Pflegenden und schützenden Pfotenbalsam für Hunde selber machen

Um die Pfoten deines Vierbeiner auch im Winter zu schützen und zu pflegen, kannst du einen Balsam aus natürlichen Zutaten einfach selbst herstellen.

Wenn draußen kühler und eisiger Wind pfeift und drinnen die Heizung knackt, leidet unsere Haut schnell unter den Temperaturwechseln. Aber auch unsere vierbeinigen Freunde haben mit diesem Wetter zu kämpfen. Die Haut an den Pfoten wird durch Frost, Streusalz und Splitt stark beansprucht und kann trocken, spröde oder rissig werden. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch schmerzhaft für das Tier sein.

Zur Pflege und zum Schutz von Hunde- und Katzenpfoten werden unzählige Produkte im Handel angeboten. Oftmals enthalten diese aber unerwünschte Zusatzstoffe, wie zum Beispiel Paraffine aus Erdöl. Probiere es stattdessen doch mal mit dem folgenden Rezept! Einen Pfotenbalsam aus natürlichen Zutaten selbst herzustellen, ist einfach, und du weißt genau, was drin ist.

Pfotenbalsam herstellen

Für ein kleines Glas Pfotenbalsam (etwa 150 Gramm) benötigst du:

Tipp: Wenn du bereits Ringelblumenöl zu Hause angesetzt hast, kannst du es anstelle des Olivenöls und der Ringelblumenblüten verwenden.

Um die Pfoten deines Vierbeiner auch im Winter zu schützen und zu pflegen, kannst du einen Balsam aus natürlichen Zutaten einfach selbst herstellen.

Alle Zutaten entfalten in Kombination ihre volle Wirkungskraft. Olivenöl ist ein klassisches Auszugsöl und gut für einen Ringelblumen- und Harzauszug geeignet. Es wirkt entzündungshemmend, fördert die Elastizität der Haut und die Durchblutung. Sheabutter wirkt beruhigend und ist besonders zur Pflege sehr trockener, gereizter und empfindlicher Haut geeignet. Harz wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend und keimtötend. Es kann bei allen Arten von Verletzungen – auch bei offenen Wunden! – Linderung verschaffen. Bienenwachs dient als Konsistenzgeber und bildet auf der Haut einen feinen Schutzfilm, der die Pfotenballen vor Witterungseinflüssen bewahrt.

So gehst du vor:

  1. Harz in den Leinenbeutel oder Nylonstrumpf geben und verschließen, damit beim Verflüssigen des Harzes keine festen Rückstände in das Öl übergehen.
  2. Olivenöl, Blütenblätter und Harz samt Beutel in ein hitzebeständiges Glas (zum Beispiel ein altes Marmeladenglas, weil sich Harzreste später eventuell nur noch schwer aus dem Glas lösen lassen) geben und auf dem Herd im Wasserbad 30 Minuten lang bei maximal 60 °C ziehen lassen. Bei Bedarf auch länger, weil das Lösen des Harzes in Öl Zeit benötigt.
  3. Leinenbeutel samt Harzrückständen entfernen und den Ölauszug durch ein Sieb abseihen.
  4. Den Auszug zusammen mit Bienenwachs nochmals in ein hitzebeständiges Glas geben und im Wasserbad langsam erwärmen, bis das Wachs geschmolzen ist. Das Wasser darf dabei nicht kochen!
  5. Glas aus dem Wasserbad nehmen, Sheabutter darin schmelzen und rühren, bis eine homogene Masse entsteht.
  6. Einige Tropfen auf einen kalten Teller geben, um die Konsistenz zu überprüfen. Ist es zu fest, gib etwas Olivenöl hinzu. Ist es zu flüssig, füge Bienenwachs dazu.
  7. Fertige Salbe in Tiegel abfüllen, beschriften und ohne Deckel auskühlen lassen.

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Bewahre den Pfotenbalsam am besten lichtgeschützt und kühl auf. Bei sauberer Arbeitsweise und sterilen Utensilien ist der Balsam bis zu zwei Jahre haltbar. Ein paar Tropfen Vitamin-E-Öl (Tocopherol) können ebenfalls die Haltbarkeit verlängern, denn sie verzögern das Ranzigwerden des Öls.

Um die Pfoten deines Vierbeiner auch im Winter zu schützen und zu pflegen, kannst du einen Balsam aus natürlichen Zutaten einfach selbst herstellen.

Tipp: Etwaige Harzreste an den Gerätschaften lassen sich relativ leicht mit etwas Bio-Spiritus oder hochprozentigem Alkohol entfernen.

Anwendung des Pfotenbalsams

Trage den Balsam vor dem Spazierengehen auf die Pfotenballen deines Vierbeiners auf und verreibe ihn gründlich. Seine natürlichen Inhaltsstoffe schützen die Haut vor Rissen und pflegen sie langanhaltend. Sollten nach der Gassirunde doch kleine Risse oder Verletzungen entstanden sein, kann der Balsam zudem helfen Entzündungen vorzubeugen, Schmerzen zu lindern und die Selbstheilung zu fördern.

Auch für die richtige Fellpflege deines Vierbeiners können einige Hausmittel hilfreich sein, um übermäßiges Haaren und Zeckenbefall zu vermeiden.

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Welche natürlichen Methoden und Hausmittel verwendest du, um die Gesundheit deines Haustieres zu erhalten? Teile deine Anregungen und Tipps mit anderen Lesern in den Kommentaren!

Um die Pfoten deines Vierbeiner auch im Winter zu schützen und zu pflegen, kannst du einen Balsam aus natürlichen Zutaten einfach selbst herstellen.

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9 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Dankeschön für die Antwort:-) habe Ringelblumen gesetzt und auch schon Blüten. Wie macht ihr den eure Produkte so länger haltbar???

    Antworten
  2. Hallöchen- was könnte man anstelle von Ringelblumen sonst noch verwenden?

    Antworten
    • Hallo Lulu, es eignen sich beispielsweise auch Spitz- und Breitwegerich, Lavendel, Kamille oder das Gänseblümchen. Liebe Grüße

  3. Bitte keine Nylon-Strümpfe bei der Herstellung verwenden! Seit einiger Zeit ist bekannt, dass Nylon-Teebeutel gigantische Mengen an Mikroplastik freisetzen. Da die Nylon-Strümpfe hier im Rezept auch erhitzt werden, würde vermutlich das selbe passieren, das muss doch nicht sein! https://www.businessinsider.de/wissenschaft/mikroplastik-hochwertige-nylon-teebeutel-geben-plastikpartikel-ab-2019-9/

    Antworten
  4. Hallo….darf man den Pfotenbalsam auch für Katzen verwenden?

    Antworten
    • Hallo Marika, der Pfotenbalsam kann natürlich auch bei Katzen angewendet werden, wenn sich deine Katze das gefallen lässt. Du kannst ihn sogar für deine eigene Haut benutzen :)
      Liebe Grüße

  5. Vielen Dank für das tolle Rezept! Das werde ich dieses Jahr an alle Hunde, die ich gut kenne, zu Weihnachten verschenken. Eine Frage habe ich allerdings. Aus Gründen der Praktikabilität würde ich gerne einen Teebeutel aus Papier zum Selbstbefüllen für das Harz verwenden. Das dürfte doch auch funktionieren, oder?
    Viele Grüße aus Berlin,
    Antje

    Antworten
    • Hallo Antje, das müsstest du mal ausprobieren. Vielleicht magst du danach nochmal kurz berichten. Liebe Grüße Sylvia

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