Saure Rinse statt Conditioner: Natürlich glänzendes Haar dank Essig

Eine saure Rinse mit Wasser und Essig ist eine ideale Ergänzung zu Haarseife, eignet sich aber auch sonst als natürliche Alternative zu herkömmlichem Conditioner.

Statt zu einer klassischen Haarspülung mit einer langen Zutatenliste zu greifen, wird dein Haar auch mit einer sauren Haarspülung, genannt saure Rinse, auf natürliche Weise wieder geschmeidig. Die Haarspülung aus zwei einfachen Zutaten bringt den pH-Wert von Haar und Kopfhaut ins Gleichgewicht, glättet die Haarstruktur und sorgt auf natürliche Weise für gesunden Glanz. 

Für alle, die Haarpflege-Alternativen wie zum Beispiel Haarseife verwenden, ist eine saure Rinse eine ideale Ergänzung, um die durch die basische Wirkung der Seife aufgeraute äußere Schicht der Haare zu glätten. Sie entfernt Seifen- und Kalkreste aus den Haaren und sorgt so für Glanz und eine kräftigere (Natur-)Haarfarbe, was herkömmliche Conditioner überflüssig macht. So lässt sich jede Menge Verpackungsmüll und der eine oder andere Euro für teure Pflegeprodukte einsparen.   

Saure Rinse herstellen und anwenden

Eine saure Rinse ist schnell gemacht und besteht lediglich aus zwei Zutaten, die sich in fast jeder Küche finden. 

Für eine Portion einer milden sauren Rinse, ausreichend für eine Anwendung, werden benötigt:

  • 2 TL Apfelessig (enthält besonders viele Vitamine und Mineralstoffe, die das Haar zusätzlich pflegen), Himbeeressig oder Weinessig
  • 1 L Leitungswasser

Die Dosierung kann bei Bedarf auf bis zu zwei Esslöffel Essig je Liter Wasser erhöht werden, für eine besonders intensive Rinse gegen Schuppen und juckende Kopfhaut und in Regionen mit stark kalkhaltigem Wasser.

Eine saure Rinse mit Wasser und Essig ist eine ideale Ergänzung zu Haarseife, eignet sich aber auch sonst als natürliche Alternative zu herkömmlichem Conditioner.

Benötigte Zeit: 3 Minuten.

So wird die saure Rinse hergestellt und angewendet:

  1. Haarspülung ansetzen

    Wasser und Essig in ein Gefäß geben und gründlich vermischen. Wenn du dafür eine Flasche verwendest, lässt sich die Spülung damit leicht auftragen/dosieren.

  2. Saure Rinse auftragen

    Die saure Spülung portionsweise ins Haar geben (z.B. kopfüber über der Badewanne), dabei am Haaransatz beginnen und die Spülung über die gesamte Haarlänge und die Kopfhaut verteilen (sie sollte nicht in die Augen gelangen). Nicht ausspülen, das Haar kann gleich wie gewohnt getrocknet und gestylt werden. Alternativ ist es für einen noch stärkeren Effekt und gerade bei längerem Haar hilfreich, die Lösung in eine große Schüssel zu geben und das Haar darin kopfüber für einige Sekunden zu baden.

Keine Sorge, der Essiggeruch verfliegt nach kurzer Zeit, und du wirst mitleicht kämmbarem, glänzendem Haar belohnt. Eine saure Rinse kann individuell nach Bedarf alle paar Wochen oder auch täglich angewendet werden. 

Tipp: Neben dieser sehr einfachen DIY-Spülung lassen sich viele weitere pflegende Alternativen zu herkömmlichem Conditioner selber machen.

Haarspülungen und Rinsen kannst du aus natürlichen Zutaten selbst herstellen. Die besten Lösungen für jedes Haarproblem!

Warum eine saure Rinse?

Grundsätzlich hilft eine saure Rinse, den natürliche ph-Wert von Haaren und Kopfhaut wiederherzustellen, wenn er durch basische Seifen und Shampoos gestört wird. Gleichzeitig schließt die Säure die äußere Hornschicht des Haars und macht es wieder glatt und geschmeidig.

Besonders hilfreich ist das einfache Hausmittel Apfelessig für Menschen, die Haarseife oder andere Shampoo-Alternativen verwenden. Vor allem in Kombination mit sehr kalkhaltigem Wasser bilden sich sogenannte Kalkseifen, die das Haar beschweren und stumpf aussehen lassen. Durch eine saure Spülung nach der Haarwäsche werden diese Rückstände von Haaren und Kopfhaut gelöst und können mit einer (Natur-)Haarbürste aus dem trockenen Haar ausgekämmt werden. Dabei regelmäßiges Säubern der Bürste nicht vergessen!

Bei der Umstellung von Shampoo auf eine natürliche Haarpflege hilft die Säure, Silikone und andere Shampooreste aus dem Haar zu spülen. 

Eine saure Rinse mit Wasser und Essig ist eine ideale Ergänzung zu Haarseife, eignet sich aber auch sonst als natürliche Alternative zu herkömmlichem Conditioner.

Wer die Haare mit Roggenmehl-Shampoo reinigt, braucht eigentlich keine saure Rinse. Je nach Härtegrad des Wassers und Häufigkeit der Haarwäsche kann aber auch bei der Verwendung von Roggenmehl-Shampoo eine saure Spülung alle ein bis sechs Monate trotzdem empfehlenswert sein, um Rückstände zu entfernen.

Das Waschen der Haare mit Roggenmehl ist eine natürliche und gesunde Alternative zu gängigen Shampoos. Probiere es aus!

Tipp: Wenn du am liebsten ganz auf Haarpflegeprodukte verzichten würdest, sind die natürlichen Haarpflegemethoden Sebum-only und No-Poo sicherlich interessant für dich.

No-Poo oder water only heißt das Haarewaschen ohne Shampoo, Seife, Natron oder Roggenmehl. Wie es funktioniert, erfährst du hier.

Saure Rinse mit Kräutern

Für noch mehr Pflege kannst du ganz einfach eine Kräuteressig-Haarspülung selber machen und dafür genau die Kräuter verwenden, die zu deinem individuellen Haartyp passen.

Eine Kräuteressig-Haarspülung vereint die pflegenden Eigenschaften von Apfelessig mit den Wirkstoffen verschiedener Kräuter. Wähle das passende Kraut für deinen Haartyp!

Die Wirkstoffe der Brennnessel helfen beispielsweise bei fettigem Haar und sorgen für mehr Glanz. Lavendel bringt irritierte Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht. Rosmarin hilft auf natürliche Weise gegen Haarausfall. 

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Saure Rinse mit Zitronensaft

Anstelle des Essigs eignet sich auch Zitronensaft zur Herstellung einer sauren Rinse. Dafür werden ebenfalls bis zu zwei Esslöffel der Säure auf einen Liter Wasser verwendet. Taste dich am besten mit einer kleineren Menge an die richtige Dosierung heran.

Tipp: Hier findest du noch mehr Hausmittel und selbst gemachte Pflegeprodukte für die natürliche Haarpflege.

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Wie sind deine Erfahrungen mit sauren Rinsen oder anderen Haarpflege-Alternativen? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

Mehr nützliche Ideen gibt es hier:

Eine saure Rinse mit Wasser und Essig ist eine ideale Ergänzung zu Haarseife, eignet sich aber auch sonst als natürliche Alternative zu herkömmlichem Conditioner.

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6 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ich bin vor einiger Zeit auf Haarseife umgestiegen. Zuerst war ich nicht besonders begeistert, weil die Haare irgendwie stumpf und schwer wurden und auch nicht besonders sauber wirkten. Dann habe ich die saure Rinse ausprobiert – und die hat alles verändert. Schon beim “Auftragen” unter der Dusche kann ich spüren, wie glatt meine Haare werden. Meine (langen bis sehr langen) Haare sind sauber, leicht und glänzend. Seitdem habe ich auch keine Probleme mehr mit meiner Haarbürste. Seit ich denken kann musste ich meine Haarbürste in kurzen Abständen von fiesen fettigen Staubwickeln um die Borsten befreien. Haarseife alleine hat dieses Problem eher verschlimmert (Kalkseife?), aber die Kombination von Haarseife und saurer Rinse hat es tatsächlich beendet. Ich muss meine Haare auch seltener waschen, sie bleiben länger schön. Ich nehme normalerweise Apfelessig, habe aber auch schon Zitronensaft ausprobiert.

    Antworten
  2. Es ist nicht richtig, Haarprodukte mit Inhaltsstoffen wie Vitaminen und dergleichen zu bewerben.

    Das Haar ist im Prinzip tote Materie (Keratin) , die keinerlei Inhaltsstoffe aufnehmen kann.
    Der “Erfolg” der sogenannten Spülungen und Packungen beruht lediglich darauf, dass sich bestimmte Stoffe, z.B. Silikone, UM das Haar legen und somit die äußere Schuppenschicht, sofern sie durch Chemie und Physik beschädigt ist, etwas anlegt.
    Dieser Effekt verschwindet bei jeder Wäsche wieder, es sei denn, die Inhaltsstoffe lassen sich nicht mehr auswaschen und verkleben langsam das Haar.
    Beides ist jedoch das Zeichen dafür, dass das Haar nichts davon aufnehmen also weiterleiten kann.

    Insofern spielt es überhaupt keine Rolle, ob das, was man zum Haarewaschen oder – pflegen nutzt Vitamine oder was auch immer beinhaltet.

    Ich selbst muss beispielsweise Salicylate besonders auf der Haut vermeiden.
    Daher nutze ich für die saure Rinse EssigESSENZ (in starker Verdünnung) , was bekanntlich ein Erdölprodukt ist.
    Ich bin nicht begeistert darüber, solches nutzen zu müssen, es erbringt jedoch dieselben Effekte wie Apfelessig&Co, wie in diversen Artikeln beschrieben.
    Ich habe damit sogar mein seborrhoisches Ekzem auf Kopfhaut und im Gesicht sehr gut in den Griff bekommen.

    Es bedarf keinerlei Inhaltsstoffe in Haarreinigungs- und – pflegeprodukten denn sie haben in der toten Hornschicht des Haares keinerlei Nutzen.
    Damit zu werben ist Betrug am Verbraucher, auf dieser Plattform hier ist es zumindest irreführend.

    Wirksame Pflege und Schutz bieten ausschließlich der sorgsame Umgang mit Haar und Haut in Form von guter Lebensführung damit das Haar von innen gut ernährt wird und Auslassung von Schädigung des Haares durch chemische Manipulation aller Arten (damit sind AUCH konventionelle Shampoos gemeint).

    Geeignet sind sanfte Stoffe wie z.b. Lavaerde, Roggenmehl, Eier und sanfte Säuren ALLER Art, also JEDER Essig.
    Wegen der Säure, nicht wegen eventueller Vitamine.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Da liegt ein Irrtum vor – nicht nur das Haar, auch die Kopfhaut und die Haarwurzeln kommen mit der Haarpflege in Kontakt und nehmen die enthaltenen Vitalstoffe auf, so wie es auch bei einer reichhaltigen Creme oder Bodylotion der Fall ist. Insofern haben diese Inhaltsstoffe durchaus ihre Berechtigung.
      Liebe Grüße

    • Leider irrt smarticular schon wieder.
      Es ist zwar richtig, dass die Inhaltsstoffe mit der Kopfhaut in Berührung kommen, mit der Haarwurzel aber auf gar keinen Fall !!!

      ALLE Inhaltsstoffe in der Kosmetik dürf(t)en lediglich in die oberste Hautschicht (Oberhaut) dringen, andernfalls müssten sie als Arznei mit vorangegangenem entsprechendem Prüfverfahren angemeldet werden.
      Die Haarwurzel allerdings liegt in der zweiten Hautschicht (Lederhaut).
      Hierhin dürfen nur medizinische Stoffe mit entsprechender Zulassung dringen, keine kosmetischen.

      Diejenigen Stoffe, die intensiv (durch Massage) mit der Kopfhaut in Berührung kommen “verenden” bereits in der obersten Schicht (Hornschicht) der Oberhaut.
      Ein Grund, weshalb von gewissen Instituten die Bewerbung von Kosmetika mit eben besagten Inhaltsstoffen bemängelt wird. Es gibt keine Wirknachweise.
      Das ist auch gut so, schließlich ist die Haut unser erstes Bollwerk gegen Eindringlinge in unseren Körper.

      Außerdem haben Shampoo&Co einschließlich des Essigs temporär viel zu kurz Berührung mit der Haut und somit keinerlei Einwirkzeit, um die Hautbarriere zu durchdringen.
      Deshalb ist es auch mehr als fragwürdig, dass diese vielbeworbenen Coffein-Shampoos für den Verbraucher(!) irgendeinen Nutzen haben können.

      Selbst meine Hautärztin bestätigt, dass Coffein äußerlich keine Wirkung haben kann.

      Wenn also Coffein die oberste Barriere nicht durchdringen kann, können es auch nicht Vitamine und Mineralstoffe.
      Weder vom Shampoo noch von der Bodylotion.

      Genau genommen braucht die Haut lediglich, je nach Zustand, viel Feuchtigkeit zum Aufpolstern der Hornschicht und Fett, um die Feuchtigkeit zu halten.
      Wäre die gute alte Creme in der blauen Dose kein Erdölprodukt, würde ich sagen, dass die simple Textur dieser Creme reicht, um die Haut zu unterstützen.
      Alles andere ist Profit der Hersteller, insbesondere wenn man sich die Rezeptur, also die prozentuale Menge der manchmal sogar namengebenden Ingredienzien des Produkts ansieht.

      Essig bzw. Säure auf Haut und Kopfhaut regulieren direkt AUF der Hornschicht den ph-Wert, der, je älter man wird umso saurer sein sollte.
      Für Ältere und Alte sind 5,5 oder 5 schon viel zu basisch.
      Hier sollten 4,5 bis 4,8 angestrebt werden.
      Durch diese Einstellung hilft Säure dabei, Mitbewohner (Pilze, Bakterien, Haarbalgmilben) unserer Haut, wie wir sie alle haben, in Schach zu halten oder wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

      Einzige Ausnahme sind hier Ätherische Öle, insofern sie lange genug einwirken können, da sie durch ihre Flüchtigkeit von den Kappilaren aufgenommen werden können und durch das Blut transportiert werden können.

    • smarticular.net
      smarticular.net

      Wie bei allen unseren Beiträgen steht es natürlich jedem frei, es selbst ausprobieren (oder auch nicht) und sich von der Wirkung selbst ein Bild zu machen 🤗💚👌 für alle, denen es es nicht zusagt, gibt es ja wie fast immer zahlreiche andere Möglichkeiten, und die eine perfekte Lösung, die allen gefällt, gibt es ohnehin nicht.
      Liebe Grüße

  3. Als ich auf Shampoo Bars umgestiegen bin, habe ich jedesmal danach mit Zitrone und Wasser nachgespült (1/4 Zitrone auf 1/2 l Wasser bei meinem Schulterlangen Haaren und sehr kalkarmen Wasser). Fühlte sich besser an als jeder Conditioner den ich jeh benutzt habe.
    Mittlerweile habe ich die Shampoo Bars bestimmt schon 1,5 Jahre in Verwendung und brauche im Normalfall die Zitronenrinse nicht mehr. Vielleicht noch alle 4 Monate einmal. Wenn die Haare halt rumzicken…. :-) Bin schwer begeistert.

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