Das Ideenportal für ein einfaches und nachhaltiges Leben

Pfefferminze ist langweilig? Du wirst sie lieben, wenn du weißt, was sie alles kann!
4.9 5 175
170
5

Pfefferminze schmeckt nicht nur in Kaugummi und Bonbon. Dieses Kraut ist unglaublich gesund und vielseitig. Die besten Anwendungen für deine Gesundheit hier

Es gibt kaum eine Heilpflanze, die bei Groß und Klein gleichermaßen so beliebt ist, wie die Pfefferminze. Ihr unvergleichlich frischer Duft ist nicht nur für Menschen ansprechend, auch Tiere mögen ihn. Katzen beispielsweise finden die sogenannte Katzenminze besonders anziehend.

Es gibt etwa 250 verschiedene Arten von Minze. Die beiden bekanntesten sind Pfefferminze und Grüne Minze. Die Pflanze stammt aus dem Fernen Osten und wird seit mehr als 10.000 Jahren genutzt. Sie ist besonders in der arabischen Welt beliebt und wird dort in vielen Speisen verwendet und regelmäßig als Tee getrunken.

Weniger bekannt sind die zahlreichen heilsamen Eigenschaften der Minze, die sie zu einem wertvollen Heilkraut für viele Leiden machen. Und das Beste: Die Minze gedeiht auch hierzulande prächtig – pflücke sie am besten frisch, um ihre Inhaltsstoffe zu Nutze zu machen.

Pfefferminztee

Der Pfefferminztee sollte in keiner Hausapotheke fehlen, denn er kann vielfach bei verschiedenen Gesundheitsproblemen angewendet werden. Es ist empfehlenswert, den Tee lose in Form getrockneter Blätter entweder in der Apotheke zu kaufen, oder noch besser frisch zu ernten und selbst zu trocknen. Fertige Teebeutel sind weniger geeignet, weil ihnen aufgrund der industriellen Verarbeitung ein Teil der natürlichen Inhaltsstoffe fehlt.

Der Hauptwirkstoff der Pflanze ist kühlendes Menthol, das wir als Zutat für Zahnpflegeprodukte wie Zahnpasta, Zahnputzpulver und Mundwasser kennen. Es verhindert Zahnfleisch-Erkrankungen und schlechten Atem. Regelmäßig getrunken erhält der Tee die Gesundheit der Mundhöhle.

Pfefferminze ist auch als Beruhigungsmittel für die Verdauungsorgane bekannt. Der Tee lindert Bauchschmerzen, beruhigt bei Magenkrämpfen und Übelkeit und ist besonders bei Reisekrankheit empfehlenswert.

Wenn du ein paar Pfund abnehmen willst, ist der Pfefferminztee ebenfalls zur Stelle. Er besitzt eine ausleitende Wirkung, kurbelt den Stoffwechsel an und dämpft den Appetit.

Eine der Haupteigenschaften der Pfefferminze ist ihre Wirkung gegen Stress. In der Pflanze sind größere Mengen von Tryptophan enthalten, welches stimmungsaufhellend wirkt. Dadurch werden auch stressbedingte Kopf- und Bauchschmerzen gelindert.

Regelmäßiger Konsum von Pfefferminztee stärkt die Abwehrkräfte und wirkt Entzündungen und Infektionen entgegen, da er Vitamin A und C enthält. Er heilt Erkältungen, hilft bei trockenem Husten, Allergien und Asthma.

Bei allergischen Ausschlägen kann man eine in den Tee getauchte Kompresse auflegen, während man bei verstopften Atemwegen den Dampf des heißen Tees inhalieren sollte. Alternativ kannst du die Pfefferminze auch in einem erfrischenden Heilbad für straffe Haut verwenden.

Studien haben gezeigt, dass regelmäßiges Trinken von Pfefferminztee sehr wirkungsvoll den hormonell bedingten unerwünschten Haarwuchs im Gesicht, auf der Brust, dem Rücken und an den Armen und Beinen vermindert.

Ätherisches Pfefferminzöl

Auch in Form des ätherischen Pfefferminzöls sind die Heilkräfte dieser Pflanze vielseitig nutzbar. Es enthält die Vitamine A und C, Omega-3 Fettsäuren sowie die Mineralien Eisen, Mangan, Magnesium, Kalzium, Kalium und Kupfer.

Die Wirkung des Pfefferminzöls ist mit der des Tees vergleichbar, allerdings wird Pfefferminzöl äußerlich angewendet, z.B als Massageöl oder als Kompresse. Pfefferminzöl ist auch eine beliebte Zutat für selbstgemachten Erkältungsbalsam.

Besonders hilfreich ist es bei Muskelentzündungen. Einfach ein paar Tropfen in ein fettes Pflanzenöl geben und die betroffenen Stellen mehrmals täglich damit einreiben und massieren.

Pfefferminze in der Küche

Hierzulande ist Pfefferminze mehr als ein Heilkraut bekannt und weniger als schmackhaftes Küchenkraut. Doch immer häufiger wird sie auch kulinarisch verwendet, besonders bei orientalischen Gerichten sowie Süßspeisen. Sie passt als Würze ganz hervorragend zu Suppen, Salaten, Gemüsegerichten, Süßspeisen und in selbst gemachten Erfrischungsgetränken wie dieser Minz-Limonade. Besonders gut eignet sie sich zum Aromatisieren von Tomaten, Gurken und Erbsen sowie Ananas, Zitrone, Orange und Zuckermelone.

Sehr raffiniert und fein schmeckt die Pfefferminze vermischt mit dunkler Schokolade, süßer Sahne oder Quark. Doch bei allen Gerichten ist es wichtig, sie nur sparsam einzusetzen, denn ihr Geschmack kann sehr leicht dominieren.

Und hier noch eines meiner Lieblingsrezepte für die Grillsaison:

In längliche Scheiben geschnittene Auberginen und Zucchini leicht in Olivenöl anbraten und dann in Olivenöl mit Kapern, Pfefferminze, Balsamico-Essig, Salz und Pfeffer mehrere Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Du wirst staunen, wie lecker das schmeckt!

Zu guter Letzt jedoch auch eine Warnung: Pfefferminze ist nicht geeignet für schwangere und stillende Frauen, Babys und Kleinkinder. Vor allem bitte besonders bei der Verwendung von Pfefferminzöl aufpassen. Es darf nicht in die Augen gelangen!

Pfefferminze schmeckt nicht nur in Kaugummi und Bonbon. Dieses Kraut ist unglaublich gesund und vielseitig. Die besten Anwendungen für deine Gesundheit hier

Du magst Pfefferminze nicht nur in Tee und Kaugummi und kennst vielleicht noch andere Anwendungen oder Rezepte? Teile sie mit anderen Lesern in den Kommentaren!

Vielleicht interessieren dich auch diese Themen: