Raumduft selber machen – preiswert, natürlich und ohne Müll

Frischer Raumduft sorgt für gute Stimmung - aber wer braucht dafür schon elektronische Geräte oder teure Duftmischungen? Mach deinen Raumduft einfach selbst!

Ein dezenter Lufterfrischer ist zwar keine Notwendigkeit – aber ein angenehmes Extra für die Wohnatmosphäre, denn ein frischer Duft hebt die Laune und überdeckt unangenehme Gerüche, die in Bad und WC schon mal vorkommen. Auf teure Raumbedufter aus Kunststoff oder solche, die elektrisch betrieben werden, kannst du jedoch leicht verzichten. Einen umweltfreundlichen Stäbchen-Diffuser samt natürlicher Duftmischung kannst du ganz einfach selbst herstellen. So sparst du nicht nur Geld, sondern kannst dir außerdem sicher sein, dass nur gewünschte Zutaten deine Raumluft beduften.

Raumduft für Atmosphäre und Wohlbefinden

Gerade in viel genutzten Räumen wie Bad, Wohnzimmer und Küche entstehen schnell schlechte Gerüche, die einen ungepflegten Eindruck hinterlassen. Ein frischer Duft hingegen bewirkt ein sauberes Gefühl und bringt eine angenehme Stimmung. Mit ätherischen Ölen kannst du nicht nur die Atmosphäre, sondern sogar dein körperliches Befinden positiv beeinflussen! Für verschiedene Bedürfnisse und Räume lassen sich mit den folgenden Tipps gleich mehrere Duftöle selber herstellen.

Raumduft und Stäbchen-Diffuser selbst gemacht

Ein Nachfüll-Raumduft für die Verwendung in einem Duftspender ist schnell gemacht und besteht aus nur drei Zutaten: einem ätherischen Öl für den Duft, Alkohol, der als Lösungsmittel für die Verdunstung des Duftes sorgt, und Glycerin, das die Bestandteile besser miteinander verbindet. Der Stäbchen-Diffuser besteht aus einer kleinen Flasche und mehreren Holzstäbchen. Verwende deinen alten Duftspender mit diesem Rezept weiter, oder stelle ihn gleich komplett selbst her.

Für einen selbst gemachten Duftspender benötigst du:

  • 80 ml Alkohol (z.B. Vodka oder Korn – eine höhere Alkoholkonzentration ist nicht unbedingt notwendig)
  • 10 ml Glyzerin (gibt es in der Apotheke oder online)
  • ca. 150 Tropfen (6-8 ml) ätherisches Öl deiner Wahl
  • ein Fläschchen mit engem Hals mit ca. 100 ml Fassungsvermögen
  • 3-6 Holzstäbchen (zum Beispiel Schaschlikspieße), die etwa doppelt so lang sind wie die Flasche hoch

Tipp: Stelle dir aus mehreren ätherischen Ölen eine individuelle Duftmischung nach deinen persönlichen Vorlieben her.

Ätherische Öle sind sehr nützlich und unglaublich vielseitig einsetzbar. Worauf es bei dem Kauf und der Anwendung der Richtigen Öle ankommt erfährst du hier

So wird’s gemacht:

  1. Ätherische Öle in das Fläschchen tropfen.
  2. Alkohol und Glyzerin zugeben, die Flasche mit einem Deckel oder dem Daumen verschließen und gut schütteln.
  3. Stäbchen in die Flasche stecken und am Wunschort aufstellen.

Frischer Raumduft sorgt für gute Stimmung - aber wer braucht dafür schon elektronische Geräte oder teure Duftmischungen? Mach deinen Raumduft einfach selbst!

Die Intensität des Raumduftes hängt unter anderem von der Verdunstungsfläche ab, die du durch die Anzahl und Länge der Stäbchen beeinflussen kannst. Ist der Duft zu intensiv, entferne ein bis zwei Stäbchen oder kürze sie. Bei zu schwachem Duft stecke zusätzliche Stäbchen in die Flasche. Falls das nicht reicht, kannst du noch mehr ätherisches Öl in die Flasche geben.

Tipp: Dein Raumduft kann übrigens ebenso als selbst gemachtes Raumspray verwendet werden.

Welcher Duft wofür?

Damit du lange Freude an deinem Raumduft hast, sind hochwertige ätherische Öle die beste Wahl, z.B.:

Öle aus Zitrusfrüchten besitzen neben dem frischen Aroma eine belebende Wirkung und sind für Bad und Wohnräume gut geeignet.

Pfefferminzöl ist als konzentrationsfördernd bekannt und sorgt für Aufmerksamkeit im Arbeitszimmer.

Wenn du auch dein Schlafzimmer mit einem angenehmen Raumduft versehen willst, eignet sich dafür beruhigendes und entspannendes Lavendelöl.

Die Liste geeigneter ätherischer Öle ist lang und es gibt nahezu unendlich viele Möglichkeiten, sie individuell zu mischen. Dabei lohnt es sich, die Tropfen bei der Herstellung genau abzuzählen, damit der Duft reproduzierbar ist und Nase und Stimmung wohltut.

Viele nützliche Informationen zu ätherischen Ölen und deren Anwendungsgebieten erhältst du in unseren Buchtipps:

Basics - Ätherische Öle. Grundwissen, Aromapflege-Mischungen & Co.

Basics – Ätherische Öle

Sabrina Herber

Basics - Ätherische Öle - Grundwissen, Aromapflege-Mischungen & Co. Mehr Details zum Buch

Erhältlich bei: ecolibrigenialokal

Mehr Infos: im smarticular.shop

Hausapotheke Ätherische Öle. Schnelle Hilfe für jeden Tag

Hausapotheke Ätherische Öle

Maria Kettenring

Hausapotheke Ätherische Öle.
Schnelle Hilfe für jeden Tag Mehr Details zum Buch

Erhältlich bei: ecolibrigenialokal

Mehr Infos: im smarticular.shop

Welche Düfte verwendest du, um für eine angenehme Atmosphäre und einen feinen Duft zu sorgen? Lass es uns wissen in einem Kommentar unter diesem Beitrag!

Diese Beiträge könnten dich ebenfalls interessieren:

Gefällt dir dieser Beitrag?

Bisher 4.9 von 5 Punkten.
(317 Bewertungen)

25 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hallo! Wäre es auch möglich, asiatische Essensstäbchen zu verwenden, die immer dabei sind, wenn ich Sushi esse? ;) Sind ja auch einfache Holzstäbchen, oder? Ich habe so viele zuhause gesammelt… Danke für die Idee jedenfalls!

    Antworten
    • Hallo Michaela,
      falls es Essstäbchen aus unbehandeltem, saugfähigem Holz sind, müsste das ebenfalls gehen. Allerdings wird von den dickeren Stäbchen wahrscheinlich mehr von der Duftmischung aufgesaugt, sodass der Verbrauch höher ist.
      Liebe Grüße, Annette

  2. Beim Googlen ist mir augefallen, dass es auch möglich ist statt Alkohol (und Glycerin) Pflanzenöl zu verwenden. Nun meine Frage: inwiefern unterscheidet sich das?
    Ich muss gestehen, ich hab vor einem Jahr schon mal ausprobiert, Alkohol, Pflanzenöl und ein ätherisches Öl zusammenzupanschen und bin überrascht, wie gut das immer noch riecht. Fürs Klo hat es alle Mal gereicht.

    Antworten
    • Hallo Stella,
      Alkohol und Glyzerin im Lufterfrischer sorgt beim Verdunsten dafür, dass sich die ätherischen Öle ausbreiten und intensiv duften. Pflanzenöl verdunstet nicht, so dass der Lufterfrischer weniger stark duftet. Wenn dir die Intensität ausreicht, kannst du einen Lufterfrischer also auch mit Pflanzenöl herstellen.
      Liebe Grüße, Annette

  3. Also „preiswert“ ist hier gar nix! 150 Tropfen ätherisches Öl, wie Ihr schreibt, sind bei mir schon mal fast ein kleines Fläschen und das kostet mich ca. 6 Euro (plus Versand manchmal noch).

    Antworten
    • Hallo Dirk,
      ein Fläschchen (5 ml) Taoasis-Baldini-Bio-Anisöl kostet bei „medikamente per klick“, 1,90 €.
      Ein heiterer/fröhlicher/Gute Laune – Duft.
      Ab 10 € Portofrei. Viel Auswahl. Auch die ätherischen Öle von Bergland sind dort günstig.

      Eukalyptusöl, (klasse für selbst gemachten WC-Reiniger-hier bei Smarticular) Pfefferminze, Lavandin, Orange, bekommen Sie sehr günstig auch in einem bekannten Drogeriemarkt.
      Das o.g. Anisöl ist sogar essbar, z.b. um mit 1-2 Tropfen Garam Marsala oder Chai-Milch herzustellen.

      Die Idee mit dem selbst gemachten Diffuser hier auf Smarticular finde ich toll, weil viele künstliche Aromen, sowie die meisten kaufbaren Aromadiffuser gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe haben oder unnötigen Müll erzeugen, bzw. Strom verbrauchen.
      Und ein bisschen Luxus, mit inspirierenden oder sonstwie gut-tuenden echten ätherischen Ölen ist auch mal was Schönes :)
      Ich hoffe sehr, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen.
      Es grüsst Sie, ein Smarticular-Fan

  4. Eine Möglichkeit, ätherisches Öl in Wasser zu bekommen ist ein Lösungsvermittler wie LV 41. Leicht online zu finden, umweltfreundlich und nicht teuer.

    Antworten
    • Hallo Fatima, ja das geht auch. Aber Alkohol tut es eigentlich ebenso gut. Liebe Grüße Sylvia

  5. Martina Ottowitz

    Also ich hab das jetzt schon zweimal probiert. Einmal mit Ethanol, einmal mit dem im Text stehenden Wodka… beide male hat sich das ganze getrennt. Es ist nach dem Schütteln auch milchig, nicht wie auf den Bildern hier, klar. Ich finde die Idee grundsätzlich toll, aber funktionieren tut das bei mir nicht. :o(

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Martina, die in den ätherischen Ölen enthaltenen Duftstoffe lösen sich relativ langsam in Alkohol. Darum ist es normal, dass sich vor allem in den ersten Tagen und Wochen oben noch eine sichtbare Schicht absetzt, das schadet aber gar nicht. Durch die Holzstäbchen wird immer beides – Ethanol und ätherische Öle – nach oben gesogen, sodass sie sich im Holz vermischen und dann besonders gut in die Raumluft entweichen, erkennbar am feinen Duft :-) Du hast also nichts falsch gemacht, es funktioniert, wie es soll. Liebe Grüße!

  6. Obwohl ich mich genau an die Anleitung gehalten habe und die Flüssigkeit auch verdunstet, riecht man leider überhaupt nichts. Woran kann das liegen? Kann man statt der Holzstäbe auch etwas anderes nehmen? Stoff oder eine flache offene Schale?

    Antworten
  7. Johanna Hörl

    Könnte man die Schaschlikspieße durch anderes Holz, zum Beispiel getrocknete Zweige von Obstbäumen, ersetzen?

    Antworten
    • hallo Johanna, das klingt nach einer interessanten Idee, die wir so noch nicht ausprobiert haben. Ich kann mir vorstellen, das die Enden des Astes abgeschnitten sein müssen, damit der Duft am anderen Ende austritt, dass ist jedoch nur eine Vermutung. Falls du es ausprobierst, freuen wir uns natürlich über ein Feedback! Liebe Grüße!

  8. Wie ist denn das dann bei den selstgemachten Parfums aus Alkohol und ätherischen Ölen? Da steht kein Glyzerin im Rezept, aber das Prinzip is ähnlich oder? Grüße von Velys

    Antworten
    • Hallo Velys, ja die Inhaltsstoffe sind ähnlich, aber die Wirkungsweise ist doch anders. Das Parfum braucht kein Glycerin, da du beide Stoffe direkt auf die Haut sprühst und dort ankommen, wo sie hin sollen, während der Raumdufterfrischer nur den Alkohol und weniger die ätherischen Öle an die Luft angeben würde. Liebe Grüße!

  9. warum Glycerin? ist das notwendig??

    Antworten
    • Hallo Heike, das Glycerin verbindet das ätherische Öl und den Alkohol miteinander. Ohne das Glycerin würde nur der Alkohol verdunsten, ohne das ätherische Öl mitzunehmen. Liebe Grüße!

    • danke für die Info! Da muss ich wohl doch erst noch Glycerin kaufen….. aber gut zu wissen! :)

  10. Muss es ätherisches Öl sein? Geht auch Seifenduftöl?

    Antworten
    • Hallo Jenny, mit Seifenduftöl haben wir es noch nicht probiert. Besteht es nicht sogar auch aus ätherischen Ölen? Falls du es probierst, freuen wir uns natürlich über deinen Erfahrungsbericht :) Liebe Grüße!

    • Danke, Marla.
      Seifenduftöle sind oft synthetisch. Sie sind in der Regel deutlich günstiger und nicht so flüchtig wie ätherische Öle. Aber nicht zur Aromatherapie geeignet. Zur Verseifung aber schon. Sie müssen die Lauge aushalten. Manchmal machen sie den Seifenleim aber auch viel zu schnell fest, so dass ich ein gut riechendes Seifenduftöl lieber für etwas anderes als zur Seifenherstellung benutzen möchte. Wegwerfen wäre dann ja schade, wenn einem der Duft gefällt. Deshalb dachte ich, vielleicht kann ich sie für den Raumduft einsetzen. Zur Zeit habe ich kein Seifenduftöl, aber wenn ich meine Erfahrung gemacht habe, werde ich berichten.

  11. Johanna Spahn

    ich habe den selbstgemachten Essigreiniger mit Lavendel und noch ein paar tropfen Lavendel Öl zusätzlich rein. Das hilft gegen den Fliegen und es duftet gut,
    ist aus der Not entstanden weil die Fliegen schon sehr lästig waren.

    Antworten
  12. Kaskareya

    sind da wirklich 150 Tropfen Öl gemeint? Ich denke mal, das ist ein Schreibfehler, soll wohl 15 heißen, vermute ich. Ansonsten danke für den Tipp mit dem Glycerin, das werde ich mal testen. Bisher habe ich immer ca. 60-70% Alkohol und 30-40% Wasser genommen.

    Antworten
    • Hallo Kaskareya. Es sind wirklich 150 TROPFEN gemeint. Falls du dir eine Mischung herstellst, ist es einfacher die verschiedenen Tropfen zusammenzuzählen. Liebe Grüße!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.