Grillgemüse zubereiten: die richtige Grillmethode für jedes Gemüse

Grillgemüse wird immer beliebter, ist gesund und regional erhältlich. Mit diesen Tipps gelingt es dir, jedes Gemüse auf dem Grill perfekt zuzubereiten.

Grillgemüse erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Es ist gesund, preiswert und viele Gemüsesorten lassen sich praktischerweise auf dem Balkon oder im eigenen Garten ernten. Zudem sind die meisten Gemüsesorten regional erhältlich und bieten, wenn sie richtig zubereitet werden, eine wunderbare, herzhafte Alternative zu Fleisch, Wurst sowie vegetarischen Spezialprodukten für den Grill.

Bei vielen Gemüsesorten ist nur eine kurze Vorbereitungszeit nötig und natürlich ein Grill oder eine Grillpfanne. Hier erfährst du, was als Grillgemüse am besten geeignet ist, wie es richtig zubereitet wird und mit welcher Grillmethode es einwandfrei gelingt.

Zu einem gesunden, abwechslungsreichen Grillabend gehört Gemüse auf den Grill! Ob direkt auf dem Rost oder indirekt im Grillkorb - so wird Gemüse lecker und knackig.

Zucchini richtig grillen

Zucchinis gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten für den Grill, doch gerade bei Zucchinis kann man auch viel falsch machen. Für ein perfektes Ergebnis schneide die Zucchini in ein bis eineinhalb Zentimeter dicke Scheiben und pinsle sie gleichmäßig mit Pflanzenöl oder selbst gemachtem Kräuteröl ein. Gesalzen werden die Scheiben erst nach dem Grillen, da das Salz den Zucchini Feuchtigkeit entziehen würde.

Lege die Scheiben direkt auf den Grillrost, am besten an den Rand oder in eine Zone für indirekte Hitze, damit sie langsam durchgaren können.

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Alternativ können sie auch in eine Grillpfanne oder -schale, die es auch in einer praktischen Mehrweg-Variante gibt, gegeben werden. Wende die Zucchinischeiben nach zwei bis drei Minuten mit einer Grillzange – nicht mit einer Gabel hineinpieksen, sonst tritt zu viel Flüssigkeit aus. Dann sind die Zucchini auch schon fertig und werden am besten sofort serviert, nach Belieben gewürzt und noch warm gegessen.

Tipp: Aus Zucchinis lässt sich auch köstlich erfrischendes Gemüseeis selber machen.

Grillgemüse wird immer beliebter, ist gesund und regional erhältlich. Mit diesen Tipps gelingt es dir, jedes Gemüse auf dem Grill perfekt zuzubereiten.

Tomaten direkt auf dem Rost grillen

Tomaten werden auf dem Grill zu saftigen, aromatischen Köstlichkeiten. Bereite zunächst eine Marinade aus Pflanzenöl, Salz, Pfeffer, gehacktem Knoblauch und Küchenkräutern deiner Wahl vor.

Anschließend mittelgroße und große Tomaten halbieren, besonders große Tomaten vierteln, und mit der Schnittfläche nach unten auf den Grill legen – am besten etwas abseits der Mitte, die Temperatur sollte nicht höher als 180 °C sein. Nach drei bis vier Minuten die Tomaten wenden, mit Marinade beträufeln und erneut für etwa drei Minuten grillen, schon sind sie fertig.

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Kirschtomaten können ebenfalls auf den Grill. Verwende am besten ganze Rispen, beträufele sie mit Marinade und lege sie an den Rand des Grillrostes. Für die Marinade kannst du Gewürze und Kräuter nach deinem Geschmack auswählen, wie zum Beispiel Oregano, Thymian oder Basilikum, oder vermische für eine schnelle Variante einen Teelöffel Wildkräuter-Würzpaste mit Pflanzenöl

Zu einem gesunden, abwechslungsreichen Grillabend gehört Gemüse auf den Grill! Ob direkt auf dem Rost oder indirekt im Grillkorb - so wird Gemüse lecker und knackig.

Knackige Paprikaschoten vom Grill

Paprika können ebenfalls direkt auf dem Rost gegrillt werden. Schneide sie in ein bis zwei Zentimeter breite Streifen, bestreiche sie sparsam mit Öl und lege sie für drei bis fünf Minuten auf den Grill, zwischendurch mehrmals wenden. Zum Schluss salzen und würzen.

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Alternativ können kleinere Paprikastücke auch indirekt in der Grillpfanne gegart werden, zum Beispiel mit Zucchini, Tomaten, Zwiebeln, Olivenöl und frischen Kräutern zusammen als mediterrane Grillpfanne.

Tipp: Probiere doch mal Gemüse mit kurzen Garzeiten wie Zucchini, Tomaten, Pilze, Aubergine oder Lauch in kleine Päkchen aus Gemüseblättern zu füllen und bei schwacher Hitze zu grillen!

Köstlich gegrillte Auberginen

Auberginen werden im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsesorten am besten vor dem Grillen gesalzen. Zusammen mit der übermäßigen Flüssigkeit werden der Aubergine zugleich die Bitterstoffe entzogen. Für köstlich gegrillte Auberginen schneide sie in einen Zentimeter breite Scheiben, salze sie gleichmäßig und lasse sie für 20 bis 30 Minuten ziehen. Das ausgetretene Wasser aus den Auberginenscheiben kannst du einfach abtupfen.

Bestreiche die Scheiben sparsam mit Pflanzenöl und grille sie für etwa drei bis vier Minuten auf jeder Seite direkt auf dem Rost bei mittlerer Hitze (etwa 160 bis 175 °C). Wenn du dir nicht sicher bist, wie warm die verschiedenen Bereiche in deinem Grill sind, überprüfe die Temperatur am besten mit einem Grillthermometer.

Grillgemüse wird immer beliebter, ist gesund und regional erhältlich. Mit diesen Tipps gelingt es dir, jedes Gemüse auf dem Grill perfekt zuzubereiten.

So gelingen Maiskolben auf dem Grill

Frische Zuckermaiskolben sind von Juli bis Oktober erhältlich, die vorgekochte und vakuumierte Variante ganzjährig. Damit der Mais auf dem Grill gelingt, werden frische Kolben von den Blättern befreit, gewaschen und für 20 Minuten in einem Topf mit Wasser vorgekocht. Du kannst die Maiskolben auch roh auf den Grill legen, die Grillzeit beträgt dann allerdings etwa 30 bis 35 Minuten.

Bestreiche vorgekochte Maiskolben vor dem Grillen großzügig mit Kräuterbutter, Kräuteröl oder einer selbst gemachten Marinade aus Agaven- oder Apfeldicksaft, Gewürzen, Knoblauch, Sojasoße und Chili.

Die vorbereiteten Maiskolben werden nun direkt auf den Rost gelegt und bei geschlossenem Deckel – wenn dein Grill einen Deckel hat – für etwa 15 Minuten gegart. Dabei regelmäßig mit der Grillzange drehen. Für eine bessere Portionierung schneide die Kolben in mehrere Stücke, bevor sie auf den Grill kommen.

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Pilze im Grillkorb zubereiten

Pilze lassen sich am besten in einer Grillpfanne oder einem Grillkorb aus Edelstahl zubereiten. Schneide dazu größere Pilze in Stücke, kleine können ganz bleiben. Verrühre sie mit einer Marinade aus Pflanzenöl, Sojasauce, gehacktem Knoblauch, Salz und Pfeffer und gib sie in die Grillpfanne. Stell die Grillpfanne in einen Bereich mit geringer oder indirekter Hitze. Nach acht bis zehn Minuten, je nach Größe der Pilze, sind sie fertig und können genossen werden.

Große Pilze, wie zum Beispiel Riesenchampignons, können auch würzig gefüllt werden. Entferne dafür die Stiele der Champignons, bestreiche die Außenseite des Pilzhutes mit Pflanzenöl und drehe sie um. Fülle nun die Mulde mit einer Mischung aus den gehackten Pilzstielen, Käse, Crème fraîche (oder einer veganen Alternative), gehackten Kräutern, Resten von würzigen Brotaufstrichen, Tomaten- oder Knoblauchwürfeln und Gewürzen. Anschließend für etwa zehn Minuten bei geringer Hitze grillen.

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Grünen und weißen Spargel grillen

Zum Grillen ist grüner Spargel besonders gut geeignet, da die zarten, dünnen Stangen schnell gar sind. Schneide die holzigen Enden ab, bestreiche die Spargelstangen mit Pflanzenöl oder Kräuteröl und lege sie weiter oben oder am Rand direkt auf den Grillrost. Nach etwa zehn Minuten ist der Spargel fertig, mehrmals wenden.

Um zu überprüfen, ob die Stangen fertig sind, piekse mit einer Gabel oder einem Messer hinein: Wenn der Spargel weich aber noch leicht bissfest ist, ist er fertig. Für eine kürzere Garzeit kannst du die Spargelstangen der Länge nach halbieren.

Weißer Spargel wird vor dem Grillen geschält und für etwa drei Minuten in kochendem Wasser blanchiert. Anschließend kann er wie der grüne Spargel zubereitet werden. Dazu passen Kräuterbutter oder klassisch eine Sauce Hollandaise oder eine vegane Alternative.

Tipp: Spieße jeweils fünf Spargelstangen auf zwei Schaschlik- oder Holzspieße. Auf diese Weise lassen sie sich besser wenden und können nicht durch den Rost fallen.

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Kartoffeln und Süßkartoffeln vom Grill

Jede Kartoffel kann auf dem Grill köstlich zubereitet werden. Wenn du große Kartoffeln zur Hand hast, schneide sie der Länge nach in Streifen von nicht mehr als einem Zentimeter Dicke. Vermische in einer Schüssel etwas Pflanzenöl mit Salz und Gewürzen deiner Wahl, gib die Kartoffelsticks hinein und verrühre sie gut mit der Marinade. Anschließend können die Sticks bei schwacher Hitze direkt auf den Grillrost gelegt werden. Nach fünf bis zwölf Minuten, je nach Dicke der Streifen, und mehrmaligem Wenden sind die Kartoffeln fertig und können angerichtet werden.

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Wenn du kleine Kartoffeln zu Hause hast, kannst du sie mit Schale, ganz ohne Alufolie, direkt in die Glut legen. Die Schale dient dabei als natürliche Schutzhülle. Nach 20 bis 30 Minuten, wenn die Schale dunkel und knusprig geworden ist, werden die Kartoffeln aus der Glut geholt, halbiert und nach kurzer Abkühlzeit direkt aus der Schale gelöffelt. Piekse mit einem Messer vorsichtig in die Kartoffeln um zu prüfen, ob sie innen weich sind.

Dazu passen Kräuter- oder Wildkräuterbutter, Kräuterquark, geriebener Käse oder selbst gemachte Aioli.

Karotten und anderes Wurzelgemüse grillen

Um aromatische, karamellisierte Karotten zu grillen, benötigst du nur ein paar frische, junge Möhren und wenige weitere Zutaten, die du bestimmt zu Hause hast. Halbiere die Möhren der Länge nach, größere Exemplare eventuell vierteln, und bestreiche sie mit einer Marinade aus Honig (oder eine vegane Honig-Alternative ), Orangensaft, Salz und frischen Kräutern wie Petersilie, Thymian oder Oregano. Für die Marinade kannst du auch Olivenöl, Sojasauce, Agavendicksaft, Ahornsirup und Gewürze deiner Wahl verwenden.

Lege die Möhren in einem Bereich mit schwacher Hitze auf den Grill und lasse sie für fünf bis zehn Minuten bei geschlossenem Grilldeckel oder einem aufgelegten Topfdeckel (Vorsichtig, dieser sollte backofengeeignet sein!) garen, dabei mehrmals wenden. Bei Verwendung großer Möhren ist es empfehlenswert, sie vor dem Marinieren für einige Minuten in kochendem Wasser zu blanchieren, damit sich die Grillzeit verkürzt.

Genauso wie Karotten lassen sich auch Petersilienwurzel, Pastinake und Topinambur auf dem Grill zubereiten. Kohlrabi und Rote Bete lassen sich ebenfalls auf diese Weise grillen, schneide sie dazu in gleichmäßige Spalten oder Streifen.

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Blumenkohl und Brokkoli als Steaks oder Röschen

Die einfachste Methode, Blumenkohl und Brokkoli zu grillen, ist, die Röschen abzuschneiden, mit Olivenöl, Salz und Gewürzen (oder einer Marinade deiner Wahl, wie zum Beispiel Barbeque- oder Currysauce) zu bestreichen und in einer Grillschale zu garen. Bei mittlerer Hitze ist der Blumenkohl nach etwa fünf bis zehn Minuten fertig, je nach Größe der Stücke.

Wenn es etwas ausgefallener sein soll, dann schneide aus dem Kohl Steaks. Lege dazu den Blumenkohl mit dem Strunk nach oben auf ein Schneidebrett. Mach rechts und links eng am Strunk jeweils einen Schnitt, um den Kohl in drei Stücke zu teilen. Das mittlere Stück mit dem Strunk kannst du nun in zwei oder drei Steaks schneiden. Diese werden mariniert, wie oben beschrieben, und direkt auf dem Rost für etwa fünf Minuten pro Seite gegrillt.

Den übrig geblieben Teil vom Kohl kannst du auf Spieße stecken oder im Grillkorb zubereiten. Wenn du öfter Gemüse grillst, lohnt sich womöglich die Anschaffung eines Bratgitters oder Wendekorbs.

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Gegrillte Artischocken

Artischocken lassen sich auf dem Grill ebenfalls köstlich zubereiten, sollten aber zuerst vorgekocht werden. Halbiere die Artischocken, entferne die äußeren Blätter und koche die Hälften für zehn Minuten in Salzwasser mit einem Spritzer Zitronensaft. Anschließend werden sie mit Kräuteröl oder einer Marinade aus Olivenöl, Essig, Knoblauch, Salz und frischen Kräutern eingerieben und für etwa zehn Minuten gegrillt. Dabei häufig wenden. Die Blätter der fertig gegrillten Artischocke lassen sich leicht herauslösen, und auch die Herzen schmecken ausgezeichnet.

Dazu passen frisches Brot, herzhaftes Kartoffelbrot oder selbst gebackenes Baguette. Aus den Resten der gegrillten Artischocken kannst du einen Salat zubereiten und am nächsten Tag kalt essen.

Tipp: Noch mehr Abwechlsung auf dem Grill bieten selbst gemachte Grillsaucen, die du nach Belieben zum gegrillten Gemüse reichen kannst.

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  1. DerVegetarischeEsser

    Der Grill hungert danach

    Antworten

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