Praktischer Snack für unterwegs: Protein-Riegel selbstgemacht

So kannst du ohne Backen einen gesunden Eiweiß-Riegel selber machen.

Anstatt bei Hungerattacken unterwegs irgendein ungesundes Fastfood zu essen, greifen immer mehr Menschen mittlerweile lieber zu einem Protein-Riegel. Der passt in jede noch so kleine Tasche und ist jederzeit verfügbar. Nicht nur sportlich Aktive schwören auf den Eiweiß-Kick für zwischendurch. Nur: Sind die gekauften Protein-Riegel auch wirklich so gesund wie uns die Hersteller vormachen? Häufig enthalten die Fertigprodukte nämlich Unmengen an Zucker und anderen Süßstoffen oder Inhaltsstoffe, die Allergien auslösen können.

Jeder Dritte leidet in Deutschland an Allergien und Unverträglichkeiten. Insbesondere Lebensmittel-Allergien und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten kommen immer häufiger vor. Besonders stark reagieren Allergiker auf verschiedene Nüsse, Kuhmilch (bei einigen auch Schaf- und Ziegenmilch), Kernobst und Gluten (in Getreide enthalten).

Ein weiterer Nachteil der süßen Riegel aus dem Supermarkt oder aus dem Bioladen ist, dass sie häufig ganz schön teuer sind. An die zwei Euro oder mehr muss man für einen Bioriegel schon investieren.

Und dabei ist es so einfach, in wenigen Minuten einen gesunden und schmackhaften Protein-Riegel selbst herzustellen. Probiere doch einmal meinen Nerven- und Powerriegel. Nach Bedarf kannst du die Zutaten beliebig variieren. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Letztendlich entscheidet dein Geschmack.

Power-Riegel Grundrezept

Für das Grundrezept benötigst du folgende Zutaten:

  • ½ Tasse gehackte Nüsse (z.B. Haselnusskerne, Mandeln, Walnüsse oder eine Mischung aus diesen)
  • ½ Tasse Kokosraspel
  • ½ Tasse Erdnussmus mit Erdnussstücken
  • ¼ Tasse Kerne (z.B. Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Cashewkerne oder eine Mischung)
  • ¼ Tasse Samen (z.B. Hanfsamen, Chiasamen, Leinsamen, Brennnesselsamen, Spitzwegerichsamen – nach Belieben gemischt)
  • ¼ Tasse Kokosblütenzucker oder eine andere Süße deiner Wahl
  • ¼ Tasse Kokosmus
  • ¼ Tasse Kokosöl

Natürlich kannst du das Rezept ganz nach deinem Geschmack anpassen, einzelne Zutaten weglassen oder andere hinzufügen. Wichtig ist nur, dass wenig Wasser enthalten ist und dass die Mischung am Ende eine formbare Konsistenz besitzt.

Die Zubereitung ist sehr einfach:

  1. Alle Samen und Kerne mischen.
  2. Kokosblütenzucker und Erdnussmus zu den Kernen geben und gut vermengen.
  3. Kokosmus und Kokosöl im Wasserbad schmelzen – Achtung, nicht zu heiß werden lassen, sonst wird es schwarz.
  4. Kokosmus und Kokosöl unter die anderen Zutaten mischen. Es muss eine feuchte Masse ergeben.
  5. Die Masse etwa einen Zentimeter dick in eine eckige Back- oder Auflaufform streichen und für ein bis zwei Stunden im Kühlschrank aushärten lassen. Mit etwas Backpapier in der Form lässt sich die ausgehärtete Platte leichter aus der Form lösen.
  6. Die Platte vorsichtig aus der Form heben und in Riegel schneiden.

Ich verwende in diesem Rezept zum Süßen Kokosblütenzucker. Der hat einen karamellartigen Geschmack und ist durch den niedrigen glykämischen Index auch für Diabetiker geeignet. Da beim Verzehr von Kokosblütenzucker der Blutzuckerspiegel langsamen und gleichmäßig ansteigt, folgen auf das Energiehoch nicht gleich wieder weitere Hungerattacken.

Wenn du keinen Kokosblütenzucker magst, kannst du den Riegel auch prima mit Honig, Rohrzucker oder einer anderen Zuckeralternative herstellen. Die Samen und Kerne in meinem Gehirnfutter für unterwegs enthalten außerdem wenig Kohlenhydrate. Du kannst selbstverständlich Deine eigene Auswahl an Samen und Kernen treffen.

Einen besonderen Kick gibst du deinem neuen Lieblingsriegel mit gehackten Mandeln, hellem Sesam, Rosinen, Brennnesselsamen, Moringa– oder Gerstengraspulver. Je nach deinen Vorlieben lassen sich auch Leinöl, Tahin (Sesammus), Mandelmus als Bindemittel hinzufügen oder gegen das Kokosöl und Kokosmus austauschen. Auch Quinoa oder Hirse dürfen in deinen Riegel. Bitte beachte, dass du Quinoa & Co. erst kochen musst.

Wenn du mehr Samen und Kerne verwendest als im Rezept angegeben, brauchst du entsprechend mehr Kokosmus und Kokosöl, damit es nicht bröckelt beim Reinbeißen.

So kannst du ohne Backen einen gesunden Eiweiß-Riegel selber machen.

Viel Spaß beim Probieren und Genießen! Welche Zutaten gehören für dich in so einen selbstgemachten Energieriegel? Hinterlasse uns unten einen Kommentar!

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8 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Marie Hesel

    Und warum genau heißen die jetzt Proteinriegel und nicht Fettriegel?

    Antworten
    • Marla

      Mit Kokosöl ist natürlich viel fett drin, da hast du Recht. Allerdings sind viel Eiweiß in Haselnüssen und Walnüssen enthalten. Fettriegel klingt aber auch nicht lecker ;)

    • Marie Hesel

      Liebe Marla, so ziemlich alles in dem Riegel hat viel Fett. Hochwertiges Fett, ja, aber eben Fett. Deine Walnüsse zum Beispiel haben auf 100g ganze 10g Eiweiß und 60g Fett. Die Haselnüsse 12g Eiweiß und 61g Fett.
      Natürlich klingt Fettriegel nicht lecker. Das enthielt auch eine Spur Sarkasmus. Proteinriegel führt halt krass in die Irre, weil die Leute dann meinen, mit so einem Snack zwischendurch täten sie ihrer Figur etwas Gutes.
      Ich hab mir grad die Mühe gemacht, den Eiweiß- sowie Kaloriengehalt auszurechnen: 100g von diesem Riegel enthalten 12g Protein bei satten 635 kcal.

    • smarticular.net

      Den Irrtum, dass Proteinriegel beim Abnehmen helfen, können wir leider auch nicht so schnell ausräumen ;-) Tatsächlich enthalten sie viel Energie für zwischendurch (deshalb auch der Begriff Power-Riegel), ideal als Nervennahrung, für Wanderungen und ähnliches. Mit 12 g enthalten die Riegel schon mal deutlich mehr hochwertiges Pflanzenprotein als übliche Snacks wie z.B. Schokoriegel. Sie stellen eine gesündere Alternative zu industriellen Proteinriegeln dar. Ihr Eiweißgehalt ist zwar nicht ganz so hoch wie die 30% und mehr im Industrieprodukt, dafür kann jeder die Zutaten frei wählen und bewusst weniger Fett und Zucker oder auch mehr Ballaststoffe hinzufügen. Liebe Grüße!

  2. Doris Tröndle

    Warum zerfließen mir diese ansonsten seeeeehr leckeren Riegel ,sobald sie aus dem kühlschrank raus sind???? Ich kann sie nicht unterwegs verwenden, da eine einzige Kleberei…..liegt das am Kokosöl?

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Doris, stimmt, für höhere Temperaturen sind die Riegel nur bedingt geeignet, weil Kokosöl das Bindemittel ist. In diesem Fall kann man einen Teil (oder alles) des Kokosöls durch Agavendicksaft oder ein anderes, zuckerbasiertes Bindemittel ersetzen. Nach dem Trocknen werden die Riegel dann fest und sehr lange haltbar. Gutes Gelingen!

    • Doris Tröndle

      Danke,.das werd ich mal ausprobieren!

  3. TopSecret

    Einfach nur lecker diese Energieriegel ♡♡♡

    Antworten

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