Gemüsebrühe mit nur 4,2 % Gemüse? Die Alternative ist einfach und gesund

Würzpulver und Gemüsebrühe enthalten selten viel Gemüse. Dafür umso mehr Salz, Geschmacksverstärker und sogar Palmöl. Das geht auch gesünder und preiswerter
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Fast jeder kennt die Gläser mit “Gemüsebrühe” von Maggi, Knorr und anderen. Ein praktisches Fertigprodukt, das uns das Leben erleichtert und den Speisen im Handumdrehen Geschmack verleiht.

Die Liste der Zutaten ist jedoch erschreckend – beispielsweise enthält “Maggi Klare Gemüsebrühe” gerade einmal 4,2 Prozent Gemüse – woraus besteht der Rest? In absteigender Reihenfolge sind enthalten:

  • Jodsalz (die Hauptzutat)
  • Mononatriumglutamat als Geschmacksverstärker
  • Palmfett
  • Hefeextrakt
  • 4,2 % Gemüse
  • Gemüseextrakte
  • Gewürze
  • Aromen

Enttäuschende 4,2 Prozent Gemüse, den größten Mengenanteil bilden das billigere Salz und Glutamat – statt Gemüsebrühe müsste es also eigentlich Salz- und Glutamatbrühe heißen.

Besser sieht es da schon bei Bio-Produkten aus. Beispielsweise sind in “Rapunzel Klare Suppe ohne Hefe” 14,5 Prozent Gemüse und weitere pflanzliche Inhaltsstoffe enthalten, jedoch weder Mononatriumglutamat noch Palmfett. Guter Geschmack lässt sich also auch ohne Zugabe von Geschmacksverstärkern wie Glutamat und Hefeextrakt erreichen.

Doch es geht noch deutlich besser. Wusstest du, wie einfach es ist, wunderbare Gemüse-Würzpaste sowie Brühpulver mit Gemüseanteil von über 80 Prozent selbst herzustellen?

Gemüsebrühe selber machen

Wir verwenden zwei simple Rezepte für Würzpaste und Brühpulver aus frischem Bio-Gemüse. Die Herstellung ist verblüffend einfach und benötigt im Falle der Würzpaste noch nicht einmal nennenswert Energie!

Gemüse-Brühpulver besteht oft zu weniger als fünf Prozent aus Gemüse. Dabei ist es ganz einfach ein Würzmittel aus frischem Gemüse selber herzustellen.

Um deine eigene Würzpaste mit über 80 Prozent Gemüseanteil als Ersatz für herkömmliche Gemüsebrühe herzustellen, benötigst du lediglich zwei Zutaten: Frisches Gemüse in beliebiger Zusammensetzung, ganz nach Geschmack, sowie Speisesalz. Alle Zutaten werden im Mixer zerkleinert, zu einem Brei vermischt und anschließend – ohne zu kochen – in vorbereitete, saubere Gläser abgefüllt.

Viele Blätter und Strünke, die du vorher sammeln kannst, indem du die Gemüsereste einfrierst statt sie wegzuwerfen, können gleich mitverarbeitet werden. Das spart Abfall und gibt ein tolles Aroma.

Im Kühlschrank ist diese Paste aufgrund des Salzanteils bis zu ein Jahr lang haltbar, sie eignet sich hervorragend zum Würzen für alle herzhaften Speisen, Eintöpfe, Suppen und mehr. Die ausführliche Anleitung zur Herstellung deiner Würzpaste findet du hier.

Tipp: Mit einem selbst gemachten Suppengewürz aus getrockneten Kräutern kannst du deiner Suppe noch mehr Aroma verleihen.

Rezept für Brühpulver

Wer lieber die klassische Gemüsebrühe in Pulverform verwendet, kann diese ebenfalls sehr einfach mit sehr hohem Gemüseanteil selbst herstellen. Weil neben Salz ausschließlich Gemüse enthalten ist, werden dafür auch keinerlei künstliche Geschmacksverstärker benötigt. Im Gemüse selbst stecken nämlich schon jede Menge Geschmacksstoffe sowie natürliches Natriumglutamat, die für einen tollen Geschmack sorgen und die Zugabe von künstlichen Verstärkern überflüssig machen.

Gewürzpulver und Brühen aus dem Supermarkt enthalten oft nur wenige natürliche Zutaten aber viele Zusatzstoffe. Finde heraus, wie du Alternativen herstellst
von Sven

Wie du am besten vorgehst, um dein eigenes Gemüse-Würzpulver herzustellen, kannst du im ausführlichen Rezept nachlesen.

Womit würzt du am liebsten deine Gerichte – mit selbst gemachter Brühe, frischen Kräutern oder vielleicht mit einem ganz anderen Produkt? Teile deine Anregungen und Tipps mit anderen Lesern in den Kommentaren!

Würzpulver und Gemüsebrühe enthalten selten viel Gemüse. Dafür umso mehr Salz, Geschmacksverstärker und sogar Palmöl. Das geht auch gesünder und preiswerter

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4 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ich benutze schon seit Jahren meine selbstgemachte Gemüsepaste. Ich mach 2 x im Jahr einen Vorrat und das reicht mir meist jeweils ein halbes Jahr. Ich benutze das für fast alle Gerichte. Mittlerweile findet die Paste immer mehr Fans und ich gebe jede Menge davon an Freunde und Familie ab.

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  2. Hab sogar noch Schlimmres gefunden. Eine Gemüsebouillon mit 3,7% Gemüse. Das war eine Billigvariante. Aber, ich hab eine viel teurere von einer bekannten Marke gesehen, da fand ich nur noch Aromen von versch. Gemüse. Ich mache mein Gemüsegranulat selber.

    Antworten
    • Ich habe vor einer weile die Paste mit selbst ausgedachtem Rezept gemacht und war nicht begeistert. Aber ok. Heute habe ich die getrocknete Variante aus dem Ofen gemacht und ich frage mich: Wie gut kann das sein, wenn ich 6h lang den Ofen an hatte? Leider habe ich nicht den Stromverbrauch messen können, ab er der war sicher nicht niedrig. Gibt es dazu Erfahrungswerte?

      Bei der Paste empfehle ich das Wolfen durch den Fleischwolf, Versetzen mit Salz (100 g Salz auf 1000g Gemüse roh, nass, also 10%) und erstmal Wasser ziehen lassen. Danach die Masse durch ein Geschirrtuch auspressen. Wenn man das dann abfüllt, beträgt der Salzgehalt mehr als 10%. Good to know: Fermentation und viele andere “Rezepte” wie Wurst, Käse, etc. verlangen 2% Salz auf das Endprodukt. Wer jetzt die Paste in ein Glas tut (das vorher sterilisiert wurde, Deckel auch!), sollte obenauf Öl gießen, sodass die Paste keinen Kontakt zu Luft bekommen kann. Bei der Verwendung der Paste sollte diese danach auch jedesmal wieder mit so viel Öl begossen werden, dass alles bedeckt ist. Das gilt übrigens auch für Pesto oder andere Pasten, Tomatenmark, Paprikamark etc.

    • smarticular.net
      smarticular.net

      Hallo Julia,
      das Dörren im Backofen verbraucht nur wenig Strom, weil der Ofen nur wenig heizen muss, um die gewünschte Temperatur zu halten. Wir haben es extra nachgemessen und hier dokumentiert: https://www.smarticular.net/doerrautomat-alternative-backofen-fruechte-trocknen-gesund-energiesparend/
      Die Gemüsewürzpaste enthält ganz bewusst viel Salz, einerseits zur Konservierung, andererseits, weil eine Speisewürze sowieso Salz mitbringen muss, das weitere Salzen entfällt. Darum sind auch besondere Techniken wie Einkochen, mit Öl bedecken oder umrühren überflüssig – die Paste ist auch so mehrere Monate, bis zu ein Jahr lang haltbar.
      Liebe Grüße

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