Selbstgemachte Naturseife – dein erstes Rezept

Selbstgemachte Naturseife - dein erstes Rezept

Nachdem du die theoretische Einleitung und die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Herstellen deiner eigenen Naturseife gelesen hast, brennst du sicherlich darauf, endlich loszulegen.

In diesem Beitrag beschreiben wir ein einfaches Rezept für den Einstieg.

Wir verwenden vier Öle, die in vielen Haushalten schon vorhanden und auch leicht im Supermarkt erhältlich sind: Kokosnussöl, Rapsöl, Reiskeimöl und Sojaöl. Es lohnt sich beim Seifensieden hochwertige Öle zu verwenden, da sich dies auf die Qualität deiner Seife auswirkt.

Kokosöl ist eine gute Basis für Seife, es bildet guten Schaum und reinigt sehr gut. Allerdings sollte der Anteil von Kokosöl im Verhältnis zu anderen Ölen nicht zu hoch sein, da die Seife dann stark entfettet und die Haut austrocknet. Kokosöl ist sehr vielseitig einsetzbar. Mehr Anwendungsbereiche findest du hier.

Rapsöl dagegen gibt deiner Seife Feuchtigkeit und empfiehlt sich besonders für empfindliche Haut. Auch Reiskeimöl und Sojaöl sind gut für empfindliche und gereizte Haut. Sie beinhalten beide viel Vitamin E und noch einige andere wertvolle Inhaltsstoffe.

Zutaten für dieses Naturseifenrezept

Für dieses Rezept benötigt du folgende Zutaten:

  • 250 Gramm Kokosöl
  • 200 Gramm Rapsöl
  • 75 Gramm Reiskeimöl

  • 75 Gramm Sojaöl
  • 87 Gramm Natriumhydroxid (gibt es z.B. online)
  • 200 Gramm destilliertes Wasser

Das Verhältnis zwischen den Fetten und dem Natriumhydroxid bestimmt maßgeblich die Eigenschaften der Seife.

Mit der angegebenen Menge von 87 Gramm NaOH erhältst du eine Seife, die ca. 6.5% überfettet ist. Du solltest die benötigte Menge NaOH mit einer elektronischen Waage genau abmessen. Verwende nicht mehr als 87 NaOH für dieses Rezept, da die Seife sonst zu scharf wird.

Hilfsmittel für das Seifensieden

Bevor du mit der Seifenherstellung beginnst, prüfe noch einmal ob alle Hilfsmittel bereit liegen:

  • ein hoher Topf aus Edelstahl für zirka 3-4 Liter
  • ein zweiter Topf zum Schmelzen der Fette
  • ein Holzkochlöffel zum Umrühren
  • ein Mixstab mit Stahlmesser
  • Behälter zum Abfüllen der Seife – Silikon-Backformen, Tupper-Dosen, gebrauchte Eisbehälter oder spezielle Holzkisten sind dafür geeignet
  • elektronische Küchenwaage
  • Schutzbrille (keinesfalls ohne arbeiten!!)
  • Gummihandschuhe

Vorgehensweise

Zur Herstellung der Seife folgst du der Beschreibung in diesem Beitrag. Bevor du beginnst, lies bitte noch einmal gründlich die Sicherheitshinweise!

Wichtig bei diesem Rezept ist, dass das Kokosöl zuerst erwärmt und dadurch flüssig wird. Danach gibst du die anderen Öle hinzu und lässt die Mischung auf Zimmertemperatur abkühlen. Die Öle sollten nicht wesentlich wärmer sein, wenn du sie mit der Lauge vermischt.

Bei diesem Rezept verzichten wir auf das Hinzugeben von Duftstoffen. Falls du schon etwas experimentieren willst, kannst du ein paar Tropfen eines Duftes deiner Wahl hinzugeben. Beachte jedoch, dass der Seifenleim dadurch sehr schnell fest wird und du dadurch flinker gießen musst.

Zusammenfassung

Nach drei bis sechs Wochen Wartezeit erhältst du mit diesem Rezept zirka 800 Gramm deiner ersten Seife! Ob für den eigenen Haushalt oder als Geschenk, dies ist ein Produkt, auf welches du stolz sein wirst.

Wie bei allen Seifen solltest du sie jedoch erst testen, bevor du sie verschenkst!

Wenn du weitere Informationen benötigst, findest du die anderen Beiträge zur Seifenherstellung hier:

  1. Naturseifen selbst herstellen – eine Einführung
  2. Naturseifen herstellen – der Ablauf
  3. Selbstgemachte Naturseife – dein erstes Rezept
  4. Naturseife selber machen – weiterführende Informationen
  5. Rezept: Seife mit Kaffeesatz – gegen Orangenhaut und mit Peelingeffekt
  6. Rezept: Weihnachtsseife mit Zimt, Anis und Salbei
  7. Rezept: Olivenseife – der Klassiker
  8. Shampoo-Seife: immer parat und perfekt für Reisen
  9. Kernseife selber machen – Alleskönner im Haushalt

Wenn du mehr über dieses tolle Hobby erfahren möchtest empfehlen wir dir dieses Buch:

Mehr zum Thema grüne Kosmetik zum Selbermachen findest du in diesem Buch:

Wenn du andere Pflegeprodukte und Haushaltsmittel selbst herstellen möchtest, empfehlen wir diese Beiträge:

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52 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ute

    Ist die Naturseife (aus eurem Rezept)auch zum Haarewaschen geeignet oder besser den Waschbar mit SLSA machen?
    Hab ein Seifenstück von MA PROVENCE (dm) zur Probe und nach eurem Tip mit Zitronenspülung fetten die Haare weniger nach.Würde das nächste Seifenstück gerne selber herstellen.
    Lieber Gruß,
    Ute

    Antworten
    • smarticular.net

      Liebe Ute, dieses Rezept ergibt eine allgemeine Hautpflegeseife. Für eine Haarseife könntest du stattdessen dieses Rezept ausprobieren: https://www.smarticular.net/rezept-shampoo-seife-selber-machen-immer-parat-und-perfekt-fuer-reisen/
      Wenn der naturgemäß höhere pH-Wert der Seife nicht gewünscht ist oder nicht so gut vertragen wird, dann ist das von dir erwähnte feste Shampoo eine bessere Wahl: https://www.smarticular.net/shampoo-bars-grundrezept-anleitung-festes-shampoo-herstellen-ohne-seife/
      Liebe Grüße!

    • Ute

      Vielen Dank????Ich werde meine Ölzusammensetzung auf Oliven- Kokos- und Rhizinusöl beschränken (300,160, 30ml)und dann meine NaoH Menge mittels Seifenrechner bestimmen..?
      Ich tu mich schwer andere Öle zu bestellen( Kroatien), außerdem hab ich eigenes Olivenöl und benutze am liebsten was ich schon hab????
      Vielleicht geb ich etwas Zeolith dazu, in meinem jetzigen Seifenstück ist weiße Heierde dabei.
      Berichte euch dann, wie ich zufrieden bin.????

  2. Cat Raven

    Danke für die Tolle Anleitung. Leider ist das Natrumhydroxid über den Link nicht Verfügbar.

    Antworten
    • smarticular.net

      Vielen Dank für den Hinweis, das wird sogleich korrigiert!

  3. Jessi

    Vielen Dank für die tolle Anleitung! Wie verfahre ich aber in Schritt 2, wenn ich keine festen Fette habe? Im Naturseifenrezept habe ich jetzt nur flüssige Fette (Öle) gesehen. Muss ich diese dann auch erhitzen?
    Eine weitere Frage habe ich noch: Ich bestelle mir immer Haarseife und würde diese gerne selber herstellen. Was muss ich da bei der Herstellung beachten? Habt ihr dafür auch Rezepte?

    Antworten
  4. Sylvia

    Hallo! Kann ich gedämpftes Kokosfett nehmen oder ist es wichtig, natives Kokosnussöl zu verwenden?

    Antworten
    • Marla

      Hallo Sylvia, du kannst auch gedämpftes Kokosfett benutzen. Es hat die gleichen Eigenschaften, wie natives Kokosöl, schmeckt und riecht dabei aber neutral. Liebe Grüße!

  5. Stefanie Steinwender

    Hallo, ich möchte auch anfangen Seife herzustellen, und habe auch noch kein Reiskeimöl gefunden. Jedenfalls hab ich dann mal beim Seifenrechner rum gespielt und da ist mit aufgefallen, dass bei eurer Angabe von 87gramm NaOH ein Überfettungswert von fast 12% raus kommt… Habe ich da einen Eingabefehler oder habt ihr euch da vertippt?
    Beste Grüße
    Steffi

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Steffi, wie berechnest du die Lauge? Wir verwenden gern den Seifenrechner von naturseife.com (http://www.naturseife.com/seifenrechner/seifenrechner.asp). Allerdings können mit anderen Rechnern auch jeweils leicht andere Ergebnisse herauskommen. Zudem sind auch die Eigenschaften und Zusammensetzung der natürlichen Zutaten nicht immer zu 100 Prozent vorhersagbar, weshalb das Seifensieden auch immer ein bisschen Ausprobieren erfordert. Wir haben mit der genannten Mischung sehr gute Erfahrungen gemacht, es existieren aber auch viele andere bewährte Rezepte für Einsteiger. Viel Erfolg und liebe Grüße!

    • Stefanie Steinwender

      Hallo, ich hab es bei verschiedenenen Rechnern eingegeben, aber es kam immer das selbe raus (siehe Foto). Oder wird die Flüssigkeit da auch mit eingerechnet? Ich habe ja nur die Öle ingetragen.

      https://uploads.disquscdn.com/images/fe006c0ddc02273ed68350ea06c6b48ed0d8b1bee9768ac3ddb061abb3f7347f.jpg

    • smarticular.net

      Es sind 200 g Rapsöl, nicht 250 :-)

    • Stefanie Steinwender

      Haha, na wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Vielen Dank ;)

    • Marla

      Super, danke!

      2017-11-02 9:27 GMT+01:00 Disqus :

  6. Tobi

    Hallo, habe vor kurzem meine erste Seife mit eurer Anleitung gemacht. War eine echt befriedigende Arbeit und ich freue mich sie in 6 Wochen zu testen!
    Da ich jetzt eine weitere Seife für die Haare machen möchte, ein paar Fragen:
    – Sollte man generell eher kaltgepresste Öle verwenden oder tun es auch die günstigeren?
    – Außerdem, wie viel Prozent überfettet sollte eine Haarwaschseife für normales (bis gelegentlich trockenes) Haar haben?
    – Könnt ihr Tetrapacks (zB Milchkartons) als Gussform empfehlen?
    Liebe Grüße

    Antworten
    • Marla

      Hallo Tobi, für die Herstellung von Naturkosmeptikprodukten würden wir eher zu hochwertigen Ölen tendieren. Deine Frage zur Prozentzahl deiner Haarseife kannst du am besten in unserer Facebook-lesergruppe stellen: https://www.facebook.com/groups/smarticularlesertalk/ die dir diese Frage bestimmt beantworten können. Tetrapaks würden wir nicht empfehlen, da sie von innen mit einer dünnen Plastikschicht beschichtet sind, die sich beim Einfüllen von heißen Flüssigkeiten sicher zersetzen und in die Flüssigkeit übergehen könnte. Liebe Grüße!

  7. Claudia

    Ich habe mal eine etwas abweichende Frage: Was macht ihr mit der eventuell noch übrigen konventionellen Seife?
    Ich habe kürzlich bei meiner Schwiegermutter ein riesiges Glas voller Hotelseifen gefunden. Ich möchte diese unbekannten Seifen nicht unbedingt zur Körperpflege nutzen, aber zum Wegwerfen sind sie eindeutig zu schade.
    Welche Rezepte für Putzmittel und Co. wären auch mit normaler Seife statt Kernseife zu empfehlen?

    Antworten
  8. Rainer Raebel

    Hallo ich ein Anfänger und habe eine Frage.
    Ich möchte Seifenreste von selbst gesiedeter
    Seife wider einschmelzen. Mus ich da was beachten,
    Oder einfach nur in einem Wasserbad schmelzen
    Und wider reifen lassen.

    Antworten
    • Marla

      Hallo Rainer,

      gehe wie folgt vor:

      – Alle Seifenreste kleinschneiden
      – Ziehe dir sicherheitshalber Gummihandschuh an
      – Erhitze dein Wasserbad auf 70 bis 80 Grad Celsius
      – Gib deine Seifenreste unter Rühren in einen kleinen Topf in dem du etwas Wasser hinzugefügt hast (nimm nicht zu viel, sonst wird die Seife nicht hart)
      – Schalte den Herd etwas runter
      – Rühre ab und zu bis sich die Seife verflüssigt hat
      – Gib die Seife in neue Seifenformen
      – lasse sie etwa 4 Wochen lang fest werden

      Gutes gelingen! Viele Grüße!

  9. Nora Bürkle

    Hallo, kann ich auch Farbstoffe zu diesem Rezept hinzugeben? Oder geht das nicht?
    LG

    Antworten
    • Marla

      Hallo Nora, wir haben es selbst noch nicht mit Farbstoffen ausprobiert. Aber ich denke, dass das kein Problem sein sollte. Berichte uns gern über dein Ergebnis! Liebe Grüße!

  10. Maria

    Hallo, Entschuldigung ich hab eine Frage. Kann ich statt Reiskeimöl auch anderes Keimöl, wie Maiskeimöl verwenden. Oder verändert sich dadurch die NaOH Menge? Ich konnte ich keinem meiner Supermärkte Reiskeimöl bekommen

    Antworten
  11. Marc Ebel

    Hallo! Ich würde gerne wissen, ob es zwingend nötig ist, verschiedene Pflanzenöle zu verwenden, oder ob man auch nur eines (zB Olivenöl) nehmen kann. Hintergrund meiner Frage ist, dass ich mit Olivenöl einen Kaltauszug aus Quittenschalen machen will (=Quittenöl) und dies zur Herstellung einer nach Quitte duftenden Seife verwenden möchte. Die muss nicht unbedingt auch noch nach Kokos oder anderem duften. Oder hat das Mischen verschiedener Öle chemische Gründe? Freue mich auf Antworten, Marc

    Antworten
  12. Marc Ebel

    Hallo! Ich würde gerne wissen, ob es zwingend nötig ist, verschiedene Pflanzenöle zu verwenden, oder ob man auch nur eines (zB Olivenöl) nehmen kann. Hintergrund meiner Frage ist, dass ich mit Olivenöl einen Kaltauszug aus Quittenschalen machen will (=Quittenöl) und dies zur Herstellung einer nach Quitte duftenden Seife verwenden möchte. Die muss nicht unbedingt auch noch nach Kokos oder anderem duften. Oder hat das Mischen verschiedener Öle chemische Gründe? Freue mich auf Antworten, Marc

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Hallo Marc, das ist schon möglich, allerdings variieren die Eigenschaften der fertigen Seife stark, je nach Zusammensetzung der Öle. Eine Seife nur aus Olivenöl würde kaum schäumen und wäre auch sehr weich. Deshalb mischt man z.B. mit Kokosöl, was dann zu besserer Konsistenz und Schaumbildung führt. Andere Öle verleihen wieder andere Pflegeeigenschaften, so kann man gezielt Seife für Haut, Haar, zum Rasieren oder sogar zum Zähneputzen machen. Wichtig ist noch zu wissen, dass je nach Zusammensetzung die verwendete Menge an Wasser und NaOH genau berechnet werden muss („Seifenrechner online“). Hier findest du unser Olivenölseife-Rezept: http://www.smarticular.net/olivenseife-selber-machen-der-pflegende-und-milde-klassiker/

    • Marc Ebel

      Vielen Dank für die Antwort. Wie ist es mit Mandelöl. Könnte ich anstelle von Kokosöl 20% Mandelöl zugeben? Was käme dabei heraus?

    • Maximilian Knap

      Hier gibt es eine schöne Übersicht über alle möglichen Öle und ihre Wirkung in der Seife: http://www.naturseife.com/seifenzutaten/eigenschaften-der-oele.htm
      In jedem Fall musst du aber den Seifenrechner benutzen, um für deine spezifische Öl-Mischung die richtige Menge Wasser und NaOH zu ermitteln: http://naturseife.com/Seifenrechner/default.htm

    • Marc Ebel

      Vielen Dank für die Infos!

  13. Mon Peci

    https://uploads.disquscdn.com/images/3e9661732071069c6d255b5d7ae97cd8339d6189d97de6d26301f43f46fa44d7.jpg

    Ich habe Kastanien gesammelt, ca 20 Stk.; diese geviertelt, mit kochendem Wasser übergossen, mind. 24h ziehen lassen; in diesen Kastaniensud dann 1TL Salz und das NaOH (als Lauge); mit Kürbiskernöl, Kokos und etwas Rizinusöl verseift — so eine wunderschöne Farbe ist dabei herausgekommen und sie wäscht sich super!!!

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Sie ist sehr schön geworden!

    • Lisa Marie

      Sieht total schön aus! Kann mir jemand sagen wo man so schöne Formen her bekommt?
      Danke schon im Vorraus!

    • Mon Peci

      hallo Lisa Marie, also ich habe die Mondform von hier: https://www.sansavon.com/seifenform-vollmond ansonsten einfach mal googeln nach Seifenformen (am besten wohl Silikonformen), da gibt es so viele Anbieter und so viele verschiedene tolle Formen! kleiner Tipp: die billigen Varianten (die aber genauso gut funktionieren) gibt es von chinesischen Anbietern :-)

  14. Gerlinde

    Seit April benutze ich meine eigene Seife. Ich benutze sie täglich. Ich wasche mich auch damit. Seitdem brauche ich keine Creme für mein Gesicht mehr, meine Haut ist seitdem nicht mehr trocken. Ich habe das Gefühl als würden die käuflichen Cremes und andere Dinge die Haut ehe austrocknen. Auch meine Lippencreme mache ich mir selber. Seitdem genügt 1-2 mal am Tag die Lippen einzucremen. Ich habe sehr trockene Lippen. Mit den käuflichen Lippencremes war ich den ganzenTag am eincremen.

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Die gleiche Erfahrung haben wir auch gemacht – wenn man regelmäßig Naturseife verwendet, ist trockene Haut Geschichte! Oft hört man, dass Seife die Haut austrocknet. Das gilt aber meiner Erfahrung nach vor allem für Creme-vorbelastete Haut, wenn man häufig synthetische Pflegeprodukte verwendet. Wenn man dagegen ab und zu mit basischer Seife den Säure-Schutzmantel der Haut „herausfordert“ (so empfinde ich das), dann werden die Selbstregulierungsmechanismen der Haut gestärkt, denn der pH-Wert reguliert sich ganz von allein schnell wieder ein. Im Ergebnis ist die Haut von Natur aus viel geschmeidiger, braucht weniger künstliche Pflege von außen. Ich bin sicher, dass die Kosmetikindustrie das ganz anders definieren würde ;-)

  15. Nina

    Eine Frage von einem absoluten Neuling: Kann ich meine Töpfe, Stabmixer, Messbecher etc danach noch benutzen oder muss ich alles neu kaufen?

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Mit Töpfen und einem Mixer aus Edelstahl wird hinterher alles problemlos sauber. Wir benutzen auch die normalen Küchengeräte und reinigen sie anschließend gründlich. Etwaige Laugenreste werden vollkommen unschädlich, wenn sie ausreichend stark mit Wasser verdünnt sind (beim Abwaschen), weil sich der pH-Wert dann von selbst angleicht. Und selbst die fertige Seife ist im Prinzip ungiftig, wenn auch nicht unbedingt lecker ;-) Man kann sie also einfach abwaschen, dann sind alle Utensilien wieder normal in der Küche nutzbar.

    • Jessy Ca

      Ich hab dazu auch eine Frage. Kann man die benutzten Utensilien danach einfach in der Spülmaschine reinigen?

      Schöne Pfingsten wünsche ich euch…

      LG Jessy

    • Marla

      Hallo Jessy, ja das sollte kein Problem sein. Danke und viele Grüße!

  16. Gudrun Schmieder

    Hier ein Foto von meiner selbst gemachten Naturseife. Ich habe die Seife in einer rechteckigen Springform(Lidl) gegossen, 24 Stunden den Verseifungsprozeß laufen lassen und anschließend die Figuren mit Keksförmchen ausgestochen. Auf den Fotos sieht man, dass es größtenteils ein Erfolg wurde. Beim nächsten Mal werde ich den Verseifungsprozeß 48 Stunden laufen lassen und dann ausstechen. Die Seife war noch fast zu weich. LG, Gudrun. :)))

    Antworten
  17. Gudrun Schmieder

    Ich habe ein Rezept von Leanne & Sylvain Chevallier(Seifen selbst gemacht):
    300 Gr. Palmöl, 220 Gr. Kokosöl, 480 Gr. Olivenöl, 139 Gr. Ätznatron, 350 Gr. Wasser, 30 Gr. Ätherische Öle(Herznote), Blütenblätter, wer mag.
    Man kann auch das halbe Rezept nehmen. Und die Menge des Ätznatrons immer besser nach unten korrigieren, wenn man die Hälfte des Rezeptes nimmt. Damit die Seife nicht zu basisch wird und den Säureschutzmantel der Haut angreift. Die Zungenspitze ist ein guter Tester für den richtigen PH-Wert der Seife. Wenn man mit der Zunge die Seife berührt und es prickelt auf der Zunge ist sie zu basisch(zu viel Ätznatron) und nicht zu gebrauchen. Schmeckt sie wirklich „seifig“ ist sie okay und man kann die Seife benutzen.
    Das obige Rezept ergibt fast 1,5 Kilo Seife. Gegossen in einer großen Königsform(Silikon) passt die Menge des Seifenleims perfekt. Ich habe es auch schon in eine quadratischen Springform gegossen und anschließend die Seife mit Dessertringen ausgestochen. Funktioniert wunderbar! LG, Gudrun. :-))
    PS: Ich finde das ist ein sehr praktisches Anfängerrezept, da man die meisten Zutaten schnell und einfach bekommen kann. Ich habe übrigens auch gleich eine 5-Kilo-Packung Ätznatron von Purux bei Amazon gekauft. Am Besten kühl, trocken und dunkel im Keller lagern.

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Danke für das Rezept und die Tipps, das werden wir testen, freu mich schon drauf! Machst du die Seife nur hobbymäßig für dich, oder verkaufst du sie auch? LG Maximilian

    • Gudrun Schmieder

      Nein, die Seife mache ich nur für mich, Mitbewohnerinnen, Familie und Bekannte. Als kleine Geschenke und Aufmerksamkeiten. Es ist gesetzlich nicht erlaubt eine solche Seife zu verkaufen. Das kann heftigen strafrechtlichen Ärger nach sich ziehen! Wenn man genügend Erfahrung hat kann man sicherlich einen legalen Seifenladen aufmachen. Den Weg sind wohl schon viele Frauen gegangen. LG, Gudrun. :-)

    • Maximilian Knap

      Das stimmt leider, die Anforderungen an das gewerbliche Seifensieden sind leider hoch, dank geschickter Lobbyarbeit haben es die großen Unternehmen geschafft, komplizierte Auflagen durchzusetzen, die für kleine Startups kaum zu erfüllen sind. So schafft man sich Konkurrenz vom Hals und macht natürliche Kosmetik und Seife zur Randerscheinung. Zum Glück kann man viele Rezepte ganz einfach zu Hause selber ausprobieren. Deo, Seife, Duschgel, Shampoo und einiges mehr kaufen wir schon lange nicht mehr, sondern machen es selbst. Meist so viel, dass es auch noch für Freunde und Familie reicht :-) Liebe Grüße!

  18. Maximilian Knap

    Petronella Prinz Toll, vielen Dank! Wir testen es mal, und dann gibt es auch einen neuen Einsteiger-Beitrag :-)

    Antworten
  19. Petronella Prinz

    Maximilian Knap Ich habe zwei Rezepte von mir rausgesucht, die evtl. in Frage kommen könnten.
    Für Veganer z.B. 250 Kokosöl, 200 Rapsöl, 75 Reiskeimöl, 75 Sojaöl.
    Wer schönes pflegendes Schweineschmalz dabei haben möchte: 300 Rapsöl, 250 Kokosöl, 250 Schweineschmalz, 200 Olivenöl.
    Die benötigte Wassermenge sowie den gewünschten Überfettungsgrad (also Menge an NaOH) bitte selbst im Seifenrechner ermitteln.

    Antworten
  20. Maximilian Knap

    Petronella danke für deine tolle Rückmeldung :-) welche Rezeptur würdest du für Anfänger empfehlen? Es gibt immer etwas das wir verbessern können :-)

    Antworten
  21. Petronella Prinz

    Da Olivenöl sehr langsam verseift, würde ich bei so einem hohen Anteil eine viel längere Reifezeit ansetzen. Ich lasse sie mindestens ein halbes Jahr reifen – nach einem Jahr ist sie noch viel besser und milder. Also mein Tip wäre ein Seifenrezept für Anfänger, welches eine nicht so lange Reifezeit benötigt. Ansonsten ist dieser Klassiker eine echt tolle Seife.

    Antworten

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