Gesunde Hundekekse einfach selbst backen

Hast du dich auch mal gefragt was in dem Futter für deine Hunde drin ist? Ist das wirklich gesund? Hier findest du leckere selbstgemachte Alternativen!

Hast du dich auch schon einmal gefragt, was für Inhaltsstoffe in Hundefutter enthalten sind? Leider sind in konventionellem Hundefutter Stoffe, die nicht gesund sind. Etwas überspitzt formuliert, verkauft uns die Industrie schön verpackten teuren Müll. Schlachtabfälle, gemahlene Krallen, Borsten, Schnäbel und Federn mit künstlichen Aromen, Farb- und Konservierungsstoffen, Glutamat und Hefeextrakt sollen unsere Vierbeiner fressen.

Trockenfutter besteht zum größten Teil aus Tiermehl und Getreide. Diese Mischung wird bei Hitze und großem Druck in Form gepresst. Zudem enthält das Trockenfutter Geschmacksverstärker. Diese „Pellets“ sind schwer verdaulich, sie quellen im Magen auf und sind Hauptverursacher der oft tödlichen Magendrehung des Hundes.

Dabei kannst du deinem Hund ohne großen Aufwand leckere Hundekekse selbst backen. Sie stellen zwar kein vollwertiges Alleinfutter dar, sind jedoch eine sehr leckere und gesunde Ergänzung. Selbst gemachte Hunde-Cookies haben zwei Vorteile:

  1. Du weißt genau, was du deinem Tier fütterst.
  2. Die selbst gebackenen Kekse kosten oft weniger als gekaufte.

Hier zeige ich dir 8 Rezepte, die meine Hunde am liebsten mögen. Sie sind sehr leicht herzustellen, du musst kein Profibäcker sein.

1. Sesam-Erdnussbutter-Kekse

  • Vermenge 150 g Weizenmehl, 150 g Weizenvollkornmehl (alternativ Dinkel) und 150 g Roggenmehl.
  • Dazu kommen 4 EL Sesam, 1 EL ungesalzene Bio-Erdnussbutter und ein Ei.
  • Zum Schluss gibst du so viel Wasser dazu, wie nötig, damit du einen schönen, homogenen Keksteig kneten kannst.
  • Den Teig mit einem Nudelholz nicht zu dünn ausrollen und mit Formen deiner Wahl ausstechen.

Lustige Ausstech-Förmchen in Knochen- oder Pfötchenform kannst du im Internet bestellen (z.B. diese oder diese). Dem Hund schmecken die Kekse aber auch in jeder anderen Form.

Bei 160 °C ca. 45 bis 60 Minuten backen.

Bitte beachte: jeder Ofen ist anders. Die Backzeit kann z.T. sehr variieren! Kontrolliere deshalb zwischendurch immer mal wieder das Ergebnis, damit die Kekse nicht verbrennen. Sie sind fertig, wenn sie goldbraun gebacken sind.

Kleiner Tipp: Erdnussbutter kannst du ganz einfach selbermachen! Ungesalzene, geröstete Erdnüsse mit einer Küchenmaschine zu feinem Mehl zermahlen und etwas Pflanzenöl dazu geben. Das Ganze vermischen, bis eine cremige Paste entsteht – fertig!

2. Honig-Joghurt Kekse

  • Vermenge die drei Mehlsorten zu je 150 g je Sorte wie in Rezept Nr. 1.
  • Nun kommen Honig und magerer Naturjoghurt dazu – nach Augenmaß, so dass ein weicher, homogener Teig entsteht.

Den Teig nicht zu dünn ausrollen und mit Ausstechförmchen Plätzchen ausstechen. Bei 160 °C ca. 45-60 Minuten backen.

3. Obst-Kekse

Diese Kekse eignen sich gut zum „Zähneputzen“, da sie relativ hart sind.

  • Vermische 120 g Haferflocken mit 300 g Weizenvollkornmehl.
  • Dazu kommen etwas Olivenöl, ein Ei und ein Babygläschen Apfelmus oder alternativ Birne oder Banane, je nachdem, was dein Hund am liebsten mag.
  • Sollte der Teig zu fest sein, gib einfach ein bisschen Wasser dazu.

Den Teig ausrollen und Formen ausstechen. Bei 150 °C ca. 40 Minuten backen.

4. Thunfisch-Kekse

  • Vermische 300 g Roggenmehl und 150 g Weizenmehl.
  • Dazu kommen ein Ei und zwei Dosen Thunfisch natur im eigenen Saft und ohne Salz!
  • Sollte der Teig zu fest sein, gib ein paar Spritzer Wasser dazu.

Den Teig ausrollen und Formen ausstechen. Bei 150 °C ca. 45-50 Minuten backen.

5. Energie-Kekse mit Petersilie

  • Vermenge 300 g Vollkornmehl, 150 g Haferflocken, 2 Eier, 250 g Erdnussbutter (ungesalzen), 70 g Milchpulver und etwas kleingehackte Petersilie in einer Schüssel.
  • Knete aus den Zutaten einen homogenen Teig, rolle ihn mit dem Nudelholz aus und steche Formen deiner Wahl aus.

Bei 180 °C ca. 30 Minuten backen.

6. Parmesan-Kekse

  • Vermenge in einer Rührschüssel 300 g Weizenmehl, 40 g Haferflocken, ein Babygläschen Apfelmus, geriebenen Parmesankäse (nach Augenmaß).
  • Gib dazu so viel Wasser und Öl, wie du benötigst, um einen glatten Teig zu kneten.

Den Teig ausrollen und Formen ausstechen. Bei 180 °C ca. 30 Minuten backen.

7. Kartoffel-Kekse

Diese Kekse sind super einfach herzustellen:

  • 300 g Vollkornmehl und 100 g Kartoffelbrei vermengen.
  • Sollte der Teig zu fest sein, einfach ein paar Spritzer Wasser dazu geben.

Kekse formen oder den Teig ausrollen und mit Förmchen ausstechen. Bei 180 °C ca. 20 Minuten backen.

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8. Bananen-Kekse

Für dieses Rezept benötigst du 370 g Vollkornmehl, 1 Ei, 1 Banane, 100 ml Milch.

  • Die Banane mit einer Gabel zerdrücken.
  • In einer Rührschüssel alle Zutaten miteinander verkneten, bis ein glatter Teig entsteht.

Ausrollen und ausstechen. Bei 150 °C ca. 30 Minuten backen.

Allgemeine Tipps:

Falls Du keine Ausstechförmchen hast, kannst du ersatzweise auch ganz einfach mit einem Messer oder einem Pizzaroller Rauten oder Quadrate ausschneiden.

Mit diesen Rezepten kannst du deine Fellnase guten Gewissens verwöhnen oder belohnen.

Hast du auch schon mal Hundekekse gebacken? Oder sonstiges Hundefutter selbst hergestellt? Teile deine Tipps in den Kommentaren.

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23 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Tolle Rezepte, ich kann mich gar nicht entscheiden, welches ich als erstes ausprobieren will :)
    Eine Frage hätte ich noch: Wielange sind die Kekse haltbar?

    Antworten
  2. Wir backen seit einiger Zeit die Hundekekse selbst und unsere Fellnase zieht die selbstgebackenen allen gekauften vor! Wir versuchen dabei besonders auf Nachhaltigkeit zu achten, demnach würden bei uns weder Thunfisch noch Banane je im Hundekeks landen, die kommen ja auch bei uns Menschen nicht auf den Tisch (ist beides mitten in Deutschland einfach nicht regional zu haben…) und sind für leckere Hundekekse auch nicht nötig.
    Als trockene Komponente verwenden wir überwiegend selbstgemachte Semmelbrösel, z.B. aus Brot, das mit der TooGoodToGo-App gerettet wurde. Für die Geschmackskomponente schauen wir am Samstagnachmittag welche (Bio-)Fleisch- und Wurstwaren im Supermarkt reduziert werden, weil sie wegen des Ablaufdatums am Montag nicht mehr verkauft werden können. Die würden andernfalls in der Tonne landen, für Leckerlis sind sie aber allemal noch super! Hackfleisch mit seiner kurzen Haltbarkeit gibt es da sehr oft. Bei uns gibt es reduzierte Fleischwaren samstags auch an der Theke, wo man seine eigene Dose mitbringen kann.
    So werden die Leckerlis noch ein bisschen nachhaltiger, wenn man damit Lebensmittel retten kann, als wenn man ganz frische Lebensmittel extra für den Hund kauft, gerade bei Fleisch und Milchprodukten! – und Geldsparen lässt sich nebenbei auch noch!
    Als klebrige Komponente verwenden wir überwiegend Quark, manchmal auch Joghurt oder Eier. Lässt sich alles runtergesetzt am Ende des MHD bekommen.

    Antworten
    • Hallo Indra, danke für deinen Kommentar! Da sind sehr viele Tipps drin, die dem Hund und der Umwelt gut tun. Liebe Grüße Sylvia

  3. Hallo, wir bekommen morgen einen Labrador-Welpen und frag mich nun, ob diese Leckerlis auch schon für Welpen geeignet sind?

    Antworten
  4. lucretiana

    Hallo ihr Lieben, ich habe zwei Katzenkinder und möchte sie gerne gesund ernähren, ohne haufenweise (Plastik-)Müll zu produzieren. Katzenstreu gibt es ja schon als kompostierbare Pellets, aber beim Futter fällt sehr viel Abfall an, Dosen und Verpackungen vom Trockenfutter. Habt ihr Tipps für mich, was ich statt dessen füttern könnte?

    Antworten
  5. Honig, Banane, Obst und Kartoffeln, Apfelmus sind stark Kohlehydrat und somit ZUCKERHALTIG bzw. werden im Körper in Zucker umgewandelt. Sowas gehört NICHT in Tiernahrung, schon gar nicht in „gesunde“ selbstgemachte Nahrung für Hunde…

    Antworten
    • Kohlehydrat-haltig…sorry…

    • Tierärzte haben dazu eine ganz andere Meinung und auch im Netz finden sich zahlreiche Gegenargumente die sagen, dass Hundefutter durchaus auch Kohlenhydrate enthalten soll, und dass diese vom Hund direkt verstoffwechselt werden, zum Beispiel hier:
      https://www.doc-futter.de/doc-futter-kl%C3%A4rt-auf/wissenswertes/basiswissen-n%C3%A4hrstoffe-hund/

      Zitat:
      „Aus Studien weiß man, daß das Futter des Hundes gewichtsmäßig bis zu 50% aus Kohlenhydraten bestehen kann mit einem Faseranteil von 2,5 – 4,5 %. Allerdings sollten mindestens 5,5 % des Futters aus Fett und 10% des Futter aus Protein bestehen.“

      Mein Hund (12, topfit) wird schon seit der Welpenzeit auch mit Kohlenhydraten ernährt, sehr viel selbst gemacht – auf die ausgewogene Mischung kommt es an.

  6. Barbara Zoppel

    Bei den Parmesankeksen steht Parmesan nach Augenmaß. Wie viel ungefähr? Hab da gar keine Ahnung wie viel noch okay ist. Käse sollten Hunde ja eigentlich gar nicht fressen wegen des hohen Salzgehalts.

    Antworten
    • smarticular.net

      Es reichen wenige Gramm, um den verführerischen Geschmack und Geruch zu erzeugen. Liebe Grüße

  7. Angelika Fiol

    Gibt es auch gesunde Snacks für Katzen zum Selbermachen? Ohne diese Plastikumverpackungen und gesünder noch dazu, weil man weiss was drin ist?

    Antworten
  8. Dagmar Barrett

    Ich habe die Kekse mit Honig und Joghurt und die mit Thunfisch gebacken: zum Advent ein (in Stücke gebrochenes) Leckerli, bei dem sich mein Hund anstandslos gehorsam in all unseren Übungen zeigt! (Zum Beispiel beim Staubsauger-Monster.) Ich bin begeistert und für unsere Emmi eine Küchenheldin… Übrigens verlangt unser Enkel nun auch nach den ersteren – die findet er selber superlecker!

    Antworten
  9. Ich möchte hier auch einen Gedanken einwerfen. Viele Ideen in den Kommentaren sind prima, von wegen Getreide, Thunfisch etc., nur hat sich schon mal jemand die Frage gestellt, ob Gebackenes, Gekochtes/Gegartes überhaupt für den Hund geeignet ist? Durch den Erhitzungsprozess werden die meisten Enzyme, die für den Verdauungsprozess notwendig sind und im rohen Zustand „gratis mitgeliefert“ werden, zerstört und eine einwandfreie Verdauung findet somit nicht mehr statt (das gilt auch für Dosenfutter). Die Folgen sind übermässige Verschlackung und vorzeitige Alterung bzw. Erkrankungen des Hundes. Das bedeutet für mich nicht, dass ich dem Hund etwas gutes tue…nicht mal als Leckerli zwischendurch. Aber das soll jeder für sich entscheiden. Vielleicht nimmt jedoch der eine oder andere meine Zeilen zum Anlass, etwas darüber nachzuforschen. Dem Hund zuliebe. Alternativen wären z. B. kleine getrocknete Fische, kleingeschnittene getrocknete Pansenstückchen, rohe oder getrocknete Karotten- oder Rote Betescheiben.

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    • Wenn man es so genau nehmen will, gehen auch keine rohen Karotten oder Rote Beetescheiben. Dem Hund fehlt das entsprechende Enzym um rohes Gemüse am Stück verarbeiten zu können, daher muß es entweder püriert oder gedünstet werden.
      Da mein Hund aber nicht meine schlauen Bücher gelesen hat, schaue ich auch schon mal weg, wenn er dem Pferd ein Stück Möhre oder Rote Beete klaut;-)

    • Diana Schneider

      Marion, darüber brauche ich definitiv NICHT nachdenken, denn auch ich gönne mir schon auch mal selbst ein paar Kekse, ein Glas Wein oder auch mal ein Döner. NICHTS von alldem trägt dazu bei, dass sich MEIN Alterungsprozess. Klar: ich könnte abends bei Möhren-und Paprikasticks mit Magerquark vor dem Fernseher sitzen…muss ich aber nicht, denn ein Schälchen Chips ist einfach schmackhafter. Und genauso sehe ich es bei meinen Fellnasen: als Leckerli ist das vollkommen ok, sofern ich nicht jeden Tag handweise Leckerli verfüttere.

  10. Die Idee ist super! Bloß Thunfisch geht eben gar nicht mehr, weder für Menschen, noch für Hunde. Wie bei fast allen (!) Fischen ist jetzt zuviel Quecksilber drin. Ob Bio oder nicht bio macht leider keinen Unterschied. Aber es gibt ja andere leckere Sachen, die man reinmixen kann. Hier freut man sich über Leberwurst-Sterntaler zu Nikolaus. Wuff!

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    • Da hast du allerdings Recht. Neben Quecksilber sollte man auch wegen der Überfischung auf Thuna verzichten, vielen Dank für deinen Hinweis!

  11. All diese Rezepte bestehen fast zu 100% aus Getreide und anderen Kohlehydraten. Das ist zwar besser als viele industriell hergestellten Produkte, aber von gesund würde ich da nicht unbedingt sprechen. Als Leckerli für zwischendurch finde ich es allerdings ok, wenn ansonsten ein wirklich gesundes Hauptfutter mit wenig bis keinem Getreide gefüttert wird.

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Damit hast du wohl recht Andy :-) Als Alleinfutter sind sie tatsächlich nicht geeignet und auch nicht gedacht. Hast du Ideen für ein weniger Kohlenhydrat-lastiges Rezept, ausgewogener mit Eiweiß, Fett und Ballaststoffen, bei dem die Cookies trotzdem länger haltbar sind? Das würden wir gern ausprobieren und weiter verfeinern!

    • Gabi Bendorf

      Ich verwende für selbstgebackene Hundeleckerlis ausschließlich Buchweizenmehl oder Maronenmehl wobei letzteres auch sehr gut zur Herstellung von Pferdeleckerlis geeignet ist. Mein Lieblingsrezept: pürierte Rinderleber mit 1-2 Eiern in einer Haushaltmaschine oder Mixer geben und nach und nach so viel Buchweizenmehl hinzugeben, daß eine nicht zu feste Masse entsteht. Diesen Teig rolle ich in fingerdick, schneide ihn in dünne (1-2 cm) dünne Scheibchen und lege es auf Backpapier. Bei Umluft werden die Leckerlis bei 160 Grad gebacken, bis sie so eben trocken sind (etwa 20 Min bei großer Menge von drei Blechen/Ebenen).

    • Maximilian Knap

      Tolles Rezept Gabi, vielen Dank dafür!

    • Angela Bruno

      Diese Kekse sind in der Tat als Leckerli gedacht. Von Hauptfutter war nie die Rede. Ich hab ja geschrieben, dass sie gedacht sind, um seinen Hund zu verwöhnen oder zu belohnen! Ein Snack eben. Für Zwischendurch. ;-)

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