Veganes Hundefutter – ungesund oder artgerecht?

Veganes Hundefutter ist umstritten. Warum eine pflanzliche Ernährung für Hunde artgerecht sein kann und was zu beachten ist, erfährst du hier.

Überlegst du, deinen Hund vegan zu ernähren, bist dir aber nicht sicher, ob das wirklich gesund für ihn ist? Auch wenn die kritischen Stimmen (noch) zu überwiegen scheinen, ist eine ausgewogene Ernährung mit veganem Hundefutter sehr wohl möglich. Sofern du ein paar Dinge beachtest.

Durch Domestizierung zum Allesfresser

Etwa 15.000 Jahre an der Seite des Menschen haben aus Hunden Allesfresser gemacht. Anders als Katzen bilden sie das Enzym Amylase, das sie befähigt Stärke zu verdauen – eine wichtige Voraussetzung, um pflanzliche Nährstoffe verwerten zu können.

Auch Tierärzte und Ernährungsberater bestätigen, dass gegen eine vegetarische oder sogar vegane Ernährung für gesunde, ausgewachsene Hunde nichts einzuwenden ist – zum Beispiel im Merkblatt Vegetarische Ernährung von Hunden und Katzen der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V.

Veganes Hundefutter ist umstritten. Warum eine pflanzliche Ernährung für Hunde artgerecht sein kann und was zu beachten ist, erfährst du hier.

Rettung bei Unverträglichkeiten

Für Hunde mit Unverträglichkeiten und Allergien kann vegetarisches oder veganes Futter sogar das Ende eines langen Leidensweges sein. Zwei Pioniere für veganes Hundefutter in Deutschland, die Gründer von VEGDOG und Meinert, suchten eigentlich nur nach einer Alternative für ihre eigenen vierpfotigen Familienmitglieder. Mit so viel Erfolg, dass daraus ein Business entstanden ist.

Eine Studie aus dem Jahr 2022 zeigt ebenfalls, dass veganes Hundefutter den Vierbeinern gut tut. Denn die pflanzlich ernährten Hunde erfreuten sich bester Gesundheit. Das zeigte sich auch daran, dass sie seltener zum Tierarzt mussten, als ihre konventionell ernährten Artgenossen.  

Mit veganem Hundefutter den Nährstoffbedarf decken

Du bist überzeugt und möchtest direkt mit der veganen Ernährung loslegen? Dann setze dich am besten vorab noch kurz mit der richtigen Zusammensetzung auseinander. Denn genau wie bei Menschen, die sich vegan ernähren, gilt es auch bei Hunden ein paar Dinge zu beachten. Nur so kannst du sicherstellen, dass dein Liebling alle Nährstoffe bekommt, die er braucht.

Die meisten tierischen Lebensmittel enthalten mehr essentielle Aminosäuren als pflanzliche Proteinquellen. Auch die Versorgung mit Mikronährstoffen ist etwas komplizierter, wenn eine Gruppe von Nahrungsmitteln ausgeschlossen wird. Mit einer ausgefeilten Kombination verschiedener Rohstoffe kann aber auch veganes Hundefutter den gesamten Bedarf an essentiellen Nährstoffen abdecken – zum Beispiel mit folgenden Zutaten:

Hinzukommen bei Bedarf spezielle Zusatzstoffe, um das Nährstoffprofil abzurunden. Diese sind auch in den meisten konventionellen Alleinfuttermitteln für Hunde enthalten. Bei selbst gemachtem Futter können sie als Nahrungsergänzung hinzugegeben werden.

Veganes Hundefutter ist umstritten. Warum eine pflanzliche Ernährung für Hunde artgerecht sein kann und was zu beachten ist, erfährst du hier.

Bezugsquellen für veganes Hundefutter

Wenn du sicherstellen möchtest, dass das vegane Hundefutter alle wesentlichen Nährstoffe enthält, greife auf bewährte Futtermittel aus dem Handel zurück. Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Bezugsquellen für pflanzenbasiertes Nass- und Trockenfutter:

Falls du bereit bist, etwas mehr Zeit zu investieren, um dich in das Thema vegane Hundeernährung zu vertiefen, kannst du den Napf aber auch selbst füllen. Dabei hilft Abwechslung ganz nebenbei einem Nährstoffmangel entgegenzuwirken.

Fazit

Eine bedarfs- und artgerechte vegetarische oder gar vegane Ernährung für Hunde ist durchaus möglich, sofern dein Hund folgende Kriterien erfüllt:

  • Er ist ausgewachsen.
  • Er ist nicht trächtig oder säugend.
  • Es spricht aus gesundheitlicher Sicht nichts dagegen.

Aufgrund der Tatsache, dass Hunde tierisches Eiweiß besser verwerten können als Proteine aus pflanzlichen Quellen, ist sie aber auch etwas komplexer als eine Versorgung mit Fleisch und anderen tierischen Produkten. Verlasse dich deshalb bei einem Umstieg auf veganes Hundefutter am besten nicht allein auf die Herstellerangaben. Sondern informiere dich mit Hilfe entsprechender Fachliteratur. Oder lasse dich von einem Tierarzt oder einem kundigen Ernährungsexperten beraten. 

Und zu guter Letzt: Jeder Hund is(s)t anders! Weshalb neben gesundheitlichen und ökologischen Aspekten bei der Futterauswahl die individuellen Vorlieben deiner Fellnase nicht zu kurz kommen sollten. 

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Hast du bereits Erfahrung mit veganer Hundeernährung gemacht oder hast du Fragen dazu? Dann freuen wir uns über deinen Kommentar!

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