Das Ideenportal für ein einfaches und nachhaltiges Leben

In 3 Schritten zum eigenen Deospray – So sparst du Geld und schonst deinen Körper
4.9 5 322
315
7

Deodorant selbst herstellen ist kinderleicht. Mit wenigen Zutaten produzierst du schnell eine gesunde, günstige und aluminiumfreie Alternative!

Es gibt viele gute Gründe, Deo einfach selbst herzustellen. Es ist viel preiswerter als Alternativen aus dem Handel, individuell nach den eigenen Vorlieben und Bedürfnissen zusammengestellt und meistens sehr viel gesünder. Viele klassische Deos enthalten Aluminiumverbindungen, welche im Verdacht stehen, Krebs und Demenz zu verursachen. Aber auch Deos ohne Aluminium enthalten oft fragwürdige Substanzen wie Triclosan oder EDTA. Dazu verursachen die kleinen Döschen, Sprayflaschen und Roller über die Zeit Unmengen von Verpackungsabfall.

Dabei ist das Selbermachen von Deodorants sehr einfach. Zu unseren liebsten Rezepten gehören dieses selbstgemachte Roll-on Deodorant und diese hausgemachte Deocreme. Aber auch ein einfaches Deospray lässt sich selbst herstellen.

Deo-Spray herstellen

Zur Herstellung deines eigenen Deosprays brauchst du die folgenden Zutaten und Gerätschaften:

Manche Menschen sind allergisch auf einzelne Ätherische Öle. Um dies zu testen, mische einfach einen Tropfen mit 5 bis 10 ml Pflanzenöl. Streiche etwas von dieser Mischung in die Armbeuge. Eine allergische Reaktion sollte innerhalb von 24 Stunden erkennbar sein.

Herstellung des Deospray

Die Herstellung ist einfach und benötigt lediglich drei Schritte:

  1. Wasser abkochen (wenn du destilliertes Wasser nimmst, kannst du diesen Schritt überspringen).
  2. Abkühlen lassen und wenn die Temperatur unter 50 Grad Celsius gefallen ist das Natron im Wasser auflösen. Grobkörniges Natron wie z.B. Kaiser-Natron ggf. zuvor im Mörser oder einer Gewürzmühle fein mahlen, damit es sich besser auflöst und nicht die Sprühflasche verstopft.
  3. Ätherisches Öl hinzugeben und gut schütteln

Fertig ist dein selbstgemachtes Deospray! Du kannst es nun in Sprühflaschen füllen und wie normales Deospray anwenden. Vor jeder Anwendung solltest du das Deo kurz kräftig schütteln. Wenn die Flüssigkeit nicht schnell genug in die Achselhaut einzieht, kannst du sie leicht einmassieren. An heißen Tagen lohnt es sich, das Spray griffbereit zu haben und nachzusprayen.

Weitere Tipps:

  • Wenn du viel schwitzt, kannst du die Menge an Natron auch leicht erhöhen. Achte aber darauf, dass es sich immer komplett auflöst.
  • Für noch mehr Pflege kannst du auch bis zur Hälfte des Wassers durch Aloe Vera Gel ersetzen. Dieses kannst du übrigens auch selber herstellen.

Haltbarkeit des Deo-Sprays

Selbstgemachte Pflegeprodukte sind naturgemäß nicht so lange haltbar wie vergleichbare Produkte aus dem Handel. Das ist aber auch vollkommen natürlich, denn es wird bewusst auf synthetische Konservierungsmittel verzichtet. Es gibt einige Regeln und Tipps mit denen du die Haltbarkeit von selbstgemachter Naturkosmetik verbessern kannst.

Grundsätzlich gilt, dass wasserbasierte Pflegeprodukte etwa eine Woche lang haltbar sind. Das Natron und die ätherischen Öle in diesem Rezept verbessern die Haltbarkeit jedoch. Wenn du also destilliertes oder abgekochtes Wasser verwendest und die Utensilien vor Gebrauch desinfizierst, hält dieses Deo etwa vier Wochen. Falls es länger halten soll, kannst du etwa 15 ml Wasser durch hochprozentigen Alkohol ersetzten.

Viele weitere Rezepte für selbst gemachte Pflegeprodukte und Naturkosmetik findest du hier und in unseren Büchern:

Selber machen statt kaufen - Haut und Haar
137 Rezepte für natürliche Pflegeprodukte, die Geld sparen und die Umwelt schonen
als eBook: kindle - tolino
Das Natron-Handbuch - Ein Mittel für fast alles: Mehr als 200 Anwendungen für den umweltfreundlichen Alleskönner in Haushalt, Küche, Bad und Garten - 978-3-946658-16-0
Ein Mittel für fast alles: Mehr als 250 Anwendungen für den umweltfreundlichen Alleskönner in Haushalt, Küche, Bad und Garten
als eBook: kindle - tolino

Vielleicht interessieren dich auch diese Tipps:

Stellst du dein eigenes Deo her? Welche Variante bevorzugst du: Fest, flüssig oder als Spray.