Vegane Crème-fraîche-Alternative selber machen – cremig wie das Original

Crème fraîche lässt sich auch ohne tierische Bestandteile ganz einfach selber machen. In diesem Rezept sorgen Joghurtkulturen für den angenehm-säuerlichen Geschmack und die feste Konsistenz.

Wenn du lieber zu pflanzlichen als zu tierischen Produkten greifst, aber auf Crème fraîche nicht verzichten möchtest, dann probiere doch mal die folgenden Rezepte! Crème fraîche – die feste, leicht säuerliche und herrlich sahnige Creme, die vielen Rezepten das gewisse Etwas verleiht, ist auch als rein pflanzliche Version erhältlich. Noch besser ist, dass sie sich ganz einfach selber machen lässt!

Da ich gern experimentiere und zum Beispiel veganen Joghurt selber mache, habe ich mich auch an diese Spezialität gewagt. Ein Rezept aus dem Buch Mein kleiner veganer Milchladen kommt meinen Wünschen schon sehr nahe. Nach einigen Versuchen und eigenen Ideen habe ich jetzt meine beiden Lieblingsvarianten gefunden, die sich sowohl für ausgefeilte Menüs als auch spontane Gerichte verwenden lassen. Beide schmecken meiner Meinung nach außerdem noch besser als das Original!

Schnelles Rezept für vegane Crème fraîche

Diese Pflanzencreme lässt sich ruck zuck herstellen und schmeckt hervorragend zu allen Gerichten, in denen sonst Crème fraîche verwendet wird. Ich mache die Creme mit Cashewmilch, weil mir der Geschmack von Sojamilch zu dominant ist. Du kannst aber auch Sojamilch verwenden.

Zutaten:

  • 200 g Cashewkerne
  • 180 ml Cashewmilch oder Sojamilch
  • Saft einer halben Zitrone (Wer einen säuerlicheren Geschmack bevorzugt, presst einfach die ganze Zitrone aus. Dann etwas weniger Cashewmilch verwenden.)
  • 1 Prise Salz
  • leere Schraubgläser zur Aufbewahrung

Crème fraîche lässt sich auch ohne tierische Bestandteile ganz einfach selber machen. In diesem Rezept sorgen Joghurtkulturen für den angenehm-säuerlichen Geschmack und die feste Konsistenz.

So wird daraus vegane Crème fraîche:

1. Cashewkerne für mehrere Stunden einweichen, am besten über Nacht. Einweichwasser am nächsten Tag wegschütten und die Kerne mit frischem Wasser abspülen.

Crème fraîche lässt sich auch ohne tierische Bestandteile ganz einfach selber machen. In diesem Rezept sorgen Joghurtkulturen für den angenehm-säuerlichen Geschmack und die feste Konsistenz.

2. Cashewkerne, Cashewmilch, Zitronensaft und Salz in einen Mixer geben und mixen, bis eine gleichmäßige, dicke Creme entsteht. Wenn sie zu fest ist, noch etwas Cashewmilch ergänzen, zu flüssiger Creme einige zusätzliche Cashewkerne zugeben und nochmals mixen.

3. In kleine Schraubgläser abfüllen, verschließen und kühl stellen.

Crème fraîche lässt sich auch ohne tierische Bestandteile ganz einfach selber machen. In diesem Rezept sorgen Joghurtkulturen für den angenehm-säuerlichen Geschmack und die feste Konsistenz.

Die selbst gemachte vegane Crème fraîche ist im Kühlschrank etwa eine Woche lang haltbar.

Vegane Crème fraîche mit Joghurtkulturen

Wer etwas mehr Zeit hat, kann diese Crème-fraîche-Alternative probieren, die mit Joghurtkulturen angesetzt wird und etwa zwölf Stunden in warmer Umgebung reifen muss. Die Mühe wird belohnt durch eine Creme, die in Geschmack und Konsistenz noch näher an das Original kommt.

Du benötigst:

  • 200 g Cashewkerne
  • 200 ml Cashewmilch oder Sojamilch
  • 3 Kapseln Probiotika – am besten mit 6 Milliarden KbE (Kolonien bildenden Einheiten) pro Kapsel (ich habe diese hier verwendet, sie lassen sich noch anderweitig verwenden, etwa für veganen Joghurt aus Pflanzenmilch)
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 Prise Salz

So wird die Crème fraîche mit Joghurtkulturen angesetzt:

1. Cashews ebenso wie im schnellen Rezept einweichen.

2. Cashewmilch im Wasserbad auf 40 °C erwärmen. Um die Temperatur genau zu messen, empfiehlt sich ein Küchenthermometer.

3. Warme Cashewmilch, Cashewkerne, Zitronensaft und Salz in einen Mixer geben. Probiotika-Kapseln öffnen und das Pulver dazugeben. Mixen, bis eine sehr gleichmäßige, dicke Flüssigkeit entsteht.

Crème fraîche lässt sich auch ohne tierische Bestandteile ganz einfach selber machen. In diesem Rezept sorgen Joghurtkulturen für den angenehm-säuerlichen Geschmack und die feste Konsistenz.

4. In kleine Schraubgläser füllen, verschließen und für zwölf Stunden in den auf 40 °C vorgewärmten Ofen stellen. Dafür reicht es in der Regel aus, die Backofenlampe einzuschalten (Kontrolle mit Thermometer).

Die Creme ist jetzt verwendbar und hat eine besonders cremige Konsistenz, die sich in den nächsten Tagen noch weiter verfestigt. Je nachdem, wie cremig oder fest du sie magst, kannst du die Crème fraîche entsprechend lange vor dem Gebrauch zubereiten. Im Kühlschrank hält sie sich ebenfalls etwa eine Woche lang.

Crème fraîche lässt sich auch ohne tierische Bestandteile ganz einfach selber machen. In diesem Rezept sorgen Joghurtkulturen für den angenehm-säuerlichen Geschmack und die feste Konsistenz.

Joghurtkulturen für pflanzliche Sauermilchprodukte

Probiotika sind Milchsäurebakterien, die den Darm besiedeln und für die Verdauung und das Immunsystem wichtig sind. Sie sind beispielsweise in Joghurt enthalten oder auch in fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut. Um auch Pflanzenmilch mit den gesunden Mikroorganismen anzureichern, kannst du Probiotika hinzufügen, die in der Apotheke und online erhältlich sind. Sie sorgen außerdem für einen leicht säuerlichen Geschmack und eine festere Konsistenz – genauso wie bei Joghurt aus Milch.

Crème fraîche lässt sich auch ohne tierische Bestandteile ganz einfach selber machen. In diesem Rezept sorgen Joghurtkulturen für den angenehm-säuerlichen Geschmack und die feste Konsistenz.

Insbesondere mit fetthaltigeren Pflanzenmilchsorten wie Soja-, Nuss- und Mandelmilch sowie Cashewmilch können die säuerlichen Produkte hergestellt werden, fettarme Reis- oder Getreidemilch ist dagegen weniger geeignet.

Ob deine liebste Milchalternative für vegane Sauermilchprodukte geeignet ist, kannst du am besten selbst ausprobieren. Ich freue mich über deine Erfahrungsberichte in einem Kommentar!

Weitere Rezepte für pflanzliche Milch- und Käsealternativen gibt es in unserem Buchtipp:

Raffinierte Rezepte mit pflanzlichen, regionalen Zutaten findest du auch in unserem Buch:

Marta Dymek - Zufällig vegan - 100 Rezepte für die regionale Gemüseküche – nicht nur für Veganer

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8 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ist Cashew fair und ökologisch?
    Ich stell mir diese Frage seit ich das erste mal ein Cashew Joghurt gekauft habe. Paar Löffel und weg. Wer hat da wie lange wie viele Bäume dafür abgeerntet? Pro Cashewapfel 1 Kern!! Das müsste ja dann sehr viel teurer sein um noch fair gehandelt werden zu können. Oder wie seht Ihr das? Gibt es bessere Alternativen?
    Freu mich auf die Diskussion und neue Erkenntnisse.
    Susanne

    Antworten
    • smarticular.net

      Sicher gibt es wie fast immer solche und solche Produkte, und es sei jedem/jeder empfohlen, sich genauer mit den Herstellern und Produkten auseinanderzusetzen und nur solche zu bevorzugen, die sich für faire Bedingungen entlang der gesamten Produktionskette einsetzen. Liebe Grüße!

    • Ich fände es aber gut darauf hinzuweisen. Faire Cashewkerne zu finden ist echt schwer. Cashew zwar tötet keine Tiere, aber die erntenden Menschen werden schlecht bezahlt und müssen mit Giften arbeiten, die ihnen schaden und auch die Umwelt. Die Gefahr, dass wir meinen uns fair und ökologisch zu ernähren und dabei andere ausbeuten ist eben auch da. Dann treiben wir den Teufel mit dem Belzebub aus. Liebe Grüße zurück.

    • smarticular.net

      Das wäre aber eine ganz schöne Verallgemeinerung. Natürlich gibt es solche Umstände, aber jede/r hat die Wahl, sich zu informieren und bewusst auf beispielsweise Fairtrade oder andere Siegel zu achten, die bestimmte Qualitätsmerkmale für die gesamte Kette zusichern. Du hast Recht, über dieses Thema aufzuklären, ist ebenfalls wichtig, aus diesem Grund gibt es dazu auch schon eine Reihe von Beiträgen. Liebe Grüße!

    • Martina Tietze

      Also ich hab das Glück, in jedem größeren Supermarkt Fair Trade Cashews zu bekommen (sogar gleich von zwei Marken) – schwer ist das also nicht. Im Übrigen glaube ich, und das ist jetzt nur eine Vermutung aufgrund dessen was ich weiß, dass türkische Mandeln und Haselnüsse umständlicher und unfairer geerntet werden. Hier die Nuss von der Schale zu trennen ist schwer technisch möglich. Die Cashewfrüchte landen in den Produktionsländern übrigens als beliebtes Obst azf den Märkten.

    • Elch Ajnat

      Cashew ist eigentlich gar nicht zum Essen vorgesehen. Und die Gewinnung ist nicht ohne…

    • Danke, die Antwort mit dem Link war sehr aufschlussreich. Dachte ich es mir doch… ich werde nach Alternativen suchen.

    • Statt selbstgemachtes Cashewmus verwende ich meist Erdnussmus (Zutaten: 100% Erdnüsse). Der Geschmack ist dann etwas anders, aber lecker, wenn man nichts gegen Erdnüsse hat. Erdnüsse sind wesentlich ertragreicher, es ist dementsprechend auch sehr viel günstiger und man kann sich das Einweichen und Pürieren direkt sparen. Mit Tahini geht sowas natürlich auch. Mit unterschiedlicher Pflanzenmilch hat man dann noch zusätzlich sehr viel Variationsspielraum. Auch wenns offensichtlich ist: Damit lässt sich auch Sahne(soße) mit wenigen Abstrichen anmischen, wenn man das Mischverhältnis anpasst. Das Leben kann so einfach sein!

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