Papayakerne nicht wegwerfen – ein Schatz für die gesunde Küche

Papaya-Kerne kannst du leicht trocknen und für das feine und gesunde Würzen vieler Speisen verwenden. Ein wahrer Schatz für das gesunde Kochen!

Sie ist bekannt als die “Frucht zum Abnehmen” – ein sogenanntes Superfood, reich an Mineralstoffen und Vitamin C. Sie hilft bei der Entsäurerung, gegen Verstopfung, Blähungen und Magenverstimmung, stärkt das Immunsystem und hilft bei der Krebsvorsorge.

Die Rede ist von der Papaya, auch bekannt als “die Frucht für ein langes Leben”. Besonders das reichlich enthaltene Papain ist für einen gesunden Stoffwechsel förderlich, hilft bei der Fettverbrennung und der Aufspaltung von Eiweißen in Aminosäuren. Unverdaute Proteine sind ein Hauptgrund für Einschränkungen des Immunsystems, Verdauungsstörungen und ihre Folgeerscheinungen.

Doch auch die Kerne der Papaya sind reich an Papain und anderen wichtigen Nährstoffen. Deshalb solltest du sie auf keinen Fall einfach wegwerfen! Verwende sie stattdessen um Salate zu verfeinern, oder stelle einen milden und gesunden Ersatz für Pfeffer aus ihnen her!

Gesunder Pfeffer aus Papayakernen – so wird’s gemacht

Die Kerne der Papaya besitzen eine milde Schärfe und eignen sich deshalb hervorragend zum Würzen von Speisen. Das außergewöhnliche Enzym Papain kannst du auch als relativ teures Nahrungsergänzungsmittel zuführen. Die Verwendung der Kerne ist jedoch viel preiswerter und auch nachhaltiger.

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Sehr einfach und preiswerter kannst du die Kerne aus frischen Papayas gewinnen und sie zu einem kerngesunden Pfeffer-Ersatz verarbeiten:

  1. Frucht der Länge nach halbieren und Kerne mit einem Löffel vorsichtig heraus holen
  2. Reste des Fruchtfleischs von den Kernen entfernen
  3. Auf einem mit Backpapier belegten Blech ausbreiten
  4. Im Backofen bei 50 Grad für 2-3 Stunden trocknen, oder einen Dörrautomaten verwenden
  5. In eine Pfeffermühle füllen und wie Pfeffer verwenden!

Ein kleiner Trick zum trocknen im Backofen: Jeder Ofen ist anders, aber viele Öfen erreichen schon 40 bis 50 Grad, nur wenn die Beleuchtung eingeschaltet ist. Dies spart Strom und Geld und reicht für das Trocknen von Papayakernen, Früchten oder Plätzchen meist schon aus.

Papaya-Kerne kannst du leicht trocknen und für das feine und gesunde Würzen vieler Speisen verwenden. Ein wahrer Schatz für das gesunde Kochen!

Die getrockneten Kerne solltest du in einem luftdichten Behälter aufbewahren, wir verwenden dazu Einmachgläser mit Bügelverschluss.

Mehr Informationen zu den gesunden Eigenschaften von Papayas findest du im Buchtipp:

Viel Spaß beim Ausprobieren und Nachmachen!

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Es gibt noch einige andere „Küchenabfälle“, welche du sinnvoll weiter verwerten kannst.

Du hast das Rezept probiert? Wofür verwendest du Papayakerne und Papayapfeffer? Wir freuen uns auf deine Kommentare und Anregungen!

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18 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Valerianus

    Papain ist doch ein Enzym, oder? Damit sollte Papain bei ca. 40 °C denaturieren und damit wirkungslos werden.

    Also besser sanft trocknen und keinesfalls den Backofen verwenden.

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Richtig, danke für die Ergänzung! Man muss beachten, dass nicht alles schlagartig bei 40 °C denaturiert, sondern dass dieser Prozess bei 40 °C beginnt und über die Zeit langsam fortschreitet. Je länger (und heißer) man also trocknet, desto weniger wärmeempfindliche Vitalstoffe bleiben zum Schluss erhalten.

  2. Gabi Bendorf

    Nachdem einige meiner sorgsam gereinigten, getrockneten Kerne auf den Boden gefallen sind, habe ich sie einfach in in einen Blumentopf mit Anzuchterde gegeben. Da ich nicht die geringste Ahnung hatte, wie tief sie eingegraben werden sollten, habe ich sie einfach mit dem oberen Drittel des Topfes vermischt, gut gewässert und für zwei Tage einen passenden Plastikdeckel drüber gelegt Nach einer Woche zeigten sich die ersten Keimlinge und inzwischen (nach drei Wochen) sind sie dicht gesäht und haben eine Höhe von 5-8 cm erreicht. Nächste woche werde ich mich ans Pikieren wagen und dann hoffe ich auf schöne Garten oder Zimmerpfalnzen;-)

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Klasse, viel Erfolg mit der neuen Papaya-Zucht, wir freuen uns schon auf Fotos davon :-)

  3. Ich habe vor Jahren gelesen, dass diese Kerne die Samen des Mannes vorrübergehen unbrauchbar machen, es ging dabei um Verhütungsmethoden. Habe keine Quelle, dachte aber der Gedanke war spanned. Und interessant in bezug auf diesen Artikel. ?

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  4. Helga Wagner

    Papayakerne sind ein wunderbarer Fleisch-Zartmacher. Einfach die getrockneten Kerne leicht zerstoßen und mit etwas Öl in das (Rind)- Fleisch massieren. Gerne über Nacht liegen lassen. Zum braten einfach die Kerne dran lassen.

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  5. Verena M.

    Ich hatte mal irgendwo gelesen, man sollte die feine Haut, die die Kerne umgibt vorm Trocknen entfernen.
    Macht das überhaupt Sinn? Ist nämlich sehr mühsam.

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    • Maximilian Knap

      Davon haben wir noch nie gehört, das wäre am Ende auch ein nicht vertretbarer Aufwand. Wir verwenden sie wie sie sind und trocknen sie, klappt super. Wenn du eine Quelle dafür hast, forsche ich gern mal intensiver nach!

    • Verena M.

      http://www.angies-dreams.net/news/20120807-papayakerne-trocknen.php
      Ich weiß nicht mehr, ob das meine ursprüngliche Quelle war.
      Allerdings werde ich definitiv nicht mehr die vielen Häutchen entfernen.

    • Hallo,

      das mit der Haut entfernen bezieht sich auf die Keimung.
      Wenn jemand eine Papaya anpflanzen möchte, dann sollte er vor dem einpflanzen die Haut entfernen.

      Ich denke das der Hintergrund dazu jener ist, das die Haut ein Keimhämmenden Stoff beinhaltet der die Kerne länger Keimfähig hält. Das ist aber nur eine vermutung.

      Viele Grüße

      Simon

    • verwechselst du dies nicht mit Avocadokernen, hier soll man die kleine braune Haut abschälen!

  6. Tibor Wolf

    Die Kern-trocken-Idee ist genial und das mache ich auch schon lange. Ein Streuer steht immer am Herd.
    Nur würde ich die Kerne NICHT wie beschrieben drei (!) Stunden im Backofen/Dörrautomat trocknen.
    Die kleinen Kügelchen schrumpeln soooo schnell auf der Heizung oder in der Sonne. Bevor ich dafür Strom verbrauche lege ich sie lieber einfach auf eine flache Schale (Untertasse) und warte zwei-drei Tage. Je nachdem wo sie liegen trocknen sie auch so schnell – Schimmel oder Fäule hatte ich noch NIE !
    Ansonsten: Daumen hoch für diesen Beitrag ☼

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Vielen Dank für dein tolles Feedback! Du hast natürlich recht, wenn genügend Sonnenschein herrscht, ist die Draußen-Methode (oder alternativ die Heizungs-Methode) zu bevorzugen. Im Zweifel dann einmal öfter wenden und auf Schimmel hin kontrollieren.

    • sabine obenauf

      bor Wolf

      vor 6 Tagen

      Die Kern-trocken-Idee ist genial und das mache ich auch schon lange. Ein Streuer steht immer am Herd.
      Nur würde ich die Kerne NICHT wie beschrieben drei (!) Stunden im Backofen/Dörrautomat trocknen.
      Die
      kleinen Kügelchen schrumpeln soooo schnell auf der Heizung oder in der
      Sonne. Bevor ich dafür Strom verbrauche lege ich sie lieber einfach auf
      eine flache Schale (Untertasse) und warte zwei-drei Tage. Je nachdem wo
      sie liegen trocknen sie auch so schnell – Schimmel oder Fäule hatte ich
      noch NIE !
      Ansonsten: Daumen hoch für diesen Beitrag ☼

      3

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      Maximilian Knap
      Moderator

      Tibor Wolf

      vor 6 Tagen

      Vielen Dank für dein tolles Feedback! Du hast natürlich recht, wenn
      genügend Sonnenschein herrscht, ist die Draußen-Methode (oder alternativ
      die Heizungs-Methode) zu bevorzugen. Im Zweifel dann einmal öfter
      wenden und auf Schimmel hin kontrollieren.

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