Graue Haare natürlich tönen ohne Chemie

Vergiss chemische Haartönungen: Grau werdende Haare können ganz einfach mit pflanzlichen Bestandteilen getönt werden, um einen frischen, natürlichen Look zu erhalten.

Wenn dunkle Haare im Laufe der Zeit grau werden, kann das sehr apart aussehen. Viele Frauen und Männer gefallen sich mit der veränderten Haarfarbe aber nicht und wollen etwas gegen graue Haare tun. Synthetische Tönungen oder Färbemittel können jedoch oft die Haare strapazieren und bedenkliche Stoffe enthalten, zudem sieht das Ergebnis manchmal unnatürlich einfarbig aus. Eine mögliche Alternative ist das Färben mit Henna. Es wirkt im Ergebnis zwar natürlicher und pflegt die Haare, ist dafür aber ziemlich zeitaufwändig und umständlich.

Ganz natürlich und sehr einfach anzuwenden ist dagegen die folgende Tönung aus schwarzem Tee, Salbei und Rosmarin. Sie deckt nicht hundertprozentig, sondern verleiht den hellen Haaren einen dunklen Schimmer. Du kannst sie aus wenigen Zutaten im Handumdrehen selbst herstellen, die Haare damit jederzeit behandeln und ganz nach Wunsch einmalig oder für ein intensiveres Ergebnis in mehreren Schritten abdunkeln.

Zutaten für die natürliche Haartönung

Je nach Haarlänge reichen 50 bis 100 Milliliter. Du kannst aber auch gleich eine etwas größere Menge ansetzen und bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahren, um etwa am nächsten Tag nachtönen zu können. Eine längere Aufbewahrung ist nicht empfehlenswert, weil abgesehen von der leicht antibakteriellen Wirkung des ätherischen Öls keine weitere Konservierung enthalten ist.

Für etwa 100 Milliliter benötigst du:

  • 2 TL getrocknete Salbeiblätter oder Salbeitee
  • 2 TL schwarzen Tee
  • 6 Tr. ätherisches Rosmarinöl

Außerdem ist neben einem Teesieb und einem kleinen Messbecher für die Zubereitung ein Sprühfläschchen hilfreich, um die Tönung gleichmäßig auftragen zu können.

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Herstellung der Haartönung

So wird die Tönung zubereitet:

1. Salbei und schwarzen Tee mit 100 Millilitern kochendem Wasser übergießen und mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen. Abseihen und Teeblätter etwas ausdrücken.

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2. Den Aufguss abkühlen lassen und dann sechs Tropfen Rosmarinöl zugeben.

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3. Die Mischung in ein Fläschchen mit Sprühaufsatz füllen und vor jedem Gebrauch gut schütteln.

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Vorbereitung der Haare auf die Tönung

Am besten und gleichmäßigsten wird die Tönung von Haaren aufgenommen, die frei von Pflegerückständen sind. Daher empfiehlt es sich, sie vor der Tönung mit alternativen Methoden ohne Zusatzstoffe zu reinigen, z. B. mit Roggenmehl, Natron und Apfelessig oder Lavaerde. Auch ein sanftes, silikonfreies Babyshampoo ist geeignet.

Anwendung der Tönung

Die Tönung wird auf das frisch gewaschene, handtuchtrockene Haar aufgesprüht und mit den Händen eingearbeitet. Anschließend gleich die Hände waschen, da die Farbe auch in die Haut einzieht. Bei kurzen Haaren dauert die Behandlung nur ein bis zwei Minuten.

Die Tönung in längeren Haaren zu verteilen, kann etwas dauern. Daher ist es ratsam, wiederverwendbare Gummihandschuhe zu tragen, am besten aus umweltfreundlichem Naturlatex.

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Die Tönung im Haar trocknen lassen und die Prozedur dann für ein intensiveres Ergebnis ganz nach Wunsch ein- oder mehrmals wiederholen. Je öfter die Tönung aufgetragen wird, desto dunkler werden die Haare, jedoch maximal dunkelbraun. Im Anschluss wie gewohnt stylen, zum Beispiel mit natürlichem Haargel bzw. Festiger.

Tipp: Die Tönung kann ebenso auf trockenem Haar angewendet werden. Auch in diesem Fall ist es wichtig, dass das Haar frei von Stylingprodukten ist.

Beständigkeit der Tönung

Die abgedunkelte Haarfarbe bleibt einige Wochen lang erhalten, verblasst dabei aber allmählich. Um das Hellerwerden zu verhindern, kannst du ganz nach Wunsch immer wieder nachtönen. Das hat den Vorteil, dass kein auffälliger Haaransatz an der Kopfhaut entsteht.

Verwende am besten eine milde natürliche Haarwäsche, um die Farbintensität möglichst lange zu erhalten. Da Natron einen leicht ausbleichenden Effekt besitzt, ist das vielseitige Hausmittel für die Reinigung getönter Haare weniger geeignet.

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Wäsche schützen beim Haaretönen

Damit das Tönen der Haare reibungslos verläuft, sind einige Vorsichtsmaßnahmen empfehlenswert:

  • Beim Tönen sicherheitshalber ein dunkles Handtuch um Schultern und Dekolleté legen, damit die Kleidung sauber bleibt. Oder die Haare unbekleidet tönen und anschließend duschen.
  • Den Sprühkopf nah ans Haar halten, damit die Mischung nur in der Frisur und nicht in der Umgebung landet.
  • Bei heller Bettwäsche für die erste Nacht ein dunkles Handtuch aufs Kopfkissen legen, da überschüssige Farbe Spuren hinterlassen kann.
  • Vor dem Überziehen heller Kleidung warten, bis die Haare vollkommen trocken sind, um Flecken zu vermeiden.
  • Den Sprühkopf des Fläschchens ab und zu mit warmem Wasser abspülen, damit er nicht verklebt.

Natürliche Pflanzenfarben

Sowohl schwarzer Tee als auch Salbeiblätter färben stark. Durch mehrfache Anwendung baut sich eine immer farbintensivere Schicht auf. Sie ist jedoch nicht vollständig deckend, sodass die Tönung auch nach häufiger Anwendung natürlich aussieht.

Auch Rosmarin färbt die Haare dunkler und stärkt die Haarwurzeln, indem er die Durchblutung fördert. In Form ätherischen Rosmarinöls gibt er dem Haar zudem einen schönen Glanz und Duft.

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Mit welchen natürlichen Mitteln tönst du deine Haare? Teile deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!

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12 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Susanne

    ich habe meine Haare seit Jahren nicht mehr färben können und war mehr als grau auf dem Kopf. Euer Bericht hat mich so sehr inspiriert, dass ich es gleich ausprobieren musste. Ich habe einen Sud aus 2 TL Salbei, 2 Beuteln schwarzer Tee und 2 TL Rosmarien auf 100 ml Wasser angesetzt, gezogen hat er über 1 Stunde. Am nächsten morgen habe ich die Flüssigkeit auf mein frisch gewaschenes noch feuchtes Haar aufgesprüht, nicht mehr ausgespült und wie gewohnt frisiert. Was soll ich sagen? Ich bin mehr als begeistert – das meiste Grau war jetzt leicht bist dunkelbraun – zwar noch etwas als gräulich zu identifizieren, aber dennoch so gut abgedeckt, dass mein Mann mich fragte, ob ich jetzt doch wieder meine Haare färbe. Ich habe diese Prozedur 4 Tage hintereinander angewendet und bin sehr zufrieden. Meine Haare wasche ich mit selbst gesiedeter Haarseife. Leute, ihr solltet das wirklich ausprobieren, das ist das Beste überhaupt ….

    Antworten
    • smarticular.net

      Vielen Dank für diesen schönen Erfahrungsbericht! Liebe Grüße

    • Jenny Rojas

      Susanne, falls du dies liest, hast du frischen Salbei und Rosmarin genommen? Falls ja, die habe ich hier bei mir auf der Fensterbank wachsen, dann würde ich das genauso probieren. Grüße, Jenny

    • Susanne

      Hallo Jenny,
      ich habe getrocknete Materialien verwendet, mit Frischen geht es sicherlich mindestens genauso gut. Ich für meinen Teil kann nur sagen – ich bin mehr als begeistert. Lies mal bitte etwas weiter in den Kommentaren, da wurde bereits über die Menge zwischen getrocknetem und frischen Material etwas geschrieben.

  2. Lisa Lemberg

    bin gespannt und werde berichten!

    Antworten
  3. Katrin Ohlhoff

    danke, das probiere ich gerne aus :-)

    Antworten
  4. Barbara Gullneritz

    Klingt super, muss ich an den Schläfen ausprobieren, kann man auch frischen Rosmarin oder getrockneten nehmen, statt dem Ätherischen Öl? Ich hätte alles daheim und da ich gerade schwanger bin, suche ich nach Alternativen für meine paar grauen Haaren an den Schläfen die mich aber doch stören :) LG babsi

    Antworten
    • smarticular.net

      Ja das könntest du probieren und den frischen Rosmarin direkt zu den anderen Pflanzenteilen geben, also mit überbrühen. Wir würden uns freuen, wenn du berichten würdest, wie es geworden ist! Liebe Grüße

    • Andrea Soltys

      Hallo :-) Wie viel frischen Rosmarin würdet ihr dann nehmen?
      Liebe Grüße aus Frankfurt

    • smarticular.net

      Mehr ist in diesem Fall besser (bei frischen Kräutern rechnet man meist mit der fünf- bis zehnfachen Menge gegenüber getrockneten Kräutern). Weil das dann im Topf ganz schön viel werden könnte, lohnt es sich unter Umständen, den frischen Rosmarin zunächst zu trocknen oder wenigstens antrocknen zu lassen, damit er auch von der relativ geringen Wassermenge vollständig bedeckt wird. Liebe Grüße!

    • Llydana

      Hallo Babsi,
      Rosmarin gehört leider zu den Kräutern (und erst recht ätherischen Ölen), die man als Schwangere meiden sollte. Davon gibt es recht viele, z.B. Zimt, Salbei, Anis, Fenchel… Nur weil es pflanzlich ist, heißt das leider nicht, dass es auch harmlos ist! Bitte mach Dich doch mal schlau, was das angeht ;-)
      LG Ines

    • Barbara Gullneritz

      Ja das weiß ich und deswegen wollte ich statt des ätherischen Öls einen frischen nehmen und man riecht ihn kaum habe weniger genommen. Ich denke in der niedrigen Dosierung ist es ok und trinken tu ich es ja nicht! Lg

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