Salbeitee selber machen – so wirkt das Naturheilmittel
Die Zubereitung eines Salbeitees gehört zu den einfachsten Salbei-Rezepten. Als wirkungsvolles Naturheilmittel hilft er, zahlreiche Beschwerden zu lindern. Erfahre hier, wie du ihn richtig zubereitest und anwendest.
Rezept für Salbeitee
Schwierigkeit: Einfach1
Portionen5
kcal15
Minuten
Die Zubereitung eines Salbeitees ist unkompliziert und die Anwendungsmöglichkeiten vielfältig. Je länger der Tee zieht, umso intensiver schmeckt er.
Zutaten
3-5 frische Blätter Salbei oder 1-2 TL getrockneter Salbei
200 ml Wasser
optional eine Süße deiner Wahl, z.B. naturbelassener Honig
Zubereitung
- Salbei in eine Tasse geben. Das Wasser zum Kochen bringen und über den Salbei gießen.
- Für 5-10 Minuten ziehen lassen. Währenddessen mit einem Unterteller abdecken, damit keine Wirkstoffe mit Entweichen des Dampfs verloren gehen.
- Abseihen, nach Geschmack süßen und genießen.
Tipp
- Auch ein Salbeisirup und ein Salbei-Honig lassen sich leicht selber machen und als Naturheilmittel nutzen.
Wirkung des Salbeitees
Die Wirkungsweise von Salbeitee ist vielseitig und ermöglicht den Einsatz als Naturheilmittel bei unterschiedlichen Beschwerden. Während verschiedene Studien bereits positive Effekte belegen, bleibt weitere wissenschaftliche Forschung notwendig, um das volle Potenzial gezielter zu nutzen. Die Inhaltsstoffe des Salbeis, darunter ätherische Öle, Gerbstoffe (z. B. Rosmarinsäure), Bitterstoffe, Diterpene, Triterpene und Flavonoide, wirken unter anderem
- antibakteriell und antiviral,
- entzündungshemmend,
- krampflösend,
- schweißhemmend,
- adstringierend
- antioxidativ1
- und fördern den Stoffwechsel sowie die kognitive Leistungsfähigkeit.
Anwendungsgebiete für Salbeitee
So vielfältig wie die Wirkungsweisen sind auch die Anwendungsgebiete. Unter anderem kannst du Salbeitee nutzen, um folgenden Beschwerden entgegenzuwirken:
- Wechseljahres- und Zyklusbeschwerden
Durch seine schweißhemmende und krampflösende Wirkung eignet sich Salbeitee zur Linderung von Hitzewallungen und Menstruationsbeschwerden. - Infektionen im Mund- und Rachenraum
Salbeitee wirkt beruhigend und entzündungshemmend auf die Mundschleimhäute und reduziert den Hustenreiz. - Magen-Darm-Probleme
Bei Magen-Darm-Problemen hilft der Tee Krämpfe und Blähungen zu lindern. - Leichte Hautentzündungen
Äußerlich angewendet mildert ein Aufguss mit Salbei Hautirritationen und fördert den Selbstheilungsprozess. Auch bei Insektentichen kann Salbeitee den Juckreiz abschwächen.
Salbeitee innerlich und äußerlich anwenden
Salbeitee lässt sich innerlich und äußerlich anwenden.
| Innerliche Anwendung | Äußerliche Anwendung |
|---|---|
| Bis zu dreimal täglich eine Tasse Tee trinken. | Mehrmals täglich gurgeln bzw. ein Tuch mit Salbeitee tränken und auf die Haut auflegen. |
Wichtig: Um Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekte zu vermeiden, empfiehlt es sich, Salbeiaufgüsse nicht in größeren Mengen bzw. über einen langen Zeitraum zu trinken. Schwangere und Stilllende sollten ganz darauf verzichten. Denn die enthaltenen Wirkstoffe, können vorzeitige Wehen auslösen und in der Stillzeit den Milchfluss hemmen.
Nicht alle Wirkstoffe des Salbei sind wasserlöslich. Für eine stärkere, konstante Wirkung kannst du alternativ auf ein Salbeiextrakt zurückgreifen. Salbeiextrakt zeigt in klinischen Studien positive Effekte bei Hitzewallungen2, kognitiver Leistungsfähigkeit3, Fettstoffwechselstörungen und Parodontitis.
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Bei welchen Wehwehchen schwörst du auf Salbeitee? Berichte uns von deinen Erfahrungen in einem Kommentar!
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- Sá, C. M., Ramos, A. A., Azevedo, M. F., Lima, C. F., Fernandes-Ferreira, M. & Pereira-Wilson, C. (2009b). Sage Tea Drinking Improves Lipid Profile and Antioxidant Defences in Humans. International Journal Of Molecular Sciences, 10(9), 3937–3950. ↩︎
- Moradi, M., Ghavami, V., Niazi, A., Shirvan, F. S. & Rasa, S. (2023). The Effect of Salvia Officinalis on Hot Flashes in Postmenopausal Women: A Systematic Review and Meta-Analysis. PubMed, 11(3), 169–178. ↩︎
- Lopresti, A. L. (2016). Salvia (Sage): A Review of its Potential Cognitive-Enhancing and Protective Effects. Drugs in R&D, 17(1), 53–64. ↩︎
