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No-Poo – Haare waschen nur mit Wasser – natürliche Pflege braucht keine Chemie
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Haare Waschen ohne Shampoo, Seife, Natron oder Roggenmehl? Ja es geht! Wie das Haarewaschen ohne Hilfsmittel funktioniert und worauf du achten solltest!

Hätte man mir vor mehr als 14 Monaten gesagt, ich würde meine dünnen, pflegebedürftigen Haare heute nur noch mit Wasser waschen, ich hätte denjenigen für verrückt erklärt. Um Fett, Hautschuppen, Staub und Umweltschadstoffe vom Kopf zu entfernen, benötigt man schließlich ein gutes Reinigungsmittel mit Tensiden. Zusätzlich bedarf es auch noch pflegender Zusätze für gesundes Haar und eine gut durchblutete Kopfhaut. Obwohl sich die heutigen Shampoos mit diesen Werbeaussagen ständig überbieten, ist eigentlich genau das Gegenteil der Fall – Wasser allein ist genau genommen völlig ausreichend!

Ohne Shampoo, geht das?

Haare und Kopfhaut werden üblicherweise mit aggressiven Waschsubstanzen gereinigt und, anstatt gepflegt zu werden, durch günstige Ersatzstoffe wie Silikon oder Polyquaternium versiegelt. Die verdeckten Missstände führen zu Austrocknung und damit gesteigerter Talgproduktion. In Folge dessen kommt es schneller zu einem fettigen Aussehen und häufige Haarwäschen werden notwendig, die wiederum die Nachfrage nach chemischen Reinigungs- und Pflegeprodukten immer wieder ankurbeln. Nachhaltige Haarwäsche und -pflege sieht anders aus. Wer sich stattdessen etwas Zeit nimmt und das Haar vollständig von chemischen Zusätzen entwöhnt, tut seiner Gesundheit etwas Gutes und schont außerdem Umwelt und Geldbeutel.

Der Trend zum Waschen ohne Shampoo (= NoPoo) ist daher nicht verwunderlich. Bei der NoPoo-Methode kommen üblicherweise natürliche Hilfsmittel zur Reinigung wie Stärke, Laugen oder Saponine in Form von Kastanien, Roggenmehl, Lavaerde, natürliche Haarseifen oder Natron zum Einsatz. Aber auch Methoden ohne Zusätze wie das alleinige Auskämmen des Talgs (= only sebum) oder das Waschen mit Wasser allein (= only water) zählen dazu.

Wie du es schaffst, deine Haare tatsächlich mit nur Wasser angenehm sauber zu bekommen, und was dabei zu berücksichtigen ist, erfährst du in diesem Beitrag.

Einstieg in die natürliche Haarreinigung

Damit natürliche Haarwäsche und besonders die körpereigene Pflege auch am Haar ankommt, sollten die Haare frei von umhüllenden Substanzen wie Silikon sein. Für diesen Umstieg, der in aller Regel etwas Zeit zur Entwöhnung benötigt, bieten sich zwei Möglichkeiten an. Zum Einen die längere Reinigung und Pflege mit silikonfreien Shampoos, Pflege- und Stylingprodukten und zum Anderen eine mehrfache Tiefenreinigung mit einer Natronmischung sowie dazugehörige saure Haarspülungen.

Haarwäsche mit Wasser ohne weitere Zusätze

Besonders praktisch, natürlich und haarschonend ist das Waschen ausschließlich mit Wasser, denn alles, was du dafür benötigst, ist Wasser aus dem Wasserhahn und ein Handtuch. Das vorherige Anrühren oder Sudkochen aus Zutaten entfällt. Durch das Ausspülen wäscht sich der Fettfilm vom Ansatz über die Haarlängen aus. Dabei kann der Talg den ausgetrockneten Haaren die benötigte Pflege sofort bieten und überschüssige Mengen fließen ab.

Und so gehst du beim Haarewaschen mit der Wasser-Methode vor:

  1. Eine schonende, lauwarme Wassertemperatur und wenn möglich einen harten Wasserstrahl an der Brause einstellen.
  2. Generell hat sich eine Haltung mit dem Kopf nach unten bewährt. Du kannst aber auch während des Waschens abwechseln.
  3. Die Haare abbrausen und dabei einzelne Haarbüschel immer wieder hochheben, um untere Schichten mit ausreichend Wasser durchzuspülen. Bei langen Haaren ist dies gerade im Nacken notwendig, wo viele Haare zusammen kommen, aber auch die Seiten oberhalb der Ohren benötigen mehrere Durchgänge. Gleichzeitiges Einmassieren des Wassers solltest du aufgrund der durchblutungsfördernden Wirkung vermeiden, dies würde nur die Talgproduktion unnötig ankurbeln und zu fettigen Haaren führen.
  4. Durch das wiederkehrende Durchspülen saugen sich die Haare immer mehr mit Wasser voll und verändern sich im Gefühl. Sie werden schwerer und geben einen weißlich und manchmal auch gräulichen, feinen, öligen „Schaum“ ab. Diesen kannst du am leicht verschlossenen Ablauf beobachten.
  5. Wenn kein neues Ölgemisch hinzukommt oder die Haarlängen sich wachsartiger anfühlen, ist das Haar auch schon gereinigt.
  6. Mit einem kalten bis eiskalten letzten Abbrausen zieht sich die Kopfhaut zusammen und die Haarschuppen glätten sich, wodurch das spätere Kämmen erleichtert wird.
  7. Die Haare ausdrücken und im Handtuch trockentupfen, aber nicht zu stark rubbeln, denn es kann leichter zu Haarbruch und unnötigem Haarekämmen führen. Wenn Lufttrocknen nicht möglich ist, von den Haarspitzen langsam zum Ansatz föhnen, um möglichst wenig Wärme auf der Kopfhaut zu produzieren. Wärme schadet nur unnötig den Haaren und kurbelt die Talgproduktion an.

Die Haare trocknen nach dem Föhnen noch weiter nach und sollten nun einen optisch sauberen Eindruck hinterlassen. In den ersten zwei bis drei Wochen der Water-only-Methode kann sich das Haar, bis sich die Talgproduktion eingespielt hat, noch ungewohnt anfühlen, doch das Durchhalten lohnt sich. Mit der Zeit verändert sich der Talg und lässt sich mit Wasser allein immer leichter auswaschen. Eine regelmäßige Wäsche ist zu Beginn sinnvoll und unterstützt die Talgregulierung.

Behebung von wachsartigen Ansätzen

Vereinzelt können durch übermäßige Talg-Ansammlungen haarwachsartige Ansätze auf der Kopfhaut auftreten, die ein schweres Haargefühl aufkommen lassen. Solch ein Zustand tritt häufiger bei hartem Wasser auf. Folgende Möglichkeiten kannst du zur Milderung angehen:

1. Erneute Wäsche mit Wasser

Bei stark fettigem Haar hilft die Wiederholung der Wäsche. Die Talgmenge wird dadurch nochmals verringert.

2. Pflegende Wäsche

Zum erneuten Waschen hat sich auch eine milde, pflegende und zugleich reinigende Mischung aus zwei bis vier Teelöffeln Honig mit zwei Teelöffeln lauwarmem Wasser bewährt. Sie spendet zusätzlich noch Glanz und Feuchtigkeit. Die Feuchtigkeitszufuhr unterstützt die natürliche Senkung der Talgausschüttung, ohne einen beschwerenden Ölfilm zu hinterlassen.

No-Poo - Haare waschen nur mit Wasser - natürliche Pflege braucht keine Chemie

Weitere milde und pflegende Wäschen bieten der Avokadokernsud, entfettende Haarspülungen oder auch ein stark verdünntes Roggenmehl-Shampoo, das aus drei leicht gehäuften Esslöffeln Roggenmehl (Typ 1150) und 300 ml lauwarmem Wasser zubereitet wird.

Welche natürlichen Feuchtigkeitsspender du außerdem noch nutzen kannst, verraten dir die Tipps in diesem Beitrag zu feuchtigkeitsspendenden Kuren und Spülungen.

3. Saure Spülung

Gerade bei mittelhartem bis hartem Wasser kann in der Anfangsphase der zähe Talg mit dem Kalk verkleben und nur erschwert ausgespült werden. Eine Spülung mit drei bis fünf Esslöffeln Wein- oder Apfelessig auf einen Liter Wasser macht das Wasser und die Haare weicher und erleichtert den Abtransport. Dabei ist der Apfelessig die mildere Variante und unter Umständen bei hartem Wasser nicht ausreichend. Eine mildere Spülung kannst du auch mit einem Teelöffel Essig auf 500 ml Wasser nach jeder Wäsche vorbeugend anwenden.

4. Waschen mit destilliertem Wasser

Wenn Kalk die Ursache ist, könnte das Waschen mit kalkfreiem, destilliertem Wasser hilfreich sein.

5. Ausbürsten

Eine weitere Möglichkeit bietet das Auskämmen mit einer Naturbürste wie zum Beispiel einer Wildschweinborsten-Bürste oder Sisal-Bürste. Durch das Kämmen verteilt sich der Talg vom Ansatz zu den Haarlängen und lässt sich bei der nächsten Wäsche leichter entfernen. Allerdings kann die Massage der Kopfhaut die Talgdrüsen zu erneuter Talgproduktion minimal anregen. Bei hartem Wasser ist dies sogar die schonendste Methode um “Kalkseife” aus Kalk und Talg auf lange Zeit zu verhindern.

Falls das Bürsten nicht zum gewünschten Erfolg führt, kann das Befeuchten der Bürste helfen. Einen Versuch ist es allemal wert.

6. Apfelkur

Als erfolgreiche Maßnahme hat sich eine Haarkur aus zuckerfreiem, fein püriertem Apfelmus beziehungsweise aus einem fein pürierten, geriebenen Apfel erwiesen. Die Apfelmasse wird auf der Kopfhaut und den betroffenen Stellen verteilt und nach 30 Minuten gründlich ausgespült.

Haare Waschen ohne Shampoo, Seife, Natron oder Roggenmehl? Ja es geht! Wie das Haarewaschen ohne Hilfsmittel funktioniert und worauf du achten solltest!

Mein Fazit

Mein persönliches Fazit nach zwei Monaten: Mit der Haarwäsche ohne Reinigungszusätze werden Haare und Kopfhaut sauber und du kannst dank der selbstregulierenden, körpereigenen Pflege des Talgs auf teure Haarpflegeprodukte vollkommen verzichten.

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Hast du deine Haare schon mit der Water-only-Methode gewaschen und wie waren deine Ergebnisse? Oder kennst du vielleicht noch weitere Tipps für die erfolgreiche Haarwäsche ausschließlich mit Wasser? Über deine ergänzenden Kommentare freuen wir uns und beantworten auch gern Fragen zum Thema.

  • Stefanie

    Also ich mach das Ganze schon seit zehn Wochen und stelle immer noch keine wesentliche Besserung fest. Meine Haare sind spätestens nach zwei Tagen wieder sehr fettig. Ich benutze Trockenshampoo, wenns zu arg wird, mag aber das verklebte Gefühl nicht. Wildschweinborstenbürste benutz ich täglich. Wir haben aber auch nicht ganz weiches Wasser, ich werde mal in dieser Richtung etwas unternehmen, danke für die Tipps.
    Meine Haare sind wenig und dünn und ich musste sie vor nopoo täglich waschen. Das immerhin habe ich etwas verbessern können.

    • Cl Lu

      bei hartem Wasser wird es echt auf Dauer wegen den wachsigen Ansammlungen schwierig. Und das mit den dünnen und wenigen Haaren kann ich nachempfinden. Das Auskämmen ist deshalb auch nicht wirklich mein dauerhafter Ansatz. Würde eher das verdünnte Roggenmehlshampoo verwenden als Trockenshampoo. Das sind Pflegestoffe drin ,die meine Haare und in den 8 Wochen bereits vermissen. Sie sind wieder dünner geworden. und wirken daher lichter. Die Verbesserung kann durch das Trockenshampoo nicht erfolgen. es trocknet zu sehr aus und fördert die enorme Talgproduktion durch die ausgetrocknete Kopfhaut. Ist fast vergleichbar mit den starken austrocknenden Tensiden der käufliche Produkte. Ich würde daher eher auf verdünnte Shampoos (werden ja dann quasi zu einer entfettenden Spülung) setzen und so die Umgewöhnung humaner gestalten. (Ich bin von verdünntem Roggenmehl auf WO umgestiegen) war sofort fettfrei.

      • Sarah

        selbstgemachtes Trockenshampoo aus Speisestärke saugt zwar den Talg auf, aber im Gegensatz zu Tensidhaltigen Shampoos werden die Haare und Kopfhaut nicht vollständig entfettet. Somit schadet es lange nicht so wie eine Haarwäsche mit kommerziellen Shampoo.
        Mir hilft Speisestärke auch sehr oft gegen den wachsartigen Ansatz, da sich der Talg der bereits durch die Speisestärke gebunden ist nicht mehr mit dem Kalk im Wasser verbindet und deshalb leichter auswaschen lässt.

        Stefanie, bist Du denn von normalem Shampoo auf nur mit Wasser waschen umgestiegen oder hast Du als Zwischenlösung was anderes genutzt?
        Hast Du schon eine tiefenreinigung mit Natron gemacht?
        Wenn Du ohne tiefenreinigung von Shampoo auf Waschen nur mit Wasser umgestiegen bist, kann es mehrere Monate dauern bis die Kopfhaut die Talkproduktion reduzierst. Ein wenig schneller soll es wohl mit einer Tiefenreinigung gehen. Bei mir hat die Umstellungszeit ohne die Tiefenreinigung aber mit Lavaerde waschen über 6 Monate gedauert.

        Ich neige auch zu sehr fettigem Ansatz und wasche meine Haare inzwischen seit einem halben Jahr erfolgreich mit Lavaerde (Wascherde). Davor hatte ich schon ein gutes Jahr einiges ausprobiert. Roggenmehlshampoo hat bei mir nicht entfettend genug gewirkt und Haarseife hat sich sofort mit dem Talg im Haaransatz und Kalk im Wasser zu Seifenkalk verbunden…

        Mit der Lavaerde bildet sich auf längere Zeit auch der wachsartige Ansatz, aber den hab ich bei der letzten Haarwäsche vor 2 Tagen prima mit einer Honig-Wasser-Mischung herausbekommen. Auch die Spitzen schauen dadurch viel gepflegter aus. Den Honig werde ich zukünftig alle ein bis zwei Monate als pflegende Spülung nutzen und weiterhin mit Lavaerde waschen.
        Für mich ist das die perfekte Lösung und ich denke ich hab bald mein Wunschziel wieder erreicht und kann dann nur noch alle 5 Tage meine Haare waschen

        • Cl Lu

          wie machst du dein Trockenshampoo, Sarah? ich kann den entölten Kakao wegen der Haarfarbe nicht verwenden. Zimt ist nicht ölend und das Mehl, Natron oder die Stärke sind bei mir einfach zu austrocknend. Auch das viele Kämmen würde auf Dauer zu viele Haare kosten und die Talgproduktion wie beide Bürstenmethode zu stark ankurbeln. Bei dünnen Haaren sieht man Fett ja recht schnell. Auch das viele Kämmen. Bin bei solchen Aktionen an der 100er Grenze pro Tag, die ich in der Bürste finde und das heißt Glatze. Die bekomme ich zwar sowieso, aber es muss ja nicht gleich nächstes Jahr sein. :-)
          Die Frage mit der Umstellung und Tiefenreinigung hatte ich auch schon im Hinterkopf ;-) Nicht unwesentlich.

        • Stefanie

          Nein, ich hab keine Tiefenreinigung gemacht. Ich habe vorher meistens das Lavera Shampoo benutzt, das ist zwar auch silikonfrei, aber manchmal hab ich auch ein anderes benutzt.
          Kann ich jetzt auch noch mal die Tiefenreinigung dazwischenschieben? Einfach eine Wäsche mit Natron? Ich würde nämlich wirklich sehr gerne auf lange Sicht gesehen nur mit Wasser waschen und mit die Anmischerei mit Lavaerde, Roggenmehl etc. ersparen…

      • Stefanie

        Was ich merke jetzt nach zehn Wochen, dass das Trockenshampoo (Mischung aus Carobpulver (sehr schöne Farbe) und Pfeilwurzelstärke) nicht mehr so stark wirkt wie am Anfang. Da hab ich es einmal draufgemacht und hatte 3-4 Tage Ruhe, jetzt maximal zwei. Ich mag das Trockenshampoo auch gar nicht, war eigentlich für den Übergang gedacht.

        Was meinst du, wenn man die Haare alle zwei Tage mit Wasser wäscht, hat man dann auch auf Dauer Erfolg? Oder ist das zu oft? Bisher hab ich sie nicht so oft mit Wasser gewaschen, weil ich Angst hatte, dass das Nachfetten gefördert wird. Ziel wäre langfristig natürlich, die Waschabstände zu verlängern ohne fetttriefend durch die Gegend zu laufen…

        • Cl Lu

          Carobpulver :-D geniale Idee ist nicht so dunkel. hab schon immer was mit mehr Fett gesucht, was heller ist. mehr war ja zu austrocknend in der trocknen Variante.
          Ich nutze Trockenshampoo seit Water only nicht mehr. mag das viele kämme nicht.

          ich hab einfach nach bedarf immer nur mit Wasser gewaschen. Milder geht es ja nicht. Das heißt bei mir seit Start vor 11 Wochen bislang tägliches Waschen oder nach einem Eingriff mit Zusatz ( Honig, Essig, verdünntes Roggenmehlshampooo, fettreduzierende pflanzliche Spülung) auch mal erst nach 2 tagen.

          Warum das Trockenshampoo weniger wirkt kann ich dir nicht wirklich sagen. Ich vermute, dass es entweder mit der Wasserhärte, mit der Veränderung des Talges, oder Trockenheit zusammenhängt.
          – Nach 3 Wochen wird der Talg ja dünnflüssiger und damit auch weniger. Dann müsste er eigentlich leichter mit Pulver rausgehen.
          – Dann könnte sein, dass die Kopfhaut dieses Pulver als zu austrocknend empfindet und schiebt schneller Talg nach um den ungünstigen Zustand zu verändern.
          – kalkiges Wasser macht den Talg zäher und wird eher zu Wachs.

          Wie fühlt sich den die Schicht so 1-1,5 cm von der Kopfhaut im Haaransatz an? Bei mir war das nicht so toll. Fettiges Haar hatte ich optisch nicht. Mit der Anzahl der reinen Wasserwäschen (so 18 Wäschen innerhalb der 21 Tage) wurde das Gefühl immer schlimmer. optisch immer noch sauber.

          Deiner frage nach zu schließen hasst du tatsächlich in den 10 Wochen nur mit Trockenshampoo extreme Fettphasen überbrückt. Cool! Also immer noch keine Wasserwäsche mit Zusatz.

          Ja du kannst jeder Zeit eine Natronwäsche einschieben. macht ein Bekannter von mir. und zwar genau nach 5 reinen Wasserwäschen. Hat kalkhaltiges Wasser wie wir ( 19dH) kennt auch das Wachs, das in der 6. reinen Wasserwäsche entsteht auch.

          • Stefanie

            Also ich hab jetzt mal geguckt, wir haben Wasser der Härtestufe 2 (10-14 dH). Das scheint mir so mittelhart zu sein.
            Klar fühlen sich die Haare anders an als vor nopoo. Am Anfang war es ungewohnt, mittlerweile mag ich das Gefühl. Als ob eine schützende Schicht um jedes Haar ist. Wie Tierhaare, an denen das Wasser abperlt :-) Und man kann sie wunderbar “modellieren”, sag ich mal, also sie stehen besser, haben mehr Volumen, ich weiß nicht, wie ich das erklären soll. Nur dieses schnelle Nachfetten nervt.

            Ja, ich hab nur mit Wasser gewaschen. Bin auch öfter mit Mützchen bzw. Haarband rumgelaufen, um das Waschen noch weiter herauszuzögern. Ich glaube, das mit dem Trockenshampoo lass ich ab sofort mal sein. Könnte schon sein, dass sich der Talg verändert hat und ich es womöglich gar nicht gemerkt hab :-/
            Hm, du wäscht seit Start vor 11 Wochen (also bisschen länger als ich) fast täglich mit Wasser und die Abstände haben sich nicht verlängert? Uff, das gibt mir nicht viel Hoffnung. Also nur mit waschen ohne Trockenshampoo wäre es bei mir momentan wohl nicht anders, aber damit werde ich auf Dauer nicht zufrieden sein *grr*
            Gibt es denn auch “Haartypen”, bei denen sich nichts verbessert? Scheint mir, ich gehöre dazu… Aber aufgeben kommt nicht in Frage, mir gefallen meine Haare mit mehr “Stand” besser und außerdem der GEdanke, von diesen Shampoos unabhängig zu sein.

          • Cl Lu

            :-D du bist witzig! immer hin hat du kein so hartes Wasser . das würde ich gerade echt lieben und hätte nicht das Thema mit so nem ollen wachs. :-) aber mal ehrlich es fühlt sich bei mir 5 Wäschen lang gut an so wie bei Roggenmehlshampoo davor auch. Also besser geht es ja nicht. leicht luftig ohne wachs ohne fett nur dass ich da 3-4 Tage waschabstand hatte, was bei so feinen Haaren ja eh schon Spitze ist. ich hab da nicht viel rumgedruckst nur einfach gewaschen wenn es notwendig war und so bin ich irgendwann bei 2 Tage dann 3 und irgendwann bei 14 Monaten gelandet. Und manchmal hab ich auch schon 2 Tage abstand bei Wo, das ist immer nach der radikalen kur zur Wachsbeseitigung. ich denke schon dass sich da alles wieder eingelegt, das braucht halt. und hätte ich hier nicht dieses harte Wasser wäre das wachs wahrscheinlich auch nicht da. :-)

    • Cl Lu

      Hab grad wo anders eine Info bekommen, dass die erste normale Wäsche mit einer anderen No-Poo Variate den Zustand dermaßen verbessert hat. Und das kann ich auch bestätigen. Hatte das am 21. Tag erst gemacht. Hast du schon mal gewaschen mit Roggenmehlshampoo oder Natron? Oder auch das Honigshampoo, wäre ja dann mal ein versuch.

      • Stefanie

        Also mit Roggenmehl hab ich es mal zwischendrin versucht. Leider hab ich nicht wirklich einen Unterschied bemerkt.
        Muss dazu sagen, nach dem Waschen mit Wasser sind meine Haare schön fluffig und überhaupt nicht fettig. Nur leider fettet die Kopfhaut schon nach einem Tag extrem nach. Das hieße ja eigentlich, dass das nichts mit dem Kalk im Wasser zu tun hat, oder???
        Mein Ziel ist eigentlich nur mit Wasser waschen. Deshalb hab ich auch noch nicht viel anderes probiert.

        • Cl Lu

          Das witzige an dieser Info war, dass sich durch diese eine Wäsche mit reinigender Zutat der Zustand sofort gravierend verändert hatte. das heißt dieser ganze angesammelte und im Laden dickeren Talg angesammelte Reststoffe waren ausgewaschen. die längst umgestellte Talgproduktion hat dünneren und weniger Talg nachgeschoben. Kann sein dass du dies durch Verwendung des Trockenshampoos so nicht wahrgenommen hast oder es anderes verlaufen ist.
          Hast du mit der verdünnten roggenmehlsahmpoovariante gewaschen oder mit der normalen Version mit etwa 4 EL mehr auf 230 ml Wasser? mich würde deine Wasserhähne mal interessieren, hab den Eindruck, dass das eher mittleres Wasser ist oder dass Trockenshampoo einen so enormen Einfluß hat.

        • Cl Lu

          Bin nochmal auf deine Antwort gestoßen. Und eine Frage habe ich nicht beantowortet wie ich gerade festgestellt habe. Mit dem Kalk hat es bei dir wohl nicht zu tun. ist sicher nur die milde Wasserwäsche. Zu beginn hab ich ja aauch täglich gewaschen. hat bei Roggenmehl auch super geklappt und die Verlängerung kam automatisch mit der Zeit. Waschen nach Bedarf. von täglich auf 3-4 Tage und dabei sank der Mehlanteil zusätzlich bis auf eine wässige Mehlspülung :-) Nach 4 Monaten WO bin ich überzeugt dass jeder Eingriff der entfettend ist in diesem Prozess hinderlich ist. zu beginn braucht es bis zur Talgumstellung sicher den eine oder anderen unterstützenden Entfetter, der so milde wie möglich ausfallen soll damit er nicht zu strakt in den Prozess der Umstellung eingreift. Eine fettige oder gar wachsige Kopfhaut sollte jedoch nicht über viele Wochen besehen bleiben. Hier besteht die Gefahr von fettigen Schuppen und im schlimmsten Fall von Pilzen und Co. Ein mal richtig durchgewaschen nach 3-4 Wochen hat viele Vorteile. Man sieht die veränderung des Sebums deutlicher im darauffolgenden Einfetten und der alte zähe angesammelte und in Schichten abgelagerte Talg ist auch weg um dem flüssigeren eine ordentliche Basis zu bieten. Was ich in den letzten 5 Monaten auch noch festgestellt habe ist, dass Kombiwäschen sich ungünstig auf die Waschabstände auswirken. die Waschabstände halbieren sich im Vergleich zur jeweiligen reinen Nutzung eines Mittels.
          Auch interessant ist, dass bei funktionierender Wo Methode bei Mischwäschen der dünnflüssige Talg bestehen bleibt. diese umstellung zu zäherem talg zieht sich also ebenso wie auf dem Weg zu WO :-) Be dauerhaft funktionierenden Wo Wäschen ist ein seltener Ausrutscher mit einer milden Wäsche wie z.B. RM oder Honig nicht zu stark um den schützenden Wachsfilm auf den haarlängen abzuwaschen bzw. die talgproduktion in irgendeiner Art zu verändern.

          Was auhc noch interessant zu wissen ist, dass das Haar ziemlich beleidigt reagiert wenn sich die Wasserqualität veränert. also auch zum positiveren weichen Wasser. Gerade im Urlaub gut zu wissen. Also egal wie das Wasser dort ist, ist ein öfteres Waschen als gewohnt notwendig oder man greift nach einige WO wäschen doch einmal zu einem milderen Waschmittel.

          Bin gespannt auf deine weiteren Erfahrungen

  • Alex

    Ich habe eine Kurzhaarfrisur und nutze viel Gel und Haarspray (sonst würde die Frisur nicht halten). Ist die Nopoo-Methode auch dann geeignet? Ich wasche die Haare jeden Morgen.

    • Cl Lu

      es gibt ja viele Methoden für no-poo. Diese “ausschließlich mit Wasser zu reinigen” ist eine der extremen Versionen. Noch extremer wäre “nur zu kämmen” ;-)
      Was benutzt du denn heute? Hast du Silikone oder “Quats” in der Inhaltsangabe?
      Ich habe vor dem Einstieg ins Roggenmehlshampoo (= eine Variante von no-poo) noch herkömmlich und täglich mit Spülung gewaschen. Die Haare sind auch jahrelang sehr kurz gewesen (3 cm das längste Haar). Da ich sehr feine und auch immer weniger Haare habe, bin ich um Stylingprodukte wie Haarspray und Gel ab einer gewissen Länge nicht drum rum gekommen.

      Ich hol jetzt mal etwas aus ;-)

      Der Umstieg von konventionellen Produkten ohne Silikone und Co ist zu empfehlen. entweder über diese Natronreinigung oder Produkte die diese Stoffe nicht enthalten, bezieht sich aber auch auf die Stylingproidukte und da wird es dann meist schwierig. Da hatte ich Glück mein damals benutztes Shampoo hatte keine und die haarspülung habe ich durch eine milde Essigspülung (1 TL auf 500 ml) ersetzt. Dadurch, dass das Silikon und co das Haar nicht mehr beschwerten , fetteten sie schon mal nicht so schnell ein. sie konnten atmen. Die Kopfhaut hatte früher manchmal leicht gejuckt, ein Zeichen für zu trockene Kopfhaut und zu starke Reinigungsmittel. Das war alles sofort nach dem Umsieg vorbei. Das Rückfetten durch die Talgdrüsen auch schnell eingependelt, sodass die Waschabstände ganz von alleine durch Waschen nach Bedarf über die Monate hinweg länger wurden. Am Ende 3-4 Tage. Die Haare wurden auch durch das Roggenmehl kräftiger (aber nicht wirklich dick :-) ) Stylingprodukte brauch ich nicht mehr, habe zwar seit 3 Jahren schulterlange Haare, aber das Volumen kam von alleine. Durch Kneten hab ich sogar leichte Wellen in den unteren Längen. Gab es mit Shampoos mein ganzes Leben lang noch nicht :-D Manche berichten auch dass sie mit Roggenmehl wieder kleine Babyhaare hinzubekommen haben. Das ist bei meinem erblich bedingten Haarausfall nicht der Fall.

      Durch WO werden meine Haare jetzt aber wieder dünner. Bin da noch am Überlegen wie es weiter geht, denn das Wachs kommt ja auch alle 6 Wäschen wieder wenn ich nicht ab Wäsche 5 mit einer leichten Essigspülung vorbaue. Ich könnte ja auch ne Roggenmehlkur einbauen, die auch eine Wäsche wäre.

      Bin gespannt auf deinen Prozess und deine Entscheidung. Ich würde den Weg zu no-poo, egal welche Waschmethode du im Sinn hast, auf jeden Fall wagen, verlieren kannst du nichts. Zurück kann man immer, aber die wenigsten machen es.

      • Rose

        Ich wasche meine Haare schon lange nur noch alle paar Wochen mit einem Shampoo aus der Naturkosmetik-Ecke. Heisst also Vegan, frei von Tiervesuchen und so weiter.

        Essigspülungen brauche ich auch nicht mehr, da trotz aller Behauptungen, dass sich der Geruch schnell verfliegt, ich dauernd einen leichten Essiggeruch in der Nase hatte. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, aber ich mag auch die Einbildung nicht ^^

        Brauche dann eher mal ne Haarpackung, ebenfalls aus der Naturkosmetikecke. Oder Nudelwasser, wenn ich daran denke, das Nudelwasser nicht wegzuschuetten.

        Ansonsten einfach mit Wasser ausspülen. Das Wasser hier ist ziemlich kalkhaltig. Geht aber trotzdem nur mit Wasser ausspülen.
        Sie glänzen zwar nicht so, dass es blendet, sehen aber soweit normal gesund aus.
        Habe feines, langes Haar. Schon seit Jahrzehnten nicht mehr geschnitten. Sind unten zwar ausgefranst, aber da ich sie normalerweise mit einem Knoten zusammenbinde, fällt das nicht auf :)

        Da ich sonst schon viel selber mache (grosser Garten, Wintervorräte selber herstellen) reichen meine Kapazitäten nicht aus um immer noch mehr selber herzustellen.
        Vielleicht probier ich, wenn die Gartensaison vorbei ist, mal die Variante mit dem Roggenmehl.

        Ich habe auch gemerkt, dass, je nachdem was ich esse, die Haare eher fetten. Es liegt also nicht nur an den (falschen) Pflegeprodukten. Und sicherlich hat es auch noch mit dem individuellen Stoffwechsel zu tun.

        • Cl Lu

          Rose, danke für deinen Erfahrungsbericht. Toll dass du auch ohne Spülung auskommst. Hört sich alles sehr spannend an mit Nudelwasser bist du ja schon nahe am Roggenmehl dran :-) Ich hoffe du berichtest uns wie der das Roggenmehl in der Anwendung verlaufen ist.

  • Monika Woettke

    Wenn Lufttrocknen nicht
    möglich ist, von den Haarspitzen langsam zum Ansatz föhnen, um
    möglichst wenig Wärme auf der Kopfhaut zu produzieren. Wärme schadet nur
    unnötig den Haaren und kurbelt die Talgproduktion an.

    Quelle: http://www.smarticular.net/ohne-shampoo-haare-waschen/
    Copyright © smarticular.net
    Ich würde die Haare nicht von den Spitzen zum Ansatz föhnen. Dadurch kann sich die Schuppenschicht öffnen und die Haare glanzlos werden.
    Ansonsten ein Tipp, den ich auf jeden Fall ausprobieren werde.

    • Cl Lu

      Hallo Monika,

      ja lufttrocknen ist das Beste, nur nicht jeder hat die Zeit oder kurze Haare. Es ist also ein Abwägen ob man gerade in der Anfangsphase die Talgproduktion verstärkt ankurbeln möchte oder ob man den Talg etwas einschränken möchte um ein befriedigenderes Ergebnis zu erzielen. Ich habe zum Beispiel am Anfang noch den Fehler gemacht eher warm zu waschen und sogar den Kopf wie beim Shamponieren massiert. Hatte aber nicht wirklich ein verbessertes Ergebnis dadurch. Durch Weglassen dieser Handgriffe war ich schnell bei einem 2- tägigen Waschrhythmus.

      Durch das Föhnen (mit Kopf nach unten) von den Spitzen nach oben müssen diese nicht unbedingt austrocknen, denn sie erhalten durch das Auswaschen mit reinem Wasser auch Talg von der Kopfhaut, der sie umschließt und schützt. Durch das kalte Abbrausen am Ende verschließen sich die Schuppen. Im besten Fall das Föhnen nicht übertreiben, die Wärme moderat einstellen und nicht bis zur vollständigen Trocknung durchführen.

      Die Frage ist halt wie vorgeschädigt sind die Spitzen. Wenn sie schon vor WO trocken waren, ist das Föhnen sicherlich wie du sagst nicht förderlich.

      Generell sind manche Tipps für den einen gut und für den anderen weniger geeignet. Haare sind sehr unterschiedlich und auch die Zeit, die jeder für sie aufbringen möchte.

      Ich freue mich von deinem WO-Versuch und den entstehenden Erfahrungen nochmal zu hören.

  • Katrin

    Hallo, habe gestern meine Haare mit dem Roggenmehlshampoo gewaschen und heute sind sie am Ansatz schon wieder leicht fettig… Wie oft soll ich meine Haare am Anfang waschen? Täglich? LG

    • Cl Lu

      Hallo Karin,
      Generell ne Frage willst du zu WO umsteigen, denn hier geht es ja um Waschen ausschließlich mit Wasser? Um zu deiner geschilderten Problemati eine Aussage zu machen, brauch ich mehr Infos.
      1.) wie war denn die Reinigungswirkung auf der Kopfhaut direkt nach der Roggenmehlwäsche?
      2.) War das Haar überall sauber und leicht, oder gab es da schon Stellen die nicht wirklich sauber erschienen?
      3.) Was für Haare ( glatte, lockige, dichte, dicke oder dünne) hast du und wie sah deine Roggenmehlmischung aus ( Vollkornmehl/ RM Typ1150 / Wassermenge / Standzeiten).
      4.) wie war dein Umstieg? beinhaltete das vorher genutzte Shampoo Silikon / “quats”? Dann kann es mindestens 6 Wochen und in Ausnahmefällen bis zu 6 Monaten Probleme mit der Reinigungswirkung geben, denn die Pflege kommt nicht in den Haaren an. Die Stärke muss also alles ( Fette, Schmutz und die pflegenden Proteine) wieder herauswaschen können. Da Stärke kein Tensid sondern nur ein milder und schwacher Emulgator ist, kann abhängig von der Grundproblematik die Reinigungskraft nicht ausreichend sein.

      Generell gilt wasche gerade in Umstellungsphasen dein Haar dann wann es danach verlang und zwar in regelmäßigem Abstand. nicht einmal täglich und dann gelegentlich mal nach 2 Tagen. Da kommt die träge Talgproduktion einfach nicht mehr mit. Auf Wo bezogen wären das im Zweifelsfall eher Wasserwäschen / pflanzliche verdünnte Spülungen ud nur im Ausnahmefall eine alternatives mildes Roggenmehlshampo / Honigshampoo…

  • Katrin

    Ich würde es gerne versuchen die Haare nur mit Wasser zu waschen.

    Zu deinen Fragen:
    1) Ich fand die Wirkung auf meiner Kopfhaut eigentlich ganz gut.
    2) Es gab schon ein paar Stellen, die mir nicht ganz sauber erschienen (zB hinten am Wirbel,..)
    3) Ich habe glatte feine aber dichte blonde Haare, Länge ca 30 cm (gefärbt) und die Mischung bestand aus 300ml Wasser und 4-5EL RM.
    4) Ich glaube schon habe das Shampoo von Redken Extreme Shampoo

    Wenn ich mir am Anfang jeden Tag die Haare nur mit Wasser waschen müsste es ja irgendwann besser werden und ich muss meine Haare nicht mehr jeden Tag waschen oder wie soll ich vorgehen? Danke und liebe Grüße

    • Cl Lu

      Hallo Karin, hab nur durch Zufall deinen Kommentar grad gesehen.

      Hört sich doch gut an für eine Umstellung auf ein mildes Naturprodukt. Die Reinigungskraft der gelösten Stärke war für die Kopfhaut demnach ausreichend. Die Mischung also schon gut und braucht unter Umständen nur noch ein fine tunig.

      zu unsaubere Stellen:

      Die eine Stelle ist ganz typisch im hinteren Kopfbereich. Wirbel würde ich jetzt eher auf dem Hinterkopf ansiedeln. Kann es sein, dass du kopfüber gewaschen hast, wie in diesem Beitrag hier beschrieben? An den unsauberen Stellen beim nächsten Mal vielleicht noch etwas mehr spülen oder mehr Roggenshampoo hingeben.

      Da du von Stellen sprichst, wieder ne Frage:

      –> Wie fühlten sich diese Stellen an? Leicht und luftig oder eher schwer oder sogar klebrig? (Veränderungspotential, wenn mehr Wasserspülungen nicht weiterhelfen, könnte die Mehlsorte Roggen 1150 und max. 10 Minuten Standzeit noch etwas rausholen. Sie ist für deinen Haartyp meist die geeignetere Wahl.)

      zum altem Shampoo:

      Da sieht es leider nicht so gut aus, wenn es das ist was ich jetzt rausgepickt habe. Unter codecheck kannst du, falls es das falsche Produkt ist, weitere ansehen. http://www.codecheck.info/kosmetik_koerperpflege/haarpflege/shampoo/ean_884486014023/id_859039/Redken_Extreme_Haarshampoo.pro

      Es enthält leider noch Silikonöl (Dimethicone). Desweiteren Quaternium-33 das ist der billigere Ersatzstoff zu Silikon. Die können also an den unsauberen Stellen noch vorhanden sein.

      Dann enthält dieses Produkt: Sodium Laureth Sulfate (SLeS), das ist ein Tensid das hautirritierend ist. Leider werden diese in codecheck noch nicht differenziert eingestellt. Hier findest du die fehlende Beurteilung zu hautirritierenden Tensiden http://www.kosmetik-check.de/themen2012_08.php (link geht heute bei mir nicht)

      Zu den Waschabständen:

      Gerade in einer Umstellungsphase wirkten sich verlängerte Waschabstände nicht positiv aus. Es gibt zu viel Neues für die Talgproduktion was sie erst kennenlernen muss. Die Kopfhaut wird nicht mehr so stark gereinigt, die Drüsen arbeiten aber noch wie gewohnt. gegen das austrocknende alte Tensid, das ja nicht mehr genutzt wird. Bis diese info bei der Talgdrüse ankommt vergehen leider ein paar Tage. Durch die Umstellung kannst du nun entweder den Waschabstand vom vorherigen Zyklus weiterführen oder du wäscht nach Bedarf.

      Waschen nach Bedarf bedeutet nicht häufiger als 1 x am Tag mit dem neuen Wachmittel waschen.

      Wenn das mit der Optik und mit dem Haargefühl für dich klar geht, kannst du es mehrere Wochen so nutzen. Mit einer Natrontiefenreinigung bist du nicht schneller raus. Bei 3 Natronwäschen bedeutet das 12 Tage. nach jeder Natronwäsche braucht es eine saure Spülung zur Neutralisation des ph Wertes. Dabei können die 3 Tage ohne Wäsche zwischen den 4 Natronwäschen sehr lange werden und meist treten sehr fettige Haare auf. Mit Trockenshampoo kann man da etwas gegensteuern, aber auch mit milden anderen Shampoos wie Roggenmehl, oder gleich so ne Art Waschen mit Wasser, denn da willst du ja eh hin. Da wären dann einige fettreduzierende Spülungen oder das stärker verdünnte Roggenmehl/ Honigshampoo möglich. Sie haben aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht genügend reinigende Wirkung. Das ist oft erst nach der Umstellung in langsamen Abstufung richtig erfolgreich.

      So war wieder langer Text :-) Das Thema ist komplex und hat viele Möglichkeiten. Bin gespannt auf deinen Prozess. Viel verkehrt kann man nicht machen, im Zweifelsfall dauert es bis zum Ziel entweder etwas länger oder man ist um eine Information / Erfahrung reicher.

      Grüße Claudia

    • Gino Morelli

      Da ich gegen Chemie bin begann ich schon vor Jahren meine Haare und Körper nur mit Kernseife zu waschen. Seit Monaten wasche ich meine Haare nur noch mit Duschwasser. Nur eben länger und ich schmecke das herabfallende Wasser dabei bis es eben so stark wie möglich nur noch nach Wasser schmeckt. Dusche nur etwas länger.

      Trotzdem, wegen den Autoabgasen und Dreck in der Luft wasche ich einmal im Monat meine Haare einmal mit Kernseife. Früher zweimal täglich! Habe keinerlei Probleme! Ob es daran liegt, weil ich jahrelang nur Kernseife benutzte, weiß ich nicht.

  • Hopey Levrey

    Bin gerade dabei, es auszuprobieren. es klappt eigentlich ganz gut :)

  • wid

    Wenn´s nicht gut gemacht wird, werden die Haare einfach nur igitt und nicht toll.

    Ich bin deswegen jetzt auf Shampoobars umgestiegen und meine Haare sind jetzt auch wieder sauber.

    • Cl Lu

      Hallo Wid,
      Wie lange hast du WO probiert? und gab es so was wie wachs im Haar?

  • Gitte

    Vielen Dank für den guten Artikel. Ich kann alle nur ermutigen, es auszuprobieren. Ich bin nicht mehr die Jüngste und haben meine dünnen, fettige Haare JEDEN Tag waschen müssen. Vor über einem halben Jahr habe ich diesen Artikel hier von Jennifer

    http://haus-sommer.info/wp/2016/01/20/die-hat-nix-drauf/

    gelesen und auch auf meinen Blog gestellt. Ich hab es sofort ausprobiert und es hat SOFORT geklappt, womit ich nicht gerechnet hätte. Meine Haare hörten auf zu fetten und ich brauche sie nun alle drei bis 4 Tage zu waschen. Jetzt versuche ich meine Haut von der Bio Bodylotion zu entwöhnen, was stellenweise noch nicht so recht klappt.

  • Mit kurzen Haaren hat man es vielleicht auch etwas einfacher – aber eine Woche nur Wasser hat meinen Haaren sicher nicht geschadet … schaun ma mal wie es weiter geht :-)

    • Cl Lu

      und wie ging es weiter? ist ja nun schon ne Ewigkeit her :-) Aufgegeben oder erfolgreich beibehalten? Mich hat mittlerweile eine Trockenheit ereilt. Jetzt wird gekurt :-D

      • Gut ging es weiter :) Ich lebe (fast) ohne Shampoo. Normalerweise reicht (auch nach dem Sport) die beschriebene Haarwäsche: Lauwarm auswaschen und kalt nachspülen.

        Es gibt ein paar Ausnahme in der ich zu (bio) Shampoo greife:
        Wenn ich nach einem Trail im Sauwetter durchs Unterholz einfach Dreck im Haar habe.
        Wenn ich mit schmierigen Fingern aus der Garage auch die Haare was abbekommen haben.
        Wenn ich beim Gartenfest stundenlang in der Küche gestanden bin.

        Also no-poo funktioniert für mich zu 98% und ich finde sie fühlen sich gut an :-)

        • Cl Lu

          ich nehme an du hast kein hartes leitungswasser, oder diese ausnahmen sind zu häufig. Aber bei der Prozentangabe ist eher ersteres der Fall. Danke für deinen Erfahrungsbericht

          • Gerne – und es ist, wie so oft. Es ist dann gut, wenn man sich wohl dabei fühlt und wenn ich meine jetzt braucht es mal wieder ein Shampoo, dann werde ich mir das nicht verbieten (dann natürlich bio und ohne diese schädlichen Zusätze).

            Ich bin einfach fasziniert von der Tatsache dass es grundsätzlich ohne Shampoo geht und ich nutze das. Die wenigen Ausnahmen ähneln dann eher … so was wie Wellness :-)

          • Cl Lu

            ich bin mittlerweile irgendwie zu faul mir irgendwas zu suchen, der wasserhahn ist immer da und das Roggenmehl in der Küche doch ein paar Schritte zu weit.

  • Tommi

    Servus zusammen!
    Ich mach das jetzt schon länger, aber bei mir juckt ziemlich oft.
    Wisst ihr, was dagegen hilft?

    • Tommi

      Ich meine, dass die Kopfhaut oft juckt, sorry für die ungenauigkeit.

      • Maximilian Knap

        Hallo Tommi, hast du denn besonders trockene Haut (bis hin zu Schuppen) oder vielleicht sogar eine Schuppenflechte? Ein Besuch beim Hautarzt bringt sicher Aufschluss, so dass man dann eine gezielte Haarpflege zusammenstellen kann, um die Probleme zu beseitigen.

        • Tommi

          Danke schon mal für die Antwort!
          Gibt es irgendetwas Natürliches, mit dem man der Kopfhaut Feuchtigkeit spenden und sie pflegen kann?

          • Maximilian Knap

            Ein Beitrag zu diesem Thema ist in Arbeit – hab bitte noch etwas Geduld :-) Derweil könntest du es mit Aloe-vera-Gel versuchen, entweder pur oder aber mit Wasser in beliebigem Verhältnis gemischt, so dass es eine für deine Kopfhaut angenehme Lotion ergibt, die nicht beschwert.

          • Cl Lu

            Beitrag zur Feuchtigkeit ist seit einer Woche online. http://www.smarticular.net/trockene-haare-und-kopfhaut-natuerlich-behandeln/

      • Cl Lu

        Hallo Tommi, wie sieht denn die Kopfhaut aus? ist die wirklich trocken? Es gibt auch ein Kopfjucken was bei normaler Kopfhaut vorkommt und mit wachsigen Haaransätzen vorkommt. Da fetten die Haare in Summe nicht ein, heißt sie sehen nicht aus als ob jemand etwas öl verteilt hätte. Optisch sauber! Der Talg ist zu diesem Zeitpunkt noch etwas zäh bzw. wird durch hartes Wasser zäher. wenn man wenig kämmt bleibt der Talg am Haaransatz bestehen, verteilt sich nicht wie er sollte in die Haarlängen. Kämmen mit einer Naturbürste hilft da enorm. Falls du also einen eher wachsigen und unangenehmen Haaransatz hast, kommt das Jucken davon. Ne andere Frage wie sieht deine Bürste aus? wenn du viel Wachs / Talg in den Haaren hast, hat die auf einen längeren Zeitraum plötzlich sogar einen puderartigen Inhalt. Das sind keine Schuppen, sondern getrockneter Talg.

      • Cl Lu

        Halo Tommi
        Jucken kann viele Ursachen habe. zum einen bei Trockenheit und zum anderen bei zu viel Fett auf dem Kopf.

        Trockenheit liegt oft an zu austrocknenden Shampoos. Sprich es ist für deine Kopfhaut zu stark, und auf lange Sicht sind trockene Schuppen die Folge.

        Bei eher fettigem Haar oder wachsigen Zuständen nahe der Kopfhaut liegt es am schnellen Einfetten, an angesammeltem Talg der durch milde Waschmittel nicht genügend entfernt wurde oder es kann auch noch an ungenügend Durchlüftung wie Kopfbedeckung, Frisuren oder dichtem und kräftigem Haarwuchs liegen. Hier hilft häufigeres Waschen mit milden Mitteln.
        Bei fettigen Zuständen kann sich ein Pilz durch das ungesunde Klima bilden, meist sind dann auch fettige Schuppen dabei. Schuppenflechte ist nochmal was anderes.

  • Nina Lorana Fritsch

    Also, ein kleiner Erfahrungsbericht :) Ich mache das jetzt seit einigen Wochen und bin sehr glücklich mit der Methode. Ich habe ziemlich lange Haare, die allerdings schon seit Jahren kein Silikon mehr gesehen haben und schon seit Ewigkeiten mit Bioshampoo gewaschen wurden. Zuletzt noch mal mit Haarseife. Allerdings hatte ich oft gereizte Kopfhaut, die auch trocken war.
    Wir haben hier keinen Kalk im Wasser und ich schraube den Duschkopf runter. Es dauert dann ca. 5 min, wie gesagt lange Haare ;) wenn ich es mal eilig habe, dann greife ich immer noch zum Shampoo, das ist allerdings sehr selten bis nie der Fall. Ich bin vollauf zufrieden und werd dabei bleiben :) und die Kopfhaut hat sich komplett beruhigt.

    • Maximilian Knap

      Danke für diesen schönen Bericht, ihr könnt euch glücklich schätzen mit so weichem Wasser! Wo genau ist das? Liebe Grüße!

      • Nina Lorana Fritsch

        Das ist in Kärnten/Österreich, am Afritzer See :)

    • Cl Lu

      das hört sich ja traumhaft an, nicht nur das wasser :-D

  • Dorofee

    Erfahrungsbericht: Seit 9 Monaten wasche ich meine Haare komplett ohne Shampoo. Kein Schaumfestiger, Spray, Kuren,… Anfangs ehrlich gesagt war es echt differenziert um nicht zu sagen schwer. Denn die Haare produzierten Fett. Bzw. ich wurde das Fett nicht los und so sahen nach jeder Wäsche die Haare sehr “fett” aus.. oder eigentlich wie vor der Wäsche. Sie waren schwer und hatten dadurch aber auch ein gutes Volumen .. sodass ich somit auch gleich auf Schaumfestiger etc. verzichten konnte.

    Nach 3-4 Monaten aber kam das gewünschte Ergebnis.. mittlerweile wasche ich Sie alle 5-10 Tage .. und selbst am 10. Tag ist keine Spur von Fett zu sehen.
    Und auch jetzt wasche ich immer noch NUR MIT WASSER.
    Zwischendrin in den ersten 1-4 Monaten habe ich mit einer Apfelessig Wasserlösung die Haare gewaschen … 3-4 mal innerhalb von 3 Monaten. Oder mit Zitrone.. aber ansonsten nichts ausprobiert.. das war lediglich um das Fett komplett zu entfernen.

    Allerdings ist meine Haarbürste auch immer besonders dreckig.. viel Staub und anfangs das Fett .. ließen die Bürste echt grob aussehen.. Jeden Tag putzen!

    • Cl Lu

      Wahnsinn, Dorofee! Was für ein Einstieg und was für eine Ausdauer :-D Ja die Säure ist entfettend, reinigend und auch auf lange Sicht -wenn die Talgproduktion pro tag sinkt – auch austrocknend. Besonders für die Haarlängen. Schön dass es bei dir nach so langer Zeit so gut läuft. Und danke für deinen tollen Erfahrungsbericht

    • Nina K.

      Hallo zusammen :)
      Ich wasche jetzt seit guten 8-9 Wochen ausschließlich mit Wasser und frage mich die letzten Tage, ob es bei mir eventuell nicht funktioniert..? Meine Haare sind zwischendurch mal ganz akzeptabel, aber die meiste Zeit am zweiten Tag nach dem Waschen wieder fettig (bzw strähnig und dadurch entsteht das fettige Aussehen) und liegen platt am Kopf -> Volumen gleich null. :(
      Manche schreiben hier, dass hartes Wasser negative Auswirkungen haben soll. Wir haben zwar sehr hartes Wasser, allerdings habe ich nicht die hier beschriebenen “Kalktalg”-Ablagerungen im Haar. Meine Haare sind super weich, aber eben auch noch zu fettig für meinen Geschmack. Auch habe ich schon Monate vor WO erst mit silikonfreien Shampoos und zum Schluss mit Roggenmehl gewaschen. Daran kann es also auch nicht liegen, denke ich.
      Meine Frage: Muss ich einfach noch länger durchhalten, weil 8 Wochen noch nicht lange genug sind für die Umstellung? Soll ich es mit öfter Waschen versuchen (wäre dann jeden Tag oder jeden zweiten) oder habt ihr noch andere Tipps für mich?
      LG :)

      • Cl Lu

        Hallo Nina,
        das hört sich jetzt gar nicht so schlecht an. Sicher sind fettige = ölige Haare im Aussehen nicht so schick, doch wenn man bedenkt, dass du hartes Wasser hast und keine wachsigen Haaransäze oder Kalkverklebungen ist das doch echt ein Erfolg. Manche kommen aus dkomplett wachsigen Zustände nicht heraus.

        Deine Vorgeschichte hört sich auch gut an. Würde sagen eigentlich alles perfekt.

        Daher hab ich mal Fragen:

        1.) Ich lese oft “ich habe hartes Wasser” und dann ist die Gesamthärte unter 14dH. Richtig hartes und schwieriges Wasser wäre 40dH. bei mir gibt es 19dH das sit durchaus noch mit bürsten möglich. ansonsten muss man schon zu anderen entfettenden Maßnahmen greifen, die allerdings die Talgproduktion und die Kopfhaut auf Dauer beinträchtigen. Je weniger man mit entfettenden Mittel wie auch saurer Rinsen einsteigt desto weiter geht die Talgmenge zurück. Gar nichts ist auch nicht gut ;-) das hatte ich auch schon fast erreicht.

        2.) Hast du irgendwann einmal festgestellt, dass sich das Sebum anders verhält? also von dem anfänglichem zäheren Talg zu einen dünnflüssigerem?

        3.) wäscht du wirklich nur mit Wasser oder auch entfettenden pflanzlichen Spülungen?

        4.) Nehmen deie haarlängen beim Bürsten mit einer Wildscheinborstenbeürste oder Sisalbürset noch sebum auf, doer sind die Haarlängen nicht trocken?

        6.) würdest du dein haar direkt nach dem Waschen als 100% sauber auf dem Kopf und haarlängen bezeichnen, also als leichtes, fettfreies Haar?

        Generell ist es nicht verkehrt zu Beginn nach Bedarf zu waschen. Heißt ist das Haar fettig zu waschen. es wird sich langsam durch diese Waschart einpegeln und längere Waschabstände bringen. bis allerdings mehr als 2 zustande kommen vergehen Monate, wenn der Start schon mit 1 begann. war bei meinen feinen Haaren aber auch nicht anders zu erwarten ;-) Zu konventionellen Zeiten war es auch nicht anders. Nur weil bei Roggenmehl ein Abstand von 3-4 Tagen in einer sehr verdünnten version möglich war, muss es ja nicht bei WO so weiter gehen. logisch ist der Abstand nicht so ausgedehnt, schließlich hat man nur warmes / lauwarmes Wasser und keine fettlösenden Zusätze drin.

        Grüße Claudia

        • Nina

          Hallo Claudia, vielen Dank für deine Antwort!
          Zu deinen Fragen:
          Unser Wasser ist offiziell als hart eingestuft, allerdings nicht so schlimm wie du sagst. Wir haben 24 dH.

          Ich benutze nichts anderes als Wasser und meine WB-Bürste.

          Ja, der Talg hat sich von etwas fester, wachsartig zu einem dünnen, recht weichen Talg verändert.
          Meine Haare sind relativ kurz, nur knapp schulterlang, und fein, weshalb die Spitzen schon lange nicht mehr trocken sind. Beim Bürsten wasche ich meine Bürste manchmal zweimal um das wirklich überschüssige Sebum nicht immer wieder in die Haare zu bürsten. Da ist auf jeden Fall noch zu viel für diese kurzen Haare. ;)

          Nach dem Waschen..naja manchmal sind sie direkt nach dem Waschen sehr angenehm leicht und gepflegt, aber meist schon nach einer Stunde wieder strähnig, platt und fettig.

          LG, Nina

          • Cl Lu

            Hallo Nina,
            du hast in den zurückliegenden Monaten echt ‘ne tolle Arbeit gemacht. Hut ab! Wasserhärte 24 ist bei Roggenmehlnutzern schon oft ein Kampf um Kalkverklebungen mit Sebum zu vermeiden. Liegt hier aber oft an der falschen Mischung und zu kurzen Waschabständen so wie wechselnde Wasserqualitäten.

            Dein fleißiges Bürsten hat dich davor bewahrt, davon bin ich überzeugt. Auch wenn es für dich in dieser langen Zeit noch nicht vollständig befriedigend ausfällt.

            In den nun zurückliegenden 3 Monaten hast du also noch nie eine einzige Ausrutscherwäsche ( keine saure Rinse, keine Hagebuttenteespülung, keine Salbeispülung, keine Honigwäsche, keine verdünnte Roggenmehlwäsche , keine Lavaerde….) gemacht. Daraus schließe ich dass dein alter zäher Talg noch irgendwie mit dem Neunen in Vermischung ist. Wenn du warme Wäschen bevorzugst, ist der Anteil sicher geringer geworden, auch das häufige Auswaschen der Bürste und generell das fleißige Bürsten hat einen Anteil an der alten Talg Entfernung. Ob jedoch das dünnflüssigere Sebum was von oben nachgeliefert wird auch unten in so dünnem Zustand ankommt ist fraglich.
            Kann sein, dass eine EINMALIGE milde Wäsche mit z.B. DIY Honigshampoo oder DIY Roggenmehlshampoo das Problem behebt.

            Du scheinst zumindest ebenso schnell nachzufetten wie ich in den ersten Wochen nach der Sebum Umstellung (21.Wäsche). Auch scheint die Haarstruktur identisch ( fein und Länge) Ich hab irgendwie nicht glauben können was da innerhalb von 3 Stunden am Haaransatz rausgeflossen ist. So dünnflüssig läuft es schnell weiter wie ein Küchentuch das Wasser aufsaugt. Nur die Haare saugen nichts mehr auf. Da hilft auch kein intensiveres Bürsten mehr. Entweder waren deine Haarlängen und Spitzen gesund oder sie waren schon wie ein Schwamm gesättigt. Deine Waschmethode scheint das Haar zumindest nach der Wäsche sauber zu machen zumindest bis besagtes dünnflüssiges Sebum einschießt.

            Ich denke die Mischung aus beidem könnte die Problematik sein. Ob es sich nach einer einmaligen milden Wäsche deiner Wahl komplett in nichts auflöst, kann ich leider nicht vorhersagen.

            Von anderen die auch keine Zwischenwäschenausrutscher hatten und mit viel Bürsten bei hartem Wasser klar kamen, hat nach der Sättigung der Haarlängen diese einmalige Wäsche viel gebracht. Wie lange dieser verbesserte Zustand anhält kann ich noch nicht sagen. Mehrere Wochen sind es aber schon. Das Sebum hat sich bei diesen WO’lern nicht zu einem Zäheren verändert. Das Sebum blieb flüssig. Sie haben auch über eine erleichterte Handhabung berichtet.

            Zu Beginn von WO war mir eine Ausrutscherwäsche als totales Nogo vorgekommen. Da es aber eine Ausnahme bleibt und keine negativen Folgen ersichtlich sind, hab ich dazu mittlerweile eine andere Einstellung. Lieber einmal mild Waschen als mit Säuren zu entkalken oder zu entfetten. Die negativen Folgen einer sauren Rinse (Säure) erkennt man erst im weiteren Verlauf, wenn nicht vollgesogene Haarlängen austrocknen oder die Kopfhaut davon nach 12-24 Stunden austrocknet. Bei stark zurückgegangenem Sebum ist das bei verdünnten Säuren eher zu befürchten als eine milde einzelne Wäsche, bei der das Sebum im alten Rhytmus weiter macht.

            Das Bürsten direkt vor der Wäsche scheint mein einziger wirklicher Tipp zu sein. Auch nicht ganz so viel zu bürsten, denn es kurbelt durch die gesteigerte Durchblutung evtl. noch mehr das sebum an. Bei mir ist Bürsten zumindest auch aus diesem Grund nur alle 10 Wäschen mal angesagt.

            Grüße Claudia

  • Melissa

    Also, dann kam dieser Tag, wo ich das Gefühl hatte. Lass nur noch Wasser ran. Meine Haare sind ziemlich lang und fein. Die ersten Mal waschen gingen noch, da hatte ich nachher das Gefühl, die Haare sind gewaschen, luftig. Jetzt sind etwas 6 Wochen vergangen und sobald ich die Haare gewaschen habe so nach 3-4 Stunden, fühlt sich alles sehr schwer an und ölig. so als ob ich grad aus einer Ayurveda-Behandlung käme. Irgendwie fühlt es sich unstimmig an Zitrone, Essig oder sonst einen Ent-fetter zu benutzen. Was mir aufgefallen ist: ich färbe meine Haare nicht und habe schon einige weisse Haare, die weiss waren, doch jetzt bekommen sie so einen Gelb/blondstich wo ich mir noch nicht so sicher bin wo das hinführt. Kann es sein, dass das Eigenfett die Haarstruktur dahin gehend “repariert”, dass sich die Farbpigmente wieder “aufbauen”……wie auch immer, ich hab mir bis Ende August Zeit gegeben, Konsequent auf alles zu verzichten und dann schauen, was der nächste Schritt ist. Das einzige was ich mache ist abends die Haare kopfüber zu bürsten…. mal sehn.

    • Maximilian Knap

      Hallo Melissa, das klingt so, als würde deine Kopfhaut noch zu viel Talg produzieren, ganz normal im Umstellungsprozess. Die Tipps im obigen Beitrag helfen dabei, die Talgmenge zu reduzieren, ohne die Kopfhaut gleich wieder zu vermehrter Talgproduktion anzuregen. Hast du das milde Honig-Shampoo probiert? Auch eine milde, saure Spülung solltest du durchaus mal testen, viele Leserinnen haben damit schon gute Fortschritte während der Umstellung erzielt. Auf keinen Fall solltest du rückfällig werden und synthetisches Shampoo benutzen, denn dann beginnt der Spaß von neuem. Wir drücken dir die Daumen, mit ein bisschen Herumprobieren findest du bestimmt schnell heraus, was für deine Haare optimal funktioniert! Viel Erfolg und alles Gute!

    • Cl Lu

      Bin grad über deinen Erfahrungsbericht gestolpert. :-) Interessante Beobachtung mit der Haarfarbe. habe das bei meinen in 4 Monaten WO noch nicht erlebt. Muss aber dazusagen dass ich einige Ausrutscher mit Apfelmus, Essig-essenzspülung hatte und ich das Bürsten wegen Haarausfall nicht so praktizieren kann wie ich gerne möchte. Bei hartem Wasser halte ich das intensive Bürsten vor der Wäsche als mildeste und effektivste Methode sich “Kalktalg” zu ersparen. Vielleicht hilft dir diese Bürstenmethode direkt vor dem Waschen nochmal weiter.

      Ansonsten bin ich gespannt was sich bei dir noch ergibt.
      P.S: Ich hab übrigens bei solch schnellen Einfettungen einfach nochmal mit Wasser gewaschen, egal ob ich morgens schonmal eine Wäsche durchgezogen habe. Ein Wohlfühlen ist mir wichtiger al irgendwelche Waschabstände. Es muss ja Spass machen ;-) und im Sommer / bei Hitze ist durch Schwitzen das schnellere Einfetten ja auch irgendwie erklärlich.

  • Nixe

    Hallo, ich wasche meine Haare seit 2 Monaten mit water-only. Ich bin damit auch ganz zufrieden. Die Haare fühlen sich kräftiger an und sind leichter in Form zu bringen und zu halten.
    Leider habe ich dennoch schlechte Erfahrungen mit der Wäsche mit warmem WAsser gemacht. Nach der Wäsche sind die Haare fettig, schwer und wachsartig, obwohl ich vorher jeweils die Haare gut Bürste und eine Rinse mit Zitrone mache. Meist mache ich nach 3 Tagen eine weitere kalte saure Rinse und sie fühlen sich dann leichter an. Ich bürste die Haare morgens und abends gründlich. Hat jemand einen Tipp?

    • Cl Lu

      Hallo Nixe.
      Hab das auch schon mal gehört dass jemand bei Natron mit kaltem Wasser bessere Erfahrungen hat als mit lauwarmen. Bei ir spielte s keine Rolle. zu Beginn habe ich sogar noch warmes WAsser verwendet und rumgewurschtelt wie als ob ich ein Shampoo verwende. Danach allerdings ein letztes kaltes Abbrausen mit Wasser um die Schuppenschicht zu schließen. Die Haare waren danach auch ohne saurer Rinse sauber und fettfrei.

      Den einzigen Gedanken den ich bei deiner Schilderung habe ist, dass es sich um kalkiges Wasser handelt. Bei mir gab es eine Zeit, da waren alle reinen Wo Wäschen sauber allerdings kam bei der 6. Wo Wäsche ( es war lange Zeit immer die 6. , später dann die 9.) wachsige bis mineralölartige Ergebnisse. Das Mineralöl zeigte sich aber schon in der Wäsche selbst. Eine Verbesserung brachte das intensive Bürsten vor der Wäsche und hat Mineralölzustand und wachsige Ergebnisse verhindert. Generell halte ich das häufige Bürsten für die Lösung gegen unschöne Waschergebnisse bei WO. Ist ja auch Sinn und Zweck der WO-Methode den Talg bis in die Spitze zu bekommen. So vermeidet man Anhaftungen von altem und zähem Talg am Haaransatz oder Haarlängen.

      • Nixe

        Danke für dein Feedback.
        Wir haben eine Entkalkungsanlage und kaum mehr Kalk im Wasser. D.h. wir haben einen Härtegrad von ca. 2.
        Ich habe jetzt versucht das Wasser nicht mehr so warm zu stellen. Ich “wasche” die Haare jetzt mit leicht warmem Wasser ca. 1x/Woche und manchmal, v.a. wenn ich schwitzte oder im Dreck war mit kaltem Wasser, max 1x/Woche. Weiterhin bürste ich die Haare min. zwei Mal täglich gründlich.
        Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden.
        Trotz anfänglicher Skepsis ggü dem Bürsten (ich habe Locken) klappt es super. Erst werden die Locken zwar “verrissen”, aber nach ca. 20-30 Min haben sie sich beruhigt und sehen wieder gut aus.
        Ich mache auf jeden Fall weiter. Ich habe sogar wieder Lust meine schulterlangen Haar wieder wachsen zu lassen.

        • Cl Lu

          hab das jetzt grad entdeckt da steht ja schon was dazu.

          • Nixe

            Danke. Ich habe es jetzt so probiert, dass ich das Wasser nur sehr leicht warm mache und mit verdünntem Zitronensaft oder Essig kalt nachspühle. So klappt es wunderbar. Ich wasche die Haare zwei Mal in der Woche und bin sehr zufrieden.
            Meine Locken sind seit ich water-only wasche wieder wunderbar?

          • Cl Lu

            du machst also jetzt Water only mit ner sauren Rinse?

    • Cl Lu

      Hallo Nixe
      generelle Frage: wie sieht es denn mit deiner Wasserhärte aus, denn das macht vielleicht die wachsigen Ergebnisse aus, falls die Reinigung noch nicht so optimal glückt. Heißt entweder ist die tägliche Talgmenge von der sich träge anpassenden Talgproduktion vom vorherigen Shampoo / Natrontiefenreinigung noch zu stark oder die Waschabstände sind zu weit auseinander. Bei WO verringern sie sich erst einmal, denn die Waschkraft ist ja minimal und das ist ja auch so gewollt, da man die Talgmenge zu den trockneren Bereichen in die Längen spülen oder bürsten will.

      Das Bürsten verhilft zusätzlich der Lockerung des zäheren, alten Talges, der sich besonders bei längeren Waschabständen bildet und dann beim Waschen nicht ausreichend abtransportiert wird. Hier wären deine früheren Waschabstände im Vergleich zum momentan praktizierten Interessant. Er müsste sich eigentlich merklich verkürzt haben.

      Bei Bürsten sollte die Bürste wie bei der WBB viele und enganliegende Borsten haben. Eine normale Holz-, Plastik- / Metallbürste oder Kamm ist da nicht ausreichend. Es gibt auch Sisalbürsten, die diese Fähigkeiten besitzen.

      Die Haare fühlen sich bei WO während der Wäsche immer etwas ekliger / wachsiger an, denn die anhaftenden geringen Talgschichten verbleiben mehr oder weniger auf den Haaren. Im trockenem Zustand ist diese Gefühl aber verschwunden. Also durch das Gefühl beim Waschen nicht irritieren lassen und automatisch zu sauren Rinsen oder entfettenden Spülungen greifen. Das Wasser schafft die Entfettung und Verteilung auch ganz gut.

      Warmes löst mehr als lauwarems oder kaltes. Hier kannst du entscheiden was momentan benötigt wird. Mehr Reinigung bedeutet wärmeres Wasser. Gerade in der Anfangsphase ist die Talgproduktion noch übermäßig und zäher. Sie erfüllt zwar ihren Zweck, ist aber oben oft noch viel zu massiv und schwieriger zu lösen. Im Verlauf wird die tägliche Menge durch die ausschließliche milde Wasserreinigungsmethode weniger und dann im Zuge auch dünnflüssiger.

      Grundsätzlich braucht man bei WO keine saure Rinse. Bei hartem Wasser oder auch zur Entfettung ist die Säure eine Möglichkeit zum entwachsen. Bei hartem Wasser kann es zu wachsigen Ergebnissen kommen wenn die Säure nicht ausreichend dosiert ist. Die Zitrone ist u.U. da noch zu gering wenn du sie nach jeder Wäsche angewandt hast. Wein oder Himbeeressig sind minimal stärker. Auch die Menge ist dann entscheidend. Vielleicht lieferst du dazu ein paar Details.

      Außerdem ist die saure Rinse bei WO nicht bei jedem als Dauerprozedere erfolgreich sondern eher austrocknend. Ich hab sie trotz hartem Wasser von 19 nie gemacht und nur als seltene Entwachsungsmöglichkeit bei extremen Wachsigen Zuständen (= “Mineralölzustand”) So ein “Mineralölzustand” zeigt sich nur während einer WO-Wäsche und hartem Wasser, zieht sämtliche Haare wie bei einem Korsett unlösbar zusammen und lässt sich auch nicht durch mehr Wasser lösen. Das Ergebnis unter Wasser gleicht den verklebten Federn bei Meeresvögeln. Trocken sind die Haare eher fettig und anliegend oder abstehend wie man sie gerade hin gebürstet hat, ein Styling undenkbar. Frisuren würden auch ohne Befestigung halten. Also wenn nicht unbedingt notwendig nicht direkt nach jeder Wäsche grundsätzlich eine Saure Rinse machen. Weglassen und schauen wie das Waschergebnis trocken ausfällt ist da hilfreich. Die beste Hilfe ist bei jeder art von Wachsaufkommen erst einmal direkt vor einer Wäsche die 100 Bürstenstriche-Methode anzuwenden. Sie ist milder und ohne weitere negative Einfüsse auf den weiteren Umstellungsprozess. Wenn das nicht hilft andere Entwachsungstipps die im Beitrag stehen oder entfettende Spülungen, die verlinkt wurden umsetzen. Und zum Schluss wenn nichts geholfen hat mit der starken Essigrinse waschen.

      So wie ich dich verstanden habe, war die saure Rinse 3 Tage nach der 3. Wäsche eher eine saure, kalte Wäsche. Hier ist die tägliche Talgmenge, Dosierung und die Häufigkeit ausschlaggebend ob die Kopfhaut und die Haarlängen austrocknen. Im Anfangsstadium oder bei geringen Mengen und seltener Anwendung sicher noch nicht, sonst würdest du Wachszustände nicht jede Wäsche haben.

      Und als letztes noch eine Info am Rande: Water only reinigt ja ohne Base ( = Seife und Natron) und hat daher kein Muss für eine saure Rinse. Das was du damit u.U. bezwecken willst ist vielleicht auch das Verschließen der Haarschuppen und damit ein einfacheres Durchkämmen bzw. mehr Glanz. Nachdem du warm gewaschen hast einfach im letzten Abbrausen kalt stellen, denn die Kälte ist eigentlich das was bei der sauren Rinse Haarschuppen schließt.

      War jetzt viel Text :-) Ich hoffe es klärt einige Zusammenhänge, die mit deiner Frage zusammenhängen könnten.

      • Gabriele Sener

        beim stöbern im Internet habe ich bei einem anbieter für wbb gelesen dass die borstenabstände je nach haarlänge andes sind. enge abstände bei kurzem haar. “9 reihen” bürsten bei langem haar, weil man sonst nur die Oberfläche bürsten würde und nicht zur kopfhauf vordringt

        • Cl Lu

          kenn das eher auf die Dichte der Haare bezogen. also 5 Reihige bei dichtem Haar. Normale Menge und lockig würde bis 7 reihen möglich sein. In der Kombi dicht und lockig sollte man also eher auf die 5 reihige gehen. Bei langen Haaren sind lange Borsten wiederum optimaler. Lockige oder viele Haare profitieren von den ganz harten Bortsen der indischen Rassen.

  • Hopey Levrey

    Sehr guter & ausführlicher Artikel, danke :)

  • Irene

    Ich wasche meine Haare seit mehr als 7 Jahren ohne Shampoo. Auf die Dauer nur mit Wasser, was eigentlich mein Ziel war, geht aber gar nicht. Nach ca. 4 Tagen werden meine Haare steif und fühlen sich unangenehm an. Allerspätestens nach 7 Tagen habe ich eine so dicke Talgschicht auf meiner Kopfhaut, dass ich sie wegkratzen könnte. Sie macht meine Haare störrisch und miefig. Die Talgschicht geht nur mit Wasser beim besten Willen nicht weg. Und um sie loszuwerden, habe ich schon alles Mögliche ausprobiert: Natron, Apfelessig, Mehl, Waschnüsse, Tee uvm. Das einzige, das bei mir wirklich funktioniert, d.h. die Talgschicht beseitigt und die Haare locker und luftig macht, ist Lavaerde. Aber ich habe es langsam satt, dass das Haarewaschen damit so lange dauert. Ich denke, ich steige jetzt dann auf Alepposeife um…

    • Cl Lu

      das Bürsten mit der Wildscheinborstenbürste direkt vor der WO Wäsche schon mal versucht? manche berichten auch dass das Bürsten mit der nassen Bürste viel bringt.

      Ich denke dass du hartes Wasser hast bzw. noch einen zähen Talg aus der Umstellungsphase, der bei langen Waschabständen nicht gerade förderlich ist. Die Umstellung findet nach ca. 3-4. Wochen mit reinem Wasserwaschen statt. Das Sebum wird flüssiger. dies kann nicht geschehen wenn man mit anderen Mitteln in Kombi wäscht. Dieser Prozess dauert um einiges länger. Eine entfettende Ausrutscherwäsche kann aber um die 3. oder 4. Woche hilfreich sein um den alten zäheren Talg auf einen Schwung loszuwerden. nach 3 Wochen hat sich die Talgproduktion schon ganz gut auf das reine Wasserwaschen eingestellt und eine Wäsche mit mildem Mitteln bringt sie noch nicht aus dem Takt.

      Wie waren denn deine Waschabstände mit dem letzten erfolgreichen Waschmittel im vergleich zu nur Wasserwäschen. Wenn du diese identisch gehalten hast ist ein wachsig werden bei hartem Wasser kaum zu verhindern. die schnelleren Wäschen mit waschen nach bedarf haben ihren Sinn ( möglichst wenig fett auf dem Kopf auswaschen zu müssen, weniger fett bedeutet weniger Reaktionen mit Kalk. Kalk alleine macht Haare nicht wachsig)

  • Nelli Savenok

    Hallo! ich habe mich schon sehr ausführlich durchgelesen, wie man ohne herkömmlichen Shampoos leben kann. Ich konnte mich erst nicht entscheiden, ob ich es wagen soll, auf OW umzusteigen, oder doch lieber milde, selbstgemachte Shampoos zu benutzen. Ich habe mich dann für den Einstieg mit Natron als Übergang entschieden, und habe jetzt bereits 2 Mal mit Natron gewaschen und saurer Rinse gespült. Das Gefühl: wie erwartet, die Haare sind sauber, aber auch strohig. So stumpf sahen sie nicht aus, aber fühlten sich sehr strohig an. Am zweiten Tag war ich begeistert, weil meine Kopfhaut nicht juckte. Ausserdem entwickelte sich kein lästiger Geruch! wie bei länger nicht gewaschenen Haaren. Das hat mich besonders beeindruckt, dass auch nach 3 Tagen die Haare ganz normal nach Haare riechen, das war bei gekauften Shampoos nie so! Man merkt schon, dass die verstopfende Chemie weg ist. Am dritten Tag begann meine Kopfhaut doch an zu jucken und die Ansätze wurden fettig. So entschloss ich mich direkt die Honigspülung auszuprobieren. Leider war es ein Reinfall bei mir, denn danach sahen meine Haare aus, als hätte ich das Fett im ganzen Haar bloß verteilt und sie fühlten sich wie gewachst an! Da wurde scheinbar nichts rausgewaschen. Ich hatte mir so viel von der Honigspülung erhofft, schade. Ich frage mich jetzt, woran das lag. Kann das am Honig liegen, oder reinigt Honig überhaupt? Ich habe mich dann riesig auf den 4. Tag gefreut, weil da konnte ich wieder mit dem Natron waschen ;)) danach fühlte sich alles frisch und sauber an, wenn auch wieder strohig. Mein Stand ist jetzt der, dass ich noch mind. 1x mit Natron wasche, allerdings sobald sie wieder fettig sind und nicht unbed. nach 4 Tagen erst und danach wahrscheinlich die Roggenmehl-Variante ausprobieren werde. Was bei mir gegen die OW-Wäsche spricht ist: 1. es ist mir zu zeitaufwändig die Haare zwei mal am Tag mit einer speziellen Bürste zu kämmen, bis das Sebum verteilt ist. Ich stelle mir auch vor, dass meine Haare vom vielen Kämmen voll platt liegen, was ich gar nicht gewöhnt bin. Mit kurzen Haaren kann ich mir das gut vorstellen, aber mit meinen Schulterblatt-langem Haar…und dann 2. einige Tage ggf. fettiges Haar verstecken…ich denke für mich ist die WO Variante einfach nicht geeignet.

    Aber in diesem Zusammenhang – auch mit den milden Shampoos – meine große Frage in die Runde: Was benutzt ihr zum “stylen” bzw. fixieren der Haare, oder habt ihr keine Probleme mehr damit? Ich benutzte bisher oft Haarspray, damit ich paar Stunden später auch noch so aussehe, wie morgens vor dem Spiegel. Meine Haar kräuseln sich nämlich gerne, und ich mag das dann nicht, wenn viele kleine Häärchen abstehen. JA, ich habe das Honighaarspray ausprobiert. Das fixiert vllt ein wenig, aber klebt an den Händen, wenn ich meine Haare anfasse. Und Abends musste ich das dann unbedingt auswaschen (übrigens mit der Honigspülung, was leider missglückt ist). Gibt es nichts, was so ähnlich wie Haarspray ist? Ich glaube, dass wäre schade, wenn ich mit dem selbstgemachten Shampoo wasche, dann aber doch ein chemisches Haarspray benutze…

    Danke! und LG
    Nelli

    • Cl Lu

      Hallo Nelli Danke für deinen langen Erfahrungsbereicht. Ich antworte nun auch etwas länger. :-)
      Natron reinigt stärker und schafft daher auch diese silikonreste und Co schnelelr auszuwaschen als mildere Mittel, bei denen es in der Umstellung oft lange fettige und wachsigere Monate geben kann.
      Deine entschiedung zu Natro zu greifen wird ihren Grund gehabt haben. entweder die schnelle Entfernung oder einfahc nur die Sicherheit, dass es klappt. Ich selbst hab dies nicht gemacht hatte aber auch nur das billigere Ersatzprodukt zu Silikon = polyquaternium als Vorshampoo. Der Umstieg zu Roggenmehl war ab der ersten Wäsche schon ein Erfolg. ich denke es hat viel mit dem Haar und der Aufnahmefähigkeit für solche Substanzen wie Silikon zu tun. Ist das haar von haus aus gesund ( = nicht trocken und nicht strapaziert durch Färbebmitel, Styling und Co) dann hat e auch nicht viel davon eingelagert.

      Woe heißt es so schön Natron zeigt das wahre Gesicht deines Haarzustandes. du sagst e ist nun strohig. heißt trocken. es kann also ein zustand von vorher deutloch sichtbar werden oder auch durch die natronwäschen selbst. im Beitrag Umstellung ist übrigens der Verlauf während der Natrontiefenreinigungsphase beschrieben. http://www.smarticular.net/umstellung-silikonfrei-shampoo-tipps/ Diese 4 Tage abstand zur nächsten Wäsche fällt bei jedem anders aus. Ich denke auch dass der vorherige Waschabstand und die Stärke des Vorshampoos da einen erhebliche Einfluss haben. Da bei dir nach 3 Tagen die Einfettungsphase beginnt, kannst du diese als natürliche Schutzreaktion zum Austrocknungsprozess betrachten und 2 Tage durchhalten oder wenn es nicht mit Zöpfen und Kopftuch / Kappe etc zu überstehen ist milde waschen.

      Honigshampoo war da eine von mehreren Möglichkeiten um milde zu entfetten. da Honig bei dir noch nicht ausreichend war, kann Roggenmehl sicher mehr Reinigungskraft bieten. Bei Roggenmehl kommt es stark auf die Mischung und die Standzeit an Infos dazu findest du hier: http://www.smarticular.net/roggenmehl-statt-shampoo-erfahrungen/ Es gibt aber auch noch andere mildere Spülungen, die vielleicht momentan wie das Honigshampoo noch zu milde sind.

    • Cl Lu

      2. teil: Bei Wo muss mann nicht wirklich zwanghaft zweimal mal Tag mit der Wildscheinborstenbürste ( WBB) bürsten. Ich hab das auch nicht gemacht. allerdings bei den Wäschen in denen sich aufgrund des harten Wassers starkes Wachs bildete ( tauchte urplötzlich in nur einer von vielen erfolgreichen Wo Wäschen auf) hat das intensive Bürsten direkt vor einer Wäsche zu sauberen Ergebnissen geführt.

      Das Bürsten ist also eine sehr milde Methode um das noch frische Sebum vom Haaransatz in die trockenen Haarlängen zu bekommen. Wenn du keine trockenen Haarlängen hast, wird es dort auch nicht einziehen. das war zumindest mein zustand. Ich hab deshalb zu Beginn noch täglich nur mit Wasser gewaschen bis sich die Talgproduktion auf das nur Wasser mit geringerer Talgmenge angepasst hat. Wie auch bei der Umstellung von Shampoo auf Natron liegt bei der Umstellung auf Wo eine ähnlicher Prozess vor. Man vergisst das immer wieder wenn man von einem zu einem anderen Nopoo Mittel greift. Die Waschergebnisse müssen daher nicht sofort zu einem WOW Ergebnis führen. Je geduldiger man ist und je weniger man in einer solche Phase verändert um so erfolgreicher ist diese. Auch wirkt sich eine gute Beobachtung auf diese Veränderungen sichtbar aus. Man lernt die Reaktionen des eigenen Haares besser zu verstehen. Solche Phasen haben also auch was gutes, wenn man sie als diese nutzt.
      Ich wünsche dir gutes Gelingen auf deinem Weg über RM zu WO.

      • Nelli Savenok

        Vielen Dank auch für die ausführliche Antwort. Irgendwie hast du mir echt wieder Mut gemacht schlussendlich doch das WO anzustreben, was ich eigentlich schon nicht mehr anstrebte:) ich versuche es jetzt einfach gelassen anzugehen und wie du schon sagst, gut zu beobachten. Gut ist schon mal, dass ich ruhig nach 3 Tagen waschen kann,wenn ich es nötig habe. Meine größte Sorge ist jedesmal, dass es nicht wieder zu Kalkseife führt, weil wir hartes Wasser haben. Einmal war das so…Aber wie gesagt, das letzte mal war das Ergebnis mehr als zufrieden stellend, daher mache ich weiter. Die RM Wäsche möchte ich trotzdem unbedingt mal ausprobieren. Vielleicht ist die zusätzliche Pflege genau richtig für mich, denn von Natur aus, habe ich nur leicht fettiges Haar, wenn überhaupt.
        Was ich mich immer noch frage…Wie komme ich bloß zukünftig ohne Haarspray aus? Benutzt du zufällig das Honig Haarspray?
        Danke schon mal!
        Ihr habt eine wirklich tolle Seite!

        • Cl Lu

          Danke für das Lob zur Seite. Geht an die Betreiber, die das hoffentlich auch noch lesen. :-)
          Erstmal zum Honighaarspray bzw. anderen Hairstyling-mitteln, die NoPoo verträglich sind. Dazu gibt es auch noch einen weiteren Beitrag. http://www.smarticular.net/natuerliches-haargel-und-festiger-fuer-deine-haare-herstellen/ In dem ist auch noch ein Stylingbeitrag für Locken verlinkt. Alle diese nutze ich nicht. Bei meinem feinen Haar sind diese zu beschwerend. Einfach selbst mal testen, einen Versuch schadet ja nicht.

          Warum benötige ich diese Mittel auch nicht mehr?
          Mit Nopoo brauchst du das wahrscheinlich nie mehr wieder. Es sei denn du magst kein plötzliches, natürliches Volumen auf deinem sonst so spaghetti glatten Haaren. Regen oder Luftfeuchtigkeit sind kein Albtraum mehr, denn ohne dieses ganze Styling und ohne Silikonen fällt das Haar nach Trocknung schon von selbst perfekt. Diese käuflichen Produkte begünstigen sich also alle gegenseitig und wecken einen Bedarf, den es so eigentlich gar nicht geben würde.
          Ich knautsche nach dem Waschen meine Haarlängen und habe seit Roggenmehl Naturwellen in den unteren Regionen. Oben am Ansatz viel mehr natürliche Luft und kein Anklatschen an der Kopfhaut wie seit mehreren Jahrzehnten Standard. Identisches bei WO. Hier kommt sogar der eigene Talgfilm auf den Haarlängen noch als Plus hinzu. Die Haare trocknen auch handtuchtrocken schneller ohne Föhn. Sogar mit der einen oder anderen Roggenmehlwäsche bleibt dieser natürliche minimale Talgfilm erhalten.

          Auch entwickeln sich Naturlocken ganz anders. Gerade hier ist WO oder ausschließlich Kämmen oft der Durchbruch. Beide sind jedoch Methoden, die nicht von heute auf morgen zu erreichen sind. Geduld und Warten sind Eigenschaften die wir irgendwie verlernt haben ;-)

          Und noch ein Tipp, falls es nicht schon deutlich wurde. Lieber in der Umstellungsphase etwas eher waschen als zu lange warten, denn mit dem vermehrten Talg und Dreck sind die milderen Mittel schnell überfordert, was du bei Honig ja schon erlebt hast. Wachsige Zustände am Haaransatz oder irgendwelchen einzelne Stellen sind immer ein Anzeichen, dass diese Methode noch zu mild ist und mehr Aufmerksamkeit benötigt sowie kürzere Waschabstände. Es ist wirklich nichts dabei wenn es zu Beginn mal eine tägliche mildere Wäsche bedeutet und wirklich sauber und ein gutes Gefühl beschert. Auch der eine oder andere Ausrutscher mit einem stärkeren Nopoo Mittel ist jetzt kein Malheur. Man soll sich ja wohlfühlen. Jedoch das alte Chemieshampoo wäre jetzt nicht unbedingt ratsam. Muss allerdings dazu auch eine Ausnahme berichten, denn meine Umstellung erfolgte ja direkt aus konventionellem Shampoo zu RM. das hatte trotz Polyquaternium sofort funktioniert. Vielleicht weil mein Haar eh schon eher LOW Porosity (= geringe Porosität = geringe Hohlräume im Haar) war, oder weil dieses doch nicht so gravierend ist wie manche berichten. Während meiner 14 Monate Roggenmehl hatte ich auch noch andere DIY Shampoos zum Testen und das Kastanienshampoo hatte bei mir nach 5 erfolgreichen Wäschen im Wechsel zu Roggenmehl keine positiven Waschergebnisse erzielt. Also hab ich ein einziges mal mit dem alten Polyquaternium Haarshampoo gewaschen (Bübchen Kinder Apfel) und die nächste Roggenmehlwäsche war wieder perfekt. Damals wusste ich allerdings noch nichts von der Tiefenreinigunsgmethode, sonst hätte ich dies vielelicht auch gar nicht versucht. Zum Glück hatte es keine weiteren negativen Auswirkungen, was auch nicht aus der Einstiegsgeschichte zu erwarten war.

          Ich bin gespannt wie es bei dir weiter geht. Lass mal wieder was von dir hören. Jeder Weg ist einzigartig und für andere hilfreich. Negative wie positive Veränderungen.
          Grüße Claudia

          • Nelli Savenok

            Vielen Dank noch mal :) ich bin nun selbst gespannt und werde später berichten. Also hast du selbst so lange das RM Shampoo benutzt??? Na dann hab ich ja noch Zeit :-D da sind wir wieder bei der Geduld- ich muss mich selbst auf einen längeren Zeitraum einstellen. Heute habe ich jedenfalls zum ersten Mal mit RM gewaschen und ich bin ganz zufrieden. Sehr angenehm. Ich glaube die zwei Natronwäschen haben auch schon was gebracht und deshalb schlägt das RM jetzt so gut an. Ich hoffe du kannst mir überhaupt noch folgen.
            Mach’s gut und liebe Grüße

          • Cl Lu

            Super dass das Rm nun doch sauber macht.
            und ja ich kann dir noch folgen :-)
            ich hab RM 14 Monate gemacht. Aber nicht weil ich so lange gebraucht habe bis es klappte, sondern weil es so gut vom 1. Tag an klappte. Wozu soll man was ändern was funktioniert? Da die Mischungen irgendwann nicht mehr ausschlaggebend war, hab ich dauerhaft und immer weiter die Menge reduziert. Und bin durch einen anderen Test für einen Beitrag ( Avokadoshampoo / Spülung erst darauf gekommen mal nen Gegentest mit nur Wasser zu machen. Da das Ergebnis sofort fettfrei war, hab ich ne Woche später mit WO angefangen. Dann viel Erfolg für deinen weiteren reduzierten Weg.

          • Nelli

            Dankeschön :-) wo du jetzt schon so genau von dir berichtest, da habe ich noch die Frage: wie sieht deine tägliche Pflege/Reinigung denn jetzt genau aus mit OW? Alle paar Tage waschen ist klar (nach Bedarf), aber was fällt noch so an und in welchem Umfang? Manche berichten ja, sie bürsten das Haar gaaaanz viel, du auch? Und wie lange Haare hast du?

          • Cl Lu

            also meien haare sind maximal schulterlang, fein und eigentlich ursprünglich mein Leben lang spaghettigerade. Seit NoPoo (also RM ab 2/2015) habe sie an Volumen zugenommen nicht an Menge ;-) und haben unten eine Welle bekommen, die ich durch WO mit Knaustschen im Nasszustand auf 2 Ebenen verstärken könnte. Das trocknet dann und behält die Form. Egal ob angeföhnt oder luftgetrocknet. sehr praktisch ei ich finde, denn hohe Luftfeuchtigkeit hatte früher meine Haare immer gleich wieder wie einen begossenen Pudel aussehen lassen, egal was ich mir an Stylingmitteln und Lockenstäben ins Haar gemacht habe. Jetzt trockenen sie einfach ohne Stylingmittel durch und das geht natürlich auch bei hoher Luftfeuchtigkeit bzw. einem kompletten Regenguss :-) Ein sehr befreiendes Gefühl

            Täglich waschen muss ich ja nicht, also groben Holzkamm oder Metallbürste wie früher durch. Und das war es auch schon. einmal am Tag oder wenn ich grad von nem Sturm verfolgt wurde halt nochmal. 100 mal Bürsten ist das nicht. Also jedes mal gefühlte 5-10 Bürstenstriche einmal um den Kopf rum.

            wenn ne Wäsche dazu kommt kämme eich ebenso 5-10 mal durch ( Muss keine Wildschweinborstenbürste =WBB sein) dann wasch ich wie im Beitrag beschrieben mit einem harten Wasserstrahl eher lauwarm durch weil ich kaltes Wasser nicht so mag und ende mit einem eiskalten abbrausen. Trocken das haar in einem saugstarken kalkigen, NICHT Weichspüler verwöhntem Handtuch ab, kämme mit dem groben Holzkamm durch und föhne es manchmal an. Das Anföhnen wird aber auch immer seltener der Fall, denn die Haare sind nach 20 Minuten eh trocken wenn ich öfters mal durchwuschele.

            Dann gibt es etwa alle 9 Wäschen wegen meinen harten Wasser ein Wäsche, die ich Mineralölwäsche nenne. In dieser reinen WO Wäsche verkleben während des Waschvorgangs die haare zu einem Strang. sie lassen sich nicht mehr auseinander ziehen. sie werden korsettartig zusammengehalten. Ich nenne das Mineraslölzusatnd weil es mich an die verklebten Federn von Meeresvögeln bei Kontakt mit Moneralölerinnern.
            Trockne ich diese haare wie gewohnt sehen sie aus wie komplett verwachst. Ein stylen ist nicht mehr wirklich möglich. Sie bleiben so wie man sie hin bürstet. also auch ein seitliches Bürsten lässt haare nicht runterfallen. Die beste Basis um geniale Mittelalterfrisuren zum Hochstecke mit Nadeln zu machen. Meine haare wirken als ob ich die stärkste Mähne habe. Wachsige Haare in ganzer Länge, für viele ein gefühlsmäßiger Zustand für die Finger den man nicht mehr ertragen kann. Ihc mag es auch eher fluffig leicht. Von daher trage ich diese Hochsteckfrisur nicht. Obwohl schon Einige gesagt haben, dass das super toll aussieht und gar nicht fettig. Naja Gefühl ist halt was anderes.

            Wie bekomme ich diesen Mineralölzustand,der nur durch hartes Wasser in jeder 9. WO-Wäsche entsteht also weg?
            Im Beitrag hab ich einige Tipps beschrieben. Unteranderem war das Honigshampoo sehr erfolgreich, auch die stärkere Essigspülung als Waschmittel. Doch gerade letzteres ist auch Dauer nicht gut für die Kopfhaut. Am besten funktioniert bei mir das 100 mal Bürsten mit der WBB. entweder direkt vor der 9. Wäsche oder wen ich mal das Zählen vergessen hatte auch nach dem Waschen mit dem sofortigen erneuten waschen mit ausschließlich Wasser. Und das war’s auch schon.

            Im Laufe der ausschließlichen WO Wäschen verändert sich die Menge an Talg sowie die Konsistenz. Das ist wichtig um auf Dauer ,und gerade bei hartem Wasser, besser klar zu kommen. Je geringer die Talgproduktion also in der ersten WO-Wäsche (ggfs auch den danach folgenden Tagen) ausfällt desto erfolgreicher verläuft die Umstellung. Ebenso durch häufigeres und zur Not auch tägliches Waschen. Ein vorheriges Runterfahren der Talgproduktion hat sicher bei mir den größten Einfluss gehabt. Mit dem von dir nun genutzten Roggenmehlshampoo hast ja die besten Möglichkeiten die Mischung immer dünner zu wählen. Die Wäschen sollten vor der nächsten Reduzierung immer saubere fettfreie Ergebnisse erzielen. Ein Fettkopf ist bei keiner Veränderung hilfreich. Egal auf welches Mittel man umsteigt.

            Um deine Frage nach Pflege zu beantworten: ich habe nur Sebum was an den Haaren beim Waschen herunter läuft und minimal haften bleibt. Mein bester Waschabstand nach 4 Monaten war 2-3 Tage bei der Methode Waschen nach Bedarf ohne Rauszögerungspraktiken. Ich hab auch Ölkuren und Fettkuren sowie weitere Feuchtigkeitskuren getestet, aber die braucht es nicht wenn man diese Entfettungsmaßnahmen wie Essigwäsche und Co nicht übertreibt. Einen Beitrag dazu gibt es auch, der ist während einer Trockenphase durch diese Essigwäschen entstanden ist. Auswaschen mit nur Wasser geht sogar bei Öl – und Fettkuren. Wie steht hier am Ende der lauwarmen Ölkur http://www.smarticular.net/trockene-haare-und-kopfhaut-natuerlich-behandeln/

          • Nelli

            Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Hatte sie zuerst nicht gesehen…Ich bin dran und probiere es bereits erfolgreich aus. Die Tipps sind auf jeden Fall hilfreich.
            LG Nelli

        • Gabriele Sener

          es gibt doch diese kleinen entkalker teile die man zwischen Armatur und brauseschlauch schraubt (funktioniert auch in der küche, waschmaschne, spülmaschine, …). ich hatte die mal, waren super. habe sie dann verschenkt als ich umgezogen bin, haben jetzt brunnenwasser

    • nina

      Hallo!
      Nur auf die Schnelle eine Antwort auf: Was benutzt ihr zum Stylen. Eine Pumpspray-Flasche voll mit Wasser-Salbeitee-Mischung (glänzt leicht, Birke, Brennnessel, Kamille bei blondem Haar, o.Ä. natürlich auch möglich) mit einem halben Teelöffel Zucker darin ist ein klebefreies, aber haltgebendes Haarspray. Hält stundenlang und lässt sich nur mit Wasser problemlos auswaschen, ist ja nur Zucker.
      Grüße, Nina

      • Nelli

        Ja vielen Dank, die Zuckerwasser Methode wende ich auch bereits an, gefällt mir auch. Nur mit dem Tee das will ich gerne mal ausprobieren. Das kannte ich noch nicht.
        LG Nelli

        • Miyu Hanayome

          Wie ist das dann eigentlich zu wärmeren Jahreszeiten – kommen nicht alle möglichen Insekten, wenn man Zucker in die Haare sprüht..?

          • chihiro

            Stechmücken nicht, die reagieren auf Menschlichen Schweiß. Höchstens Bienen :-) nein ich hatte allerdings schon das Gefühl das bestimmte Parfüms Bienen anlocken

  • Lea

    Huhu! :) Vor einem 3/4 Jahr habe ich jegliche Chemieshampoos und -seifen über Bord geworfen und bin auf reine Biokosmetik umgestiegen. Ein halbes Jahr lang habe ich meine Haare dann mit Lavaerde gewaschen, da mir aber von mehreren gesagt wurde, dass meine Kopfhaut anfinge, nach Erde zu riechen und mir das ständige Anmischen der Erde langsam auf die Nerven ging, habe ich sie gegen ein Bioshampoo ausgetauscht. Seit ich keine Chemie an meine Haare kommen lasse, sind sie wesentlich gesünder, deshalb würde ich auch sehr gerne mal die Water Only Methode ausprobieren, denn Natürlichkeit hat sich schließlich bewährt :-)
    Nun habe ich aber noch einige Fragen:
    – Ist es möglich, von heute auf morgen mit der Water Only Methode anzufangen?
    – Habe ich es richtig verstanden, dass ich nach Bedarf waschen sollte? Sprich, wenn sie sich fettig anfühlen, dann sollte gewaschen werden?
    – Sollte ich ein über die Kopfhaut Rubbeln während der Haarwäsche und häufiges Bürsten vermeiden? Aus dem Artikel lese ich heraus, dass dies die Talgproduktion zu sehr anrege.. in vielen anderen Erfahrungsberichten steht jedoch, dass ein Rubbeln über die Kopfhaut während der Haarwäsche und häufiges Bürsten notwendig seien, um die natürlichen Öle vom Ansatz in die Haarlängen zu verteilen.
    – Ist es in der Umstellungsphase möglich, eine Mütze zu tragen oder steht dies der Umstellung im Wege?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen :-) Das Shampoo wird ab heute auf jeden Fall schon mal weggelassen!
    Herzliche Grüße,
    Lea

    • Cl Lu

      Hallo Lea, hab diese Nachricht grad durch Zufall entdeckt. Tut mir leid dass das so spät erst geschehen ist. Der Übergang von Naturkosmetikshampoo sollte klappen. die Frage ist halt immer wie stark dein Shampoo davor entfettet hat. je milder es war desto weniger tägliche Einfettung ist zu erwarten. Silikone sind ja nicht bei Naturkosmetik drin.

      das Bürsten ist so eine Sache. Beim eine klappt das bürsten gut beim anderen gar nicht. Ich hab es nicht praktiziert und bin von einem sehr sehr dünnen Roggenmehlgemisch umgestiegen. Meine Einfettung war sehr gering und das tägliche waschen hat alles schon fettfrei hinbekommen, nach 18 Tagen war aber dann doch mal so ein Unwohlgefühl im Haaransatz aufgetaucht. sichtbar war es nicht aber in den Fingern eklig. an 21. tag hab ich es nicht mehr ausgehalten und nocheinmal mit dem verdünnten Roggenmehl gewaschen, danach stellte sich heraus, dass das sebum dünnflüssiger geworden war. wäre mir sonst nicht aufgefallen am Haaransatz. danach was das waschen leichter. Durch das harte wasser kam allerdings nach jeder 6. wo wäsche so aus dem nichts heraus ein Turbo verklebter wachsbatz. getrocknet waren die haare nicht mehr zu frisieren. Im Beitrag dzau tipps zur entfernung. Mittlerweile bin ich aber von der sauren Rinsen wäsche wieder weg. diesen tipps nur im Notfall machen, Säure ist egal wie dünn angemischt bei rienem Wo und gesenkter sebumproduktion entfettend und austrocknend. dieses Aktionen stören die Umstellung udn können z einer massiven Kopfhautaustrocknung führen wenn es häufiger bzw. unter geringem Sebumproduktion je Tag passiert. Bei mir hat das intensive Bürsten nur vor einer solchen Wäsche, die sich immer mehr nach hinten verschoben hat, geholfen. sonst hab ich nicht gebürstet.

    • Cl Lu

      Mittlerweile denke ich das Bürsten hätte bei mir auch nicht viel gebracht. hab gesunde nicht ausgetrocknete Haarlängen. So eine Bürste nimmt auch nur eine gewisse Menge an Talg auf. Wenn die Haarlängen also nichts mehr aufnehmen können und die Aufnahmekapazität der Bürste erreicht ist, bürstet man also von oben nach unten und unten nach oben. Mehr hat da also keinen Sinn. Man kann also mit dem direkt vor der Wäsche durchgeführten Bürsten am meisten Talg lockern, mit Wärme den zähen Talg verflüssigen und mit hartem Wasserstrahl möglichst schnell nach unten schupsen / schießen. Manche Bürsten auch unter Wasser, nutzen einen Waschlappen. Manche haben mit kaltem Wasser auch Erfolg beim Entfernen. Zum Schluss hat aber jeder das kalte Wasser zu verschließen der Haarschuppen. Was hilfreich ist ist ein saugfähiges Handtuch oder weiches T-shirt, das saugt auch noch Fette nach der Wäsche auf.

      auf deine Frage zum Rubbeln. Ich hab wie beim Shampoo rumgemacht. nenn es massieren, rubbeln oder auflockern ;-) Heute lass ich nur noch Wasser durchlaufen, heb ein paar Haarschichten hoch und massiere etwas an der Seite oder Ober- unter Hinterkopf. nach 5 Mn bin ich heute fertig. Zu Beginn waren es sicher 10 Minuten.
      Bei manchen wirkt diese Massagetätigkeit wie das Bürsten eher als talganregend. da ist wohl jeder Kopf anders.

      Häufigeres Waschen minimiert den angesammelten alten Talg. Älterer Talg ist schwieriger auszuwaschen, verklebt im Haar, vermischt sich mit dem frischen und so bleibt immer etwas übrig, was nicht so einfach rausgeht. Nach 3 Wochen ist eine erste minimale und einmalige milde Wäsche möglich um diese alten Ansammlungen zu entfernen. auch weil das Sebum sich im Zeitraum 3.-4 Woche umstellt.

      Klar kannst du Mütze tragen, du erzeugst allerdings Wärme drunter. Wärme erzeugt schwitzen und das regt die Talgproduktion an. siehe dazu auch entfettende Tipps im Beitrag fettige Haare. http://www.smarticular.net/natuerliche-hausmittel-gegen-fettige-haare/
      Hier ist auch der Kreislauf für entfettende Maßnahmen beschrieben. alles was du an entfettenden Extras machst ( Apfelmuskur, saure Rinse, andere entfettende pflanzliche Spülungen,Trockenshampoo…) greift in die erneute Talgproduktion ein. Da diese stärker sind als Wasser wird die Sebumumstellung oder Reduzierung hinausgezögert. die Waschabstände unter umständen auch nicht natürlich verlängert sogar verkürzt.

      Ich denke da musst du dich einfach mal durchtesten.
      Grüße Claudia

  • Emre

    Kann mir jemand helfen. Nach dem Sport wasche ich meine Haare ur mit Wasser und am nächsten morgen beim durchkämmen mit der Wildschweinbürste hat mein Haar so exttem angefangen zu schuppen! Aus diesem Grund muss ich memeine Haare jeden Morgen mit meiner Natur Seife waschen, würde aber gerne auf die Nur Wasser Methode umsteigen. Ich weiß nicht woran es liegen kann, ich denke aber mal dass ich fettige Haare habe, da ich allgemein jemand bin der viel schwitzt und auch während dem schlafen schwitzt ^^ Bin männlich und habe kurze bis sehr kurze Haare . Würde mich über Hilfe freuen

    • Wenn die Kopfhaut sehr trocken ist (und Schuppen produziert), wird womöglich zu wenig Talg produziert. Du könntest versuchen, ein paar Tage lang ausschließlich mit Wasser zu waschen, denn wenn man sie nur lässt, regelt die Kopfhaut das ganz von allein aus und beginnt, mehr Talg zu produzieren. Den am besten mit einer Bürste gut verteilen. Alternativ könntest du auch diverse Methoden für zusätzliche Feuchtigkeitspflege probieren – vielleicht ist für dein Haar das Richtige dabei: http://www.smarticular.net/trockene-haare-und-kopfhaut-natuerlich-behandeln/

      • Emre

        Habe meine Haare in den freien Tagen schonmal mehrere Tage hintereinander nicht gewaschen, aber die fangen dann so an zu schuppen, das iSt nicht mehr normal! Wenn ich dann mit meiner Wildschwein Bürste, fallen die schuppen erst recht auf und sie haften auf der Oberfläche auf den Haaren. Weiß echt nicht was ich tun soll..
        Ich weiß nicht ob es einen Zusammenhang hat, aber meine Kopfhaut juckt ab und zu auch sehr, am meisten wenn ich schwitze und mir warm ist, da ist es unerträglich.
        Würde mich über eine Antwort freuen

        • Mechanisches Bürsten regt die Talgproduktion an. Für die Anpassung bzw. Abgewöhnung der synthetischen Pflegestoffe brauchen Haut und Haar Zeit, das kann auch einige Wochen dauern. Wenn du kannst und magst, dann probiere es und halte durch… vielleicht ist aber auch ein Besuch beim Hautarzt sinnvoll, die beschriebenen Symptome der starken Reizung scheinen ja nicht normal zu sein. Wenn es ein Mangel oder eine andere krankhafte Veränderung ist, wäre es besser, die Ursache zu erforschen.

      • Cl Lu

        hast du nun trockene oder fettige schuppen deine kopfhaut / haaransätze verraten es dir. fettige sind gequollen und haften in den haaren besser. trockene fallen leicht raus und sind flach. Bei fettigen mit sauren Spülungen ( saure Rinse spülen / washchen auch Hagebuttentee oder ein stärkeres Mittel nutzen. Bei trockenen ein milderes mittel nutzen, oder feuchtigkeitskuren die mehr als 48 std auf der kopfhaut bleiben sollten.

  • Magdalena Fiedler

    Hallo,
    ich befinde mich gerade in der “wateronly”-Testphase , bin auch relativ zufrieden, nur fühlen sich meine Haare oft fettig an, sehen aber nicht so aus, und sie riechen unangenehm. Ich “rubbel” meine Haare beim Haarewaschen durch, werde das jetzt nach deinem Artikel aber lassen und lasse das Wasser einfach nur drüber laufen. Wie lange dauert da die Reinigung unter dem Wasserstrahl circa? Und wie ist das bei dir mit unangenehmen Gerüchen?
    LG

    • Es dauert meistens eine Weile, bis zu mehreren Wochen, bis sich die Talgproduktion an die neuen Bedingungen angepasst hat. Gerüche können eigentlich nur von zu viel Schmutz oder überschüssigem Talg im Haar kommen. Mit möglichst hartem Strahl kannst du den Talg auswaschen, dazu kannst du auch mal wechselnde Temperaturen probieren. Die benötigte Wassermenge/Waschdauer ist sehr individuell, am Anfang mit überschüssigem Talg wird sicher mehr Wasser benötigt. Die Geduld zahlt sich aber meistens aus und es wird von Mal zu Mal besser!

    • Cl Lu

      Hallo Magdalena, du hast anscheinend Haarwachs produziert. Das sind angesammelte Sebumreste, die einen wachsigen Haaransatz ausmachen. Man sieht es ihnen tatsächlich nicht an. Dieses wachsige fühlt man mit den Fingern beim Durchfahren. mit der Zeit juckt es und wird vom Geruch süßlicher / ranzig. Ein ungutes Klima für die Kopfhaut. Und eine Vorstufe von fettigen Haarschuppen. Die Kopfhaut will sich von dieser dauerhaft unschönen Situation befreien und stößt die den abgestorbene aufgequollene Haut ab. Hilfe bietet eine saure Rinsen Wäsche bzw. häufigeres Waschen. Wenn man die Waschmittelstärke reduziert ist das häufigere Waschen notwenig um die alte Rückfettungsroutine noch entfernt zu bekommen. Abhängig von was du umgestiegen bist ist diese Menge kaum zu schaffen. Eine milde Grundreinigung mit Honig oder verdünntem Roggenmehl schaffen dir diese zähen Altlasten vom Kopf.

      Eine Water Only Wäsche dauert abhängig von der Rückfettungsmenge, Wassertemperatur und Mechanik ( harter Wasserstrahl, Rubbeln, Bürsten…) unterschiedlich lang. Beim einen sind das zu Beginn 5 beim anderen 10 Minuten. Nach 6-12 Monaten nur noch 1 Minute, denn das Sebum verändert sich weiterhin in Menge und wahrscheinlich auch nicht wahrnehmbar in der Konsistenz.

  • Silja Köhler

    Schön ge – und beschrieben!

    Wer sich traut, kann auch ganz auf Wasser verzichten; für Interessierte verlinke ich hier mal meinen Blog, in dem ich immer freitags berichte, wie es ist, seine Haare nur noch zu bürsten.

    Liebe Grüße

    Silja

    https://sojakoala.wordpress.com/category/nwso/

  • Sina Fisch

    Ich wollte 5 Sterne anklicken.

  • Gabriele Sener

    ich habe habe mich gerade daran gewagt mein haar (gut Steißbein lang) nur mit wasser zu waschen. es ist noch nass, kann also noch nicht sagen wie das Ergebnis ist, aber ich habe mindestens eine Badewanne voll wasser verbraucht bis es nicht mehr ganz so milchig ablief. ob das so sinnvoll ist?

    • Cl Lu

      Das ist sicher ne gute Frage. ich würde dir raten einen Zwischenschritt über midleres aschen einzulegen. Z. B: Roggenmehlshampoo verdünnt ( reduziert auf 2 EL und 180-200 ml Wasser ohne Standzeit. Diese Wäsche entfettet noch unkann mit kürzeren Waschabständen imemr noch fettfrei verlaufen. DIe Rückfettung verringert sich zunehmend, die Waschabstände werden länger udn der schritt zu Water only erleichtert. Weniger Rückfettung = weniger langes Auswaschen.

  • ?Kirsche

    Hey !
    Hab die Methode ausprobiert die Haare nur mit Wasser und ohne Shampoo zu waschen, den Wasserstrahl auf volle Härte eingestellt, mehrmals die einzelnen Haarsträhnen durchgespült und bin mit dem Wasserstrahl auch mehrmals schräg über die Kopfhaut gegangen.

    Vielleicht war das insgesamt zu viel des guten.
    Meine Haare sind zwar sauber geworden und die Kopfhaut fühlt sich gut an.
    Dafür sind die Haare jetzt echt vor und splissig und scheinen an einigen Stellen sogar abgebrochen zu sein. ?
    Die fühlen sich leichter an und scheinen auch weniger Volumen zu haben als vor der Prozedur…
    Also insgesamt genau das Gegenteil von dem was ich eigentlich erreichen wollte.

    Ging das jemanden von euch auch schon mal so?
    Wie lange dauert eine Haarwäsche ohne Shampoo bei euch?

    Werde es auf jeden Fall mal sanfter probieren und eventuell aber doch wieder auf’s gute alte Naturkosmetik-Shampoo zurückgreifen…

    Grüßle

    • ?Kirsche

      vor=trocken

    • Marla

      Hallo, das Ergebnis hängt auch davon ab, wie oft du vorher und mit was du sie gewaschen hast. Wenn du vorher immer “normales” Shampoo benutzt hast und jetzt mit Water-only wäschst, wird das Ergebnis noch nicht gleich zu sehen sein. Es braucht sehr lange, bis sich das Gleichgewicht wieder eingependelt hat. Genauere Antworten könne dir sicher unsere Leser auf https://www.facebook.com/groups/smarticularlesertalk/ geben. Viel Erfolg dabei und liebe Grüße!

    • Cl Lu

      Ich denke du hast es übertrieben mit der Dauer und der Mechanik. Im Gegensatz zu anderen scheinst du schnell zu entfetten oder deine Rückfettungsmenge ist schon sehr gut reduziert. Manchmal ist weniger mehr. Ich bin mittlerweile bei 1 Minute Waschdauer angelangt. auch das kann ausreichend sein. Das Waschergebnis sollte nach jeder Wäsche an Kopfhaut und Haaransatz fett-und wachsfrei nach jeder Wäsche sein, aber nicht trocken in den Längen.

  • Jenny

    Hallo an alle,

    ich mache seit 2 Monaten “Water only”, mit täglichem, ausgiebigen Bürsten mit der Wildschweinbürste und gelegentlichen Kopfhautmassagen um das Sebum bis in die trockenen Spitzen zu bekommen. Mein Haar geht bis zur Achsel, ist leicht naturkraus in der Oberfläche, aber mehr oder weniger glatt in den Längen. Vorher waren meine Haare rauh, stumpf und ganz ohne Glanz, mit viel Haarbruch und Spliss. Nun sind meine Haare weicher und haben sogar Glanz bis in die Spitzen: )

    Das Problem ist, dass ich schon nach 2-3 Tagen nach der Wäsche ganz ölige, strähnige Haare bekomme. Da meine Haare jetzt viel genährter sind, werden sie deutlich früher fettig als zuvor und ich verspüre schon nach etwa 3 Tagen das Bedürfnis zu waschen. Mein Ziel liegt jedoch bei einem Waschrythmus von 1x/ Woche und vor WO ging das auch so einigermassen.

    Anfangs hatte ich wachsartige Zustände, dies hat sich aber in den letzten Wochen gelegt, wahrscheinlich liegt dies auch daran, dass ich den Wohnort gewechselt habe und nun statt hartem weiches Wasser habe, was einen riesigen Unterschied macht: )

    Nun habe ich vor 4 Tagen eine einmalige Haarwäsche mit Haarseife durchgeführt, da das hier und auch an anderen Stellen empfohlen wurde. Danach fand ich die Spitzen wieder fast zu trocken und habe ausnahmsweise etwas Kokosfett eingearbeitet, was kurzzeitig gut war. Nach 3 Tagen waren die Haare aber wieder ölig.

    Ich frage mich nun, ob ich noch Silikon Build-Up haben könnte.. Tatsächlich habe ich meine Haare letzten Sommer aus Verzweiflung mit silkonhaltigem Shampoo und silikonhaltiger Kur für 3-4 Monate gewaschen und dazu ein silikonhaltiges Spitzenfluid benutzt. Shame on me!

    Danach bin ich auf No Poo umgestiegen: Etwa einen Monat mit Natron (nur in den Ansätzen, danach saure Rinse), danach einen Monat mit Bio-Haarseife (nur in den Ansätzen, danach saure Rinse).

    Könnte es sein, dass dies trotzdem nicht ausreichend war um das ganze Silikon rauszuwaschen und das Sebum nun wie ein Film auf meinen Haaren liegt und nicht einziehen kann? Schließlich habe ich die silikonhaltige Haarkur in den Längen und Spitzen angewendet, diese aber nie mit Natron oder Haarseife gereinigt: /

    Oder liegt es daran, dass ich zuviel bürste und an meinen Haaren herumfummele? Meine Spitzen fühlen sind nämlich noch immer nicht so perfekt an wie ich sie mir wünsche und ich neige bei Langeweile dazu ständig das Fett von oben nach unten durch die Haare zu ziehen: )

    Ich habe ganz viel zu dem Thema gelesen und frage mich nun, ob ich einmalig eine Natron-Shampoo (mit Tensiden) Wäsche im gesamten Haar machen sollte? Das greift zwar die Haare an und es schmerzt mich, das ganze wertvoll angesammelte Sebum (2 Monate!) herauszuwaschen. Andererseits hätte ich dann Sicherheit, dass alles Silikon raus ist und meine Haare das Sebum in Zukunft optimal aufnehmen können.

    Habt ihr Rat? Ich freue mich auf Eure Antworten!
    Liebe Grüße,
    Jenny

  • Hans-Ueli Flückiger

    Ich habe vor etwa einem Jahr für den ganzen Körper auf Olivenseife umgestellt, absolut problemlos. Ich habe relativ kurze Haare. Dass ich so weniger Gepäck bei mir habe ist ebenfalls positiv.

  • Bianca

    Weiß jemand wie das mit Chlor und schwimmen aussieht? :)

  • Sue

    Hallo zusammen

    Ich bin seit Mitte Januar mit der Methode water only am Experimentieren.
    Eigentlich finde ich es super, aber ich hab immer mal wieder verschiedene Probleme.
    Momentan wasche ich meine Haare relativ heiss, am Schluss dann kalt und ich bürste meine Haare mit der WS-Bürste nur noch vor dem Waschen. Das ich nur noch vor dem Waschen bürste ist viel besser, mein Haar schaut darum weniger fettig aus. Dafür habe ich jetzt eine Schicht weiches Sebum auf der Kopfhaut. Wenn ich mit den Fingernägel über die Kopfhaut fahre, dann hab ich dieses Sebum unter den Fingernägeln.
    Was kann ich da verbessern?

    Eine andere Frage hab ich auch noch. Nach dem Waschen wickle ich meine Haare kurz in ein Tuch ein und versuch sie danach mit einem Kamm (mit dem groberen Teil) durchzukämmen (und ich rubble die Haare kein bisschen). Es ist extrem schwierig meine Haare zu kämmen, ich komme mit dem Kamm fast nicht durch. Hat das mit dem Sebum zu tun?

    Wäre froh um ein paar Tipps. Vielen Dank und liebe Grüsse!

    • Marla

      Hallo Sue, dass mehr Sebum auf der Kopfhaut verteilt ist ein gutes Zeichen, dass sich deine Kopfhaut erholt. Da du gerade damit angefangen hast, braucht es eine Weile bis sich die Talgproduktion eingependelt hat. Hab also einfach etwas Geduld. Es reguliert sich von alleine. Das Durchkämmen sollte mit dem Kamm nicht durch das Sebum behindert werden. Im Gegenteil, durch den Fettanteil kommt der Kamm gut durchs Haar. Du könntest einen gröberen Kamm verwenden, falls dein grober Kamm nicht ausreichend ist. Liebe Grüße und viel Erfolg!

  • Martina

    Hallo zusammen. Finde die Idee industrielle Shampoos wegzulassen ziemlich spannend, insbesondere für meine Kinder. Hab aber eine Frage. Wir sind zwei mal die Woche im Schwimmbad. Genügt tatsächlich reines Wasser um das Chlor auszuspülen?
    Danke für die Antwort,
    Martina

    • Marla

      Hallo Martina, das ist eine gute Frage. In diesem Beitrag wird unter Punkt drei berichtet, dass die Autorin es zunächst gründlich mit Wasser auswäscht und ein paar Tage später noch einmal mit Wasser. Falls es nicht ausreicht, könntest du wie im Beitrag beschrieben mit z.B. Roggenmehl waschen: http://www.smarticular.net/no-poo-methode-anleitung-und-tipps/ liebe Grüße!

  • Afra Re

    Hallo,
    Ich wasche meine Haare seit einigen Monaten nach dem water only Prinzip zwei mal die Woche mit einer anschließenden apfelessig Spülung und gelegentlich einer stay -in haarkur einer bio Marke (da Haare trocken sind) kokosöl zB wäre zu fettig.
    Ich Bürste auch mit einer Wildschweinbürste 2xtgl.
    Funktioniert alles prima. Doch zu meinem Leidwesen sind meine ohnehin schon wenigen und dünnen Haare noch dünner oder weniger geworden. Kann keinen Pferdeschwanz o.ä. Machen, da es einfach nur schrecklich aussieht.
    Hatte nicht den Eindruck , dass es anfänglich auch so war, aber ich vermute es hängt mit dieser Methode zusammen ?
    Hat wer Erfahrungswerte , Tipps, etc …?
    (Mir ist klar , dass die Haare nicht mehr so fluffig sind, wie mit Shampoo, aber ob das so viel ausmachen kann??)

    • Marla

      Hallo Afra Re, das ist eine interessante Beobachtung, von der ich bisher noch nichts gehört habe. Du kannst im Facebook-Leserforum nach Feedback fragen: https://www.facebook.com/groups/smarticularlesertalk/ Dort wird das Thema rege diskutiert. Ich hoffe, die Leser können dir weiterhelfen. Viele liebe Grüße!

  • Claudia Ägäis

    Hallo! Ich habe vor ca. 3 Jahren das erste Mal versucht, mir nur noch mit Lava-Erde die Haare zu reinigen (inkl. Wildschweinbürste), nachdem ich mich mit dem Thema Chemie in Drogerie-Produkten näher auseinandergesetzt hatte und mir das Grausen dabei kam. Nach den ersten Wäschen fing meine Kopfhaut damals stark an zu Jucken, was meine Naturfrisörin und ich auf die Umstellung schoben. Ich hielt das Ganze ein halbes Jahr lang durch, hatte währenddessen dauer-fettige Haare, was in einem Dienstleistungsberuf natürlich klasse ist… War ein Test für mein Selbstbewusstsein :) Nach dem halben Jahr gab ich es dann auf. Nun habe ich vor drei Wochen erneut angefangen, diesmal mit der Water-Only-Methode, und es funktioniert SUPER! Normalerweise habe ich schon am nächsten Tag fettige Haare, kein Volumen und vor allem fliegende, da trockene, Haare. Bereits nach der ersten Wäsche waren die fliegenden Haare weg und ich hatte ein super Volumen, wie ich es sonst mit keinem Mittel hinbekomme. Und ich konnte bereits jetzt schon meinen Waschrhythmus um einen Tag verlängern :) Nun hoffe ich, damit auf Dauer auch meinen Haarausfall in den Griff zu bekommen. Ich schwöre auf diese Methode!

  • Chris

    Bei mir hat die Umstellung gute 2, fast 3 Monate gedauert. Hätte schon fast aufgegeben, aber die Haare brauchen auch einfach Zeit, um sich umzustellen. Mein Ausgangspunkt sind schnell fettende Haare und ich hätte nicht gedacht, dass die No Poo Variante bei mir so gut anschlägt.

    Bin mittlerweile bei einer Kombination aus Waschen mit Roggenmehl (2 Mal pro Woche), und hin und wieder einer Rinse mit Apfelessig und danach einer Haarmaske mit Mineralerde (ich mag die rote Mineralerde von margilé sehr gerne, die greift meine Kopfhaut nicht so stark an wie andere Erden davor).

    Habe davon viel gesünderes, glänzendes Haar bekommen und muss tatsächlich viel seltener waschen als mit all den “tollen” Shampoos, die ich davor hatte.

    Werde aus dem Artikel definitiv noch den Apfelmus-Tipps mitnehmen, danke dafür – und für den ausführlichen Erfahrungsbericht!

    Chris

  • Heidi Scherer

    Bin jetzt endlich soweit, dass ich bei …nur wasser…angekommen bin und bin sehr happy damit….Hab etwas kokosfett noch in die spitzen gemacht….und hab 14 Tage gewartet, vor der nur wasserwaesche …fühlt sich jetzt super an…wie es normal sein soll…

  • Sibylle Kristina Lindemann

    Hallo.
    Vielen Dank für die tollen Beiträge.

    Ich würde auch gerne ohne Shampoo waschen anfangen. Da ich aber meine Haare färbe, weiß ich nicht recht ob und wenn ja wie es dann funktioniert. Wäre toll ein paar Anregungen und Antworten zu bekommen

    • Hallo Sibylle, ob es für einen selbst funktioniert, selbst mit gefärbten Haaren, kann man im Vorfeld nicht sagen. Die Umstellung dauert in jedem Fall einige Zeit, und sie verläuft umso besser, je naturbelassener das Haar ist. Du könntest es zunächst mal mit dem Absetzen konventioneller (synthetischer) Shampoos und dem Umstieg auf eine milde natürliche Methode probieren, wie zum Beispiel mit der Roggenmehl-Haarwäsche. Wenn das dann einige Zeit gut geht, kann man den nächsten Schritt wagen, so klappt die Umstellung sanfter. Liebe Grüße

  • Hordenfisch

    Nachdem wir unseren Hund Anfang der 90er nicht mehr waschen konnten, weil er dann einfach schrie, und er danach immer soooo ein tolles Fell hatte, sind wir 1991 auch von fast allen Hilfsmitteln angekommen. Und plötzlich kein fettiges, strähniges Haar mehr. Nur wenn es sehr dreckig war (z.B. bei Bauarbeiten) oder sehr lange Mützen- oder Helmzeit war, kann es mal sein, dass ich zu Lavaerde, einem BioShampoo oder Haar-Seife greife, 3-4 mal im Jahr. Normales Abbrausen reicht vollkommen – der Körper macht das schon selber, aber Bürsten ist schon angenehm und macht schöne Haare.
    Übrigens: Deo gibt es bei uns auch eit vielen Jahren nicht mehr, wobei sich noch niemnd beschwert hat, wir würden stinken!

  • Lisi Hollerstaude

    Ich hab ja auch schon einiges ausprobiert. Zur Zeit habe ich die Wascherde. Musste aber dann mal mit einem Naturkosmetikschampoo drüberwaschen, weil ich viele Schuppen bekommen habe und die gar nicht mehr weggingen. Mit Natron ließen sie sich auch nicht beseitigen. Vielleicht wasche ich zu oft, sodass die Kopfhaut zu trocken ist? Meine Haare fetten aber eher schnell nach. Hat vielleicht jemand einen Tipp?

  • Karina

    Hab ich auch eine Zeit lang gemacht. Der Nachteil ist man brauchtbbraucht langem Haar enorm viel warmes Wasser und das ist auch nicht so umweltfreundlich.

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