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Digitaler Minimalismus – weniger Ballast, mehr Leben
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Nicht nur materielles Ausmisten, sondern auch das Entrümpeln digitalen Mülls macht das Leben leichter. Mit diesen Tipps schaffst du mehr reale Lebenszeit!

Wir leben zunehmend in der virtuellen Welt – Computer, Smartphone, Internet, soziale Netzwerke und Co. sind für die meisten Menschen ein wichtiger Bestandteil des Alltags. Bei zig Benachrichtigungen pro Stunde, ungeordneten Dokumenten auf dem PC und hunderten Facebook-Freunden kann man jedoch schnell mal den Überblick verlieren. Nicht nur das Ausmisten des materiellen Krams schafft mehr persönliche Freiheit – auch ohne digitalen Müll lebt es sich viel leichter.

Alles, was nicht wirklich genutzt wird, verbraucht unnötigen Speicher – sowohl in Form von Bits und Bytes als auch in Gedanken. Das kann mit Ablenkung, Stress und emotionaler Überlastung einhergehen. Es empfiehlt sich daher, regelmäßig digital auszumisten, um mehr Platz für die wichtigen Dinge zu haben. Der folgende Beitrag gibt dir dafür hilfreiche Anregungen!

1. Nicht stören: weg mit den Popup-Benachrichtigungen

Hier bimmelt es, dort vibriert es, meist viele Male pro Stunde. Nicht nur ein großer Zeitfresser, sondern auch ein ständiger Reiz, der schnell zu emotionalem Stress führen kann. Gibt es Personen, für die du immer erreichbar sein möchtest? Wäge ab und schalte für alle anderen die Popup-Benachrichtigungen rigoros aus. Zahlreiche Smartphone-Apps wollen sich ebenfalls ständig bemerkbar machen und dich zum Benutzen animieren – doch was davon ist überhaupt zeitkritisch?

Am besten ist es, täglich einen kurzen Zeitraum einzuplanen, in dem E-Mails, Chatanfragen und andere Benachrichtigungen gelesen und beantwortet werden. Vor allem im Arbeitsleben sorgt diese Vorgehensweise für mehr Konzentration und Effizienz. Bei allen gängigen Smartphones lässt sich außerdem einstellen, welche Apps sich überhaupt mit Benachrichtigungen, Tönen und Vibration bemerkbar machen dürfen. Weniger ist mehr – die meisten wirst du wahrscheinlich überhaupt nicht vermissen.

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2. ”Karteileichen” und sinnlose Gruppen entfernen

Ob auf dem Smartphone oder in sozialen Netzwerken: Im Laufe der Zeit hat man sich mit Menschen vernetzt, die man irgendwann wieder aus den Augen verloren oder nie richtig gekannt hat. Wer mentale Leichtigkeit schätzt, darf Karteileichen natürlich aus dem Telefonbuch entfernen und seine Freundeslisten in den sozialen Netzwerken ausmisten. Es fühlt sich viel besser an, nur mit den Menschen in Kontakt zu stehen, die einem auch im realen Leben wichtig sind. Ebenso empfehlenswert ist es, aus Facebook- oder WhatsApp-Gruppen auszutreten, die brachliegen oder Themen behandeln, die einen nicht interessieren. Auch wenn man dort selbst nicht mehr aktiv ist, kostet jede einzelne Nachricht unnötig Aufmerksamkeit.

3. Handy entrümpeln

Auf dem Smartphone sammeln sich mit der Zeit allerlei Apps, nebenbei geschossene Fotos, Videos und Musik an. Vieles davon wird aber gar nicht mehr benötigt und belegt einfach nur Speicherplatz. Wenn alle überflüssigen Inhalte konsequent gelöscht oder ausgelagert werden, ist wieder Platz vorhanden und die Bedienung wird zudem viel übersichtlicher.

4. Abonnements überprüfen

Schnell drückt man auf den Abo-Button und erhält regelmäßig Neuigkeiten frei Haus. Dies kann sich zu einer Flut aus Newslettern, Einträgen im Newsfeed oder Aktivitäts-Benachrichtigungen aufbauen. Jede einzelne Mitteilung bindet jedoch die Aufmerksamkeit und somit wertvolle Energie. Es ist daher ratsam, alle nutzlosen Benachrichtigungen und Abos abzubestellen und sich auf die wichtigen Inhalte zu fokussieren. Falls dir das eine oder andere Abo wider Erwarten fehlt, kannst du es jederzeit reaktivieren.

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5. Accounts reduzieren

Um die Präsenz im Internet übersichtlich zu gestalten, empfiehlt es sich, nur auf Plattformen angemeldet zu sein, die man aktiv und mit Freude nutzt. Es fühlt sich sehr viel leichter an, überflüssige Accounts zu löschen, seien es ungenutzte E-Mail-Adressen oder Profile in sozialen Netzwerken. Das ist nebenbei auch eine Möglichkeit, Geld zu sparen, denn einige Mitgliedschaften sind kostspielig – welche benötigst du wirklich?

6. Hilfreiche Dokumentenstruktur auf dem PC

Auch auf dem Computer sammeln sich oft nicht mehr genutzte Dateien an, die Speicherplatz belegen und die Benutzeroberfläche unaufgeräumt erscheinen lassen. Es empfiehlt sich, hier zu sortieren, nicht mehr benötigte Dateien und Programme zu löschen und wichtige Dokumente, die man behalten möchte, in die Cloud oder auf eine externe Festplatte zu übertragen. Für die verbliebenen Elemente ist es sinnvoll, eine einfache Ordnerstruktur zu entwickeln und diese auch bei zukünftigen Downloads beizubehalten. Für Filme und Musik sind Streaming-Dienste meist eine bessere Wahl – damit spart man Speicherplatz, hat alle Inhalte immer verfügbar und übersichtlich geordnet.

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7. Passwörter einfach verwalten

Benutzt du auch viele Accounts mit unterschiedlichen und komplizierten Passwörtern? Was der nötigen Sicherheit dient, kann schnell unübersichtlich werden. Ein Verzeichnis zur Kennwortverwaltung – wie zum Beispiel das kostenlose Programm KeePass – stellt eine sinnvolle Lösung dar. Damit wird nur noch ein Master-Passwort benötigt, um alle Konten sicher zu verwalten.

Mehr Tipps zum digitalen Minimalismus:

  • Nutze das Internet, aber lass dich nicht benutzen: Das Internet hält viele Informationen und Funktionen bereit, die sinnvoll und interessant sind. Überlege, welche Inhalte dich voranbringen und welche dich vom Wesentlichen ablenken. Lieber weniger digital unterwegs sein, dafür ausgewählt und zielgerichtet.
  • Gruppenzwang erkennen: Machst du bei bestimmten digitalen Aktivitäten wirklich aus eigenem Antrieb mit, oder hast du eher die Sorge, eine Gruppenzugehörigkeit einzubüßen oder etwas “Wichtiges” zu verpassen? Wenn letzteres zutrifft, lohnt es sich, die Motivation zu überdenken. Wer dich wirklich mag, tut dies auch, wenn du nicht ständig “up to date” bist.
  • Druck herausnehmen: Die wenigsten E-Mails und Chatnachrichten müssen sofort beantwortet werden. Lass dich von den Erwartungen anderer nicht stressen, sondern lebe in deinem Tempo – und gestehe diese Freiheit auch deinem Gegenüber zu.
  • Auszeiten vom digitalen Leben nehmen: Jeder darf offline sein. Das Handy oder den Computer mal ganz bewusst wegzulegen oder aus zu lassen, sorgt für mehr Ruhe und Entspannung. Auch die Gesundheit profitiert davon, denn auf diese Weise kannst du die Belastung durch Handystrahlen reduzieren.
  • Digitaler Minimalismus bedeutet mehr Lebenszeit: Wer täglich nur eine Stunde digitalen Konsum einspart, gewinnt über 15 Tage in der echten Welt pro Jahr!

Wie gelingt es dir, Smartphone, Internet & Co. bewusster, minimalistischer und stressfreier einzusetzen? Wir freuen uns über deine Tipps in einem Kommentar!

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