Umweltfreundliche Bio-Haarwäsche: Shampoo-Bars selber machen

Shampoo-Bars sind schnell hergestellt und kommen im Vergleich zu herkömmlichen Pflegeprodukten mit nur wenigen Zutaten aus. Sie sparen Geld und Verpackungsmüll und schonen die Umwelt!

Trotz der großen Fülle an Alternativen zu herkömmlichen Shampoos habe ich lange gebraucht, um eine zu meinem Haar und meinen Pflegegewohnheiten passende Variante zu finden. Richtig zufrieden bin ich erst, seit ich diese Shampoo-Bars, auch festes Shampoo genannt, entdeckt habe. Im Vergleich zu Haarseife wirken sie viel weniger rückfettend und eignen sich deshalb auch hervorragend für dünnes, zum schnellen Nachfetten neigendes Haar.

Statt die Shampoo-Stücke fertig in Naturkosmetik-Geschäften zu kaufen, kannst du sie aus drei Zutaten mit wenigen Handgriffen selbst herstellen – der Aufwand ist gering, mit dem Selbermachen von Badebomben vergleichbar. Wenn du mit Haarseife, Roggen-Shampoo und Co. noch nicht glücklich geworden bist, findest du vielleicht mit diesem Rezept für Shampoo-Bars die passende Haarpflege-Alternative!

Grundrezept für Shampoo-Bars

Für einen kleinen Vorrat Shampoo-Bars benötigst du folgende Zutaten und Utensilien:

  • 50 g Kakaobutter oder Sheabutter
  • 100 g des pflanzlichen Tensids SLSA (Sodium Lauryl Sulfoacetate) – alternativ kannst du auch das Tensid SCI (Sodium Cocoyl Isethionate) verwenden. Es ist besonders mild und palmölfrei, allerdings etwas schwerer zu bekommen.
  • 100 g Speisestärke
  • optional 10-20 Tropfen ätherisches Öl – welches Öl sich in der Haarpflege für welchen Zweck besonders gut eignet, erfährst du weiter unten im Text
  • optional Lebensmittelfarbe – sie dient lediglich dem schönen Aussehen
  • Mundschutz (Staubschutz), zum Beispiel ein großes Tuch
  • passende Förmchen – ich habe eine Silikonform wie diese benutzt

Shampoo-Bars sind schnell hergestellt und kommen im Vergleich zu herkömmlichen Pflegeprodukten mit nur wenigen Zutaten aus. Sie sparen Geld und Verpackungsmüll und schonen die Umwelt!

So stellst du die umweltfreundliche Haarpflege her:

  1. Mundschutz anlegen – das verwendete Tensid ist zwar sehr mild und auch für die Verwendung in Naturkosmetik-Produkten zugelassen. Da es sich um ein feines Pulver handelt, kann es aber stauben und die Atemwege reizen.
  2. Abgewogenes Tensid und Speisestärke in einer Schüssel miteinander vermengen.
  3. Kakao- oder Sheabutter im Wasserbad schmelzen.
  4. Die geschmolzene Pflanzenbutter zu den trockenen Zutaten geben und alles mit den Fingern so lange durchkneten, bis die Zutaten gut miteinander vermischt sind.
  5. Nach Wunsch ätherische Öle und einige Tropfen Lebensmittelfarbe dazugeben.
  6. Mischung in die bereitgestellten Silikonformen drücken und mindestens 24 Stunden aushärten lassen.

Shampoo-Bars sind schnell hergestellt und kommen im Vergleich zu herkömmlichen Pflegeprodukten mit nur wenigen Zutaten aus. Sie sparen Geld und Verpackungsmüll und schonen die Umwelt!

Shampoo Bars für die Haarwäsche verwenden

Nach circa einem Tag sind die Shampoo Bars fest und einsatzbereit. Beim Haarewaschen zunächst die Haare nass machen, das feste Shampoo mit etwas Wasser in der Hand aufschäumen und auf dem Haar verteilen. Alternativ kannst du auch mit dem angefeuchteten Shampoo-Stück übers nasse Haar streichen und das Shampoo auf diese Weise verteilen. Leicht einmassieren und wie gewohnt ausspülen.

Shampoo-Bars sind schnell hergestellt und kommen im Vergleich zu herkömmlichen Pflegeprodukten mit nur wenigen Zutaten aus. Sie sparen Geld und Verpackungsmüll und schonen die Umwelt!

Ätherische Öle für die Haarpflege

Ätherische Öle lassen sich vielseitig für die Gesundheit und das Wohlbefinden einsetzen. Einige Öle eignen sich unter anderem auch als hilfreiche Zutat für die Haarpflege. Für die Zubereitung der Shampoo-Bars kannst du 10-20 Tropfen der folgenden Düfte verwenden oder auch mehrere Öle miteinander kombinieren:

  • Zeder (gegen Haarausfall und bei fettigem Haar)
  • Lavendel (bei Spliss und trockenem Haar)
  • Kamille (gegen juckende Kopfhaut)
  • Rosmarin (bei fettigem Haar und irritierter Kopfhaut)
  • Zitrone (für blondes Haar)
  • Eukalyptus (stimuliert die Kopfhaut)
  • Teebaumöl (gegen Schuppen, bei fettigem Haar)

Hinweis: Nicht alle ätherischen Öle sind für Schwangere, Kinder und Menschen, die unter einer chronischen Erkrankung leiden, zu empfehlen. Entsprechende Informationen findest du in der Packungsbeilage. Im Zweifel ziehe besser einen Arzt deines Vertrauens zu Rate.

Welche Shampoo-Alternative ist dein Favorit? Wir freuen uns auf deinen Erfahrungsbericht in einem Kommentar!

Shampoo-Bars sind schnell hergestellt und kommen im Vergleich zu herkömmlichen Pflegeprodukten mit nur wenigen Zutaten aus. Sie sparen Geld und Verpackungsmüll und schonen die Umwelt!

Diese Themen könnten dich ebenfalls interessieren:

Gefällt dir dieser Beitrag?

Bisher 4.7 von 5 Punkten.
(381 Bewertungen)

65 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Micha

    Ich mache heute den Versuch dieses Shampoos, da ich sonst selbst vom Unverpackt Laden einen ähnlichen Schampoo-Bar gekauft hatte und sehr zufrieden mit dem war. Jedoch kostet so ein Muffin-Förmchen gute 10€. Daher schauen wir mal was rauskommt. Das einzige Problem was ich habe mit meinen selbstgemachten Kosmetikas: Shampoo, Creme, Seife etc ist dass ich keine gescheiten ätherische Öle finde die langfristig den Geruch behalten. Meistens habe ich den Eindruck dass der Duft sich automatisch beim Einmischen verflüchtigt. Der einzige Geruch der bei mir persistent dauerhaft bleibt, ist mit einem Teebaumol von Taoasis. Daher riecht bei mir alles nach Teebaumol, was ich aber nicht unbedingt sehr toll finde. Wer kann richtige ätherische Öle für Hauskosmetika empfehlen?

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Micha,
      eine Silikonform ist gar nicht unbedingt notwendig. Papierförmchen, vorhandene Becher o.ä. erfüllen den gleichen Zweck.
      Gerade bei solch fester Kosmetik mit Fettanteil wie hier bleiben ätherische Öle nach unserer Erfahrung recht lange erhalten, wenngleich sie auch nicht mit den sonst üblichen künstlichen Duftstoffen konkurrieren können. Wenn es denn unbedingt stark duften muss, findest du aber im Online-Handel für Bio-Kosmetikzubehör passende synthetische Duftstoffe. Wir können leider keine empfehlen, da wir darauf üblicherweise verzichten.
      Liebe Grüße

    • Micha

      Hallo,
      ich bin sehr überrascht, dass alles sehr gut geklappt hat hier mit dem Shampoo, genau die Zutaten und Mengen wie hier beschrieben, da habe ich 3 Shampoo Bars in Muffin Formchen hingekriegt. Das einzige was nicht funktioniert hat ist noch mit dem Duft, das duftet noch gar nicht so richtig gut, aber sonst der Shampoo schäumt besser wie andere flüssige Shampoos auf natürliche Basis. Ich werden auf jeden Fall nochmals üben, das mit dem Duft hinzukriegen. Jedenfalls würde ich jedem hier empfehlen ein Drittel der angegebenen Menge zu nehmen, um nur ein Shampoo Bar herzustellen, um erstmals zu üben und Farbe, Duft und Konsistenz richtig zu testen.

    • smarticular.net

      Danke für den schönen Erfahrungsbericht! Du könntest noch mit anderen ätherischen Ölen oder auch mit Kosmetikdüften experimentieren, wenn dir der Duft besonders wichtig ist.
      Liebe Grüße

  2. Micha

    Wieviele Shampoo Formen entstehen hier?

    Antworten
    • smarticular.net

      Das kommt ganz auf die Größe der Förmchen an. 10-15 können es bei den angegebenen Mengen schon sein, damit ein einzelner Shampoo-Bar nicht zu groß wird (besser handhabbar).
      Liebe Grüße!

  3. Sam Leigh-Brown

    Ich hab den Kommentaren durchgelesen, hab nix gesehen aber kann man den Rezept ein bissel ändern um mehr Pflege zu kriegen? meine Haare sind sehr trocken und brauchen mehr pflege. kann ich einfach mehr Öle/Fette dazugeben?

    Antworten
    • smarticular.net

      Es spricht nichts dagegen, das Rezept weiter zu variieren, Ausprobieren ist natürlich erwünscht :-) Kokosmilch wäre zum Beispiel eine besonders pflegende Zutat. Man sollte nur aufpassen, dass die Tabs am Ende nicht zu weich werden, wenn flüssige Zutaten verarbeitet werden. Mehr feste Fette wie Kokosöl, Sheabutter oder Kakaobutter funktionieren natürlich auch. Liebe Grüße

  4. jess

    Hallo ich habe eine Frage, kann ich auch anstelle der Tenside in Pulverform auch flüssige Tenside verwenden? Zum Beispiel das aus Babassou Öl? Wenn ja, wieviel muss ich davon verwenden?

    Antworten
    • Sylvia

      Hallo Jess, das haben wir leider noch nicht ausprobiert. In den Rezepten, die ich auf die schnelle finden konnte, wird Babassou-Öl eher als Alternative zu Kokosöl verwendet. Wenn du es ausprobieren möchtest, müsstest du wahrscheinlich die anderen Zutaten anpassen, damit du am Ende ein festes Stück Shampoo erhälst. Liebe Grüße Sylvia

  5. DaMit

    Ich habe lange, dicke Haare, die einfach Pflege brauchen. Seit Jahren probiere ich verschiedene Shampoos, die teilweise ganz gut sind, aber entweder teuer, in Plastikflaschen oder nach einiger Zeit aus dem Sortiment genommen werden. Euer Shampoo-Rezept ist super! Vielen Dank dafür! Ich habe es mit Kakoabutter und Kokosöl ausprobiert. Geht beides. Siehe auch Antwort bei Sandra Mayer. Danke, Sandra, für die gute Idee.

    Antworten
  6. Britta Renner

    Nachdem mein erster Versuch in absoluter Pulverform endete, habe ich einen zweiten gestartet und im Verhältnis mehr Sheabutter verwendet, so dass ich tatsächlich nach dem Trocknen ein festes Shampoo hatte. Ich bin begeistert von der einfachen Anwendung. Schäume meine nassen Haare damit wie mit einem Seifenstück ein. Es macht den Eindruck, als würde so ein Shampoo Bar sehr lange halten. Wesentlich länger als eine Flasche gekauften Shampoos, was man – gerade bei längerem Haar – ja auch gerne mal überdosiert. Das Problem was ich jetzt habe ist, dass ich gerne auch eine Haarspülung selber herstellen würde. Auch gerne als festes Stück. Leider finde ich – wenn überhaupt – nur Anleitungen auf Englisch, wo ich absolute Probleme mit dem Übersetzen habe oder welche mit irgendwelchen nicht mit „Naturkosmetik“ übereinstimmenden Zusatzstoffen (z. B. Kurquat). Eine Haarkur – am besten noch mit Einwirkung über Nacht – ist mir zu aufwendig. Ebenso Spülungen, die ich vor jedem Haarewaschen erst noch anmischen muss. Ich benutze die Haarspülung direkt nach dem Waschen, damit ich meine Haare danach überhaupt durchgekämmt bekomme. Es wäre toll, wenn man sowas auf dieser Seite finden würde. Bis dahin erst einmal Danke für viele tolle Ideen, die man hier findet. VG

    Antworten
    • Sylvia

      Hallo Britta, vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht und schön zu lesen, dass du eine für dich passende Rezeptur gefunden hast. Die Idee mit der festen Spülung greifen wir gerne auf. Liebe Grüße Sylvia

    • DaMit

      2 Teelöffel Apfelessig auf einen Liter kühles Wasser und das nach dem Waschen, wenn alles Shampoo schon rausgewaschen ist, über die Haare gießen. Der Geruch ist weg, wenn die Haare trocken sind und sie werden super kämmbar.

    • Baba Lue

      Hallo Britta, ich hatte das selbe Problem wie du oben beschriebst. Wie viel Sheabutter hast du für den zweiten versuch verwendet?

    • Britta Renner

      Hallo Baba, ich habe die angegebene Menge Sheabutter genommen, allerdings das Gemisch aus Stärke und Tensid nicht auf einmal reingekippt, sondern nach und nach untergemischt (wie Mehl unter einen Teig kneten). Das habe ich so lange (und einen Hauch mehr) gemacht, bis ich das Gefühl hatte, die Masse nimmt nichts mehr auf. Ich hatte auf alle Fälle noch von dem Stärke/Tensid Gemisch über (vielleicht so 1/8 der Menge, kann ich aber nicht genau sagen). Meine Masse wurde auf alle Fälle super fest und funktioniert einwandfrei.

  7. Wilken

    Habe mir für die Shampoo Bars extra das mildere und palmölfreie SCI schicken lassen aus England, dieses wurde in kleinen Nudeln geschickt, nirgendwo steht das man sie auflösen muss, ich hab mich an Euer Rezept gehalten und die Bars sind sowas von rauh, und die Dusche ist nach Gebrauch voll mit den kleinen Nadeln, die man sehr aufwändig wegspülen muss. Habt Ihr das Rezept mit dem SCI ausprobiert?

    Antworten
  8. Wilken

    Ich habe hier gekauft:
    https://www.ebay.de/itm/273618569489?euid=null&bu=43850553342&cp=1&sojTags=bu=bu
    Hatte vorher extra noch recherchiert und war der Überzeugung das sich diese ,,noodles“ auflösen.

    Antworten
    • Sylvia

      Vielleicht könntest du mal beim Hersteller nachfragen oder sogar reklamieren. In der Beschreibung steht ja, dass sie für die Haarpflege geeignet sein sollen. Ansonsten können wir nur berichten, dass es mit beiden Tensiden in Pulverform gut funktioniert. Liebe Grüße Sylvia

    • Wilken

      Habe jetzt eine Seite gefunden wo das SCI auch verwendet wird, da palmölfrei und milder. Füge hier mal die Empfehlung rein, gearbeitet wurde mit einen Thermomix oder ähnlichen Küchengerät:
      SCI Pulver (= SCI Nadeln 10 Sek./Stufe 10 pulverisieren, 5 Min. ruhen lassen, bis man den Deckel
      abnimmt, staubt sonst stark)

      > SCI Nadeln (=rückfettend, ggf. nicht bei fettigen Haaren
      anwenden)

  9. Lumaia

    Hallo :) man kann als Förmchen auch super Verpackungsreste vom Supermarkt (z.b. das plastikteil, in dem die Überraschungseier drin stehen) benutzen. die haben die perfekte form und sind gratis :)

    Antworten
  10. Melissa Kumpmann

    Hi :)
    Ich habe jetzt auch eine ganz doofe Frage: Da ja viele gegen Palmöl sind (ich im Prinzip auch) habe ich mir das Tensid SCI angeschaut. Ich bin da etwas verwirrt:

    In manchen Shops findet man das als „geeignet für Naturkosmetik“. „Naturkosmetik“ geht für mich auch immer einher mit Fairness, Tierschutz und Nachhaltigkeit. Allerdings wird über die Herkunft der Kokosnüsse auch wieder nix geschrieben.

    Zudem bin ich bei der Firma Rosenrot stutzig geworden, denn dort heißt es, in SCI sei zwar kein Palmöl, aber Erdöl drin. Deswegen benutzen die das dort nicht.
    Habe dann mal auf Wikipedia geschaut, allerdings bin ich kein Chemiker. Mir fällt da nur der Begriff „Paraffin“ ins Auge. Den Rest verstehe ich nicht.
    Dort steht:

    „(…)Dazu wird ein Kokosfettsäure-Gemisch unterschiedlicher Alkylkettenlängen Cn, (…) im Überschuss mit Natriumisethionat-Lösung und Zinkoxid unter Stickstoff bei ca. 200 °C zur Reaktion gebracht. Nach Abdestillieren des Wassers aus der Natriumisethionat-Lösung und des Reaktionswassers entsteht eine zähe Masse, die durch Zugabe von Paraffinwachs wieder verflüssigt wird. Nach erfolgter Veresterung mit Umsätzen >95 % wird Stearinsäure zugegeben, um den Erstarrungspunkt der Mischung unterhalb 50 °C abzusenken.“

    Gibt es jetzt nur die Entscheidung zwischen Palm – oder Erdöl? Gibt es nichts anderes mit Tensiden drin, was man verwenden könnte?

    Danke für eure Zeit und viele Grüße
    Melissa

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Melissa, leider gibt es auf diese Frage keine zu 100 % zufriedenstellende Antwort, und irgendwelche Nachteile bringen alle Lösungen mit sich. Sofern Schaum und eine gute Emulgationswirkung gewünscht sind, sind nach unserer Auffassung SLSA bzw. SCI immer noch die besten und verträglichsten Naturkosmetik-Tenside als Alternative zu konventionellen Produkten. Am Ende muss jede/r selbst entscheiden, wie wichtig einem die besonderen Wirkungen sind, oder ob man nicht lieber auf eine komplett pflanzliche Alternative ausweichen möchte, wie etwa die Haarwäsche mit Roggenmehl. Liebe Grüße!

    • Melissa Kumpmann

      Hallo smaricular-Team,

      ihr habt natürlich Recht, dass jeder selbst entscheiden muss, aber man muss den Leuten auch die Möglichkeit zur Entscheidung geben. Mich frustiert es irgendwie, dass viele Informationen so schwammig sind, wenn man sich an die online-shops oder Nutzer wendet. Palmöl wird nicht aufgeführt, Erdöl wird nicht aufgeführt, woher das alles kommt, erfährt man eh nie…
      Beispiel SCI: In der Artikelbeschreibung nix von Palmöl geschrieben – auf Anfrage erhielt ich dann Infos aus dem Datenblatt des Herstellers und siehe da: Kokos- und Palmkernöl.

      Man muss eben sehr viel recherchieren und seine Hausaufgaben machen, um diese Entscheidung überhaupt treffen zu können.
      Zum Glück gibt es ja euch und die Leute, die hier diskutieren :) Zusammen kommen wir der besten Lösung dann alle ein bisschen näher – hoffe ich ;)

      Das mit dem Roggenmehl klingt abgefahren – werde es mir ansehen.

      LG
      Melissa

  11. Sandra Meyer

    Hallo…

    Ich habe mal ne Frage zu Deinem Rezept.
    Könnte man auch Kokosöl anstatt Sheabutter benutzen, was meinst Du?

    Antworten
    • Sylvia

      Liebe Sandra, Kokosöl hat einen anderen Schmelzpunkt und eine andere Konsistenz als Sheabutter, deshalb könnte es sein, dass die Bars damit nicht richtig fest werden. Wenn du das Experiment (mit einer ganz kleinen Menge vielleicht nur) trotzdem wagen möchtest, würden wir uns über deinen Erfahrungsbericht sehr freuen. Liebe Grüße Sylvia

    • DaMit

      Hallo, ich habe es mit Kokosöl ausprobiert und es funktioniert. Das Shampoo-Stück wird nicht so hart, aber hart genug, so dass man es gut handhaben kann. Ich habe ebenfalls Kakaobutter ausprobiert und emfinde das Shampoo mit dem Kokosöl als pflegender. Als Spülung benutze ich 2 Teelöffel Apfelessig auf einen Liter Wasser und bin begeistert.

    • Sylvia

      Hallo, schön dass du es probiert hast und es geklappt hat! Wie viel Kokosöl hast du verwendet – falls es jemand nachmachen möchte bzw. könnten wir das noch als Tipp in den Beitrag schreiben. Liebe Grüße Sylvia

    • DaMit

      50 g Kokosöl. So viel wie für die Kakoabutter im Rezept angegeben war.

  12. Wir testen und berichten

    Wieso löscht ihr meinen Kommentar? Habe gehofft ihr würdet mir antworten.

    In dem Sicherheitsblatt des Herstellers von LAL bzw. SASL steht dass die Maximale Einsatzkonzentrationen (des reinen Pulvers) in milden Shampoos und Waschgelen bei 1-3% liegen sollte. Bei normalen Shampoos bei 3-12%.

    Eure Anleitung liegt bei 40 % das kann nicht gut sein denkt ihr nicht auch?

    Liebe Grüsse Desiree [Werbelink entfernt]

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Desiree, zu deiner Frage: Die Angaben laut Datenblatt beziehen sich auf flüssige Mischungen („Einsatzkonzentration“). Das hier gezeigte feste Shampoo wird aber erst in Wasser aufgelöst und erreicht so seine Einsatzkonzentration. Wenn man normales Shampoo entwässern würde, wäre der Tensid-Anteil auch deutlich höher, daher der Unterschied.

      Leider haben wir keinen Einfluss auf die automatische Kommentar-Moderation von Disqus, die manchmal zuschlägt, wenn Links enthalten sind. Diesmal hat es anscheinend funktioniert. Tatsächlich müssen wir deinen Link aber entfernen, weil wir die Kommentare werbefrei halten wollen.

      Liebe Grüße!

    • Wir testen und berichten

      Vielen Dank für eure Rückmeldung. Vielleicht sehe ich es noch zu Vorsichtig, bin mit dem Thema noch nicht ganz Vertraut. Meint ihr mit im Wasser auflösen: „mit etwas Wasser in der Hand aufschäumen und auf dem Haar verteilen“, oder doch richtig auflösen?

      Wie gesagt, ich finde das Rezept interessant, wollte nur auf die Risiken hinweisen. Falls das Tensid in dieser Konzentration einem eurer Leser ins Auge gerät, könnte das evtl. böse Folgen haben.

      Gruß, Desiree

    • Sylvia

      Hallo Desiree, wenn man neue Dinge ausprobiert, ist Vorsicht doch eigentlich genau richtig :) Zu deiner Frage: Die Shampoo Bars werden einfach wie Seife aufgeschäumt. Der Schaum sollte wie viele andere Kosmetikprodukte auch natürlich nicht in die Augen geraten. Sollte das doch passieren, kann man ihn aber einfach mit klarem Wasser ausspülen. Wir im Team haben die selbst gemachten Bars ausführlich getestet und keinerlei negative Erfahrungen gemacht. Letztlich muss aber jeder selbst wissen, welche DIY-Experimente er machen möchte. Liebe Grüße Sylvia

  13. Tina

    Super Rezpet! :-) Was würdet ihr sagen, wenn man es als festes Duschgel/ Duschbar verwenden würde: müsste da mehr Pflege rein? Der Körper fettet ja nicht so stark wie die Haare..

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Tina, das könnte man vermutlich hinbekommen. Es würde vermutlich darauf hinauslaufen, eine Naturseife zu sieden. Alternativ könntest du einfach eine gute Naturseife mit passender Überfettung für die Hautpflege verwenden. Liebe Grüße!

    • Sylvia

      Hallo Tina, dafür haben jetzt auch ein Rezept: https://www.smarticular.net/duschbars-festes-duschgel-selber-machen-rezept/ Liebe Grüße Sylvia

  14. Petra

    Hallo, die Handhabung und Konsistenz ist toll. Aber leider sind meine Haare danach sehr fettig. Trotz Zederölzugabe und sehr langes ausspülen. Habe mich genau an die Mengenangaben gehalten. Mein Haar hat Strähnchen und ist sehr fein. Für mich evt. nicht geeignet oder hat jemand von euch einen Tip für mich?
    Danke vorab und liebe Grüße

    Antworten
    • Basamina 7

      versuche mal eine saure Rinse als Spülung. Bsp. 1-2 EL Apfelessig auf 1 Liter Wasser

  15. Iris

    Hallo, ich habe die Bars ausprobiert, nachdem ich mit Haarseife nicht zurecht gekommen bin.
    Mit Bio-SheaButter, SCI (gibts in München bei „Duft & Schönheit“) und Lavendelöl. Die Bars sind bei mir sehr stabil und auch sehr ergiebig. Ich nehm sie für die Haarwäsche und für den ganzen Körper. Sie trocknen die Haut nicht aus und fühlen sich so ein bisserl rau/samtig an. Ich finde die Bars sehr angenehm und habe einen jetzt an eine gute Freundin verschenkt.
    Fazit : Leicht herzustellen, angenehm und ergiebig. Ich werde mir kein Duschgeel oder Schampoo mehr kaufen!

    Antworten
  16. Isabel Beldeanu

    Hallo, schönes Rezept, ausprobiert und für gut befunden. Danke. Aber leider bröseln die Stücke auseinander, mit Pulver geht waschen auch. Aber so ein festes Stück Schampoo wäre mir lieber. Was kann ich besser machen?

    Antworten
    • Sylvia

      Hallo Isabel, bröseln sie beim Haare waschen oder schon im trockenen Zustand? Vielleicht könntest du ein kleines bisschen mehr Fett verwenden. Ich habe Erfahrung mit den selbst gemachten Bars und mit gekauften und beide sind leider anfällig fürs Bröseln, wenn sie feucht sind. Ich löse dann einfach die Krümel in der Hand auf und verwenden sie sie – mit etwas mehr Aufwand – noch. Liebe Grüße Sylvia

    • Isabel Beldeanu

      Hallo Sylvia, danke für die Antwort. Bröseln schon beim in-die-Hand-nehmen. Ich versuche es nächstes Mal mit mehr Fett. Gruss, Isabel

  17. Jennie

    Ich wollte mal fragen wie lange (Haarwäschen?) die kleinen Shampoobars halten. Einfach um die Menge die ich mache einschätzen zu können (: Danke!

    Antworten
    • Sylvia

      Hallo Jennie, in der Größe wie oben im Beitrag halten sie nur ein paar Tage. Kommt natürlich auch auf deine Haarlänge an. Ich würde erst einmal eine kleine Portion herstellen und testen, wie gut du damit klar kommst. Dann merkst du auch, wie lange eine Portion bei dir reicht. Viel Erfolg und schöne Grüße Sylvia

  18. Julia Hiltscher

    Ich habe die Seife mit Kakaobutter und Lavendelöl gemacht und finde leider, dass das „stinkt“ … nach dem Waschen nicht mehr, aber der Geruch der Seife selber ist mir unangenehm. Ich nehme bei der nächsten Runde Zitrone.

    Antworten
  19. Jana K

    Danke, danke, liebes Smarticular-Team! Ich habe die Shampoobars mit SCI und Kamillenzusatz hergestellt und bin total begeistert, endlich ein Shampoo, was meine (echt etwas schwierigen) Haare und meine hyper-sensible Kopfhaut vertragen. In Kombination mit Pfefferminz-Rinse zwischendurch sehen meine Haare besser aus als je zuvor!

    Antworten
    • Franzi

      Hallo Jana, ich hab schon seit langem mit meiner super empfindlichen Kopfhaut zu kämpfen und wollte mal fragen, ob du immer noch so zufrieden bist? Hast du als Kamillezusatz einfach ätherisches Kamilleöl verwendet? Vielen Dank für deine Antwort :)

  20. Killashandra

    Hallo, habt Ihr vielleicht auch eine Idee zu einem festen Shampoo aus Kastanienpulver? Das wäre wirklich der Hit. Ich finde feste Shampoos unheimlich praktisch in der Anwendeng, würde aber gerne auf die natürliche Waschkraft der Kastanie setzen. Und die flüssigen Kastanienpräparate sind nicht so toll haltbar.

    Antworten
    • Sylvia

      Hallo,

      mit dem Kastanienpulver ein festes Shampoo herzustellen, ist eine interessante Idee, die man mal testen müsste. Leider haben wir da bisher keine Erfahrung. Aber vielleicht magst du es mal ausprobieren und berichten.

      Herzliche Grüße

      Sylvia

    • Killashandra

      Habe es getestet, aber leider nicht erfolgreich. Das „Aufschäumen“ in der Hand reicht nicht aus, um aus Kastanienpulver die Saponine herauszulösen. Der Stärkeanteil der Kastanie ist auch nicht ausreichend um das „Seifenstück“ zusammenzuhalten. Vermutlich taugt Kastanie nur für wässrige Auszüge…

    • Sylvia

      Schade! Aber toll, dass du es ausprobiert hast. Liebe Grüße Sylvia

  21. Killashandra

    Und noch eine Frage. Nehmt ihr raffinierte oder unraffinierte Sheabutter. Bio bekomme ich nur raffinierte. Welche eignet sich besser?

    Antworten
    • Sylvia

      Hallo,

      wir haben raffinierte Sheabutter verwendet. Häufig wird berichtet, dass die unraffinierte einen unangenehmen Duft verströmt. Bio-Qualität sollte garantieren, dass die Sheabutter frei ist von Pestiziden usw. das erscheint uns doch besonders wichtig für die Zubereitung von Kosmetik. Eignen müssten sich eigentlich beide, aber wir würden Bio den Vorzug geben.

      Ich hoffe, das hilft dir weiter. Viel Spaß beim Zubereiten der Shampoo Bars!

      Schöne Grüße

      Sylvia

  22. Yvonne

    Kann man die Bars auch als Handseife verwenden? Oder ist die Stärke darin nicht gut? Müsste das Rezept für Handseife abgewandelt werden?

    Antworten
  23. Diana Preusser

    Ich habe heute auch die Shampoo Bars gemacht und hätte noch gern gewusst, ob das an Pflege reicht oder ob ich noch eine saure Rinse machen muss allerdings habe ich gefärbte Haar gibt es dafür eine Alternative ???

    Antworten
    • Sylvia

      Liebe Diana, ich und auch einige andere Leute, die ich kenne nutzen ausschließlich die Shampoo Bars und kommen damit sehr gut zurecht. Ob du zusätzlich eine saure Rinse oder andere Pflege brauchst, hängt von deinem Haartyp ab und auch davon, wie oft du deine Haar wäschst. Ich würde es einfach mal ausprobieren und so lange testen, bis du wirklich zufrieden bist. Sehr gerne lesen wir dann mehr über deine Erfahrungen! Schöne Grüße Sylvia

    • Lisa

      Hallo, ich wasche meine Haare alle 2 bis 3 Tage mit diesem Shampoo (ohne ätherische Öle und Farbe, mit Sheabutter) seit 2 Wochen und bin bis jetzt sehr zufrieden, habe auch gefärbtes Haar und verwende keine Rinse.

  24. Martina

    Hallo!!!
    Ich habe den Shampoo Bar heute zum ersten Mal getestet und bin soweit sehr zufrieden. Meine Frage: welche Funktion hat eigentlich die Speisestärke? Könnte man diese eventuell ganz oder Teilweise durch Roggenmehl ersetzen? Oder einen Teil davon durch gemahlene Birkenblätter?
    Lieben Dank schon mal!

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Martina, Speisestärke bindet einerseits überschüssiges Fett und dient andererseits dazu, dass die Stücke gut zusammenhalten. Die Idee, sehr fein gemahlenes Roggenmehl zu verwenden, ist sehr interessant, das müssten wir selbst einmal probieren, denn es hat in diesem Zusammenhang eine ähnliche Wirkung. Ob es mit Birkenblättern auch klappen könnte, wissen wir leider nicht. Liebe Grüße

    • Martina

      Ich werde bei der nächsten Produktion einfach mal experimentieren und berichten!
      Lieben Dank!

    • Martina

      Ich habe jetzt mal ausprobiert, 50% der Stärke durch gemahlene Birkenblätter zu ersetzen. Funktioniert super, die Shampoobars halten sehr gut zusammen und das Ergebnis ist sehr schönes, weiches und glänzendes Haar.

  25. Sabine

    Hm, selbst wenn das genannte SLSA ein weniger aggressives Tensid sei als das altbekannte Sodium Lauryl Sulfat, ist es doch ein Tensid, das mit seiner Reinigungskraft Haut und Haar entfettet. Und die (aufgrund von Haarewaschen häufige) Entfettung der Kopfhaut ist meiner bescheidenen Meinung nach genau der Grund, warum der moderne Mensch fettige Haare hat – weil die Kopfhaut stark nachfettet, wenn sie ständig entfettet wird. Bei Haarseife kann es anfangs wegen der jahrelangen Benutzung von Tensidshampoos (die evtl. sogar noch silikonhaltig waren) oder wegen kalkigen Wassers zu Problemen kommen, und da hilft Essigwasser-Rinse.
    Erst seitdem ich Haarseife benutze, bin ich ein Mensch mit normalem Haar statt fettigem oder brüchigem Haar. Vielleicht sollte man nicht vorschnell Haarseife drangeben, denn auch da gibt es verschiedene Ausführungen.
    Wie auch immer, diese selbstgemachten Shampoo-Bars erinnern an die knallbunte und parfümierte Lush-Welt der Schein-Haar“seifen“ und sind wahrscheinlich selbstgemacht tausendmal gesünder als Lush mit seinen ganzen Zusatzstoffe, da man nämlich selbst eintscheidet was rein kommt.

    Antworten
    • Jeanny

      Na ja, dass der „moderne Mensch“ per se fettige Haare hat, halte ich doch etwas für übertrieben. Ich hatte als Teenager fettige Haare, weil ich täglich die Haare wusch und dann noch mit Shampoo gegen fettiges Haar – in den Sommerferien habe ich dann nur einmal die Woche die Haare gewaschen, seitdem nur noch mit milden Shampoos so zweimal die Woche (bei Bedarf). Damit habe ich schon seit Jahrzehnten keine Probleme mehr mit fettigem Haar.

      Genau das ist nämlich der Punkt „weil die Kopfhaut stark nachfettet, wenn sie ständig entfettet wird“ – wenn man darauf verzichtet, dann erledigt sich das Problem.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.