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Sanddorn – einer der besten Vitamin-C-Spender überhaupt
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Sanddornbeeren sind vitaminreich und gesund. Wo und wie du sie am besten erntest und einige leckere Rezepte für Saft, Marmelade und mehr findest du hier.

Den ganzen Sommer freue ich mich über die heranreifenden Beeren des Sanddorns. Zuerst klein und grün, werden sie im Spätsommer schnell füllig und tief orange. Im August und September sind die Beeren endlich erntereif und das Sammeln kann beginnen.

Da die Beeren sehr klein sind und von Stacheln geschützt werden, ist das Ernten etwas aufwendiger. Kultivierte Pflanzen tragen erst nach mehreren Jahren die ersten Früchte. Da ist es kein Wunder, dass Produkte wie Sanddorngelee und Saft entsprechend teuer sind.

Gerade deshalb lohnt es sich, den Sanddorn anzubauen oder an wilden Sträuchern etwas Zeit in die Ernte zu investieren. Kaum eine andere Frucht liefert dir so viele Vitamine und kann teure Nahrungsergänzungsmittel natürlich ersetzen.

Inhaltsstoffe der Sanddornbeere

Herausragender Inhaltsstoff der Sanddornbeere ist Vitamin C. Es kommt in keiner anderen heimischen Obstsorte in vergleichbarer Konzentration vor, deshalb gilt Sanddorn zu Recht als regionales Superfood.

Zusätzlich bietet die Beere viel Vitamin E und gilt als eine der wenigen pflanzlichen Quellen für Vitamin B12. Er enthält außerdem die Spurenelemente Eisen, Kalzium, Mangan und Magnesium.

Erntetipps für den Sanddorn

Sanddorn ist eine der wenigen Pflanzen, die selbst auf Dünen gedeihen. Aber auch weit von Küsten entfernt findest du ihn an Bächen und Seen. Er ist genügsam was die Bodenqualität angeht, benötigt aber viel Sonnenlicht, um die gesunden Früchte reifen zu lassen.

Wenn du in deiner Umgebung noch keinen Sanddorn entdeckt hast, schau doch mal auf Mundraub nach, wo du ihn finden kannst.

Die Beeren lassen sich einzeln von Hand pflücken. Da sie aber sehr klein und durch die namensgebenden Dornen geschützt sind, ist die Ernte etwas mühsamer. Außerdem hinterlassen die Beeren einen orangefarbenen Film auf der Haut und der Fruchtsaft färbt ebenfalls. Sei deshalb besonders umsichtig, deine Kleidung nicht zu beschmutzen.

Zum Glück wachsen die Beeren sehr eng und mit flinken Fingern kannst du schnell einen Zweig abflücken. Noch einfacher geht es, wenn du besonders dicht bewachsene Triebe abschneidest und einfrierst. Die gefrorenen Früchte lassen sich einfach abschütteln.

Diese Erntemethode schadet der Pflanze nicht, sofern du nicht mehr als ein Drittel auf diese Weise erntest, im Gegenteil: Beeren wachsen immer nur an den letztjährigen, neuen Trieben. Ein regelmäßiger Rückschnitt der zu dichten Pflanzenbereiche ist sogar förderlich und sorgt dafür, dass alle Teile der Pflanze ausreichend Sonnenlicht erhalten.

Ähnlich funktioniert das Ernten der Beeren im November oder Dezember. Wenn dir bei der Ernte niemand zuvor kommt, hängen die Beeren auch noch spät im Jahr. Wenn die Beeren am Strauch bereits gefroren sind, zieh dir einfach ein paar feste Gartenhandschuhe an und streife die Beeren vom Ast.

Nutzung und Aufbewahrung

Am berühmtesten sind Sanddornsaft und Sanddorn-Gelee. Wenn du diese Köstlichkeiten daheim herstellen möchtest, helfen dir die folgenden Anleitungen:

Da beim Erhitzen viele der wertvollen Vitamine verloren gehen und ich kein Fan von Zucker bin, friere ich dieses Jahr eine größere Portion Beeren ein und gebe sie im Winter in meine Morgensmoothies.

Auch in der Kosmetik wird der Sanddorn immer populärer. Wenn du den hohen Vitamin-C-Gehalt und die ungesättigten Fettsäuren das Sanddorns nutzen möchtest, kannst du deine selbst gemachten Pflegeprodukte, wie zum Beispiel diese Hautcreme, mit etwas Sanddornöl herstellen.

Viele weitere Tipps zum Sanddorn und anderen wilden Schätzen findest du auch in unseren Buchtipps:

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