Leben ohne Deo – so geht’s

Kein Deo verwenden und trotzdem nicht stinken - geht das überhaupt? Das Gut-Riechen gehört heutzutage zum guten Ton, wenn man nicht als Außenseiter gelten möchte.

Kein Deo verwenden und trotzdem nicht stinken – geht das überhaupt? Das Gut-Riechen gehört heutzutage zum guten Ton, wenn man nicht als Außenseiter gelten möchte. Dabei stellt sich jedoch kaum jemand die Frage: Warum riechen wir überhaupt? Zwar ist ein gewisser Körpergeruch ganz natürlich und evolutionsbedingt auch sinnvoll, jedoch ist stinkender Schweiß keineswegs ein notwendiges Übel, das mit Chemie bekämpft werden muss. Im Gegenteil: Viele unserer Verhaltensweisen sorgen überhaupt erst dafür, dass wir unangenehm zu riechen beginnen. Wer die Ursachen für Körpergerüche kennt, kann gezielt etwas dagegen tun und in vielen Fällen fast vollständig auf geruchs-übertönende Deos verzichten.

Dank sozio-kultureller Zwänge einerseits und Werbung andererseits lernen wir schon früh: Wer gut ankommen will, verwendet Deodorant. Körpergeruch ist ein No-Go, gilt als unnatürlich und abstoßend. Und so kommt es, dass jedes Jahr Millionen für Körperpflegeprodukte zum Zwecke des guten Geruchs ausgegeben werden.

Doch diese Flut von Chemikalien, Duftstoffen usw. hat auch ihre Schattenseiten. Aluminiumverbindungen verstopfen unsere Poren und stehen im Verdacht, Alzheimer und andere Nervenkrankheiten zu verursachen. Chemische Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Konsistenzgeber und mehr auf Erdöl-Basis können vielfach zu Unverträglichkeiten, Hautreizungen bis hin zu Allergien führen. Wäre es nicht klasse, einfach ganz darauf verzichten zu können? Von Natur aus riechen wir gut und selbst frischer Schweiß ist vollkommen geruchlos. Erst durch einige Verhaltensweisen und schlechte Angewohnheiten entsteht überhaupt der Mief. Worauf es ankommt und was du dagegen tun kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

1. Die Ernährung macht den Unterschied

So wie du isst, riechst du auch – könnte man sprichwörtlich sagen. Das liegt daran, weil die Haut unser größtes Entgiftungsorgan ist, über das sich unser Körper vieler giftiger Stoffwechselprodukte entledigt. So kommt es, dass Zusammensetzung und Geruch des Schweißes maßgeblich von dem bestimmt werden, was wir tagtäglich zu uns nehmen. Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, “müffelt” automatisch weniger.

Kaffee, schwarzer Tee und auch Alkohol wirken sich auf den Körpergeruch aus und sorgen dafür, dass Schweiß unangenehm riecht. Ebenso sind besonders fettige, würzige sowie scharfe Speisen für spätere unangenehme Ausdünstungen verantwortlich. Wenn du künftig vielleicht sogar ganz auf Deo verzichten möchtest, solltest du bestimmte Kräuter und Gewürze ebenfalls meiden, dazu gehören Chili, Pfeffer, Knoblauch, Zwiebeln, Lauch aber auch Rettich und Kohl.

Wer seinen Konsum an Fleisch, Milch, Käse und anderen Milchprodukten einschränkt, wird mittelfristig ebenfalls die Zusammensetzung des Schweißes positiv beeinflussen und seinen Körpergeruch reduzieren.

Generell kann vor allem Rohkost viel besser und einfacher vom Körper verstoffwechselt werden als verarbeitete und gekochte Lebensmittel. Einfach gesagt entstehen weniger “Abfallprodukte”, die über die Haut abtransportiert werden müssen.

2. Ausreichend trinken

Fast alle Prozesse im Organismus sind auf eine ausreichende Wasserversorgung angewiesen. Wenn wir zu wenig trinken, laufen Stoffwechselvorgänge weniger optimal ab. Der Abtransport von Stoffwechselprodukten über Darm und Nieren funktioniert weniger gut, so dass die Haut entsprechend mehr leisten muss. Mit mindestens zwei bis drei Litern Wasser am Tag hältst du deinen Wasserhaushalt im Gleichgewicht, bei körperlicher Belastung entsprechend mehr.

3. Nichtraucher riechen besser

Rauchen führt ebenfalls zu unangenehmem Körpergeruch. In Zigaretten sind über 7.000 Substanzen und Schadstoffe enthalten, von denen viele nach ihrem Weg durch unseren Körper über die Haut wieder ausgeschieden werden und den Schweißgeruch beeinflussen.

4. Richtige Kleidung – die Haut braucht Luft

Je weniger wir schwitzen, desto weniger Schweißgeruch kann überhaupt erst entstehen. Problematisch sind häufig vor allem besonders enge Kleidungsstücke wie Hosen, Oberteile sowie schlecht atmende Schuhe, die oft den ganzen Tag lang getragen werden. Gerade dieses feuchte, sauerstoffarme Klima in Schuhen, unter den Achseln oder im Lendenbereich ist es aber, das geruchsverursachende Bakterien regelrecht florieren lässt. Sie wandeln Haut-Ausscheidungen wie Eiweiße, Fette und Zucker um und produzieren daraus übel riechende Verbindungen.

Synthetikfasern nehmen diese Gerüche meist stärker an als Naturfasern, bzw. verstärken die unangenehme Wirkung des Geruchs noch. Greife deshalb lieber auf Baumwolle und andere Naturmaterialien zurück und bevorzuge luftige, komfortable Kleidung gegenüber hautenger Trendmode.

Häufig sind es aber auch die Kleidungsstücke selbst, die Gerüche überhaupt erst verursachen bzw. verstärken. Vor allem im Achselbereich von T-Shirts können sich mit der Zeit erhebliche Mengen Bakterien ansammeln, die auch durch Waschen bei 40 °C nicht entfernt werden. Um diesen stechenden Schweißgeruch loszuwerden, der meist selbst nach dem Waschen beim ersten Tragen sofort wieder wahrnehmbar wird, solltest du diesen Trick anwenden.

Genauso sind gelbe Verfärbungen im Achselbereich ein Anzeichen für fortschreitenden Bakterienbefall. Wie du solche Flecken und damit die Quelle für Gerüche entfernst, erfährst du in diesem Beitrag.

5. Stress

Negativer Stress belastet unsere Psyche, der Körper reagiert sofort und produziert vermehrt Schweiß und andere Ausscheidungen, die schlechte Gerüche verursachen. Überhaupt ist Stress einer der Hauptfaktoren beim Entstehen vieler Zivilisationskrankheiten. Es lohnt sich deshalb für jeden von uns, über ausgleichende Maßnahmen wie mehr Bewegung an frischer Luft, Entspannnungsübungen oder ggf. auch notwendige Entscheidungen wie einen Jobwechsel oder Umstellung anderer, Stress verursachender Lebensumstände nachzudenken.

6. Bewegungsmangel

Unser Stoffwechsel sowie die natürliche Entgiftung über Haut und andere Ausscheidungsorgane laufen schneller und besser ab, je mehr wir uns bewegen. Eine Stunde Ausdauertraining wirkt somit nicht nur reinigend für die Seele und hilft, Stress und negative Emotionen abzubauen. Durch vermehrtes Schwitzen kurbelt Sport auch das gezielte Abführen der Stoffwechselprodukte an und verbessert somit den allgemeinen Körpergeruch.

Die besten Tipps kostenlos per Mail

7. Körperpflege und Kosmetik

Natürlich bildet auch eine angemessene Körperpflege die Grundlage, damit Gerüche gar nicht erst entstehen. Sich täglich unter den Achseln ausgiebig mit Seife zu waschen kann so manche Deo-Anwendung überflüssig machen.

Weil bei manchen Menschen besonders die Achselhaare viel Oberfläche für Bakterien bieten, den Geruch annehmen und sogar noch verstärken, kann eine Achselrasur ebenfalls helfen. Diese Maßnahme bringt oft einen sofort spürbaren Unterschied und auch ohne Deo werden Gerüche erst viel später wahrnehmbar als mit behaarten Achseln.

Manche Kosmetikprodukte wirken aber auch selbst verstärkend auf schlechten Körpergeruch, weil ihre Inhaltsstoffe Nahrung für Bakterien bieten.

Wie entsteht Körpergeruch und kann man ohne Deodorant leben?
von Nicolas Calderon [CC-BY-SA-2.0]

Leben ohne Deo

Probiere es doch einfach mal aus: Wenn du viele dieser Tipps beherzigst, kannst du möglicherweise oft oder sogar ganz auf die Anwendung von Deo und Parfum verzichten, und dein Körpergeruch wird trotzdem als angenehm oder nicht wahrnehmbar empfunden.

Vielleicht gehörst du aber auch zu den Menschen, die vermehrt schwitzen und bei denen ein gewisser Körpergeruch unvermeidlich ist. Wenn er dich stört, gibt es trotzdem eine ganze Reihe natürlicher Alternativen zu industriellen Deodorants. Im einfachsten Fall reicht bereits etwas Kokosöl, das sanft unter den Achseln einmassiert wird und die Haut angenehm pflegt. Oder aber du probierst es mit einer Puderung mit feinem Natron, mit dem viele Menschen erfolgreich das Deo überflüssig machen.

Darüber hinaus haben wir schon viele Deo-Rezepte zum Selbermachen aus natürlichen Zutaten getestet. Egal ob Deo-Roller, Spray oder Creme – bestimmt ist für dich ein passendes Rezept für hausgemachtes Deodorant dabei!

Wie sind deine Erfahrungen? Hast du Körpergerüche durch Lebensumstellung wie Aufgabe des Rauchens, Ernährungsumstellung oder Umstieg auf natürliche Alternativen zu Deo in den Griff bekommen? Hinterlasse deine Anmerkungen und Ergänzungen in den Kommentaren!

Wie du dein Deo und viele andere Pflegeprodukte einfach selber herstellen kannst, erfährst du auch in unserem Buch:

Selber machen statt kaufen - Haut und Haar

Selber machen statt kaufen – Haut und Haar

smarticular Verlag

Selber machen statt kaufen – Haut und Haar: 137 Rezepte für natürliche Pflegeprodukte, die Geld sparen und die Umwelt schonen Mehr Details zum Buch

Mehr Infos: smarticular Shopkindletolino

Vielleicht interessieren dich auch diese Themen:

Gefällt dir dieser Beitrag?

Bisher 4.2 von 5 Punkten.
(91 Bewertungen)

21 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Sabine Oswald-Schmidt

    Ich finde das Thema ebenfalls sehr interessant und kann ein paar Beobachtungen aus eigener Erfahrung dazu beitragen. Wahrscheinlich wird das ein langer Bericht, darum hier in Stichpunkten meine Erfahrungen für die, die nicht so viel Zeit zu lesen haben: Bakterienverabscheuerin und Kosmetikartikeljunkie kommt aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, äußerer Umstände und persönlicher Schicksalsschläge zuerst zur Naturkosmetik, dann zum Selbermachen und schließlich zum Weglassen von Deo und Co. Und das klappt prima!

    Nun also zur vollen Version:
    Ich habe als sehr junge Frau angefangen, Deo zu benutzen. In erster Linie, weil “es sich so gehört” und auch weil ich manche Düfte ganz toll fand. Erst eine ganze Zeit später fing ich dann an, unangenehm zu riechen und wechselte schließlich zu immer stärkeren Produkten, zu so einem Deostein und danach zu Aluminiumdeos mit Duft. Ich konnte mir absolut nicht vorstellen, ohne Deo leben zu können, weil ich vor allem meinen eigenen Körpergeruch (nach dem Sport z.B.) und auch den mancher anderer Menschen als extrem unangenehm und störend empfand. Ich dachte, diese Menschen benutzen eben kein Deo und waschen sich nicht gründlich (ich selber bin zugegeben ein Hygienefreak).

    Das ging dann einige Jahrzehnte (bin schon ü50) so dahin und ich war eigentlich sehr zufrieden mit mir selbst, weil ich dachte, das Thema gut im Griff zu haben. Nur meine Haut wurde immer empfindlicher, ich reagierte auf alle möglichen Hygieneprodukte, Kosmetikartikel und Cremes zunehmend mit Reizungen. Noch vor der Geburt meines vierten Kindes kam dann die Diskussion um die Aluminiumdeos auf und ich fing an, mich nach Alternativen umzusehen. Dank Smarticular begann ich zuerst, mir Deo aus Kokosöl und Natron zu basteln, was auch ein paar Monate erstaunlich gut funktionierte. Mit etwa einem halben Jahr bekam meine Tochter eine Hautkrankheit, die der Kinderarzt trotz großer Bemühungen nicht erfolgreich behandeln konnte, die aber dank einer Dose bester Sheabutter direkt aus Afrika quasi über Nacht verschwand (das ist aber eine andere Geschichte).

    Von nun an machte ich mir alle möglichen Hygieneprodukte von der Zahnpasta bis zum Maschinenwaschmittel selber und probierte so ziemlich alle bei Smartiular und anderen Quellen beschriebenen natürlichen Ideen aus. Bei einigen bin ich auch bis heute geblieben, weil sie mich restlos überzeugt haben und der Herstellungsaufwand nicht sehr groß ist. Leider begann dann irgendwann meine Haut unter den Achseln zu jucken und sich zu röten. Das wurde immer schlimmer, bis es nicht mehr auszuhalten war, obwohl ich nur noch selten das Natrondeo benutzte sondern wieder auf konventionelle milde Naturprodukte aus dem Handel umgestiegen bin.

    Vier Jahre nach der Geburt meiner Tochter bekam ich die Diagnose Brustkrebs und benuzte von da ab einfach gar kein Deo mehr. Während der langen Chemotherapie roch ich trotz täglichem Ausdauersport zwar oft ziemlich scheußlich nach den Medikamenten, aber nie nach Schweiß. Offenbar konnten die Bakterien auf meiner Haut auch nicht mehr überleben;-)

    Auch jetzt noch, vier Jahre nach der Diagnose und fast drei Jahre nach dem Ende der Chemo brauche ich kein Deo mehr, auch kein Duschgel oder Shampoo. Meistens nehme ich nur klares Wasser zum Duschen, allenfalls mal einfache Seife oder vom Duschgel nur eine winzige Menge; höchstens erbsengroß. Das reicht fast immer, und wenn nicht, dann gehe ich halt zum Schwimmen in den See oder dusche zweimal täglich. Nach der Wäsche creme ich mich öfter von oben bis unten mit Kokosöl ein. Das war’s dann.

    Vielleicht hilft ja meine Erfahrung dem ein oder anderen in ähnlicher Situation? Das hoffe ich zumindest, denn für mich hat sich mein langer Weg durch die Drogeriemarkt- und Apothekenregale absolut gelohnt, denn ich rieche auch in Stressmomenten (davon gibt es als Krebskranker ziemlich viele :-) nicht mehr schlimm. Das bestätigt auch meine Familie, und die sind sehr ehrlich mit mir!

    Liebe Grüße an alle 💖 und danke fürs Lesen!

    Antworten
    • Liebe Sabine, vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und das Teilen deiner persönlichen Erfahrungen. Das ist für viele andere Menschen sicherlich eine Hilfe. Schöne Grüße Sylvia

  2. Almut Elster

    Nachdem ich einmal gelesen hatte, daß man mit Natronpulver unter die Achselhöhle verteilt, nicht mehr riecht, mache ich das und bin mit dem Ergebnis super zufrieden. Einfach so viel Natronpulver nehmen, wie zwischen zwei Finger passt, unter der Achselhöhle verteilen und fertig. Und Du riechst den ganzen Tag nicht mehr.
    Dafür und noch viele andere Anwendungsbereiche gleich einen größeren Behälter mit Natron kaufen und fertig!

    Antworten
  3. Cardamine 96

    Hallo,
    Ich habe mich immer über die gelben Flecken geärgert, die Deo mit der Zeit auf der Kleidung im Achselbereich hinterlässt.
    Vor einem halben Jahr habe ich deshalb nach Lektüre dieser Seite den Versuch gewagt, Apfelessig anstelle von Deo zu verwenden.
    Es funktionierte sehr gut, Schweißgeruch bildete sich innerhalb von 24 Stunden (länger habe ich es noch nie ausprobiert) absolut nicht (auch nicht im Tropentest), allerdings hatte ich immer einen leichten Essiggeruch um mich, der mich störte.

    Statt Essig benütze ich nun Zitronensaft. Dieses „Deo“ hält ebenfalls mindestens 24 h absolut frisch und riecht nach überhaupt nichts. Auch die Kleidung riecht nicht mehr verschwitzt, d.h. man muss sie nicht mehr nach jedem Tragen waschen.

    Als ich noch herkömmliches Deo benutzt habe, habe ich beobachtet, dass man ohne Deo SOFORT anfängt unangenehm zu riechen, also praktisch gleich nach dem Duschen und Abtrocknen, sofern man nicht sofort wieder Deo anwendet..
    Ich halte es für möglich, dass herkömmliches Deo die natürliche Hautflora negativ beeinflusst und die Geruchsbildung somit sogar fördert.

    Mit Zitronensaft gibt es diesen unangenehmen Effekt nicht – die Geruchlosigkeit hält auch noch eine ganze Weile an, nachdem man geduscht oder gebadet hat oder schwimmen war, wenn also gar kein Zitronensaft mehr auf der Haut ist.

    P.S. Gelbe Deoflecken in weißer Kleidung bekommt man mit Backpulver wieder raus. Fleck anfeuchten, Backpulver draufstreuen, etwas einreiben und ein paar Stunden einwirken lassen, dann normal waschen. (ich habe es bei einem weißen Baumwoll-T-Shirt ausprobiert)

    Liebe Grüße und alles Gute!

    Antworten
    • smarticular.net

      Vielen Dank für diese äußerst hilfreiche und informative Ergänzung! Schön zu sehen, wie sich unsere Erfahrungen mit denen anderer Leser decken. Je mehr auf die natürlichen Alternativen umsteigen desto besser – für die Gesundheit und die Umwelt :-) Liebe Grüße

  4. NichtStinker

    Super Sache.. einfach auf alles was Spaß macht verzichten und dafür andere Menschen mit dem Körpergeruch belästigen. Top Tipps.

    Wahrscheinlich sind die meisten Menschen in eurer Umgebung zu höflich, um euch auf euren Geruch hinzuweisen.

    Antworten
    • Sabine Oswald-Schmidt

      Lies doch mal bitte meinen Beitrag vom 9. 9. ‘19. Den habe ich eigentlich nur geschrieben, weil ich über deinen gelacht habe (hab beim Lesen der Verzichtsvorschläge das selbe gedacht) und mich auch ein bisschen geärgert habe. Aus meiner Sicht ist dein Kommentar nämlich einfach ein bisschen zu kurz gedacht…

  5. ich lebe allergiebedingt seit 30 Jahren ohne Deo und habe es keinesfalls genossen. Seit ich hier lese, benutze ich Natron in Wasser aufgelöst aus einer Sprühflasche. Das vertrage ich wunderbar und stinke überhaupt nicht mehr

    Antworten
    • Almut Elster

      Man kann auch nur das trockene Natronpulver unter der Achselhöhle verteilen. Das muß nicht angefeuchtet werden.

  6. Lovis Lehmann

    Schwitzen tut man vor allem nicht trotz Deo, sondern WEGEN Deo. Seit ich keines mehr verwende schwitze ich kauzm noch.

    Antworten
    • Hallo.
      Also wenn ich Deine Kommis hier so lese, fällt mir vor allem eines auf: Du stänkerst nur herum und zu dem Deo: Das mag bei DIR so sein, es gibt aber sehr viele Menschen, bei denen das nicht so ist…frage doch am besten mal einen Hautarzt, der Rezepte für die besonders geplagten Menschen ausstellt, damit sie etwas gegen Schweißgeruch tun können….man man man…Ach nee, jetzt kommt sicher wieder so eine klugsch….Antwort, dass Hautärzte überbewertet sind oder alles Scharlatane oder so…

  7. Hallo,
    zum Thema „Rohkost und Verwertbarkeit“ hat ja schon Melanie Fehn geantwortet, von daher gehe ich hier nicht mehr darauf ein ;)

    Was den Geruch angeht:
    Bei mir ist es sehr unterschiedlich. Es gibt Tage, an denen ich kaum rieche und Tage, an denen ich durchaus rieche. Und ich habe einige T-Shirts, die auch nach dem Waschen unangenehm riechen (ich werde gleich die Tipps für stinkende T-Shirts durchlesen). Ab und an weiche ich die T-Shirts in Apfelessig ein, was einige Zeit gegen den Geruch hilft.
    Interessanter Weise ist es so, dass ich gerade in weiten Baumwoll T-Shirts das Gefühl habe, stärker zu riechen als in eng anliegender Kleidung. Warum das so ist, weiß ich allerdings nicht.

    Prinzipiell genieße ich es, wenn ich kein Deo benötige und dennoch nicht oder kaum rieche. Allerdings verzichte ich nicht fanatisch darauf, da es durchaus einige Düfte gibt (sehr dezente!), die ich einfach gerne mag und auf die ich ab und an Lust habe. Und dann nutze ich sie auch. Und gegen ein angenehmes Männer-Aftershave habe ich auch nichts ;)

    Lieben Gruß

    Antworten
  8. Ruth Herz Licht

    Danke für den Beitrag… Ich verwende schon seit Jahren kein Deo mehr und rieche nicht.. :-) Es fehlt mir überhaupt nicht. Im Gegenteil, es stört mich regelrecht, wenn Menschen so „eingedüftelt“ sind, da ich auch kein Parfum mehr verwende… Ich mag nichts künstliches mehr riechen…

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Stimmt, wenn man eine Zeit lang auf künstliche Düfte verzichtet, fällt einem dies erst so richtig (teilweise negativ) bei anderen auf. Verwendest du denn gar nichts als Deo, nicht mal Natron oder Kokosöl? Liebe Grüße!

  9. Melanie Fehn

    Hallo,
    Sehr interessant! Besonders gut finde ich den Hinweis mit dem Wäsche waschen, das ist mir auch aufgefallen und werde ich auf alle Fälle ausprobieren!
    Eine Anmerkung zur Ernährung: Es stimmt das der Stoffwechsel bei Rohkost angekurbelt wird, genauso wie die Damrtätigkeit, aber der Körper kann nur ein Bruchteil der gesunden Inhaltsstoffe aufnehmen. Denn Magen und Darm können die Zellen der Rohkost nicht aufbrechen, lediglich die beim kauen zerstörten Zellen können verwertet werden. Daher kochen und dünsten wir, um die Zellen zu zerstören, dann kann unser Verdauungssystem die Vitamine etc. aufnehmen.

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Hallo Melanie, vielen Dank für deine Rückmeldung! Dass Kochen diesen Zweck erfüllt, war uns noch gar nicht so bewusst, guter Hinweis. Die Alternative für Menschen, die sich vermehrt mit Rohkost ernähren, ist ein leistungsstarker Smoothie-Mixer. Darin werden zumindest zu einem Gewissen Grad auch die Zellen aufgebrochen und so Nährstoffe zugänglich gemacht, die vom Organismus sonst schwerer oder gar nicht aufgenommen werden könnten. Die Schlussfolgerung wäre also: Gut kauen, mixen oder eben kochen :-) Liebe Grüße!

    • Lovis Lehmann

      Nun ja, ich kaue mein Gemüse immer, also kann ich auch alles verwerten, so what?

  10. In meinem Rasierschrank steht kein Deo. Das einzige ‚Mittelchen‘ das ich täglich verwende ist mein Rasierwasser. Denn mein Bart wächst auf ungutem Acker…
    Ausserdem wasche ich meine Füsse täglich. Sie haben mich inzwischen mehr als 18500 Tage durchs Leben ‚getragen‘.
    Mein Schweiss tritt nicht sehr oft unangenehm in Erscheinung. Dann vor allem in Verbindung mit synthetischer Kleidung. Im Sommer je nach Hitzewelle. Der See ist allerdings nicht weit entfernt.
    Man muss dem Körper auch Zeit für die natürliche ‚Balsamierung‘ lassen.
    Das ergibt dann eine erträgliche Duftnote.

    Antworten
  11. Maria Widerstand

    Hallo!

    Ich habe vor einiger Zeit einen Beitag veröffentlich, wo der Ausgangspunkt das Aluminium im Deo war, aber ich direkt auch auf meinen Weg zu „kein Deo“ eingegangen bin. Daraus ist eine sehr ausführliche Diskussion entstanden, wo meine Beobachtungen an mir selbst auch bestätigt wurden.

    Es braucht einige Zeit, bis man ohne Deo leben kann, vor allem, wenn man vorher ein Deo mit Aluminium verwendet hat. Die Übergangsphase ist schwierig, zugegeben. Aber danach ist man wieder frei.

    Ich verwende jetzt seit fast 2 Jahren nur noch in großen Ausnahmefällen ein Deo und selbst in sehr stressigen Situationen stinke ich nicht (mehr).

    lg
    Maria

    PS: Wer Lust hat in die Diskussion reinzulesen
    https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2015/02/20/wie-gefahrlich-ist-aluminium-wirklich-fur-uns/

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Liest sich sehr schön, vor allem der Hinweis zum Duschgel ist interessant! Ich habe ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass bloße Kernseife ein viel natürlicheres Hautgefühl und natürlichen Duft „nach nichts“ zurück lässt. Von konventionellen Duschgels sollte man wohl besser die Finger lassen. Liebe Grüße!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.