Backtrennmittel selber machen: Alternative zu Backtrennspray und Anti-Haft-Spray

Backtrennmittel kannst du ganz einfach selber machen. Damit sparst du Backpapier, Papierförmchen und Backtrennspray.

Kuchen und anderes Kleingebäck selbst zu backen, macht immer wieder Spaß. Und am schönsten ist es, wenn das Gebäck nach dem Backen einfach aus der Form gleitet und nicht festklebt. Damit das gelingt, kann man mit wenigen einfachen Zutaten ein Backtrennmittel selber machen, das zudem noch hilft, Backpapier oder Papierförmchen für Muffins einzusparen. Außerdem musst du nicht extra ein Backtrennspray kaufen, das unnötigen Verpackungsmüll verursacht.

Backtrennmittel selber machen – So geht’s

Es lohnt sich, das Backtrennmittel auf Vorrat zu machen, denn es ist im Kühlschrank mehrere Monate lang haltbar.

Für einen Vorrat, der ausreicht, um etwa sechs Muffin-Bleche á sechs Muffins vorzubehandeln, brauchst du:

  • 20 g Pflanzenöl (geschmacksneutral, zum Beispiel Sonnenblumenöl)
  • 20 g Kokosöl oder das preiswertere Kokosfett
  • 20 g Mehl, z.B. Weizen- oder Dinkelmehl

Das Trennmittel ist schnell gemacht:

  • Kokosfett bzw. Kokosöl kurz erhitzen, falls es nicht sowieso schon flüssig ist.
  • Öl und Mehl mit einem Schneebesen klümpchenfrei unterrühren.

Fertig ist dein neuer Backhelfer! Jetzt kannst du die Masse mit einem Backpinsel dünn in der Backform verteilen und danach den Teig einfüllen. Nach dem Abkühlen die Form am besten sanft stürzen; das Backwerk gleitet dann einfach heraus.

Tipps für den praktischen Umgang mit dem Backtrennmittel

Wenn du den Backtrennmittel-Vorrat im Kühlschrank aufhebst, wird die Flüssigkeit fest wie Butter. Damit sie sich wieder verflüssigt, gib am besten eine Portion aus dem Vorratsbehälter in die Backform, bevor du anfängst, dein Gebäck zuzubereiten. Während der Vorbereitungen hat das Trennmittel Zeit, sich zu erwärmen, damit es streichfähig wird.

Bei Muffin- oder Cannelé-Formen empfiehlt es sich, das Backtrennmittel über den Rand der Kuhlen hinaus zu verteilen, denn Muffins und Cannelés  gehen oft auf und quellen über den Rand. So bleibt auch wirklich nichts kleben.

Viele weitere Ideen, wie du Dinge des täglichen Gebrauchs selber machen kannst und dabei Verpackung und Plastik sparst, findest du in unserem Buch:

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Hast du auch schon Backtrennmittel selber gemacht und hast noch weitere Tipps? Dann teile sie gerne mit uns und den Leserinnen und Lesern in den Kommentaren!

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16 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Moin. Ist eine super Idee. Schmeckt es aber auch nicht nach Kokos?

    Antworten
    • Hallo Matysiak,
      so wenig, wie da verbraucht wird, ist das Kokosöl nicht zu schmecken. Vielleicht machst du vorsichtshalber eine kleinere Menge, um herauszufinden, ob du persönlich etwas schmeckst; das ist ja bei jedem wieder anders.
      Lieben Gruß
      Heike

  2. https://www.regenwald.org/themen/palmoel/kokosoel-keine-alternative-zu-palmoel#start

    Für die, die meinen in dem Falle mit Bio und nachhaltig wär alles besser! Auch wenn nachhaltig, wie kommt es in Eure Vorratsschränke?
    Spezi Mensch: werde endlich wach, damit Deine Enkelkinder ebenfalls eine Zukunft auf unserem Planeten haben….

    Antworten
    • Das mittel ist sicher besser als backtrennspray – Nachteile gibts immer bei allem menschlichen Handeln, und eine ideale Lösung für Alle gibt es sicher nicht. Am besten genau hinsehen und sich selbst entscheiden, was für sich selbst am besten ist.

    • Hallo Sabine, sicherlich ist Bio nicht das Allheilmittel (https://www.smarticular.net/bio-oder-regional-unterschied-nachhaltiger-konsum/). Mit Palmöl-Alternativen haben wir uns auch bereits kritisch auseinandergesetzt (https://www.smarticular.net/palmoel-vermeiden-umwelt-fettarm-lebensmittel/). Allerdings ist auch regionale Butter nicht unbedingt umweltfreundlich, denn ihre Herstellung ist mit einem enormen CO2-Ausstoss verbunden.

      Dieses Rezept für ein DIY-Backtrennmittel kann ein Fertigprodukt ersetzen und Müll vermeiden. Ob es eine sinnvolle Alternative für den eigenen Haushalt ist, muss jede/r für sich selbst entscheiden. Liebe Grüße Sylvia

    • Sabine, hier ist ja nie die Rede von ultimativen den Planeten rettenden Dingen, aber eben von vielen kleinen Möglichkeiten, es zumindest besser zu gestalten.

      Keiner feiert Kokosöl hier als DIE saubere Generallösung.

      Statt also in schwarzweiße Ecxtreme zu verfallen, wie wäre es mit was Produktivem? Wie gehst DU beim Backen vor? :-)

  3. Noch mal einfacher ist es, mit einfachem Speiseöl zu fetten und anschließend das Mehl darüber zu stäuben. Dann hat man nicht noch ein Gefäß im Kühlschrank, bei dem man sich sorgen muss, ob man es rechtzeitig aufbraucht.
    Nur weil die Industrie etwas erfindet, muss es nicht sinnvoller sein, als das, was unsere Mütter und Großmütter schon gemacht haben.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Liebe Claudia,
      damit hast du natürlich absolut Recht, und jede/r, die/der öfter backt, wird es ganz selbstverständlich so machen :-)
      Dennoch verwenden erstaunlich viele Menschen so seltsame Fertigprodukte wie Backtrennspray, die einen simplen Zweck erfüllen, dabei aber unnötig viel Müll verursachen. Deshalb sind Alternativen wie die oben im Beitrag beschriebene durchaus sehr sinnvoll: Sie sind ähnlich einfach anzuwenden wie das Fertigprodukt, verursachen dabei aber viel weniger Abfall. Denn wenn das Fetten und Mehlen für alle die intuitiv einfachste Lösung wäre, würde ein Produkt wie Backtrennspray gar nicht verkauft werden können. Niemand ist perfekt, und wer bisher so ein Spray benutzt hat, weil sie/er nicht mit buttrigen Händen in der Küche stehen will, für die/den ist ein solches “Übergangsprodukt” eine wirklich tolle Alternative, allemal besser als Dosenspray.
      Liebe Grüße

  4. Kokosöl und Kokosfett sind das schlimmste Fett, das in dieser Welt vorkommt! Billiger Schrott auf Kosten unserer Umwelt, und ungesund auch noch nebenbei! Dann braucht Ihr auch keine Beiträge zu machen, wie wir Plastik einsparen können. Sorry, aber das beißt sich……

    Antworten
    • Silikonspray und Produkte sind zehnmal schlimmer – die Welt ist nicht schwarz und weiß, menschliches Handeln ist immer mit Nachteilen verbunden. Kokosfett gibt es auch in Bio und aus nachhaltigem Anbau, aber das muss man natürlich auch wollen.

    • Danke, N.O., bin da ganz bei dir. DIE eine ultimative Lösung gibt es nicht. Viele kleine Schritte sind aber auch viel wert. Besser viele Menschen damit abholen & ihnen zeigen, wie einfach UmweltfreundlicheRES ist als eine handvoll Hardliner.

      Mit der aggressiven Art treibt man die Menschen, die blind konsumieren, eher von sich weg als ihnen aufzuzeigen, wie simpel es ist und wie gut es tut, sich vom kopflosen Konsum zu lösen.

      Wenn man es so schwarzweiß betrachtet, müsste man auch alle anderen Lebewesen kritisieren – sie entnehmen dem Kreislauf etwas, um selbst zu überleben.

      Dass Menschen es damit wie keine andere Spezies extrem übertreiben, ist klar.

      Aber eben drum: gangbare Lösungen, weil Menschen sich dann vlt. von sich aus weiterentwickeln und dazulernen, statt Tabula Rasa.

      Wir haben vor 10 Jahren mit der Umstellung auf natürlichere und Bioware begonnen, im Laufe der Jahre immer wieder dazugelernt, z.B., auf Langlebigkeit zu achten, was Berge an Müll vermeidet – und wir lernen immer noch dazu.

      Darüber, dass ich mich, ursprünglich wegen Kosmetika, damit auseinandergesetzt habe, wurden über die Zeit 3 Generationen in meiner Familie und meine beste Freundin neugierig, jeder aus seinen ganz eigenen Motiven heraus und auch je nach Budget.

      Im direkten und auch im Onlineaustausch konnten mich viele für weitere Bereiche des Themas begeistern und andersherum.

      Das Stichwort heißt eben “Austausch”, nicht “Angriff” oder “Aggressives Missionieren”.

      Selbst wenn viele sich nur in einem kleinen Teilbereich bessern würden, wäre schon viel gewonnen.

    • Liebe ankegro, vielen Dank für deinen Kommentar! Deine Haltung entspricht ziemlich genau der von smarticular ;-) Liebe Grüße Sylvia

    • Doch, im Kleinen fängt es an. Ein Backspray aus der Dose, ist doch ein völliger ökologischer Blödsinn. Und Du verwechselt Kokosfett wahrscheinlich mit Palmöl.

  5. noch besser geht es wenn man das kalte kokosöl wie Sahne aufschlägt und mehl und Öl vorsichtig unterrschlägt. Die masse wird noch streichfähiger

    Antworten
    • Hallo, danke für den Tipp! Das probieren wir aus. Liebe Grüße Sylvia

    • Zur Diskussion: Palmfett.
      Ich nehme (selbstgemachtes) Butterschmalz, Rapsöl und Mehl im gleichen Verhältnis. Funktioniert genauso gut!

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