Bokashisaft anwenden und richtig verdünnen in Garten und Haushalt

Bokashisaft ist ein hervorragender Flüssigdünger und Kompostbeschleuniger. Erfahre hier, wie du die Bokashi-Flüssigkeit richtig verdünnen und anwenden kannst.

Mit einem Bokashi-Eimer lassen sich zahlreiche Küchenabfälle in hochwertigen Dünger verwandeln. Dabei fällt während des Zersetzungsprozesses immer wieder sogenannter Bokashisaft an, der ebenfalls sinnvoll genutzt werden kann.

In diesem Beitrag erfährst du, welche Verwendungsmöglichkeiten es für die Bokashi-Flüssigkeit gibt und wie sie je nach Anwendungsfall verdünnt wird. Bokashi-Neulinge können sich in einem eigenen Beitrag über die Nutzung eines Bokashi-Eimers informieren.

Bokashisaft als Flüssigdünger

Bokashisaft ergibt einen hervorragenden Flüssigdünger, der sich besonders in der Gartensaison sehr gut nutzen lässt. Aufgrund der hohen Mineralstoffkonzentration empfiehlt es sich allerdings, die Flüssigkeit vor der Verwendung zu verdünnen.

Je nach Bedarf der Pflanzen hat sich eine Verdünnung im Verhältnis von 1:20 bis 1:200 mit Wasser bewährt. Während bei jungen Pflanzen eine stärkere Verdünnung sinnvoll ist, vertragen ältere und dickblättrige Gewächse höhere Konzentrationen des nährstoffreichen Flüssigdüngers. Am besten tastest du dich an die richtige Dosierung heran.

Wer regelmäßig Bokashi ansetzt, kann den Bokashisaft zudem anstelle von Bokashi-Ferment nutzen, um neue Küchenabfälle im Bokashi-Eimer mit Effektiven Mikroorganismen zu impfen.

Tipp: In unserem Shop kannst du alle wichtigen Bokashi-Utensilien bestellen. Alternativ lässt sich ein Bokashi-Eimer auch schnell und preiswert selber bauen.

Ein Bokashi-Eimer verwandelt Küchenabfälle aller Art direkt in der Küche in wertvollen Flüssigdünger und hochkonzentrierten Kompost - mit Schritt für Schritt Anleitung.

Bokashisaft als Kompostbeschleuniger

Auch als Kompostbeschleuniger hat sich Bokashisaft bewährt. Die darin enthaltenen Mikroorganismen fördern die natürlichen Zersetzungsprozesse und tragen so zu einer schnelleren Reifung des Komposts bei.

Um Bokashisaft als Kompostbeschleuniger zu nutzen, verdünne ihn im Verhältnis 1:100  mit Wasser, gieße ihn über die Küchen- und Gartenabfälle und arbeite ihn bei Bedarf etwas ein.

Mit einem eigenen Komposthaufen lassen sich ökologische Abfälle in nährstoffreiche Erde verwandeln, sodass auf zusätzlichen Dünger und umweltschädlichen Torf getrost verzichtet werden kann.

Bokashisaft als Rohrreiniger

Vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn weniger Dünger im Garten gebraucht wird, bieten sich andere Verwendungsmöglichkeiten für den Bokashisaft an. Häufig wird er dann als natürlich wirksamer Rohrreiniger genutzt und hilft so, umweltbelastende Spezialprodukte zu vermeiden.

Um leichte Verstopfungen zu lösen oder ihnen vorzubeugen, einfach eine Tasse Bokashisaft in den Abfluss gießen, eine Zeit lang einwirken lassen und dann gründlich mit Wasser nachspülen.

Tipp: Wenn trotzdem noch mehr Bokashisaft anfällt, als du verbrauchen kannst, lässt er sich luftdicht verschlossen (zum Beispiel in alten Schraubgläsern) an einem kühlen Ort für einige Monate lagern.

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Wie verwendest du den anfallenden Bokashisaft? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen in einem Kommentar!

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Bokashisaft ist ein hervorragender Flüssigdünger und Kompostbeschleuniger. Erfahre hier, wie du die Bokashi-Flüssigkeit richtig verdünnen und anwenden kannst.

7 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Magdalena

    Hallo zusammen! Hat hier jemand schon Erfahrungen mit der Düngung von Grünzimmerpflanzen gemacht? Bspw. Monstera oder Benjamin
    :)

    Antworten
  2. Ich habe gerade meinen ersten bokashisaft geerntet.
    Da ich EM für den bokashi nutze und auch damit putze, überlege ich, ob ich das auch mit dem bokashisaft machen könnte…Wäsche, Geschirr oder Fußboden. Würde das auch funktionieren?
    Liebe Grüße
    Susanne

    Antworten
    • Hallo Susanne, was ungewollte Bakterien betrifft, würde das vielleicht schon funktionieren. Aber der Geruch ist ja doch anders als bei EM recht streng. Ich nutze den Saft, um Abflüsse zu reinigen. Aber auch das geht nur im starkem Lüften. Liebe Grüße Sylvia

  3. Ich habe mehrere Flaschen Bokashi-Saft übrig und überlege, ob ich ihn jetzt verdünnt in die abgeernteten Hochbeete gieße. Bringt das der Erde etwas oder ist die Erde dann im Frühjahr überdüngt? Ich hatte im Sommer die Erdbeeren damit gedüngt, jedoch sind die Blätter daraufhin verbrannt, obwohl ich 1:100 mit Wasser verdünnt hatte. Deshalb habe ich mich nicht mehr getraut, meine Pflanzen damit zu düngen.
    Vielen Dank für Euren Rat!

    Antworten
    • Hallo Biggi, überdüngt ist sie vermutlich nicht, schließlich ist die Erde einige Zeit der Witterung ausgesetzt, bis du dann wieder mit der Bepflanzung oder Aussaat beginnst. Dass Blätter durch eine Düngung mit Bokashi verbrennen, höre ich zum ersten Mal. Wie sah das genau aus? Sind sie gelb geworden? Liebe Grüße Sylvia

  4. Ich bin gerade am Anfang meiner Bokashi-Karriere und stelle mir die Frage, ob ich meinen Pflanzen (drinnen wie draußen) jetzt immer einen Schuss Bokashi-Saft im Gießwasser gönnen darf oder ob das keine so gute Idee ist. Wenn nicht – wie oft wäre empfehlenswert?
    Danke!
    Kerstin

    Antworten
    • Hallo Kerstin, da muss man sicher leider ein bisschen herantasten bzw. abhängig von den Eigenschaften der Pflanzen individuell entscheiden. Auch weil ja nicht alle Pflanzen den gleichen Nährstoffbedarf haben. Ich verdünne den Saft erst einmal sehr stark und gebe Starkzehrern häufiger (etwas einmal die Woche) etwas davon. Eine exakte Anleitung habe ich aber leider nicht parat. Liebe Grüße Sylvia

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