Umweltfreundliche Bio-Haarwäsche: Shampoo-Bars selber machen

Shampoo-Bars sind schnell hergestellt und kommen im Vergleich zu herkömmlichen Pflegeprodukten mit nur wenigen Zutaten aus. Sie sparen Geld und Verpackungsmüll und schonen die Umwelt!

Trotz der großen Fülle an Alternativen zu herkömmlichen Shampoos habe ich lange gebraucht, um eine zu meinem Haar und meinen Pflegegewohnheiten passende Variante zu finden. Richtig zufrieden bin ich erst, seit ich diese Shampoo-Bars, auch festes Shampoo genannt, entdeckt habe. Im Vergleich zu Haarseife wirken sie viel weniger rückfettend und eignen sich deshalb auch hervorragend für dünnes, zum schnellen Nachfetten neigendes Haar.

Statt die Shampoo-Stücke fertig in Naturkosmetik-Geschäften zu kaufen, kannst du sie aus drei Zutaten mit wenigen Handgriffen selbst herstellen – der Aufwand ist gering, mit dem Selbermachen von Badebomben vergleichbar. Wenn du mit Haarseife, Roggen-Shampoo und Co. noch nicht glücklich geworden bist, findest du vielleicht mit diesem Rezept für Shampoo-Bars die passende Haarpflege-Alternative!

Grundrezept für Shampoo-Bars

Für einen kleinen Vorrat Shampoo-Bars benötigst du folgende Zutaten und Utensilien:

  • 50 g Kakaobutter oder Sheabutter
  • 100 g des pflanzlichen Tensids SLSA (Sodium Lauryl Sulfoacetate) – alternativ kannst du auch das Tensid SCI (Sodium Cocoyl Isethionate) verwenden. Es ist besonders mild und palmölfrei, allerdings etwas schwerer zu bekommen.
  • 100 g Speisestärke
  • optional 10-20 Tropfen ätherisches Öl – welches Öl sich in der Haarpflege für welchen Zweck besonders gut eignet, erfährst du weiter unten im Text
  • optional Lebensmittelfarbe – sie dient lediglich dem schönen Aussehen
  • Mundschutz (Staubschutz), zum Beispiel ein großes Tuch
  • passende Förmchen – ich habe eine Silikonform wie diese benutzt

Shampoo-Bars sind schnell hergestellt und kommen im Vergleich zu herkömmlichen Pflegeprodukten mit nur wenigen Zutaten aus. Sie sparen Geld und Verpackungsmüll und schonen die Umwelt!

So stellst du die umweltfreundliche Haarpflege her:

  1. Mundschutz anlegen – das verwendete Tensid ist zwar sehr mild und auch für die Verwendung in Naturkosmetik-Produkten zugelassen. Da es sich um ein feines Pulver handelt, kann es aber stauben und die Atemwege reizen.
  2. Abgewogenes Tensid und Speisestärke in einer Schüssel miteinander vermengen.
  3. Kakao- oder Sheabutter im Wasserbad schmelzen.
  4. Die geschmolzene Pflanzenbutter zu den trockenen Zutaten geben und alles mit den Fingern so lange durchkneten, bis die Zutaten gut miteinander vermischt sind.
  5. Nach Wunsch ätherische Öle und einige Tropfen Lebensmittelfarbe dazugeben.
  6. Mischung in die bereitgestellten Silikonformen drücken und mindestens 24 Stunden aushärten lassen.

Shampoo-Bars sind schnell hergestellt und kommen im Vergleich zu herkömmlichen Pflegeprodukten mit nur wenigen Zutaten aus. Sie sparen Geld und Verpackungsmüll und schonen die Umwelt!

Tipp: SLSA lässt sich noch für viele weitere DIY-Pflegeprodukte verwenden, zum Beispiel für reinigende Dusch-Bars, schäumende Badepralinen und ein schnelles Badepulver für Schaumbäder.

Shampoo Bars für die Haarwäsche verwenden

Nach circa einem Tag sind die Shampoo Bars fest und einsatzbereit. Beim Haarewaschen zunächst die Haare nass machen, das feste Shampoo mit etwas Wasser in der Hand aufschäumen und auf dem Haar verteilen. Alternativ kannst du auch mit dem angefeuchteten Shampoo-Stück übers nasse Haar streichen und das Shampoo auf diese Weise verteilen. Leicht einmassieren und wie gewohnt ausspülen.

Shampoo-Bars sind schnell hergestellt und kommen im Vergleich zu herkömmlichen Pflegeprodukten mit nur wenigen Zutaten aus. Sie sparen Geld und Verpackungsmüll und schonen die Umwelt!

Ätherische Öle für die Haarpflege

Ätherische Öle lassen sich vielseitig für die Gesundheit und das Wohlbefinden einsetzen. Einige Öle eignen sich unter anderem auch als hilfreiche Zutat für die Haarpflege. Für die Zubereitung der Shampoo-Bars kannst du 10-20 Tropfen der folgenden Düfte verwenden oder auch mehrere Öle miteinander kombinieren:

  • Zeder (gegen Haarausfall und bei fettigem Haar)
  • Lavendel (bei Spliss und trockenem Haar)
  • Kamille (gegen juckende Kopfhaut)
  • Rosmarin (bei fettigem Haar und irritierter Kopfhaut)
  • Zitrone (für blondes Haar)
  • Eukalyptus (stimuliert die Kopfhaut)
  • Teebaumöl (gegen Schuppen, bei fettigem Haar)

Hinweis: Nicht alle ätherischen Öle sind für Schwangere, Kinder und Menschen, die unter einer chronischen Erkrankung leiden, zu empfehlen. Entsprechende Informationen findest du in der Packungsbeilage. Im Zweifel ziehe besser einen Arzt deines Vertrauens zu Rate.

Welche Shampoo-Alternative ist dein Favorit? Wir freuen uns auf deinen Erfahrungsbericht in einem Kommentar!

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  1. Hallo liebes Smarticular-Team, da leider die festen Shampoos bei mir relativ schnell weg sind (habe sehr, sehr dichte Haare) und das dann doch ins Geld geht dachte ich mir, es wäre doch eine gute Idee zu schauen, ob man festes Shampoo nicht einfach selber machen kann. Nach kurzer Suche bin ich auf dieses Rezept gestoßen, das mich aufgrund seiner wenigen Zutaten angesprochen hat. Nun bin ich – leider sehr naiv, wie sich heraus stellte – heute in die Apotheke gegangen, um dort SLSA zu kaufen (wollte es nicht unbedingt im Internet bestellen). Der Apotheker jedoch hat nur die Hände zusammen geschlagen und gemeint, na das könne er mir unmöglich verkaufen – und begann mir zu erklären, wie gefährlich SLSA nicht sei, dass es nicht jeder vertragen würde, es die Kopfhaut und Haare austrockne usw. Als ich nach SCI fragte schüttelte er ebenfalls nur den Kopf. Er erzählte mir, dass er durch seine langjährige Berufserfahrung schon viele Fälle von Leuten gehabt hätte, die sich selbst (auch mit SLSA oder SCI) Salben o.ä. gemacht hätten, dies sich dann entzunden hätte und er als Apotheker müsse die Leute dann wieder zusammenflicken. Ich habe ihm dann dieses Rezept gezeigt, woraufhin er „an meinen Hausverstand“ appelierte – man kann doch nicht einfach irgendein Rezept im Internet nachmachen, das geht doch nicht, man spielt mit seiner eigenen Gesundheit. Außerdem würden die Sheabutter oder die Kakaobutter aufgrund mangelnder Konservierungsstoffe nach wenigen Tagen im warmen, feuchten Bad ranzig werden – generell würden die Naturprodukte in dieser Umgebung schnell anfangen zu schimmeln. Als er dann noch las, dass auch Ätherische Öle in dem Shampoo-Bar enthalten sind, war es dann ganz aus: Ätherische Öle reizen die Haut, könnten allergische Reaktionen hervorrufen und hätten auf der Kopfhaut garnichts, aber rein GARNICHTS verloren. Da ich selbst viel mit ätherischen Ölen (von Young Living) arbeite, und sie auch unverdünnt auf der Haut anwende (außer ein paar Mischungen die am Bauch aufgetragen werden, da bekomme ich wirklich Juckreiz davon) wollte ich nichts mehr hören, hab mich höflich bedankt und die Apotheke verlassen. Er hat mir zuvor ein reinigendes Shampoo (in einer Plastikflasche…) empfohlen – auf meine Anmerkung, dass ich ja eigentlich auch die Shampoo Bars selber machen möchte, um den Plastikmüll zu vermeiden meinte er, ja öko schön und gut, aber in Österreich gäbe es ein so gutes Recycling-System, da müsse man sich über die Plastikflaschen keine Gedanken machen.

    So, und was ich nun eigentlich fragen will: In den Inhaltsstoffen meines bisherigen, im Geschäft gekauften festen Shampoos ist ebenfalls SCI enthalten. Obwohl natürlich keine Mengenangabe davon drauf steht nehme ich doch an, dass es etwa der Menge aus diesem Rezept entspricht. Ich reagiere auf das gekaufte feste Shampoo nicht auffällig, und habe auch mit ätherischen Ölen keine Probleme. In dem gekauften Shampoo habe ich auch keine Konservierungsstoffe gefunden.
    Wie lange hält sich nun so ein selbstgemachter Shampoo-Bar? Wurde bei euch ein Bar schon mal ranzig? Oder hat begonnen zu schimmeln? Hattet ihr schon mal negative Erfahrungen mit Ätherischen Ölen auf der Kopfhaut? Ich glaube, dass ich trotz der Warnungen mal so einen Shampoo-Bar ausprobieren werde. Sollte meine Kopfhaut auffällig reagieren, kann man das Shampoo ja jederzeit wechseln.

    Antworten
    • smarticular.net

      Liebe Astrid,
      danke für deine Nachricht! Es ist nicht völlig auszuschließen, dass diese Naturkosmetik-Tenside Irritationen hervorrufen, jedoch gelten sie allgemein als sehr schonend, vor allem im Vergleich zu den Zutaten konventioneller Pflegeprodukte, und sind deshalb auch in zahlreichen Bio-Pflegeprodukten enthalten. Es ist schade, welche schlechten Erfahrungen, der Apotheker gemacht haben mag. Mit unseren Erfahrungen decken sie sich jedoch überhaupt nicht, und auch das Feedback aus der Community war bisher ausnahmslos positiv. Vertraue vielleicht am besten deinen eigenen Instinkten, denn wir wissen auch nicht alles und sind auch nicht perfekt 🙂
      Liebe Grüße

    • smarticular.net

      PS: Die Haltbarkeit hängt von der Haltbarkeit der verwendeten Zutaten ab. Da kein Wasser drin ist, können die Bars in Prinzip auch nicht schimmeln, solange sie nach der Benutzung wieder luftig trocknen können.

  2. Hallo,
    Wie man in vorherigen Kommentaren sieht, war ich bislang sehr zufrieden mit den Shampoo Bars, weil sie nach einer langen Roggenmehl-Odyssee endlich die erhoffte Reinigungskraft erbracht haben.
    Es war von Anfang an so, dass meine Haut – sowohl Kopfhaut als auch am restlichen Körper – erstmal recht ausgetrocknet wurde. Da ich davor circa 2 Jahre keine richtige Seife mehr benutzt hatte, war das für mich aber plausibel und ich dachte es reguliert sich von selbst.
    Inzwischen ist es leider so, dass meine Haut am Körper sich ganz gut (erträglich) im Griff hat, meine Kopfhaut aber nicht zurecht kommt. Ich habe am ganzen Kopf rote Flecken unter den Haaren. Und die Haare selbst sind zwar sauber, aber doch extrem trocken.
    Es scheint so, als ob die Bärs einfach zu scharf für mich sind.
    Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und ggf. Einen Tipp, was ich beim nächsten mal anders machen sollte?
    Danke und LG Jasmin

    Antworten
  3. Hallo, ich habe die Shampoo bar wie beschrieben hergestellt, allerdings mit SCI anstatt SLSA. Nach einigen Wochen eben unter der Dusche der Schock: Mir fallen in großen Mengen auf einmal beim duschen die Haare aus. Woran liegt das????

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Malene! Das ist sehr ungewöhnlich, es könnte auf eine Überempfindlichkeitsreaktion der Haut hindeuten, und es empfiehlt sich, dies durch einen Arzt abklären zu lassen. So besteht Sicherheit, damit man künftig Produkte mit den von dir verwendeten Inhaltsstoffen meiden kann. Allerdings kommt sowas sehr selten vor, bisher war uns in der Richtung nichts bekannt. Die verwendeten Zutaten sind auch nicht sehr ungewöhnlich (auch nicht SLSA und SCI), sie kommen in gleicher Form auch in handelsüblichen Naturpflegeprodukten vor.
      Liebe Grüße

  4. Hallo :),
    danke für das super Rezept! Ich muss jetzt nach einigem herumprobieren meine Erfahrungen los werden o: .
    Bei den oben angegebenen Mengen, sind die Seifen viel zu bröselig und brüchig geworden. Ich weiß nicht ob es hier nur mir so geht? Das hat wohl mit der vielen Stärke zu tun. Richtig hart und fest werden sie mit folgenden Mengenverhältnissen(für ~1 Seife):
    50g SLSA
    10g Stärke
    15g Sheabutter/Kakaobutter/+Wirkstofföle
    40Tropfen Duftöl

    LG Gabriel

    Antworten
    • PS: Einen Löffel zum umrühren nehmen ;)
      -> Sanddornfruchtfleischöl + Orangenöl passt sehr gut zusammen

    • Hallo Gabriel, danke für dein Rezept. Hier ist das Tensid aber doch erheblich konzentrierter dosiert. Das verträgt eventuell nicht jeder. Liebe Grüße Sylvia

    • Hallo Sylvia, da hast du wohl recht. Das sollte mit beachtet werden. Aus unserer Erfahrung löst sich von der Seife aber vergleichsweise auch nicht so viel ab, weswegen es trotzdem gut dosierbar bleibt.
      LG Gabriel

  5. Hallo,

    ich habe das Rezept am Wochenende ausprobiert und finde es super, würde es aber gerne noch an meine Bedürfnisse anpassen. Vielleicht habt ihr einen Tipp:
    Ich habe sehr glatte und feine Haare, die meistens ohne Volumen etwas platt runter hängen. Mit gekauften Haarseifen bekommen meine Haare eine schöne Griffigkeit und Volumen, aber gleichzeitig fühlen sie sich nie wirklich sauber an. Ich habe bereits verschiedene Haarseifen probiert und war nie wirklich zufrieden.

    Dieses Shampoo Bar lässt sich schön aufschäumen und ausspülen und macht geschmeidige und saubere Haare. Aber mir fehlt diese „Griffigkeit“ wen ihr wisst was ich meine. Habt ihr einen Tipp was ich untermischen könnte?

    Schöne Grüße,
    Anna

    Antworten
    • Hallo Anna, puh da haben wir jetzt leider keinen konkreten Tipp parat. Aber vielleicht bekommst du ja von anderen LeserInnen noch Antworten. Liebe Grüße Sylvia

    • Hallo Anna
      Das geht meiner Freundin genauso.
      Ich habe lange Haare, dafür ist das Rezept perfekt. Meine Freundin hat kurze Haare und ihre werden damit so weich das sie keine Frisur mehr hinkriegt. Hast du inzwischen was gefunden?
      LG Sonja

  6. Ich würde mich gerne mal an diesen Shampoobars versuchen und habe nun ein bisschen nach den Zutaten recherchiert. Bei SCI ist häufig von „Nadeln“ die Rede, von denen manche Kommentare sagen, sie seien zu groß, um für die Prosuktion von Shampoobars verwendet zu werden.
    Was hat es damit auf sich? Ich dachte, es sei ein Pulver. Oder gibt es SCI in verschiedenen Formen?

    Lieben Dank im Voraus :)

    Antworten
    • Hallo Samira, ja offenbar gibt es das in verschiedenen Formen. Von den Nadeln haben wir auch schon gehört. Wir haben das Pulver verwendet. Das funktioniert auf jeden Fall. Die Nadeln muss man wohl erst noch zerkleinern. Liebe Grüße Sylvia

    • Hallo Samira,
      Also ich hab es in Form von Kügelchen gekauft. Und auch so verarbeitet, ohne es zu zerkleinern. Die Kugel sind zur Verarbeitung sehr praktisch, weil es nicht so staubt. Und mit dem Waschergebnis bin ich auch sehr zufrieden. Für eine Freundin (mit der ich es zusammen probiert hatte) sind die Bars zu scharf. Sie bleibt bei Haarseifen. Aber ich find’s super und nach einer langen Odyssee mit Roggenmehl über 2 Jahre hinweg, habe ich nun endlich was sehr gutes gefunden. Danke liebes Smarticular Team 😊 die Bitte um eine Aufstellung der Tenside mit Charakteristiken, Zusammensetzung (Palmöl, etc.) Und Kaufempfehlungen möchte ich an dieser Stelle nochmal bekräftigen. Wäre super, wenn ihr da was machen könntet. Danke euch!

    • Hallo Jasmin, danke für deine Ergänzung. Das mit dem Nicht-Stauben ist natürlich ein Pluspunkt. Die Tenside-Liste haben wir auf der To-Do-Liste. Liebe Grüße Sylvia

  7. Hallo Petra.

    Dein Beitrag ist zwar schon länger her, aber ich hatte das Problem zuerst auch.
    Seit ich das feste Shampoo direkt auf dem Kopf aufschäume – nicht zuerst in der Hand – hab ich wunderbar weiche, nicht fettende Haare. Vielleicht lag es ja daran.
    LG, Sabine

    Antworten
    • Hallo Sabine, vielen Dank für den Tipp. Vielleicht liest ja Petra noch mit oder jemand anderes hat ein ähnlichen Problem. Liebe Grüße Sylvia

  8. Hallo, ich habe eine Frage. Mein Tensid ist flüssig, kann ich es gleichermaßen verwenden? Auch gleiche Menge? Vielen Dank, liebe Grüße Sonja

    Antworten
    • Hallo Sonja, das wird leider nicht funktionieren. In diesem Rezept wird nur sehr wenig Flüssigkeit verwendet. Deshalb lässt sich auch nicht irgendeine andere flüssige Zutat verringern oder ersetzen. Wahrscheinlich ist das flüssige Tensid eher dafür gedacht, ein klassisches Shampoo selbst herzustellen. Liebe Grüße Sylvia

  9. Hallo,
    ich habe mir heute auch alle „Zutaten“ für mein erste Shampoo-Bar gekauft und bin schon sehr gespannt :):
    Anstatt SLSA werde ich jedoch das Tensid SCS ausprobieren.
    Ich hätte da noch eine Frage: Könnte man die Speisestärke auch durch Heilerde ersetzen? Sollte das nicht möglich sein, würde mich interessieren wie das Mischverhältnis mit der Heilerde ist.

    Ein paar gemahlene Brenneselblätter und Brokkolisamenöl werde ich auch noch mit „einbauen“ :).

    Antworten
  10. Hallo Sylvia,
    ich habe eine Frage zur Anwendung der Lebensmittelfarbe. Du schreibst, dass man einige Tropfen dazugeben soll. Ich habe diese noch nie benutzt und würde gerne wissen, ob man noch irgendetwas anderes beachten muss, damit es so schön aussieht wie auf den hier abgebildeten Fotos. Mir gefallen auch die hellen Farben so besonders gut. Die von mir gekaufte Lebensmittelfarbe ist hoch konzentriert und in sehr intensiven Tönen. Muss man diese vorher mischen / irgendwie aufhellen, damit es so wird wie auf den Bildern? Ich habe Angst es optisch zu ruinieren, wenn ich einfach nur nach Belieben Farbe hineintropfen lasse.
    Noch etwas: Ist es wichtig die Masse nochmal zu vermischen, wenn die Tropfen drin sind oder sollte man das eher nicht tun? Auf den Fotos sind die Farben voneinander getrennt (ein Teil blau, einer grün…)- ich habe Angst, dass die Farben sich vermischen und am Ende eine dunkle hässliche Farbe entsteht.

    Ich wäre sehr dankbar für Tipps!

    LG :)

    Antworten
    • Hallo Kerstin,
      du kannst die Lebensmittelfarbe tropfenweise unterrühren und schauen, wann dir der Farbton am besten gefällt. Für zweifarbige Shampoo-Bars empfiehlt es sich, die flüssige Masse auf zwei Schälchen zu verteilen und diese beiden Portionen dann unterschiedlich einzufärben. Danach getrennt in die gleiche Form geben und – wenn gewünscht – allenfalls ganz vorsichtig einmal mit einem Löffelstil umrühren, damit sich ein Muster ergibt.
      Lieben Gruß
      Heike

    • Hallo Heike,
      danke für deine Antwort.
      Ich frage mich jetzt, was du mit „flüssige Masse“ meinst – dann kommen die Tropfen also nur in die geschmolzene Butter? Weil mit Speisestärke und Tensid zusammen ist es ja eine Knetmasse, keine flüssige Masse… es klingt oben so, als fügt man die Tropfen erst ganz am Schluss hinzu (wenn es nicht mehr flüssig ist).
      Mit „getrennt in die gleiche Form“ geben meinst du dann die zweifach flüssig eingefärbte Butter, bevor man sie mit der Pulvermasse verknetet?
      Entschuldige für die genaue Nachfrage, ich möchte bloß auf Nummer sicher gehen, dass es klappt.
      Lieben Dank!
      Kerstin

    • Hallo Kerstin,
      ah, Entschuldigung für die Verwirrung! Bei mir ist die Masse eher flüssig geworden, weil mir ein wenig mehr Sheabutter reinrutschte, deshalb kam ich drauf.
      Trotzdem ist die Vorgehensweise die gleiche: Wenn du zwei verschiedene Farben haben willst (zum Beispiel rot und blau), teile die bereits zusammengerührte Masse in zwei Portionen auf. Tropfe in die ein Portion nun nach und nach die rote Farbe und verknete alles gut, bis dir das Rot gefällt. Genau so verfährst du mit der Masse, die blau werden soll. Danach kannst du die Farben kombinieren, indem du jeweils ein bisschen was von der roten und der blauen Masse in die gleiche Form presst. So lassen sich auch Muster machen.
      Lieben Gruß
      Heike

  11. Hallo liebes Smarticular Team,
    Ich blicke bei den verschiedenen Tensiden nicht mehr durch. Könntet ihr vielleicht Mal eine Aufstellung machen? Was ist wozu geeignet, was ist worin entgalten (Palmöl, etc.).
    Danke!

    Antworten
    • Hallo Jasmin, danke für deinen Kommentar. Das ist eine interessante Anregung. Liebe Grüße Sylvia

  12. Hallo,
    Zum Thema Speisestärke hätte ich eine Frage.
    Ist es per se egal, aus was die speisestärke hergestellt wird? Bsp.: kann ich maisstärke benutzen oder habt ihr einen Tipp, mit welcher Speisestärke ihr gute Erfahrung gemacht habt?
    Vielen Dank schonmal für eure Antwort.

    Antworten
    • Hallo Cem, das muss keine spezielle Speisestärke sein. Du kannst auch Maisstärke verwenden. Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren. Liebe Grüße Sylvia

  13. Hilfe, bei dem warmen Wetter wird die Bar zur Creme. Was kann ich tun? LG Ulrike

    Antworten
    • Hallo Ulrike, meinst du vielleicht die Lotion-Bars (https://www.smarticular.net/feste-bodylotion-koerperbutter-bodybutter-koerpercreme-diy-rezept/)? Bei den Shampoo-Bars ist so wenig Öl enthalten, dass sie eigentlich nicht schmelzen können. Grundsätzlich kannst du selbst gemachte Pflegeprodukte mit hohem Ölanteil im Sommer im Kühlschrank lagern, damit sie ihre Konsistenz behalten. Liebe Grüße Sylvia

    • Hallo,
      ich habe die Shampoo Bars ausprobiert und bin sehr zufrieden, auch weil sie viel ergiebiger sind als Produkte aus der Drogerie. Einziges „Problem“ ist, dass ich Naturlocken habe und bei den selbstgemachten Shampoo Bars dennoch eine Spülung/ Kur benötige um meine Haare kämmen zu können. Mit den festen Shampoos aus der Drogerie war das nicht nötig. Hast du vllt einen Tipp, ob man noch etwas dazumischen kann damit die Haare leicht kämmbar sind? Oder hast du zufällig ein Rezept für festen Conditioner?
      Viele Grüße
      Annett

    • Hallo Annett, da könnte eine saure Rinse (Essig-Spülung) helfen: https://www.smarticular.net/natuerliche-haarspuelungen-selber-machen-und-anwenden/ Liebe Grüße Sylvia

  14. Liebes Smarticular-Team!
    Ich hab heute euer Rezept nachgekocht. Also Tensid hab ich mir über Dragonspice SCS gekauft. Das sah aus wie so kleine Styroporkügelchen und ich bin davon ausgegangen, dass sie sich auflösen, wenn ich sie in die Masse knete. Nun habe ich aber lauter kleine Kügelchen in der Masse. Sie stehen gerade im Kühlschrank zum aushärten, ich weiß also noch nicht was rauskommt… Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Ich möchte das Tensid noch für Duschbars verwenden, habe also noch was hier. Freue mich über Tipps! 😀

    Antworten
    • smarticular.net

      Mit SCS (Sodium Coco Sulfate) haben wir es noch nicht probiert. Wir haben bisher auch nur Tenside in Pulverform verarbeitet, mit denen sich die Masse sehr gut mischen lässt. Um die gleiche Durchmischung mit Tensid in Form kleiner Kügelchen zu erreichen, muss der „Teig“ vermutlich viel länger geknetet werden.
      Eventuell ist es möglich, das Tensid zuvor zu mörsern oder zu mahlen. Allerdings sollte man dabei Staubaufwirbelung vermeiden und gegebenenfalls eine Staubmaske tragen, da das feine Pulver in der Regel reizend für Schleimhäute und Atemwege ist. In gebundener Form, in den fertigen Pflegeprodukten, besteht dieses Problem nicht mehr. Möglicherweise ist das auch der Grund dafür, dass das von dir verwendete Tensid zu Kügelchen gepresst wurde.
      Liebe Grüße

    • Also, ich hab sie Mal ausprobiert und muss sagen, dass ich ganz zufrieden war! Ich müsste sie zwar ein bisschen überreden Schaum zu bilden, aber ich könnte mir gut dir Haare damit waschen. Ich hab bei den Duschbars die ich mit dem SCS gemacht habe die warme Sheabutter-Tensid-Mischung mal mit dem Zauberstab durchgerührt, die Masse sah danach cremiger aus und die Kügelchen waren fast weg. Ich berichte wenn ich die Duschbars probiert habe. 😉

  15. Ich mache heute den Versuch dieses Shampoos, da ich sonst selbst vom Unverpackt Laden einen ähnlichen Schampoo-Bar gekauft hatte und sehr zufrieden mit dem war. Jedoch kostet so ein Muffin-Förmchen gute 10€. Daher schauen wir mal was rauskommt. Das einzige Problem was ich habe mit meinen selbstgemachten Kosmetikas: Shampoo, Creme, Seife etc ist dass ich keine gescheiten ätherische Öle finde die langfristig den Geruch behalten. Meistens habe ich den Eindruck dass der Duft sich automatisch beim Einmischen verflüchtigt. Der einzige Geruch der bei mir persistent dauerhaft bleibt, ist mit einem Teebaumol von Taoasis. Daher riecht bei mir alles nach Teebaumol, was ich aber nicht unbedingt sehr toll finde. Wer kann richtige ätherische Öle für Hauskosmetika empfehlen?

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Micha,
      eine Silikonform ist gar nicht unbedingt notwendig. Papierförmchen, vorhandene Becher o.ä. erfüllen den gleichen Zweck.
      Gerade bei solch fester Kosmetik mit Fettanteil wie hier bleiben ätherische Öle nach unserer Erfahrung recht lange erhalten, wenngleich sie auch nicht mit den sonst üblichen künstlichen Duftstoffen konkurrieren können. Wenn es denn unbedingt stark duften muss, findest du aber im Online-Handel für Bio-Kosmetikzubehör passende synthetische Duftstoffe. Wir können leider keine empfehlen, da wir darauf üblicherweise verzichten.
      Liebe Grüße

    • Hallo,
      ich bin sehr überrascht, dass alles sehr gut geklappt hat hier mit dem Shampoo, genau die Zutaten und Mengen wie hier beschrieben, da habe ich 3 Shampoo Bars in Muffin Formchen hingekriegt. Das einzige was nicht funktioniert hat ist noch mit dem Duft, das duftet noch gar nicht so richtig gut, aber sonst der Shampoo schäumt besser wie andere flüssige Shampoos auf natürliche Basis. Ich werden auf jeden Fall nochmals üben, das mit dem Duft hinzukriegen. Jedenfalls würde ich jedem hier empfehlen ein Drittel der angegebenen Menge zu nehmen, um nur ein Shampoo Bar herzustellen, um erstmals zu üben und Farbe, Duft und Konsistenz richtig zu testen.

    • smarticular.net

      Danke für den schönen Erfahrungsbericht! Du könntest noch mit anderen ätherischen Ölen oder auch mit Kosmetikdüften experimentieren, wenn dir der Duft besonders wichtig ist.
      Liebe Grüße

  16. Wieviele Shampoo Formen entstehen hier?

    Antworten
    • smarticular.net

      Das kommt ganz auf die Größe der Förmchen an. 10-15 können es bei den angegebenen Mengen schon sein, damit ein einzelner Shampoo-Bar nicht zu groß wird (besser handhabbar).
      Liebe Grüße!

  17. Sam Leigh-Brown

    Ich hab den Kommentaren durchgelesen, hab nix gesehen aber kann man den Rezept ein bissel ändern um mehr Pflege zu kriegen? meine Haare sind sehr trocken und brauchen mehr pflege. kann ich einfach mehr Öle/Fette dazugeben?

    Antworten
    • smarticular.net

      Es spricht nichts dagegen, das Rezept weiter zu variieren, Ausprobieren ist natürlich erwünscht :-) Kokosmilch wäre zum Beispiel eine besonders pflegende Zutat. Man sollte nur aufpassen, dass die Tabs am Ende nicht zu weich werden, wenn flüssige Zutaten verarbeitet werden. Mehr feste Fette wie Kokosöl, Sheabutter oder Kakaobutter funktionieren natürlich auch. Liebe Grüße

  18. Hallo ich habe eine Frage, kann ich auch anstelle der Tenside in Pulverform auch flüssige Tenside verwenden? Zum Beispiel das aus Babassou Öl? Wenn ja, wieviel muss ich davon verwenden?

    Antworten
    • Hallo Jess, das haben wir leider noch nicht ausprobiert. In den Rezepten, die ich auf die schnelle finden konnte, wird Babassou-Öl eher als Alternative zu Kokosöl verwendet. Wenn du es ausprobieren möchtest, müsstest du wahrscheinlich die anderen Zutaten anpassen, damit du am Ende ein festes Stück Shampoo erhälst. Liebe Grüße Sylvia

  19. Ich habe lange, dicke Haare, die einfach Pflege brauchen. Seit Jahren probiere ich verschiedene Shampoos, die teilweise ganz gut sind, aber entweder teuer, in Plastikflaschen oder nach einiger Zeit aus dem Sortiment genommen werden. Euer Shampoo-Rezept ist super! Vielen Dank dafür! Ich habe es mit Kakoabutter und Kokosöl ausprobiert. Geht beides. Siehe auch Antwort bei Sandra Mayer. Danke, Sandra, für die gute Idee.

    Antworten
  20. Britta Renner

    Nachdem mein erster Versuch in absoluter Pulverform endete, habe ich einen zweiten gestartet und im Verhältnis mehr Sheabutter verwendet, so dass ich tatsächlich nach dem Trocknen ein festes Shampoo hatte. Ich bin begeistert von der einfachen Anwendung. Schäume meine nassen Haare damit wie mit einem Seifenstück ein. Es macht den Eindruck, als würde so ein Shampoo Bar sehr lange halten. Wesentlich länger als eine Flasche gekauften Shampoos, was man – gerade bei längerem Haar – ja auch gerne mal überdosiert. Das Problem was ich jetzt habe ist, dass ich gerne auch eine Haarspülung selber herstellen würde. Auch gerne als festes Stück. Leider finde ich – wenn überhaupt – nur Anleitungen auf Englisch, wo ich absolute Probleme mit dem Übersetzen habe oder welche mit irgendwelchen nicht mit „Naturkosmetik“ übereinstimmenden Zusatzstoffen (z. B. Kurquat). Eine Haarkur – am besten noch mit Einwirkung über Nacht – ist mir zu aufwendig. Ebenso Spülungen, die ich vor jedem Haarewaschen erst noch anmischen muss. Ich benutze die Haarspülung direkt nach dem Waschen, damit ich meine Haare danach überhaupt durchgekämmt bekomme. Es wäre toll, wenn man sowas auf dieser Seite finden würde. Bis dahin erst einmal Danke für viele tolle Ideen, die man hier findet. VG

    Antworten
    • Hallo Britta, vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht und schön zu lesen, dass du eine für dich passende Rezeptur gefunden hast. Die Idee mit der festen Spülung greifen wir gerne auf. Liebe Grüße Sylvia

    • 2 Teelöffel Apfelessig auf einen Liter kühles Wasser und das nach dem Waschen, wenn alles Shampoo schon rausgewaschen ist, über die Haare gießen. Der Geruch ist weg, wenn die Haare trocken sind und sie werden super kämmbar.

    • Hallo Britta, ich hatte das selbe Problem wie du oben beschriebst. Wie viel Sheabutter hast du für den zweiten versuch verwendet?

    • Britta Renner

      Hallo Baba, ich habe die angegebene Menge Sheabutter genommen, allerdings das Gemisch aus Stärke und Tensid nicht auf einmal reingekippt, sondern nach und nach untergemischt (wie Mehl unter einen Teig kneten). Das habe ich so lange (und einen Hauch mehr) gemacht, bis ich das Gefühl hatte, die Masse nimmt nichts mehr auf. Ich hatte auf alle Fälle noch von dem Stärke/Tensid Gemisch über (vielleicht so 1/8 der Menge, kann ich aber nicht genau sagen). Meine Masse wurde auf alle Fälle super fest und funktioniert einwandfrei.

  21. Habe mir für die Shampoo Bars extra das mildere und palmölfreie SCI schicken lassen aus England, dieses wurde in kleinen Nudeln geschickt, nirgendwo steht das man sie auflösen muss, ich hab mich an Euer Rezept gehalten und die Bars sind sowas von rauh, und die Dusche ist nach Gebrauch voll mit den kleinen Nadeln, die man sehr aufwändig wegspülen muss. Habt Ihr das Rezept mit dem SCI ausprobiert?

    Antworten
  22. Ich habe hier gekauft:
    https://www.ebay.de/itm/273618569489?euid=null&bu=43850553342&cp=1&sojTags=bu=bu
    Hatte vorher extra noch recherchiert und war der Überzeugung das sich diese ,,noodles“ auflösen.

    Antworten
    • Vielleicht könntest du mal beim Hersteller nachfragen oder sogar reklamieren. In der Beschreibung steht ja, dass sie für die Haarpflege geeignet sein sollen. Ansonsten können wir nur berichten, dass es mit beiden Tensiden in Pulverform gut funktioniert. Liebe Grüße Sylvia

    • Habe jetzt eine Seite gefunden wo das SCI auch verwendet wird, da palmölfrei und milder. Füge hier mal die Empfehlung rein, gearbeitet wurde mit einen Thermomix oder ähnlichen Küchengerät:
      SCI Pulver (= SCI Nadeln 10 Sek./Stufe 10 pulverisieren, 5 Min. ruhen lassen, bis man den Deckel
      abnimmt, staubt sonst stark)

      > SCI Nadeln (=rückfettend, ggf. nicht bei fettigen Haaren
      anwenden)

  23. Hallo :) man kann als Förmchen auch super Verpackungsreste vom Supermarkt (z.b. das plastikteil, in dem die Überraschungseier drin stehen) benutzen. die haben die perfekte form und sind gratis :)

    Antworten
  24. Melissa Kumpmann

    Hi :)
    Ich habe jetzt auch eine ganz doofe Frage: Da ja viele gegen Palmöl sind (ich im Prinzip auch) habe ich mir das Tensid SCI angeschaut. Ich bin da etwas verwirrt:

    In manchen Shops findet man das als „geeignet für Naturkosmetik“. „Naturkosmetik“ geht für mich auch immer einher mit Fairness, Tierschutz und Nachhaltigkeit. Allerdings wird über die Herkunft der Kokosnüsse auch wieder nix geschrieben.

    Zudem bin ich bei der Firma Rosenrot stutzig geworden, denn dort heißt es, in SCI sei zwar kein Palmöl, aber Erdöl drin. Deswegen benutzen die das dort nicht.
    Habe dann mal auf Wikipedia geschaut, allerdings bin ich kein Chemiker. Mir fällt da nur der Begriff „Paraffin“ ins Auge. Den Rest verstehe ich nicht.
    Dort steht:

    „(…)Dazu wird ein Kokosfettsäure-Gemisch unterschiedlicher Alkylkettenlängen Cn, (…) im Überschuss mit Natriumisethionat-Lösung und Zinkoxid unter Stickstoff bei ca. 200 °C zur Reaktion gebracht. Nach Abdestillieren des Wassers aus der Natriumisethionat-Lösung und des Reaktionswassers entsteht eine zähe Masse, die durch Zugabe von Paraffinwachs wieder verflüssigt wird. Nach erfolgter Veresterung mit Umsätzen >95 % wird Stearinsäure zugegeben, um den Erstarrungspunkt der Mischung unterhalb 50 °C abzusenken.“

    Gibt es jetzt nur die Entscheidung zwischen Palm – oder Erdöl? Gibt es nichts anderes mit Tensiden drin, was man verwenden könnte?

    Danke für eure Zeit und viele Grüße
    Melissa

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Melissa, leider gibt es auf diese Frage keine zu 100 % zufriedenstellende Antwort, und irgendwelche Nachteile bringen alle Lösungen mit sich. Sofern Schaum und eine gute Emulgationswirkung gewünscht sind, sind nach unserer Auffassung SLSA bzw. SCI immer noch die besten und verträglichsten Naturkosmetik-Tenside als Alternative zu konventionellen Produkten. Am Ende muss jede/r selbst entscheiden, wie wichtig einem die besonderen Wirkungen sind, oder ob man nicht lieber auf eine komplett pflanzliche Alternative ausweichen möchte, wie etwa die Haarwäsche mit Roggenmehl. Liebe Grüße!

    • Melissa Kumpmann

      Hallo smaricular-Team,

      ihr habt natürlich Recht, dass jeder selbst entscheiden muss, aber man muss den Leuten auch die Möglichkeit zur Entscheidung geben. Mich frustiert es irgendwie, dass viele Informationen so schwammig sind, wenn man sich an die online-shops oder Nutzer wendet. Palmöl wird nicht aufgeführt, Erdöl wird nicht aufgeführt, woher das alles kommt, erfährt man eh nie…
      Beispiel SCI: In der Artikelbeschreibung nix von Palmöl geschrieben – auf Anfrage erhielt ich dann Infos aus dem Datenblatt des Herstellers und siehe da: Kokos- und Palmkernöl.

      Man muss eben sehr viel recherchieren und seine Hausaufgaben machen, um diese Entscheidung überhaupt treffen zu können.
      Zum Glück gibt es ja euch und die Leute, die hier diskutieren :) Zusammen kommen wir der besten Lösung dann alle ein bisschen näher – hoffe ich ;)

      Das mit dem Roggenmehl klingt abgefahren – werde es mir ansehen.

      LG
      Melissa

  25. Sandra Meyer

    Hallo…

    Ich habe mal ne Frage zu Deinem Rezept.
    Könnte man auch Kokosöl anstatt Sheabutter benutzen, was meinst Du?

    Antworten
    • Liebe Sandra, Kokosöl hat einen anderen Schmelzpunkt und eine andere Konsistenz als Sheabutter, deshalb könnte es sein, dass die Bars damit nicht richtig fest werden. Wenn du das Experiment (mit einer ganz kleinen Menge vielleicht nur) trotzdem wagen möchtest, würden wir uns über deinen Erfahrungsbericht sehr freuen. Liebe Grüße Sylvia

    • Hallo, ich habe es mit Kokosöl ausprobiert und es funktioniert. Das Shampoo-Stück wird nicht so hart, aber hart genug, so dass man es gut handhaben kann. Ich habe ebenfalls Kakaobutter ausprobiert und emfinde das Shampoo mit dem Kokosöl als pflegender. Als Spülung benutze ich 2 Teelöffel Apfelessig auf einen Liter Wasser und bin begeistert.

    • Hallo, schön dass du es probiert hast und es geklappt hat! Wie viel Kokosöl hast du verwendet – falls es jemand nachmachen möchte bzw. könnten wir das noch als Tipp in den Beitrag schreiben. Liebe Grüße Sylvia

    • 50 g Kokosöl. So viel wie für die Kakoabutter im Rezept angegeben war.

  26. Wir testen und berichten

    Wieso löscht ihr meinen Kommentar? Habe gehofft ihr würdet mir antworten.

    In dem Sicherheitsblatt des Herstellers von LAL bzw. SASL steht dass die Maximale Einsatzkonzentrationen (des reinen Pulvers) in milden Shampoos und Waschgelen bei 1-3% liegen sollte. Bei normalen Shampoos bei 3-12%.

    Eure Anleitung liegt bei 40 % das kann nicht gut sein denkt ihr nicht auch?

    Liebe Grüsse Desiree [Werbelink entfernt]

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Desiree, zu deiner Frage: Die Angaben laut Datenblatt beziehen sich auf flüssige Mischungen („Einsatzkonzentration“). Das hier gezeigte feste Shampoo wird aber erst in Wasser aufgelöst und erreicht so seine Einsatzkonzentration. Wenn man normales Shampoo entwässern würde, wäre der Tensid-Anteil auch deutlich höher, daher der Unterschied.

      Leider haben wir keinen Einfluss auf die automatische Kommentar-Moderation von Disqus, die manchmal zuschlägt, wenn Links enthalten sind. Diesmal hat es anscheinend funktioniert. Tatsächlich müssen wir deinen Link aber entfernen, weil wir die Kommentare werbefrei halten wollen.

      Liebe Grüße!

    • Wir testen und berichten

      Vielen Dank für eure Rückmeldung. Vielleicht sehe ich es noch zu Vorsichtig, bin mit dem Thema noch nicht ganz Vertraut. Meint ihr mit im Wasser auflösen: „mit etwas Wasser in der Hand aufschäumen und auf dem Haar verteilen“, oder doch richtig auflösen?

      Wie gesagt, ich finde das Rezept interessant, wollte nur auf die Risiken hinweisen. Falls das Tensid in dieser Konzentration einem eurer Leser ins Auge gerät, könnte das evtl. böse Folgen haben.

      Gruß, Desiree

    • Hallo Desiree, wenn man neue Dinge ausprobiert, ist Vorsicht doch eigentlich genau richtig :) Zu deiner Frage: Die Shampoo Bars werden einfach wie Seife aufgeschäumt. Der Schaum sollte wie viele andere Kosmetikprodukte auch natürlich nicht in die Augen geraten. Sollte das doch passieren, kann man ihn aber einfach mit klarem Wasser ausspülen. Wir im Team haben die selbst gemachten Bars ausführlich getestet und keinerlei negative Erfahrungen gemacht. Letztlich muss aber jeder selbst wissen, welche DIY-Experimente er machen möchte. Liebe Grüße Sylvia

  27. Super Rezpet! :-) Was würdet ihr sagen, wenn man es als festes Duschgel/ Duschbar verwenden würde: müsste da mehr Pflege rein? Der Körper fettet ja nicht so stark wie die Haare..

    Antworten
  28. Hallo, die Handhabung und Konsistenz ist toll. Aber leider sind meine Haare danach sehr fettig. Trotz Zederölzugabe und sehr langes ausspülen. Habe mich genau an die Mengenangaben gehalten. Mein Haar hat Strähnchen und ist sehr fein. Für mich evt. nicht geeignet oder hat jemand von euch einen Tip für mich?
    Danke vorab und liebe Grüße

    Antworten
    • Basamina 7

      versuche mal eine saure Rinse als Spülung. Bsp. 1-2 EL Apfelessig auf 1 Liter Wasser

  29. Hallo, ich habe die Bars ausprobiert, nachdem ich mit Haarseife nicht zurecht gekommen bin.
    Mit Bio-SheaButter, SCI (gibts in München bei „Duft & Schönheit“) und Lavendelöl. Die Bars sind bei mir sehr stabil und auch sehr ergiebig. Ich nehm sie für die Haarwäsche und für den ganzen Körper. Sie trocknen die Haut nicht aus und fühlen sich so ein bisserl rau/samtig an. Ich finde die Bars sehr angenehm und habe einen jetzt an eine gute Freundin verschenkt.
    Fazit : Leicht herzustellen, angenehm und ergiebig. Ich werde mir kein Duschgeel oder Schampoo mehr kaufen!

    Antworten
  30. Isabel Beldeanu

    Hallo, schönes Rezept, ausprobiert und für gut befunden. Danke. Aber leider bröseln die Stücke auseinander, mit Pulver geht waschen auch. Aber so ein festes Stück Schampoo wäre mir lieber. Was kann ich besser machen?

    Antworten
    • Hallo Isabel, bröseln sie beim Haare waschen oder schon im trockenen Zustand? Vielleicht könntest du ein kleines bisschen mehr Fett verwenden. Ich habe Erfahrung mit den selbst gemachten Bars und mit gekauften und beide sind leider anfällig fürs Bröseln, wenn sie feucht sind. Ich löse dann einfach die Krümel in der Hand auf und verwenden sie sie – mit etwas mehr Aufwand – noch. Liebe Grüße Sylvia

    • Isabel Beldeanu

      Hallo Sylvia, danke für die Antwort. Bröseln schon beim in-die-Hand-nehmen. Ich versuche es nächstes Mal mit mehr Fett. Gruss, Isabel

  31. Ich wollte mal fragen wie lange (Haarwäschen?) die kleinen Shampoobars halten. Einfach um die Menge die ich mache einschätzen zu können (: Danke!

    Antworten
    • Hallo Jennie, in der Größe wie oben im Beitrag halten sie nur ein paar Tage. Kommt natürlich auch auf deine Haarlänge an. Ich würde erst einmal eine kleine Portion herstellen und testen, wie gut du damit klar kommst. Dann merkst du auch, wie lange eine Portion bei dir reicht. Viel Erfolg und schöne Grüße Sylvia

  32. Julia Hiltscher

    Ich habe die Seife mit Kakaobutter und Lavendelöl gemacht und finde leider, dass das „stinkt“ … nach dem Waschen nicht mehr, aber der Geruch der Seife selber ist mir unangenehm. Ich nehme bei der nächsten Runde Zitrone.

    Antworten
  33. Danke, danke, liebes Smarticular-Team! Ich habe die Shampoobars mit SCI und Kamillenzusatz hergestellt und bin total begeistert, endlich ein Shampoo, was meine (echt etwas schwierigen) Haare und meine hyper-sensible Kopfhaut vertragen. In Kombination mit Pfefferminz-Rinse zwischendurch sehen meine Haare besser aus als je zuvor!

    Antworten
    • Hallo Jana, ich hab schon seit langem mit meiner super empfindlichen Kopfhaut zu kämpfen und wollte mal fragen, ob du immer noch so zufrieden bist? Hast du als Kamillezusatz einfach ätherisches Kamilleöl verwendet? Vielen Dank für deine Antwort :)

  34. Killashandra

    Hallo, habt Ihr vielleicht auch eine Idee zu einem festen Shampoo aus Kastanienpulver? Das wäre wirklich der Hit. Ich finde feste Shampoos unheimlich praktisch in der Anwendeng, würde aber gerne auf die natürliche Waschkraft der Kastanie setzen. Und die flüssigen Kastanienpräparate sind nicht so toll haltbar.

    Antworten
    • Hallo,

      mit dem Kastanienpulver ein festes Shampoo herzustellen, ist eine interessante Idee, die man mal testen müsste. Leider haben wir da bisher keine Erfahrung. Aber vielleicht magst du es mal ausprobieren und berichten.

      Herzliche Grüße

      Sylvia

    • Killashandra

      Habe es getestet, aber leider nicht erfolgreich. Das „Aufschäumen“ in der Hand reicht nicht aus, um aus Kastanienpulver die Saponine herauszulösen. Der Stärkeanteil der Kastanie ist auch nicht ausreichend um das „Seifenstück“ zusammenzuhalten. Vermutlich taugt Kastanie nur für wässrige Auszüge…

    • Schade! Aber toll, dass du es ausprobiert hast. Liebe Grüße Sylvia

  35. Killashandra

    Und noch eine Frage. Nehmt ihr raffinierte oder unraffinierte Sheabutter. Bio bekomme ich nur raffinierte. Welche eignet sich besser?

    Antworten
    • Hallo,

      wir haben raffinierte Sheabutter verwendet. Häufig wird berichtet, dass die unraffinierte einen unangenehmen Duft verströmt. Bio-Qualität sollte garantieren, dass die Sheabutter frei ist von Pestiziden usw. das erscheint uns doch besonders wichtig für die Zubereitung von Kosmetik. Eignen müssten sich eigentlich beide, aber wir würden Bio den Vorzug geben.

      Ich hoffe, das hilft dir weiter. Viel Spaß beim Zubereiten der Shampoo Bars!

      Schöne Grüße

      Sylvia

  36. Kann man die Bars auch als Handseife verwenden? Oder ist die Stärke darin nicht gut? Müsste das Rezept für Handseife abgewandelt werden?

    Antworten
  37. Diana Preusser

    Ich habe heute auch die Shampoo Bars gemacht und hätte noch gern gewusst, ob das an Pflege reicht oder ob ich noch eine saure Rinse machen muss allerdings habe ich gefärbte Haar gibt es dafür eine Alternative ???

    Antworten
    • Liebe Diana, ich und auch einige andere Leute, die ich kenne nutzen ausschließlich die Shampoo Bars und kommen damit sehr gut zurecht. Ob du zusätzlich eine saure Rinse oder andere Pflege brauchst, hängt von deinem Haartyp ab und auch davon, wie oft du deine Haar wäschst. Ich würde es einfach mal ausprobieren und so lange testen, bis du wirklich zufrieden bist. Sehr gerne lesen wir dann mehr über deine Erfahrungen! Schöne Grüße Sylvia

    • Hallo, ich wasche meine Haare alle 2 bis 3 Tage mit diesem Shampoo (ohne ätherische Öle und Farbe, mit Sheabutter) seit 2 Wochen und bin bis jetzt sehr zufrieden, habe auch gefärbtes Haar und verwende keine Rinse.

  38. Hallo!!!
    Ich habe den Shampoo Bar heute zum ersten Mal getestet und bin soweit sehr zufrieden. Meine Frage: welche Funktion hat eigentlich die Speisestärke? Könnte man diese eventuell ganz oder Teilweise durch Roggenmehl ersetzen? Oder einen Teil davon durch gemahlene Birkenblätter?
    Lieben Dank schon mal!

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Martina, Speisestärke bindet einerseits überschüssiges Fett und dient andererseits dazu, dass die Stücke gut zusammenhalten. Die Idee, sehr fein gemahlenes Roggenmehl zu verwenden, ist sehr interessant, das müssten wir selbst einmal probieren, denn es hat in diesem Zusammenhang eine ähnliche Wirkung. Ob es mit Birkenblättern auch klappen könnte, wissen wir leider nicht. Liebe Grüße

    • Ich werde bei der nächsten Produktion einfach mal experimentieren und berichten!
      Lieben Dank!

    • Ich habe jetzt mal ausprobiert, 50% der Stärke durch gemahlene Birkenblätter zu ersetzen. Funktioniert super, die Shampoobars halten sehr gut zusammen und das Ergebnis ist sehr schönes, weiches und glänzendes Haar.

    • Hallo Martina, hast du es auch Mal mit Roggenmehl probiert? Das würde mich besonders interessieren. Danke schonmal!

  39. Hm, selbst wenn das genannte SLSA ein weniger aggressives Tensid sei als das altbekannte Sodium Lauryl Sulfat, ist es doch ein Tensid, das mit seiner Reinigungskraft Haut und Haar entfettet. Und die (aufgrund von Haarewaschen häufige) Entfettung der Kopfhaut ist meiner bescheidenen Meinung nach genau der Grund, warum der moderne Mensch fettige Haare hat – weil die Kopfhaut stark nachfettet, wenn sie ständig entfettet wird. Bei Haarseife kann es anfangs wegen der jahrelangen Benutzung von Tensidshampoos (die evtl. sogar noch silikonhaltig waren) oder wegen kalkigen Wassers zu Problemen kommen, und da hilft Essigwasser-Rinse.
    Erst seitdem ich Haarseife benutze, bin ich ein Mensch mit normalem Haar statt fettigem oder brüchigem Haar. Vielleicht sollte man nicht vorschnell Haarseife drangeben, denn auch da gibt es verschiedene Ausführungen.
    Wie auch immer, diese selbstgemachten Shampoo-Bars erinnern an die knallbunte und parfümierte Lush-Welt der Schein-Haar“seifen“ und sind wahrscheinlich selbstgemacht tausendmal gesünder als Lush mit seinen ganzen Zusatzstoffe, da man nämlich selbst eintscheidet was rein kommt.

    Antworten
    • Na ja, dass der „moderne Mensch“ per se fettige Haare hat, halte ich doch etwas für übertrieben. Ich hatte als Teenager fettige Haare, weil ich täglich die Haare wusch und dann noch mit Shampoo gegen fettiges Haar – in den Sommerferien habe ich dann nur einmal die Woche die Haare gewaschen, seitdem nur noch mit milden Shampoos so zweimal die Woche (bei Bedarf). Damit habe ich schon seit Jahrzehnten keine Probleme mehr mit fettigem Haar.

      Genau das ist nämlich der Punkt „weil die Kopfhaut stark nachfettet, wenn sie ständig entfettet wird“ – wenn man darauf verzichtet, dann erledigt sich das Problem.

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