Zieräpfel, Wildäpfel und unreife Äpfel verwerten statt wegwerfen

Wild- und Zieräpfel sind tatsächlich essbar. Für einige Rezepte eignen sie sich sogar besser als kultivierte Früchte. Das alles kannst du daraus machen!

Zu klein, zu hart, zu sauer – Wildäpfel, Zieräpfel und zu früh vom Baum gefallene Kulturfrüchte sind roh eher unbekömmlich und meist nicht besonders lecker. Zum Wegwerfen sind sie aber dennoch viel zu schade, denn fast alle Apfelsorten lassen sich noch auf vielfältige Weise verarbeiten!

In diesem Beitrag findest du Apfel-Rezepte, für die auch kleine und unreife Äpfel verwendet werden können und teilweise sogar noch besser geeignet sind als ihre süße Verwandten. Geeignete Apfelbäume finden sich sicher auch in deiner Nähe – zum Beispiel mit Hilfe der Karte von mundraub.org. Da die kleinen, säuerlichen Äpfel im Spätsommer meist in Massen anfallen und auf dem Boden verfaulen oder von der Straßenkehrmaschine mitgenommen werden, braucht man auch keine Sorge zu haben, den Wildtieren die Nahrung zu nehmen.

Sind Wildäpfel und Zieräpfel giftig?

Die oft nur wenige Zentimeter großen Zierapfel-Früchte erwecken nicht wirklich den Eindruck, essbar zu sein. Und wer schon einmal in einen frisch geernteten Wildapfel gebissen hat, weiß, dass die Früchte recht herb und/oder sauer sein können.

Aufgrund des hohen Säuregehalts und des oft bitteren Geschmacks eignen sich Wildäpfel zwar nicht als Rohkost, sind aber genau wie Zieräpfel essbar, bei richtiger Zubereitung sogar richtig köstlich und können vielfältig verarbeitet werden.

Wild- und Zieräpfel sind tatsächlich essbar. Für einige Rezepte eignen sie sich sogar besser als kultivierte Früchte. Das alles kannst du daraus machen!

Pektin selber machen aus Wildäpfeln

Holzäpfel, auch Wildäpfel genannt, und unreife Äpfel zeichnen sich durch ihren besonders hohen Pektingehalt aus und sind deshalb die ideale Zutat, um Apfelpektin als Geliermittel selbst herzustellen.

Um flüssiges Pektin selber zu machen, brauchst du nur eine ausreichende Menge Äpfel, Wasser und etwas Geduld. Es eignet sich als natürliches Geliermittel für Marmeladen und andere Süßspeisen.

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Apfelgelee mit Wild- oder Zieräpfeln

Weil sie besonders viel Pektin enthalten, lässt sich aus Wild- und Zieräpfeln ein einfaches Apfelgelee selber machen – auf Wunsch sogar ganz ohne Zucker.

Diese Zutaten werden für circa vier Gläser Apfelgelee gebraucht:

  • 2 kg Wild- oder Zieräpfel
  • Leitungswasser
  • optional Zucker oder eine Zuckeralternative nach Geschmack
  • optional eine Prise Zimt

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So wird das Apfelgelee mit Zieräpfeln zubereitet:

  1. Äpfel waschen und grob zerkleinern, dabei schadhafte Stellen entfernen.
  2. Die Apfelstücke in einen Topf geben. Leitungswasser dazugeben, bis alle Apfelstücke gerade so bedeckt sind.
  3. Den Topf erhitzen und das Gemisch circa 30 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel durchgegart sind.
  4. Apfelstücke und Flüssigkeit in ein mit einem Passiertuch oder Mulltuch ausgelegtes Sieb gießen, dabei die Flüssigkeit auffangen und mehrere Stunden abtropfen lassen.
  5. Den aufgefangenen Saft in einen Topf gießen, nach Geschmack Zucker und Zimt hinzufügen, aufkochen und bei mittlerer Temperatur köcheln lassen, bis der Saft eingedickt und ungefähr um die Hälfte reduziert ist. Eventuell eine Gelierprobe machen, indem eine kleine Menge auf einen kalten Teller gegeben wird, um festzustellen, ob bereits genügend Flüssigkeit verdampft ist.
  6. Das fertige Apfelgelee noch heiß in desinfizierte Schraubgläser füllen und verschließen.

Wild- und Zieräpfel sind tatsächlich essbar. Für einige Rezepte eignen sie sich sogar besser als kultivierte Früchte. Das alles kannst du daraus machen!

Aufgrund des geringen Zuckergehalts ist das Apfelgelee im Kühlschrank nur wenige Tage haltbar. Um die Haltbarkeit zu verlängern, kann es nach dem Verschließen noch eingekocht werden.

Früchtetee mit Wild- und Zierapfel

Im Vergleich zu vielen modernen Apfelsorten sind Wildäpfel häufig besonders aromatisch, was man auch schmeckt, wenn man sie zur Herstellung eines selbst gemachten Früchtetees verwendet.

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Dazu werden die Äpfel fein zerkleinert und an der Luft, im Backofen oder in einem Dörrautomaten getrocknet. Anschließend können sie mit anderen getrockneten Früchten und Kräutern gemischt oder als reiner Apfeltee aufgebrüht werden.

Tipp: Apfeltee ist eine Teesorte, die die ganze Familie trinken kann. Hier findest du weitere Rezepte für Kindertee.

Apfelessig aus unreifen Äpfeln

Um einen Apfelessig herzustellen, reichen Apfelschalen und übrig gebliebe Kerngehäuse aus. Auch Wildäpfel und unreife Äpfel lassen sich dafür prima verwenden. Weil sie weniger Zucker enthalten, empfiehlt es sich, etwas mehr zusätzlichen Zucker zuzusetzen als bei herkömmlichen Äpfeln.

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Apfelmus mit Zieräpfeln

Um aus Zieräpfeln Apfelmus selber zu machen, braucht man eine ganze Menge der oft nur wenige Zentimeter großen Früchte. Alternativ können Zieräpfel, Holzäpfel und unreifes Fallobst auch mit herkömmlichen Sorten gemischt und gemeinsam zu einem intensiv schmeckenden Apfelmus verarbeitet werden. Aufgrund des hohen Pektingehalts der Wildfrüchte wird das Mus auch noch besonders sämig.

Tipp: Hier findest du weitere originelle Rezeptideen, um die Apfelernte zu konservieren.

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Was sind deine liebsten Rezepte für Rezepte für Zieräpfel, Wildäpfel oder Fallobst? Dann verrate sie uns in einem Kommentar!

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hallo zusammen, wann sind die Wildäpfel erntereif? Nach dem ersten Frost wie die Hagebutten? Danke für die Erleuchtung 😁

    Antworten
  2. Ich habe letztens einen Apfelkuchen mit noch nicht reifen Äpfeln gemacht, die leider nach 1 Stunde im Ofen bei 160 Grad nicht gar waren.
    Dagegen kenne ich das “Kompot” in Polen, eine Art Saft mit Fruchtstückchen, egal, mit welchen Früchten. So kann man 1 kg Äpfel waschen, klein schneiden (auch andere Früchte wie Zwetschgen) , mit 3 Litern Wasser und etwas Zucker aufkochen. Abkühlen lassen und als Saft trinken, hält ca. 3 Tage im Kühlschrank.
    Für das wildapfelgelee die Flüssigkeit auf die Hälfte einkochen zu lassen, würde ich aus energiespargründen nicht machen, dann eher nur etwas Gelierzucker und ggf. Zitronensäure zum Gelieren.

    Antworten

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