Dein eigener Duft, selbst gemacht aus natürlichen ätherischen Ölen

Mit einer Duftmischung aus ätherischen Ölen lassen sich Pflegeprodukte und Waschmittel beduften. Wer dafür eine individuellen Note bevorzugt, kann anhand dieser Anleitung eine ganz persönliche Lieblingsmischung kreieren.

Seifen, Deos, Badezusätze, Waschmittel – all diese Produkte kannst du selber machen und damit auf deine persönlichen Bedürfnisse abstimmen. Neben den selbst gewählten Wirkstoffen ist auch ein individueller Duft mit ätherischen Ölen möglich. Eine Mischung aus verschiedenen natürlichen Duftstoffen wirkt dabei voller und langanhaltender als ein einzelnes ätherisches Öl. Wie du eine harmonische Duftmischung selbst zusammenstellst, erfährst du in diesem Beitrag.

Einen eigenen Duft kreieren

Wenn dir die Auswahl unter der Vielzahl ätherischer Öle schwerfällt, kannst du natürlich auf erprobte Rezepte für natürliche Duftmischungen zurückgreifen. Synthetische Düfte, die zum Beispiel für konventionelle Parfums verwendet werden, sind dagegen weniger empfehlenswert, da sie gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten können.

Wer eine ganz individuelle Note bevorzugt, kann eine eigene Kreation aus ätherischen Ölen angehen – schließlich ist erlaubt, was gefällt! Greife dafür am besten auf das Wissen der Parfumeure zurück und kombiniere unterschiedliche, leichte und schwerere Duftnoten:

  • Die leichte und flüchtige Kopfnote ist schnell wahrnehmbar und bildet den ersten Eindruck des Duftes, verfliegt jedoch auch schnell wieder. Viele Nadelbaum- und Zitrusdüfte sowie Eukalyptus, Pfefferminze, Kampher, Ingwer und Rosmarin werden dieser Gruppe zugeordnet. Sie können relativ großzügig dosiert werden.
    Mit einer Duftmischung aus ätherischen Ölen lassen sich Pflegeprodukte und Waschmittel beduften. Wer dafür eine individuellen Note bevorzugt, kann anhand dieser Anleitung eine ganz persönliche Lieblingsmischung kreieren.
  • Die blumig-weiche Herznote verfliegt weniger schnell und bildet den Charakter des Duftes. In dieser Gruppe finden sich unter anderem Rose, Lavendel, Jasmin, Kamille, Teebaum und Zypresse. Sie machen mengenmäßig meist den größten Anteil des Parfums aus.
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  • Die eher schwere, langanhaltende Basisnote wird von Hölzern, Harzen und Wurzeln bestimmt, zum Beispiel Patschuli, Sandelholz, Zeder, Vanille, Rosenholz, Vetiver, Myrrhe und Weihrauch. Sie duften intensiv und dominant, weshalb sie relativ sparsam dosiert werden.
    Mit einer Duftmischung aus ätherischen Ölen lassen sich Pflegeprodukte und Waschmittel beduften. Wer dafür eine individuellen Note bevorzugt, kann anhand dieser Anleitung eine ganz persönliche Lieblingsmischung kreieren.

Duftstoffe mischen und beurteilen

Starte für deine erste eigene Duftmischung am besten mit nur einem Duftstoff aus jedem der drei Bereiche. Verwende ätherische Öle, die dir einzeln schon bekannt sind, um dir ihre Wirkung und die Kombination mit anderen Düften besser vorstellen zu können.

Es empfiehlt sich außerdem, zunächst nur eine kleine Menge zu mischen – insgesamt 20 bis 30 Tropfen genügen, um den Duft für verschiedene Zwecke zu testen.

Du benötigst:

Mit einer Duftmischung aus ätherischen Ölen lassen sich Pflegeprodukte und Waschmittel beduften. Wer dafür eine individuellen Note bevorzugt, kann anhand dieser Anleitung eine ganz persönliche Lieblingsmischung kreieren.

So gehst du vor:

  1. Einige Tropfen des ätherischen Öls der Basisnote in das Glasfläschen geben. Dann die Herznote ergänzen und den Duft prüfen. Zum Schluss die Kopfnote hinzufügen und den Duft nochmals überprüfen. Insgesamt etwa 20 Tropfen zusammenmischen.
  2. Das Fläschchen verschließen und schütteln.
  3. Fläschchen öffnen und die Duftmischung wirken lassen. Dafür in Abständen immer wieder am Parfum schnuppern, um alle Duftkomponenten wahrzunehmen. Du kannst auch einen Tropfen auf ein Stück saugfähiges Papier geben, damit sich der Duft optimal ausbreiten kann. Wenn dir die Mischung noch nicht gefällt und zum Beispiel die Basisnote zu intensiv ist, kannst du noch einige Tropfen der Herz- und Kopfnote zugeben.
    Mit einer Duftmischung aus ätherischen Ölen lassen sich Pflegeprodukte und Waschmittel beduften. Wer dafür eine individuellen Note bevorzugt, kann anhand dieser Anleitung eine ganz persönliche Lieblingsmischung kreieren.
  4. Da die verschiedenen Duftkomponenten unterschiedlich schnell verfliegen, ändert sich der Duft mit der Zeit vom leichten ersten Eindruck bis zu einem eher schweren, langanhaltenden Duft. Es empfiehlt sich daher, den Eindruck eines selbst kreierten Duftes über mehrere Stunden wirken zu lassen, bevor du dir ein abschließendes Urteil bildest.

Damit ist deine Duftmischung fertig!

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Tipp: Notiere dir, wie viele Tropfen von welchem Öl du verwendet hast. Es ist sonst schwer, den Duft noch einmal genau so nachzumischen.

Je nach Anwendung kannst du den Duft mit hautpflegenden Ölen oder Alkohol mischen, um ihn besser dosieren zu können oder hautverträglicher zu machen. Bei der Herstellung von Badebomben oder Waschmittel kannst du dagegen die pure Duftmischung tropfenweise zugeben.

Hinweis: Verwende ätherische Öle mit Vorsicht und nur wie angegeben, denn sie sind hochkonzentrierte Wirk- und Duftstoffe. Bei der Anwendung auf der Haut treten zuweilen Hautrötungen, Jucken oder Brennen auf. In seltenen Fällen, etwa bei oraler Aufnahme, sind ätherische Öle auch Auslöser für Asthma- oder Epilepsieanfälle. Wenn du ätherische Öle bei Kindern anwendest, ist besondere Vorsicht geboten, denn sie reagieren viel empfindlicher als Erwachsene.

Achte beim Kauf ätherischer Öle auf die Qualität. Es sollten nur naturreine Produkte zum Einsatz kommen. Die Herstellung natürlicher Öle ist sehr aufwendig und erfordert große Mengen natürlicher Rohstoffe. Deshalb findet man im Handel viele billige Alternativen, die aber oft synthetisch hergestellt sind und gesundheitlich bedenklich sein können. Gute Erfahrungen haben wir mit den Marken Primavera, Neumond und Farfalla gemacht.

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Hast du schon einmal Parfum oder eine Duftmischung selbst hergestellt? Wie bist du dabei vorgegangen? Wir freuen uns über deine Anregungen in einem Kommentar!

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  1. Danke für diesen super Artikel, ich habe auch schon länger mit ätherischen Ölen experimentiert. Mein Lieblingsrezept ist eine Mischung aus Minze, Rosmarin und Zimt dieser Duft hilft mir mich länger zu konzentrieren und tut einfach gut 😊
    Ich verwende wie im Artikel erwähnt nur naturreine Öle, besonders aus dem Grund, da ich nicht ständig synthetische Stoffe einatmen möchte! Ich verwende die Öle von [Werbelink moderiert] da sie etwas preiswerter sind, die Qualität hat mich bisher überzeugt.
    Danke nochmal für deine super Artikel, es ist schön wenn soviel Wissenswertes geteilt wird :-)

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