Das Ideenportal für ein einfaches und nachhaltiges Leben

No-Poo – meine Erfahrungen und Tipps für den erfolgreichen Umstieg
4.7 5 193
182
11

Liebäugelst du mit dem Gedanken, auf Shampoo zu verzichten, bist aber unsicher? Lies meinen Erfahrungsbericht und die top Tipps für schwierige Situationen!

Die Haare auf dem Kopf: Sie sind fast immer sichtbar und damit ein wichtiger Teil unserer Persönlichkeit. Gut, dass sie gefärbt, geschnitten und stets verändert werden können. So können wir unsere Frisur ganz unserem persönlichen Geschmack anpassen. Wenn man der Haarpflege-Industrie glauben mag, dann sind der Gestaltungsfreiheit keine Grenzen gesetzt. Doch ein Problem scheint man selbst mit den teuersten Mitteln nicht in den Griff zu bekommen: Die Haare vieler Menschen werden schon nach kurzer Zeit fettig, strähnig und schreien so förmlich nach weiterer Pflege. Der Effekt von Shampoo, Spülung und Co. hält oft nur so kurz an, dass wir es gewöhnt sind, unsere Haare einige Male pro Woche mit speziellen Produkten zu waschen. Das kostet nicht nur Zeit, Energie und Geld, sondern belastet auch unnötig die Umwelt.

Mit der Überzeugung, dass es einen Weg geben muss, meine Haare einfach und effektiv zu umsorgen, ohne dass sie fettig und ungepflegt aussehen, habe ich eine geniale Lösung gefunden. Ich betrachte meine Haare seither auf eine ganz andere Art, lerne zu verstehen, was sie wann benötigen, und kann ihre natürliche Kraft spüren. Das wichtigste Prinzip ist es, die Haare keinen synthetischen Substanzen auszusetzen und sogar auf natürliche Haarpflegeprodukte zu verzichten. Lediglich Wasser und eine gute Bürste kommen mit den Haaren in Berührung und helfen so, das natürliche Gleichgewicht zwischen Kopfhaut, Talgproduktion und Haarlänge wieder herzustellen.

Meine Haare verstehen

Um die sogenannte Water-Only-Methode erfolgreich anzuwenden, fand ich es sehr hilfreich, erst einmal zu verstehen, warum unsere Kopfhaut überhaupt so viel Talg (bzw. Sebum) produziert. Das Ziel herkömmlicher Shampoos ist es ja meistens, den fettigen Ansatz zu entfernen und die Haarspitzen zu pflegen. Spannend ist, dass unser körpereigenes Sebum genau das kann: Es versorgt die Haare und insbesondere die Haarspitzen mit wertvollen Pflegestoffen. Schaffen wir es also, das Sebum in den Haaren zu verteilen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass nicht übermäßig viel davon produziert wird, erhalten wir die optimale Haarpflege.

Meine Umstellung auf No-Poo

Es gibt viele Methoden, um mit No-Poo zu beginnen. Ich habe die denkbar einfachste Methode angewendet und von einem Tag auf den anderen aufgehört, Shampoo und andere Produkte zu benutzen. Dabei habe ich darauf verzichtet, die Haare von eventuellen Shampoo-Rückständen zu reinigen, was von vielen No-Poo-Befürworter/innen empfohlen wird. Wenn man bereits lange Zeit ausschließlich ökologische Haarpflegeprodukte ohne Silikone benutzt hat, kann man auch sofort in das Haare-Waschen nur mit Wasser einsteigen.

Nach dem recht simplen Einstieg war ich erst einmal geschockt. Meine Haare sahen furchtbar aus. Sie klebten, waren fettig und die Kopfhaut schmerzte. Außerdem rochen sie seltsam süßlich. So hatte ich mir die natürliche Haarpflege gar nicht vorgestellt. Es war in dieser Zeit sehr wichtig für mich zu wissen, dass diese Umstellungsphase normal ist, dass die Haare und die Kopfhaut Zeit brauchen, um ihr natürliches Gleichgewicht zu finden und dass es sich lohnt durchzuhalten. Bei mir hat diese Phase fast drei Monate gedauert, bei anderen geht sie schneller und bei einigen brauchen die Haare noch länger, bis sie kräftig, gepflegt und schön aussehen.

Von einigen Freunden und Freundinnen weiß ich, dass es sehr auf den Haartyp ankommt, wie gut No-Poo vertragen wird. Gerade bei dünnem, feinem und fettigem Haare muss man sehr geduldig sein. Auch an den Geruch muss man sich erst einmal gewöhnen. Der recht strenge Anfangsgeruch verfliegt mit der Zeit. Wer sich davon gestört fühlt, kann zum Beispiel milde ätherische Öle benutzen und in Form von selbstgemachten Duftwässern auf den Haaren anwenden.

Wenn es irgendwie möglich ist, empfehle ich, mit No-Poo in einer Zeit zu beginnen, in der ein gepflegtes Äußeres nicht so wichtig ist. Ich habe in einem Sommerurlaub mit No-Poo begonnen und habe mich mit dieser Entscheidung sehr wohlgefühlt. Nach dem Urlaub habe ich auf Tricks wie Haarbänder, Hüte und Mützen zurückgegriffen, um den fettigen Ansatz zu verdecken. Viele Menschen brechen in dieser Zeit das Experiment wieder ab. Ich kann nur raten: Halte durch, denn das langfristige Ergebnis ist fantastisch.

Heute sind meine Haare glänzend, kräftig und weich. Meine natürlichen, leichten Locken sind zurückgekehrt. Ich muss die Haare nicht mehr jeden zweiten Tag, sondern maximal zweimal pro Woche waschen. Meine Spitzen sind so kräftig, dass die Haare nur zweimal im Jahr geschnitten werden müssen. Außerdem hat das Haare-Waschen nur mit Wasser weitere positive Konsequenzen. So spare ich viel Geld, was ich vorher in teures Öko-Shampoo und Frisörbesuche investiert habe. Ich schone die Umwelt, weil ich keine Shampoo-Plastik-Verpackungen benötige und die Gewässer nicht verschmutze. Und ich fühle mich unabhängig und frei, wenn ich jederzeit und überall meine Haare waschen kann, ohne an Shampoo & Co. denken zu müssen.

Haare ohne Shampoo richtig waschen

Die wichtigsten Bausteine der No-Poo-Methode sind sicherlich die Haarwäsche mit lauwarmem Wasser und das tägliche Bürsten der Haare über mehrere Minuten. So können Talg, Schmutz und lose Haare optimal entfernt und die Kopfhaut massiert werden. Aber auch über diese Basics hinaus gibt es einige hilfreiche Kniffe, die den Umstieg zu No-Poo und den Umgang mit No-Poo erleichtern:

Tipp 1: Die richtige Bürste und Bürstenpflege

Für mich ist meine Wildschweinborsten-Bürste das wichtigste Hilfsmittel, um meine Haare zu pflegen. Ich habe schon diverse andere Bürstenarten ausprobiert und komme mit Holzbürsten oder Sisalbürsten nie zu dem Ergebnis, das sich mit einer guten Wildschweinborsten-Bürste erzielen lässt. Bei der Wahl der Bürste sollte man sich gut informieren, weil es unterschiedliche Größen für die verschiedenen Haarlängen gibt. Da sich beim Bürsten der Haare sämtliche Schmutzpartikel und wachsartigen grauen Flusen in der Bürste sammeln, ist es unbedingt notwendig, die Bürste gut zu pflegen. Dazu gibt es spezielle Bürstenreinigungs-Sets (z.B. dieses ), die nach jedem Gebrauch der Bürste zum Einsatz kommen sollten. Ich reinige meine Bürste zusätzlich ungefähr alle zwei Monate mit Natron, Essig oder auch mit einem milden Shampoo. Oft hat man ja noch Shampoo aus der Zeit vor No-Poo übrig. Mit Seife funktioniert die Reinigung nicht. Grundsätzlich ist es wichtig, die Substanzen so gut wie möglich wieder aus der Bürste herauszuwaschen.

Liebäugelst du mit dem Gedanken, auf Shampoo zu verzichten, bist aber unsicher? Lies meinen Erfahrungsbericht und die top Tipps für schwierige Situationen!

Tipp 2: No-Poo beim Frisörbesuch

Geht man zum Frisör, ist es üblich, dass die Haare vor dem eigentlichen Schnitt mit einem zwar professionellen, aber dennoch meist synthetischen Shampoo gewaschen werden. Ich habe noch keinen herkömmlichen Frisör kennengelernt, der sich mit No-Poo beschäftigt hat und das Prinzip versteht. So erntet man meist verständnislose und angeekelte Blicke. Schließlich gelten Haare gemeinhin als unsauber, wenn sie nicht mit Shampoo gewaschen werden.

Meiner Erfahrung nach gibt es hier drei Möglichkeiten. Entweder man sucht sich einen speziellen Naturfriseur und fragt schon zu Beginn, ob er No-Poo akzeptiert oder sogar kennt. Die zweite Möglichkeit ist das Vorschieben einer Shampoo-Allergie, sodass man zwar vielleicht trotzdem einem gewissen Ekel, aber wenigstens Wohlwollen und Verständnis begegnet. Die dritte Möglichkeit ist es, ein mildes ökologisches Shampoo selbst mitzubringen und sich damit die Haare waschen zu lassen. Nur weil man sich einmal die Haare mit Shampoo wäscht, ist nicht gleich das gesamte No-Poo-Experiment gescheitert!

Wenn du dir immer von der gleichen Person die Haare schneiden lässt und ihr euch gut versteht, dann wird die Frage nach dem Shampoo ohnehin spätestens beim zweiten Besuch erledigt sein. Besser noch, deine Frisörin oder dein Frisör kann das Ergebnis von Mal zu Mal bestaunen und wird vielleicht sogar selbst von der No-Poo-Methode angetan sein

Tipp 3: No-Poo im Schwimmbad

Beim Schwimmbadbesuch sind die Haare extremen Bedingungen ausgesetzt. Chemikalien im Wasser greifen die Haare an. Das Bedürfnis, die Haare nach dem Schwimmen mit einem kräftigen Shampoo zu reinigen, ist groß. Mir selbst reicht es in den meisten Fällen, die Haare nach einem Schwimmbadbesuch besonders gründlich mit Wasser abzubrausen. Allerdings wasche ich sie in den darauffolgenden Tagen öfter als sonst. So verfliegt der lästige Chlorgeruch meist schnell. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, empfehle ich einen selbstgemachten Shampoo-Ersatz mit Natron, Lavaerde oder Roggenmehl. Für die Haare ist es natürlich das Beste, wenn du sie so wenig wie möglich solchen Umwelteinflüssen aussetzt.

Würdest du gern deine Haare mit Roggenmehl waschen, aber es funktioniert nicht wie du dir es vorstellst? So funktioniert das Roggenmehl-Shampoo perfekt!

Tipp 4: No-Poo bei langen Haaren

Bei langen Haaren zeigt sich der wohltuende Effekt der No-Poo-Methode besonders stark. Natürliche Wellen treten auf, die Haare werden dichter, kräftiger und schmiegen sich organisch an die Gesichtsform an. Je länger die Haare sind, umso wichtiger ist es, auf eine ausreichende Versorgung der Haarspitzen zu achten. Deshalb empfiehlt es sich, beim Bürsten von der Kopfhaut bis zu den untersten Spitzen entlang der Haare zu fahren. Für die Nacht mache ich mir gerne einen Flecht-Zopf, da die Haare so gut gegen die Reibung des Kopfkissens geschützt sind. Ein weiterer Tipp für No-Poo bei langen Haaren ist es, ausschließlich schonenden Haarschmuck zu benutzen, der möglichst ohne Metallteile auskommt. So kann die natürliche Pflege mit der No-Poo-Methode durch ein paar Tricks optimal ergänzt werden.

Tipp 5: Sei stolz auf deine Haarpflege-Methode!

Als ich angefangen habe, meine Haare nur mit Wasser zu waschen, habe ich mich geschämt, darüber zu reden und offen zu meinem Versuch zu stehen. Zu groß war die Angst vor angeekelten und verständnislosen Reaktionen. Schließlich entspricht diese Art der Haarpflege auf den ersten Blick so gar nicht den weitverbreiteten Hygienevorstellungen.

Mittlerweile erteile ich jedoch meist bereitwillig Auskunft über Vor- und Nachteile der No-Poo-Methode und erkläre, warum sich eine Umstellung lohnt. Zunächst einmal ist es natürlich einfacher, No-Poo gegenüber Anderen zu vertreten, wenn die eigenen Haare gut aussehen. In der Umstellungsphase würde ich deshalb erst einmal zurückhaltender Auskunft erteilen.

Das Wichtigste ist es, sich nicht von Normvorstellungen leiten zu lassen, die einem immer wieder begegnen werden. Mir hat es im Gespräch mit Anderen über meine ungewöhnliche Haarpflege-Methode immer sehr geholfen, Fragen zu stellen statt Antworten zu geben. Warum bevorzugen so viele Menschen die Haarwäsche mit Shampoo? Was bedeutet es denn überhaupt, einen fettigen Ansatz zu haben? Warum soll unser Körper bei der Haarpflege auf Hilfsmittel angewiesen sein, wo er doch sonst auch so vieles selbst reguliert? Meist sind diese Überlegungen eine wunderbare Einleitung in ein reflektierendes und spannendes Gespräch über Gewohnheiten der Körperpflege und ihren vermeintlichen Sinn. Viele meiner Freunde und Freundinnen haben mittlerweile auch mit No-Poo begonnen und tauschen sich rege über Talgproduktion, Haargefühl und Freiheitsgefühl aus.

Liebäugelst du mit dem Gedanken, auf Shampoo zu verzichten, bist aber unsicher? Lies meinen Erfahrungsbericht und die top Tipps für schwierige Situationen!

Auch wenn es sich für mich sehr gut anfühlt, die Haare nur mit Wasser zu waschen, funktioniert diese Methode vielleicht nicht für jeden Menschen. Ich kann dennoch nur jede/n ermutigen, sich dem Experiment zu stellen und die mitunter herausfordernde Umstellungsphase durchzustehen. Dabei hilft es sehr, sich mit anderen No-Poo-Anwendern/innen auszutauschen. Wenn du Fragen und Tipps zum Thema hast, nutze doch die Kommentar-Funktion am Ende dieses Beitrags!

Vielleicht interessieren dich auch diese Beiträge:

  • Doris

    Ich wasche meine Haare mittlerweile schon seit zwei Monaten nur mit Wasser (und Essig). Davor hatte ich eine längere Zeit andere no poo Varianten wie Natron oder Maisstärke genutzt. Seitdem ich bei der Water Only Methode bin, ist mein Haar viel gepflegter, sehr weich und nicht mehr so trocken. Den natürlichen Haargeruch mag ich dabei auch. Der Nachteil ist, dass ich jetzt häufiger waschen muss. Ich spüle sie nun meist jeden Tag durch. Früher brauchte ich sie nur jeden zweiten Tag waschen. Aber jetzt sind sie nach einem Tag wieder im Ansatz fettig. Das häufige Waschen nervt mich auch, weil die Haare nun viel länger brauchen, um zu trocknen und ich benötige auch mehr Zeit und Wasser zum Haare waschen als früher. Ich hoffe sehr, dass meine Haare bald langsamer nachfetten, denn im Winter möchte ich eigentlich nicht mehr jeden Abend mit nassen Haaren herumlaufen.

    • Mora

      Ich wasche meine Haare seit über einem Jahr mit Lavaerde und seit 5 Jahren färbe ich sie nur mit khadi Pflanzen Farbe, komme sehr gut klar damit. Habe auch eine Wildschwein Bürste. Jedoch bürste ich meine Haare nicht täglich, da ich locken habe. Bzw. Meine Haare sind nur gelockt, weil ich angefangen habe schaumfestiger zu benutzen. Ich weiß, dass passt nicht zusammen, zu meiner restlichen Natur Kosmetik. Aber ansonsten sind die Haare nur Kraus, keine richtigen Locken und auch nicht schon glatt und fühle mich nicht wohl damit.

      Ich würde sie gerne täglich Bürsten, aber dann ruinier ich mir die locken.. Waschen brauche ich sie nur alle 10 Tage.

      Hast du ein tip für mich bezüglich Bürsten und evtl. Ein Schaumfestiger Det zu empfehlen wäre oder nicht so schlimm wie andere,?’ Naturfestiger bringen leider nix.

      • Cl Lu

        Hallo Mora, einen Tipp für einen anderen Schaumfestiger hab eich auch nicht. Den braucht es bei Water only oder Roggenmehlshampoo bei mir auch nicht mehr. Bei Wo sind dies entstandenen Naturwellen (vorher ein Leben lang nur spaghettigerades Haar) auch bei hoher Luftfeuchtigkeit vorhanden.

        Ich entnehme deinem Text dass du naturkrauses Haar hast ode ist das durch das doch noch an der Kopfhaut stärker austrocknende Lavaedershampoo erst so geworden?

        Es gibt nämlich Haare, die sehr stark verknoten / verfilzen wenn sie zu trocken gewaschen werden und zu sehr beim Kämmen / Bürsten gezogen werden. Ähnlicher Effekt wie beim Kräuselband.
        Sollte letzteres Zutreffend sein, brauchen deine Haare mehr Feuchtigkeit durch z.B. Aloe Vera oder Öle. Je Trockener desto fetter. Heißt dass bei manchen Haaren entweder das waschmittel zu stark entfettet oder die Einfettung zu gering ist. Mit der Water Only Methode nutzt du die eigene Rückfettung durch das sebum, welches entweder durch die Wäsche alleine in die Haarlängen verteilt wird oder verstärkt durch das Bürsten mit der Wildschweinborstenbürste nach unten gebracht wird.
        Gerade bei Naturlocken mit starker Trockenheit hat sich das Reine Bürsten als Methode zur ausreichenden Versorgung und Entfaltung der Locken als Lösung gezeigt. Hier wird aber öfters von mehr als 100 Bürstenstriche pro Tag berichtet.

      • Maneta

        Hallo Mora, hast schon Leinsamengel anstatt Schaumfestiger probiert??? Bei mir funktioniert diese Methode sehr gut. …kannst unterschiedliche Konsistenzen ausprobieren. Ich mische auch abgekochtes Wasser mit ätherischen Öl und etwas Leinsamengel
        um meine Locken nachzudenken dem Schlaf r zu eanimieren. …fg… etwas Gel, dann aufkneten und trocknen lassen…GLG

        • Maneta

          Sorry, es hat sich alles verschoben….machen blöd!

    • Cl Lu

      Hallo Doris,
      ist zwar schon ne Weile her dass du dies hier kommentiert hast, ich habe extra gewartet. Um einen längeren Eindruck auf diese essigwäschen zu lassen. Essigspülungswäschen, die ich nur alle 6 oder 9 WO- Wäschen zur Entkalkung / Entwachsung vorgenommen habe, entfetten und trocknen auf Dauer aus. Man merkt dies erst nach 12- 24 Std. Diese Essigspülungswäschen haben noch einige andere praktiziert. Die einen nach jeder Wäsche mal nur mit 1-3 EL oder auch höher dosiert, oder auch nur wie ich alle X Wäschen. Wir sind von dieser methode des Entkalkens und Entwachsen wegen der Austrocknung und dem Rückfettenden Effekt abgekommen.

      Wenn man diese saure Rinsenwäsche weglässt kann sich die Talgproduktion besser auf die milde des Wassers einstellen und das Sebum wird reduziert. Durch diese Reduzierung und auch die Verflüssigung des Sebums hat sich der Prozess erst einspielen können ud dan auc eine weitere Verängerung der Waschabstände bei mir als Beispiel von täglich auf 2-3 Tage nach 4 Monaten.

      Interessant wären nun deine weiteren Erfahrungen zur Essigspülungswäsche (Zutat, Mengen Wasserhärte? ). Ich würde mich freuen von dir nochmal zu lesen.

      Grüße Claudia

      • Doris

        Hallo Claudia,

        danke für die Antwort und den Tipp. Dann werde ich das auch mal ausprobieren.

        Ich hatte meine Haare etwa drei Monate lang nur mit Wasser (und meist auch Essigspülung) gewaschen. Dann habe ich das aber abgebrochen, weil sich 1. keine Veränderung einstellte und ich auch zum Ende der drei Monate jeden bis jeden zweiten Tag waschen musste, 2. die Haare deutlich länger benötigten, um zu trocknen, was gerade bei meiner Erkältung nicht so gut war, 3. der Waschvorgang sehr aufwändig war: Ich benötigte deutlich mehr Wasser als sonst, musste an allen Seiten mehrfach stark durchspülen und hatte nach dem Trocknen trotzdem manchmal noch vereinzelte fettige Stellen im Ansatz.

        In den drei Monaten, die ich nur mit Wasser und Essig gewaschen hatte, hatte ich keine Veränderung bei der Talgproduktion bemerkt. Ich hatte als saure Rinse eine Spülung aus etwa 3 TL Apfelessig und 1 Liter Wasser verwendet. Das Wasser ist hier schon recht hart.

        Aktuell wasche ich meine Haare mit einer selbstgesiedeten und stark überfetteten Haarseife. Mit dieser Variante komme ich momentan ganz gut zurecht, weil die Haare dadurch auch nicht austrocknen und schön gepflegt sind. Ich benötige auch keine Spülung oder saure Rinse.

        Viele Grüße
        Doris

        • Cl Lu

          du hast also Wo komplett den Rücken gekehrt? schade. Ich bin ja trotz hartem Wasser( GH 19dH) Fan dieser Methode. schnell und unkompliziert.

          Wen man ausschließlich mit Wasser wäscht, stellt sich der Talg nach 3-4 Wochen zu einem dünnflüssigerem Sebum um. Bei Wechselmitteln oder entfettenden Spülungen als Dauereinsatz allerdings nicht so schnell.

          Vielleicht hilft dir ja die 100 Bürstenstrich Methode direkt vor einer Wäsche. Das muss man nicht jedes mal machen. Ich hab das nur dann gemacht wenn das Waschergebnis der letzten WO Wäsche nicht als 100% wachsfrei durchging (Unterschied fettfrei zu wachsigen zuständen: wachsige Haarsansätze nimmt man nicht als fettig war. ) Diese Wäsche tauchten bei mir im 2. Monat etwa alle 6 Wäschen auf (Waschabstand täglich) im 3. Monat dann auch erst alle 9 Wäschen bei nem Waschabstand von 1,5 Tagen (mit sehr schnellem Einfetten) Die tägliche Talgmenge ging danach noch weiter runter und schließlich konnte ich mich an keine extreme Wäsche mehr gegen Ende des 4. Monats erinnern.

          Manche bürsten auch nass, das scheint auch das Sebum besser zu verteilen.

          Ich wünscht dir viel Glück mit einem neuen Versuch.

          • Doris

            Hmm, ich war bei meinem Versuch leider noch nicht bei dem Punkt angekommen, an dem es schnell und unkompliziert war. Eher im Gegenteil. :( Da brauche ich noch mal mehr Durchhaltevermögen, um die Übergangszeit zu überbrücken.

            Hattest/Hast du auch solche solche Probleme mit der langen Trockendauer? Normalerweise waren meine Haare immer nach etwas über einer Stunde trocken, aber in meiner WO dauerte es etwa 4-5 Stunden. Und föhnen wollte ich auch nicht, da fetten die Haare ja wieder stärker nach. Und gerade jetzt, wo es kälter wird, mag ich nicht mehr so lange mit den nassen Haaren rumlaufen.

          • Cl Lu

            Hallo Doris,
            ich bin direkt von Polyqauternium Shampoo (Ersatzinhaltsstoff zu Silikon und genauso unschön ) auf Roggenmehlshampoo umgestiegen, das war sofort alles fett und wachsfrei. nach einigen Monaten wurde diese Mischung immer dünner und hatte weniger Mehlanteile. machte ebenso sauber und daher lag nach 14 Monaten es nahe zu Water only zu wechseln. ich ha in der Roggenmehlzeit immer das habndtuchtrockenen haar angeföhnt. kann daher nichts dazu sagen außer dass es irgendwann wirklich schneller mit dem Föhn trocken war. Meine Haare sind sehr fein und nur schulterlang. Ich denke das macht viel aus und dass die auch zu Shampoozeiten / Roggenmehzeiten schnell trockneten. Allerdings kommt das nicht an die Trocknungszeiten von heute ran. Nach 10-15 Minuten sind die von alleine durchgetrocknet. nach so langer zeit sind meine haarlängen nru noch nopoo haare. die Altlasten die nie wirklich strapaziert / trocken waren sind Juni dieses Jahres beim Friseur geblieben ;-) ich denke, dass ausgetrocknete Haarlängen, dickes und langes haar viel Wasser aufsaugen und es deshalb auch länger dauert.

            Mit einer ÜF seife bleibt viel Öl in den trockenen haaren, imprägnieren sie also etwas. das kann der Grund sein warum es ggfs. mit solch einer Seife schneller geht.

          • Doris

            Hallo Claudia,
            lang ists her. In der Zwischenzeit bin ich, motiviert durch deine Tipps, wieder auf WA umgestiegen und wasche nun seit 5 Wochen nur mit Wasser.
            Immerhin muss ich sie jetzt meist nur noch jeden zweiten Tag waschen. Ich hoffe, dass ich das nich reduzieren kann. Mit dem Trocknen geht es jetzt auch, die Haare benötigen nun etwa so lange wie mit Shampoo. Also ist es für mich auf jeden Fall besser, nur mit Wasser als mit Wasser und saurer Rinse zu waschen. Das Waschergebnis ist auch zuverlässiger.
            Was mich noch stört ist wie gesagt, dass ich immer noch alle zwei Tage spätestens waschen muss. Weißt du, ob manche Personen grundsätzlich recht häufig waschen müssen, auch nachdem sie auf diese Methode umgestiegen sind? Ich habe auch im Gesicht fettige Haut, vielleicht ist das deshalb auch bei der Kopfhaut so. Aber ich hatte mal ein Shampoo, mit dem ich nur alle 3 Tage waschen musste, das war schon angenehmer.
            Liebe Grüße, Doris

          • Cl Lu

            es verbessert sich, allerdings dauert es bei einigen Haartypen länger. sie sind nicht so saugfähig. ich war im Start bei meinen auch täglich dran, mit 8-10 Wochen erst bei 2 Tagen und mit 3 Monaten bei 3 Tagen. heute liege ich bei 4 Tagen. Da zu Shampozeiten immer täglich angesagt ist, empfinde ich diesen Abstand schon genial ;-)

  • Rose

    Wasche meine Haare schon seit Monaten nur mit Wasser. Je nachdem was ich mache 2 bis 3 mal pro Woche. Das Wasser ist hier eher kalkhaltig, geht aber trotzdem. Mit Essigwasser spüle ich sie nicht mehr, da sich der Essiggeruch doch ziemlich lange im Haar hält. Obwohl es ja heisst, er verfliege schnell. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, aber ich mag auch die Einbildung nicht ^^

    Habe langes dünnes Haar, seit Jahrzehnten nicht mehr geschnitten. Unten sind sie zwar etwas ausgefranst, da ich sie aber meistens zu einem Konten zusammenbinde fällt das gar nicht auf ;)

    Die Haare glänzen nur mit Wasser gewaschen zwar nicht Meister Proper mässig, sehen aber gesund aus und sind griffiger geworden.

    Und fettiger als vorher sind sie auch nicht. Eher weniger sogar. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass sie, je nachdem was ich esse, eher fetten. Also hängt das Proplem der fettigen Haare nicht nur am zu oft und mit falschen Mitteln waschen, sonder auch an der Ernährung.

    Wichtig ist beim Verzicht auf Shampoo auf jeden Fall das gründliche ausbürsten mit einer guten Bürste ohne dabei die Kopfhaut zu reizen. Mache das jeweils am Morgen und am Abend.

    Industrie-Shampoo? Nein danke^^

    • Cl Lu

      kann das mit dem Essig für kalkhaltiges Wasser auch nur unterschreiben. Im Gesamtprozess ist diese Lösung auf Dauer zur Entkalkung / Entwachsung nicht förderlich.

      Mit dem Bürsten kommt der Glanz. Sicher ist die Umstellung des Sebums / Talgs auch ein wesentlicher Erfolg zur einfacheren Bürstentechnik sowie für den dann folgenden Glanz.

  • PetraPetra

    Vielen Dank für diesen großartigen Text, der mich ermutigt, es nochmal mit Ohne-Shampoo zu versuchen. Bei mir steht auch auf den Plan, mir einen Kopfkissenbezug aus glatter Seide zu nähen, denn ich habe mal gelesen, dass das die Haare schont und zum Glänzen bringt.

  • Lissy

    Ich wasche meine Haare seit ca. 3/4 Jahr nur mit Wasser. Dies mache ich ca. 1x pro Woche ansonsten bürsten, bürsten, bürsten. Meine Haare fallen super, sind lang und lockig. Nie wieder Shampoo. Derzeit verzichte ich auch auf den Frisör – schneide mir meine Spitzen und den Pony selber. Mein letzter Frisörbesuch war der 02.12.15, den nächsten Termin habe ich dann abgesagt und lass nun auch die Farbe rauswachsen. Da ich dunkle Haare habe, decke ich die paar grauen Strähnchen mit Salbei-schwarzTee-Mischung ab. Keine Ahnung wie, aber es klappt & ich bin happy.

    • Leyla Selcuk

      Hallo Lissy,

      Freut mich für dich dass das no poo so toll klappt…und interessant finde ich deine Färbungsmethode….kannst du dazu nähere Angaben geben?
      Kann man mit dieser Methode auch die grauen Ansätze färben?
      Liebe grüße Leyla

  • Miriam Pröhl

    Gibt es auch günstigere Wildschweinbürsten als die, du in deinem Beitrag verlinkt hast? Ich habe realtiv feine Haare.

    • Jana

      Hey Miriam.

      Genau das habe ich mich auch gefragt und habe etwas recherchiert. Also zu billig dürfen die Wildschweinborstenbürsten auch nicht sein, weil man dann nicht sicher sein kann, ob die wirklich echt sind. Ich würde lieber ein paar Euro mehr zahlen und dann eine vernünfitg verarbeitete Bürste haben wollen. Unter http://wildschweinborstenbuerste.net/haarbuersten-mit-wildschweinborsten/ findest du einige gute, auch billigere und sogar mit den einzelnen Beschreibungen zur Bürste, welche gut geeignet für feines Haar ist… Auch kannst du dich auf dieser Seite allgemein um dieses Thema informieren. Ist ganz gut dargestellt.

      Viele Grüße

  • IchIngrid Crystal

    Ich hab Naturlocken und da ist gar nix mit bürsten bürsten bürsten – weil wenn ich sie bürste sind die Locken weg und die Haare kraus. Es sind also keine Wellen sondern richtige Korkenzieherlocken die ich habe, und klar, feines Haar. Wie mache ich das dann ?

    • IchIngrid Crystal

      Aktuell benutze ich Haarseife, seit nem Jahr, kurz waschen und viel spülen. Ist besser als vorher, da hat immer die Kopfhaut gejuckt, egal was für Shampoo.

      • Cl Lu

        bei Haarseife gibt es enorme Unterschiede, um welch handelt es sich denn ( Überfettung, nicht die Prozente der Inhaltsangabe?)?

        Durch das waschen mit nur wasser verteilt sich das Sebum als Ummantelung und Feuchtigkeit im Haar, das stellt eine ganz andere Konstellation dar als wenn man mit einer Überfettung oder einer Ölkur die trockenen Haare glättet. dieses Sebum ist ein wachsiger Überzug, der das Haar besser in Form hält. Das berichten auch Lockenköpfe die nur noch Bürsten und das Waschen mit was auch immer ganz weg lassen. Gerade bei trockenem Haar kann also der Verzicht auf reinigende Hilfsmittel hilfreich sein. Das haar braucht dann keine Öl-Kuren mehr und hat vom Sebum genug Spannkraft und Schutz vor Austrocknung

        • IchIngrid Crystal

          hm, ich weiß nicht wie diese Lockenköpfe das machen mit bürsten – ich hab Korkenzieherlocken und wenn ich sie trocken kämme oder bürste sind sie nur noch eines – kraus. Aber die Locken sind dann futsch. Ich kämme sie nass, vorsichtig und dann nimmer bis zur nächsten Wäsche.
          Und waschen – mit verschiedenen Seifen, hab auch schon die AleppoÖlseife genommen, damit wasche ich kurz den Haaransatz durch und spüle dann, fertig. Die Haare werden davon nicht ausgetrocknet, ich fühl ja den Unterschied zu früher mit den üblichen Shampoos. Und Öl isses auch nicht – das Haar braucht eher Feuchtigkeit. Mit Kokosöl hab ich lange probiert – zuviel, dann sind sie steif, zuwenig und sie sind plustrig. Ich hab eben Feenhaare, lach. Nur wie ich schon schrieb – mit bürsten, das geht gar nicht, außer ich würde sie hinterher mit Wasser spülen, und das kann ich nicht jeden Tag, die sind überschulterlang, das dauert bis sie trocknen. Dazu hab ich echt keine Lust.

          • Cl Lu

            Ja genau das trockene Haar ist nicht wirklich mit Spannkraft versorgt. Öle ummanteln bzw. ziehen in das trockene Haar ein und das war es auch. Daher sind die ÜF Seifen nicht viel anders als Shampoo nur dass sie natürlichen Ursprungs sind, wenn die restlichen Zusätze das auch sind, was nicht immer der Fall ist.

            Deine beschriebene Waschpraxis verstärkt das Gefühl dass deine Haarlängen mit der Intensität der Reinigungskraft der seife nicht wirklich klar kommen. Du entfettest nur die Haaransätze und schädigst da schon die neu gewachsenen Haare auf Dauer was dann später in den Längen sichtbar wird. Solches entfettendes Waschen macht sie porös und trocken, ähnlich, viel milder aber auf die Häufigkeit der Wäschen bezogen vergleichbar wie bei Dauerwelle oder Färben. (Haare wachsen im Schnitt pro Monat 1-1,5 cm.)

            Nasses Haar lässt sich leichter kämmen weil es vollgesaugt ist und nicht wie ein Reibeisen oder Schmirgelpapier von der Bürste beackert wird. Die Borsten gleiten eher durch das haar. unterstützend ist der letzte kalte Guss nach de waschen, der die Haarschuppen anliegen lässt.

            Das was ich versucht habe zu verdeutlichen ist, dass das Sebum ( = Talg) eher ein Wachs ist als ein Öl.
            Trockene, raue Haare haben schnell abstehende Haarschuppen, brauchen andere Pflegeprodukte als Haare mit anliegenden Haarschuppen.
            So können Honig und diverse Öle wie Babasuöl, Kokosöl und Olivenöl als lauwarme Kur bei low Porosity hilfreich sein, bei high Porosity jedoch Sheabutter, Mangobutter, mehrfach ungesättigte Öle wie Traubenkernöl, Hanföl, und Leinöl, dieses nicht als leave in.

            Trockene Haare haben ihren Ursprung in der Auffnahmefähigkeit sowie Ausgabe an Fetten. Sie sind schnell wie ein Schwamm vollgesaugt und geben bei der nächsten Wäsche auch schnell alles wieder ab. Eine ÜF Seife liefert viele zusätzliche nicht verseifte Öle, die dann vom Haar aufgenommen werden und wegen mangelnder Reinigungskraft nicht mehr entfernt werden. Die Seifen werden diesbezüglich genau so berechnet.

            Die trockenen Haare nehmen aber genauso leicht Reinigungsmittel auf. Bei Seife ist das ein anionisches Tensid, das die Haarschuppen auch ohne warmes Wasser aufquellen lässt und die unter den Haarschuppen befindlichen Fette mit auswäscht, was den Austrocknungsprozess nach dem Waschen zeigt wenn die Seife keine ausreichende ÜF besitzt oder zu stark war. Um die Base der Seife auf den hautneutralen sauren ph wert von etwa 5 zu bekommen, ist daher einen abschließende kalte saure Rinse sinnvoll. Auch diese hat entfettende und austrocknende Wirkung.

            Bei milderen nicht basischen Reinigungsmittel stellen sich die Haarschuppen nur durch Wärme auf. Ein milderes nicht so austrocknendes Waschen ist hier möglich, die Talgproduktion wird auf Dauer gesenkt und fettet nicht mehr so stark ein.

            Beim Waschen mit nur Wasser zeigt sich dieser Prozess dann noch deutlicher, der Talg wird nach 3-4 Wochen flüssiger und lässt sich leichter mit der Bürste verteilen bzw. auch schon durch das Wasserrunterlaufenlassen. Der flüssige Talg umschließt die Haarlängen und wird nur minimal abgewaschen weil das Wasser ja keine wirkliche Fettlösung hat. Die Oberschicht wirkt also bei dieser Kombination wie imprägniert. Weiteres Waschen mit nur Wasser kann das Haar nicht mehr austrocknen. Durch diese immer wiederkehrenden Instandhaltungs- Wasserwäschen bleibt der Schutzfilm auf natürliche Weise minimal erhalten. Eine hohe Porosität existiert bei Water only nicht mehr.

            Bei nur Bürsten ist das dann verstärkter. Die Talgproduktion wird nochmals gesenkt, sodass der alte Talg von der Bürste entfernt wird und der neue nur so minimal ausfällt, dass er die Haare ausrechend mit einem Schutzmantel versorgt.

            Bei Locken scheint dies ebenso wie bei glatten Haaren auszureichen. Beide erhalten mehr Volumen und Stabilität. Ich hatte mein Leben lang nur spaghetti glattes Haar. Mit der milden Art zuwaschen bekam ich Volumen und eine untere Welle rein. Mit nur noch Wasser wurden dann auch weitere Wellen als dauerhafte stabile Version möglich. Auch Bürsten und Wind bringt diese nicht aus der Form.

            Wenn man Lockenköpfen zuhört, die “nur Wasser”oder “Nur Bürsten” betreiben, hört man deren Begeisterung über die behobenen Trockenheitsprobleme udn erhaltene Sprungkraft. Locken die leicht fallen und die das Bürsten verkraften.

            Ist jetzt arg lang geworden und erklärt hoffentlich den Unterschied von Seife zu Water only deutlicher. ebenso die unterschiedlichen Bedürfnisse der Haare abhängig von ihrer Porosität.

          • IchIngrid Crystal

            Das Problem für mich ist das bürsten weil ich danach keine Locken mehr habe. Ich habe richtige Kringellocken, Korkenzieherlocken, die sind einfach nur noch kraus wenn ich sie kämme oder bürste. Vorteile hin oder her – die krausen Haare danach sehen grauslich aus. Was nützt es mir also wenn ich dadurch meine Locken in nur noch kraus verwandle?
            Kalt spülen mach ich eh, waschen nur ganz kurz, jedenfalls fühle sie sich so viel besser an als früher. Außerdem sollte ich vielleicht erwähnen, ich bin 62 und habe schon immer trockene Haut, und Haare (klar) und mit zunehmendem Alter wird das noch trockener da die Produktion nachlässt. Ob es mir was bringt die Haare nur mit Wasser zu waschen ohne sie je bürsten zu können? Vielleicht vor dem nächsten Waschen?
            einmal die Woche? Glaub kaum dass das viel bringt.
            Ich sag doch nicht das es nicht okay ist – ich sagte, ich kann meine Haare nicht täglich bürsten. Und damit ist das Konzept als solches nicht durchführbar.
            Vielleicht ist das für jemand der glattes Haar hat nicht nachvollziehbar. Ich geh auch schon 10 Jahre zu keinem Friseur mehr weil selbst die damit nicht umgehen können. Behandeln es wie glatt – was es nass auch ist – doch kein Schnitt hat je gepasst, weil wenn sie dann trocknen kringeln sie sich eben. Dann klatschen Friseure ne Menge Stylingzeugs drauf und ich hab als erstes, wenn ich vom Friseur kam, die Haare gewaschen. Nee, nie wieder.
            Das Bild ist zwar schon 3 Jahre her – sie sind jetzt noch lockiger, wie gesagt, unten sind es Korkenzieher. https://uploads.disquscdn.com/images/e13df9c179f553916e978ba8796ef3f224cfb418b2b1602f1f9d612f1eeac13c.jpg

          • Cl Lu

            Ich hab das Problem der Kringeln schon verstanden, dass das Bürsten sie zu starr und gerade macht. Ist was ich so gelesen habe eben das Problem der Grundtrockenhieit, das du ja auch irgendwie beschreibst indem du z.B. kokosöl in einer sehr bestimmten Menge nur auftragen kannst. Diesen Zusammenhang zwischen Ölsorten und Trockenheit wollte ich dir damit erklären. Kokosöl ist für trockene Haaren mit high Porosity nicht das richtige Mittel, die aufgezählten wären da wohl effektiver.

            Falls du kein hartes Wasser hast, ist bei der WO-Methode auch kein starkes / intensives Bürsten notwendig. Wichtig wäre dann aber das Haar vorher in kleinen Schritten zu einer geringeren Einfettung zu bringen. Seife ist einfach ein zu starkes Reinigungsmittel, das das Rückfetten begünstigt.

            Trockene Haare mit high porosity kommen eigentlich mit Proteinen sehr gut aus. Sie werden reichlich in Roggenmehlshampoo bei langer Standzeit gelöst , auch hier nimmt die Reinigungskraft mit der Standzeit ab. Man kann es auch stärker verdünnen und so die Reinigungswirkung immer weiter absenken. Diese Milde reduziert die Talgproduktion und verhindert weiteres Austrocknen von Kopfhaut und Haarlängen, macht aber durch die Reduzierung sauber. Es gibt bei smarticular zwei Beiträge zu Roggenmehlshampoo. Hier der Link zum zu letzt Veröffentlichten, der Tipps aus vielen Monaten und über 100 Roggenmehlshampoo-nutzern beinhaltet. http://www.smarticular.net/roggenmehl-statt-shampoo-erfahrungen/

            Ansonsten kann ich dir zur Water only Methode den anderen Beitrag (http://www.smarticular.net/ohne-shampoo-haare-waschen/) noch empfehlen, der die Methode beschreibt. Dieser Beitrag auf den du geantwortet hast, ist eher ein Erfahrungsbericht mit ein paar Tipps.

            Ich selbst hab das Bürsten nur wegen unserem harten Wasser in seltenen Ausnahmefällen gemacht. Ein dauerhaftes Bürsten bei jeder Wäsche wäre für meine wenigen und sehr feinen Haaren gar nicht möglich.

            Wenn also weiches oder mittleres Wasser unterhalb von Gesamthärte 14 ( siehe Homepage deines Wasserversorgers- Wasseranalyse) bei dir vorliegt, fällt die Thematik dauerhaftes Bürsten schon mal weg.

          • IchIngrid Crystal

            Ich habe es so verstanden, das bürsten dazu gehört, auch um Staub usw. aus dem Haar zu bekommen. Bürsten bringt die einzelnen Strähnchen die sich zusammen kringeln, auseinander, und damit ist es kraus. Das ist einfach mechanisch so.
            Wie ist das dann bei Verschmutzungen? Ich muss zB zuweilen mein Ofenrohr putzen und das rußt, und damit hab ich auch Rußstaub auf dem Kopf, und nur mit Wasser???
            Übrigens benutze ich auch die Alepposeife für die Hände, und ich hab seit dem keinerlei Problem mehr mit rissigen Händen wie ich sie früher oft hatte, grad im Winter, also trocknet die Seife nicht aus. Ich hab nur dann noch Probleme wenn ich in Spülmittel oder Putzmittel greife, logisch.
            Mit dem Roggenmehl hab ich gelesen, ich hab den Newsletter von samrticular.
            Ist aber schon ein bisschen ne Sauerei, lach, hab ich vor einiger Zeit mal probiert. Ich hab grad mal noch ein Bild gemacht und mir die Haare gebürstet, weils mich selbst interessiert hat. Gebürstet – und eines nach dem waschen

          • Cl Lu

            Klar kann man das Bürsten zum Entstauben nutzen. Muss man aber nicht denn Wasser entstaubt ja auch. Das wäre bei der Sebum only Methode der fall, da gibt es ja kein Wasser ;-)

            Also Rußstaub zählt nicht zu meine Erfahrungswerten :-)
            aber Ölkuren :-) eine lauwarme Ölkur bekomme ich mit 2-3 warmen Wo-Wäschen hintereinender und dem Handtuch dazwischen raus. Ansonsten kann man bei eingespielten, sauberen WO Wäschen auch durchaus in Notfällen mal normal waschen, dazu sind die milden Waschmittel geeignet. Da man das nicht regelmäßig wie 1 x alle 2 Wochen macht, zieht das keine negative Veränderung in der Talgmenge nach sich.

            Klar dass die seife an den Händen nicht so wirkt wie bei Haarsträhnen. Meine Haut kommt auch super mit Kernseife klar. Ist besser wie früher, glatter etc. Cremes und Lotions habe ich noch nie verwendet.

            Diese Naturseifen sind ja auch keine konventionellen Shampoos . Kernseifen haben z.b. einen leicht basischen ph Wert von 8,5. Haarseifen können 9-10 haben und sind dementsprechend schon im Feinwaschmittelbereich.

            Meines Wissens nach ist die Alepposeife eine Kernseife und keine überfettete Seife.

            Zur Sauerrei bei Roggenmehl: naja Sauerrei ist ne andere Sache. Viel schlimmer finde ich zähe Seifenrest, die am Waschbecken und dusche pappen. Du scheinst kein hartes Wasser zu haben :-)
            Denn Seifenreste ergeben mit kalk Kalkseife vom Feinsten. Lässt sich nicht so einfach nur mit Wasser abspritzen wie Roggenmehl. Seit dem ich kein Roggenmehl mehr zum Duschen verwende, schimpft mein Mann über den Seifenbatz, der die Dusche verschmiert und nicht einfach so mal abgeht. Da ist Körpereinsatz gefragt. :-) also Sauerei nur in den Kleckerspuren an der Duschwand und -boden. Da das aber mit der Brause schell abgespült ist, ist das eine Handbewegung die man eh nach dem Duschen macht.

          • John

            Hallo,
            Ich habe die Methode nun auch eine ganze Weile benutzt. Nun ,fast ein Jahr.
            Jedoch habe ich momentan vermehrt Schuppen bekommen und bin kurz davor KET SChuppenshampoo oder das Aldi Antischuppenshampoo zu nehmen,Ich will das aber NICHT

            Kurz zu mir
            m(26), schwarze mittellange haare (20cm oben, Seiten 10 cm ca)

            Ich habe bis jetzt keine Wildschweinborste genommen, sondern nur so ne wirklich alte Rundbürste.

            Sollte ich mir eine Wildschweinborste zulegen und dann immer vor dem Duschen sie nutzen?
            Mein Wasserhärtegrad ist 13,2., ist das in Ordnung für die Wasser only methode?

            Ich mache 3x und mehr die Woche Sport und schwitze da ordentlich. Wie gehe ich dann vor? Einfach nicht die Haare waschen, andernfalls wäre ich bei minimum diesen 3 Tagen Haarwäsche..

            Ich will die Methode nicht aufgeben,da ich so eine perfekte Haarstruktur habe, aber die Schuppen müssen dafür weggehen!

            Lg,
            John, der auf eine gute Antwort hofft..

          • Cl Lu

            Hallo John deine Wasserhärte ist grenzwertig. aber es geht auch bei härterem Wasser. Hier spielt das Bürsten direkt vor der Wäsche mit der Wildschweinborstenbürste ein große Rolle. Was hast du denn für schuppen? hast du nen wachsigen Haaransatz oder ist eher alles trocken?

            Bei Wachsigerem vielleicht echt wegen der wasserhärte häufiger waschen. ansonsten bei wachsigerem auch einmal mild durchwaschen. z.b. roggenmehl.

          • Jonas

            Hi, Danke dir für deine schnelle Antwort.

            Ich würde definitiv sagen,dass es Schuppen sind. Mein Kopf juckt seit ein paar Wochen doch deutlich mehr. Kann es daran liegen,dass ich lange nicht beim Frisör war? Lasse die Haare gerade speziell oben deutlich länger wachsen?

            Ich würde meine Haare als leicht fettig beschreiben. Wenn ich durch die Haare gehe hab ich einen leichten Fettfilm auf der Hand.. Es ist jedoch nicht so,dass dieser Fettfilm anderen auffällt. Ich denke jedoch,dass dieser dafür sorgt,dass ich anfange zu schuppen.

            Habe sehr kräuseliges Haar, wenn ich NICHT nach dem Duschen mir entweder die Haare mit einer Rundbürste kämme (Borsten aus hartem Plastik vermute ich) oder mehrfach mit den Händen versuche sie platt zu drücken. Dies regt jedoch,wenn ich das richtig verstanden habe wieder die Talgproduktion an..

            Meine Schuppen sind weiße Riesel/Körner, die sich durchs Haar ziehen, Mache ich mir einen Mittelscheitel sieht man sie deutlich am Scheitel(Haaransatz?)

            Du denkst also,dass eine Wildschweinbürste dem ganzen Abhilfe verschafft ? Diese würde ich dann täglich vor dem Waschen benutzen?

            Noch zum Thema waschen. Mir ist es aktuell schwer möglich länger als 1 Tag die Haare nicht zu waschen. 1. aufgrund des Sports und zweitens aufgrund eines deutlich mehr werdenden Fettfilms..

            Möchte ungern dauerhaft auf Alternativmethoden,wie Roggenmehl etc. zugreifen..

            Ich hoffe du weißt Rat,..

            Lg,
            John

          • Cl Lu

            Hallo Jonas,
            es besteht überhaupt kein Muss eine Waschabstand zu haben. Gerade bei einem Umstieg zu einem milderen Mittel wird automatisch eine Abstandsverkürzung notwendig. Schließlich ist das Mittel milder und kann die normale Talgmenge nicht entfernen. ( siehe dazu der Beitrag “Umstellung”, eine Natrontiefenreinigung braucht aber nicht jeder! Aber der Ablauf ist bei jeder Umstellung identisch)

            Durch das mildere Mittel und die häufigeren Wäschen ( kann auch täglich sein) stellt die Talgproduktion nach einiger Zeit fest, das Mittel deiner Wahl trocknet gar nicht so extrem aus wie das frühere und senkt das Einfetten. Nach 3-4 Wochen müssten diese reinen WO Wäschen sogar zu einem veränderten dünnflüssigerem Sebum führen. Es fühlt sich an wie zerlaufenes kokosöl auf der Haut im Vergleich zu Olivenöl. Man kann dieses feiner Sebum allerdings nur feststellen wenn der Grundbatz (altes eingelagerte Sebum am Haaransatz weg ist)

            Du hast für mein Empfinden trotz langer WO Zeit von 1 Jahr ein eher wachsiges Haaransatzgefühl, das sich sicher etwas unangenehm beim Durchfahren mit den Fingern anfühlt. Fettig sieht es nicht aus.

            Hierfür ist mangelndes Bürsten u. a. die Ursache. Auch Wasserhärte und zu lange Waschabstände spielen hier rein.

            Im Detail:

            Feiner Naturborsten bürsten das oben aufgetauchte Sebum in die Längen. Das ist aber nur so lange ermöglicht, solange die Haarlängen noch nicht gesättigt sind. Metall / Plastik oder Holzborsten sind zum Reinigen / Striegeln nicht geeignet. Sie nehmen kein Sebum auf und können es auch nicht in den Längen abgeben. Bei deinen 10 Zentimetern ist das sicher noch nicht so gravierend notwendig. Bei 15 cm sind aber die Haare schon älter als 1 Jahr und Altschäden möglicherweise sichtbar. Bei richtig langen Haaren die zu Trockenheit neigen / oder gar wegen Altschäden Highporosity aufweisen also die perfekte eigene Haarkur durch das Einbürsten von Sebum. Das verteilte Sebum zieht dort durch das Bürsten in den unteren trockenen Partien ein.

            Auch Wasser hat die Möglichkeit das obere Sebum beim Ausspülen in die längen zu verteilen. Das klappt aber in der Umstellungsphase nur bedingt. Meist ist es zu zäh oder zu viel und klebt oben fest. Daher das intensive Bürsten vor der Wäsche um es schon beweglicher und weicher zu machen. Hat es sich umgestellt, fliest es schnell beim waschen über die ganze länge und auch aus dem Haar heraus. In der Anfangsphase also eher mal warm waschen um dieses “Aufweichen” zu erleichtern.

            Wasserhärte. im oben genanten Erfahrungsbericht ist einweiterer Beitrag verlinkt der die Infos zu der Water Only Methode im Detail behandelt. Dort geht es auch um Wasserhärte und die Problematik, dass hartes Wasser mit dem Sebum verklebt, ähnlich wie Kalkseife. Hierzu gibt es einige Tipps wie man diese Wachsansammlungen beheben kann. Von starken Essigrinsen als dauerhafte Wäsche rate ich aber aus heutiger Sicht ab. Die Bürstenmethode ist die Mildeste und greift am wenigsten in die Sebumumstellung ein. Lieber mal eine milde einmalige Grundwäsche nach 3 Wochen durchziehen. Da du lockigere Haare zu haben scheinst, wäre hier trotz Haartyp das feiner RM 1150 sinnvoll. Etwas dünner angemischt und Keine Standzeit. Mischung und Auswaschtipps stehen im Roggenmehlbeitrag 2 drin. Meist nutzt man aber das sirupartige Honigshampoo siehe eigener Beitrag. Du kannst aber auch mit Seife oder Natron waschen, was auch immer du magst. Bei einer einmaligen Nutzung ist die Talgproduktion nach so langen reinen WO Wäschen nicht durcheinander zu bringen. Danach bitte häufiger mit Water only waschen als bislang praktiziert und bei erneutem Einwachsen die intensive Bürstentechnik direkt vor der Wäsche nutzen. bzw. gerne auch zusätzlich am morgen wenn das Einfetten bei dir weiterhin stark bleibe sollte. eine weiter milde Grundreinigung ist normalerweise nicht notwendig.

            Zu der Erkenntnis, dass Bürsten verstärkt einfettet. Ja das ist durchaus so zu sehen. Massagen der Kopfhaut regen die Durchblutung an und das wiederum ebenso wie Wärme die Talgproduktion. .es ist aber frisches Sebum was sich gut verteilen lässt. Es vermischt sich beim Bürsten mit dem Alten und macht es erst einmal dünnflüssiger zum Verteilen in die Längen. Dort trocknet es zwar wieder ein, wenn es anschließend nicht sofort warm ausgewaschen wird. Wichtig ist oben am Haaransatz das altes Sebum wegzubekommen. Kann die Kopfhaut nicht atmen, schwitzt sie vermehrt, dann kommt es zu fettigen Schuppen.

            Für weiter Haarfrage kann ich dir die reine Water only Gruppe auf Facebook empfehlen: “Water only (WO) – No poo “(https://www.facebook.com/groups/274538726269362/?fref=ts) Das ist die deutschsprachige. Andersherum geschrieben landest du in einer Englischen ;-)
            Oder auch meine rund um das NoPoo mit natürliche Mitteln wozu auch WO und SO zählen: “No Poo: HAIRrlich natürlich – Ein Ziel und viele Wege” (Seifen und Natron sind hier eher Randgebiete, die in anderen NoPoo Gruppen im Vordergrund stehen) https://www.facebook.com/groups/HAIRrlichnatuerlich/?fref=ts

            Grüße Claudia

          • Cl Lu

            Ergänzung: Schuppen müssen das nicht unbedingt sein, kann auch getrocknetes Sebum sein. Sieht man hauptsächlich in der Wildschweinborstenbürste. ist ganz feines weißgräuliches “Mehl” und ist cremig fettig wie Makeuppuder ;-) Mit dem letzten vergleich kannst du vielleicht weniger anfangen. Hier mal 2 Fotos https://uploads.disquscdn.com/images/c3d766182800258cc569ff7b6cca4710da29b5a4b69cff59df807929d0777a83.jpg https://uploads.disquscdn.com/images/d56c7b5b8dc4bdc1adb92330a0e8353a4a2e03fa3e5d6e57d8fcfa9f3d75c857.jpg

  • Sabine E.

    Heute hatte ich meinen ersten No Poo – Versuch und ich bin total geflashed. Gestern Abend hab ich nach Lektüre dieses Artikels die Wildschweinborsten – Bürste wieder herausgekramt, die ich mir vor Jahren mal auf dem Mittelaltermartkt gekauft (und seit Rückkehr vergessen) hatte und habe mir die (zu dem Zeitpunkt recht fettigen) Haare gebürstet. Heute hab ich unter der Dusche nur lauwarmes und zum Schluss kaltes Wasser über den Kopf laufen lassen. Zum ersten Mal seit Jahren juckte mir nicht direkt nach dem Haarewaschen (egal mit welcher Art Shampoo) der Kopf!
    Ich scheine zu der glücklichen Gruppe derer zu gehören, die keine Schwierigkeiten mit der Umstellung haben und möchte jetzt keine Chemie mehr an meinen Kopf lassen.
    Klingt wie ein Märchen, aber ich bin echt kein Troll.
    Danke für die explizite Erklärung oben, die hat mir sehr geholfen.

  • Sabine E.

    Heute hatte ich meinen ersten No Poo – Versuch und ich bin total geflashed. Gestern Abend hab ich nach Lektüre dieses Artikels die Wildschweinborsten – Bürste wieder herausgekramt, die ich mir vor Jahren mal auf dem Mittelaltermartkt gekauft (und seit Rückkehr vergessen) hatte und habe mir die (zu dem Zeitpunkt recht fettigen) Haare gebürstet. Heute hab ich unter der Dusche nur lauwarmes und zum Schluss kaltes Wasser über den Kopf laufen lassen. Zum ersten Mal seit Jahren juckte mir nicht direkt nach dem Haarewaschen (egal mit welcher Art Shampoo) der Kopf!
    Ich scheine zu der glücklichen Gruppe derer zu gehören, die keine Schwierigkeiten mit der Umstellung haben und möchte jetzt keine Chemie mehr an meinen Kopf lassen.
    Klingt wie ein Märchen, aber ich bin echt kein Troll.
    Danke für die explizite Erklärung oben, die hat mir sehr geholfen.

    • Cl Lu

      Wenn du hartes wasser hast, dann kann sich hier im Verlauf von weiterne Wäschen noch wachsiges bilden. Dann direkt vor der Wäsche intensiv bürsten.

  • Joel

    Ich wasche meine kurzen Haare seit einigen Monaten mit Seife und bin damit sehr zufrieden. Auf einige Stoffe der Kosemtikindustrie bin ich ohnehin allergisch und manchmal juckt die Kopfhaut auch noch nach dem Gebrauch von Alepposeife (Schafmilchseife scheint etwas besser zu funktionieren). Nur mit Wasser stelle ich mir trotzdem irgendwie schwierig vor. Insbesondere, wenn ich unter meinem Fahrradhelm so richtig geschwitzt habe nach einer anstrengenden Tour, habe ich Bedenken, dass ich mich danach sauber fühle und keinen unangenehmen Geschmack verbreite. Gibt es dazu Erfahrungen?

    • Cl Lu

      Hallo Joel,
      Also ne Erfahrung zum extremen Fahrradhelmschwitzen habe ich nicht, aber 4 Monate reines Water only waschen. Und meine Haare wurden immer nur durch Wasser alleine sauber. Was sauber ist riecht auch nicht unangenehm. Frischer Schweiß im übrigen auch nicht, wenn der Körper an tägliche sportliche Ausdünstungen gewöhnt ist und täglich einmal gewaschen wurde. Seltener Schweiß hingegen, sowie Schweiß von “wenig Flüssigkeitstrinkern” schon.

      Die Frage nach dem Geruch ist auch eine Frage der Waschergebnisse im Umstellungsprozess sowie den Waschgewohnheiten. Generell tun sich Leute mit kurzen Haaren leichter bei einer Umstellung zu Water only. Auch die, die kein hartes Wasser haben. Ich fang also mal von weit her an:

      Nur mit Wasser zu waschen ist nicht gruselig. Es fördert keine Läuse und Pilze auf dem Kopf wie einst zur Perrückenzeit und der “ich wasch mich nicht Einstellung”, die durch die Pest begünstigt wurde.
      Früher hat man sich auch eher selten die Haare gewaschen, dafür sehr häufig gebürstet. Beides waren ausreichende Reinigungsmittel um den Kopf sauber zu bekommen. Man hat dieses jedoch verlernt richtig anzuwenden. Zum einen haben sich die Haarbürsten verändert, die Dauer des Bürstens und die Handhabung nur mit Wasser zu waschen. Kein Wunder, denn mit Einzug von Seife und Shampoos wurde das Prozedere wassersparender, kürzer und wohlriechender. Das Prozedere der Water only Methode wird hier noch einmal ausführlicher behandelt. http://www.smarticular.net/ohne-shampoo-haare-waschen/

      Dabei vergisst man, dass jedes Haar muffelig riechen kann wenn es ein paar Tage nicht gewaschen wurde und da spielt das Shampoo erst einmal keine Rolle. Das was du beim Shampoo riechst, sind die Duftstoffe, die aber spätestens nach 24 Std auch verflogen sind und der Kopf riecht nach sich selbst. Für den einen mag das schon unangenehm riechen, denn auch bei konventionellem Shampoo bilden sich auf der Kopfhaut mit zunehmendem Schwitzen Wasser, Salze und Fettsäuren. Letzteres wird wie unter den Armen von einer Armee lieber Bakterien vertilgt und dabei stoßen sie unangenehme Gerüche aus.
      Derjenige, der also vermehrt schwitzt oder mehr Talg auf der Kopfhaut hat, bietet diesen netten kleinen Lebewesen eine super Basis. Kommt es zu einem Überhang an Talg, Bakterien und Dreck können auch Pilze entstehen. Das nur mal so erwähnt. Wer also nicht wäscht egal mit was sorgt für üble Gerüche und noch mehr.

      Wird deine Kopfhaut durch eine reine Wasserwäsche richtig sauber kann also nichts stinken. Abhängig von deinem Vorgängerwaschmittel wird deine Kopfhaut mehr oder weniger sauber. Damit trocken gewaschen. Durch die Trockenheit wird die Talgproduktion angekurbelt. Hast du also mit einem starken Mittel wie konventionellen Tenside täglich gewaschen, wird durch Water only eine tägliche Wäsche meist noch kein sauberes Ergebnis erzielen. Je milder das Waschmittel war desto geringer ist deine tägliche Einfettung und die zu Beginn ggfs notwendige tägliche Wasserwäsche erfolgreicher. Auch eine natürliche Seife oder Natron zählt zum Beispiel im Vergleich zu Roggenmehl oder Honig zu den stärkeren natürlichen Reinigungsmitteln.

      In der Anfangszeit ist der Talg noch zäher, denn er ist auf das milde Wasser noch nicht eingestellt. Nach 3-4 Wochen verändert sich dieser zu einer dünnflüssigeren und eher ölig wirkenden Flüssigkeit was das Auswaschen und die Ergebnisse deutlich verbessert. Die Waschabstände verlängern sich durch diese langanhaltende milde Wasser-Reinigung von alleine.

      Auch die Wasserhärte hat einen Einfluss auf das Waschergebnis, denn Kalk und vermehrter Talg in Kombi kann zu wachsigen Belägen führen. All dies ist aber durch häufigeres Bürsten mit einer Wildschweinborstenbürste oder häufigeres Waschen mit ausschließlich Wasser zu bewerkstelligen.

      Die Belohnung dieser Umstellung ist von Natur aus gepflegtes Haar, das keine Stylingprodukte für Volumen oder Feuchtigkeit / Ölkuren benötigt, wird schnell unter jedem Wasserhahn oder in einem geeigneten See sauber und ist in 10-30 Minuten ( abhängig von der Haarlänge und Dicke) komplett ohne Föhn durchgetrocknet. Sollte also irgendwo saubres Wasser nach der Fahrradtour in Sichtweite sein, Kopf drunter und das Problem Geruch hat sich verflüchtigt. Den stinkenden Fahrradhelm würde ich dann aber auch mal waschen ;-)

  • Katerina

    Hallo an alle,habe eine Frage an euch. Habe letzte 2 Wochen meine Haare mit Roggen Mehl gewaschen- super Ergebnis gehabt. Nun frage ich mich ( gestern habe ich zum ersten mal meine Haare nur mit Wasser gewaschen ) wie oft muss ich sie waschen in der Anfangsphase? Klar ist, dass jedes Haar anders ist und andere Pflege braucht. Mal abwarten was daraus wird, ich hoffe, dass ich durchhalten kann. Paar Wochen sind okay aber Monaten? Danke für den super Bericht von dir. Noch was- da ich Vegan lebe welche andere Bürste wäre zum empfehlen? Eventuell Tenggle Teeser oder wie auch immer das heissen mag? Dankeschön

    • Cl Lu

      Hallo Katerina. der Waschrhytmus hängt ganz von deinem alten Waschbedarf und der Roggenmehlkonzentration ab. Je dünner das Roggemehl noch fettfreie saubere Ergebnisse erzielte, desto wahrscheinlicher ist es dass das Waschergebnis auch auf mehr als nur eine Wasserwäsche sauber bleibt. Ebenso von deiner Wasserhärte. Wenn deine Haare fettig aussehen sofort erneut waschen. Wenn sie sich nicht wirklich stylen lassen weil sie am Haaransatz irgendwie wachsig sind, dann spielt die Wasserhärte oder die Dauer deiner Wateronly Zeit eine Rolle. Entweder hat sich das Sebum noch nicht verflüssigt ( das ist so in der 3.-4 Woche) oder der angesammelte Resttalg, der durch die milde wasserwäsche nicht rausging, hat sich mit Kalk dann zusammen gebatzt. Das kann aber auch durch zu starkes Einfetten noch der Fall sein. Der tägliche Talgeinschuss verringert sich bei ausschließlicher WO Wäschen. Sind 3-4 Wochen rum, ist eine milder Haarwäsche zum Entfernen des alten zäheren Talgs sinnvoll, aber kein Muss. Es sollte aber die Ausnahme sein und nicht vorher erfolgen. Denn jede Art von Wäsche, sei es Trockenshampoo, Essigspülung, entfettende Spülung oder sehr milde DIY Nopoo-Shampoos wie Honigshampoo oder Roggenmehlshampoo trocknen die Kopfhaut aus, und regen erneut die Talgproduktion an. Eine wirkliche Umstellung des Talges kann nur durch reines Water only oder reines Bürsten entstehen. Hier nochmal der Link zur Water Only -Methode http://www.smarticular.net/ohne-shampoo-haare-waschen/

      • Lucie

        Hi,
        Ich probiere seit einem Jahr möglichst mit Roggenmehl zu waschen und versuche mich jetzt seit 3 Wochen an water only.
        Meine Frage ist jetzt allerdings, woran ich erkenne, dass sich das sebum verflüssigt. Vermutlich auch daran, dass es sich leicht verteilen lässt, aber ich habe mal gelesen, dass es so gut wie ‘herunterfließen’ soll – kann man sich das tatsächlich so vorstellen oder zeigt sich die Veränderung subtiler?
        Viele Grüße,
        Lucie

        • Cl Lu

          es lässt sich leichter auswaschen. man braucht weniger Mechanik, weniger wärme, weniger Wasser. Würde man die alte Startpraxis weiter beibehalten führt das im Extremen dann zu trockener Kopfhaut. So deutlich fällt es aber selten auf.

          was allerdings auffällt ist, dass beim ersten einfetten die Haareinsätze schneller flächiger fettig sind.

          es zeigt sich besonders dann wenn man sich aufgrund von Verschlechterungen ( wachsigere Haaransätze durch hartes Wasser / kein intensives Bürsten) eine milde Wäsche für sinnvoll herausstellt. nach dieser wäsche zeigt sich dann auch ganz deutlich dass das einfetten flüssiger verläuft. es macht also durchaus mal Sinn nach 3- 4 Wochen milde mit einem verdünnten Roggenmehl oder ähnlichem zu waschen. diese alten zähen Talgansammlungen sind dann weg und das dünnere zeigt sich deutlich. vielleicht hilft der Beitrag ja weiter: https://www.smarticular.net/ohne-shampoo-haare-waschen/

  • Saskia

    Hallo ihr Lieben!
    Ich habe vor 6 Wochen aufgehört meine Haare mit Shampoo zu waschen und sie seit dem nur mit wasser ausgespült. Leider kam halloween dazwischen wo meine haare ca 10 liter haarspray ausgesetzte waren. Aber auch danach habe ich kein Shampoo benutzt.
    Jetzt lese ich hier überall, dass man seine Haare nur noch 2 mal die woche waschen braucht. Meint ihr damit genrell mit wasser oder tatsächlich mit shampoo ? Eigentlich hatte ich mit no-poo begonnen weil meine haare so lang und und das waschen mit shampoo echt lästig ist und ewigkeiten dauert.
    wenn ich sie aber dann jetzt doch wieder wasche hat mir das ganze ja recht wenig gebracht :D

    Danke für eure Antworten !

    • Cl Lu

      Hallo Saskia, das mit Halloween ist auch nicht so dramatisch. Mit einer milden Wäsche ( Roggenmehl, Essigspülung Honigwäsche… ) bekommt man schon einiges raus. Ist immer die Frage was in dem Haarspray drin war. Codecheck bietet da eine gute Hilfe. Auf der rechten Seite werden dann wenn man z, b. Bedenklich anklickt die Stoffe erläutert. ist nicht bei allen so, aber doch sehr informativ. “…Ethicone” sind z.B. Silikone. Polyquaternium ein billigerer Ersatzstoff mit ähnlicher wirkungsweise. Essigspülungen lösen auf Dauer auch einige Silikone. Manche sind öllöslich. Natron als Tiefenreinigung daher vielleicht nicht zwanghaft notwendig.

    • Cl Lu

      als Muss ist das sicherlich nicht so. das hängt vom haar ab. dieser Beitrag ist eher ein Erfahrungsbericht. manche waschen auch täglich, was u.u. in der Umstellung auch Sinn macht. Besonders wenn man hartes Wasser hat und die Kopfhaut noch viel Sebum produziert. ich kann daher nur empfehlen die Haare nach Bedarf waschen. sich an Waschabstände zwanghaft zu halten, halte ich bei WO generell nicht für den besten Tipp. Mit so milder Wäsche sind Hormonumstellungen, stressige Tage… auch schneller sichtbar im Ergebnis, das dan tagesabhängig aders aufallen kann wenn man auf einen fixen abstand wäscht. hat dann bei hartem wasser schnell das risiko mit dem kalk zu wachs zu verkleben. in Reihe führen solche zustände dann zu einem kaum zu rettenden Zustand. milde Haarwäschen mit verdünntem Roggenmehlmischung oder Honigmischung oft noch ausreichend. ein Griff zur Kaufprodukten noch unnötig.

    • Cl Lu

      wir meinen kein Shampoo. hier ist entweder Wasser wie hier im Beitrag gemeint oder eben eine milde DIY Mischung wie z.b. Roggenmehl oder Honig etc. Ich hoffe alle Fragen erwischt zu haben. Falls noch was offen ist, bitte noch mal nachfragen.

  • Graziella Di Dio Palermo

    Hallo zusammen, ich habe gerade eben diese Seite entdeckt und mal alles durchgelesen. Ich komme mal zu mein Problem: Mein haar tendiert schnell fettig zu werden, hab alle mögliche Produkte probiert, bin zum Hautarzt gegangen, der mir einen Shampoo aus der Apotheke empfohlen hat; leider konnte ich daraus kein Ergebnis ziehen. Jetzt hab ich von diese No-Poo Methode gehört und hab gleich gestern damit gestartet und habe meine haare nur mit lauwarmes Wasser gewaschen. Meine frage ist: Wird das mein haar denn wirklich helfen, dass sie nicht mehr so schnell fettig werden? Meine haare sind sehr lang und fein. Ich würde mich freuen wenn mir jemand da weiterhelfen könnte.. Dankeschön

    • Hallo Graziella, in jedem Fall dürfte es hilfreich sein, durch die No-Poo-Methode Haut und Haar erstmal zu ihrem natürlichen Gleichgewicht kommen zu lassen, das kann einige Wochen dauern. Wenn du dann nach 6-8 Wochen (manchmal auch länger) weißt, wie sich dein Haar ohne die ganze Beeinflussung durch Shampoo, Spülungen, Kuren, Haarspays und dergleichen mehr verhält, kannst du auch besser gegen bestimmte Probleme vorgehen. Liebe Grüße!

  • Brigitte Krabichler

    Ich habe sehr krauses feines Haar ca. schulterlag, wasche mir seit Jahren nur 1x pro Woche die Haare (da sehr trocken) und bürste sie nur einmal pro Woche nach dem Waschen, denn bei mir bilden sich sehr schnell Nester und bürsten ist für mich immer eine große Qual außerdem sahen meine Haare nach jedem Bürsten mehr wie ein explodierter Mopp aus, seit ich sie nur noch 1 mal pro Woche bürste fallen die Locken viel schöner. Ich bin nicht sicher ob sich WO für mich eignet denn, wenn ich bürste ziept es richtig ordentlich. Hat jemand eine ähnliche Haarstruktur und kann berichten wie es bei ihr so beim Bürsten läuft?

    • Cl Lu

      Hallo Brigitte, vielleicht eignet sich bei deinem Haar die Methode Sebum only eher. Allerdings solltest du durchaus noch einfetten, wenn das nicht der Fall ist wird es schwer. Dann braucht es noch extra Fett / Ölhilfe. http://www.smarticular.net/sebum-only-no-wash-natuerliche-haarpflege-leicht-gemacht/ Aber versuchen könnte man es ja. dein haar scheint sich ja mit einfetten und Ölen erst richtig zu locken.

  • Gabi Niersberger

    Hallo. Ich wasche seit einigen Wochen meine Haare nur noch mit Natron, Honig oder Ei und spüle mit selbstgemachten Apfelessigwasser nach. Meine langen Haare sind jetzt sehr glänzend und weich und sie sind nicht mehr so trocken. Wird das noch besser, wenn ich die Haare nur noch mit Wasser wasche?

  • Krammer

    Zum Bürsten: Bürstenmacherei Steinbrück, Naumburg. Bürsten können auch online bestellt werden. Z.B. Nr. 21, Wildschweinborsten- Bürste.

  • Tanja Stenger

    Ich habe das auch letzten Winter versucht, nach mehr als 8 Wochen aber aufgegeben, weil kein Fortschritt zu erkennen war bei 2-3x/Woche mit Wasser waschen und täglich kräftig bürsten. Ich will es tendenziell noch mal versuchen. Im Moment wasche ich mit Haarseife von Lush 2-3x pro Woche, und meine Wildschweinborstenbürste ist mir heilig. Habe lange eher dünne glatte Haare, die im Ansatz spätestens 1,5 Tage nach der Wäsche wieder fettig sind, und habe weiches Wasser. Ich wollte beim letzten Versuch eigentlich nur meinen Waschabstand verlängern und das synthetische Zeug loswerden, aber wenn ich das hier so lese, muss ich vielleicht zunächst häufiger waschen. Was mich noch abhält: der ganze Prozess wird doch gestört, wenn ich alle 1-2 Wochen eine ausgiebige heiße Badewanne genieße – mit (natürlichen) Badezusätzen und Seife, und die Haare müssen natürlich auch rein…- oder?

  • Jenni

    Hallo, werde die Methode jetzt auch mal probieren. Bei den gängigen Shampoos und Haarpflegeölen hatte ich immer den Eindruck, dass sie meine Haare irgendwie abhängig machen. Wenn ich zb. Das Pflegeöl mal nicht drauf gemacht habe, sahen meine Haare noch schlimmer aus als vor dem ganzen öl. :/ wie seht ihr das?
    lg

  • mona

    Hallo, ich habe das schon mal ausprobiert aber nicht durchgehalten. .ich gebe dennoch nicht auf. Zwischendurch, wenn meine Haare so vom Shampoo “überpflegt” sind, dann mache ich ein Kopfhautpeeling mit bio Kaffeesatz. Das stärkt die Haarwurzeln und pflegt die Kopfhaut. Dazu bekommt man auch noch super Volumen :) Nach deinem Blog bin ich wieder richtig motiviert die no-poo sache durchzuziehen und werde dazu ein paar Tricks wie der mit dem Kaffee auf jeden fall anwenden. Sonst ist die Chance wirklich durchzuhalten eher gering ^^
    Danke für deinen Blog :)

  • Constanze Budde

    Hallo zusammen, ich wasche jetzt seit fünf Monaten mit Roggenmehl und zwischendurch nur mit Wasser meine Haare und war bislang mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Allerdings war ich in der Zeit auch in Schweden, wo die Wasserqualität ganz anders war. Jetzt bin ich seit zwei Wochen wieder in Deutschland, und hier in meiner Stadt haben wir sehr hartes Wasser. (Hab gerade mal auf der Seite der Stadtwerke nachgeschaut, wir haben Werte von 14-23 Härtegraden!!!) Seit ich hier also wieder hier bin, ist mein Haar zunehmend wachsig. Ich hab schon verschiedenes versucht; ausgiebiges Bürsten vor und nach dem Waschen und auch zwischendurch am Tag, kaltes Nachspülen nach dem Waschen, überkopf waschen, aufrecht waschen, dünnere und höhere Roggenmehlkonzentration – und jetzt habe ich mir auch eine Wildschweinborstenbürste angeschafft. Damit komme ich allerdings nicht richtig durch mein Haar (das kurz und eigentlich ziemlich dünn ist.) Ich will ungern wieder auf “normales” Shampoo zurückgreifen, aber dieser wachsige Zustand ist absolut nervig. Habt ihr noch irgendwelche Tipps auf Lager, wie das besser werden kann?

    • Marla

      Hallo Constanze, das harte Wasser hier macht es uns wirklich nicht einfach, sei es beim Wäschewaschen, als auch bei der Haarwäsche. Du könntest es mit Natron versuchen: http://www.smarticular.net/anwendungen-fuer-natron-das-wundermittel-fuer-kueche-haus-garten-und-schoenheit/ oder hier nach natürlichen entfettenden Naturprodukten fündig werden: http://www.smarticular.net/natuerliche-hausmittel-gegen-fettige-haare/. Vielleicht findest du in diesem Beitrag noch ein paar nützliche Tipps: http://www.smarticular.net/umstellung-silikonfrei-shampoo-tipps/ Viele Grüße und viel Erfolg!

    • Cl Lu

      Hallo Constanze, ja das harte wasser bei dir kan shcon echt schwierig sein. bei 14-16 würde ich sagen geht es ganz gut wenn du dich auf das reine waschen mit Wasser beschränken würdest. das heißt aber auch eine vorhergehende Talgreduktion durch das verdünnte Roggenmehl als alleiniges Waschmittel zu nutzen. wenn die waschergebnisse noch mit verdünntem weißen wasser fettfrei mit 3-4 tagen sind, istd er umstieg auf nur wasser erleichtert. wenn du dann auf ausrutscherwäschen ( verdünntes Roggenmehl, oder saure Rinsenwäschen) möglichst verzichtest, reduziert sich das sebum weiterhin. nach 3 -4 Wochen hast du dünnflüssiges Sebum, das sich viel leichter auswaschen lässt. und da es sich weiter in der täglichen Menge reduziert kann auch irgendwann nichts mehr zu wachs reagieren. (im umstieg auf water only ist allerdings mit anfänglichen täglichen Wäschen zu rechnen)

    • Cl Lu

      Hast du härteres Wasser hilft auch das Wasser vorab abzukochen und mit dem Wasser am Ende zu spülen. Direkt vor der wäsche intensiv zu bürsten ist generell ein Tipp der die doch nur wärme und mechanische Wäsche von WO stark unterstützt. Um allerdings einen guten neunen Start zu haben ist ein fett- / wachsfreies Ergebnis Voraussetzung.

  • Jenny

    Hallo an alle,

    ich wasche meine Haare seit 5 Wochen mit Water only. Ich habe überschulterlanges, sehr trockenes und stumpes Haar, was besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit auch kraus werden kann. Ich habe viel über Water only gelesen und erhoffe mir langfristig gesünders, genährtes, weiches Haar mit mehr Glanz: )

    Zu meiner Harrroutine: Ich wasche nur einmal pro Woche mit Water only (da ich vorher auch nur selten gewaschen habe und ja generell möchte, dass sich die Talgmenge durch die großen Waschabstände reduziert). Zudem habe ich in den ersten 2,5 Wochen gar nicht gewaschen, da ich wollte, dass das Sebum möglichst schnell in den trockenen Spitzen ankommt. Das war eine ziemlich fettige Angelegenheit, aber ich hatte Grippe und war ohnehin zuhause; ) Ich bürste mein Haar täglich mit mindestens 100 Bürstenstriche mit der Wildschweinbürste. Zudem massiere ich vor dem Waschen (und gelegentlich zwischendurch) die Kopfhaut ausgiebig und ziehe das Sebum mit den Fingern durch die Haarlängen bis zu den Spitzen.

    Nun zu meinem Problem: Ich habe ziemlich wachsartige Haaransätze am Haupthaar (der Nacken ist nach wie vor total trocken, mein Dauerproblem). Dies wird zwar durch Bürsten reduziert, trotzdem ist das Haar nicht wirklich weich, sondern eher ein bißchen klebrig, so dass es auch mal in der Tolle stehen bleibt: /

    Ich habe gelesen, dass das Sebum sich nach 3-4 Wochen von wachsartigen Zuständen eher zu einem flüssigeren Zustand verändern soll. Dies ist bei mir aber nicht der Fall. Saure Rinse möchte ich nicht machen, da ich gelesen habe, dass dies austrocknend ist und Trockenheit ja mein Hauptfeind ist, den ich bekämpfen will; ) Ich frage mich, ob ich öfters waschen müsste, das habe ich hier aufgeschnappt, weil die mildere Waschmethode kürzere Waschabstände erfordern soll. Anedereseit möchte ich ja viel Sebum für meine trockenen Längen (vor allem im Nacken) Könnten kürzere Waschabstände trotzdem die Lösung sein? Oder brauche ich nur mehr Geduld? Weiß jemand Rat?

    PS: Habe ziemlich hartes Wasser und mir vor 2 Wochen einen Duschfilter bei amazon angeschafft, dies macht aber keinen merklichen Unterschied. Die Bürste ist immernoch voller grauer, klebriger Flusen (reinige ich täglich).

    Freue mich auf Euer Feedback!
    Liebe Grüße,
    Jenny

    • Dieses Problem tritt während der Umstellung häufiger auf. Claudia hat in ihrem Beitrag über Water-Only hilfreiche Tipps dazu: http://www.smarticular.net/ohne-shampoo-haare-waschen/

    • Cl Lu

      Hallo Jenny. das Kind ist schon in den Brunnen gefallen würde man sagen. ist in dem Fall jetzt kein Problem. Wachsige Zustände in einer solchen Konzentration von über 5 Wochen bekommst du nur noch mit einer milden Grundreinigung weg. heißt das Mittel erhöhen. Wenn du ausschließlich mit Wasser wäscht reicht eine normale Roggenmehlwäsche oder eine Seifenwäsche mit saurer Rinse wenn du noch nie mit Roggenmehl gewaschen hast. Diese sollte dann fett- und wachsfreie Zustände wie bei Shampoo hervorbringen. Es sollten wirklich keinen Reste von Wachs vorhanden sein. Danach nur noch mit Wasser waschen und ggfs auch in kürzeren Abständen wenn du hartes Wasser hast.

      Das Risiko ist allerdings dass du die 3-4 Wochen für diese milde Grundwäsche schon überschritten hast. die Talgreduktion könnte ggfs schon sehr stark reduziert sein, sodass eine erste Kopfhautaustrocknung die Folge bei zu starker Entfettung sein kann. Das ggfs dünnflüssigere Sebum bleibt dir aber durch diese einmalige Aktion erhalten.

      Beim ersten einfetten wirst du einen Unterschied feststellen. es zerläuft sehr schnell sehr breit = spreitende Eigenschaft. diese wird dir dann helfen das Sebum leichter mit der bürste in die Länge zu bekommen, aber auch beim auswaschen. da du sehr trockenen Haarlängen hast, rate ich dir direkt vor der Wäsche zu bürsten und das Sebum in der frischen und trockenen bürste zu bunkern. nach der Wäsche dieses gelagerte Bürstensebum wieder ins trockene Haarbürsten. das ist nicht viel aber es ist ein wenig besser.

      Generell auch weniger stark entfettend waschen. auch das kann danach ein hilfreicher tipp sein. Solltest du hartes Wasser haben kann aber u.U. die Tägliche Wäsche noch notwendig sein bis sich die Sebummenge noch weiter reduziert hat um nicht mehr mit hartem Wasser zu reagieren.

      Aber viellicht ist auch die methode sebum only für dein haar genau das Richtige. auch hier macht es Sinn erst einzusteigen wenn die sebumproduktion schon merklich weniger geworden ist. Das dünnflüssigere Sebum ist dann der früheste Umstieg in Sebum only. http://www.smarticular.net/sebum-only-no-wash-natuerliche-haarpflege-leicht-gemacht/

  • Guatzc Uli

    Hallo kann man es auch für eine fast Glatze bzw kurze Haare, anwenden? Wenn ja, wie genau? Wie sieht mit dem Geruch, Schmutz u. Bakterien aus?

    Wie sieht für den kompletten Körper aus? Gibt auch sowas ähnliches?

  • An5js

    Hallo wie wendet man an für eine Glatze bis zu rasierte Haare an den Seiten und in der Mitte nur sehr wenige Haare.

    Wie sieht mit dem Geruch aus für sich selber und andere. Was ist mit Schmutz und Bakterien?

    Wie oft soll man machen? Wie bisher alle 2 Tage mit shampoo außer bei heißen Tagen oder körperliche Tätigkeiten

    Einfach unter der Dusche so 10-15min sich waschen, kein schrubben? Einfach die Dusche machen lassen.

    Jetzt mit der Bürste oder Kamm aber wie bei so wenig Haaren?

    Kann man auch für den kompletten körper anwenden?

    Ich hoffe sie können mir weiterhelfen. Bitte.

    • Marla

      Vielleicht kann dir @cl_lu:disqus helfen oder du stellst deine Frage in unserer Leser-Talk-Gruppe auf facebook: https://www.facebook.com/groups/smarticularlesertalk/ vielleicht hat dort jemand ähnliche Bedingungen und kann berichten, Viele Grüße!

      • Cl Lu

        ich würde gerne auf die Frage antworten doch die Antwortfunktion direkt auf die Frage ist nicht möglich. ggfs dem Fragenden anders zusenden.

        Ja das bürsten ist bei Glatze nur an den Stellen notwendig an denen Haare sind. Es ist auch kein muss. Auch macht es keinen sinn mit einer Bürste zu bürsten, die nicht Naturhaare hat. Gebürstet wird bei Water Only nur bei schlechten Waschergebnissen oder bei starken Einfettungen um den Talg von der Kopfhaut wegzubekommen. Denn bleibt das Fett auf der warmen Kopfhaut oder in den Haaransätzen weil die tägliche Wäsche dieses nicht wegbekommt, dann fängt es zu stinken an. So soll es nicht sein. daher lieber häufiger mit Wasser waschen und etwas schrubbeln und bei restfetten die Bürste driekt vor der Wäsche verwenden.

        Hat jemand wenige Haare ist eine gute Durchlüftung schon gegeben, ein Einwachsen ist somit schon unwahrscheinlicher.

    • Marla

      Von @cl_lu:disqus ich würde gerne auf die Frage antworten doch die Antwortfunktion direkt auf die Frage ist nicht möglich. ggfs dem Fragenden anders zusenden.

      Ja das bürsten ist bei Glatze nur an den Stellen notwendig an denen Haare sind. Es ist auch kein muss. Auch macht es keinen sinn mit einer Bürste zu bürsten, die nicht Naturhaare hat. Gebürstet wird bei Water Only nur bei schlechten Waschergebnissen oder bei starken Einfettungen um den Talg von der Kopfhaut wegzubekommen. Denn bleibt das Fett auf der warmen Kopfhaut oder in den Haaransätzen weil die tägliche Wäsche dieses nicht wegbekommt, dann fängt es zu stinken an. So soll es nicht sein. daher lieber häufiger mit Wasser waschen und etwas schrubbeln und bei restfetten die Bürste driekt vor der Wäsche verwenden.

      Hat jemand wenige Haare ist eine gute Durchlüftung schon gegeben, ein Einwachsen ist somit schon unwahrscheinlicher.

  • Isa

    Haii :)
    Ich hätte da mal eine frage bezüglich der Water only Methode..
    Ich arbeite in einer Bank am Empfang und muss dementsprechend gepflegt aussehen.. Was kann ich mit meinen Haaren machen damit ich nicht schief angesehen werde?

    • Marla

      Hallo Isa, du kannst dich der Water-only Methode annähern und ab und zu mit etwas Roggenmehl waschen, wenn es zu fettig werden sollte. Ansonsten könntest du auch einen kleinen schicken Hut aufsetzen, deine Haare zusammenbinden oder mit Spangen fixieren. Ob ein Hut möglich ist, solltest du vorher abklären lassen, da kenne ich mich nicht aus. Eine weitere Möglichkeit, wäre damit in einem längeren Urlaub anzufangen. Ich hoffe es ist etwas dabei, was dir hilft. Ganz liebe Grüße!

  • Dannahn

    Hallo, ich wasche meine Haare seit fast sechs Wochen nur mit Wasser. Obwohl ich viel bürste, auch vor dem waschen sind meine Haare in den Ansätzen ganz fest. Da wir recht hartes Wasser haben, ist das vermutlich die beschriebene Kalkseife. Im strengen Dutt fällt es nicht besonders auf. Aber etwas anderes geht nicht und das bürsten wird dadurch auch erschwert. Ich hätte es gerne ohne Shampooersatz geschafft, frage mich aber langsam, ob es auf diese Weise irgendwann weg geht oder eben doch eine intensivere Reinigung braucht. Was meint ihr?

  • Sofia

    Da ich meine Haare ca jeden zweiten Tag waschen musste, weil der Ansatz so schnell fettig wurde, habe ich mich auch dazu entschlossen mir das Shampoo zu entwöhnen. Habe also die Haare erstmal nur mit Backpulver gewaschen, schließlich auch das weggelassen und wasche sie jetzt seit ca zwei Monaten nur noch mit Wasser, 1-2 Mal die Woche. Leider ist der Ansatz noch immer fast genauso fettig wie am Anfang der Entwöhnung. Ich achte darauf den Talg mit einer Bürste in die Längen zu verteilen, habe sehr dichtes, dickes Haar. Da ich schon so lange durchgehalten habe, werde ich es noch eine Weile weiter versuchen, aber ich habe mir schon überlegt zumindest wieder Natron oder Haarseife zu verwenden. Ach ja, und weil meine Haarlängen sehr strapaziert und ausgetrocknet sind, verwende ich dort trotzdem noch eine Pflege, aber das sollte ja die Kopfhaut, um die es mir geht, nicht beeinflussen?

    • Marla

      Hallo Sofia, wenn du eine Pflege in den Haarlängen anwendest, bleibt deine Kopfhaut selbstverständlich davon unberührt. Du könntest es noch mit Roggenmehl http://www.smarticular.net/roggenmehl-statt-shampoo-erfahrungen/ ab und zu versuchen, das entfettet auch stark, weshalb man es nicht zu oft anwenden sollte. Ganz liebe Grüße und halte durch!

  • Jennifer

    Ich würde das sehr gerne mal testen.

    Aktuell wasche ich mir die Haare mit Shampoo von Balea (da heißt es ja, dass es Tierversuchsfrei ist, was für mich auch ein wichtiger Punkt bei der Auswahl ist/war), im Normalfall 2 – 3x pro Woche, je nach dem was ich vor habe (meist Montag Morgen und dann Donnerstag Morgen).

    Ich habe empfindliche Kopfhaut, wenn ich öfter wasche, juckt es.
    Meine Haare wurden das letzte Mal vor 2 Jahren geschnitten und dafür sehen die Spitzen noch ganz gut aus. Habe eher dünne Haare.

    Reicht z.B. ein Wochenende um zu testen, wie gut man das verträgt oder ob man für die Umstellung noch “Zutaten” braucht?

    Eine Wildschwein-Haarbürste habe ich.

    • Marla

      Hallo Jennifer, ein Wochenende ist etwas kurz. Du könntest einen längeren Urlaub dafür verwenden. Ich selbst habe im Winter damit angefangen. Das ist eine super Jahreszeit, bei der man sowieso fast immer Mützen trägt. Immer Sommer eignen sich vielleicht auch Sommerhüte. zutaten brauchst du erst einmal nicht, du könntest dich auch darantasten und die Waschabstände zumindest verlängern und nur noch jeden dritten, dann jeden vierten Tag usw. waschen. Liebe Grüße und viel Erfolg!

  • Vicky

    Ich habe von dieser Methode gelesen, als ich mit meinen Haaren sehr unglücklich war. Kurz nach einem Umzug (-andere Wasserqualität) wurden die sehr langen Haare ab der Schulter immer strohiger, bei rasch fettendem Ansatz. Ich konnte sie kaum mehr bürsten und direkt nach dem Entknoten ging die Bürste trotzdem nicht mehr durch die Längen. Ich habe vorher zum Schutz auch schon nur zweimal in der Woche gewaschen und habe nachdem ich über diese Methode gestolpert bin, von jetzt auf gleich umgestellt. Sofort war eine bessere Kämmbarkeit spürbar. Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass der Körper sich selbst am besten pflegt und reguliert. Was sich aber auch nach bestimmt schon 6 Wochen immer noch nicht gegeben hat und mich mittlerweile entmutigt, ist der wachsige Ansatz. In der Wildschweinbürste bleibt unglaublich viel hängen, sodass ich diese fast jeden zweiten Tag mit Spüli auswasche. Geh ich mit den Fingern durch die Haare, bspw beim hingebungsvollen Ausbürsten, sind diese unglaublich fettig – das dicke Fett – bei mir verflüssigt sich das Sebum gefühlt überhaupt nicht. Das Haar ist in der ersten Hälfte sehr schwer – okay, es fühlt sich in den Längen gepflegter an – und hält dort, wo es mit Kraft hingebürstet wurde, wie ein Helm. Dadurch lässt sich nur mit Mühe ein vernünftiger Zopf machen. Offen kann ich sie aber derzeit noch erst recht nicht tragen. Und durch die feste Konsistenz lassen sich die Schüppchen auch nicht vernünftig ausspülen sondern bleiben wo sie sind. Ich mag bald nicht mehr…
    Für mich wäre ein mildes Waschmittel aus Honig, Roggen oder eine Essigwäsche die allerletzte Option. Ich möchte außer Fingern, Bürste und Wasser eigentlich gar nichts mehr an meine Haare lassen. Was kann ich davor ausprobieren?
    Häufiger waschen? Kühler/heißer waschen?
    Was hat bei euch funktioniert? Ich freue mich auf eure Tipps!

  • Katrin Urland

    Hallo! Ich wasche seit 7 Wochen meine Haare nur mit Wasser. Sie werden und werden nicht besser. Sind sogar schlimmer geworden. Bin fast soweit aufzugeben. Hat noch wer Tipps? Danke

    • Hallo Katrin! Wenn Water-only mit deinem Haar einfach nicht gelingen will, dann probiere es doch übergangsweise mal mit den anderen sanften Methoden, zum Beispiel Haarwäsche mit Roggenmehl oder das zusätzliche intensive Bürsten mit einer Naturbürste. Oft dauert die Umstellung/Entwöhnung von Haar und Kopfhaut eine Zeit lang, aber für manche ist es auch einfach nicht die beste Methode. Liebe Grüße!

  • Anna Biebl

    Ich wasche seit Ende Juni meine Haare grundsätzlich nur noch mit Wasser, ab und zu benutze ich Roggenmehl. Allerdings habe ich immer noch, nach gut einenhalb Monaten einen fettigen Ansatz und es bildet sich ein richtiger Talgfilm auf meiner Kopfhaube. Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich jetzt mehr Haare verliere als sonst. Ich freue mich auf eine Antwort.
    Anna

    • Marla

      Liebe Anna, von Haarausfall kann ich nicht berichten, aber es hat auch bei mir mehrere Monate gedauert, bis sich ein Gleichgewicht eingestellt hat. Bei mir hat es sogar etwa fünf Monate gedauert, davon waren aber nur die ersten wirklich schlimm. Aber es lohnt sich! Ich bin jetzt sehr zufrieden damit meine Haare nur ab und zu mit Wasser zu waschen. Auch mit einer Haarbürste mit Wildschweinborsten bekommt man den Talg sehr gut raus. Wenn es aber nichts für dich ist, ist das auch ok. Liebe Grüße!

  • K-A-T-I

    Hallo, ich wende nun auch schon seit ca. 2 1/2 Monaten die Water Only Methode bei meinen Haaren an. Am Anfang war es sehr schwer, dann wurde es etwas besser und nun bin ich schwer am überlegen, den Versuch zu beenden. Ich habe das Gefühl, dass meine Haare noch dünner als vorher sind, mein Pferdeschwanz sieht nur noch nach Federn aus (es war vorher nicht viel besser, daher wollte ich auch diese Methode ausprobieren). Ich war sehr geduldig, aber nun bin ich ernsthaft am zweifeln, ob es noch Sinn hat. Ich muss dazu sagen, dass meine Haare immer sehr stark gebleicht wurden. Die Längen sind auch noch davon betroffen,m an erkennt das an einer deutlichen Farbänderungen in den Längen. Abschneiden möchte ich diesen Teil aber nicht, denn ich habe etwa schulterlanges Haar, ich müsste es ca. bis zum Kinn wegschneiden, was mir sehr weh tun würde. Das Kopfhaut-jucken ist nach wie vor vorhanden, war vor dem “mit-Wasser-alleine-waschen” genauso vorhanden. Ich habe sehr hartes Wasser, evtl. ist das ein Grund, wieso die Methode bei mir nicht funktioniert?! Habt ihr Tipps für mich, lohnt es sich, weiter durchzuhalten? Offen tragen kann ich meine Haar mittlerweile nur noch in ausnahme Fällen.

    • Marla

      Hallo Kati,

      wenn dein Haar vorher viel behandelt wurde, braucht es sicherlich einige Zeit, bis es sein Gleichgewicht wieder hergestellt hat.

      Bei meinen Haaren (früher als Teenie vielleicht ein bis zweimal gefärbt) hat es mehrere Monate gebraucht, bis es nicht mehr fettig und schwer war. Durchhalten lohnt sich also. Mache es solange du kannst und du dich wohl fühlst. Du kannst auch ab und zu auf Roggenmehlshampoo http://www.smarticular.net/roggenmehl-statt-shampoo-erfahrungen/ umstellen, oder das Trockenshampoo ausprobieren http://www.smarticular.net/trockenshampoo-selbst-gemacht-und-geld-und-zeit-gespart/ um einen sanften Übergang zu schaffen. Natürlich verändert so eine Wäsche wieder das Gleichgewicht und man muss von neuem mit No-Poo anfangen. Es ist jedoch milder als, wenn du wieder ein normales Shampoo benutzen würdest. Je weniger du tust, desto schneller wird es also gehen. Viel Erfolg und liebe Grüße!

  • M_R_E_E

    Hallo,
    Ich hoffe, das hier ist noch aktuell. (:
    Mich hat dieser Artikel dazu ermutigt, auch mit No Poo anzufangen. Ich habe mir dafür eine Wildschweinborstenbürste gekauft und wasche jetzt seit 10 Wochen nur mit Wasser. Hier kommt mein Problem ins Spiel: Es ist jetzt bereits einige Zeit vergangen und meine Haare sehen einfach nicht besser aus. Sie sind jetzt genauso fettig wie am Anfang der Umstellung. Und das bedeutet, sehr fettig. Ich traue mich kaum mit Dutt oder Pferdeschwanz in die Öffentlichkeit und spiele sogar mit dem Gedanken, das Experiment abzubrechen. Dabei will ich das eigentlich gar nicht, denn ich bin von dem Gedanken, meine Haare ganz ohne Chemikalien zu waschen, sehr angetan.
    Meine Haare sind relativ dünn und ich habe sehr viele. Außerdem fetten sie extrem schnell Als ich noch Shampoo benutzt habe, wusch ich sie jeden 2. Tag und sie sahen dementsprechend alle 2 Tage ziemlich fettig aus.
    Seit ich mit No Poo angfangen habe, bürste ich sie gründlich jeden Tag. Seit kurzem massiere ich auch die Kopfhaut beim Waschen und lasse das Wasser wirklich überall hinlaufen. Seitdem kommt es mir so vor, als sei der Ansatz ein bisschen weniger fettig geworden, allerdings nur unwesentlich.
    Ich könnte mir denken, dass es am Kalk in unserem Wasser liegt. Offiziell soll es zwar wenig Kalk enthalten, allerdings verkalkt der Wasserkocher immer ziemlich schnell. Liegt es daran oder vielleicht an etwas anderem, dass ich bisher kaum Erfolge habe? Oder könnt ihr mir generell irgednwelche Tipps geben? Soll ich vielleicht auch einfach so weitermachen und nur Geduld haben? Ich wäre um Antworten sehr dankbar. (:

    • Elia

      Wie oft wäscht du denn mit Wasser? In der Umstellphase kann es nämlich schon mal sein, dass deine Haare jeden oder jeden zweiten Tag Wasser brauchen. Wenn du dir über kalkhaltiges Wasser Gedanken machst, kann ein bisschen Zitronensaft im Waschwasser auch helfen. Auch ein guter Tipp – wenn die Talgproduktion sich gar nicht umstellen möchte – ist, mit Roggenmehl zu waschen (https://www.smarticular.net/roggenmehl-statt-shampoo-erfahrungen/ ). Dieses Roggenshampoo kann man auch nach und nach mehr verdünnen und irgendwann klappt’s dann vielleicht auch mit water only. Auf jeden Fall solltest du dich immer auch noch gut dabei fühlen. Wenn du dich schon nicht mehr raus traust, kannst du ruhig auch erstmal einen Schritt zurückgehen und es später nochmal versuchen. Nicht bei jedem klappt die Umstellung gleich beim ersten Versuch. Also nur Mut! ;-)

      • M_R_E_E

        Danke für die Antwort! :)
        Ich wasche momentan alle 2 bis 3 Tage. Ich glaube, ich werde es mal mit Roggenmehl ausprobieren, hab ein bisschen dazu gelesen. Der Tipp mit dem Zitronensaft klingt auch nicht schlecht. Ich hab gehört, man kann auch Essig gegen Kalk nehmen…
        Wieder zu Shampoo zurückgehen möchte ich nicht, dazu bin ich zu motiviert, es ohne zu schaffen. Noch habe ich ja nicht alles ausprobiert. ;)

        • Elia

          Super. Dann viel Erfolg! Mit der Roggenmehlvariante bist du bestimmt gut beraten. Und ja, Essig geht auch. Das ist das eine “Saure Rinse”. :-)

          • M_R_E_E

            Danke! Ich habe jetzt meine Haare zweimal mit Roggenmehl gewaschen und das Ergebnis ist überraschend! Die Haare haben wieder ihre alte Schönheit zurückerhalten und sind sogar noch etwas seidiger! Ich werde die Roggenmehl-Wäschen auf jeden Fall von nun an öfter durchführen und meine Haare langsam an das Waschen nur mit Wasser gewöhnen. Mal sehen, wie weit es klappt, ich bin jedoch durchaus zuversichtlich. ;)

  • Sarah

    Hallo,

    seit Mai wasche ich meine Haare nur noch ca alle 8-10 Tage mit etwas Natron. Dazwischen 1-2x nur mit Wasser.
    An sich haben sich meine Haare total zum besseren verändert – auch meine Friseurin hat den Unterschied bemerkt.
    Mein Problem ist aber, dass die Haare immer am ersten Tag nach der Wasserwäsche total fettig sind. Schon am nächsten Tag sehen sie viel schöner und weniger fettig aus. Kann mir jemand erklären, woran das liegt? Und was man vllt dagegen machen kann?
    Natürlich bürste ich auch sehr viel, aber am ersten Tag bringt selbst das nicht wirklich was :(

    Danke & liebe Grüße :)

    ps: die Seite hier ist übrigens total toll *-*

    • Marla

      Hallo Sarah, das freut uns sehr! Dein Problem kann evtl unsere Expertin @cl_lu:disqus erklären? Liebe Grüße!

    • Cl Lu

      Das kann viele Ursachen haben. Da ich dein Haar nicht kenne, auch nicht das Waschergebnis nach der Wäsche selbst, hier mal Ansätze zur Ursache:

      1.) Hartes Wasser
      bei ungenügender Entfettung kann das reichlich vorhandene Sebum mit Kalk zu Wachs verkleben. Das Waschergebnis ist also nicht optimal . fühlt sich klebrig oder auch steif an. Durch das Bürsten wird diese zähe Anhaftung weicher, verteilt sich in den Längen und zieht ein, wenn die Haarlängen zu trocken sind. Um das Anfangsproblem zu beheben, ist eine ausreichend hohe saure Rinse notwendig. oder auch kürzere Waschabstände, die den Fettgehalt reduzieren.

      2.) Schelle Einfettung
      Natron ist ein starkes Reinigunsgmittel, daher bietet es oft auch lange Waschabstände. Jedoch kann diese starke Entfettung auch zu einer zu trockenen Kopfhaut führen. Diese sendet dann einen Schnellbestellung Talg zur Linderung ab. In Alarmbereitschaft und da es auch schon Routine ist steht dieses Mehr schnell zur Verfügung. Dieses Mehr bürstest du nun wider in die Längen, die zum Glück trocken genug sidn um es aufzunehmen.

      3.) Trockene Haarlängen
      trockenen Haarlängen sind ein Zeichen von zu starker Entfettung, aber auch von High Porosity Haaren ( geschädigt / erblich bedingt durch Haartyp) Wie oben schon erklärt löst die zu trockene Kopfhaut eine starke Rückfettung aus. Dieses Sebum ist an die Entfettungsstärke gekoppelt und zwar in Konsistenz und Menge. Es soll ja eigentlich nicht komplett entfernt werden, denn die Talgproduktion mag solche Sonderbestellungen nicht. Nun ist Natron aber so stark, dass es dieses weich gebürstet und in die Längen verteilte Fett trotzdem entfernt. Ein Teufelskreislauf beginnt. denn entweder wird die Kopfhaut nun wieder durch die starke entfettung trocken oder du bürstest es nicht in die Längen, wodurch die Haarlängen noch trockener werden. die Haarlängen, die meist mit sehr viel weniger Entfettungsstärke auskommen würden, trocknen weiter aus. was extra Aktionen wie Haarkuren oder Ölungen nach sich zieht. Sinnvoller im Gesamtkonzept ist auf so starke Entfetter zu verzichten und den Haarlängen mit milderem waschen entgegen zu kommen. Dazu muss die Kopfhaut aber stets genau richtig entfettet werden. ggfs im Start auch häufiger mit den milderen Mitteln waschen, denn die Talgproduktion braucht etwas zeit um auf diese veränderte Waschweise zu reagieren. Bis das zähere und mengenmäßig zu hoch produzierte Sebum angepasst ist, sind die milderen Wäschen daher häufiger notwendig. Sonst hat man schnell ungünstige Waschergebnisse, die bei hartem Wasser schnell wieder zu Wachs werden oder dauerhaft fettig in der Optik belieben. Alternativen sind Lavaerde ( die Lavaerde Mischung im Smarticualbeitrag ist jedoch für deine Waschroutine zu milde. Hier bitte im Start die Mischung laut Verpackung von 1:2 nutzen. Oder Roggenmehl das billiger und regional erhältlich ist. Hier die Haartypen beachten. Waschaktiver ist beim Roggenmehl keine Standzeit zu nutzen. Auch sind feinere Mehlsorten nochmal waschaktiver als Vollkornmehl. Fermentierung schwächt die Waschergebnisse, kommt aber dem weniger rückfettenden lockigen oder dicken Haaren mehr entgegen. Anleitung und infos zum Roggenmehl hier: https://www.smarticular.net/roggenmehl-statt-shampoo-erfahrungen/

  • Sarah Maria

    Hoi miteinander. Ich stehe mit meinem Versuch ganz am Anfang (seit 1,5 Wochen). Jedenfalls riechen meine Haare nicht besonders gut – manchmal müffeln sie sogar. :-/ Ist das normal? Hört der Gestank einfach so von selbst nach einer Zeit wieder auf?

  • Sarah Maria

    Hoit miteinander. Ich stehe erst am Anfang meiner “Nur mit Wasser waschen”-Erfahrung (seit 1,5 Wochen). Jedenfalls riechen meine Haare mittlerweile eher ungut – teilweise müffeln sie sogar richtig. Legt sich dieser Geruch mit der Zeit einfach wieder von selbst? Danke und Liebe Grüße, Sarah Maria

    • Lisa Marie

      Hi Sarah, ich habe selbst noch keine Erfahrung mit No-Poo gemacht, aber in allen Berichten, die ich darüber gelesen habe, steht, dass das völlig normal ist. Deine Haare und deine Kopfhaut brauchen eine Zeit lang, um ihr natürliches Gleichgewicht zu finden. Der unangenehme Geruch sollte also bald verflogen sein. Für die Übergangszeit könntest du ätherische Öle oder selbstgemachte Duftwasser verwenden. Links dazu ,hab ich gesehen, gibt es innerhalb der ersten paar Absätzen des Artikels. Viel Glück weiterhin!

      • Sarah Maria

        Hi Lisa Marie, vielen lieben Dank für deine Antwort. Ja, das macht natürlich Sinn. Blöd nur, wenn man so ungeduldig ist wie ich. ;-) In dem Fall weiterhin durchstehen – Duftwasser ist eine gute Idee. Danke dir.

Die besten Tipps kostenlos per E-Mail Mach es wie 25.000 andere Leser und erhalte die besten Tipps und Tricks per Mail!
Wir senden niemals Spam und geben deine Daten niemals weiter. Du kannst dich jederzeit abmelden.