Diese 9 Kerne solltest du auf keinen Fall wegwerfen

Obst und Gemüse gehören einfach zu einer gesunden Ernährung dazu. Die Früchte der Natur sind vollgepackt mit wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen. Beim Verzehr des süßen Fruchtfleischs vergessen wir oft, dass die Früchte Im Grunde nur das Mittel zum Zweck der Fortpflanzung der Pflanzen sind. In ihnen stecken die Samen und die haben es oft in sich. Manche von ihnen besitzen für uns sehr wertvolle Inhaltsstoffe, andere kann man noch sinnvoll im Haus weiterverwenden.

In diesem Beitrags zeigen wir dir, welche Pflanzenkerne und Samen du nicht einfach wegwerfen, sondern auf erstaunliche Weise weiter verwenden solltest.

1. Papayakerne

Die Kerne der Papaya enthalten besonders viel Papain, ein Enzym, welches den Stoffwechsel anregt und die Aufnahme von Proteinen erleichtert.

Statt Papain teuer zu kaufen, kannst du einfach ein paar Papaykerne trocknen und in der Küche als Pfefferalternative zum Würzen verwenden.

2. Kürbiskerne

Die Einsatzmöglichkeiten für Kürbiskerne sind sehr vielfältig, auch mein Bäcker streut sie auf die Brötchen.

Kürbiskerne enthalten nicht nur viele Vitamine und Mineralien, sondern auch wertvolle Stoffe wie das Glückshormon Serotonin. Wie du die Kürbiskerne am besten trocknest und weiterverarbeitest, erfährst du hier.

Kürbiskerne haben erstaunlich viele wertvolle Inhaltsstoffe, die du nicht einfach wegwerfen solltest: Vitamine, Mineralien und sogar Glückshormone.

Kürbis- und Sonnenblumenkerne sind außerdem eine sehr gute Grundlage für selbstgemachte, vegane Brotaufstriche.

3. Avokadokerne

Kinder spielen gern mit den murmelartigen Kernen der Avocado. Vielleicht hast du auch schon einmal probiert, einen kleinen Avocadobaum daraus zu züchten?

Wusstest du aber, dass der Avocadokern wertvolle Inhaltsstoffe enthält und diese leicht nutzbar sind? Der Kern kann entweder ganz im Mixer verarbeitet werden, z.B. für Smoothies, oder auch zu Pulver gemahlen, getrocknet und dann in Speisen oder auch in einer Haarkur verwendet werden.

Wenn du Avocados liebst, dann nutze sie ganz und werfe den Kern nicht einfach weg. Hier findest du ein paar geniale Tricks, wie du den Kern nutzen kannst!

4. Hagebutten

Im Herbst sammle ich immer Hagebutten für Tees, Konfitüre, Haarspülungen und andere lohnende Anwendungen.

Für manche Rezepte ist es wichtig, die kleinen haarigen Kerne aus den Früchten zu entfernen. Dabei solltest du aber nicht den Fehler machen, sie einfach wegzuwerfen. Denn aus Hagebuttenkernen kannst du Kernlestee aufbrühen. Dieses fast vergessene Hausmittel reinigt das Blut, ist harntreibend und kann bei Nieren- und Blasenleiden helfen.

5. Cashewkerne

Die Kerne der Cashew werden oft fälschlicherweise für Nüsse gehalten. Dabei sind es auch nur die Kerne des brasilianischen Kashubaums. Sie sind aber nicht nur vor dem Fernseher oder als Studentenfutter lecker. Hier findest du ein paar Rezepte, wie du mit Cashewkernen vegane Alternativen für Milch, Joghurt und Schmand herstellen kannst.

6. Melonenkerne

Wenn im Sommer das fruchtige und saftige Fleisch der Melone für Erfrischung sorgt, sind die Kerne oft unerwünscht. Dabei enthalten auch sie wertvolle Inhaltstoffe. Das Fruchtfleisch selbst besteht zu über 95 Prozent aus Wasser. Die wertvollen Nährstoffe hingegen, wie Vitamine A, B und C, Magnesium, Kalzium, Eisen und ungesättigte Fettsäuren sind besonders in den Kernen anzutreffen.

Deshalb solltest du die Melonenkerne entweder einfach mitessen oder weiterverwenden, z.B. geröstet in Salaten oder gemahlen als besonderen Teeaufguss.

7. Kirschkerne

Kirschkerne sind besonders gut geeignet zur Herstellung von Wärme- und Kältekissen. Sie speichern Energie und sind besonders lange haltbar. Was du beim Nähen deines Kirschkernkissens beachten solltest, erfährst du hier.

Endlich ist Kirschenzeit! Aber was tun mit den Kernen? Verwerte sie einfach weiter und mache daraus ein heilsames Kirschkernkissen. Hier erfährst du, wie.

8. Apfelkerne

Der Kerne des Apfels, genauso wie die Schalen und Kerngehäuse, kannst du zur Herstellung von Apfelpektin und hausgemachtem Apfelessig nutzen.

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9. Traubenkerne

Traubenkerne sind wahre Superfoods! Denn sie enthalten zahlreiche gesundheitsfördernde Stoffe. Damit du davon profitieren kannst, lohnt es sich, wieder häufiger Trauben mit Kernen zu kaufen.

Aus den meisten Trauben im Supermarktregal sind sie verschwunden: Traubenkerne! Dabei enthalten die unscheinbaren Samen jede Menge gesunde Inhaltsstoffe, die du dir nicht entgehen lassen solltest.

Neue Pflanzen ziehen

Natürlich lassen sich auch viele neue Pflanzen aus den Kernen züchten. Bei manchen Gemüsesorten ist das aber auch gar nicht nötig, denn aus vielen Küchenresten lassen sich komplette neue Pflanzen ziehen.

In unserem Buchtipp findest du viele weitere Informationen und Rezepte mit Kernen und Samen:

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Gibt es noch andere Kerne, die du sinnvoll weiterverwendest, anstatt sie im Abfall oder auf dem Kompost zu entsorgen?

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18 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Was ist mit den Mangokernen?

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  2. Daniel Baumann

    Zwetschgen- und Pflaumenkerne lassen sich zu Amaretto verarbeiten.
    Kerne aus 5 kg Zwetschgen/Pflaumen
    Das Fruchtfleisch abnehmen (nicht gerade abbürsten aber schon einigermaßen frei von Fruchtfleisch)
    In ein Einmachglas füllen
    200 Gramm Kandis dazu geben
    900 ml Rum (oder wer lieber mag, Wodka) mit mind 40% Alkoholgehalt dazu geben
    ca. 8 Wochen stehen lassen. Von Zeit zu Zeit gut durchschütteln damit der Zucker sich auflöst
    nachher, die Kerne absieben und den Amaretto noch mind. 1 – 2 Monate reifen lassen, dann schmeckt er auch wirklich wie Amaretto.
    Die Kerne kann man wieder von neuem Ansetzen (angeblich bis zu 6x)

    Übrigens, wichtig ist es, die Kerne ganz zu lassen, also nicht mit dem Nussknacker aufbrechen. Dann kommt keine Blausäure in den Amaretto.

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  3. Die Überschrift laut, „Diese 8 Kerne solltest du auf keinen Fall wegwerfen“. Die Cashewkerne sind hier aber fehl am Platz. Wer käme denn auf die Idee, Cashewkerne wegzuwerfen, nachdem man sie teuer gekauft hat?
    LG Luzia

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  4. nafije reck

    Melonen kerne darf ich essen ?
    danke gruss frau reck

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  5. Sabine Kotz

    das innere von salatgurken, saft und kerne, kann man pürieren und die salatsauce damit anmachen oder suppen oder eintöpfe damit würzen.

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  6. Marion Wick

    Aus Apfelkernen kann man kein Pektin gewinnen, da ist keins drin, das ist im (unreifen!) Fruchtfleisch.Apfelessig nur aus Kernen wird auch nix, da muss schon das Gehäuse mit dabei sein. Apfelkerne enthalten , wie alle Kerne von Rosengewächsen Amygdalin, das auf der einen Seite das Immunsystem gegen Krebs stärken soll, auf der anderen Seite aber Blausäure abspaltet und bei Überdosis ordentlich Kopfweh verursachen kann. Natülich kann man sie auch fein mahlen und anstelle von bitteren Mandeln zum Würzen verwenden (Marzipanaroma). Alle amygdalinhaltigen Kerne und Steine können übrigens so genutzt werden..Mirabellen, Pflaumen, Pfirsich, Aprikose etc (Natürlich muss man die Harten knacken und nur das Innenleben verwenden.)

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    • smarticular.net

      Stimmt, danke für die Ergänzung :-) Im Falle des Pektins sind natürlich eher die ganzen Kerngehäuse gemeint. Liebe Grüße!

  7. Bettina S.

    Ja, es gibt sie. Z. b. Aprikosenkerne.
    Enthält ein wichtiges B-vitamin, krebsvorbeugung….

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  8. Kerne von Tomaten oder Gurken (Nicht hybride Sorten!) als Samen für neue Pflanzen aufheben. Siehe Samenspende ;-) http://www.smarticular.net/aufruf-zur-samenspende/

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    • Monika Waerder

      Haben wir jahrelang gemacht,war immer super,aber nu geht es nicht mehr.

    • Wisst ihr warum? Woher kommen die Ursprungssamen?

    • Monika Waerder

      Mark es liegt nicht an den Samen sondern an uns,ich bin sehr krank und mein Mann gesundheitlich auch so angeschlagen das er nur noch seine Arbeit schafft und das war es dann.

    • Das ist sehr schade Monika. Ich wünsche euch, dass auch wieder bessere Tage kommen.

    • Monika Waerder

      Danke Mark

    • Ich ziehe jedes Jahr Cheri- und Datteltomätli selbst. Nehme zwei, drei der bestehenden Tomätli, stecke sie in einen Topf mit Erde und warte, bis sie wachsen (Diese stelle ich jeweils über den Winter nur auf den gedeckten Balkon). Dann pikiere sie, nehme die stärksten Pflanzen und pflanze sie in grosse Töpfe. So habe ich jedes Jahr wieder neue, aromatische kleine Tomaten. Habe keinen Garten, aber so geht es prima.

    • Olja Krell

      Hallo Ruth! Klingt so spannend! In welchem Monat wäre es ideal damit anzufangen und welche Erde nehmen Sie, Bio? Danke schon mal im Voraus

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