Gemüsebrühe selber machen: gekörnte Brühe, Würzpaste und Fonds

Statt sie fertig zu kaufen, lässt sich Gemüsebrühe ganz einfach selber machen. Für gesunden Genuss ohne Palmöl, Geschmacksverstärker und andere Zusatzstoffe.

Es gibt viele Gründe, Gemüsebrühe selber zu machen, statt sie fertig zu kaufen. Sie schmeckt nicht nur viel mehr nach Gemüse, sondern kommt auch noch mit weniger Salz aus und enthält keinerlei Geschmacksverstärker oder ökologisch fragwürdiges Palmöl. Zu guter Letzt lässt sich mit selbst gemachter Brühe und Fonds auch noch jede Menge Verpackungsmüll sparen.

Mit den folgenden Rezepten kannst du eine haltbare Gemüsewürzpaste, gekörnte Brühe sowie aromatischen Gemüsefonds selbst herstellen. Sie alle bestehen überwiegend aus frischem Gemüse und eignen sich sogar, um Gemüsereste und vermeintliche Abfälle noch in einen gesunden, schmackhaften Küchenhelfer zu verwandeln.

Gemüsebrühe selber machen

Um eine lange haltbare Gemüsewürzpaste herzustellen, die in zahlreichen Rezepten herkömmliche Gemüsebrühe ersetzt, benötigst du lediglich diese Zutaten:

  • 1 kg frisches Gemüse
  • 200 g Speisesalz
  • 1 EL Olivenöl

Alle Zutaten werden im Mixer zerkleinert, sodass ein Brei entsteht, und anschließend – ohne zu kochen – in vorbereitete, keimfreie Gläser abgefüllt.

Gemüse-Brühpulver besteht oft zu weniger als fünf Prozent aus Gemüse. Dabei ist es ganz einfach ein Würzmittel aus frischem Gemüse selber herzustellen.

Im Kühlschrank aufbewahrt, ist die aromatische Paste aufgrund des hohen Salzgehalts bis zu ein Jahr lang haltbar. Sie eignet sich hervorragend, um herzhafte Speisen wie Eintöpfe, Suppen und mehr zu würzen und ersetzt dann in der Regel auch das sonst benötigte Salz.

Gekörnte Brühe selber machen

Wer lieber die klassische Gemüsebrühe in Pulverform verwendet, kann eine gekörnte Brühe ebenfalls sehr einfach selber machen. Auch für diese Variante wird neben frischem Gemüse lediglich etwas Salz benötigt, weil im Gemüse selbst schon jede Menge Geschmacksstoffe sowie natürliches Glutamat enthalten sind.

Instant-Gemüsebrühe enthält meist nur sehr wenig Gemüse und umso mehr Zusatzstoffe. Mit 90 Prozent Gemüseanteil kannst du gekörnte Brühe einfach selber machen.

Gemüsefonds selber machen

Gemüsefonds selber zu machen, ist eine weitere wunderbare Möglichkeit, Gemüsereste zu verwerten und sie in eine aromatische Brühe zu verwandeln. Wenn nicht genug auf einmal anfällt, können Gemüsereste zunächst eingefroren, gesammelt und später verarbeitet werden, sobald eine ausreichend große Menge zusammengekommen ist  .

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Für einen Fond aus Resten lassen sich sogar Schalen, Blätter und Strünke verwenden. Durch Einkochen wird der praktische Küchenhelfer ähnlich lange haltbar wie die Würzpaste und das Brühpulver.

Tipp: Für noch mehr gesundes Aroma in Eintöpfen und Suppen sorgt selbst gemachtes Suppengewürz mit getrockneten Kräutern.

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Hast du schon einmal Gemüsebrühe selbst gemacht? Dann verrate uns dein Lieblingsrezept in einem Kommentar!

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4 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ich benutze schon seit Jahren meine selbstgemachte Gemüsepaste. Ich mach 2 x im Jahr einen Vorrat und das reicht mir meist jeweils ein halbes Jahr. Ich benutze das für fast alle Gerichte. Mittlerweile findet die Paste immer mehr Fans und ich gebe jede Menge davon an Freunde und Familie ab.

    Antworten
  2. Hab sogar noch Schlimmres gefunden. Eine Gemüsebouillon mit 3,7% Gemüse. Das war eine Billigvariante. Aber, ich hab eine viel teurere von einer bekannten Marke gesehen, da fand ich nur noch Aromen von versch. Gemüse. Ich mache mein Gemüsegranulat selber.

    Antworten
    • Ich habe vor einer weile die Paste mit selbst ausgedachtem Rezept gemacht und war nicht begeistert. Aber ok. Heute habe ich die getrocknete Variante aus dem Ofen gemacht und ich frage mich: Wie gut kann das sein, wenn ich 6h lang den Ofen an hatte? Leider habe ich nicht den Stromverbrauch messen können, ab er der war sicher nicht niedrig. Gibt es dazu Erfahrungswerte?

      Bei der Paste empfehle ich das Wolfen durch den Fleischwolf, Versetzen mit Salz (100 g Salz auf 1000g Gemüse roh, nass, also 10%) und erstmal Wasser ziehen lassen. Danach die Masse durch ein Geschirrtuch auspressen. Wenn man das dann abfüllt, beträgt der Salzgehalt mehr als 10%. Good to know: Fermentation und viele andere “Rezepte” wie Wurst, Käse, etc. verlangen 2% Salz auf das Endprodukt. Wer jetzt die Paste in ein Glas tut (das vorher sterilisiert wurde, Deckel auch!), sollte obenauf Öl gießen, sodass die Paste keinen Kontakt zu Luft bekommen kann. Bei der Verwendung der Paste sollte diese danach auch jedesmal wieder mit so viel Öl begossen werden, dass alles bedeckt ist. Das gilt übrigens auch für Pesto oder andere Pasten, Tomatenmark, Paprikamark etc.

    • smarticular.net
      smarticular.net

      Hallo Julia,
      das Dörren im Backofen verbraucht nur wenig Strom, weil der Ofen nur wenig heizen muss, um die gewünschte Temperatur zu halten. Wir haben es extra nachgemessen und hier dokumentiert: https://www.smarticular.net/doerrautomat-alternative-backofen-fruechte-trocknen-gesund-energiesparend/
      Die Gemüsewürzpaste enthält ganz bewusst viel Salz, einerseits zur Konservierung, andererseits, weil eine Speisewürze sowieso Salz mitbringen muss, das weitere Salzen entfällt. Darum sind auch besondere Techniken wie Einkochen, mit Öl bedecken oder umrühren überflüssig – die Paste ist auch so mehrere Monate, bis zu ein Jahr lang haltbar.
      Liebe Grüße

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