigentlich auch alle übrigen Abfälle aus Plastik oder Metall – entsorge ich in der Wertstoff-Tonne! Was für Blechdosen und Plastikflaschen gut ist, kann doch für Teelichter, alte Plastik-Rasierer, kaputte Kabel und so weiter nicht schlecht sein!
  • Drahtkleiderbügel aus der Reinigung – früher habe ich diese unentschlossen mal im Restmüll und mal in der Wertstofftonne entsorgt. Heute bringe ich sie einfach beim nächsten Besuch zurück in die Reinigung! Zu meinem Erstaunen habe ich festgestellt, dass ich dort sogar einen kleinen Nachlass erhalte, wenn ich die Bügel wieder mitbringe.
  • nicht kompostierbare Speisereste – diese kommen entweder in die Bio-Tonne, oder aber noch besser in den Bokashi-Eimer! Das ist eine Art Komposthaufen für die Küche.

Seit einigen Jahren können bei uns neben reinen Verpackungen diverse weitere Dinge in der Wertstofftonne entsorgt werden. So landen defekte Elektro-Kleingeräte, Holz, Stoffe und einiges mehr als wertvolle Materialien in der Wertstoff-Tonne. Prüfe doch mal, ob das in deiner Gemeinde genauso vorgesehen ist.

Deshalb werde ich jetzt prüfen, wie ich die Restmülltonne einfach abmelden kann. Das spart nicht nur jede Menge Müll und sorgt für sinnvolle Wiederverwendung von Wertstoffen. Außerdem spare ich jeden Monat das Geld für die Restmüll-Entsorgung.

Welche Tipps hast du zur Müllvermeidung oder zum Umgang mit Abfällen?

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58 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Rosi Ratlos

    Nachbarschaftstonne geht? Ich bin soeben informiert worden, dass ich meinen Hausmüll entsprechend des Anschluss- und Benutzungszwangs bei mir zu entsorgen habe und nicht in einer nicht dem Grundstück zugehörigen Mülltonne. Ich dürfte ihn also auch nicht in der Mülltonne meines Freundes 10 Strassen weiter entsorgen. Aber in Ausnahmefällen darf ich ihn mal mitnehmen und zum Wertstoffhof bringen – aber wirklich nur in Ausnahmefällen. Und verzichten auf die Restmülltonne darf ich auch nicht.

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    • Hallo Rosi, das hängt wohl sehr davon ab, welche Regeln in deiner Kommune gelten. Ein Verzicht auf die Restmülltonne ist wohl bedauerlicherweise kaum bzw. gar nicht möglich. Liebe Grüße Sylvia

  2. Tobias Hinz

    Also ich verzichte eher auf alle anderen Tonnen als auf die Restmülltonne. Unsere Müllentsorger sind bereits in der Lage technisch jeden Müll besser zu sortieren als ich es kann. Man muss diese Technik nur einsetzen wollen. Und anstatt meine Lebenszeit mit sinnlosen Müllgetrenne zu vergeuden, habe ich so mehr Zeit für meine Kinder. Außerdem habe ich zusätzlich noch mehr Platz in der Küche.

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  3. Was mache ich mit Staubsaugerbeutelinhalt und Zigarrenasche / Kaminasche?

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  4. wolfsbrut

    ich vermeide auch müll und hab gerade nen brief vom abfallamt bekommen mit der frage wo ich meinen restmüll entsorge.

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  5. Hat das geklappt, die Tonne abzubestellen? Für unsere Tonne haben wir jetzt eine Erhöhung von 525% bekommen, pro Abholung. Das wollen wir so nicht mehr mitmachen.
    Steffi

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    • smarticular.net

      Uns ist leider noch kein Fall bekannt, wo sich jemand aus dem Kommunalen Zwangs-Mülltonnen-System ausklinken konnte. Was aber meistens hilft: Tonnengröße auf das kleinste Modell reduzieren (reicht fast immer aus, wenn man bewusst Abfall vermeidet). In Berlin gibt es zudem die „Nachbarschaftstonne“, bei der sich angrenzende Grundstücke eine gemeinsame Tonne teilen können und so nur die halben Kosten haben.

  6. Wo kommt die katzen streu hin von CATSAN?? (ich selber würde gerne bio verwertbare nehmen)

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    • Maximilian Knap

      Die hatten wir auch eine Zeit lang, leider Restmüll. Deshalb haben wir unsere beiden Tiger auf Tongranulat-Klumpstreu umgewöhnt, das kann einfach auf den Kompost oder in die Biotonne. Wenn es mit der Umgewöhnung nicht klappen will: Man kann einen schleichenden Wechsel machen, indem man jeden Tag oder jeden zweiten ein bisschen von der alten Streu durch neue austauscht und das Mischungsverhältnis mit der Zeit immer weiter verschiebt, bis sie am Ende nur noch die neue Streu haben und brav akzeptieren :-)

  7. Ralf Zausch

    Das ist ja toll, dass sie das in ihrer Gemeinde so durchbekommen. In unserer Gemeinde Hattingen, sind alle unsere gelben Säcke heute liegen geblieben, als einzigste aus der gesamten Straße. Die Abholung ist an ein Privatunternehmen von der Stadt vergeben worden. Nach einem Anruf bei dieser Firma, wurde mir mitgeteilt, dass dann dort etwas drin liegen muss was nicht hineingehört. Die Dame fragte mich sehr arrogant was ich denn dort reingeworfen habe. Ich habe ihr mitgeteilt alles was den grünen Punkt hat, sowie Kunstoffverpackungen wofür die gelben Säcke vor Jahren auch eingerichtet wurden. Ihre Antwort: Nenenen, da darf nur rein was auch ausgewiesen ist für den gelben Sack. Was soviel bedeutet, ist da kein grüner Punkt drauf, bleibt es stehen! Was bedeutet, Kunstoffverpackungen von Fleisch, Styropor aus Kartons zur absicherung der Produkte usw. darf dort nicht hinein und muss in den Restmüll!

    Nach 15 Jahren, ist Hattingen die erste Gemeinde in der ich lebe, die ganz genau darauf achtet, dass der Inhalt jedes Teils auch den dazugehörigen ausgewiesenen Hinweis drauf enthält. Ist dies nicht der Fall, bleiben die Säcke liegen!

    Leider sinbd wir gezwungen die Restmülltonne zu benutzen! Mir stellt sich jetzt nur die Frage warum ich den gelben Sack benutze, wenn eh alles in den Restmüll kann.

    Wir werden ab sofort alles in die Restmülltonne werfen um in Zukunft nicht wieder 10 Säcke vor der Tür liegen zu haben. Die liegengelassenen kommen jetzt in von der Stadt extra gekauften Restmüllsäcke und werden bei der nächsten Entleerung mit dem Restmüll mitgenommen.

    Es ist eine unverschämtheit wie mit Steuerzahlern umgegangen wird in unserm Land und das jeder Mitarbeiter von solchen Unternehmen frei nach SChnauze verfahren kann, nur weil er ein Furz quer sitzen hat. Kein Wunder dass, ich wenn ich mit dem Rad unterwegs bin in unseren Wäldern überall Müllsäcke mit Müll rumliegen sehe, wenn so mit den Bürgern umgegangen wird!

    In Castrop Rauxel gab es dieses Trennsystem garnicht. da kam alles in die Restmülltonne. Und in Dorsten teilte mir ein Aushilfsfahrer der gelben Tonnen mit, dass die gelbe Tonne auf dem selben Haufen entleert wird wie die Restmülltonne und später in der Sortieranlage sortiert wird.

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  8. Wie ich hier ja auch schon mal kommentierte zweifelte ich an dem Sinn und der Recyclingquote unseres tollen Recyclingsystems. Vor einigen Monaten bin ich bei der Recherche zum DSD auf dieses Video gestoßen, dass der Lüge der Recyclingquote von Tetrapack nachgegangen ist. Und was dabei herauskam ist eigentlich unglaublich. zeigt aber dass aus Wirtschaftlichkeit keine komplettes recycling toleriert wird. Eigentlich gehört Tetra mit einer 35% recyclingquote nach deutschem Recht befandet! Denn unter 60% ist eine Pfandpflicht vorhanden. Bei Dosen ist die Quote im Übrigen 5%. Hier also das Video in voller Länge. Sehenswert! http://www.zdf.de/zdfzoom/zdfzoom-die-mogelverpackung-wie-oeko-sind-tetra-pak-und-co.-37741338.html

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  9. Robert Schreiner

    Windeln, kaputtes Geschirr (Porzellan), Tapetenreste sind nur einige wenige Beispiele, die im Restmüll entsorgt werden müssen!

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    • Maximilian Knap

      Gute Beispiele! Porzellan und Tapetenreste sind für mich wie Bauschutt, der gar nicht in den Hausmüll gehört, und zumindest in Berlin in den Wertstoffhöfen entsorgt werden kann. Wegwerfwindeln sind sowieso eine ziemlich große Umweltsünde, mittlerweile gibt es ziemlich gute Alternativen, bei denen viel weniger Müll anfällt. Von der Rohkostfamilie gibt es dazu ein schönes Video, wir haben es auch hier verlinkt: http://www.smarticular.net/ganz-einfach-plastikprodukte-durch-plastikfreie-alternativen-ersetzen/
      Natürlich müssen sich am Ende alle Eltern selbst für die Variante entscheiden, die für sie und ihr Kind am besten funktioniert.

    • Robert Schreiner

      Geschirr und Tapetenreste werden bei unserem Wertstoffhof nicht angenommen, man bekommt ausdrücklich den Hinweis auf die Restmülltonne.

    • Wie oft kommen Tapetenreste bei euch vor? Also bei uns eher selten. Auch kaputtes Geschirr ist auch eher selten.
      Windeln sehe ich als Problem. Wir hatten drei Kids, die die Windel brauchten. Da kommt was zusammen.

      Aber, wir bekommen unser Essen vom Bio Dealer, meist unverpackt. So haben wir minimal Restmüll bzw. Müll für das duale System. Nur laut Landkreis müssen wir eine Restmülltonne haben, mit 10 Liter pro Person.
      Frechheit.

    • Anstelle von Wegwerfwindeln:Stoffwindeln und win
      delfrei praktizieren!

    • Elke Meier

      windelfrei????? na Mahlzeit, also das muss sich ja wohl niemand geben…Stoffwindeln sind ne gute Alternative für die Wegwerfwindeln, aber auch mega unappetitlich…das braucht schon einen ganz besonders harten Magen…

    • belala blou

      Eigentlich nicht. Die Stoffwindeln sind deutlich appetitlicher als regelmäßiger Pilzbefall am Babypo.
      Auch windelfrei kann man sich durchaus geben? Babys sind sich ihrer Körperfunktionen durchaus bewusst, wenn sich nicht durch das dauerhafte Tragen von (oftmals nassen) Windeln abgestumpft werden.
      Das ist ein Thema, mit dem man sich erst ernsthaft befassen muss, um sich eine Meinung darüber bilden zu können.

    • Maximilian Knap

      Was soll an „windelfrei“ so schlecht sein? Es bedeutet ja nicht, dass Kinder überall hinmachen, wo sie wollen – im Gegenteil. In diesem Beitrag gibt es ganz am Ende ein Video, in dem die Methode schön erklärt wird. Sie erfordert entspannte Eltern und Aufmerksamkeit für sein Kind – Dinge, die in der heutigen, hektischen Gesellschaft leider nicht mehr selbstverständlich sind.
      http://www.smarticular.net/ganz-einfach-plastikprodukte-durch-plastikfreie-alternativen-ersetzen/

    • Elke Meier

      aha…und wie machst du das mit 3 kleinen Kindern, die alle noch nicht stubenrein sind? Also ich bin sicher auch dafür, die Umwelt so wenig wie nur irgend möglich zu belasten, aber es gibt einfach Dinge, die sind heutzutage nicht mehr umsetzbar…vielleicht bei Müttern, die sich ganz und gar ihrem Mutter-sein hingeben können, und nicht arbeiten gehen müssen, da mag das funktionieren. In unserem Fall musste meine Mutter, gehbehindert, während meiner Arbeitszeit auf die Kiddies aufpassen, und das wäre unzumutbar gewesen.

    • Maximilian Knap

      Niemand sagt, dass alles für jeden geeignet ist – zum Glück! Alle Menschen sind verschieden und ganz sicher trifft nicht alles auf jeden zu. Was für den einen gut ist, muss für die andere noch lange nicht passen. Schön, wenn jeder sein eigenes Optimum finden kann, dafür braucht es Alternativen

    • Jul Chen Ade

      Tapetenreste sind Theoretisch Papier, leider aber auch als Sondermüll einzustufen warum? k.a.

    • Vor allem alte Tapeten sind wohl als Restmüll einzustufen, da dort auch Leim- und Verputzreste anhaften können. Bei unverwendeten Tapeten, die kleingeschnitten werden und auch nicht beschichtet sind, sollte die Entsorgung in der Papiermülltonne aber kein Problem sein. Am besten bei der regionalen Müllabfuhr mal nachfragen! :-)

  10. Joachim Hessler

    Sinnvoll wäre eine System nach Verbrauch und Abrechnung wie auch bei Wasser und Strom. Allerdings halt alles immer 2 Gesichter, wenn ich nur mal schaue was die leute an Bauschrott bei uns jede woche auf die Rastplätzte nachts abladen oder einfach nachts in den Walt kippen fragt man sich echt was soll das ? Warum gerade autoreifen in den Wald werfen ? Mache haben echt einen an der Waffel. Und wer leidet wieder darunter alle anderen

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  11. Joachim Hessler

    Nützt bei uns wenig, wir zahlen für die 50L Grau Tonne im Jahr 90 Euro (12xJahr Leerung, dafür sind bei uns in der Region DA Biotonne 120L und 120L Papier kostenlos+ Gelber Sack kostenlos enthalten. 1x Monat wird die Graue Zwangsweise abgerechnet.

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    • Maximilian Knap

      Der Umwelt nutzt es schon ;-) damit auch die zumeist kommunalen Versorger irgendwann einlenken: Einfach demonstrativ die leere Tonne raus stellen. Oder mal mit einem freundlichen Brief den Versorger darauf hinweisen, dass eine Leerung einmal im halben Jahr ausreichend wäre und ein entsprechender Tarif sinnvoll wäre ;-) Je mehr das machen, desto eher passiert auch was.

    • Elke Meier

      ha, da habt ihr aber Glück, bei uns im Ösi-Land kostet die kleine graue Mülltonne 130 Euro im Jahr und die Biotonne nochmal 80….und keine Chance, dass man die graue einfach abmeldet, die ist Pflicht für jeden Haushalt, ab 3 Personen sogar die grosse Tonne!!

    • In Irland zahlt man pro Abholung. Mit dem Ergebnis, dass die Leute ihren Müll woanders entsorgen, beim Nachbarn, auf der Straße, ….
      Daher kann ich verstehen, wenn Kommunen auf Restmülltonnen bestehen. Leider sind die wenigsten Restmülltonnen sonst deswegen leer, weil die Leute Müll vermeiden, sondern ihn einfach noch umweltschädigender entsorgen

  12. Wie ich schon mal kommentiert habe hier. Plastik wird trotz Recyclingsystem und einer tollen recyclinquote meist verbrannt. Heute kam dieser TV Beitrag: sehenswert! Die Moselpackung von Tetra mit der Quote. sie liegt gerade mal bei 36% ! Und bei werden nur die Papieranteile recycelt. Plastik und Plastiktetras werden alle energetisch verbrannt. Ein echtes Unding mit dieser Richtlinie. Gehört definitiv schleunigst überarbeitet. Unter dem Register“Video“ findet man das Video zur Sendung. http://www.zdf.de/zdfzoom/zdfzoom-die-mogelverpackung-wie-oeko-sind-tetra-pak-und-co.-37741338.html

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    • Mark Leder

      Da hast du leider Recht Claudia. Deswegen ist es besser gleich weniger Plastik zu gebrauchen und generell Verpackungsarm einzukaufen. Die Möglichkeiten dazu nehmen ja zum Glück immer mehr zu.

  13. Frenzy Pfeifer

    Bei uns darf man so gut wie nichts in die farbigen Tonnen werfen. Vom Taschentuch und der (unbenutzten) Serviette bis zum Foto und dem Aktenordner, vom Filzstift zum Kinderspielzeug und vom Medikament bis zur Wandfarbe,alles in die Restmülltonne. In die Gelbe kommt ausschließlich Verpackungsmaterial, in die Blaue nur reinstes Papier und Pappe.

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  14. Michael Stentenbach

    Pappe wird sogar manchmal wie auch Metall angekauft circa 2 Cent das Kilo und Elektroteile wie Plantinen,Kondennsatoren usw zb bei badenschrot siehe homepage angekauft du schickst es einfach dorthin

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  15. Ganz ehrlich ich würde das meiste bezüglich Kunststoff und Metall in die Plastiktonne/ gelben Sack/ Wertstoffinseln stecken. Mich regt die positive Zahl der Recyclingquote vom Dualen System zu sehr auf. 135% von 70% Soll ( wie kommt denn so was zustande?) http://www.dergruenepunkt.de/category/nachhaltigkeit/umweltbilanz/ Generell handelt es sich hier ja nur um die laut der Verpackungsverordnung vom Händler / Unternehmen produzierten Verpackungen. Durch die Kennzeichnung mit dem Grünen Punkt wurden Produkte gekennzeichnet für die die Entsorgung vorab vom Verursacher bezahlt wurden. Die Händler und Unternehmen haben sich durch diese vorab Bezahlung von der Rücknahmepflicht "freigekauft". Die Mehrkosten werden einfach auf den Verkaufspreis an die Kunden weitergegeben. So war das sicherlich nicht angedacht als die 1. Verordnung damals rauskam. Man wollte der steigenden Müllflut entgegen wirken, die die stetig zunehmende Wegwerfgesellschaft mit sich brachte. Die Kommunen als Alleinentsorgter sollten dadurch entlastet werden. Mittlerweile gab es einige Überarbeitungen. Das Monopol des Duales Systems / grüner Punkt hat mittlerweile viele Mitentsorger. Die Kennzeichnungspflicht mit dem Grünen Punkt auf vorausbezahlte Produktverpackungen ist auch entfallen. Die Pflicht zur Zahlung besteht weiterhin. Wie das wirklich praktisch umgesetzt wird ist mir eh schleierhaft. Die Sortieranlagen erkennen heute die Plastikart automatisch. Also wozu vorsortieren und vorentscheiden? Was sie nicht recyceln können wird eh verheizt. Lt DSD Internetseite wollen sie nur die Verpackungen weil die Sortieranlagen nicht allerorts ausreichend sind. Bei einer anderen Frage "Warum kann ich stoffgleiche Produkte, wie zum Beispiel Kinderspielzeug aus Kunststoff, nicht über die Gelbe Tonne / den Gelben Sack entsorgen?" antwortete DSD allerdings so: "Über diesen Punkt machen sich die Verantwortlichen schon seit geraumer Zeit Gedanken. Und so wurde in Leipzig im September 2004 ein Pilotprojekt mit dem Titel Gelbe Tonneplus zur gemeinsamen Erfassung von Verpackungsmaterial, Gebrauchsgegenständen aus Metall und Kunststoff sowie Elektrokleingeräten gestartet, das inzwischen in den Regelbetrieb übergegangen ist. Das Ergebnis: Die gemeinsame Erfassung, Sortierung und Verwertung von Verpackungen und stoffgleichen anderen Produkten führt zu einer ökonomischen und ökologischen Effizienzsteigerung. Auch in anderen Städten werden ähnliche Projekte umgesetzt. Ob bundesweit die Einführung dieser gemeinsamen Erfassung realisiert werden kann, wird die Zukunft zeigen."

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  16. Ulrich Dienemann

    Maximilian Knap Ich weiß nicht was eine Wertstofftonne ist. All die Dinge die ich aufgezählt habe dürfen bei uns nicht in die normalen Sammeltonnen für Papier, Metallverpackungen, Kunststoffverpackungen, Altglas. Im Bauhof (mit eurem Wertstoffhof vergleichbar) werden noch ein paar andere Dinge wie Batterien, Elektrogeräte usw. gesammelt. Einen Teil der anderen Dinge könnte ich zwar auch dort abgeben, landet aber genau so, und zwar sofort, im Restmüllcontainer und muss bei der Abgabe teuer bezahlt werden.
    Zu den Dingen, die du angeführt hast:
    Holz, dass behandelt ist, bringen die auch in die Verbrennung. Naturholz landet bei mir sowieso in der Heizung.
    Auch Textilien (unbrauchbare), Plastik (alles was keine Verpackung ist) usw. landet dort sofort im Restmüll. Es wird alles abgewogen und teuer berechnet, so dass man mehr zahlt als über die Restmülltonne.

    Ich würde das liebend gerne machen, und wäre sofort bereit, die Dinge extra zu sammeln. Aber es gibt einfach dazu keinen Weg.

    Müllvermeidung ist sowieso selbstverständlich. Plastitüten wurden bei mir schon als vor etwa 40 Jahren mit „Jute vor Plastic“-Taschen ersetzt usw. usw….

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  17. Maximilian Knap

    Für all das gibt es bei uns die Wertstofftonne, diese dient der Sammlung höherwertiger Rohstoffe, die sich relativ leicht wieder verwerten lassen wie Holz, Textil, Kunststoff, bis hin zu ganzen Elektrokleingeräten. Alternativ kann man solche Dinge hier (Berlin) auch im Wertstoffhof abgeben, dort sammeln sie in besonderen Behältern auch Leuchtstofflampen, Batterien, Korken, Fernseher und und und :-) Wo man diese Möglichkeiten nicht hat, wird es natürlich etwas schwieriger.

    Das meiste von dem, was du nennst, ist ja nicht regelmäßiger/wöchentlicher Hausmüll, sondern fällt vielleicht einmal jährlich an. Vielleicht lohnt es sich da auch, es zu sammeln und einmal jährlich fachgerechter zu entsorgen. Könnte ich mir vorstellen :-)

    Ganz unabhängig davon würde ich zuallererst versuchen, den Müll gar nicht erst entstehen zu lassen: Auf Kunststoffe (z.B. Plastitküten) verzichten, moderne Stoff-Höschen-Windeln statt Plastikwindeln.

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  18. Ulrich Dienemann

    Ich habe gerade mal darüber nachgedacht, was bei uns (Österreich) so in den Restmüll kommt. Wie und wo würdest du dann die folgenden Dinge entsorgen/wiederverwenden, wenn nicht im Restmüll?
    Alte Schuhe/Gummistiefel
    Ein zerbrochenes Taschenmesser (Metall mit Kunsstoff verbunden)
    Zerbrochenes Geschirr
    Kunststoffteile, die keine Verpackung sind
    PVC-Plane
    Deffekte CD/DVD oder Schallplatte
    Holzfarbreste von Bunt/Bleistifte spitzen
    Stoffreste und alte unbrauchbare Kleidungsstücke
    Aktenordner mit Kunststoffbeschichtung und Metallteilen
    Brillenetui aus Metall
    Brillenetui aus Kunststoffbeschichtung
    Kugelschreibermiene
    Sonstige Metallkleinteile wie Schrauben usw.
    Reste von behandeltem Holz (Spanplatten, lakiertes…)

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  19. Maximilian Knap

    Recht hast du, Müllvermeidung ist so gar noch besser als Recycling :-) irgendwo muss der Denkprozess ja beginnen. Der Verzicht auf die Restmülltonne wirkt zwar zunächst etwas radikal, je mehr man sich aber damit beschäftigt, desto mehr wird man feststellen, wie viel Müll sinnlos produziert sind und wie viele einfache Alternativen es gibt :D

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  20. Maximilian Knap Ja dieser letzte Gedanke ist wirklich sinnig. Ergänzen möchte ich noch, dass diese Restmülltonne ja auch eine Geschichte hat. Vielleicht kannst Du Dich noch an die Mülldeponien erinnern und an Müllberge, die einzelne Menschen an Autobahnen stehen gelassen haben, nur um Kosten zu sparen. Die Sonderkosten der Entsorgung. Auch wurde früher noch so einiges verheizt im Garten, in Öfen etc. Ok Manchmal war es auch Bequemlichkeit warum das Sofa seinen Weg nicht in den Werkstoffhof fand. Und genau diese Bequemlichkeit ist mit der Restmülltonne für Haushaltsabfall Rechnung getragen. Man will wohl bequeme Menschen nicht dazu verleiten Ihren Müll auf der Straße zu entsorgen und somit der Gemeinde aufzubinden. Durch die Zwangsmülltonne kommt Geld in die Gemeindekassen. Man kann zwar 14 tätig oder 1x monatliche Leerung beantragen, auch kleinere Tonnen. Doch eine Mindestabgabe ist nicht zu umgehen. Es hält nur nicht wirklich jeden davon ab, seinen Taschenmüll einfach fallen zu lassen. Gerne wird man den Müll in öffentlichen Mülleimern schnell wieder los und selten ist man bereit Pfandflaschen unnötigerweise im Rucksack einige Zeit mit zu transportieren. Oft fehlt es schon an einer Tasche / Rucksack und natürlich der Einsicht, dass Trennung Sinn macht. Unsere Mentalität und Begeisterung für "Café to go" oder Fastfood leisten dazu einen gewaltigen Beitrag. Über die zwangsabgabe einer Restmülltonne werden also öffentliche Müllentsorgungskosten gedeckt oder zumindest mitfinanziert.

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  21. Bei uns auch… liegt wohl am überdimensionierten Hightechheizkraftwerk. Man fördert die Bequemlichkeit der Haushalte. Bzw. das Heizkraftwerk wird wohl durch die Zwangsrestmülltonnen- Entsorgungsabgabe mit finanziert.

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  22. @Maximilian Knap: Generell stimme ich Dir zu, dass eine leere Restmülltonne ein geniales Statement ist, vorausgesetzt man entsorgt auch nur da wo man sicher weiss, dass die Teile schlussendlich nicht wieder in der Verbrennungsanlage landen. Wenn man dies nicht 100% weiß, ist der sinnvollste Weg solche Produkte schon im Einkauf zu vermeiden. Somit wird für einen selbst auch deutlich wo der Einkauf noch optimiert werden sollte. Ich hoffe ja immer noch, dass man Hersteller durch sinkende Absatzzahlen zum Umdenken bewegen kann, wenn es Mails nicht schaffen.

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  23. Da ich gerade Richtung Duales System recherchiere und der Bioplastikbeitrag demnächst online ist, sehe ich im Dualen System eine dringende Überarbeitungspflicht. Die Sortieranlagen für Kunststoff haben sich so verbessert, dass ein Trennen von Plastik auf "grünen Punkt"-Artikel absolut nicht mehr zeitgemäß und stimmig ist. Leider haben nicht alle Gemeinden eine gelbe Tonne, worauf das Entsorgen von größeren Plastikteilen in Werkstoffinseln ( Einwurfgröße siehe Glascontainer) unmöglich ist. Ein Entsorgen findet also im Werkstoffhof statt. Was die Gemeinde dann damit anstellt, hängt von der Dringlichkeit der zu großgeplanten Hightechverbrennungsanlagen ab. Die müssen nämlich rentabel bleiben. Was ich auch sehr fraglich finde ist, was wird aus den Recyclingplastikpellets eigentlich. wie viel Hersteller setzen wirklich Recyclinplastikpellets in der Neuproduktion ein? Warum wird von dieser Rohstoffquelle so wenig wieder eingesetzt? Liegt das etwa an der unterschiedlichen Zusammensetzung identischer Plastikarten? Will kein Unternehmen das Risiko tragen, dass vermengte Recyclingpellets den Qualitätsanforderungen nur noch schwankend genüge getragen werden können. Die Plastikzusammensetzungen sind, wie wir ja wissen, ein wohlgehütetes Geheimnis.

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  24. Maximilian Knap Auch bei uns heißt es Medikamente in die Restmülltonne. Nur aus Nettigkeit werden sie in der Apotheke entgegengenommen, wenn ich das "drum rum" selbst entsorge. Ich kann die Vorredner da nur bestätigen. Praxis und Theorie weichen wegen Vorgaben des Dualen Systems leider ab.

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  25. Maximilian Knap "..Auswaschen werden sie wohl die Wenigsten ;-)" <== Danke für diesen herzhaften Lacher. Muss auch mal zwischen all dem Nachdenklichen sein.

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  26. Hanne Gassy Buder-Leitgen

    Bei uns wird demnächst die Eigenkompostierung nicht mehr vergütet, soll alles in die braune Tonne… dabei haben wir so einen schönen Komposthaufen und würden der Stadt viel Geld ersparen…. Aber leider, leider, je mehr man spart, um so teurer wird es, siehe Wassergeld: Nachdem Leute Wasser eingespart haben, war die ganze Angelegenheit nicht mehr kostendeckend – und wir müssen mehr bezahlen! Tolle Logik – da nützt leider auch das weitere Wassersparen nichts!! :(

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  27. Maximilian Knap

    Das kennen wir auch, leider. Aber eine leere Tonne ist auch ein statement, und nur weil sie da ist muss sie ja nicht voll werden, das Ziel ist schließlich Müllvermeidung und bewusster Umgang mit wertvollen Ressourcen :-)

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  28. Sylvia Vom Lindenberg

    Maximilian Knap Medikamente nimmt die Apotheke nur noch aus Gefälligkeit zurück. Laut Auskunft der Apothekerin sollen die Medis einfach in die Restmülltonne gegeben werden…

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  29. Sylvia Vom Lindenberg

    Restmülltonne abmelden? Fehlanzeige – zumindest hier in Hessen.
    Als 6-Personenhaushalt musste mir mein Vermieter sogar eine größere hinstellen lassen, als wir eingezogen sind. Damals fielen noch Windeln an – heute ist die Tonne regelmäßig halbleer…
    Die Gemeinde hat ihre Vorgaben und fertig. (Man rechnet scheinbar mit dem Müllgeld pro Kopf…)

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  30. Eulen Liebe

    Maximilian Knap lach den laien find ich geil

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  31. Tanja Soko

    Bei uns nehmen die Apotheken schon gar keine Medis mehr, da heißt es dann nur das wir sie in den Restmüll werfen können da sie auch nichts anderes machen würden. Mit Pampers und Binden würde man auch seine Probleme haben und wie schon gesagt es wird viele zusammen verbrannt was wir vorher Sorgfältig trennen.

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  32. Christoph Högner

    Maximilian Knap was glaubst Du, wo die Medikamente, die zurück zur Apotheke gebracht werden, landen?
    Ich hab mich in diversen Apotheken mal erkundigt: In der Restmülltonne!

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  33. Maximilian Knap

    Das sind tatsächlich harte Nüsse ;-)
    Mal schauen: Medikamente: Gehören nicht in den Müll sondern zurück in die Apotheke zur fachgerechten und sicheren Entsorgung. Stoffreste: Bei uns kommt sowas in die Wertstofftonne wie auch Holz, Metall und Elektrokleingeräte. Zahnseide = Kunststoff = Wertstofftonne. Tampons – könnte man substituieren durch "Diva Cup" und Ähnliches, das erfordert allerdings eine gehörige Umstellung (bin absoluter Laie auf dem Gebiet…). Kondome – ähnliche Herausforderung! Auswaschen werden sie wohl die Wenigsten ;-)

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  34. Kia Fliegenpilz

    Was ist aber zbsp mit Kondomen, Tampons, Medikamenten, Zahnseide, Stoffresten?

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  35. Manuela Dietrich

    Bei uns muss man auch eine Mülltonne haben, ich käme nämlich auch ohne aus.

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  36. Waldheimer Naturweide

    Viel koennen wir nicht machen. Ueber weniger kaufen and verbrauchen Muell verringern bis ganz vermeiden. Am Ende haengt alles mit allem zusammen, dass nur eine Aenderung unseres Geld- und Wirtschaftssystems mit einer Veraenderung unserer Einstellung einhergehend wirklich etwas aendern Mann.

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  37. Maximilian Knap

    Ich weiß, sehr traurig. Aber trotzdem nicht einfach hin zu nehmen, jeder kann etwas ändern

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  38. Waldheimer Naturweide

    Was meinst du wieviel aus dem dualen System in der Muellverbrennung landet? Selbst der Sperrmuell geht dahin. Die Anlagen wurden uebergross gebaut, ein Riesengeschaeft. Wir sollen Muell prodzieren and werden doppelt abezockt, on air nun Muell produzieren oder nicht.

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  39. Maximilian Knap

    Richtig, in Berlin ist die Müllgebühr auch eine Zwangsabgabe soweit ich weiß. Das hält mich aber nicht davon ab, über die sinnvolle Verwendung der Wertstoffe nachzudenken :) Ich würde nichts in die Restmülltonne (= Müllverbrennung) werfen, nur weil die Tonne sowieso da ist…

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  40. Waldheimer Naturweide

    Im Landkreis Mittelsachsen geht das nicht.

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