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Oregano – Antibiotikum, heilsames Würzkraut und viel mehr
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Oregano ist nicht nur ein leckeres Würzkraut für die Pizza. Er ist überaus gesund und kann bei Verdauungsproblemen, Erkältungen, Kopfschmerzen und viel mehr helfen!

Woran denkst du als erstes beim Thema Oregano? Pizza oder Pastasauce? Oregano, auch Dost oder Wilder Majoran genannt, ist eines der klassischen Würzkräuter der mediterranen Küche. Frisch oder getrocknet entfaltet er ein wunderbares Aroma. Dieses Kraut ist aber nicht nur nützlich für den Geschmack. Es besitzt viele positive Wirkungen für unsere Gesundheit, außerdem kann Oregano in der Kosmetik und im Haushalt gute Dienste leisten.

In diesem Beitrag verrate ich dir die besten Anwendungen für Oregano. Außerdem erfährst du, warum es sich lohnt, ihn öfter einzusetzen.

Oregano für die Gesundheit

Oregano gehört zu den stärksten natürlichen Antioxidantien. Seine antivirale Wirkung macht ihn zu einem der besten natürlichen Antibiotika. Er hilft außerdem ganz ausgezeichnet bei:

  • Akne
  • Arthritis
  • Entzündungen
  • Verdauungsproblemen
  • Grippe und Erkältung
  • hohem Blutdruck
  • chronischen Kopfschmerzen
  • chronischer oder akuter Entzündung der Nasennebenhöhlen

Darüber hinaus unterstützt er die Leber- und Gallenfunktion.

Diese gesundheitlichen Vorteile entfaltet Oregano als Gewürz in Speisen oder – weniger bekannt – aufgebrüht als Heiltee. Für einen aromatischen Oregano-Tee gegen Bronchitis, Erkältung, Halsweh und Darmprobleme benötigst du nur einen Teelöffel der getrockneten Blätter und eine Tasse kochendes Wasser. Die Blätter aufgießen, zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen. Je eine Tasse dreimal täglich in kleinen Schlucken trinken.

Oregano in der Hautpflege

Für trockene, gereizte oder juckende Haut kannst du ein pflegendes Hautöl mit Oregano selbst herstellen. Du benötigst:

  • zirka 100-150 g getrocknete Oreganoblätter und -blüten
  • 500 ml Olivenöl
  • 2 Gläser
  • Kaffeefilter

So wird das Öl zubereitet:

  1. Oreganoblätter und Blüten zerkleinern und in ein Glas geben.
  2. Mit Olivenöl übergießen, fest verschließen und 40 Tage an einem warmen Ort ziehen lassen.
  3. Gelegentlich schütteln, damit sich kein Schimmel bildet und die Inhaltsstoffe besser gelöst werden.
  4. Abseihen und in dunklen Flaschen oder Gläsern aufbewahren.

Du kannst das Öl nutzen, um betroffene Hautstellen zu massieren. Es ist besonders wirksam gegen Hautausschlag und bei Insektenstichen. Alternativ ist es auch eine hervorragende Zutat für hausgemachte Salben und selbstgerührte Cremes.

Die Heilkraft des Oreganos kannst du auch nutzen, indem du deine selbstgemachte Naturkosmetik mit ein paar Tropfen des ätherischen Oreganoöls anreicherst.

Beachte jedoch: Trotz seiner heilenden Eigenschaften sollten Schwangere bei der Anwendung von Oregano vorsichtig sein!

Oregano im Haushalt

Durch seinen intensiven Duft vertreibt Oregano erfolgreich Motten. Lege einfach ein Kräuterkissen mit Oregano oder ein Stück Stoff mit ein paar Tropfen des ätherischen Öls in deine Schränke und die Motten werden verschwinden.

Für die natürliche Bekämpfung von Blattläusen gibt es viele Möglichkeiten. Oregano kann in Form eines Wasserauszugs ebenfalls helfen. Hierzu werden 100 g des Krauts mit einem Liter kochendem Wasser übergossen. Ungefähr 15 Minuten ziehen lassen und dann im Verhältnis 3:1 verdünnt als natürliches Spritzmittel bei Befall mit Schildläusen einsetzen.

Oregano in der Küche

Man vermutet, dass schon die alten Römer Oregano als Gewürz nutzten. Richtig beliebt zur Verfeinerung von Speisen wurde er erst wieder in den letzten 300 Jahren.

Neben der bereits erwähnten Pizza, bei der die frischen Blättchen eine besondere Note verleihen, gehört Oregano in viele andere für den Mittelmeerraum typische Speisen. In Italien verwendet man ihn zusammen mit Chili und Tomaten für diverse Pastasaucen und Gerichte mit Muscheln. Wenn man für einen Fisch in Salzkruste gehackte Oreganoblättchen mit Salz vermischt, erhält der Fisch eine ganz besonderen Kick. Gedämpfte Lamm- oder Rindfleischgerichte werden ebenfalls mit dem Aroma des Oregano bereichert. In der französischen Küche ist er in der Ratatouille nicht wegzudenken.

Aus Italien stammt eine meiner Lieblingsspeisen, die Peperonate. Diese Gemüsebeilage erhält unter anderem durch den Oregano einen ganz besonderen Geschmack. Für eine einfach zuzubereitende aber sehr leckere Peperonata benötigst du:

  • ½ Dose gehackte Tomaten (oder 4 geschälte, frische Tomaten in Würfel geschnitten)
  • 3 rote Paprika
  • 2 gelbe oder grüne Paprika
  • 2 kleine Zucchini
  • 1 kleine Aubergine
  • 1 violette Zwiebel

So bereitest du die Peperonata zu:

  1. Gemüse in kleine Würfel schneiden und in Olivenöl andünsten.
  2. Salzen, pfeffern und etwa eine Stunde auf kleiner Flamme langsam dünsten, bis das Gemüse weich und die Sauce etwas eingedickt ist.
  3. Kräuter kleinhacken und dazugeben.

Diese Peperonata passt zu allen kurzgebratenen Fleischgerichten, Grillfleisch sowie Fisch. In Italien isst man sie aber auch gern gekühlt als appetitanregende Vorspeise.

Du siehst, dieses Kraut kann weit mehr als deine Pizza zu perfektionieren. Wenn du auf den Geschmack gekommen bist, kannst du Oregano sehr leicht im Garten oder auch auf dem Fensterbrett ziehen und ihn so immer für eine Anwendung parat haben.

Oregano ist nicht nur ein leckeres Würzkraut für die Pizza. Er ist überaus gesund und kann bei Verdauungsproblemen, Erkältungen, Kopfschmerzen und viel mehr helfen!

Kennst du noch andere Vorteile und Rezepte mit Oregano? Dann teile deine Ideen oder Erfahrungen in den Kommentaren weiter unten!

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