Rezept: Haar-Seife selber machen – immer parat und perfekt für Reisen
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Feste Haarseife ist extrem praktisch: kaum Verpackung, genial für's Reisen und ein tolles Gefühl beim Waschen. Wir zeigen dir, wie du sie selber herstellst!

Viele Jahre lang war ich ganz zufrieden mit den Bio-Shampoos, die ich in meiner Lieblings-Drogerie kaufen konnte. Frei von hochkomplexen Chemikalien und pflegend waren sie. Jedoch haben vor allem die Kosten und auch die Neugier mich angetrieben, nach Alternativen suchen.

Eine natürliche Alternative, die ich getestet habe, war Heilerde. Ich liebe den Geruch und auch den Geschmack von Heilerde, und so „wusch“ ich einige Zeit meine Haare damit. Aber das Richtige war es noch nicht. Deswegen probierte ich weiter, bis ich letztendlich begann, mich mit Haar-Seife auseinanderzusetzen.

Feste Seife zum Haarewaschen ist sehr praktisch. Verpackung ist im Prinzip nicht nötig, und die Seife bedarf zur Anwendung auch keiner Vorbereitung, wie zum Beispiel das Roggenshampoo. Außerdem ist sie super praktisch auf Reisen! Nichts läuft aus, geeignet für das Handgepäck ist sie auch.

Natureseifen selber sieden

Biologische Haarwaschseife gibt es auch im Handel. Da mich aber das Seifensieder-Fieber gepackt hat, musste ich versuchen, Haarseife selbst herzustellen.

Wenn du auch einmal selbst Seife machen möchtest, dann sieh dir diese Beiträge an:

Meine Rezeptur für Haarwasch-Seife

Ich verwende zur Herstellung meiner eigenen Haarseife die folgenden Zutaten. Bei der Seifenherstellung ist Genauigkeit gefragt, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Wundere dich deshalb bitte nicht über die “krummen” Zahlen:

  • 154 g naturtrübes Bier
  • 69,32 g Natriumhydroxid (NaOH) (aus der Apotheke oder online bestellen)
  • 250 g Olivenöl
  • 100 g Kokosöl
  • 50 g Traubenkernöl
  • 30 g Avocadoöl
  • 30 g Babassuöl
  • 30 g Rizinusöl

Anmerkungen:

  • Statt des Biers kannst du auch destilliertes Wasser verwenden.
  • Dieses Rezept hat nur eine Überfettung von 3%, geeignet für eher fettiges Haar. Für einen höheren Fettanteil solltest du weniger Natriumhydroxid verwenden. Zur Feinabstimmung sämtlicher Rezeptanpassungen verwende am besten einen Seifenrechner.

Herstellung der Haarseife

Die Herstellung dieser Seife erfolgt genauso wie die schon beschriebenen Rezepte. Lies dir dazu unsere Einleitung zum Naturseifensieden und den detaillierten Ablauf zur Herstellung von Seifen durch.

Für etwas mehr Duft, kannst du vor dem Gießen des Seifenleims auch ein paar Tropfen eines ätherischen Öles hinzugeben. Besonders geeignet für Haarseifen sind Patchouli, Teebaum, Lemongras oder Lavendel. (Mehr Informationen zu Lavelndel-Öl findest du hier – mehr Infos zum Kauf von Ätherischen Ölen erhältst du hier)

Haarseife – Erfahrungen

Nachdem die Seife einige Wochen reifen musste, habe ich sie endlich testen können. Ich muss gestehen, dass ich sie liebe! Endlich wieder Schaum und Duft auf dem Kopf, das hatte ich beim Waschen mit Heilerde schon etwas vermisst. Und dazu ein gutes Gewissen, gepflegte Haare und auch etwas Stolz, ein weiteres Produkt selbst hergestellt zu haben. Da ich die Finger auch nicht ganz von der Heilerde lassen kann, werde ich wohl abwechseln. Vielleicht verarbeite ich sie auch beim nächsten Mal in der Seife.

Achtung: Jedes Haar und jede Kopfhaut ist verschieden, für jeden Typ ist deshalb eine andere Wäsche „die Richtige“. Ich kann hier nur von meinen persönlichen Erfahrungen schreiben. Wenn du Haarseife kaufen möchtest, achte auf die Inhaltsstoffe. Farbe und Duft sind auf natürlichem Weg schwer hinzubekommen, vieles was „schön bunt“ ist, enthält synthetische Zusatzstoffe. Käufliches Seifenparfum ist auch nicht 100% natürlich, leider. Ätherische Öle verträgt auch nicht jeder gleich gut.

Wenn du noch mehr Erfahrungsberichte zu Seifen und anderen selbst hergestellten Pflegeprodukten lesen möchtest, besuche Marions Webseite auf hexenkueche-online.de.

Mehr zum Thema Seifenherstellung und grüner Kosmetik zum Selbermachen findest du in unseren Buchtipps:

Naturseife, das reine Vergnügen: Die Herstellung feiner Pflanzenseifen in der eigenen Küche
für Tolino:
Grüne Kosmetik: Bio-Pflege aus Küche und Garten
für Tolino:

Mehr Tipps für alternative Haarpflege findest du in diesem Beitrag.

Welche Haarwäsche funktioniert für dich am besten? Hast du schon einmal eine Haarseife ausprobiert?

Vielleicht interessieren dich auch diese Themen:

  • Mona

    Ich habe mir erst vor paar Wochen copperhead von lush gekauft und bin sehr zufrieden damit. Allerdings möchte ich es jetzt auch mal selbst versuchen haarseife herzustellen und bin dir sehr dankbar für deine tollen Berichte/Verweise.
    Was machst du denn mit der Seife die dir misslungen ist? :-D

    • Marion Engel

      Man kann eine „misslungene“ Seife wieder einschmelzen, verbessern und „neu“ gießen, oder durch Aussalzen eine Kernseife zum Putzen machen. Kommt darauf an, was Du unter „misslungen“ verstehst ;-)

    • Renate Strauß

      Seifen, die nicht so „schön“ werden, lassen sich auch super zu Zuckerpeeling, Duschbutter oder Flüssigseife weiterverarbeiten. Das funktioniert natürlich auch toll mit Seifenresten ☺

  • Zora

    Danke für das Rezept. Hab auch schon meine eigene Haarwaschseife gesiedet, bin aber ganz froh, wenn ich mal ein anderes Rezept ausprobieren kann.
    LG Zora

    • Was machst du in deine Haar-Seife rein Zora?

  • Susann M.

    Ich hab mal eine gaaaanz gaaaaanz blöde Frage …
    Wir verwenden seit ca. 3 Monaten Haarseife.
    Jetzt haben wir festgestellt, dass die „unfreiwillige Tonsur“ meines Mannes wieder Zuwachs bekommt … Glaubts oder glaubts nicht …
    Hat das schon mal jemand bemerkt?

    • Maximilian Knap

      Für den Haarausfall gibt es viele mögliche Ursachen, auch eine Unverträglichkeit der Haut könnte eine Rolle spielen. Im Zweifel kann es nur der Hautarzt beurteilen, ich würde mich damit nicht auf Empfehlungen verlassen.

      • Susann M.

        Jaja der Haarausfall ist auch erblich bedingt, das ist uns ja bekannt.
        Wir haben auch nicht mit der Haarseife angefangen, um etwas dagegen zu tun.
        Es scheint ein Nebeneffekt zu sein, dass da wieder Haare wachsen.
        Ich dachte es ging vielleicht auch schon mal jemandem so .. ?
        Naja wir haben noch ein 2. Versuchsobjekt der wird jetzt mit Haarseife eingedeckt und dann schauen wir mal …

        • Maximilian Knap

          Aaah danke für die Aufklärung ;-) Dass (Haar-)Seife gegen Haarausfall hilft, habe ich auch noch nicht gehört. Kann aber gut sein, wenn die Ursache eine Störung des pH-Werts der Kopfhaut ist und der Wert durch die Seife verbessert wird… alles Spekulation leider. Vielleicht finden sich andere Leser mit ähnlichen Erfahrungen?

        • Was für Inhaltsstoffe hat denn eure Haarseife? Es gibt ein paar Pflanzen / Öle, die den Haarwuchs begünstigen sollen, z.B. Rosmarin.

          • Susann M.

            Also, wir haben verschiedene probiert, zuerst Brennnessel, dann Kaffee, dann Lavendel.
            Nächste Woche mache ich meine eigene Haarseife, dann sollte ich vielleicht Rosmarin mit rein machen .. mal sehen.

          • Dann würde ich mal tippen, dass es am Kaffee liegt, dem wird nämlich eine haarwuchsfördernde Wirkung nachgesagt… Wir sind da immer sehr vorsichtig, solche Aussagen mit in unsere Rezepte und Beiträge aufzunehmen, weil es kaum oder gar keine wissenschaftlichen Nachweise dazu gibt. Dennoch gibt es verschiedene Berichte dazu :)

            Also…. Haarseife mit Kaffeesatz und Rosmarinöl ;)

            http://www.smarticular.net/seife-mit-kaffeesatz-warum-denn-das/

            Bitte unbedingt berichten!

          • Seife ist sicher keine Medizin und kann auch keinen erblichen Haarausfall heilen. Aber ich kann die Haarwuchs-Erfahrungen bestätigen. Ich kam darauf, eine Seife mit Kaffee zu machen, weil ein guter Freund sagte, mit Koffein-Shampoo würden ihm weniger Haare ausfallen. Ich habe dann noch sechs weitere Hausmittel in die Seife hineingetan, unter anderem auch Rosmarin und Bier. Und es gibt tatsächlich diese Rückmeldungen, dass es einigen hilft und ihnen neue Haare wachsen. Ich denke, dass es in der Hauptsache daran liegt, dass Seife viel weniger aggressiv auf Haare und Kopfhaut wirkt als die herkömmlichen Flüssigshampoos. Und wer weiss, vielleicht tragen die Hausmittel auch noch etwas dazu bei. Einen Versuch ist es sicherlich wert.

          • Jenny van Neck

            Verstehe ich das richtig, dass ich die Kaffeeseife hergestellt nach dem verlinkten Rezept auch zur Haarwäsche benutzen kann?
            Oder ersetze ich in diesem Rezept für Haarseife das Bier mit starkem kaltem Kaffee?

          • Jede Kopfhaut ist unterschiedlich und hat andere Bedürfnisse, deshalb kommt es in jedem Fall auf einen Versuch an. Für das Grundrezept ist es empfehlenswert, sich nach diesem Beitrag hier zu richten. Liebe Grüße!

          • Jenny, Du hast zwei Möglichkeiten, das Rezept auf dieser Seite mit Kaffee anzureichern.
            Du kannst etwas starken Kaffee kochen, abwiegen und die Kaffeemenge von dem Bier abziehen, so dass Du wieder auf die Gesamtmenge an Flüssigkeit kommst, im Beispiel also auf 154g, die bestehen dann aus einem Teil Kaffee und einem Teil Bier.
            Oder Du kochst das Bier mit Kaffeepulver auf, lässt es etwas ziehen und filterst das Ganze. Am Ende nochmals wiegen und wenn nötig mit Bier ergänzen.
            Anschliessend verfährst Du jeweils wie im Rezept angegeben, statt Bier nimmst Du einfach Deine Bier-Kaffee-Mischung.
            Mit Kaffesatz wie in der verlinkten Kaffeeseife würde ich keine Haarseife machen, denn dann hast Du das Kaffeepulver in den Haaren. Das ist nicht so schön. Der Kaffee soll in der anderen Seife ja die Reinigungswirkung durch die Körnchen verbessern, wenn man dreckige Hände hat. Insofern hat der Kaffee dort also auch eine andere Funktion (Reinigung) als in einer Haarseife (Koffein zur Anregung der Durchblutung der Kopfhaut).

            Viele Grüße
            Wolfgang

          • Jenny van Neck

            Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
            Es ist nicht meine erste Seife, aber meine erste Haarseife. Und weil man Seife nicht in 100 g Mengen herstellen sollte und die Reifezeit immer einige Wochen beträgt, frage ich hier gern nach Erfahrungen, statt alles selbst zu testen. :-)

          • Gerne, umso besser, wenn Du schon Erfahrungen hast :-) Und dafür ist das hier ja da, dass man sich austauschen kann und nicht jede/r alles selbst ausprobieren muss :-)

      • Susann M.

        Achso jetzt hab ich es verstanden, Du dachtest die Glatze ist größer geworden … nein eben nicht
        Sorry da hab ich mich unglücklich ausgedrückt .. hihi

    • Cinda Pü

      Ja ich habe dasselbe festgestellt!sieht grad sehr komisch aus mein haar weil bis zur Hälfte der Länge sehr viele neue haare sind.sieht sehr fusselig aus :D

      • Susann M.

        Wir trauen dem Ganzen noch nicht so richtig, schließlich fallen die Haare seit 10 Jahren aus.
        Aber ich hab mit der Lupe gekuckt §:O)
        Die neuen Haare sind ca. 2 mm LANG
        Das Beste ist ja, dass sie überhaupt da sind!
        Welche Sorte hast Du genommen?

        • Cinda Pü

          Die Palette durch.Habe jetzt auch 13 verschiedene haarseifen XD. Wichtig das gute öle und keine Chemie drin ist.Aber wahrscheinlich ist die Art von waschen so mild,das es die haare/kopfhaut nicht angreift! Zumal das weniger waschen und das massieren der kopfhaut(beim waschen,beim bürsten) wird auch eine Rolle bei mir spielen! Ich finds toll!!!

          • Tessa Koséck

            Hallo Cinda,
            Welche Seife würdest du denn als deinen Favoriten für brüchiges Haar empfehlen, ohne dass die Haare schwer werden?
            Ich brauche am Besten viel Pflege!
            Nimmst du nach dem Waschen mit der Seife auch immer eine Essig/Zitronensaftspülung?
            :)

  • thomas schmitz

    Als kleiner Tipp: Danach einen Löffel Apfelessig in eine Becher geben, den Rest mit Wasser auffüllen und diese Mischung als Spülung verwenden. Je nach Haarlänge 2-3 Mal wiederholen. Super Pflegespülung, das Haar wird weich und gut Kämmbar.

  • fiona

    Ich finde eure Ideen wirklich spannend. Könnt ihr auch ein Rezept für flüssiges Shampoo machen oder wisst ihr, wo es eins gibt? LG

    • Maximilian Knap

      Hallo Fiona, vielen Dank für die Blumen! Ein flüssiges Shampoo haben wir bisher nicht gemacht, auch deswegen, weil die Alternativen eigentlich alle ausreichend oder sogar viel besser sind! Hast du z.B. mal die Haarwäsche mit Roggenmehl getestet? Dieses und noch einige andere Rezepte findest du hier:
      http://www.smarticular.net/9-haarpflegetipps-hausmittel-und-selbstgemachte-pflegeprodukte/

      Viele verzichten auch ganz auf Shampoo, denn Haut und Haar besitzen ganz natürliche Regulationsmechanismen, die leider durch künstliche Produkte immer weiter gestört werden und dadurch ihre natürliche Funktion nicht mehr so gut wahrnehmen. Nach einer Weile ganz ohne Shampoo, z.B. mit dem No-Shampoo http://www.smarticular.net/haare-waschen-ohne-shampoo/ normalisieren sich Haar und Kopfhaut – Durchhalten lohnt sich!

      • Katrin

        Hallo, könnte man nicht einfach die Haarseife raspeln und mit Wasser verdünnen? Wie bei der Herstellung von der Flüssigseife?

        • Das kannst Du machen. Stell‘ aber immer nur kleine Portionen her. Sobald etwas wässrig ist, muss es konserviert werden, wenn du es länger aufbewahren möchtest. Wasser ist Leben – und darin entsteht eben immer etwas. Eine Portion für eine Woche herzustellen sollte aber kein Problem sein.

          • Elia

            Das ist ein wichtiger Tipp. Danke, Wolfgang! Je nach Zutaten kann die Haltbarkeit sich tatsächlich einmal verringern. Bei reiner Seife und Wasser sollte es aber – wie du schon sagst – tatsächlich keine Probleme geben.

        • Elia

          Hallo Katrin, das ist auf jeden Fall eine interessante Idee. Mir ist nur grad auch noch eingefallen, dass Stückseife auch auf Reisen einige Vorteile gegenüber lauter Behältnissen mit Flüssigkeiten (die gern auch mal auslaufen ;-)) mit sich bringt. Ich nehme tatsächlich immer etwas Roggenmehl mit, welches ich mir dann frisch zu einem Shampoo (https://www.smarticular.net/roggenmehl-statt-shampoo-erfahrungen/ anmische. :-)

  • Katha und Chris

    Hallo zusammen,

    danke für die tolle Seite und die super Beschreibungen. Gerade eben

    haben wir unsere erste selbstgemachte Seife geschnitten und zum

    trocknen in den Keller getragen. Wir sind total begeistert.

    Wir sind darauf gekommen, da uns die Plastikflut für Shampoo,

    Handseife, Waschmittel etc. einfach total nervt.

    Nun haben wir das Grundrezept ausprobiert was super geklappt hat.

    Gerne würden wir uns nun auch an die Haarwaschseife wagen.

    Was wir beim Grundrezept etwas schwierig fanden war eher das besorgen

    der ganzen Öle. Vor allem Reiskeimöl was dann natürlich auch nur

    wieder in Plastikflaschen zu kriegen war, genauso wie Sojaöl.

    Da wir noch keine Erfahrung hatten, haben wir uns mal ans Rezept

    gehalten. Doch bevor wir nun die Haarwaschseife herstellen wollte ich

    mal fragen wie das mit den Ölen ist.

    In der Haarwaschseife ist zum Beispiel Bambusöl, Rizinusöl etc.

    drin, wie könnten wir dieses nun z.B. durch ein eher lokales Öl

    ersetzen? Ich mein Bambusöl kommt sicher nicht aus Deutschland und

    Rizinusöl weiß ich, dass es Hauptsächlich aus Brasilien, Indien,

    China kommt.

    Warum also diese exotischen Öle?

    Habt ihr einen Artikel darüber wie die Ölauswahl getroffen werden

    kann?
    Oder kann es uns jemand erklären?

    Wir freuen uns auf einige Antworten und auf die nächste Seife natürlich.

  • Katha und Chris

    Hallo zusammen,
    danke für die tolle Seite und die super Beschreibungen. Gerade eben haben wir unsere erste selbstgemachte Seife geschnitten und zum trocknen in den Keller getragen. Wir sind total begeistert. Wir sind darauf gekommen, da uns die Plastikflut für Shampoo, Handseife, Waschmittel etc. einfach total nervt. Nun haben wir das Grundrezept ausprobiert was super geklappt hat. Gerne würden wir uns nun auch an die Haarwaschseife wagen. Was wir beim Grundrezept etwas schwierig fanden war eher das besorgen der ganzen Öle. Vor allem Reiskeimöl was dann natürlich auch nur wieder in Plastikflaschen zu kriegen war, genauso wie Sojaöl. Da wir noch keine Erfahrung haben haben wir uns mal ans Rezept gehalten. Doch bevor wir nun die Haarwaschseife herstellen wollte ich mal fragen wie das mit den Ölen ist. In der Haarwaschseife ist zum Beispiel Bambusöl, Rizinusöl etc. drin, wie könnte ich dieses nun z.B. durch ein eher lokales Öl ersetzen? Ich mein Bambusöl kommt sicher nicht aus Deutschland und Rizinusöl weiß ich, dass es Hauptsächlich aus Brasilien, Indien, China kommt.

    Warum also diese exotischen Öle?

    Habt ihr einen Artikel darüber wie die Ölauswahl getroffen werden

    kann?
    Oder könnt ihr es uns erklären?

    Wäre toll von euch zu hören.

    Danke und Grüße

    Katha und Chris

    • Maximilian Knap

      Hallo ihr zwei, zunächst mal freuen wir uns sehr über euer Lob und auch darüber, dass euch Alternativen zu herkömmlichen Produkten und das Seifensieden so interessieren. Wie Mark ja auch schon geschrieben hat, besitzt jedes Pflanzenöl eine andere Zusammensetzung und andere Eigenschaften. Um bestimmte Pflegeeigenschaften zu erhalten, werden deshalb in vielen Rezepten unterschiedliche Öle gezielt miteinander kombiniert.

      Auf keinen Fall sollte man einfach ein Öl durch ein anderes ersetzen, denn das würde die Überfettung im Resultat verändern. Um die richtige Menge Wasser und Natriumhydroxid (NaOH) zu ermitteln, sollte man bei veränderten Ölanteilen immer einen Seifenrechner bemühen und die exakte Menge NaOH in Gramm ermitteln, z.B. diesen hier:

      http://naturseife.com/Seifenrechner/default.htm

      Viel Erfolg und liebe Grüße!
      Maximilian

    • Hast du mittlerweile gute lokale Alternativen gefunden und den Seifenrechner verwendet, um ein gutes Mischverhältnis zu bekommen?

  • Ma Wat Anners

    Hallo und danke für das tolle Rezept :) Wieviele Wochen sollte die Seife denn mindestens reifen? LG

    • Maximilian Knap

      Die Seife muss mindestens vier Wochen Reifen, besser sind sechs bis acht Wochen – sie wird dabei immer besser und milder. Liebe Grüße!

  • katja

    Hallo kurze Frage:
    ist es auch möglich die 50 g Traubenkernöl,
    30 g Avocadoöl und
    30 g Babassuöl durch ein anderes Öl zu ersetzten? zB. durch Mandelöl und Macadamiaöl, Granatapfelöl?

    Copyright © smarticular.

    • Maximilian Knap

      Hallo Katja, andere Öle sind möglich, dadurch ändern sich dann jeweils auch die Eigenschaften der Seife leicht je nach Öl. Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos… Bei Veränderungen musst du jedoch immer die benötigte Wasser- und NaOH-Menge ganz genau berechnen, am besten mit einem Seifenrechner: http://naturseife.com/Seifenrechner/default.htm
      Viel Erfolg und liebe Grüße, berichte doch mal über deine Ergebnisse!

  • Kerstin

    Hallo,
    ich bin begeistert von Euren Tipps und Rezepten! Aber ein Shampoo zum selbermachen, was mir taugt, habe ich leider noch nicht gefunden. Jetzt bin ich auf die Shampooseife aufmerksam geworden. Jedoch habe ich gelesen, dass diese nichts für gefärbtes Haar ist. Meine Haare sind mit Pflanzenhaarfarbe (Culum Natura) gefärbt. Hat jemand Erfahrrung, ob das dann klappt? Was genau an der Rezeptur könnte sich mit der Haarfarbe nicht vertragen? Was passiert dann? Zieht es die Farbe raus oder kommt es zu einer chemischen Reaktion? Ich freue mich über jeden Tipp.
    Danke, Kerstin

    • Maximilian Knap

      Hallo Kerstin! Das einzige mögliche Problem der Haarseife für gefärbte Haare dürfte wohl der eher basische pH-Wert darstellen. Es muss natürlich nicht miteinander reagieren, könnte aber, kommt sicher auf einen Versuch an. Durch den basischen pH-Wert könnten ggf. die Farbpigmente eher angegriffen werden, als dies bei einem ph-neutralen Mittel (Wasser) der Fall wäre.
      Hast du schon die Haarwäsche mit Roggenmehl probiert? Viele Leser-/innen sind begeistert, und das ist eine der schonendsten und natürlichsten Methoden: http://www.smarticular.net/haarwaesche-mit-roggenmehl-natuerlich-pflegend-und-vegan/

  • Vivi

    Hallo :) könnte man das kokosöl auch weglassen oder ersetzen? :)

    • Maximilian Knap

      Hallo Vivi, im Prinzip lässt sich aus allen Pflanzenölen Seife herstellen, je nach Zusammensetzung besitzen die fertigen Seifen dann aber sehr unterschiedliche Eigenschaften. Denkbar wäre es schon, z.B. Sonnenblumenöl, Olivenöl, Weizenkeimöl o.ä. zu verwenden, es wäre dann aber eine andere Seife und u.U. nicht mehr so gut als Shampoo-Ersatz geeignet. Außerdem solltest du beachten, dass jedes Öl unterschiedlich verseift und ggf. eine andere Menge Natriumhydroxid notwendig ist – in jedem Fall solltest du einen Seifenrechner zu Rate ziehen (http://naturseife.com/Seifenrechner/default.htm).
      Viel Erfolg und liebe Grüße!

  • Anett Johanna Schaaf

    Ich habe am Wochenende die Haarseife ausprobiert. Gestern Abend konnte ich nun das Seifenstück in kleinere, handlichere Stücke schneiden und habe sie in meinem Flur (dort ist es im Sommer und Winter gleich kühl) in einen dunklen Schrank verfrachtet. Jetzt heißt es nur noch: abwarten!
    Ich habe aber mal eine Frage: Ist es möglich, mein derzeitiges Lieblingsöl – nämlich Arganöl – anstelle von Kokosöl zu nehmen?

    • Maximilian Knap

      Leider kann man die Öle nicht einfach 1:1 gegeneinander austauschen, da jedes Fett andere Eigenschaften besitzt und somit auch die Eigenschaften der fertigen Seife beeinflusst. Zudem wird ggf. eine abweichende Menge NaOH + Wasser benötigt, mit einem Seifenrechner kannst du zumindest das ziemlich exakt berechnen. Ansonsten: Einfach mal testen, z.B. indem du beim nächsten Mal zwei kleinere Chargen anstatt einer größeren herstellst. Dann hast du den direkten Vergleich (und kannst gleich hier berichten ;-) ) Liebe Grüße!

  • Ich bin neu in der „Do-it-Yourself“ Branche und habe schon vor einigen Wochen hier die Berichte über harte Seife gelesen. Dann war ich auf dem Weihnachtsmarkt und habe einen Stand gefunden bei dem harte Seife verkauft wird, auch Haarseife. Ich teste seit ein paar Tagen mich nur mit harter Seife zu waschen, doch kommen einige Fragen auf.

    Beim Einseifen ist alles ok aber sobald ich meine Haare mit Wasser ausspüle, quietschen meine Haare beim drüber streichen. Ist das normal?

    Wenn bei der Herstellung von Seife etwas ätzendes verwendet wird, warum kann ich die Seife einfach so auf meiner Haut verwenden?

    Ist es wirklich günstiger sich mit harter Seife zu waschen? Zum Testen wiege ich die Seifen täglich und sie verlieren durchschnittlich 3 Gramm pro Tag. 50 Gramm Seife haben 3,50 EUR gekostet.

    Kann ich bei der Herstellung von Seife auch Silikonförmchen nehmen oder lösen sich Kunststoffe die ich mir dann womöglich ins Gesicht reibe?

    Gibt es ein „Do-it-Yourself“ Forum bei dem es hauptsächlich um natürliche Zutaten geht und man einige Fragen stellen kann?

    • Marla

      Ob es günstiger ist, seine Haare mit Haarseife zu waschen kann man pauschal nicht sagen. Jeder hat andere Haar-Bedürfnisse und verwendet daher unterschiedliche Shampoos.
      Wer immer mit hochwertigem Bio-Shampoo wäscht, könnte sicher Geld sparen. Wer mit Water-Only wäscht, spart mit Seife gar nix.

      Die NaOH-Lösung und Öle reagieren zur Seife, von der Lauge bleibt nichts mehr übrig, sofern man richtig gerechnet hat. Deshalb sollte man auch nicht blind drauf los experimentieren, sondern lieber mit bewährten Rezepten aus vertrauenswürdigen Quellen arbeiten sowie sich um einen Seifenrechner bemühen.

      Für die Herstellung der Seife kannst du Silikonformen nehmen. Aber wenn man im Internet recherchiert, liest man doch häufig, dass Silikone ab 150 Grad in den Inhalt übergehen. Wenn du ganz sicher gehen willst, nimmst du lieber eine andere Form.
      Liebe Grüße!

      • Danke für deine Antworten. Was für Formen kann man denn sonst noch verwenden? Aluminiumformen sollte man wohl auch meiden, wenn schon Aluminiumtöpfe zum Anrühren abgeraten werden (warum eigentlich?). Und bei den Holzformen muss man wohl auch auf den Lack achten. Kannst du es empfehlen einen größeren Seifenblock in einer große Holzform zu gießen und dann das fertige Produkt mit einem Messer einfach nach Augenmaß zu schneiden? Oder ist sogar eine Schneidemaschine für Seife empfehlenswert?

        Kannst du ein Forum empfehlen? Weil ich habe unglaublich viele Fragen :D

        • Marla

          Eine feste Form aus Holz ist schwierig, da du sie hinterher schlecht rauslösen kannst. Es gibt im Bastelladen Seifenformen, die sind zwar auch aus Plastik, aber die sind extra dafür hergestellt worden. Frag am Besten im Bastelladen nach. Wenn die Seife nach dem Trocknen nicht aus der Form zu bekommen ist, einfach eine kurze Zeit ins Gefrierfach legen. Eine Schneidemaschine ist nicht extra notwendig, ein scharfes Messer reicht aus. Ein Forum extra dafür kenne ich nicht, aber wir geben uns hier große Mühe, möglichst alles zu beantworten :) Liebe Grüße!

        • Der Topf sollte aus Edelstahl sein, weil man ja darin zunächst eine scharfe Lauge mit Natriumhydroxid herstellt. Das unedle Aluminium würde von der Lauge angegriffen werden.

          • Ist es empfehlenswert einen separaten Topf aus Edelstahl für die Seifenherstellung zu nehmen? Kann es sogar bedenklich sein den Topf auch für Lebensmittel zu verwenden? Ich habe vor einen günstigen Topf aus Edelstahl extra für die Seifenherstellung zu kaufen, doch habe ich auch schon oft gelesen, dass diese sehr schnell rosten. Ist Rost sehr gefährlich für die Haut, falls es vom Topf in die Seife übergeht? Könnt ihr bestimmte Töpfe oder Marken direkt empfehlen?

          • Ein separater Topf ist nicht nötig. Die Lauge (sowie auch der spätere Seifenleim) ist wasserlöslich und lässt sich einfach abwaschen. Wir machen auch Seife, Waschmittel und Suppe – alles in ein und demselben Topf :-)

    • Schau doch mal im Seifentreff, das ist ein Forum, in dem es nur um Seife machen geht:
      http://www.seifenforum.de/

  • Steffi

    Hallo, ich interessiere mich sehr für die Haarseife.
    Ich habe hüftlange, glatte Haare, die ich mit folgenden Inhaltsstoffen gefärbt habe:
    (Lawsonia Inermis (Henna) Leaf Powder*, Beta Vulgaris (Beet) Root Powder, Juglans Regia (Walnut) Shell Powder, Indigofera Tinctoria (Indigo) Leaf Powder, Indigofera Argentea (Indigo) Leaf Powder, Maltodextrin, Betaine, Algin).
    Hat jemand von Euch schon mit Henna gefärbten Haaren und der Haarseife Erfahrungen? Wie wirkt es sich auf die Farbe und die Haltbarkeit der Farbe aus?
    Danke für Eure Hilfe.

  • Jamie Pie

    Hallo, super Idee, vielen Dank! Ich habe bisher nur mit selbst gemachtem Shampoo meine Erfahrungen gesammelt, werde mich der Haarseife jedoch definitiv in den Semesterferien widmen! Wen es interessiert:
    1/2 l Tee aus frischem Rosmarin, Thymian & grünem Tee aufgießen, 1h ziehen und abseihen. Etwa den gleichen Teil flüssige Bioseife sowie 1tl Traubenkernöl, 1tl Rizinusöl, 20 Tropfen Teebaumöl, 1EL Honig und für den Duft 100ml Rosenwasser und 10 Tropfen eines guten ätherischen Öls (ich habe Zitrone genommen) vermengen (nicht schütteln!) und in leere Shampoo Flaschen füllen. Vor Verwendung leicht schwenken, damit sich alle Zutaten gut vermengen.
    Man benötigt lediglich eine geringe Menge pro Haarwaschgang und als Spülung (oder „Conditioner“) nehme ich einen Schluck Apfelessig in einer Tasse Wasser. Über Kopfhaut und Haare geschüttet, stellt er den natürlichen pH-Wert meiner Kopfhaut wieder her und glättet meine Haare. Anfangs waren meine Längen etwas fettig von dem Shampoo, aber nicht aufgeben, beim Waschen auf die Kopfhaut konzentrieren und schön ordentlich ausspülen. Das Haar muss sich erst an die Umstellung gewöhnen. Ich hatte immer feines, schnell fettendes Haar-nun komme ich drei, vier Tage ohne waschen aus und mein Haar ist gesünder denn je. Gerne selbst mit den Inhaltsstoffen experimentieren ?
    Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht, auch sogar allein mit dem Apfelessig!

  • Coco Coco

    Gibt es auch eine feste Seife OHNE Natronlauge hergestellt ?

    Ich habe lange blondierte und kaputte Haare.
    Meine Erfahrungen mit fester Seife waren nicht gut.
    Es blieb nach dem Waschen ein weißer Schmier in den Haaren, den ich nur nach zigmaligem Waschen, mit Wasser spülen, ca. 2 x 30 Min. und einem Tiefenreinigungsshampoo entfernen konnte.

    Nun hab ich Inhaltsstoffe gefunden, für ein festes Shampoo, ohne Natronlauge. Denn ich glaub, der Verseifungsprozess ist der Übeltäter für den Schmier.
    Auf Basis von Kokosöl, mit einer Zuckerart
    Inhaltsstoffe:
    Cocosnuss Öl
    Oliven Öl
    Kakaobutter
    Vitamin F

    Hat das schon mal jemand gemacht und kennt ein Rezept?

    • Marla

      Für die Verseifung braucht es eine Lauge. Mit der Herstellung von Seife ohne Lauge haben wir noch keine Erfahrung gemacht. Du kannst deine Frage auch den Lesern auf facebook stellen: https://www.facebook.com/groups/smarticularlesertalk/ hier wird recht schnell geantwortet. Viel Erfolg!

  • Eva Bongartz

    Ich hab‘ sehr gute Erfahrungen mit verschiedenen Naturseifen fürs Haarewaschen gemacht, meine liebste gekaufte ist die „schwarze Seife“ aus Afrika, die einen hohen Anteil an Asche enthält und extrem mild und angenehm ist.
    Für alle meine Seifenstücke habe ich mir aus einem Kunstfasergarn SEIFENSÄCKECHEN gehäkelt, in der Art wie man richtige Einkaufstaschen rund häkelt, nur eben viel, viel kleiner und ohne Henkel, aber mit einem Luftmaschenketten-Bändchen am oberen Rand eingezogen, zum Zubinden mit Schleife, zum Wiederöffnen und Neubefüllen. In einem Säckchen dieser Art sammle ich z.B. auch meine Seifenreste und so lassen sie sich wunderbar restlos verwenden.
    Was generell toll dabei ist: die Seife schäumt durch das umgebende Säckchen ganz feinporig, ideal zur Anwendung, damit man schnell und leicht, aber nicht zu viel Seifenschaum erhält, ausserdem macht es so verpackt fast keine unschönen Seifenspuren auf der Waschbeckenablage, falls mal ohne Seifenablageschale dort abgelegt.
    Probiert es doch auch mal aus, wenn Ihr wollt!

    • Marla

      Hallo Eva, vielen Dank für deine tolle Idee! Ich selbst nutze das Ende von alten Nylonstrümpfen oder alte Probiersöckchen, aus dem Laden (ich kann nicht häkeln ;) ) Ganz liebe Grüße!

  • Birgit Daub

    Jetzt ist es um mich auch geschehen ???der Seifenvirus hat mich befallen und ist nicht mehr weg zu kriegen?? macht einen riesen Spass und ist so praktisch , den Keller voll mit Seifen die jetzt erst mal alle reifen müssen, die einen länger die anderen kürzer ??

    • Marla

      hallo Birgit, wie schön! Die Haarseifen sind auch ein schönes Geschenk für Freunde finde ich. Weiterhin viel Freude beim Seifensieden!

  • Nach 4 Wochen Reifezeit war es nun an der Zeit den PH-Wert zu messen. Dafür habe ich in der Drogerie Streifen gekauft, die den PH Wert zwischen 4,5 und 9,0 messen können. Nach der Farbe des Teststreifens her hat meine Seife jetzt jedoch einen höheren PH Wert als 10. In welchem Bereich darf der Wert bei Haarseifen denn liegen? Hier steht nur dass beim Reifen der PH-Wert sinkt aber von wo bis wohin? 13 auf 10? 10 auf 7? Gibt es Werte die gar nicht gut für die Haut sind?

    • Der pH-Wert von Naturseifen pendelt sich normalerweise zwischen 9 und 10 ein, je länger die Reifezeit, desto niedriger der pH-Wert. Sehr viel tiefere Werte sind jedoch chemisch gesehen nicht möglich, schon gar keine Werte im sauren Bereich (unter 7-7,5). Grundsätzlich ist der pH-Wert von Seife aber nicht schlecht für die Haut, sondern hilft ihr sogar, sich selbst zu regulieren und zu entgiften. Nach dem Waschen immer gut ausspülen.

  • Sabine Pfab

    Super Idee mit der Haarseife und ich möchte das unbedingt ausprobieren!. Allerdings frage ich mich ob ich Kaffee anstatt Bier verwenden kann.Kann ich diese Seife auch als Hand-bzw. Haarseife hernehmen? Da wir eher zu trockene Haut bzw Haare neigen, wie niedrig soll dann der NaoH-Anteil sein?

    • Marla

      Hallo Sabine, statt Bier kannst du auch Kaffee benutzen. Wenn du eine Seife für die Hand herstellen willst, ein Rezept für Kaffeeseife haben wir hier: http://www.smarticular.net/seife-mit-kaffeesatz-warum-denn-das/ Laut Erfahrungsberichten verschwindet trockene Haut durch Naturseifen automatisch. So pauschal kann ich das nicht sagen. Probiere es einfach erstmal nach dem Rezept aus und benutze den Seifenrechner, falls du etwas an der Menge der Zutaten verändern möchtest. Liebe Grüße und viel Erfolg!

  • Jessy Ca

    Ich habe jetzt zum ersten Mal meine eigene Seife hergestellt. So auch die Haarseife. Die ist aber im Gegensatz zu der selbst gemachten Kernseife sehr sehr weich und ich musste sie länger stehen lassen um die überhaupt in Stücke schneiden zu können. Auch jetzt fühlt sie sich noch sehr weich und extrem feucht an. Hoffe das ist normal und ändert sich bei der Reifung noch ein bisschen…

    • Das kann von überschüssigem Wasser oder Öl kommen, deshalb ist genauestes Abwiegen besonders wichtig. Mit der Zeit sollte die Seife aber noch fester werden, dann verdunstet auch überschüssiges Wasser. Liebe Grüße!

  • Bigi

    Klingt an sich super… nur das Natriumhydroxid finde ich etwas bedenklich… Ich glaube mich zu erinnern, dass das Zeug auch Ätz-Natron genannt wird. Und wohl zu recht… Werd mal nach ner Alternative forschen und die gegebenenfalls kund tun :)

    • Für die Verseifung braucht es eine starke Lauge, zum Beispiel die genannte mit NaOH (Ätznatron). Es gibt auch Seifen auf Basis von Kaliumlauge, das Ergebnis ist dann Schmierseife. Früher wurde die Lauge aus Pflanzenasche gewonnen. Liebe Grüße!

    • Kira

      Durch die chemische Reaktion mit den Fetten wird das NaOH umgewandelt (Verseift). Deswegen musst du auch die richtige Einsatzmenge mit den Fetten jedes mal neu ausrechnen, sobald du eine Veränderung am Rezept vornimmst. Wenn man die Sicherheitsregeln berüchsichtigt ist der Umgang mit NaOH kein Problem, aber ohne Lauge erhälst du leider auch keine Seife

  • Katrin

    Hallo, ich habe eure Seite vor ein paar Tagen entdeckt und bin begeistert! :D Was man alles selber machen kann… und vieles so einfach… 3 Sachen habe ich schon ausprobiert, jetzt warte ich bis die Kastanien von Baum fallen ;)

    Nun meine Frage: könnte man nicht aus der festen Haarseife einfach flüssige Haarseife machen? Wie das Rezept für Flüssigseife?? Müsste doch gehen oder? Ich stell mir das schwirig vor ein Stück Seife in den Haaren zu verteilen…

    • Kira

      Ist absolut nicht schwierig. Einfach mit dem Seifenstück immer wieder über den Kopf fahren und somit aufschäumen.

      Wenn du die Seife raspelst und mit Wasser verdünnst musst du leider auch konservieren, wie oben bereits mehrfach beschrieben wurde… Außerdem wird das sobald es abkühlt eher eine breiige Pampe und nicht homogen flüssig, wie du es von Duschgel und Co. kennst.
      also ich bevorzuge da das Stück an sich deutlich! Weniger Aufwand und bessere Handhabe.

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