Kostenloses Wildobst aus der Natur – diese essbaren Früchte wachsen vor der Haustür

Wildobst wie etwa Himbeeren, Schlehen oder Sanddorn lässt sich kostenlos in der Natur ernten und macht Supermarkt-Obst im Sommer und Herbst fast überflüssig.

Vom Sommer bis in den späten Herbst hinein brauchst du eigentlich gar kein Obst zu kaufen, denn selbst, wenn du keinen eigenen Garten hast, kannst du aus dem reichen Angebot der Natur wählen: Wild wachsende Früchte wie Brombeeren, Kornelkirschen, Schlehen und Holunderbeeren lassen sich auf vielen öffentlichen Flächen kostenlos ernten! Hier erfährst du, welche Pflanzen essbare Früchte liefern und wie du sie am besten genießt.

Wildobst – vitalstoffreich und lecker

Wildobst unterscheidet sich von kultivierten Sorten unter anderem dadurch, dass es viel mehr Farb-, Duft und Aromastoffe enthält. Obstsorten, die man im Supermarkt findet, sind diese sogenannten sekundären Pflanzenstoffe dagegen zum Teil weggezüchtet worden, um einen besonders milden oder süßen Geschmack zu erhalten. Sekundäre Pflanzenstoffe sind jedoch vielfältig gesundheitlich nützlich, z.B. verdauungsfördernd, entzündungshemmend, blutdrucksenkend oder antioxidativ.

Die Aromen wilder Früchte sind zwar manchmal gewöhnungsbedürftig, bieten dem Gaumen aber mehr Abwechslung oder sogar ganz neue Geschmackserlebnisse. In Marmeladen, Grützen und Chutneys lassen sich herbe und saure Noten auch mit milden und süßen Früchten mischen, sodass köstliche Kompositionen für jeden Geschmack entstehen.

Die folgenden Wildobstsorten eignen sich zum Verzehr und finden sich vielleicht auch in deiner Umgebung. Kanntest du sie schon alle?

Hinweis: Wildobst schmeckt auch den Tieren. Viele von ihnen sind sogar für ihr Überleben auf die Früchte angewiesen, zum Beispiel, um einen Wintervorrat anzulegen! Pflücke deshalb immer nur einen Teil der Früchte einer Pflanze oder nutze solche, die sonst verderben würden.

Walderdbeere -klein mit großem Geschmack

Die kleine Walderdbeere (Fragaria vesca) wächst in lichten Wäldern und an Waldrändern. Anders als häufig vermutet, ist sie nicht die Ursprungsform der großen Kulturerdbeeren, sondern eine andere Art. Nur die kleineren Monatserdbeeren wurden aus der Walderdbeere gezüchtet.

Ab Juni sind die Walderdbeeren erntereif und dank ihrer roten Farbe am Waldboden gut zu finden.

Eine größere Walderdbeer-Ernte ist wegen der winzigen runden Früchtchen nur schwer zu erzielen. Ihr Geschmack verträgt sich jedoch hervorragend mit dem ihrer ertragreicheren Schwester, sodass Erdbeermarmelade, Erdbeerchutney, Süßspeisen, Frühlingssalate und Erdbeerschnecken durch die aromatischere Mini-Frucht bereichert werden.

Auch als Heilpflanze werden Blätter, Früchte und Wurzeln der Walderdbeere genutzt. Wusstest du, dass sich sogar Zähne aufhellen lassen mit Walderdbeeren?

Wildobst wie etwa Himbeeren, Schlehen oder Sanddorn lässt sich kostenlos in der Natur ernten und macht Supermarkt-Obst im Sommer und Herbst fast überflüssig.

Felsenbirne – süß und saftig

Die in Europa heimische Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis), auch als Felsenmispel oder Edelweißstrauch bekannt, ist für Wildobst-Anfänger besonders geeignet, denn sie schmeckt süß und saftig mit einer leichten Marzipannote.

Sie wächst bevorzugt im Gebirge und liebt kalkreiche und sonnige Standorte. In Gärten und Parks finden sich neben der Gewöhnlichen Felsenbirne auch andere, zum Teil aus Nordamerika stammende Felsenbirnen-Arten, die ebenfalls essbare Früchte tragen. Blätter, zerkaute Kerne und unreife Früchte können Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Der Verzehr unzerkauter Kerne ist jedoch ungefährlich, ähnlich dem von Apfelkernen.

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Die Erntezeit liegt zwischen Juni und September. Die Früchte sind roh genießbar, werden jedoch meist zu Marmelade, Gelee oder Saft weiterverarbeitet. Auch durch Trocknen oder Einfrieren lassen sich Felsenbirnen haltbar machen.

Hinweis: Manchmal ist nicht klar erkennbar, ob eine Pflanze wild wächst oder einen Besitzer hat. Und auch die Früchte mancher Wildpflanze dürfen nicht geerntet werden, zum Beispiel in Naturschutzgebieten. Was du bei der Ernte von Wildobst auf öffentlichen Flächen sonst noch beachten solltest, findest du auf dieser Seite des Bundeszentrums für Ernährung.

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Kirschpflaume – Urmutter von Pflaume und Mirabelle

Die kaum bekannte Kirschpflaume (Prunus cerasifera), auch Wilde Mirabelle oder Myrobalane genannt, gehört zur großen Familie der Rosengewächse. Durch Kreuzung mit der Schlehe sind aus der urtümlichen Pflanze Pflaume, Zwetschge, Mirabelle und Reneklode entstanden. Sie ist vor allem als Zierpflanze erhältlich, obwohl ihre Früchte generell essbar sind. Sorten mit dunklen Blättern werden auch als Blutpflaumen bezeichnet.

Ihre Früchte, die den Mirabellen ähneln, sind von Juli bis August erntereif. Sie können gelb, kirschrot oder auch blauviolett wie Pflaumen ausfallen und unterschiedlich schmecken – meist süß-säuerlich, würzig und saftig, manchmal auch fad und wässrig. Es lohnt sich daher, die Früchte eines neu entdeckten Baums vor der Ernte zu kosten.

Aus Kirschpflaumen lässt sich Marmelade, Kompott oder auch Fruchtleder herstellen. In der Türkei werden unreif geerntete Früchte als Can Erik angeboten und vor allem roh genossen.

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Brombeere – Gestrüpp mit köstlichen Früchten

Anders als die beiden zuvor genannten Arten, ist die Brombeere (Rubus fruticosus) allseits bekannt. Die Früchte sind zuweilen in Supermärkten erhältlich, können stattdessen jedoch auch wild geerntet werden. Die stachelbewehrte Pflanze ist häufig an Wegrändern und auf Brachflächen zu finden. Sie vermehrt sich nicht nur durch Samen, sondern auch durch Ausläufer und Absenker, sodass man eher auf ein großes, undurchdringliches Gestrüpp als auf eine einzelne Pflanze trifft.

Die süß-sauren Beeren reifen von Juli bis Oktober. Sie wechseln ihre Farbe von Grün über Rot zu glänzendem Schwarz in vollreifem Zustand. Die Beeren, botanisch korrekt als Sammelsteinfrüchte bezeichnet, sind vielseitig verwendbar und lassen sich roh, als Brombeermarmelade, Grütze, Kuchenbelag, Wein und Likör genießen oder zu herzhaften Speisen wie Käse reichen. Die aromatisch süß-säuerlichen, stark färbenden Früchte verleihen außerdem Beerenmischungen eine satte Farbe und einen intensiven Geschmack.

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Himbeere – edle, aber empfindliche Waldfrucht

Auch die mit der Brombeere eng verwandte Himbeere (Rubus idaeus) wächst wild in Europa – bevorzugt auf Brachflächen und an Waldrändern. Ihre Früchte, die von Juni bis September reif werden, schmecken aromatisch süß und lassen sich vielfältig verwenden für Desserts, Kuchen, Torten, Beerengrütze, (zuckerfreien) Sirup, Essig und Spirituosen. Da die frischen Früchte sehr druckempfindlich und nicht lange haltbar sind, friert man größere Mengen, die nicht gleich verarbeitet oder aufgegessen werden, am besten ein oder trocknet die Beeren.

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Kornelkirsche – Früchte mit Kirscharoma

Die Kornelkirsche (Cornus mas) gehört zur Familie der Hartriegel und wächst als großer Strauch oder Baum. Mit der Kirsche ist sie zwar nicht verwandt, besitzt aber ein ähnliches, sehr intensives Aroma. Bereits Hildegard von Bingen empfahl die Kornelkirsche als Heilpflanze. Es existieren sowohl wilde Formen als auch Zuchtformen.

Die Früchte erlangen zwischen August und September oder Oktober ihre volle Reife und sind dann dunkelrot und weich. Für die Ernte wird am besten ein Netz oder Tuch unter dem Baum ausgebreitet, auf das die reifen Früchte herabfallen. Den Baum zu schütteln oder gegen die Äste zu schlagen, ist nicht empfehlenswert, da so die Blütenansätze für das nächste Jahr Schaden nehmen.

Die vollreifen, süßen Früchte können roh genossen oder zu Marmelade, Kompott oder Saft verarbeitet werden. Für Experimentierfreudige lohnt es sich ebenfalls, klassische Kirsch-Rezepte, zum Beispiel diese Kirschsuppe mit Klüten, mit Kornelkirschen abzuwandeln.

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Tipp: Um Wildobstpflanzen sicher zu identifizieren, ziehe zum Beispiel diesen Führer für essbare Wildpflanzen zu Rate:

Die Karte von mundraub zeigt zudem genaue Standorte von Pflanzen mit essbaren Früchten an, von denen du ernten darfst.

Bocksdorn – Gojibeeren vor der Tür

Gojibeeren sind vor allem in getrockneter Form als Superfood aus China erhältlich. Dabei wächst der Gemeine Bocksdorn (Lycium barbarum), ebenfalls bekannt als Gemeiner Teufelszwirn oder Chinesische Wolfsbeere, auch in unseren Breiten als Wildpflanze, sodass man die Bocksdorn- oder Gojibeeren kostenlos selbst ernten kann! Der Bocksdorn wächst als sommergrüner Strauch und gehört zur Familie der Nachtschattengewächse.

Die länglichen, leuchtend roten oder orange-roten Früchte reifen zwischen August und Oktober und enthalten besonders viele wertvolle Vitalstoffe. Süße Früchte können roh gegessen werden, säuerliche werden besser getrocknet oder zu Saft verarbeitet.

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Sanddorn – die Zitrone des Nordens

Sanddorn (Hippophae rhamnoides), auch unter Namen wie Dünendorn, Fasanbeere, Haffdorn, Seedorn oder Zitrone des Nordens bekannt, ist ein Strauch mit kleinen, graugrünen, länglich-schmalen Blättern. Er fühlt sich wohl auf kargen und sandigen Böden und ist daher an den Küsten von Nord- und Ostsee, aber auch auf Brachflächen häufig anzutreffen.

Ab August bis in den Dezember reifen viele leuchtend gelb-orange Beeren dicht an den Zweigen des Sanddornstrauchs, die ihn dadurch sehr leicht erkennbar machen. Die Ernte der Beeren ist aufgrund der vielen Dornen nicht ganz einfach. Am besten werden ganze Zweige abgeschnitten (denn im nächsten Jahr wachsen ohnehin nur an neuen Trieben Beeren), eingefroren und die gefrorenen Beeren dann abgeschüttelt. Alternativ lassen sich die Beeren auch mit einer Gabel vorsichtig abstreifen. Für die Ernte sind Gartenhandschuhe unbedingt empfehlenswert!

Sanddornbeeren, die einen enormen Vitamin-C-Gehalt vorweisen, schmecken roh intensiv sauer und herb, sodass sie in vielseitigen Sanddorn-Rezepten verarbeitet werden – zum Beispiel zu vitaminreichen Fruchtgummis.

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Hagebutte – Nahrungs- und Heilmittel

Die vitalstoffreiche Hagebutte (Rosa canina) gehört zu den Wildrosen und besitzt viele weitere Namen wie Hundsrose, Hagedorn, Dornrose, Schlafdorn oder Hetschpetsch. Sie ist schon seit alters her als Nahrungs- und Heilmittel bekannt und enthält, neben dem Sanddorn, von allen heimischen Früchten das meiste Vitamin C.

Die meist leuchtend roten Sammelnussfrüchte reifen ab August, fallen jedoch nicht ab, sodass sie auch noch im Winter geerntet werden können.

Um die kleinen Kernchen zu entfernen, wird aus Hagebutten oft Fruchtmark hergestellt, das roh genossen werden kann. Das Mark lässt sich besonders einfach gewinnen, wenn die Früchte durch Frosteinwirkung weich geworden sind. Alternativ lässt sich zum Beispiel Fruchtmus oder Marmelade daraus kochen oder fruchtiger Hagebuttenessig herstellen.

Einfacher und für gesundheitliche Zwecke besonders nützlich ist es, die Früchte samt Kernen zu trocknen und anschließend im Mixer zu Hagebuttenpulver zu verarbeiten. Es kann aufs Müsli gestreut oder in Joghurt und Süßspeisen eingerührt werden.

Weitere Informationen zu der vielseitigen Wildrosenart findest du in diesem Hagebutten-Pflanzenporträt.

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Berberitze – vielseitige saure Früchtchen

Die Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris), bekannt auch als Sauerdorn, Essigbeere oder Echte Berberitze, kommt natürlich in fast ganz Europa bis zum Kaukasus und nach Nordiran vor. Sie bevorzugt kalkhaltige, eher trockene Standorte an Waldrändern oder auf Lichtungen, die sonnig oder halbschattig gelegen sind.

Die etwa einen Zentimeter langen, dunkelroten Früchte sind sehr vitaminreich und besitzen einen kräftig säuerlichen Geschmack. Sie reifen zwischen September und Oktober.

In Europa ist die Berberitze seit dem Mittelalter bekannt und wird traditionell für Konfitüren verwendet. In getrockneter Form bereichern die Beeren zudem Porridge und Müsli, ähnlich wie Rosinen. Im Iran werden mit den Früchten herzhafte Gerichte wie Reis, Fisch oder Braten süß-säuerlich abgeschmeckt.

Achtung: Außer den Beeren sind alle Pflanzenteile der Berberitze giftig. Bei anderen Berberitzen-Arten, die als Zierpflanzen kultiviert werden, enthalten auch die Beeren Giftstoffe.

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Schwarzer Holunder – vielseitig nützlich

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist eine der häufigsten Straucharten in Mitteleuropa. Bereits seit Jahrtausenden werden sowohl Holunderblüten und -beeren als auch Blätter und Rinde als Heil- und Lebensmittel sowie zum Färben verwendet. Dementsprechend besitzt er viele weitere Namen wie etwa Holler, Ahlhorn, Attich, Betschel, oder Kelkenbusch. In Norddeutschland heißt der Holunder verwirrenderweise auch (Schwarzer) Flieder. Auch die Märchenfigur Frau Holle verdankt ihren Namen dem Holunder.

Die zunächst grünen, dann rötlichen und bei voller Reife schwarzen Beeren sind etwa Anfang September bereit zur Ernte und dienen damit als phänologische Zeiger für den beginnenden Herbst. Da sie roh leicht giftig sind, werden sie für Holunderbeer-Rezepte ausschließlich erhitzt verwendet und als Holundersaft, Marmelade, Gelee, Obstwein oder Tee genossen. In Norddeutschland ist eine Suppe mit Holunderbeeren als Fliederbeersuppe bekannt.

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Schlehe – uraltes Heil- und Nahrungsmittel

Der auch als Schwarzdorn, Haferpflaume, Kietschkepflaume oder Saudorn bezeichnete Schlehdorn (Prunus spinosa)  ist eine der am längsten vom Menschen genutzen Pflanzen. Seine Beeren, die Schlehen, werden seit Urzeiten als Heil- und Nahrungsmittel genutzt – auch Ötzi hatte Schlehen im Gepäck!

Ab September sind die Schlehen reif, werden aber meist erst im Spätherbst geerntet, da durch Frost ein Teil der enthaltenen Gerbstoffe abgebaut wird und die sonst herb-sauren Früchte leicht süßlich werden. Alternativ lassen sich die Schlehen auch für kurze Zeit einfrieren.

Schlehen werden nicht nur zu Marmelade und Saft verarbeitet und in getrockneter Form für Tee verwendet, sondern geben auch eine regionale Alternative zu eingelegten Oliven ab.

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Eberesche – ungiftige Apfelfrüchte

Vogelbeere oder Eberesche (Sorbus aucuparia), sowie Quitsche oder Krametsbeere sind Bezeichnungen für ein und denselben Baum, dessen Früchte die Vogelbeeren sind. Mit ihren charakteristischen gefiederten Blättern und leuchtend orangefarbenen Früchten, die bis in den Winter hinein am Baum hängen, ist die Eberesche leicht zu identifizieren.

Roh verzehrt, können die Beeren, die botanisch eigentlich zu den Apfelfrüchte zählen, durch die enthaltene Parasorbinsäure zu leichten Magenschmerzen führen. Daher ist es empfehlenswert, Vogelbeeren vor dem Verzehr zu erhitzen. Giftig sind sie entgegen einer weit verbreiteten Annahme jedoch nicht.

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Die Früchte sind ab August oder September reif, sollten jedoch erst nach den ersten Frösten geerntet oder für kurze Zeit tiefgefroren werden, damit sie ihren bitteren Geschmack verlieren.

Danach lassen sich die Vogelbeeren kandieren, zu Likör oder Marmelade verarbeiten, auch zusammen mit anderen Früchten, zum Beispiel mit den verwandten Äpfeln.

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Holzapfel – sauer, aber aromatisch

Auch der Holzapfel (Malus sylvestris), ebenfalls als Europäischer Wildapfel oder Krabapfel bekannt, hat neben den unzähligen Sorten des Kulturapfels seine Fans, denn zusätzlich zu seinem sauren Geschmack besitzt er viele Aromen, die Zuchtformen nicht bieten können. Beispielsweise wird er hochwertigen Apfelsäften zugesetzt für einen besonderen Geschmack.

Ab September sind die Wildäpfel reif. Wie Zieräpfel, unreife Äpfel und Fallobst eignen sie sich zur Herstellung von Apfelmus, Gelee, Früchtetee und Apfelessig, auch gemischt mit anderen Apfelsorten. Besonders gut eignen sich die Früchte außerdem, um Pektin selber herzustellen.

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Mispel – seit Langem heimisch, dennoch kaum bekannt

Anders als der lateinische Name der Mispel (Mespilus germanica) vermuten lässt, stammt die Pflanze unrsprünglich aus Asien, wurde allerdings bereits von den Römern nach Mitteleuropa eingeführt und ist an das hiesige Klima bestens angepasst. Obwohl Blätter, Rinde und Früchte seit dem Altertum vielseitig genutzt wurden, führt die Pflanze heute in Bezug auf ihre Nutzung eher ein Schattendasein. Sie trägt viele weitere regionale Namen wie etwa Asperl, Hespelein, Dürgen, Dörrlitzen, Hundsärsch oder Näschpli.

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Ab Oktober können die unscheinbar bräunlichen Früchte geerntet werden. Ebenso wie bei der Hagebutte wird das süßlich-aromatische Fruchtmark der Mispel am besten nach dem ersten Frost gewonnen, durch den die Früchte weich werden. Sie lassen sich vielseitig verarbeiten, zum Beispiel zu Marmelade oder einer ungewöhnlichen süß-pikanten Mispel-Salsa.

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