Selbstgemachte Fonds aus Resten – ohne Kühlschrank monatelang haltbar

Ärgerst du dich über Essensreste? Egal ob Fleich, Fisch oder Gemüse - wegwerfen musst du sie nicht. Hier erfährst du wie du daraus leckere Fonds zauberst!

Beim Kochen bleiben selbst dann häufig Reste übrig, wenn Lebensmittel passend eingekauft werden – für ein Rezept ist nur eine halbe Zwiebel erforderlich, ein Teil des Kohlrabis ist holzig und Knollensellerie muss nun wirklich geschält werden. Auch Fisch- und Fleischreste verschwinden meist in der Mültonne.

Dabei lässt sich aus den Resten ein Fond zubereiten, der als Grundlage für selbst gemachte Suppen und Soßen dient! Auch Tütensuppen lassen sich auf diese Weise schmackhaft ersetzen. Richtig zubereitet ist der Fond ungekühlt haltbar und die Verwertung der Reste dadurch besonders energiesparend und nachhaltig.

Herstellung eines Reste-Fond

Benötigt werden abhängig von der Art des Fond verschiedene Überbleibsel aus der Küche. Dabei spielen Menge und Vielfalt keine Rolle.

Gemüsefond: Zwiebeln, Frühlingszwiebel, Karotte, Lauch, Knoblauch, Petersilie, Schnittlauch, Kohlrabi, Weißkraut, Brokkoli, Kartoffeln, Maggikraut, frischer Ingwer, Pilze und auch Schalen und Strünke. Wichtig ist, dass du geschmacklich passende Sorten kombinierst.

Fleischfond: Knochen, Fett und Knorpel

Fischfond: Gräten, Haut, Flossen und Kopf

Desweiteren werden ein paar Utensilien benötigt:

So gehst du vor:

  1. Reste in einen Kochtopf geben und mit Wasser aufgießen, bis sie gut bedeckt sind.
  2. Überbleibsel aufkochen, mit frischen Gewürzen wie Petersilie oder Liebstöckel würzen und zugedeckt so lange bei geringer Temperatur ziehen lassen, bis der dickste Gemüserest weich ist oder die Knochen einen angenehmen Geschmack abgegeben haben.
  3. Zutaten absieben, ausgekochte Teile im Tuch gut auswringen und den Fond mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Den Sud nochmals kurz aufkochen und kochend heiß in saubere, sterile Twist-off Gläser füllen.

Ärgerst du dich über Essensreste? Egal ob Fleich, Fisch oder Gemüse - wegwerfen musst du sie nicht. Hier erfährst du wie du daraus leckere Fonds zauberst!

Fonds haltbar machen

Besteht der Fond ausschließlich aus Gemüseresten, kann er auch ohne weitere Konservierung einige Wochen lang ungekühlt aufbewahrt werden. Für eine längere Lagerung und für eiweißreiche Fonds mit Fisch und Fleisch ist es dagegen ratsam, die verschlossenen Gläser durch Einkochen zu konservieren. Fonds werden am besten bei 100 °C für mindestens eine Stunde eingekocht. Beim Einkochen, anders als beim heißen Abfüllen, werden bei ausreichender Einkochtemperatur und -dauer so gut wie alle Keime abgetötet, so dass die Konserven sicher haltbar sind.

Tipps für deine Fast-Food-Suppe ohne unbekannte Zusätze

  • In jeder Gemüsesuppe sollte etwas Maggikraut/Liebstöckel oder Sellerie enthalten sein. Diese kannst du auch getrocknet dazugeben. Sie verleihen der Suppe den typischen Geschmack.
  • Gewürzte und schon einmal erwärmte Zutaten sind ebenfalls verwertbar.

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Das Wegwerfen oder umständliche Einfrieren und Auftauen von Resten kann mit der Herstellung von Fonds verringert werden. Du kannst aber auch Tütensuppen aus den kleinen Überresten herstellen.

Viel Spaß mit deinen zukünftigen Überbleibseln, über die du dich ab heute nicht mehr ärgern musst.

Mehr zum Thema Resteverwerten findest du in unseren Buchtipps:


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7 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hush kocht

    Knochensuppe die im Warmen bleibt, auch in verschlossenen Gläsern, wird sauer. Grundsätzlich mit Knochen. Sagte meine Oma und meine Mutter immer. Ich selbst probierte es aus, und sie wurde säuerlich. Nur mit Fleisch, kein Problem bzw. Gemüse. Also Knochensuppe im Kühlschrank aufbewahren oder auch einfrieren.

    Antworten
    • Hush kocht

      Knochensuppe sollte man gleich essen, oder zur Aufbewahrung eben ins Kühle.

  2. Maria

    Nicht auf den Kopf stellen, Vakuum zieht das Glas auch richtigrum, und man versaut die Deckel nicht.

    Antworten
    • Linus Hirschi

      Es ging aber nicht um das Vakuum, sondern darum, mit der noch heissen Suppe die Innenseite des Deckels zu desinfizieren.

    • Stacey

      Wer die Deckel und Gläser vorher kurz abkocht, muss das Glas auch nach dem Befüllen nicht umdrehen ;)

    • Stella Nahlinger

      Und dabei löst man gleich auch die Weichmacher aus dem Deckel… :-(
      Lieber die Deckel in einer flachen Schüssel mit kochendem Wasser übergießen. Danach nur noch mit sauberen Händen berühren.

    • smarticular.net

      Oder man verwendet Blue-Seal-Deckel ohne zugesetzte Weichmacher :-)

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