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T-Shirts stinken trotz Waschens nach Schweiß? So verhinderst du es!
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T-Shirts stinken trotz Waschens nach Schweiß? So verhinderst du es!

Du trägst gern T-Shirts aus Baumwolle? Dann kennst du sicher das Problem: Mit der Zeit fangen die T-Shirts schnell an, unangenehm nach Schweiß zu riechen, besonders unter den Achseln. Selbst Waschen hilft nicht – ein unangenehmer, stechender Schweißgeruch geht oft schon vor dem Tragen von den Achselbereichen der T-Shirts aus.

Das Problem: Bakterien nisten sich im Stoff ein, sie sind im Achselbereich aufgrund des warm-feuchtem Umfelds besonders zahlreich. Normales Waschmittel schafft es nicht, diese Bakterien zu beseitigen, und so werden sie mit jedem Tragen etwas mehr. Sie zersetzen den Schweiß und produzieren unangenehm riechende Sekrete.

Die Standardlösung in diesem Fall sind häufig teure Spezialmittel, zum Beispiel Anti-Geruchs-Reiniger auf Basis von Enzymen, oder alternativ Hygienespüler, eine Art Desinfektionsmittel, das man jeder Wäsche zugibt. Leider gelangen auf diese Weise immer mehr Desinfektionsmittel in die Kanalisation und früher oder später in die Umwelt. Da muss es doch eine einfachere, ökologischere und preiswertere Lösung geben?

Mit hohen Waschtemperaturen (90-95 Grad) kann man das Problem ebenfalls in den Griff bekommen, jedoch erlauben die meisten bunten Textilien so hohe Temperaturen nicht. Häufig lautet die Lösung: Wegwerfen und Neukaufen.

Möglichkeit 1: Essig

Mit einem Trick kannst du die Bakterien und damit den Geruch trotzdem effektiv bekämpfen. Weiche die betroffenen Kleidungsstücke vor dem Waschen in einer Schüssel mit Wasser ein, der du einen kräftigen Schuss weißen Tafelessig zusetzt, und lasse es mindestens eine halbe Stunde lang einweichen. Anschließend wäschst du ganz normal mit deinem herkömmlichen Waschmittel.

Um dem Gewebe nicht zu schaden, beginne lieber mit einer geringeren Dosierung und kurzer Einweichdauer. Wenn das Problem nach einer Behandlung nicht verschwunden ist, kannst du das Prozedere beim nächsten Mal mit mehr Essig (maximal 1 Teil Essig, 4 Teile Wassser) und einer längere Einweichdauer, ggf. sogar über Nacht, wiederholen.

Mit dieser Behandlung verschwinden so gut wie alle Bakterien aus dem Stoff. Das Ergebnis ist frisch duftende Wäsche ohne störenden Schweißgeruch. Je nachdem, wie stark du schwitzt, wendest du die Desinfektionsbehandlung mittels Essig bei jeder fünften bis zehnten Wäsche an.

Essig kannst du übrigens auch direkt und unverdünnt als Weichspülerersatz verwenden, indem du einen Schuss in das Weichspülerfach der Waschmaschine füllst. Auch bei dieser Anwendung wirkt Essig effektiv gegen Textilgerüche.

Möglichkeit 2: Zitronensäure

Genau wie Essig ist auch Zitronensäure eine vergleichsweise milde, organische Säure, die zur Wäschedesinfektion genutzt werden kann. Löse dazu bis zu vier Teelöffel pulverförmiger Zitronensäure pro Liter Wasser in heißem Wasser auf und weiche die Textilien darin ein, genau wie beim Essig. Anschließend normal waschen und die Gerüche verschwinden ganz ohne chemische Keule.

Möglichkeit 3: Einweichen in Waschsoda

In vielen Fällen hilft auch vorheriges Einweichen der Wäsche mit Hilfe von Waschsoda (Natriumcarbonat). Das funktioniert so:

  1. 1-2 Esslöffel Waschsoda in 5-10 Litern kaltem Wasser auflösen, in Schüssel oder Eimer
  2. Nach 30 Minuten die Wäsche hinein geben
  3. Über Nacht einweichen lassen
  4. Anschließend normal waschen
  5. Vorsicht bei Buntwäsche: Zur Sicherheit mit weniger Soda beginnen (1 EL auf 10 Liter), bei Bedarf steigern

Auf diese Weise verschwinden nicht nur die meisten Gerüche, es lassen sich sogar Blutflecken fast immer gut entfernen. Achtung: Waschsoda ist für tierische Fasern wie Wolle und Seide nicht geeignet, bei solchen Textilien solltest du besser auf die Behandlung mit Essig oder Zitronensäure zurückgreifen.

Mehr zur Soda und weitere Anwendungen findest du hier.

Was sonst noch hilft

Eine weitere Ursache für Gerüche in der Kleidung trotz Waschens kann eine verschmutzte Waschmaschine sein. Wenn dauerhaft bei niedrigen Temperaturen gewaschen wird, können sich Bakterien und Schmutz in der Maschine sammeln. Dagegen hilft bei  eine regelmäßige Waschmaschinenpflege, zum Beispiel mit diesem Trick.

Zusätzlich hilft gegen Keime eine Wäsche bei 90 Grad alle paar Monate. Auch solltest du regelmäßig das Flusensieb der Waschmaschine säubern, denn darin sammeln sich Haare, Fusseln und Bakterien. Lasse nach dem Waschen die Tür der Maschine offen stehen, so kann die Maschine von innen trocken und du beugst Keimen vor.

Hier findest du weitere Tricks für bessere Wäsche – ökologischer, sauberer und preiswerter waschen.

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